ABS YAMAHA TW125 2000 Betriebsanleitungen (in German)
[x] Cancel search | Manufacturer: YAMAHA, Model Year: 2000, Model line: TW125, Model: YAMAHA TW125 2000Pages: 84, PDF-Größe: 3.93 MB
Page 67 of 84

6-35
Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Hinterrad
Das Motorrad so abstützen, daß das
Hinterrad sich frei drehen läßt. Dazu
entweder hinten einen Motorrad-Mon-
tageständer verwenden oder zwei Auf-
bockständer unter den Hauptrahmen
oder die Schwingenarme stellen.1
2
GAU01494Vorderrad demontierenGW000122
W
8Wartungsarbeiten an den Rädern
sollten grundsätzlich von einem
YAMAHA-Händler durchgeführt
werden.
8Das Fahrzeug sicher abstützen,
damit es nicht umfallen kann.
1. Die Tachowelle am Vorderrad
lösen.
1. Tachowelle
2. Achsmutter
2. Die Achsmutter lockern.
3. Das Motorrad unter dem Motor
aufbocken, um das Vorderrad
vom Boden abzuheben.
4. Die Achsmutter, die Vorderachse
und das Vorderrad demontieren.
Darauf achten, daß das Motorrad
richtig abgestützt ist.
HINWEIS:
Bei ausgebautem Rad auf keinen Fall
den Handbremshebel betätigen, da
sonst die Bremsbeläge aneinanderge-
drückt werden.
5EK-9-G1 (TW125) 4/7/0 4:53 PM Page 65
Page 68 of 84

6-36
Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
1
2
3
4
5
6
7
8
9
GAU01495Vorderrad montieren
1. Das Tachometer-Antriebsgehäuse
montieren. Die Tachometer-Mit-
nehmerklauen an der Radnabe
müssen in die Nuten am Tacho-
meter-Antriebsgehäuse eingrei-
fen.
2. Das Vorderrad zwischen die Ga-
belbeine heben. Dabei die Brems-
scheibe zwischen die Bremsbelä-
ge führen. Darauf achten, daß die
Nase am Gabelbein in der Nut des
Tachometergetriebes sitzt.3. Die Radachse und Achsmutter
montieren, dann das Motorrad
herablassen
4. Die Radachse vorschriftsmäßig
festziehen.
5. Die Tachowelle montieren.GAU01496Hinterrad demontierenGW000122
W
8Wartungsarbeiten an den Rädern
sollten grundsätzlich von einem
YAMAHA-Händler durchgeführt
werden.
8Das Fahrzeug sicher abstützen,
damit es nicht umfallen kann.
1. Die Achsmutter lösen.
2. Die Einstellmutter für das Fuß-
bremshebel-Spiel und das Brems-
gestänge vom Bremswellenhebel
lösen.
1. Achsmutter
2. Exzenterplatten (Kettendurchhang)
3. Einstellmutter
4. Bremsgestänge
21
a
b
34
Anzugsmoment
Radachse
90 Nm (9,0 m·kg)
5EK-9-G1 (TW125) 4/7/0 4:53 PM Page 66
Page 71 of 84

Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
1
2
3
4
5
6
7
8
9
6-39
GAU03009FehlersuchdiagrammGW000125
W
Bei Prüf- und Reparaturarbeiten am Kraftstoffsystem Funken und offene Flammen fernhalten und auf keinen Fall rauchen.
Ausreichend
Tank leerVerdichtung prüfen.
Kraftstoff tanken.Motor startet nicht.
2. Verdichtung
Verdichtung vorhanden
Kein VerdichtungZündung prüfen.
Vom YAMAHA-Händler prüfen lassen.
Kerzen heraus-
3. ZündungFeucht
TrockenMit trockenem Lappen sauberwischen
Vom YAMAHA-Händler prüfen lassen. Motor startet nicht. Batterie prüfen.Gasdrehgriff halb öffnen und E-Starter
4. BatterieMotor dreht schnell.
Motor dreht zu langsam.Batterie gut
1. Kraftstoff
Kraftstoffstand prüfen.
E-Starter betätigen.
E-Starter betätigen.
Säurestand und AnschlüsseMotor startet nicht.
schrauben und
Elektroden prüfen.
prüfen, Batterie laden. und Elektrodenabstand korrigieren bzw.
Zündkerzen erneuern.Verdichtung prüfen.
betätigen.
Vom YAMAHA-Händler prüfen lassen.
5EK-9-G1 (TW125) 4/7/0 4:53 PM Page 69
Page 72 of 84

7-1
GAU01518
Pflege und Lagerung
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Motorradpflege – eine
Investition, die sich lohnt!
Die „Faszination Motorrad“ basiert
unter anderem auf der sichtbaren
Technik. Dies hat aber leider auch
einen Nachteil: Während bei Auto-
mobilen beispielsweise ein korrodier-
ter Auspuff unbeachtet bleibt, fallen
schon kleine Rostansätze an der
Motorrad-Auspuffanlage unangenehm
auf. Gegen Schönheitsfehler können
Sie durch gekonnte Pflege allerdings
viel tun. Außerdem sollten Sie eines
bedenken: YAMAHA kann eine Ge-
währleistung nur dann übernehmen,
wenn Sie Ihr Motorrad auch angemes-
sen pflegen. Denn obwohl nur hoch-
wertige Materialien verwendet werden,
sind nicht alle Bauteile absolut korrosi-
onssicher. Deshalb geben wir hier
wichtige Hinweise, wie Ihr Motorrad
behandelt werden muß, um dauerhaft
gut in Form zu bleiben.Vorbereitung für die Wäsche
1. Den Schalldämpfer mit einer Plas-
tiktüte so abdecken, daß kein
Wasser eindringen kann.
2. Sicherstellen, daß alle elektri-
schen Steckverbinder – auch der
Zündkerzenstecker – und Abdeck-
kappen fest sitzen, damit dort
ebenfalls keine Feuchtigkeit ein-
dringen kann.
3. Auf stark verschmutzte Stellen,
die z. B. durch verkrustetes Motor-
öl verunreinigt sind, nur dann
einen Kaltreiniger mit dem Pinsel
auftragen, wenn keine Gummi-
dichtungen in der Nähe liegen.
Diese könnten sonst rasch aushär-
ten und ihre Dichtwirkung verlie-
ren. Auch von Kette, Kettenrädern
und Radachsen sollte Kaltreiniger
ferngehalten werden.Wäsche
Regelmäßige WäscheSchmutz am besten mit warmem Was-
ser, einem milden Haushaltsreiniger und
einem sauberen, weichen Schwamm
lsen, danach mit einem sanften Was-
serstrahl abspülen. Schwer zugängliche
Stellen mit einer Bürste reinigen. Insek-
ten lassen sich leicht entfernen, wenn
zuvor ein nasses Tuch oder Spezialmittel
einige Minuten die Verschmutzungen
gelöst hat.
GCA00010
dD
8Moderne Reiniger, insbesondere
säurehaltige Felgenreiniger, lösen
festgebackenen Schmutz zwar sehr
gut, aber sie können bei besonders
langem Einwirken unter Umstän-
den die metallische Oberfläche an-
greifen. Deshalb raten wir von Fel-
genreinigern ab. Auf keinen Fall
dürfen sie bei Drahtspeichenrädern
zum Einsatz kommen. Wenn Sie
solche Reiniger trotzdem verwen-
den: Nach der empfohlenen Ein-
wirkzeit die behandelten Teile un-
bedingt sehr gut mit Wasser spü-
len, trocknen und anschließend mit
einem Korrosionsschutz (Sprüh-
wachs oder -öl) versehen.
5EK-9-G1 (TW125) 4/7/0 4:53 PM Page 70
Page 73 of 84

7-2
Pflege und Lagerung
1
2
3
4
5
6
7
8
9
8Starke Reiniger verhalten sich
auch aggressiv gegenüber Kunst-
stoffen und Gummibauteilen. Ver-
kleidungsteile, Radabdeckungen,
Lampengläser, Lenkergriffe usw.
sollten lediglich mit einem saube-
ren weichen Lappen/Schwamm
und Wasser behandelt werden;
nach Bedarf ein mildes Reini-
gungsmittel zugeben. Bei Krat-
zern hochwertiges Poliermittel für
Kunststoff verwenden.
8Niemals folgende Mittel bzw.
einen mit diesen Mitteln ange-
feuchteten Lappen/Schwamm
benutzen: alkalische oder stark
säurehaltige Reinigungsmittel,
Lösungsmittel, Benzin, Rost-
schutz- oder -entfernungsmittel,
Brems- oder Kühlflüssigkeit, Bat-
teriesäure.8Zum Waschen keinen Hochdruck-
Wasserstrahl verwenden. Soge-
nannte Dampfstrahler an Tank-
stellen oder Münzwaschanlagen
drücken häufig Feuchtigkeit in
Radlager, elektrische Steckverbin-
dungen, Instrumente, Armaturen,
Scheinwerfer, Brems- und Blink-
leuchten, Entlüftungsöffnungen
und -schläuche, Dichtringe (an
Telegabel, Schwingenlagern und
Getriebewellen) sowie Brems-
zylinder.
8Zur Behandlung der Windschutz-
scheibe (falls vorhanden): Scharfe
Reinigungsmittel führen zu einer
Eintrübung der Scheibe, ein har-
ter Schwamm verursacht Kratzer.
Kunststoffreiniger vor dem ersten
Einsatz an einer nicht im Blickfeld
liegenden Stelle testen, ob er
Scheuerspuren hinterläßt.Nach Einsatz im Winter, im Regen und
in Küstennähe
Nicht nur in den Wintermonaten, wenn
wegen Glätte gestreut wurde, sondern
auch im Frühjahr befindet sich Salz auf
der Fahrbahn, das zusammen mit Was-
ser aggressiv auf allen Metallteilen rea-
giert. Auch Meereswasser und salzhal-
tige Luft beschleunigen Korrosion.
Deshalb sollten Sie Ihre YAMAHA nach
einer Fahrt in Küstennähe, auf salzge-
streuten Straßen und auch nach einer
Regenfahrt im Frühjahr folgenderma-
ßen behandeln:
1. Das Motorrad abkühlen lassen
und dann kalt abspülen oder mit
einer Seifenlauge abwaschen.
GCA00012
dD
Warmes Wasser verstärkt das aggres-
sive Verhalten von Salz.
2. Alle metallischen Oberflächen mit
Sprühöl oder -wachs konservie-
ren.
5EK-9-G1 (TW125) 4/7/0 4:53 PM Page 71
Page 75 of 84

7-4
Pflege und Lagerung
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Lagerung
Kurzzeitiges Abstellen
Das Motorrad sollte stets kühl und
trocken untergestellt und mit einer luft-
durchlässigen Plane abgedeckt wer-
den, um es vor Staub zu schützen.
GCA00014
dD
8Stellen Sie ein nasses Motorrad
niemals in eine unbelüftete Ga-
rage oder decken es mit einer
Plane ab. Denn dann bleibt das
Wasser auf den Bauteilen stehen.
Das kann Rostbildung zur Folge
haben.
8Feuchte Kellerräume sind kein
geeigneter Abstellplatz. Das glei-
che gilt für Stallungen (ammoni-
akhaltige Luft ist besonders ag-
gressiv) und Räume, in denen
aggressive Chemikalien gelagert
werden.
Stillegung
Möchten Sie Ihr Motorrad für mehr als
zwei Monate aus dem Verkehr ziehen,
sollten folgende Schutzvorkehrungen
getroffen werden, um Schäden und
Korrosion zu verhindern.
1. Eine komplette Motorradpflege,
wie zuvor beschrieben, durch-
führen.
2. Die Schwimmerkammer durch
Öffnen der Ablaßschraube entlee-
ren, um einer Verharzung vorzu-
beugen. Das abgelassene Benzin
in den Tank einfüllen.
3. Den Kraftstoffhahn ggf. auf „OFF“
stellen.
4. Volltanken, um Rostbildung im
Tank vorzubeugen.
5. Um Korrosion im Motor zu ver-
meiden:
a) Die Zündkerze herausschrauben
und den Zündkerzenstecker abzie-
hen.b) Je etwa einen Teelöffel Motoröl
durch die Kerzenbohrung einflie-
ßen lassen.
c) Die Zündkerze mit aufgestecktem
Zündkerzenstecker an Masse le-
gen, um Zündfunken zu verhin-
dern.
d) Den Motor mit dem Starter (ggf.
Kickstarter) etwa fünf Sekunden
durchdrehen lassen. Das Öl ge-
langt so an Zylinder, Kolben usw.
e) Die Zündkerze montieren und den
Zündkerzenstecker aufstecken.
GWA00003
W
Schritt 5.c) unbedingt beachten, um
Verletzung durch Hochspannung vor-
zubeugen.
6. Sämtliche Seilzüge und alle Hand-
und Fußhebel- sowie Ständer-
Drehpunkte ölen.
5EK-9-G1 (TW125) 4/7/0 4:53 PM Page 73
Page 76 of 84

7-5
Pflege und Lagerung
1
2
3
4
5
6
7
8
9
7. Den Luftdruck der Reifen kontrol-
lieren und ggf. korrigieren. An-
schließend das Motorrad so auf-
bocken, daß beide Räder über
dem Boden schweben; anderen-
falls die Reifenposition jeden Mo-
nat verändern, um die Reifen nicht
zu beschädigen.
8. Den Schalldämpfer mit einer Plas-
tiktüte so abdecken, daß kein
Wasser eindringen kann.
9. Die Batterie ausbauen, kühl und
trocken lagern, jeden Monat prü-
fen und ggf. aufladen. Temperatu-
ren unter 0 °C und über 30 °C sind
zu vermeiden. Nähere Informatio-
nen siehe Abschnitt „Batterie“ im
Kapitel „Regelmäßige Wartung
und kleinere Reparaturen“.HINWEIS:
Anfallende Reparaturen oder Inspek-
tion vor der Stillegung ausführen.
5EK-9-G1 (TW125) 4/7/0 4:53 PM Page 74
Page 78 of 84

Kraftstoff
Sorte bleifreies Normalbenzin
Tankvolumen (Gesamtinhalt) 7,0 L
davon Reserve 1,0 L
Vergaser
Typ ´Anzahl Y24P ´1
Hersteller TEIKEI
Zündkerze
Hersteller/Typ NGK / DR8EA
Elektrodenabstand 0,6–0,7 mm
KupplungsbauartMehrscheiben-Ölbadkupplung
Kraftübertragung
Primärantrieb Stirnräder
Primärübersetzung 74/20 (3,700)
Sekundärantrieb Kette
Sekundärübersetzung 50/14 (3,571)
Getriebe klauengeschaltetes 5-Gang-
Getriebe
Getriebe-Betätigung Fußschalthebel (links)Getriebeabstufung 1. Gang 2,250
2. Gang 1,476
3. Gang 1,125
4. Gang 0,926
5. Gang 0,793
Fahrwerk
Rahmenbauart unten offener Zentralrohr-
rahmen
Lenkkopfwinkel 26°
Nachlauf 95 mm
Reifen
Ausführung Schlauchreifen
Vorn
Dimension 130/80-18 66P
Hersteller/Typ BRIDGESTONE / TW31
Hinten
Dimension 180/80-14M/C 78P
Hersteller/Typ BRIDGESTONE / TW34
Maximale Zuladung* 180 kg
Luftdruck (für kalten Reifen)
Bei einer Zuladung* von 0–80 kg
Vorn 150 kPa (1,50 kg/cm2, 1,50 bar)
Hinten 150 kPa (1,50 kg/cm
2, 1,50 bar)
Technische Daten
1
2
3
4
5
6
7
8
9
8-2
5EK-9-G1 (TW125) 4/7/0 4:53 PM Page 76