ABS BMW MOTORRAD K 1200 R 2006 Betriebsanleitung (in German)
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Stellschraube1im Uhrzei-
gersinn drehen.
Die Stellschraube verfügt
über eine Rastung
und lässt sich leichter
drehen, wenn Sie dabei den
Handbremshebel nach vorn
drücken.
Abstand zwischen Lenker-
griff und Handbremsshebel
wird größer.
Stellschraube 1gegen den
Uhrzeigersinn drehen.
Abstand zwischen Lenker-
griff und Handbremshebel
wird kleiner.
LichtStandlicht einschaltenDas Standlicht schaltet sich
nach Einschalten der Zün-
dung automatisch ein.
Das Standlicht belastet
die Batterie. Schalten
Sie die Zündung nur für einen
begrenzten Zeitraum ein.Fahrlicht einschaltenDas Fahrlicht schaltet sich
nach dem Motorstart automa-
tisch ein.
Sie können bei ausge-
schaltetem Motor Licht
einschalten, indem Sie bei
eingeschalteter Zündung das
Fernlicht einschalten oder die
Lichthupe betätigen.
Fernlicht einschaltenSchalter Fernlicht 1oben
betätigen.
Fernlicht eingeschaltet.
Schalter Fernlicht 1in Mit-
telstellung bringen.
Fernlicht ausgeschaltet.
Schalter Fernlicht 1unten
betätigen.
Fernlicht ist für die Dauer
der Betätigung eingeschal-
tet (Lichthupe).Parklicht einschaltenZündung ausschalten.
452zBedienung
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Blinker rechts
einschaltenZündung einschalten.
Taste Blinker rechts2betä-
tigen.
Nach ca. zehn Sekun-
den Fahrt oder nach
einer zurückgelegten Strecke
von ca. 200 m werden
die Blinker automatisch
ausgeschaltet.
Blinker rechts eingeschaltet.
Kontrollleuchte Blinker
rechts blinkt.
Blinker ausschaltenTaste Blinker aus 3betäti-
gen.
Blinker ausgeschaltet.
Kontrollleuchten Blinker
aus.SitzbankSitzbank ausbauenMotorrad abstellen, dabei
auf ebenen und festen Un-
tergrund achten. Schlüssel im Sitzbank-
schloss gegen den
Uhrzeigersinn drehen.
Sitzbank dabei unterstüt-
zend nach unten drücken.
454zBedienung
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HelmhalterHelmhalter unter der
SitzbankUnter der Sitzbank befindet
sich der Helmhalter1.
Am Helmhalter kann ein Mo-
torradhelm mit dem Kinnrie-
men eingehängt werden. Sind
Koffer montiert oder ist der
Kinnriemen zu kurz, kann der
Helm mit Hilfe eines Stahlseils
befestigt werden.
Helmhalter verwendenMotorrad abstellen, dabei
auf ebenen und festen Un-
tergrund achten.
Sitzbank ausbauen ( 54)
Das Helmschloss kann
die Verkleidung verkrat-
zen.
Beim Einhängen auf die Po-
sition des Helmschlosses
achten.
An der rechten
Fahrzeugseite kann
der Helm durch die Hitze des Endschalldämpfers
beschädigt werden.
Helm nur an der linken Fahr-
zeugseite befestigen.
Helm mit Hilfe des als Son-
derzubehör erhältlichen
Stahlseils am Helmhalter 1
befestigen.
GepäckschlaufenGepäckschlaufen unter
der SitzbankAuf der Unterseite der Sitz-
bank befinden sich Schlau-
fen 1zum Anbringen von Ge-
päckgurten.
456zBedienung
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Gepäckschlaufen
verwendenMotorrad abstellen, dabei
auf ebenen und festen Un-
tergrund achten.
Sitzbank ausbauen ( 54)
Sitzbank umdrehen.
Schlaufen1aus Halterun-
gen 2ziehen.
In die Schlaufen können
Gepäckgurte eingehängt
werden.
SpiegelSpiegel einstellenSpiegel durch leichten
Druck an jeweils einer Ecke
in die gewünschte Position
bringen.
Spiegelarm einstellenSchutzkappe über der Ver-
schraubung am Spiegelarm
hochschieben.
Überwurfmutter 1lösen.
Spiegelarm in gewünschte
Position drehen.
Überwurfmutter wieder fest-
ziehen.
Spiegel an Klemm-
stück
18 Nm
Schutzkappe über die Ver-
schraubung ziehen.
457zBedienung
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FedervorspannungFedervorspannung und
GewichtDie Federvorspannung muss
der Beladung des Motorra-
des angepasst werden. Ei-
ne Erhöhung der Zuladung
erfordert eine Erhöhung der
Federvorspannung, weniger
Gewicht eine entsprechend
geringere Federvorspannung.Federvorspannung am
Hinterrad einstellen
Nicht abgestimmte Ein-
stellungen von Federvor-
spannung und Dämpfung ver-
schlechtern das Fahrverhalten
Ihres Motorrades.
Dämpfung der Federvorspan-
nung anpassen.
Das Verstellen der Fe-
dervorspannung wäh-
rend der Fahrt kann zu Unfäl-
len führen. Federvorspannung nur
bei stehendem Motorrad
einstellen.
Motorrad abstellen, dabei
auf ebenen und festen Un-
tergrund achten.
Zur Erhöhung der Feder-
vorspannung, Handrad 1in
Pfeilrichtung HIGH drehen.
Zur Verringerung der Feder-
vorspannung, Handrad 1in
Pfeilrichtung LOW drehen.
Ein Klick entspricht
einer halben Umdrehung
des Handrades. Der Einstellbereich umfasst 15
Umdrehungen.
Federvorspannungs-
Grundeinstellung
Handrad bis zum An-
schlag in Pfeilrichtung
LOW, dann um 15 Klicks
in Pfeilrichtung HIGH dre-
hen (vollgetankt, mit Fah-
rer 85 kg)
DämpferDämpfung und
FedervorspannungDie Dämpfung muss der Fe-
dervorspannung angepasst
werden. Eine Erhöhung der
Federvorspannung erfordert
eine härtere Dämpfung, ei-
ne Verringerung der Feder-
vorspannung eine weichere
Dämpfung.
458zBedienung
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Dämpfer am Hinterrad
einstellen
Nicht abgestimmte Ein-
stellungen von Federvor-
spannung und Dämpfung ver-
schlechtern das Fahrverhalten
Ihres Motorrades.
Dämpfung der Federvorspan-
nung anpassen.
Motorrad abstellen, dabei
auf ebenen und festen Un-
tergrund achten.
Hinterraddämpfer über
die Einstellschraube 1mit
Schraubendreher einstellen. Zur Erhöhung der Dämp-
fung, Einstellschraube in
Pfeilrichtung H drehen.
Zur Verringerung der Dämp-
fung, Einstellschraube in
Pfeilrichtung S drehen.
Der Einstellbereich
umfasst dreiein-
halb Umdrehungen der
Einstellschraube. Hinterraddämpfungs-
Grundeinstellung
Einstellschraube bis zum
Anschlag in Pfeilrichtung
H, dann um eineinhalb
Umdrehungen in Pfeil-
richtung S drehen (Solo-
betrieb mit einer Person
85 kg)
459zBedienung
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Fahren
Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . 64
Checkliste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
Anlassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
Einfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
Motorrad abstellen . . . . . . . . . . . . 69
Tanken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
Reifendruck-Control RDC
SA
.... 72
Bremsanlage allgemein . . . . . . . . 73
Bremsanlage mit BMW Motorrad
Integral ABS
SA
................ 74
563zFahren
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Bei laufendem Motor kei-
ne Teile des Zündsystems
berühren.KatalysatorWird durch Zündaussetzer
dem Katalysator unverbrann-
ter Kraftstoff zugeführt, be-
steht die Gefahr der Überhit-
zung und Beschädigung.
Deshalb folgende Punkte be-
achten:Kraftstoffbehälter nicht leer
fahren
Motor nicht mit abgezoge-
nem Zündkerzenstecker
laufen lassen
bei Motoraussetzern den
Motor sofort abstellen
nur unverbleiten Kraftstoff
tanken
vorgesehene Wartungsinter-
valle unbedingt einhalten. Unverbrannter Kraftstoff
zerstört den Katalysator.
Die aufgeführten Punkte zum
Schutz des Katalysators
beachten.
BrandgefahrAm Auspuff treten hohe Tem-
peraturen auf.
Berühren leicht
entflammbare Materialien
(z.B. Heu, Laub, Gras,
Bekleidung und Gepäck usw.)
den heißen Auspuff, können
diese in Brand geraten.
Achten Sie darauf, dass keine
leicht entflammbaren Materia-
lien in Kontakt mit der heißen
Auspuffanlage kommen.
Läuft der Motor länge-
re Zeit im Stand, ist die
Kühlung nicht ausreichend
und es kann zur Überhitzung
kommen. In Extremfällen ist
Fahrzeugbrand möglich. Motor nicht unnötig im Stand
laufen lassen. Nach dem
Starten sofort losfahren.
Manipulation des
Motorelektronik-
Steuergerätes
Manipulation des
Motorelektronik-
Steuergerätes kann zu
Schäden am Fahrzeug und
damit zu Unfällen führen.
Das Motorelektronik-
Steuergerät nicht
manipulieren.
Manipulation des
Motorelektronik-
Steuergerätes kann zu
mechanischen Belastungen
führen, auf die die Bauteile
des Motorrades nicht
ausgelegt sind. Für darauf
zurückzuführende Schäden
erlischt die Gewährleistung.
Das Motorelektronik-
565zFahren
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Steuergerät nicht
manipulieren.ChecklisteNutzen Sie die nachfolgende
Checkliste, um vor jeder Fahrt
wichtige Funktionen, Einstel-
lungen und Verschleißgrenzen
zu prüfen.Bremsfunktion
Bremsflüssigkeitsstände
vorn und hinten
Kupplungsfunktion
Kupplungsflüssigkeitsstand
Dämpfereinstellung und Fe-
dervorspannung
Profiltiefe und Reifenluft-
druck
sicherer Halt der Koffer und
des Gepäcks
In regelmäßigen Abständen: Motorölstand (bei jedem
Tankstopp)
Bremsbelagsverschleiß (bei
jedem dritten Tankstopp)
AnlassenSeitenstützeBei ausgeklappter Seiten-
stütze und eingelegtem Gang
lässt sich das Motorrad nicht
starten. Wurde das Motorrad
im Leerlauf gestartet und wird
anschließend bei ausgeklapp-
ter Seitenstütze ein Gang ein-
gelegt, geht der Motor aus.SchaltgetriebeDas Motorrad kann im Leer-
lauf oder bei eingelegtem
Gang mit gezogener Kupp-
lung gestartet werden. Betä-
tigen Sie die Kupplung erst
nach dem Einschalten der
Zündung, sonst kann der Mo-
tor nicht gestartet werden. Im
Leerlauf leuchtet die Kontroll-
leuchte Leerlauf grün und die
Ganganzeige im Multifunkti-
onsdisplay zeigt N.
Motor anlassenSchalter Not-Aus 1in Be-
triebsstellung A.
Zündung einschalten.
Pre-Ride-Check wird durch-
geführt. ( 67)
mit SA BMW Motorrad
Integral ABS: Zündung einschalten.
Pre-Ride-Check wird durch-
geführt. ( 67)
ABS-Eigendiagnose wird
durchgeführt. ( 68)
566zFahren
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einem BMW Motorrad Part-
ner.ABS-Eigendiagnose
SA
Die Funktionsbereitschaft des
BMW Motorrad Integral ABS
wird durch die Eigendiagnose
überprüft. Die Eigendiagno-
se erfolgt automatisch nach
Einschalten der Zündung.
Zur Überprüfung der Rad-
sensoren muss das Motorrad
schneller als 5 km/h fahren.
Phase 1Überprüfung der diagnos-
tizierbaren Systemkompo-
nenten im Stand. Warnleuchte ABS blinkt.
Mögliche Ländervariante
der Warnleuchte ABS. Phase 2
Überprüfung der Radsenso-
ren beim Anfahren. Warnleuchte ABS blinkt.
Mögliche Ländervariante
der Warnleuchte ABS.
ABS-Eigendiagnose
abgeschlossen Die Warnleuchte ABS er-
lischt.
Wird nach Abschluss der
ABS-Eigendiagnose ein
ABS-Fehler angezeigt: Weiterfahrt möglich. Es ist
zu beachten, dass weder
ABS- noch Integralfunktion
zur Verfügung stehen.
Fehler möglichst schnell von
einer Fachwerkstatt behe-
ben lassen, am besten von
einem BMW Motorrad Part-
ner.
EinfahrenDie ersten 1000 kmWährend der Einfahrzeit in
häufig wechselnden Last-
und Drehzahlbereichen fah-
ren.
Kurvenreiche und leicht hü-
gelige Fahrstrecken wählen,
jedoch möglichst keine Au-
tobahnen.
Das Überschreiten der
Einfahrdrehzahlen erhöht
den Motorverschleiß.
An die vorgeschriebenen Ein-
fahrdrehzahlen halten.
Einfahrdrehzahlen nicht
überschreiten.
Einfahrdrehzahlen
<7000 min
-1
Keine Volllastbeschleuni-
gungen.
568zFahren