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SICHERHEIT
ANLASSEN
UND FAHREN
KONTROLL-
LEUCHTEN UND MELDUNGEN
IM NOTFALL
WA RT U N G
UND PFLEGE
TECHNISCHE DATEN
ALPHABETI-SCHES
VERZEICHNIS
ARMATUREN- BRETT UND
BEDIENGUNGEN
Nach der Türverriegelung mit:
❒Fernbedienung;
❒Türschloss;
wird es nicht möglich sein, die Entriege-
lung durch die Taste
A-Abb. 72unter den
Bedienelementen auf dem Armaturen-
brett auszuführen.
ZUR BEACHTUNG Bei eingeschalteter
Zentralverriegelung wird bei Betätigung ei-
nes Innengriffes der Vordertüren nur die
entsprechende Tür entriegelt. Wird der In-
nenhebel zum Öffnen einer der hinteren
Türen gezogen, wird nur die betreffende
Tür entriegelt.
Fällt die Stromversorgung aus (durchge-
brannte Sicherung, abgeklemmte Batterie
usw.) ist es auf jeden Fall möglich, die Tür-
verriegelung manuell zu aktivieren.
Nach Überschreitung einer Geschwindig-
keit von 20 km/h erfolgt während der Fahrt
die automatische Zentralverriegelung aller
Türen, wenn die Funktion ausgewählt wur-
de, die durch das Set-up-Menü eingeschal-
tet werden kann (siehe Abschnitt „Multi-
funktionsdisplay“ in diesem Kapitel).
Mit der Aktivierung des De-
ad-Lock ist es nicht mehr
möglich, die Türen von innen zu öff-
nen, vergewissern Sie sich deshalb vor
dem Aussteigen, dass keine Personen
mehr im Fahrzeug sind. Wenn die Bat-
terie im Schlüssel mit Fernbedienung
entladen ist, kann die Vorrichtung nur
mit dem Metalleinsatz des Schlüssels
an beiden Türschlössern wie zuvor be-
schrieben ausgeschaltet werden.
DEAD LOCK VORRICHTUNG
(für Versionen/Märkte, wo vorgesehen)
Es handelt sich um eine Sicherheitsvor-
richtung zur Sperren
❒der Innengriffe;
❒der Ver-/Entriegelungstaste A-Abb. 72;
Auf diese Weise wird das Öffnen der Türen
von Innen verhindert, wenn ein Einbruchs-
versuch stattgefunden hat (z.B. Bruch einer
Scheibe).
Die Dead-Lock-Vorrichtung stellt damit
den besten Schutz gegen Einbruchversu-
che dar. Deshalb wird empfohlen die Vor-
richtung, beim Abstellen des Fahrzeugs im-
mer zu aktivieren.
Einschalten der Vorrichtung
Die Vorrichtung schaltet sich automatisch
für alle Türen ein, wenn die Taste
Áauf dem Schlüssel mit Fernbedienung
Abb. 70
zwei Mal schnell gedrückt wird.
Die erfolgte Einschaltung der Vorrichtung
wird durch dreimaliges Blinken der Fahr-
trichtungsanzeiger und der LED auf der Ta-
ste
A-Abb. 72unter den Bedienelemen-
ten auf dem Armaturenbrett angezeigt.
Die Vorrichtung schaltet sich nicht ein,
wenn eine oder mehrere Türen nicht kor-
rekt geschlossen sind: Hierdurch wird ver-
mieden, dass man durch die offene Tür in
das Fahrzeug einsteigt und dann – nach
Verschluss der Tür – im Innenraum ein-
geschlossen bleibt.
Ausschalten der Vorrichtung
Die Vorrichtung schaltet sich automatisch
für alle Türen in den nachfolgenden Fäl-
len aus:
❒bei Drehung des mechanischen Zünd- schlüssels in Öffnungsposition in der Fah-
rertür;
❒bei Türentriegelung mit Fernbedienung;
❒bei Drehung des Zündschlüssels aufMAR.
ZUR BEACHTUNG
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UND FAHREN
KONTROLL-
LEUCHTEN UND MELDUNGEN
IM NOTFALL
WA RT U N G
UND PFLEGE
TECHNISCHE DATEN
ALPHABETI-SCHES
VERZEICHNIS
ARMATUREN- BRETT UND
BEDIENGUNGEN
SCHEINWERFER
AUSRICHTUNG DES
LICHTKEGELS
Eine korrekte Ausrichtung der Schein-
werfer ist ausschlaggebend für den Kom-
fort und die Sicherheit des Fahrers und
der anderen Verkehrsteilnehmer. Um die
bestmöglichen Sichtverhältnisse bei ein-
geschalteten Scheinwerfern zu gewährlei-
sten, müssen die Scheinwerfer korrekt
eingestellt sein. Für die Kontrolle und
eventuelle Einstellung wenden Sie sich bit-
te an das Fiat Kundendienstnetz. REGLER DER
SCHEINWERFERAUSRICHTUNG
Der Regler funktioniert nur, wenn der
Zündschlüssel auf MAR
steht und die Ab-
blendlichter eingeschaltet sind. Wenn das
Fahrzeug beladen ist, neigt es sich nach
hinten und verursacht so eine Erhöhung
des Lichtkegels. In diesem Fall ist es also
notwendig, erneut die korrekte Ausrich-
tung durchzuführen. Einstellung der Scheinwerfer Abb. 94
Zum Einstellen die Tasten Ò
und im
Bedienfeld drücken.
Das Display auf der Instrumententafel lie-
fert die Angabe der Position der einge-
stellten Leuchtweitenregelung.
Position 0– bei einer oder zwei Personen
auf den Vordersitzen.
Position 1– fünf Personen.
Position 2– fünf Personen + Ladung im
Gepäckraum.
Position 3– bei Fahrer + max. zul. Zula-
dung im Kofferraum.
ZUR BEACHTUNG Die Ausrichtung der
Lichtkegel ist bei jeder Veränderung der
transportierten Ladung zu kontrollieren.
AUSRICHTUNG DER
NEBELSCHEINWERFER
(für Versionen/Märkte, wo vorgesehen)
Für die Kontrolle und eventuelle Einstel-
lung wenden Sie sich bitte an das Fiat Kun-
dendienstnetz.
Abb. 94F0M0103m
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LEUCHTEN UND MELDUNGEN
IM NOTFALL
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UND PFLEGE
TECHNISCHE DATEN
ALPHABETI-SCHES
VERZEICHNIS
ARMATUREN- BRETT UND
BEDIENGUNGEN
ABS-SYSTEM
Wenn Sie noch nie einen Wagen mit ABS-
System gefahren haben, empfehlen wir Ih-
nen, sich bei ein paar Versuchen auf
schlüpfrigem Boden damit vertraut zu ma-
chen, selbstverständlich unter Sicher-
heitsbedingungen und Einhaltung der
Straßenverkehrsordnung des Landes, in
dem Sie sich befinden. Darüber hinaus soll-
ten Sie aufmerksam die nachfolgenden
Hinweise lesen.
Es handelt sich um ein System, das fester
Bestandteil der Bremsanlage ist und bei je-
dem Straßenzustand und jeder Brems-
stärke ein Blockieren der Räder und das
darauf folgende Durchdrehen eines oder
mehrerer Räder vermeidet, so dass das
Fahrzeug auch bei Notbremsungen kon-
trollierbar bleibt.
Die Anlage wird durch das EBD-System
(Electronic Braking Force Distribution)
vervollständigt, das die Bremswirkung auf
die Vorder- und Hinterräder aufteilt.
ZUR BEACHTUNG Für die maximale
Wirksamkeit der Bremsanlage ist eine Ein-
laufzeit von ungefähr 500 km (bei neuem
Fahrzeug oder nach dem Wechsel von
Bremsbelägen/Bremsscheiben) notwendig:
in dieser Zeit sind starke, wiederholte
oder lang anhaltende Bremsvorgänge zu
vermeiden.Das ABS nutzt in bester Wei-
se die zur Verfügung stehen-
de Haftung aus, kann sie aber nicht
verbessern. Bei rutschigem Unter-
grund ist in jedem Fall Vorsicht ange-
raten, und unnötige Risiken sind zu
vermeiden.
ZUR BEACHTUNG
EINGREIFEN DES SYSTEMS
Das Eingreifen des ABS teilt sich dem Fah-
rer durch ein leichtes Pulsieren des Brem-
spedals mit, das von Geräuschen begleitet
wird: dies bedeutet, dass die Geschwin-
digkeit dem Straßentyp angepasst werden
muss.
MECHANICAL BRAKE ASSIST
(Hilfe bei Notbremsungen)
(für Versionen/Märkte, wo vorgesehen)
Das nicht abschaltbare System erkennt
Notbremsungen (aufgrund der Durcht-
retgeschwindigkeit des Bremspedals) und
gewährleistet einen zusätzlichen hydrau-
lischen Bremsdruck zur Unterstützung des
vom Fahrer ausgeübten Pedaldrucks, so
dass die Bremsanlage schneller und kraft-
voller anspricht.
HINWEIS Bei einem Eingriff des Mecha-
nical Brake Assist könnte die Anlage
Geräusche erzeugen. Diese Erscheinung
ist normal. Während des Bremsvorgangs
muss das Bremspedal immer gut durch-
getreten werden.
Wenn das ABS-System an-
spricht, so ist dies ein Zeichen
dafür, dass die Haftgrenze der Reifen
auf dem Straßenbelag den Grenzbe-
reich erreicht hat: Sie müssen also
langsamer fahren und die Fahrt der
gegebenen Haftfähigkeit anpassen.
ZUR BEACHTUNG
STÖRUNGSANZEIGEN
ABS defekt
Eventuelle Havarien werden durch Auf-
leuchten der Kontrolllampe
>auf der In-
strumententafel zusammen mit einer Mel-
dung auf dem Multifunktionsdisplay (für
Versionen/Märkte, wo vorgesehen) ange-
zeigt, (siehe Kapitel „Kontrollleuchten und
Anzeigen“).
In diesem Fall behält die Bremsanlage ihre
Wirksamkeit bei, aber ohne die durch das
ABS-System gebotenen Möglichkeiten.
Fahren Sie vorsichtig bis zum nächstgele-
genen Fiat-Kundendienst weiter, um die
Anlage überprüfen zu lassen.
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IM NOTFALL
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VERZEICHNIS
ARMATUREN- BRETT UND
BEDIENGUNGEN
ESP-SYSTEM
(Electronic Stability
Program)
(für Versionen/Märkte, wo vorgesehen)
Es ist ein Überwachungssystem der Sta-
bilität des Fahrzeugs und unterstützt die
Richtungskontrolle bei Verlust der Rei-
fenhaftung.
Die Wirkung des ESP-Systems ist daher
ganz besonders nützlich bei Veränderung
der Haftbedingungen des Untergrunds.
Mit den Systemen ESP, ASR und Hill Hol-
der sind (für Versionen/Märkte, wo vor-
gesehen) die Systeme MSR (Regelung des
Motordrehmoments beim Herunter-
schalten der Gänge) und HBA (automati-
sche Erhöhung des Bremsdrucks bei Pa-
nikbremsungen) vorhanden.
EINGREIFEN DES SYSTEMS
Das Eingreifen des Systems wird durch das
Blinken der Kontrollleuchte
áauf der In-
strumententafel angezeigt, um den Fahrer
zu informieren, dass sich das Fahrzeug in
einer kritischen Stabilitäts- und Haftungs-
situation befindet.
Bei Eingreifen des ABS-Sy-
stems pulsiert das Bremspe-
dal: verringern Sie jetzt nicht den
Druck auf das Pedal, sondern halten
Sie es ohne Zögern weiter gedrückt.
Auf diese Weise bringen Sie das Fahr-
zeug, so schnell es die Straßenbedin-
gungen erlauben, zum Stehen.
ZUR BEACHTUNGEBD defekt
Dies wird durch Aufleuchten der Kon-
trolllampe
>und xauf der Instru-
mententafel zusammen mit einer Meldung
auf dem Multifunktionsdisplay (für Ver-
sionen/Märkte, wo vorgesehen) angezeigt
(siehe Kapitel „Kontrollleuchten und An-
zeigen“).
In diesem Fall kann es bei starken Brem-
sungen zu einer vorzeitigen Blockierung
der Hinterräder mit der Möglichkeit eines
Schlingerns kommen. Fahren Sie deshalb
äußerst vorsichtig bis zum nächstgelege-
nen Fiat-Kundendienst weiter, um die An-
lage überprüfen zu lassen.
Leuchtet nur die Kontroll-
lampe xauf der Instru-
mententafel auf (zusammen mit einer
Meldung auf dem Multifunktionsdis-
play – nur für Versionen/Märkte, wo
vorgesehen), halten Sie sofort an und
wenden Sie sich an das nächstgele-
gene Fiat-Kundendienstnetz. Das
eventuelle Auslaufen von Flüssigkeit
aus der Hydraulikanlage beeinträch-
tigt die Funktionstüchtigkeit der
Bremsanlage, sowohl der herkömmli-
chen Art als auch der mit Rad-
blockierschutzsystem.
ZUR BEACHTUNG
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IM NOTFALL
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ALPHABETI-SCHES
VERZEICHNIS
ARMATUREN- BRETT UND
BEDIENGUNGEN
EINSCHALTUNG DES SYSTEMS
Das ESP schaltet sich automatisch bei An-
lassen des Fahrzeugs ein und kann nicht
ausgeschlossen werden.
STÖRUNGSANZEIGEN
Im Fall einer Störung schaltet sich das ESP-
System automatisch ab und an der Instru-
mententafel leuchtet die Kontrollleuchte
áauf zusammen mit einer Meldung auf
dem Multifunktionsdisplay (für Versio-
nen/Märkte, wo vorgesehen) und dem
ständige Aufleuchten der LED an der Ta-
ste ASR OFF(siehe Kapitel „Kontroll-
leuchten und Meldungen“). In diesem Fall
wenden Sie sich bitte umgehend an das Fi-
at Kundendienstnetz.
HYDRAULIC BRAKE ASSIST
(Hilfe bei Notbremsungen mit ESP)
(für Versionen/Märkte, wo vorgesehen)
Das nicht abschaltbare System erkennt
Notbremsungen (aufgrund der Durcht-
retgeschwindigkeit des Bremspedals) und
gewährleistet einen zusätzlichen hydrau-
lischen Bremsdruck zur Unterstützung des
vom Fahrer ausgeübten Drucks, so dass
die Bremsanlage schneller und kraftvoller
anspricht. Hydraulic Brake Assist wird auf
Fahrzeugen, die mit ESP-System ausgerü-
stet sind, bei Störungen der Anlage (durch
Aufleuchten der Lampe
ázusammen mit
der Meldung auf dem Multifunktionsdis-
play angezeigt, für Versionen/Märkte, wo
vorgesehen) deaktiviert.
Die Leistungen des ESP-Sy-
stems dürfen den Fahrer
nicht zu unnötigen und ungerechtfer-
tigten Risiken verleiten. Das Fahrver-
halten muss immer den Straßenbe-
dingungen, den Sichtverhältnissen und
dem Verkehr angemessen sein. Die
Verantwortung für die Verkehrssi-
cherheit obliegt immer und überall
dem Fahrer.
ZUR BEACHTUNG
SYSTEM HILL HOLDER
Das System ist Bestandteil des ESP-Systems
und hilft bei der Anfahrt an Steigungen.
Es wird automatisch unter folgenden Be-
dingungen aktiviert:
❒bergauf: bei stillstehendem Fahrzeug auf einer Straße mit einer Neigung über
5 %, laufendem Motor, gedrücktem Brem-
spedal und Schalthebel im Leerlauf oder
einem anderen als dem Rückwärtsgang.
❒bergab: bei stillstehendem Fahrzeug auf ei-ner Straße mit einer Neigung über
5 %, laufendem Motor, gedrücktem Brem-
spedal und eingelegtem Rückwärtsgang.
Beim Anlassen behält das Steuergerät des
ESP-Systems den Bremsdruck an den Rä-
dern bei, bis die für die Abfahrt notwen-
dige Motordrehzahl erreicht ist, oder auf
jeden Fall für maximal 1 Sekunde. Dadurch
ist es möglich, bequem den rechten Fuß
vom Brems- auf das Gaspedal zu setzen. Wenn nach 1 Sekunde die Abfahrt noch
nicht erfolgt ist, schaltet sich das System
automatisch aus und lässt allmählich den
Bremsdruck ab.
Während dieser Phase ist es möglich, das
typische mechanische Freigabegeräusch
der Bremsen zu hören, das die baldige Be-
wegung des Fahrzeugs ankündigt.
Anzeige von Störungen
Eine eventuelle Anomalie des Systems
wird durch das Aufleuchten der Kontroll-
leuchte
*auf der Instrumententafel mit
digitalem Display und der Kontrollleuch-
te
áauf der Instrumententafel mit Mul-
tifunktionsdisplay (für Versionen/Märkte,
wo vorgesehen) (siehe Kapitel „Kontroll-
leuchten und Anzeigen“) angezeigt.
HINWEIS Das System Hill Holder ist kei-
ne Parkbremse. Verlassen Sie das Fahrzeug
daher nicht, ohne vorher die Handbrem-
se anzuziehen, den Motor abzustellen und
den ersten Gang einzulegen.
Für eine korrekte Funktions-
weise der ESP- UND ASR-Sy-
steme ist es unabdingbar, dass an al-
len vier Rädern die gleichen Reifen
montiert sind, dass sie in perfektem
Zustand sind und den Vorgaben be-
züglich Typ, und Abmessungen ent-
sprechen.
ZUR BEACHTUNG
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TECHNISCHE DATEN
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VERZEICHNIS
ARMATUREN- BRETT UND
BEDIENGUNGEN
MSR-System (Regelung
des Motordrehmoments)
Dieses System ist fester Bestandteil des
ASR-Systems. Es greift bei plötzlichem
Herunterschalten der Gänge ein und ver-
leiht dem Motor ein neues Drehmoment.
So wird vermieden, dass die Antriebsrä-
der zu stark angetrieben werden, was –
ganz besonders bei schlechten Haftbedin-
gungen – ein Schleudern des Fahrzeugs
verursachen könnte.
Ein-/Ausschaltendes Systems
Abb. 97
Das ASR schaltet sich automatisch beim
Anlassen des Motors ein.
Während der Fahrt kann das ASR-System
durch Druck der Taste Aunter den Be-
dienelementen auf dem Armaturenbrett
Abb. 97 aus- und wieder eingeschaltet
werden. Das Ausschalten der Funktion wird durch
die leuchtende LED auf dem Schalter
selbst angezeigt, gleichzeitig mit einer Mel-
dung, die auf dem Multifunktions-Display
erscheint (für Versionen/Märkte, wo vor-
gesehen).
Wird die ASR-Funktion während der
Fahrt ausgeschlossen, erfolgt die Wieder-
einschaltung beim nächsten Anlassen au-
tomatisch durch das System.
Bei der Fahrt auf verschneitem Unter-
grund mit montierten Schneeketten kann
es nützlich sein, die ASR-Funktion auszu-
schalten. Unter diesen Bedingungen erzielt
der Schlupf der Antriebsräder in der Start-
phase eine stärkere Traktion.
Für eine korrekte Funktions-
weise der ESP- UND ASR-Sy-
steme ist es unabdingbar, dass an al-
len vier Rädern die gleichen Reifen
montiert sind, dass sie in perfektem
Zustand sind und den Vorgaben be-
züglich Typ, und Abmessungen ent-
sprechen.
ZUR BEACHTUNG
Abb. 97
ASR OFF
F0M0109m
ASR-SYSTEM (Antislip Regulator)
Die ASR-Funktion kontrolliert die
Traktion des Fahrzeugs und schreitet
jedesmal dann automatisch ein, wenn ein
oder beide Antriebsräder zu rutschen
beginnen.
Entsprechend den Schlupfbedingungen
werden zwei unterschiedliche Kontrollsys-
teme aktiv:
❒drehen beide Antriebsräder durch,greift die ASR-Funktion ein und
reduziert die Antriebsleistung des
Fahrzeugs,
❒dreht nur eines der beidenAntriebsräder durch, bewirkt die ASR-
Funktion eine automatische Bremsung
des durchdrehenden Rades.
Die Aktion des ASR-Systems ist vor allem
unter folgenden Bedingungen nützlich:
❒rutschen des kurveninneren Rades wegen dynamischer Laständerungen
oder zu starker Beschleunigung;
❒zu hohe an die Räder abgegebeneLeistung, auch im Verhältnis zum
Straßenzustand,
❒beschleunigen auf rutschiger, ver-schneiter oder vereister Fahrbahn;
❒bei Verlust der Haftung auf nassemUntergrund (Aquaplaning).
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ARMATUREN- BRETT UND
BEDIENGUNGEN
Die Leistungen des Systems
dürfen den Fahrer nicht zu
unnötigen und ungerechtfertigten Ri-
siken verleiten. Das Fahrverhalten
muss immer den Straßenbedingungen,
den Sichtverhältnissen und dem Ver-
kehr angemessen sein. Die Verant-
wortung für die Verkehrssicherheit ob-
liegt immer und überall dem Fahrer.
ZUR BEACHTUNG
Für die korrekte Betriebsweise des ASR-
Systems ist es unabdingbar, dass die Rei-
fen an allen Rädern derselben Marke und
Typs und in perfektem Zustand sind, vor
allem müssen sie dem vorgeschriebenen
Typ, Marke und Größe entsprechen.
STÖRUNGSANZEIGEN
Im Fall einer Störung schaltet sich das
ASR-System automatisch ab und an der In-
strumententafel leuchtet die Kontroll-
leuchte
áauf zusammen mit einer Mel-
dung auf dem Multifunktionsdisplay, für
Versionen/Märkte, wo vorgesehen (siehe
Kapitel „Kontrollleuchten und Meldun-
gen“). Wenden Sie sich in diesem Fall um-
gehend an das Fiat Kundendienstnetz.
EOBD-SYSTEM
Das EOBD-System (European On Board
Diagnosis) führt eine kontinuierliche Dia-
gnose der mit den Emissionen verbunde-
nen Bauteile des Fahrzeugs aus.
Es meldet außerdem durch das Aufleuch-
ten der Kontrollleuchte
Uan der Instru-
mententafel (zusammen mit der Meldung
auf dem Multifunktionsdisplay, für Versio-
nen/Märkte, wo vorgesehen) (siehe Ka-
pitel „Kontrollleuchten und Meldungen“)
den verschlechterten Zustand der Kom-
ponenten.
Die Aufgabe des Systems ist:
❒die Wirksamkeit der Anlage zu kon- trollieren;
❒eine Zunahme der Emissionen durch Störungen am Fahrzeug zu melden;
❒die zu ersetzenden Bestandteile anzu-zeigen.
Das System verfügt außerdem über einen
Stecker, an den entsprechende Geräte an-
geschlossen werden können, für das Aus-
lesen der von der Elektronik gespeicher-
ten Fehlercodes zusammen mit einer Rei-
he von speziellen Parametern zur Dia-
gnose der Motorfunktion. Diese Über-
prüfung kann auch von der Verkehrspoli-
zei ausgeführt werden. ZUR BEACHTUNG Nach Behebung des
Defektes muss das Fiat Kundendienstnetz
stets Tests auf dem Prüfstand und falls not-
wendig Probefahrten auf der Straße, auch
über längere Strecken, durchführen.
Wenden Sie sich so schnell
wie möglich an das Fiat Kun-
dendienstnetz, wenn beim
Drehen des Zündschlüssels
auf Position MAR die Kontrollleuchte
U nicht aufleuchtet oder während der
Fahrt dauerhaft leuchtet bzw. blinkt
(zusammen mit der auf dem Multi-
funktionsdisplay angezeigten Meldung,
für Versionen/Märkte, wo vorgesehen).
Die Funktionstüchtigkeit der Kontroll-
leuchte Ukann mittels entsprechen-
der Geräte durch die Verkehrspolizei
geprüft werden. Beachten Sie die gül-
tigen Bestimmungen in dem Land, in
dem Sie fahren.
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ARMATUREN- BRETT UND
BEDIENGUNGEN
ELEKTRISCHE
SERVOLENKUNG
„DUALDRIVE“
Das Fahrzeug ist mit einer elektrisch ge-
steuerten, „Dualdrive“ genannten Servo-
lenkung ausgestattet, die nur bei Zünd-
schlüssel auf MAR und laufendem Motor
funktioniert und eine individuelle Kraftauf-
wendung auf das Lenkrad bei allen Fahr-
bedingungen ermöglicht. EIN-/AUSSCHALTUNG
(Funktion CITY)
Zum Ein-/Ausschalten der Funktion
drücken Sie die Taste unter den Bedien-
elementen auf dem Armaturenbrett.
Die Einschaltung der Funktion wird ange-
zeigt durch:
❒die Schrift CITYauf der Instrumen-
tentafel (für Versionen mit Multifunk-
tionsdisplay);
❒die Beleuchtung der Schrift CITY auf
der Taste, nachdem diese gedrückt
wurde Abb. 98. Bei eingeschalteter Funktion
CITYist die
auf das Lenkrad auszuübende Kraft klei-
ner, und das Einparken wird einfacher: die
Einschaltung der Funktion ist daher ganz
besonders im Stadtverkehr nützlich.
Für die Version Sport wird bei einge-
schalteter Funktion dank einer höheren
Abstufung des auf Beschleunigung/Ver-
langsamung tarierten Gaspedals außerdem
eine bequemere Fahrbarkeit garantiert.
Abb. 98F0M0621m
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VERZEICHNIS
ARMATUREN- BRETT UND
BEDIENGUNGEN
STÖRUNGSANZEIGEN
Eventuelle Betriebsanomalien der elektri-
schen Servolenkung werden durch das
Aufleuchten der Kontrollleuchte
gauf
der Instrumententafel, zusammen mit der
Meldung auf dem Multifunktionsdisplay
(für Versionen/Märkte, wo vorgesehen)
(siehe Kapitel „Kontrollleuchten und An-
zeigen“) angezeigt.
Bei einer Störung der elektrischen Servo-
lenkung kann das Fahrzeug auch weiterhin
wie ein Fahrzeug mit mechanischer Len-
kung gesteuert werden.
HINWEIS Unter Sonderbedingungen
könnten von der elektrischen Servolen-
kung unabhängige Faktoren das Aufleuch-
ten der Kontrollleuchte
gauf der Instru-
mententafel verursachen.
Halten Sie in diesem Fall das Fahrzeug so-
fort an, wenn es sich in Bewegung befin-
det, schalten Sie den Motor für etwa 20 s
aus und starten Sie das Fahrzeug dann wie-
der. Wenden Sie sich an das Fiat-Kun-
dendienstnetz, wenn die Kontrollleuchte
gzusammen mit der vom Multifunkti-
onsdisplay angezeigten Meldung (für Ver-
sionen/Märkte, wo vorgesehen) weiter
eingeschaltet bleibt. ZUR BEACHTUNG Bei Einpark-
manövern, die viele Lenkungen erfordern,
kann die Lenkung etwas schwergängiger
werden. Dieser Zustand ist normal und
hängt vom Betrieb des Überhitzung-
schutzes des Lenkungs-Elektromotors ab.
Dies erfordert somit keinen Reparatu-
reingriff. Bei der nächsten Verwendung
des Fahrzeuges arbeitet die Servolenkung
wieder normal.
Jegliche Maßnahmen im Er-
satzteilmarkt mit daraus fol-
genden Beschädigungen der Lenkung
oder der Lenksäule (z. B. Montage ei-
ner Diebstahlanlage), die außer zur
Verschlechterung der Leistungen des
Systems und zum Verfall der Garan-
tie auch zu schweren Sicherheitspro-
blemen sowie einem nicht zur Zulas-
sung konformen Fahrzeug führen
können, sind strengstens verboten.
ZUR BEACHTUNG
Schalten Sie vor dem Aus-
führen jeglicher Wartungs-
maßnahmen immer den Motor aus
und entfernen Sie den Schlüssel von
der Anlassvorrichtung durch Aktivie-
ren der Lenkradsperre, d.h. besonders
wenn die Räder des Fahrzeugs vom
Boden angehoben sind. Entfernen Sie,
sollte dies nicht möglich sein (da sich
der Schlüssel in der Position MAR be-
findet oder der Motor eingeschaltet
ist), die Hauptschutzsicherung der
elektrischen Servolenkung.
ZUR BEACHTUNG
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TECHNISCHE DATEN
ALPHABETI-SCHES
VERZEICHNIS
ARMATUREN- BRETT UND
BEDIENGUNGEN
Abb. 100F0M0506mAbb. 101F0M0622m
MANUELLE AKTIVIERUNG UND
DEAKTIVIERUNG
Die Vorrichtung kann mit der Taste
am Bedienfeld des Armaturenbrettes
Abb. 101 aktiviert/deaktiviert werden.
Bei der Deaktivierung des Systems leuch-
tet die Kontrollleuchte auf der Instru-
mententafel „Start&Stop OFF“ Abb. 100.
Außerdem (für Versionen/Märkte, wo
vorgesehen) erscheinen zusätzliche Mel-
dungen über die Deaktivierung bzw. Ak-
tivierung des Start&Stop am Display. BEDINGUNGEN,
UNTER DENEN DER
MOTOR NICHT
ABGESCHALTETWIRD
Bei aktivem System könnte der Motor
zur Verbesserung des Komforts, zur
Verringerung der Emissionswerte und
Gewährleistung der Sicherheitsbedin-
gungen, unter einigen der folgenden Be-
dingungen, nicht abgestellt werden:
❒
wenn der Motor noch nicht warmge-
laufen ist.
❒ wenn die Außentemperatur zu niedrig
ist.
❒ wenn die Batterie nicht ausreichend ge-
laden ist.
❒ wenn eine Regenerierung des Partikel-
filters aktiv ist (nur bei Dieselmotoren).
❒ wenn die Fahrertur nicht geschlossen
ist. ❒
wenn der Fahrersicherheitsgurt nicht
angelegt ist.
❒ wenn der Ruckwärtsgang eingelegt ist
(beispielsweise beim Einparken).
❒ Bei den Versionen mit automatischer
Klimaanlage
(fur Versionen/Märkte, wo vorgese-
hen), falls noch kein geeigneter Wär-
mekomfort erreicht wurde oder bei
Aktivierung der MAX-DEF-Funktion;
❒ in der ersten Nutzungszeit, um das Sy-
stem zu initialisieren.
In den genannten Fälle, geht, für Märk-
te/Versionen wo vorgesehen, die LED der
Leuchte aus Abb. 101 an.
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