ESP FIAT 500X 2018 Betriebsanleitung (in German)
[x] Cancel search | Manufacturer: FIAT, Model Year: 2018, Model line: 500X, Model: FIAT 500X 2018Pages: 300, PDF-Größe: 7.43 MB
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BITTE UNBEDINGT LESEN!KRAFTSTOFF TANKENBenzinmotoren: Das Fahrzeug darf nur mit bleifreiem Benzin mit Oktanzahl (ROZ) nicht unter 95, nach der europäischen Norm EN 228,
betankt werden. Kein Benzin mit Methanol oder Ethanolgehalt E85 benutzen. Der Einsatz dieser Mischungen könnte zu Problemen beim
Anlassen und Fahren führen und beschädigt auch die wichtigen Bestandteile der Versorgungsanlage.Weitere genauere Angaben zum Einsatz des korrekten Kraftstoffs sind im Abschnitt „Auftanken des Fahrzeugs”, Kapitel „Anlassen und Fahren”
enthalten.
Dieselmotoren: Das Fahrzeug darf nur mit Dieselkraftstoff nach der europäischen Norm EN590 betankt werden. Die Verwendung von
anderen Produkten oder Gemischen kann den Motor auf irreparable Weise schädigen und führt zum Verfall des Garantieanspruchs bei
entstandenen Schäden.
Weitere genauere Angaben zum Einsatz des korrekten Kraftstoffs sind im Abschnitt „Auftanken des Fahrzeugs”, Kapitel „Anlassen und Fahren”
enthalten.
Auftanken mit LPG: das Fahrzeug darf nur mit LPG nach der europäischen Norm EN589 betankt werden. Die Verwendung von anderen
Produkten oder Gemischen kann den Motor auf irreparable Weise schädigen und führt zum Verfall des Garantieanspruchs bei entstandenen
Schäden. Weitere genauere Angaben zum Einsatz des korrekten Kraftstoffs sind im Abschnitt „Auftanken des Fahrzeugs”, Kapitel „Anlassen
und Fahren” enthalten.
MOTOR ANLASSEN
Versionen mit Schaltgetriebe (Benzinmotoren): Sicherstellen, dass die Feststellbremse angezogen ist, den Hebel des Schaltgetriebes in
den Leerlauf schalten, das Kupplungspedal ganz niedertreten, ohne das Gaspedal zu betätigen. Den Zündschlüssel dann auf AVV drehen oder
die Taste der Zündung drücken und den Schlüssel oder die Taste sofort loslassen, sobald der Motor angesprungen ist.Versionen mit Schaltgetriebe (Dieselmotoren): Immer sicherstellen, dass die Feststellbremse angezogen ist: den Getriebeschalthebel in
den Leerlauf schalten, das Kupplungspedal niedertreten ohne das Gaspedal zu betätigen. Danach den Zündschlüssel auf MAR drehen und
warten, bis die Leuchte
ausgeht. Den Zündschlüssel auf AVV drehen oder die Taste des Anlassvorrichtung drücken; den Schlüssel oder
die Taste loslassen, sobald der Motor angesprungen ist.
Versionen mit Automatikgetriebe: Sicherstellen, dass die Feststellbremse angezogen ist und dass der Getriebehebel auf P (Parking) oder N
(Leerlauf) steht. Das Bremspedal ohne das Gaspedal betätigen, den Zündschlüssel auf AVV drehen oder die Taste der Anlassvorrichtung
drücken. Den Schlüssel oder die Taste loslassen, sobald der Motor angesprungen ist.
PARKEN AUF ENTFLAMMBAREM MATERIAL
Während des Betriebs entwickelt der Katalysator hohe Temperaturen. Parken Sie das Fahrzeug deshalb nicht auf brennbarem Material, wie
Gras, trockenem Laub, Tannennadeln usw.: Brandgefahr.
UMWELTSCHUTZ
Das Fahrzeug ist mit einem System ausgestattet, das die ständige Diagnose der Bauteile erlaubt, die mit den Schadstoffemissionen
zusammenhängen, um einen besseren Umweltschutz zu garantieren.
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GEBRAUCH DER BETRIEBSANLEITUNG
VEREINBARUNGEN
Wenn in dieser Anleitung in Bezug auf das Fahrzeug von links/rechts oder vorne/hinten gesprochen wird, beziehen sich diese
Angaben auf die Sicht vom Fahrersitz aus.
Von dieser Vereinbarung abweichende Fälle werden im Text spezifisch hervorgehoben.
Die in der Betriebsanleitung enthaltenen Bilder sind nur richtungsweisend. Einige Details könnten nicht mit den Teilen Ihres
Fahrzeugs übereinstimmen.
Die Betriebsanleitung wurde für Fahrzeuge mit Linkslenkung erstellt. Daher könnte es geschehen, dass bei Fahrzeugen mit
Rechtslenkung einige Ansteuerungen nicht genau an der gleichen Stelle oder spiegelgleich angeordnet sind.
Zur Erleichterung der Suche einzelner Inhalte der Betriebsanleitung finden Sie am Ende ein alphabetisches Inhaltsverzeichnis.
Die einzelnen Kapitel sind schnell über eine grafische Unterteilung seitlich der ungeraden Seiten zu erkennen. Wenige Seiten
danach finden Sie eine Legende mit der Sie sich mit der Reihenfolge der Kapitel und den entsprechenden Symbolen der
Kapitelunterteilung vertraut machen können. Alle geraden Seiten enthalten ebenfalls den Titel der einzelnen Kapitel, zu denen
sie gehören.
HINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN
Beim Durchblättern dieser Betriebsanleitung finden Sie eine Reihe vonHINWEISEN, die berücksichtigt werden sollten, um
Schäden an Ihrem Fahrzeug zu vermeiden.
Einige VORSICHTSMASSNAHMEN müssen beachtet werden, um einen falschen Einsatz von Bauteilen des Fahrzeugs zu
vermeiden, der zu Unfällen führen könnte.
Alle HINWEISE undVORSICHTSMASSNAHMEN sind unbedingt zu beachten.
Die HINWEISE undVORSICHTSMASSNAHMEN sind dem Text entlang mit folgenden Symbolen markiert:
Symbol zur Personensicherheit
Symbol zur Unversehrtheit des Fahrzeugs
Symbol zum Umweltschutz.
ANMERKUNG Folgende Symbole stehen, wenn erforderlich, neben der Überschrift oder nach jedem Abschnitt gefolgt von
einer Zahl. Diese Zahl bezieht sich auf den entsprechenden Hinweis am Ende des jeweiligen Abschnitts.
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FRONT-/HECK-
SCHEIBENWISCHER
Der Betrieb ist freigegeben, wenn die
Anlassvorrichtung auf MAR steht.
SCHEIBENWISCHER-/-
WASCHANLAGE
Betrieb
7) 8)
20)
Der Stellring A Abb. 33 kann folgende
Stellungen einnehmen:
Scheibenwischer abgeschaltet.
ständiger Intervallbetrieb (langsam)
geschwindigkeitsabhängiger
Intervallbetrieb
LO langsamer Dauerbetrieb
HI schneller Dauerbetrieb
kombinierte Funktion (MIST) Bei Bewegen des Hebels über den
Druckpunkt nach oben (Position MIST
) wird das Kurzwischen aktiviert,
solange der Hebel manuell in dieser
Position gehalten wird. Beim Loslassen
kehrt der Hebel in seine Ruheposition
zurück und die Scheibenwischer fahren
automatisch in die Ruhestellung.
ZUR BEACHTUNG Mit dieser Funktion
wird die Scheibenwaschvorrichtung
nicht aktiviert. Die Scheibe wird daher
ohne Scheibenreiniger abgewischt.
Damit Scheibenreiniger auf die
Windschutzscheibe gesprüht wird,
muss die Waschfunktion aktiviert
werden. Steht der Stellring A Abb. 33 in
Stellung
, wird der Scheibenwischer
nicht betätigt. In Stellung
beträgt die
Pause zwischen den Wischvorgängen
10 Sekunden, unabhängig von der
Fahrzeuggeschwindigkeit. In Stellung
wird der Intervall der Wischvorgänge
über die Fahrzeuggeschwindigkeit
gesteuert: die Intervalle verkürzen sich
mit zunehmender Geschwindigkeit. In
der Stellung LObzw. HIwird der
Scheibenwischer im Dauerbetrieb
betätigt, d.h. ohne Intervallschaltung
zwischen zwei Wischvorgängen.
Funktion „Intelligentes Waschen”
Den Hebel in Richtung Lenkrad ziehen
(nicht eingerastete Position), um die
Scheibenwaschanlage einzuschalten.
Wird der Hebel länger als eine halbe
Sekunde in der Stellung gehalten wird
der Scheibenwischer aktiviert. Wird der
Hebel losgelassen, erfolgen drei
Wischvorgänge.
Wird der Stellring A Abb. 33 in Stellung
LO bzw. HIgedreht, wird kein
intelligenter Scheibenwaschvorgang
ausgeführt.
ZUR BEACHTUNG Bei der Betätigung
von weniger als einer halben Sekunde
wird nur die Scheibenwaschanlage
aktiviert. “Intelligenten Waschvorgang“
nicht länger als 30 Sekunden aktivieren.
Scheibenwaschanlage nicht bei leerem
Behälter betätigen.
33F1B0635C
33
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Gesperrt
Wird die Startvorrichtung auf STOP
gedreht und der Stellring A in
auf
oder
gelassen, wird beim nächsten
Anlassvorgang (Startvorrichtung auf
MAR) zum Schutz des Systems kein
Scheibenwischerzyklus aktiviert.
Diese vorübergehende Sperrung
verhindert ungewollte Aktivierungen des
Wischvorgangs beim Anlassen des
Fahrzeugs (z.B. beim Putzen der
Windschutzscheibe, Blockierung der
Wischblätter auf den vereisten
Scheiben).
Die automatische
Scheibenwischerfunktion kann auf drei
Arten wieder aktiviert werden:
durch Drehen des Stellrings in
Stellung Ound dann erneut in Stellung
oder
durch Verstellen des Hebels nach
oben in Stellung MIST
bei Überschreiten der
Geschwindigkeit von 5 km/h, wenn der
Sensor Regen erkennt
Beim Reset der Scheibenwischer mit
einem der oben beschriebenen
Vorgänge erfolgt ein Wischvorgang des
Scheibenwischers, unabhängig von den
Bedingungen der Scheibe, um die
Reaktivierung anzuzeigen.
ZUR BEACHTUNG Bei Fahrzeugen mit
Automatikgetriebe und Regensensor
sperrt die N-Stellung (Neutral) des
Gangwählhebels die Funktion der
automatischen Scheibenwischer.
Deaktivierung
Das Abschalten der automatischen
Scheibenwischer erfolgt über das Menü
im Display oder im System
Uconnect™ oder durch Drehen des
Stellrings A in keine der
Intervallstellungen (
oder).
Service Position
Die Funktion ermöglicht es dem Fahrer,
die Scheibenwischerblätter einfacher zu
ersetzen und ermöglicht einen
einfacheren Schutz im Falle von Eis
und/oder Schnee.
Aktivierung
Um diese Funktion zu aktivieren, muss
der Scheibenwischer deaktiviert werden
(den Stellring A Abb. 33 auf Position
stellen), bevor die Startvorrichtung
auf STOP gedreht wird. Die Funktion
kann nur innerhalb von 2 Minuten nach
dem Drehen der Anlassvorrichtung auf
STOP aktiviert werden.
Um die Funktion aktivieren zu können,
den Hebel nach oben (unstabile
Position) schieben und mindestens eine
halbe Sekunde in dieser Stellung halten. Für jede gültige Aktivierung der
Funktion bewegen sich die
Scheibenwischer zur Bestätigung der
erhaltenen Ansteuerung. Der Befehl
kann nur bis max. drei Mal wiederholt
werden. Beim vierten Versuch wird die
Funktion deaktiviert.
Wird nach Einsatz der Funktion, die
Anlassvorrichtung auf MAR gedreht,
ohne dass zuvor die Scheibenwischer
in die Ruhestellung (unten auf der
Windschutzscheibe) worden sind,
erreichen diese die Ruhestellung erst
nach einer entsprechenden
Ansteuerung der den Hebel (Hebel
nach oben, unstabile Position) oder bei
Überschreitung einer Geschwindigkeit
von 5 km/h.
ZUR BEACHTUNG Vor der Aktivierung
der Funktion sicherstellen, dass zum
Zeitpunkt des Anlassen des Motors die
Windschutzscheibe frei von Schnee
oder Eis ist
Deaktivierung
Die Funktion wird unter folgenden
Bedingungen deaktiviert:
Nach Drehen der Startvorrichtung auf
STOP sind 2 Minuten verstrichen.
Wenn die Anlassvorrichtung auf MAR
gedreht wird und die Scheibenwischer
sich in der Parkposition befinden.
35
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roter Bereich = Warmluft
D - Taste zum Ein- / Ausschalten des Klimaanlagenkompressors (nicht für Versionen mit ausschließlicher Heizung vorgesehen);
E - Drehgriff für die Luftverteilung:
Luftaustritt aus den mittleren und den seitlichen Luftdüsen
Luftaustritt aus den mittleren und den seitlichen Luftdüsen und aus den Luftdüsen im vorderen und hinteren Fußbereich
Luftaustritt aus den Luftdüsen im vorderen und hinteren Fußraum und ein leichter Luftstrom aus den seitlichen Luftdüsen
am Armaturenbrett
Luftaustritt aus den Luftdüsen im vorderen und hinteren Fußraum, auf die Windschutzscheibe, die Seitenscheiben und ein
leichter Luftstrom aus den seitlichen Luftdüsen am Armaturenbrett
Luftaustritt auf die Windschutzscheibe, die Seitenscheiben und ein leichter Luftstrom aus den seitlichen Luftdüsen am
Armaturenbrett
Neben den 5 beschriebenen Luftverteilungen sind 4 weitere Zwischenstufen vorgesehen.
F - Ein-/Ausschalttaste Heckscheibenheizung.
Wird die Luftverteilung auf die Windschutzscheibe geleitet, wird der Kompressor der Klimaanlage aktiviert (LED an der
Klimaanlagetaste leuchtet) und die Umluft setzt sich auf Einlass der "Außenluft" (LED an der Taste B aus). Diese Logik
gewährleistet beste Sichtbedingungen. Der Fahrer hat immer die Möglichkeit die Umluft und den Kompressor der Klimaanlage
einzustellen.
Zusatzheizung(wo vorhanden)
Die Zusatzheizung gewährleistet ein schnelleres Aufheizen der Fahrgastzelle.
Sie wird unter kalten Klimabedingungen aktiviert, falls folgende Bedingungen erfüllt sind:
Niedrige Außentemperatur
Niedrige Kühlmitteltemperatur
Motor angelassen;
Min. Geschwindigkeitsstufe 1 des Ventilators
Griff C vollständig um Uhrzeigersinn in den roten Bereich gedreht.
Die Zusatzheizung wird ausgeschaltet, sobald mindestens eine der genannten Bedingungen nicht mehr gegeben ist.
ANMERKUNG Die Leitung der elektrischen Standheizung wird in Abhängigkeit der Batteriespannung moduliert.
38
DAS FAHRZEUG KENNEN
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Objekte, die sich mit einer
Geschwindigkeit von maximal 35 km/h
bewegen, wie es gewöhnlich auf
Parkplätzen geschieht.
Die Aktivierung des Systems wird dem
Fahrer mithilfe einer akustischen und
visuellen Anzeige mitgeteilt.
ZUR BEACHTUNG Sollten die
Sensoren möglicherweise von
Hindernissen oder Fahrzeugen
abgedeckt werden, warnt das System
den Fahrer nicht.
Betriebsmodus
Das System kann über das
Displaymenü oder über das System
Uconnect™aktiviert/deaktiviert
werden (weitere Informationen finden
Sie in der entsprechenden Ergänzung).
„Blind Spot Assist” Modus
„Optisch”
Wenn dieser Modus aktiviert wurde,
sendet das BSA-System eine
Sichtanzeige auf den betreffenden
Außenspiegel, je nach erfasstem
Objekt.
Funktioniert es jedoch im RCP-Modus,
gibt das System optische und
akustische Alarme aus, wenn das
Vorhandensein eines Objekts erfasst
wird. Bei einem akustischen Signal wird die
Lautstärken von
Uconnect™
verringert.
„Blind Spot Assist” Modus „Optisch
und akustisch”
Wenn dieser Modus aktiviert wurde,
sendet das BSA-System eine
Sichtanzeige auf den betreffenden
Außenspiegel, je nach erfasstem
Objekt.
Wird der Fahrtrichtungsanzeiger auf der
Seite aktiviert, auf der ein Hindernis
erfasst wurde, wird ebenfalls eine
akustisches Signal ausgegeben.
Ist ein Fahrtrichtungsanzeiger aktiv und
gleichzeitig wurde ein Objekt auf der
gleichen Seite erfasst, werden ein
akustisches und ein optisches Signal
ausgegeben. Zudem wird die
Lautstärke des Uconnect™
herabgesetzt.
Während der Betriebsart "RCP" gibt
das System akustische und optische
Anzeigen aus, wenn das Vorhandensein
eines Objekts erfasst wird. Bei einem
akustischen Signal wird die Lautstärken
von Uconnect™ zudem verringert. Deaktivierung der „Blind Spot
Assist” Funktion
Nach der Deaktivierung des Systems
(Modus „Warnung toter Winkel” auf
„OFF”), geben die BSA- oder
RCP-Systeme weder akustische, noch
optische Signale aus.
Das BSA-System speichert den
aktuellen Betriebsmodus beim
Abschalten des Motors. Bei jedem
Anlassen des Motors wird der zuvor
gespeicherte Modus wieder abgerufen
und verwendet.ZUR BEACHTUNG Das System dient
nicht als Unterstützung während des
Fahrens, es informiert den Fahrer
NICHT über das Näherkommen von
Fahrzeugen, die sich außerhalb des
Erfassungsbereichs befinden. Der
Fahrer muss stets dem Verkehr, den
Straßenbedingungen und der
Fahrzeugspur entsprechend
aufmerksam fahren.
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FULL BRAKE CONTROL
SYSTEM
61) 62) 63) 64)
32) 33) 34) 35) 36) 37) 38) 39) 40)
Das Fahrzeug kann mit einem „Full
Brake Control” System ausgestattet
sein. Dieses Kollisionswarnsystem
besteht aus einem hinter der vorderen
Stoßstange Abb. 62 positionierten
Radar und einer Überwachungskamera
im Mittelbereich der Windschutzscheibe
Abb. 63.
Im Falle einer drohenden Kollision greift
das System ein, indem das Fahrzeug
automatisch abgebremst wird, um den
Zusammenstoß zu verhindern, oder die
Auswirkungen abzuschwächen.Das System liefert dem Fahrer
akustische und optische Signale durch
die Anzeige entsprechender
Displaymitteilungen der
Instrumententafel.
Das System kann eine leichte
Bremsung ausüben, um den Fahrer im
Falle der Erfassung eines möglichen
Frontalzusammenstoßes zu warnen
(begrenzte Bremsung). Die Warnungen
und die leichte Bremsung haben den
Zweck, eine rechtzeitige Reaktion des
Fahrers er ermöglichen, um den
potenziellen Unfall zu verhindern oder
abzuschwächen.
Bei Aufprallgefahr sorgt das System für
ein automatisches Abbremsen, wenn
es keinen Eingriff durch den Fahrer
ermittelt. Das Fahrzeug wird
abgebremst, so dass einem potentiellen
frontalen Aufprall vorgebeugt wird
(automatischer Bremsvorgang).Wird eine Betätigung des Bremspedals
durch den Fahrer ermittelt, die aber
nicht ausreichend ist, greift das System
ein und optimiert die Antwort der
Bremsanlage, indem es die
Fahrzeuggeschwindigkeit noch stärker
zu drosselt (zusätzliche Assistenz beim
Bremsen).
Versionen mit Start&Stop-System:
Am Ende des automatischen
Bremsvorgangs, aktiviert sich die
Start&Stop-Automatik wie im Abschnitt
„Start&Stop-Automatik” im Kapitel
„Anlassen und Fahren” beschrieben.
Versionen mit Schaltgetriebe:Am
Ende des automatischen
Bremsvorgangs könnte der Motor
abwürgen und abschalten, es sei denn,
der Fahrer betätigt das
Kupplungspedal.
Versionen mit Automatikgetriebe/
Automatikgetriebe mit
Doppelkupplung: Nach der Bremsung
bleibt der zuletzt gespeicherte Gang
eingelegt: Nach dem automatischen
Fahrzeugstillstand könnte das Fahrzeug
wieder losfahren.
62F1B0095C
63F1B0096C
90
SICHERHEIT
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ZUR BEACHTUNG Sowohl bei den
Versionen mit Schaltgetriebe, als auch
bei denen mit Automatikgetriebe,
können die Bremssättel nach dem
Anhalten des Fahrzeugs aus
Sicherheitsgründen für etwa
2 Sekunden blockiert bleiben. Es ist
sicherzustellen, dass das Bremspedal
getreten wird, sollte das Fahrzeug leicht
vorrollen.
Einschalten/Ausschalten
Es ist möglich, das Full Brake Control
System über dasUconnect™System
abzuschalten (und anschließend wieder
einzuschalten), Querverweis auf die
entsprechende Ergänzung.
Es ist möglich, das Abschalten des
Systems auch durchzuführen, wenn der
Anlasser auf MAR steht.
ZUR BEACHTUNG Die Änderung des
Systemstatus ist nur bei stehendem
Fahrzeug möglich.
Über das Uconnect™-System können
für die Full Brake Control drei
verschiedene Betriebsstufen gewählt
werden:
System eingeschaltet: Das (aktive)
System, liefert neben akustischen und
optischen Warnungen, die begrenzte
Bremsung, die automatische Bremsung
und die zusätzliche Assistenz beim
Bremsen, falls der Fahrer nicht
ausreichend stark im Falle eines
drohenden Frontaufpralls abbremst.
System teilweise eingeschaltet: Das
(aktive) System liefert keine die
begrenzte Bremsung, garantiert aber
die automatische Bremsung oder die
zusätzliche Assistenz beim Bremsen,
falls der Fahrer nicht ausreichend stark
im Falle eines drohenden Frontaufpralls
abbremst. Die akustischen und
optischen Warnungen sind dagegen
ausgeschaltet und bleiben
entsprechend aus.
System ausgeschaltet: Das System
liefert weder akustische noch optische
Warnungen, und auch keine begrenzte
Bremsung, keine automatische
Bremsung und keine zusätzliche
Assistenz beim Bremsen. Das System
liefert keine Warnungen vor möglichen
Aufprallgefahren.
Aktivierung/Deaktivierung
Wurde die Full Brake Control korrekt
über das Uconnect™-System
eingeschaltet, ist es bei jedem
Motorstart aktiv.
Nach einer Deaktivierung warnt das
System den Fahrer nicht mehr vor
einem möglichen Unfall mit dem
vorausfahrenden Fahrzeug, unabhängig
von der über das System Uconnect™
gewählten Einstellung. Der Deaktivierungszustand des
Systems bleibt beim Ausschalten des
Motors nicht gespeichert. Wenn das
System beim Ausschalten des Motors
deaktiviert ist, ist es beim
nachfolgenden Anlassen des Motors
wieder aktiv.
Bei Geschwindigkeiten unter 7 km/h
oder über 200 km/h ist das System
nicht aktiv.
Das System ist also nur aktiv, wenn:Es über das System
Uconnect™
korrekt eingeschaltet wurde.
Die Anlassvorrichtung auf MAR
steht.
die Geschwindigkeit des Fahrzeugs
zwischen 7 und 200 km/h liegt;
die Sicherheitsgurte der vorderen
Sitze angelegt wurden.
Änderung der Empfindlichkeit des
Systems
Über das Menü des Uconnect™-
Systems kann die Empfindlichkeit des
Systems unter einer der folgenden drei
Optionen verändert werden: „Nah”,
„Mittel” oder „Fern”. Zur Veränderung
der Einstellung die Angaben in der
Ergänzung Uconnect™ beachten.
91
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befindet, der zwischen den beiden
anderen Einstellungen liegt.
Wird die Empfindlichkeit auf „Fern”
geschaltet, warnt das System den
Fahrer vor einem möglichen Aufprall auf
das vorfahrende Fahrzeug, aus einem
größeren Abstand. Auf diese Weise hat
der Fahrer die Möglichkeit begrenzter
und schrittweise auf die Bremsen zu
treten. Diese Einstellung lässt dem
Fahrer die maximal mögliche
Reaktionszeit, um einen möglichen
Unfall zu verhindern.
Wird die Option auf „Nah” gewechselt,
warnt das System den Fahrer vor einem
Aufprall auf das vorfahrende Fahrzeug,
wenn dieses sich in einem geringen
Abstand befindet. Diese Einstellung
bietet dem Fahrer eine im Vergleich zu
den Einstellungen „Mittel” und „Fern”
geringere Reaktionszeit im Falle einer
potentiellen Aufprallgefahr, ermöglicht
aber einen dynamischeren Fahrstil des
Fahrzeugs.
Die Einstellung der Empfindlichkeit des
Systems wird bei Ausschalten des
Motors weiterhin im Motor gespeichert.Meldung eingeschränkte Funktion
des Systems
Wenn die entsprechende Meldung
angezeigt wird, kann es zu einer
Situation kommen, die die Funktion des
Systems einschränkt. Die möglichen
Ursachen für diese Einschränkung sind
eine Störung, oder eine gestörte
Überwachungskamera.
Sollte es Anzeichen für eine Störung
geben, den Bereich der
Windschutzscheibe unter
Abb. 63 reinigen und das Verschwinden
der Meldung kontrollieren.
Wenngleich es möglich ist, das
Fahrzeug unter normalen Bedingungen
zu fahren, kann es vorkommen, dass
das System nicht vollkommen
verfügbar ist.
Nach Beendigung der Bedingungen,
die die Funktion des Systems
eingeschränkt haben, kehrt dies zu
seiner normalen und uneingeschränkten
Funktion zurück. Sollte die Störung
weiterhin bestehen, ist sich an das
Fiat-Kundendienstnetz zu wenden.
Störungsanzeige des Systems
Schaltet das System aus und wird eine
entsprechende Meldung am Display
eingeblendet, deutet dies auf einen
Fehler im System hin.
In diesem Fall kann das Fahrzeug zwar
gefahren werden, aber es ist
empfehlenswert, sich so schnell wie
möglich an das Fiat-Kundendienstnetz
zu wenden.
Radarsignale nicht verfügbar
Sollten Bedingungen eintreten, die eine
korrekte Ermittlung der Hindernisse
verhindern, wird das System deaktiviert
und am Display erscheint eine
entsprechende Meldung. Das geschieht
bei schlechten Sichtbedingungen, wenn
es schneit oder stark regnet.
Das System kann auch zeitweise durch
Verstopfung verdeckt sein, wie z.B.
durch Schlamm, Schmutz oder Eis auf
den Stoßfängern. In diesem Fall
erscheint auf dem Display eine
entsprechende Meldung und das
System wird deaktiviert. Diese Meldung
erscheint manchmal bei starken
Reflexionen (z.B. in Tunneln mit
Rückstrahlern oder bei Eis bzw.
Schnee). Nach Beendigung der
Bedingungen, die die Funktion des
Systems eingeschränkt haben, kehrt
dies zu seiner normalen und
uneingeschränkten Funktion zurück.
In einigen besonderen Fällen kann die
Meldung ausgegeben werden, wenn
das Radar kein Fahrzeug bzw. keinen
Gegenstand im Sichtbereich erkennt.
92
SICHERHEIT
Die Default-Option ist „Mittel”. Bei
dieser Einstellung warnt das System
den Fahrer im Falle einer Aufprallgefahr
mit dem vorfahrenden Fahrzeug, wenn
ersteres sich in einem Standardabstand
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TPMS (Tyre Pressure
Monitoring System)
65) 66) 67) 68) 69) 70)
Beschreibung
Das Fahrzeug kann mit einem
Kontrollsystem für den Reifendruck mit
der Bezeichnung iTPMS (Indirect Tyre
Pressure Monitoring System)
ausgestattet sein, welches imstande ist,
mittels der
Radgeschwindigkeitssensoren, den
Reifendruck zu überwachen.
Korrekter Reifendruck
Wenn es keinen Reifen mit
unzureichendem Reifendruck
anzuzeigen gibt, werden die
Fahrzeugumrisse auf dem Display
dargestellt.
Ungenügender Reifendruck
Das System warnt den Fahrer im Falle
eines oder mehrerer platten Reifen
durch das feste Leuchten der
Kontrollleuchte
der
Instrumententafel, der Displayanzeige
einer Meldung und ein akustisches
Signal.
Die Meldung wird auch im Falle eines
Aus- und wieder Einschaltens des
Motors angezeigt, bis ein Reset
durchgeführt wird. Resetvorgang
iTPMS benötigt eine erste
„Anlern”-Phase (deren Dauer vom
Fahrstil und den Straßenbedingungen
abhängig ist: optimal wären eine
Geradeausfahrt mit einer
Geschwindigkeit von 80 km/h mit einer
Dauer von mindestens 20 min). Sie
beginnt mit einem RESET-Vorgang.
Der Reset-Vorgang ist in folgenden
Fällen erforderlich:
bei jeder Änderung des
Reifendrucks.
Bei Ersatz von auch nur einem
Reifen.
Bei Verdrehen oder Verstellen der
Reifen.
Bei Montage des Notrads.
Vor einem RESET die Reifen auf die
Nenndruckwerte aus der
Reifendrucktabelle aufpumpen (siehe
Abschnitt „Räder” im Kapitel
„Technische Daten”.
Wird kein RESET durchgeführt, können
in allen oben genannten Fällen, die
Leuchte
falsche Angaben über
einen oder mehrere Reifen melden.
Für einen RESET muss bei stehendem
Fahrzeug und In Stellung "Zündung ein"
das Hauptmenü geöffnet werden. Danach:
Die Option „Fahrzeug-Info” und
„Reset tire pressure” [Reifendruck
Rückstellen] anwählen;
Die Taste „OK” mit mehr als
2 Sekunden lang drücken (langer
Druck);
Auf dem Display wird über einen
grafischen Balken der Fortschritt der
Prozedur bis zur erfolgten Rückstellung
angezeigt.
Nach dem RESET wird im Display die
Meldung „Reset gespeichert”
eingeblendet, was bedeutet, dass der
Anlernvorgang gestartet wurde. Es
ertönt ein akustisches Signal. Wird der
Anlernvorgang des Systems iTPMS
nicht korrekt ausgeführt, wird kein
akustisches Signal ausgegeben.
Betriebsbedingungen
Das System wird bei einer
Geschwindigkeit von mehr als 15 km/h
aktiviert.
In einigen Fällen, wie beispielsweise bei
sportlicher Fahrweise, bei besonderen
Bedingungen des Straßenmantels (z.B.
bei Eis, Schnee, Schotter), könnte sich
die Anzeige verzögern oder nur bedingt
je nach Ermittlung von gleichzeitig
mehreren platten Reifen erfolgen.
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