sensor FIAT FREEMONT 2013 Betriebsanleitung (in German)
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der Striche wird ein Druckwert angezeigt. Mögliche
Ursachen für eine Systemstörung:
1. Störungen durch elektronische Geräte oder Fahr-ten in der Nähe von Anlagen, die Funkwellen mit
derselben Frequenz wie die TPMS-Sensoren aus-
strahlen.
2. Einbau von getönten Scheiben oder Folien aus dem Zubehörhandel, die die Übertragung von Funkwel-
len beeinträchtigen.
3. Schnee- oder Eisablagerungen im Bereich der Räder oder Radhäuser.
4. Verwendung von Schneeketten.
5. Montage von Rädern/Reifen ohne TPMS-Sensoren.
HINWEIS:
1. Am Notrad ist kein TPMS-Sensor angebracht. Aus diesem Grund kann der Reifendruck im Notrad
nicht überwacht werden.
2. Wenn Sie das Notrad anstelle eines normalen Rads montieren, bei dessen Reifen der Druck unter dem
vorgeschriebenen Wert liegt, leuchtet beim nächs-
ten Einschalten der Zündung die „Reifendruck-
Warnleuchte“ ständig auf und ein Signalton ertönt.
Zusätzlich zeigt das Infodisplay (EVIC) einen weiter-
hin blinkenden Reifendruckwert an. 3. Nachdem das Fahrzeug bis zu 20 Minuten über
25 km/h gefahren ist, blinkt die Reifendruck-
Warnleuchte 75 Sekunden lang und leuchtet danach
ständig. Zusätzlich zeigt das Infodisplay drei Sekun-
den lang die Meldung „CHECK TPM SYSTEM“ (Rei-
fendruckkontrollsystem überprüfen) und dann Stri-
che (- -) anstelle des Druckwertes an.
4. Bei jedem folgenden Einschalten der Zündung er- tönt ein akustisches Warnsignal, die Reifendruck-
Warnleuchte blinkt 75 Sekunden lang und leuchtet
danach ständig, und das Infodisplay zeigt drei Sekun-
den lang die Meldung „CHECK TPM SYSTEM“ (Rei-
fendruckkontrollsystem überprüfen) und dann Stri-
che (- -) anstelle des Druckwertes an.
5. Nachdem das normale Rad instand gesetzt bzw. ausgetauscht und wieder anstelle des Reserverads
montiert ist, wird das TPMS automatisch aktuali-
siert. Außerdem erlischt die Reifendruck-
Warnleuchte und die grafische Darstellung auf dem
Infodisplay zeigt einen neuen Druckwert anstelle
der Striche (- -) an, solange der Luftdruck in keinem
der vier montierten Reifen den warnauslösenden
Wert unterschreitet. Unter Umständen kann das
TPM-System diese Daten erst nach einer bis zu
20minütigen Fahrt mit einer Geschwindigkeit über
25 km/h empfangen.
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KENNTNIS DES
FAHRZEUGS
SICHERHEIT
S TART UND BETRIEBWARNLEUCHTEN UND
MELDUNGENIM NOTFALL
SERVICEUND
PFLEGE
TECHNISCHE DATEN
INHALT
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TPMS-Deaktivierung und -Reaktivierung
Das TPMS kann deaktiviert werden, wenn alle vier
bereiften Räder durch bereifte Räder ohne TPMS-
Sensoren ersetzt werden, zum Beispiel beim Aufziehen
von Rädern mit Winterreifen auf Ihrem Fahrzeug.
Um das TPMS zu deaktivieren, ersetzen Sie alle vier
bereiften Räder durch bereifte Räder ohne TPM-
Sensoren. Fahren Sie dann das Fahrzeug 20 Minuten mit
einer Geschwindigkeit über 25 km/h. Das TPMS lässt
ein Warnsignal ertönen, und die TPM-Warnleuchte
blinkt erst 75 Sekunden lang und leuchtet danach stän
dig. Zusätzlich zeigt das Infodisplay (EVIC) die Meldung
„CHECK TPM SYSTEM“ (Reifendruckkontrollsystem
überprüfen) und dann Striche (- -) anstelle des Druck-
wertes für die vier Reifen an. Beim nächsten Einschal-
ten der Zündung ertönt kein TPMS-Warnsignal mehr
und die Reifendruck-Warnleuchte leuchtet nicht mehr
und es wird keine Textnachricht mehr im Infodisplay
angezeigt. Die Grafik „- -“ wird jedoch weiterhin ange-
zeigt.
Um das TPMS wieder zu aktivieren, ersetzen Sie alle
vier bereiften Räder durch bereifte Räder mit TPM-
Sensoren. Fahren Sie dann das Fahrzeug bis zu 20 Mi-
nuten mit einer Geschwindigkeit über 25 km/h. Das
TPMS lässt ein Warnsignal ertönen, und die TPM-
Warnleuchte blinkt 75 Sekunden lang. Das Infodisplay
(EVIC) zeigt die Meldung „CHECK TPM SYSTEM“(Reifendruckkontrollsystem überprüfen) an. Die Grafik
zeigt mit Reifendruckwerten an, dass das TPMS Sen-
sordaten empfängt.
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Sender und Empfänger arbeiten auf einer Trägerfre-
quenz von 433,92 MHz gemäß EG-Vorschriften. Diese
Geräte müssen nachweislich den geltenden Vorschrif-
ten im jeweiligen Land entsprechen. Zwei Verordnun-
gen sind einzuhalten: die Europäische Telekommunika-
tionsnorm (ETS) 300–220, die in den meisten Ländern
Anwendung findet, und die deutsche BZT-Richtlinie
225Z125, die auf ETS 300–220 basiert, aber zusätzliche
Anforderungen enthält. Weitere Anforderungen sind in
ANHANG VI der RICHTLINIE 95/56/EG DER KOM-
MISSION festgelegt. Der Betrieb unterliegt den folgen-
den beiden Bedingungen:
Das Gerät darf keine schädlichen Störsignale aussen-
den.
Das Gerät muss möglicherweise empfangene Störsi gnale annehmen, auch solche, die unerwünschten
Betrieb verursachen können.
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KENNTNIS
DES
FAHRZEUGS
SICHERHEIT
START UND
BETRIEBWARNLEUCHTEN
UND
MELDUNGENIM NOTFALL
SERVICE
UND
PFLEGE
TECHNISCHE
DATEN
INHALT
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PARKSENSE®PARKASSISTENT (bei
Versionen/Märkten, wo verfügbar)
Das ParkSense
®-Parkassistentsystem zeigt beim Zu-
rücksetzen, z. B. bei einem Einparkmanöver, anhand
von optischen und akustischen Signalen den Abstand
zwischen dem Heckstoßfänger und einem erkannten
Hindernis an. Zu den Grenzen dieses Systems und zu
Empfehlungen siehe „Vorsichtsmaßnahmen bei der Ver-
wendung von ParkSense
®“.
Das ParkSense
®-System speichert den letzten System-
status (aktiviert oder deaktiviert), seit die Zündung auf
ON/RUN (Ein/Start) gestellt wurde.
Das ParkSense®-System kann nur aktiviert werden,
wenn der Wählhebel in Stellung REVERSE (Rückwärts-
gang) steht. Wenn das ParkSense
®-System in dieser
Wählhebelstellung aktiviert wird, bleibt das System
aktiv, bis die Fahrgeschwindigkeit auf ca. 11 km/h oder
schneller gesteigert wird. Das System wird wieder
aktiviert, wenn die Fahrgeschwindigkeit auf unter ca.
9 km/h sinkt.
PARKSENSE
®-SENSOREN
Die vier in den hinteren Stoßfänger integrierten Sen-
soren des ParkSense
®-Systems überwachen den von
ihnen erfassten Bereich hinter dem Fahrzeug. Die Sen-
soren können Hindernisse von ungefähr 30 cm bis zu
200 cm von der hinteren Stoßfängerverkleidung/ Stoßstange in horizontaler Richtung erkennen, abhän
gig von Lage, Typ und Ausrichtung des Hindernisses.
PARKSENSE
®-WARNANZEIGE
Die ParkSense®-Warnanzeige wird nur dann ange-
zeigt, wenn „Ton und Anzeige“ im Uconnect Touch™
System aktiviert sind. Weitere Informationen hierzu
finden Sie unter „Einstellungen von Uconnect
Touch™“.
Die ParkSense®-Warnanzeige befindet sich im Infodis-
play (EVIC). Das System zeigt den Abstand zwischen
dem hinteren Stoßfänger und dem erkannten Hinder-
nis mit optischen und akustischen Signalen an. Weitere
Informationen hierzu finden Sie unter „Infodisplay
(EVIC)/Einstellungen“.
PARKSENSE®-ANZEIGE
Wenn der Rückwärtsgang eingelegt ist, schaltet sich die
Warnanzeige ein und gibt den Systemstatus an.
(abb. 101) (abb. 102)
Wenn das System ein Hindernis erkennt, zeigt es drei
ausgefüllte Bögen an und gibt eine halben Sekunde lang
einen Warnton aus. Je näher das Fahrzeug dem Hinder-
nis kommt, desto weniger Bögen werden auf dem
Infodisplay angezeigt und das akustische Signal ändert
sich von einer langsamen über eine schnelle Tonfolge zu
einem Dauerton. (abb. 103) (abb. 104) (abb. 105)
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KENNTNIS DES
FAHRZEUGS
SICHERHEIT
S TART UND BETRIEBWARNLEUCHTEN UND
MELDUNGENIM NOTFALL
SERVICEUND
PFLEGE
TECHNISCHE DATEN
INHALT
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REINIGUNG DAS PARKSENSE
®-SYSTEMS
Reinigen Sie die ParkSense
®-Sensoren mit Wasser,
Autoshampoo und einem weichen Lappen. Verwenden
Sie keine groben oder harten Lappen. Nicht an den
Sensoren kratzen oder stochern. Andernfalls können
die Sensoren beschädigt werden.
VORSICHTSMASSNAHMEN BEI DER
VERWENDUNG VON PARKSENSE
®
HINWEIS:
Sicherstellen, dass der hintere Stoßfänger frei von Schnee, Eis, Schlamm, Schmutz und anderen Rück
ständen ist, damit das ParkSense
®-System einwand-
frei funktioniert.
Presslufthämmer, große Lkw und anderweitig verur- sachte Vibrationen können die Funktion des
ParkSense
®-Systems beeinträchtigen.
Wird ParkSense
®abgeschaltet, zeigt das Infodisplay
(EVIC) die Meldung „PARK ASSIST SYSTEM OFF“
(Parkassistentsystem aus) an. Außerdem bleibt Park-
Sense
®abgeschaltet, bis Sie es wieder einschalten –
auch wenn Sie die Zündung ein- und wieder ausschal-
ten. Wird der Wählhebel in Stellung REVERSE (Rück
wärtsgang) geschaltet und ist ParkSense
®
ausge-
schaltet, wird auf dem Infodisplay die Meldung
„PARK ASSIST SYSTEM OFF“ (Parkassistentsystem
aus) angezeigt, solange die Fahrstufe REVERSE ein-
gelegt ist.
Reinigen Sie die ParkSense
®-Sensoren regelmäßig.
Achten Sie darauf, sie nicht zu verkratzen oder zu
beschädigen. Die Sensoren dürfen nicht von Eis,
Schnee, Matsch, Schlamm oder Schmutz bedeckt
sein. Andernfalls funktioniert das System möglicher-
weise nicht richtig. In diesem Fall erkennt das
ParkSense
®-System ein Hindernis in der Nähe des
Stoßfängers nicht oder es gibt fälschlicherweise an,
dass ein Hindernis vorhanden ist.
Objekte wie zum Beispiel Fahrradträger, Anhänge vorrichtungen usw. dürfen sich während der Fahrt
nicht in einem Abstand von weniger als 30 cm zum
hinteren Stoßfänger befinden. Andernfalls interpre-
tiert das System ein nahe gelegenes Objekt fälschli
cherweise als Sensorproblem und zeigt die Meldung
„SERVICE PARK ASSIST SYSTEM“ (Parkassistent-
system warten lassen) auf dem Infodisplay (EVIC) an.
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KENNTNIS DES
FAHRZEUGS
SICHERHEIT
S TART UND BETRIEBWARNLEUCHTEN UND
MELDUNGENIM NOTFALL
SERVICEUND
PFLEGE
TECHNISCHE DATEN
INHALT
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ParkSense
®
unterstützt den Fahrer
nur beim Einparken und kann nicht jedes
Hindernis feststellen, insbesondere
kleine Hindernisse. Bordsteine werden eventuell
nur zeitweise oder gar nicht erkannt . Hindernisse
oberhalb oder unterhalb der Sensoren werden
nicht registriert , wenn sie zu nahe sind.
Um Fahrzeugschäden zu vermeiden, muss das
Fahrzeug bei Verwendung des ParkSense
®-
Systems langsam zurückgesetzt werden, damit es
rechtzeitig angehalten werden kann. Dem Fahrer
wird empfohlen, bei Verwendung des ParkSense®-
Systems über die Schulter zu blicken.
WARNUNG!
A
uch bei Verwendung des Rückwärts-
Parkassistentsystems, muss der Fahrer
beim Zurücksetzen die nötige Vorsicht walten
lassen. Prüfen Sie vor dem Zurücksetzen den
Bereich hinter Ihrem Fahrzeug immer mit größ
ter Sorgfalt , schauen Sie nach hinten und achten
Sie auf Fußgänger,Tiere, andere Fahrzeuge, Hin-
dernisse und tote Winkel! Sie sind für die Sicher-
heit verantwortlich und müssen daher ständig
Ihre Umgebung im Auge behalten. Andernfalls
kann es bei einem Unfall zu schweren oder le-
bensgefährlichen Verletzungen kommen.
Vor der Verwendung des Parkassistentsystems
wird dringend empfohlen, eine etwa vorhandene
Anhängerkupplung abzubauen, sofern kein
Anhängerbetrieb geplant ist . Andernfalls kann es
zu Verletzungen oder Beschädigungen kommen,
da sich die Anhängerkupplung viel näher am Hin-
dernis befindet als der Heckstoßfänger, wenn
vom Lautsprecher der Dauerton ertönt . Außer-
dem können die Sensoren die Anhängerkupplung
je nach Größe und Form fälschlicherweise als
Hindernis erkennen und eine entsprechende An-
zeige bewirken.
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KENNTNIS
DES
FAHRZEUGS
SICHERHEIT
START UND
BETRIEBWARNLEUCHTEN
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MELDUNGENIM NOTFALL
SERVICE
UND
PFLEGE
TECHNISCHE
DATEN
INHALT
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wird. Um einen möglichen Passantenaufprall zu erfas-
sen, kann durch andere aufprallende Objekte der aktive
Motorhauben-Passantenschutz ausgelöst werden.
Auslösesensoren und Steuergeräte
Das Steuergerät elektronischer Passantenschutz
(EPPM) bestimmt, ob bei einem Frontalaufprall eine
Aktivierung der Stellglieder erforderlich ist. Das EPPM
bestimmt auf Grundlage der Signale von den Aufprall-
sensoren, wann die Stellglieder aktiviert werden müs
sen. Die Aufprallsensoren befinden sich im Bereich der
Frontstoßfänger.Das EPPM überprüft außerdem bei jedem Einschalten
der Zündung (Stellung START oder ON/RUN) die
Funktionsbereitschaft der Elektronikbauteile des akti-
ven Motorhauben-Passantenschutzes. Wenn sich der
Schlüssel in Stellung LOCK bzw. ACC befindet oder
nicht im Zündschloss eingesteckt ist, ist der aktive
Motorhauben-Passantenschutz nicht eingeschaltet und
die Motorhaube wird nicht angehoben.
Das EPPM verfügt über eine Reservespannungsversor-
gung, die sicherstellt, dass die Stellglieder auch dann
aktiviert werden, wenn die Batterie schwach ist oder
der Batterieanschluss getrennt wurde.(abb. 124)3 – Endgültige Bewegung nach unten, damit der Verriege-
lungsmechanismus einrastet
(abb. 125)
Aktive Kopfstütze in zurückgestellter Position
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FAHRZEUGS
SICHERHEIT
START UND BETRIEBWARNLEUCHTEN UND
MELDUNGENIM NOTFALL
SERVICEUND
PFLEGE
TECHNISCHE DATEN
INHALT
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HINWEIS:
Die Airbag-Abdeckungen fallen in den Innenverklei-dungen möglicherweise nicht auf, doch sie öffnen
sich beim Auslösen des Airbags.
Nach einem Unfall müssen Sie das Fahrzeug sofort in eine Vertragswerkstatt bringen.
Airbag-Systemkomponenten
Ihr Fahrzeug kann mit den folgenden Airbag-
Systemkomponenten ausgestattet sein:
Rückhaltesysteme-Steuergerät (ORC)
Airbag-Warnleuchte
Lenkrad und Lenksäule
Instrumententafel
Knieschutzpolster
Erweiterter Fahrer-Front-Airbag
Erweiterter Beifahrer-Front-Airbag
Zusätzliche in den Sitzen eingebaute Seiten-Airbags (SAB)
Zusätzliche Seiten-Airbags (SABIC)
Frontal- und Seitenaufprallsensoren
Gurtstraffer vorn
Gurtschlossschalter FUNKTIONEN DES ERWEITERTEN
FRONT-AIRBAGS
Das moderne Front-Airbag-System besteht aus mehr-
stufigen Fahrer- und Beifahrer-Front-Airbags. Die Aus-
gangsleistung dieses Systems richtet sich nach der
Härte und Art des Aufpralls, die vom
Rückhaltesysteme-Steuergerät (ORC) anhand der In-
formationen der Frontaufprallsensoren ermittelt wer-
den.
Die erste Stufe des Gasgenerators wird sofort wäh
rend eines Aufpralls gezündet, bei dem der Airbag
ausgelöst werden muss. Diese niedrige Ausgangsleis-
tung wird bei einem weniger schweren Aufprall ver-
wendet. Bei einem schwereren Aufprall wird eine hö
here Ausgangsleistung eingesetzt.
WARNUNG!
Es
dürfen keine Gegenstände über
den Airbag in der Instrumententafel
oder in dessen Nähe gelegt werden. Solche Ge-
genstände können Schäden verursachen, wenn
bei einem ausreichend starken Aufprall der Air-
bag aufgeblasen wird.
(Fortsetzung)
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DES
FAHRZEUGS
SICHERHEIT
START UND
BETRIEBWARNLEUCHTEN
UND
MELDUNGENIM NOTFALL
SERVICE
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PFLEGE
TECHNISCHE
DATEN
INHALT
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HINWEIS:
Falls sich das Fahrzeug überschlägt, werden möglicherweise die Gurtstraffer und/oder die Seiten-
Airbags (SAB und SABIC) auf beiden Seiten des
Fahrzeugs ausgelöst.
Die Airbag-Abdeckungen fallen in den Innenverklei- dungen möglicherweise nicht auf, doch sie öffnen
sich beim Auslösen des Airbags.
Wenn Ihr Abstand zu den SAB- und SABIC-Airbags während der Auslösung zu klein ist, könnten Sie sich
ernsthaft verletzen oder getötet werden.
Das System beinhaltet Seitenaufprallsensoren, die so
kalibriert sind, dass sie die SAB- und SABIC-Airbags bei einem Aufprall auslösen, der den Schutz der Insassen
durch die Airbags erfordert.
WARNUNG!
Da
Ihr Fahrzeug mit zusätzlichen
Seiten-Airbags (SABIC) ausgestattet ist ,
dürfen Sie auf keinen Fall irgendwelches Zubehör
einbauen lassen, durch das das Dach verändert
wird. Dazu zählt auch der Einbau eines Glas-
dachs in Ihr Fahrzeug. Keine Dachgepäckträger
anbringen, die dauerhafte Befestigungen
(Schrauben) zum Einbau in ein Fahrzeugdach
erfordern. Bringen Sie im Fahrzeugdach keine
Bohrungen an.
Wenn Ihr Fahrzeug mit zusätzlichen Seiten-
Airbags ausgerüstet ist , dürfen Gepäck oder La-
dung nicht so hoch gestapelt werden, dass sie die
Entfaltung der Seiten-Airbags behindern. Der Be-
reich der Seiten-Airbags muss frei von allen Hin-
dernissen bleiben.
Verwenden Sie keine zusätzlichen Sitzbezüge
und legen Sie keine Gegenstände zwischen sich
und die Seiten-Airbags. Die Entfaltung des Air-
bags kann dadurch behindert werden und/oder
die Gegenstände können gegen Sie gedrückt wer-
den und schwere Verletzungen verursachen.
(abb. 136) Zusätzliche Seiten-Airbags
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DES
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START UND
BETRIEBWARNLEUCHTEN
UND
MELDUNGENIM NOTFALL
SERVICE
UND
PFLEGE
TECHNISCHE
DATEN
INHALT
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Wenn die Airbags in Ihrem Fahrzeug für die Bedürf-
nisse einer körperbehinderten Person abgeändert wer-
den müssen, wenden Sie sich bitte an das Kundencen-
ter. Telefonnummern finden Sie unter „Kundendienst“.
WARNUNG!
V
erlassen Sie sich nicht ausschließlich
auf die Schutzwirkung des Airbags, sonst
können Sie bei einer Kollision schwer verletzt
werden. Der Airbag bietet Ihnen nur zusammen
mit dem Sicherheitsgurt den bestmöglichen
Schutz vor Verletzungen. Bei manchen Kollisio-
nen werden die Airbags überhaupt nicht ausge-
löst . Legen Sie daher auch bei vorhandenem Air-
bag immer den Sicherheitsgurt an.
Wenn Sie sich bei der Auslösung des erweiter-
ten Front-Airbags zu nah am Lenkrad bzw. an der
Instrumententafel befinden, können Sie schwer
oder sogar lebensgefährlich verletzt werden. Die
Airbags brauchen Platz, um sich zu entfalten.
Lehnen Sie sich in aufrechter Haltung bequem
zurück, sodass Sie Lenkrad und Instrumententa-
fel noch gut erreichen können.
Seitliche Airbags brauchen auch Platz, um sich
entfalten zu können. Nicht gegen die Tür oder das
Fenster lehnen. Sitzen Sie aufrecht in der Mitte
des Sitzes. Airbag-Sensoren und Steuergeräte
Rückhaltesysteme-Steuergerät (ORC)
Das Rückhaltesystem-Steuergerät (ORC) ist Teil des
für dieses Fahrzeug gesetzlich vorgeschriebenen
Insassen-Sicherheitssystems.
Das ORC bestimmt, ob ein Auslösen der Front- und/
oder Seiten-Airbags bei einem Frontal- oder Seitenauf-
prall erforderlich ist. Auf der Basis der Signale der
Aufprallsensoren löst ein zentrales elektronisches
Rückhaltesysteme-Steuergerät (ORC) die erweiterten
Front-Airbags, die SABIC-Airbags, die zusätzlichen in
den Sitzen eingebauten Seiten-Airbags, den zusätzli
chen Knie-Airbag auf der Fahrerseite und die Gurt-
straffer je nach Bedarf und abhängig von verschiedenen
Faktoren aus, einschließlich der Härte und Art des
Aufpralls.
Die erweiterten Front-Airbags und der zusätzliche
Fahrer-Knie-Airbag sind so konstruiert, dass sie die
Sicherheitsgurte bei bestimmten Frontalaufprallsituati-
onen abhängig von verschiedenen Faktoren, einschließ-
lich Härte und Art des Aufpralls, unterstützen und so
zusätzliche Sicherheit bieten. Die erweiterten Front-
Airbags können bei einem Heck- oder Seitenaufprall
bzw. bei einem Überschlag das Verletzungsrisiko nicht
senken.
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DES
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MELDUNGENIM NOTFALL
SERVICE
UND
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TECHNISCHE
DATEN
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Die erweiterten Front-Airbags und der zusätzliche
Knie-Airbag auf der Fahrerseite werden nicht bei je-
dem Frontalaufprall ausgelöst, selbst wenn das Fahr-
zeug hierbei stark beschädigt wird, z. B. bei Zusammen-
stößen mit Pfählen, das Unterfahren von Lkw und
schrägen Zusammenstößen. Andererseits können die
erweiterten Front-Airbags bei Kollisionen, die zwar
wenig Schaden hervorrufen, jedoch zu hohen Anfangs-
beschleunigungen führen, ausgelöst werden. Dies hängt
von der Art und Lage der Kollision ab.
Die Seiten-Airbags werden nicht bei jedem Seitenauf-
prall ausgelöst. Das Auslösen der Seiten-Airbags hängt
von der Schwere und Art des Aufpralls ab.
Da die Airbag-Sensoren die Verzögerung des Fahrzeugs
in Bezug auf die Zeit messen, sind die Fahrgeschwindig-
keit und der Schaden an sich keine guten Indikatoren
dafür, ob ein Airbag ausgelöst werden sollte oder nicht.
Die Sicherheitsgurte bieten bei jedem Unfall wichtigen
Schutz und halten Sie auch in Position, also in ausrei-
chendem Abstand von einem Airbag, der gerade aufge-
blasen wird.
Das Rückhaltesysteme-Steuergerät überprüft außer-
dem bei jedem Einschalten der Zündung (Stellung ON/
RUN) die Funktionsbereitschaft der Elektronikbauteile
des Airbag-Systems. Wenn sich die Zündung in Stellung
OFF (Aus) bzw. ACC (Zusatzverbraucher) befindet, istdas Airbag-System nicht eingeschaltet und die Airbags
werden nicht ausgelöst.
Das Rückhaltesysteme-Steuergerät verfügt über eine
Reservespannungsversorgung, die sicherstellt, dass die
Airbags auch dann auslösen, wenn die Batterie schwach
ist oder der Batterieanschluss getrennt wurde.
Beim Einschalten der Zündung schaltet das
Rückhaltesysteme-Steuergerät außerdem die
Airbag-Warnleuchte auf der Instrumententa-
fel ca. vier bis acht Sekunden lang zum Selbsttest ein.
Nach dem Selbsttest erlischt die Airbag-Warnleuchte.
Wenn das Rückhaltesysteme-Steuergerät in einem der
Bauteile eine Fehlfunktion registriert, wird dies durch
kurzes oder ständiges Aufleuchten der Airbag-
Warnleuchte angezeigt. Ein einfaches akustisches
Warnsignal ertönt, wenn die Leuchte nach dem ersten
Anlassen des Motors erneut aufleuchtet.
Das Rückhaltesysteme-Steuergerät führt außerdem
eine Diagnose durch und meldet durch die Airbag-
Warnleuchte, wenn eine Funktionsstörung festgestellt
wurde, die das Airbag-System beeinträchtigen könnte.
Bei der Diagnose wird darüber hinaus auch die Art der
Funktionsstörung ermittelt.
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