ABS FIAT TIPO 4DOORS 2018 Betriebsanleitung (in German)
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Kontrollleuchte Bedeutung
BernsteingelbESC-SYSTEM
Eingriff des ESC-Systems
Wenn das System eingreift, wird dies durch das Blinken der Leuchte angezeigt: In diesen Fällen herrschen
für das Fahrzeug kritische Stabilitäts- und Bodenhaftungsbedingungen.
Störung ESC-System
Geht die Leuchte nicht aus, oder leuchtet sie bei laufendem Motor weiter, deutet dies auf einen Fehlbetrieb
des ESC-Systems hin. Bitte umgehend das Fiat-Servicenetz aufsuchen.
Fehlbetrieb (Hill Hold Control)
Das Aufleuchten der Kontrollleuchte zeigt eine Störung des Hill Holder-Systems an. Bitte umgehend das
Fiat-Servicenetz aufsuchen.
BernsteingelbTEILWEISE DEAKTIVIERUNG DER AKTIVEN SICHERHEITSSYSTEME
Wenn diese Leuchte aufleuchtet, bedeutet dies, dass einige Sicherheitssysteme teilweise deaktiviert
worden sind. Sobald die Systeme wieder aktiviert werden, geht die Leuchte aus.
BernsteingelbNEBELSCHLUSSLEUCHTE
Die Kontrollleuchte wird eingeschaltet, wenn die Nebelschlussleuchte aktiviert wird.
BernsteingelbZU HOHE TEMPERATUR DES AUTOMATIKGETRIEBEÖLS AT6
(für Versionen / Märkte, wo vorgesehen)
Die Kontrollleuchte oder das Symbol leuchten bei Überhitzung der Kupplung auf, etwa wenn diese stark
beansprucht wurde. In diesem Fall wird die Getriebeleistung/-funktion begrenzt. Den Motor abstellen oder
im Leerlauf drehen lassen, bis das Symbol erlischt.
56
KENNTNIS DER INSTRUMENTENTAFEL
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Kontrollleuchte Bedeutung
BernsteingelbGLÜHKERZENVORWÄRMUNG (Dieselversionen)
Beim Drehen der Anlassvorrichtung auf MAR leuchtet die Kontrollleuchte auf. Sie erlischt, wenn die Kerzen
die vorab festgelegte Temperatur erreicht haben. Den Motor sofort nach dem Erlöschen der Kontrollleuchte
starten.
HINWEIS Bei milden oder hohen Umgebungstemperaturen leuchtet die Kontrollleuchte nur kurz auf.
GLÜHKERZENVORWÄRMUNG DEFEKT (Dieselversionen)
Das Blinken der Kontrollleuchte, zeigt einen Defekt der Vorglühanlage der Glühkerzen an. Bitte in diesem
Fall umgehend das Fiat-Servicenetz aufsuchen.
BernsteingelbKRAFTSTOFFRESERVE/BESCHRÄNKTE REICHWEITE
Die Kontrollleuchte am Display schaltet sich ein, wenn noch ca. 5 bis 7 Liter Kraftstoff im Tank sind.
21)
BernsteingelbLPG-KRAFTSTOFFRESERVE / BESCHRÄNKTE REICHWEITE
(nur für LPG-Versionen)
Die Kontrollleuchte am Display schaltet sich ein, wenn noch 8 Liter LPG im Tank sind. Es ertönt ein
akustisches Signal und es bleibt der erste Balken der LPG-Standanzeige an.
BernsteingelbFULL BRAKE CONTROL OFF
(für Versionen/Märkte, wo vorgesehen)
Die Kontrollleuchte (oder das Symbol auf dem Display) schaltet sich ein, wenn das Full Brake Control
System durch den Fahrer abgeschaltet wird oder bei einer automatischen Abschaltung aufgrund einer
vorübergehenden Fehlfunktion des Systems. Bitte umgehend das Fiat-Servicenetz aufsuchen.
BernsteingelbMANUELLE AKTIVIERUNG / DEAKTIVIERUNG DES START&STOP-SYSTEMS
(für Versionen/Märkte, wo vorgesehen)
Aktivierung: Die Aktivierung des Systems wird durch die Anzeige einer Mitteilung auf dem Display (wo
vorhanden) angezeigt.
Deaktivierung: Die Deaktivierung des Start&Stop-Systems wird durch die Aufleuchten einer
Kontrollleuchte und, wo vorhanden, einer Mitteilung auf dem Display angezeigt.
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KENNTNIS DER INSTRUMENTENTAFEL
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AUF DEM DISPLAY ANGEZEIGTE SYMBOLE
Symbol Bedeutung
rotMOTORHAUBE NICHT KORREKT GESCHLOSSEN
Das Symbol leuchtet wenn die Motorhaube nicht vollständig geschlossen ist (für
Versionen/Märkte, wo vorgesehen). Motorhaube schließen.
rotKOFFERRAUM NICHT KOMPLETT GESCHLOSSEN
Das Symbol leuchtet, wenn die Kofferraumklappe nicht vollständig geschlossen ist (für
Versionen/Märkte, wo vorgesehen). Die Kofferraumklappe richtig schließen.
BernsteingelbMOTORÖLDRUCKSENSOR DEFEKT
Das Symbol leuchtet mit Dauerlicht zusammen mit einer Displaymeldung bei einer Störung des
Motoröldrucksensors.
BernsteingelbDEFEKT DES REGENSENSORS
Das Symbol leuchtet im Falle eines Fehlbetriebs des Regensensors. Bitte umgehend das
Fiat-Servicenetz aufsuchen.
BernsteingelbAUSLÖSUNG DER KRAFTSTOFFSPERRE
Das Symbol leuchtet im Falle eines Eingriffs des Kraftstoffsperr-Systems.
Für die Rücksetzung des Kraftstoffsperrsystems siehe die Angaben im Abschnitt
„Kraftstoffsperrsystem” im Kapitel „Im Notfall”. Sollte es trotzdem nicht gelingen, die
Kraftstoffsperre abzuschaffen, das Fiat-Kundendienstnetz aufsuchen.
BernsteingelbFEHLER KRAFTSTOFFSPERRSYSTEM
Das Symbol leuchtet im Falle eines Fehlbetriebs des Kraftstoffsperr-Systems. Bitte umgehend
das Fiat-Servicenetz aufsuchen.
BernsteingelbSYSTEMSTÖRUNG START&STOP
(für Versionen / Märkte, wo vorgesehen)
Wenn das Symbol leuchtet, deutet dies auf einen Fehlbetrieb der Start&Stop-Automatik hin. Am
Display erscheint dann ein entsprechender Warnhinweis. Bitte umgehend das Fiat-Servicenetz
aufsuchen.
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Symbol Bedeutung
BernsteingelbWenn dieses Symbol leuchtet, muss das Kupplungspedal zum Anlassen des Motors und beim
manuellen Gangwechsel betätigt werden. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe weist es
darauf hin, das Bremspedal zu treten.
Dieses Symbol leuchtet, wenn ein Wechsel in den höheren oder niedrigeren Gang
vorgeschlagen wird.
TEMPOLIMIT ÜBERSCHRITTEN
Das weiße Symbol leuchtet bei Überschreitung des im Displaymenü eingestellten
Geschwindigkeitsgrenzwerts (z. B. 110 km/h) (der Wert wird in Abhängigkeit der eingestellten
Geschwindigkeit aktualisiert).
ABSCHALTUNG DURCH START&STOP-SYSTEM
(für Versionen / Märkte, wo vorgesehen)
Das Symbol leuchtet auf, um anzuzeigen, dass der Motor vom START&STOP-System
abgeschaltet wurde.
LEUCHTWEITENREGULIERUNG
Der Leuchtweitenregler funktioniert nur, wenn die Anlassvorrichtung auf MAR steht und das
Abblendlicht eingeschaltet ist. Für die Einstellung die Tasten
undauf der Abdeckung der
Bedienelemente betätigen.
ELEKTRONISCHE CRUISE CONTROL
Das Symbol leuchtet im Falle einer Einschaltung des elektronischen Cruise Control.
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KENNTNIS DER INSTRUMENTENTAFEL
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AKTIVE
SICHERHEITS-
SYSTEME
Im Fahrzeug sind folgende aktiven
Sicherheitssysteme eingebaut:
ABS (Anti-lock Braking System)
DTC (Drag Torque Control)
ESC (Electronic Stability Control)
TC (Traction Control)
PBA (Panic Brake Assist)
HHC (Hill Hold Control);
ERM (Electronic Rollover Mitigation)
TSC (Trailer Sway Control)
Für den Betrieb der Systeme die
folgenden Seiten beachten.
ABS-SYSTEM (Anti-lock
Braking System)
Es ist ein System, ein Bestandteil des
Bremssystems, das das Blockieren und
folglich den Schlupf von einem oder
mehreren Rädern verhindert, und zwar
bei jeglichem Zustand der
Straßenoberfläche und der Intensität
der Bremswirkung, wobei auf diese
Weise die Kontrolle über das Fahrzeug,
auch bei Notbremsungen gewährleistet
wird und die Bremswege optimiert
werden.
Das System greift bei Bremsvorgängen
ein, kurz bevor die Räder blockieren,
was für Notbremsungen oder bei
schwacher Haftung der Fall ist, wo die
Räder häufiger blockieren.Das System verbessert auch die
Fahrzeugkontrolle und -stabilität, wenn
der Bremsvorgang auf einem
Untergrund erfolgt, wo die Haftung
zwischen den Rädern auf der rechten
und der linken Seite unterschiedlich ist.
Die Anlage wird durch das EBD-System
(Electronic Braking Force Distribution)
vervollständigt, das die Bremswirkung
auf die Vorder- und Hinterräder verteilt.
Auslösung des Systems
Der Eingriff des ABS-Systems ist an
einer leichten Pulsierung des
Bremspedals mit einer Geräuschbildung
bemerkbar. Diese Erscheinungen sind
bei aktiven System völlig normal.35) 36) 37) 38) 39) 40) 41)
DTC-SYSTEM (Drag
Torque Control)
Das System verhindert ein mögliches
Blockieren der Antriebsräder, was
beispielsweise bei einem plötzlichen
Loslassen des Gaspedals oder bei
schnellem Herunterschalten der Gänge
bei Fahrbedingungen mit geringer
Haftung passieren könnte. Unter
solchen Bedingungen könnte der
Motorbremseffekt zu einem
Durchdrehen der Antriebsräder und
folglicherweise zu einem
Stabilitätsverlust des Fahrzeugs führen.In diesen Situationen greift das
DTC-System ein, das den Drehmoment
des Motors so regelt, dass die Stabilität
und Sicherheit des Fahrzeugs wieder
gewährleistet sind.
ESC-SYSTEM (Electronic
Stability Control)
Das ESC-System verbessert die
Kontrolle und die Stabilität des
Fahrzeugs unter verschiedensten
Fahrbedingungen.
Das ESC-System korrigiert die Unter-
und Übersteuerung des Fahrzeugs und
verlagert die Bremskraft richtig auf die
Räder. Auch das vom Motor
abgegebene Drehmoment kann
verringert werden, um eine bessere
Fahrzeugkontrolle zu gewährleisten.
Das ESC-System benutzt in das
Fahrzeug installierte Sensoren zur
Verarbeitung der vom Fahrer
eingeschlagenen Fahrtrichtung und
vergleicht diese mit der effektiven
Fahrtrichtung des Fahrzeugs. Weicht
die gewünschte von der effektiven
Fahrtrichtung ab, greift das
ESC-System ein und sorgt für eine
entsprechende Unter- und
Übersteuerung des Fahrzeugs.
Übersteuerung: Die Übersteuerung
findet dann statt, wenn das Fahrzeug
im Vergleich zum eingestellten
Lenkradwinkel stärker abbiegt.
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SICHERHEIT
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Untersteuerung: Die Untersteuerung
findet dann statt, wenn das Fahrzeug
im Vergleich zum eingestellten
Lenkradwinkel weniger abbiegt.
Auslösung des Systems
Das Eingreifen des Systems wird durch
eine Kontrollleuchte
in der
Instrumententafel angezeigt, um den
Fahrer darüber zu informieren, dass
sich das Fahrzeug in einem kritischen
Zustand, hinsichtlich der Stabilität und
Bodenhaftung befindet.
42) 43) 44) 45) 46)
TC-SYSTEM (Traction
Control)
Das System arbeitet automatisch im
Falle von Schlupf, Verlust der
Bodenhaftung auf nasser Fahrbahn
(Aquaplaning), Beschleunigung auf
rutschigem, verschneitem oder
vereistem Boden usw. eines oder
mehrerer Antriebsräder. Je nach
Schlupfbedingungen werden zwei
unterschiedliche Kontrolllogiken aktiv:
Drehen beide Antriebsräder durch,
greift das System ein und reduziert die
Antriebsleistung des Fahrzeugs.
Dreht nur eines der beiden
Antriebsräder durch, wird die
BLD-Funktion (Brake Limited
Differential) aktiviert, das das
wegrutschende Rad automatisch
bremst (es wird ein
Selbstsperrdifferentials simuliert). Dies
führt zur Steigerung der
Drehmomentübertragung auf das nicht
durchrutschende Rad. Diese Funktion
bleibt auch in dem Fall aktiv, in dem die
Betriebsart „Systeme teilweise
deaktiviert” und „Systeme deaktiviert”
angewählt werden (siehe Angaben auf
den folgenden Seiten).
Auslösung des Systems
Das Eingreifen des Systems wird durch
eine Kontrollleuchte
in der
Instrumententafel angezeigt, um den
Fahrer darüber zu informieren, dass
sich das Fahrzeug in einem kritischen
Zustand, hinsichtlich der Stabilität und
Bodenhaftung befindet.
47) 48) 49) 50) 51)
PBA-SYSTEM (Panic
Brake Assist)
Der PBA-System wurde entwickelt, um
die Bremsleistung des Fahrzeugs
während einer Notbremsung zu
optimieren.
Das System erkennt den
Notbremsvorgang, überwacht die
Geschwindigkeit und die Kraft, mit der
das Bremspedal nieder getreten wird
und dem entsprechend wird auch der
optimale Druck auf die Bremsen
übertragen. Dies hilft bei der Verkürzung
der Bremswege: Das PBA-System
ergänzt somit das ABS-System.
Die beste Assistenz erhält man vom
PBA-System, wenn man das
Bremspedal schnell betätigt. Damit das
System wirksam ist, muss das
Bremspedal während des Vorgangs
ständig und nicht intermittierend nieder
getreten werden. Den Druck auf das
Bremspedal so lange nicht verringern,
bis dass die Bremse nicht mehr
benötigt wird.
Das PBA-System wird deaktiviert, wenn
das Bremspedal losgelassen wird.
52) 53) 54)
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ZUR BEACHTUNG
35)Bei Eingreifen des ABS-Systems
pulsiert das Bremspedal: An dieser Stelle
nicht den Druck auf das Pedal verringern,
sondern es ohne Zögern weiter gedrückt
halten. Auf diese Weise wird das Fahrzeug,
so schnell es die Straßenbedingungen
erlauben, zum Stehen gebracht.
36)Für die maximale Wirksamkeit der
Bremsanlage ist eine Einlaufzeit von
ungefähr 500 km notwendig: In dieser Zeit
sind starke, wiederholte oder lang
anhaltende Bremsvorgänge zu vermeiden.
37)Wenn das ABS anspricht, zeigt dies an,
dass die Haftgrenze der Reifen auf dem
Straßenbelag den Grenzbereich erreicht
hat: Sie müssen also langsamer fahren und
die Fahrt der gegebenen Haftfähigkeit
anpassen.
38)Das ABS-System ist selbstverständlich
nicht imstande, die physischen Gesetze
oder die durch den Zustand des
Straßenmantels erreichte Haftung zu
verändern.
39)Das ABS-System kann keine Unfälle
verhindern, auch nicht diejenigen, die auf
eine zu schnelle Kurvenfahrt, auf Fahren
auf Straßen mit schlechter Bodenhaftung
oder auf Aquaplaning zurückzuführen sind
40)Die Leistungen des ABS-Systems
dürfen nie auf eine unverantwortliche und
gefährliche Weise getestet werden: Die
Sicherheit des Fahrers, der
Fahrzeuginsassen und der anderen
Verkehrsteilnehmer darf nie in Frage gestellt
werden.41)Für die korrekte Betriebsweise des
ABS-Systems ist es unabdingbar, dass die
Reifen an allen Rädern derselben Marke
und Typs und in perfektem Zustand sind,
vor allem müssen sie dem
vorgeschriebenen Typ und Größe
entsprechen.
42)Das ESC-System ist selbstverständlich
nicht imstande, die physischen Gesetze
oder die durch den Zustand des
Straßenmantels erreichte Haftung zu
verändern.
43)Das ESC-System kann keine Unfälle
verhindern, auch nicht diejenigen, die auf
eine zu schnelle Kurvenfahrt, auf Fahren
auf Straßen mit schlechter Bodenhaftung
oder auf Aquaplaning zurückzuführen sind.
44)Die Leistungen des ESC-Systems
dürfen nie auf eine unverantwortliche und
gefährliche Weise getestet werden: Die
Sicherheit des Fahrers, der
Fahrzeuginsassen und der anderen
Verkehrsteilnehmer darf nie in Frage gestellt
werden.
45)Für die korrekte Betriebsweise des
ESC-Systems ist es unabdingbar, dass alle
Reifen von derselben Marke und desselben
Typs und in perfektem Zustand sind, vor
allem müssen sie dem vorgeschriebenen
Typ und der Größe entsprechen.
46)Die Leistungen des ESC-Systems
dürfen den Fahrer nicht zu unnötigen und
ungerechtfertigten Risiken verleiten. Die
Fahrweise muss an die Bedingungen der
Straße, die Sicht und den Verkehr
angepasst werden. Die Verantwortung für
die Verkehrssicherheit obliegt immer und
überall dem Fahrer.47)Für die korrekte Betriebsweise des
TC-Systems ist es unabdingbar, dass alle
Reifen von derselben Marke und desselben
Typs und in perfektem Zustand sind, vor
allem müssen sie dem vorgeschriebenen
Typ und der Größe entsprechen.
48)Die Leistungen des TC-Systems dürfen
den Fahrer nicht zu unnötigen und
ungerechtfertigten Risiken verleiten. Die
Fahrweise muss an die Bedingungen der
Straße, die Sicht und den Verkehr
angepasst werden. Die Verantwortung für
die Verkehrssicherheit obliegt immer und
überall dem Fahrer.
49)Das TC-System ist selbstverständlich
nicht imstande, die physischen Gesetze
aufzuheben oder die durch den Zustand
des Straßenmantels gegebene
Bodenhaftung zu verbessern.
50)Das TC-System kann keine Unfälle
verhindern, auch nicht diejenigen, die auf
eine zu schnelle Kurvenfahrt, auf Fahren
auf Straßen mit schlechter Bodenhaftung
oder auf Aquaplaning zurückzuführen sind
51)Die Leistungen des TC-Systems dürfen
nie auf unverantwortliche und gefährliche
Weise getestet werden: Die eigene
Sicherheit und die Dritter dürfen nie
gefährdet werden.
52)Das PBA-System ist selbstverständlich
nicht imstande, die physischen Gesetze
aufzuheben oder die durch den Zustand
des Straßenmantels gegebene
Bodenhaftung zu verbessern.
53)Das PBA-System kann keine Unfälle
verhindern, auch nicht diejenigen, die auf
eine zu schnelle Kurvenfahrt, auf Fahren
auf Straßen mit schlechter Bodenhaftung
oder auf Aquaplaning zurückzuführen sind.
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54)Die Leistungen des Bremsassistenten
dürfen nie auf unverantwortliche und
gefährliche Weise getestet werden, durch
die die Sicherheit des Fahrers, der
Fahrzeuginsassen und der anderen
Verkehrsteilnehmer gefährdet werden kann.
55)Das Hill Holder-System ist keine
Feststellbremse, daher darf das Fahrzeug
nicht verlassen werden, ohne dass die
Feststellbremse gezogen, der Motor
abgestellt und der erste Gang eingelegt
sind (beachten Sie hierzu die Angaben in
den Abschnitten „Beim Parken” im Kapitel
„Anlassen und Fahren”).
56)Bei geringen Gefällen (unter 8 %)
könnte sich die Berg-Anfahrhilfe bei voll
beladenem Fahrzeug nicht aktivieren und
eine leichte rückwärtige Bewegung
verursachen, was ein Risiko eines Aufpralls
auf ein anderes Fahrzeug oder Hindernis
darstellen könnte. Die Verantwortung für
die Verkehrssicherheit obliegt immer und
überall dem Fahrer.
57)Die Leistungen eines mit ERM
ausgestatteten Fahrzeugs dürfen nie auf
gefährliche Weise erprobt werden, das dies
die Sicherheit des Fahrers und der
Insassen in Frage stellen könnte.
58)Beim Fahren mit Anhänger ist
maximale Vorsicht geboten. Niemals die
zulässigen Höchstlasten überschreiten
(siehe Abschnitt „Gewichte” im Kapitel
"Technische Daten").
59)Das TSC-System ist nicht imstande,
das Schleudern eines beliebigen
Anhängers zu vermeiden. Schaltet sich das
System während der Fahrt ein, die
Geschwindigkeit reduzieren, das Fahrzeug
an sicherer Stelle anhalten und die Ladung
korrekt sichern, um ein Schlingern des
Anhängers zu verhindern.FAHRER-
ASSISTENZSYSTEME
FULL BRAKE CONTROL
SYSTEM
(wo vorhanden)
60) 61) 62) 63)
26) 27) 28) 29) 30) 31) 32) 33) 34)
Das Full Brake Control System ist eine
HILFSFUNKTION während der Fahrt,
die dem Fahrer hilft, Auffahrunfälle auf
vorausfahrende Fahrzeuge zu
vermeiden.
Es ersetzt den Fahrer nicht, dieser ist
angehalten, einen ausreichenden
Sicherheitsabstand zu wahren und die
Fahrzeuggeschwindigkeit den
Verkehrsbedingungen sowie der Sicht
und dem Wetter anzupassen, auch
wenn das System eingeschaltet ist.
NICHT mit der Verringerung der
Geschwindigkeit warten, bis das
Auffahrwarnsystem aktiv wird: wenn
das Durchtreten des Bremspedals
seitens des Fahrers nicht ausreicht,
können Unfälle entstehen.
Das Full Brake Control System erfasst
das Vorhandensein von Fußgängern,
Tieren und anderen Hindernissen sowie
von entgegenkommenden Fahrzeugen
nicht, die in Querrichtung der
Fahrtrichtung ankommen.Das Full Brake Control System ist mit
einem Radar ausgestattet, der sich in
der vorderen Stoßstange
Abb. 61 befindet.
Im Falle einer drohenden Kollision kann
das System eingreifen, indem das
Fahrzeug abgebremst wird, um den
Zusammenstoß zu verhindern oder die
Auswirkungen abzuschwächen.
Das System liefert dem Fahrer bei
Erkennung eines Kollisionsrisikos
akustische und optische Signale durch
die Anzeige entsprechender
Displaymitteilungen der
Instrumententafel. Die Warnungen
haben den Zweck, eine rechtzeitige
Reaktion des Fahrers zu ermöglichen,
um einen potenziellen Unfall zu
verhindern oder abzuschwächen.
61P2000076-000-000
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SICHERHEIT
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Erkennt das System keinerlei Eingreifen
des Fahrers, kann es durch
automatisches Abbremsen und
Abschwächung eines möglichen Unfalls
eingreifen (automatische Bremsung).
Wird eine Betätigung des Bremspedals
durch den Fahrer ermittelt, die jedoch
nicht ausreichend ist, greift das System
ein und optimiert die Antwort der
Bremsanlage, indem es die
Fahrzeuggeschwindigkeit noch stärker
zu drosselt (zusätzliche Assistenz beim
Bremsen).
Versionen mit Start&Stop-System:
Am Ende des automatischen
Bremsvorgangs, aktiviert sich das
Start&Stop-System wie im Abschnitt
"Start&Stop-System” im Kapitel
„Anlassen und Fahren” beschrieben.
Versionen mit Schaltgetriebe:Am
Ende des automatischen
Bremsvorgangs könnte der Motor
abwürgen und abschalten, es sei denn,
der Fahrer betätigt das
Kupplungspedal.
Versionen mit Automatikgetriebe:
Nach einem Bremsvorgang bleibt der
zuletzt eingelegte Gang gespeichert.
Das Fahrzeug kann einige Sekunden
nach dem automatischen Abstellen
wieder in Gang gesetzt werden.ZUR BEACHTUNG Nach dem Stillstand
des Fahrzeugs können die Bremsen ca.
2 Sekunden lang aus
Sicherheitsgründen blockiert sein.
Vorsicht, das Bremspedal treten, sollte
das Fahrzeug leicht vor rollen.
Ein-/Ausschalten
Das Full Brake Control System kann
über das Menü der Instrumententafel
aus- und wieder eingeschaltet werden.
ANMERKUNG Mit demUconnect™
5"-System werden einige
Menüoptionen auf dem Display dieser
Vorrichtung und nicht auf dem Display
der Instrumententafel angezeigt
(Querverweis auf die Angaben im
Kapitel über Multimedia oder in der
online verfügbaren Ergänzung).
Es ist möglich, das Abschalten des
Systems auch durchzuführen, wenn der
Anlasser auf MAR steht.
ZUR BEACHTUNG Die Änderung des
Systemstatus ist nur bei stehendem
Fahrzeug möglich.
Das Full Brake Control System kann
über das Menü anhand einer der
folgenden drei Optionen eingestellt
werden:
System eingeschaltet: Das (aktive)
System kann neben akustischen und
optischen Warnungen die automatische
Bremsung und die zusätzliche
Assistenz beim Bremsen, falls der
Fahrer nicht ausreichend stark im Falle
eines drohenden Aufpralls auf das
vorausfahrende Fahrzeug abbremst;
System teilweise eingeschaltet: Das
(aktive) System liefert nicht die
akustischen und optischen Warnungen,
kann jedoch die automatische
Bremsung oder die zusätzliche
Assistenz beim Bremsen bieten, falls
der Fahrer nicht ausreichend stark im
Falle eines drohenden Aufpralls auf das
vorausfahrende Fahrzeug abbremst;
System ausgeschaltet: Das System
liefert weder akustische noch optische
Warnungen, und auch keine
automatische Bremsung und keine
zusätzliche Assistenz beim Bremsen.
Das System liefert keine Warnungen vor
möglichen Unfallgefahren.
Aktivierung/Deaktivierung
Wurde die Full Brake Control korrekt
über das Menü eingeschaltet, ist es bei
jedem Motorstart aktiv.
Nach einer Deaktivierung warnt das
System den Fahrer nicht mehr vor
einem möglichen Unfall mit dem
vorausfahrenden Fahrzeug.
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Der Deaktivierungszustand des
Systems bleibt beim Ausschalten des
Motors nicht gespeichert. Wenn das
System beim Ausschalten des Motors
deaktiviert ist, ist es beim
nachfolgenden Anlassen des Motors
wieder aktiv.
Bei Geschwindigkeiten unter 7 km/h
oder über 200 km/h ist das System
nicht aktiv.
Das System ist also nur aktiv, wenn:
Es über das Menü korrekt
eingeschaltet wurde;
Die Startvorrichtung auf MAR steht.
Fahrzeuggeschwindigkeit zwischen
7 und 200 km/h liegt;
Sicherheitsgurte der Vordersitze
angeschnallt.
Änderung der Empfindlichkeit des
Systems
Über das Menü kann die
Empfindlichkeit des Systems unter einer
der folgenden drei Optionen gewählt
werden: „Nah”, „Mittel” oder „Fern”. Zur
Veränderung der Einstellung siehe die
Angaben in der Ergänzung
Uconnect™ 5".
Die standardmäßige Einstellung ist
„Nah”. Diese Einstellung sieht vor, dass
das System den Fahrer vor einem
Aufprall auf das vorfahrende Fahrzeug
warnt, wenn dieses sich in einem
geringen Abstand befindet.Diese Einstellung bietet dem Fahrer eine
im Vergleich zu den Einstellungen
„Mittel” und „Fern” geringere
Reaktionszeit im Falle einer potentiellen
Aufprallgefahr, ermöglicht jedoch einen
dynamischeren Fahrstil des Fahrzeugs.
Wird die Empfindlichkeit auf „Fern”
geändert, warnt das System den Fahrer
vor einem möglichen Aufprall auf das
vorausfahrende Fahrzeug aus einem
größeren Abstand. Auf diese Weise hat
der Fahrer die Möglichkeit einer
sanfteren Beibremsung. Diese
Einstellung lässt dem Fahrer die
maximal mögliche Reaktionszeit, um
einen möglichen Unfall zu verhindern.
Bei Änderung der Einstellung auf
„Mittel“ warnt das System den Fahrer
im Falle einer Aufprallgefahr mit dem
vorfahrenden Fahrzeug, wenn ersteres
sich in einem Standardabstand
befindet, der zwischen den beiden
anderen Einstellungen liegt. Die
Einstellung der Empfindlichkeit des
Systems bleibt nach Abschalten des
Motors weiterhin gespeichert.
Fehleranzeige des Systems
Schaltet das System aus und wird eine
entsprechende Meldung am Display
eingeblendet, deutet dies auf einen
Fehler im System hin.In diesem Fall kann das Fahrzeug zwar
gefahren werden, aber es ist
empfehlenswert, sich so schnell wie
möglich an das Fiat-Servicenetz zu
wenden.
Radarsignale nicht verfügbar
Sollten Bedingungen eintreten, die
keine korrekte Erkennung von
Hindernissen durch das Radar
ermöglichen, wird das System
deaktiviert und am Display erscheint
eine entsprechende Meldung. Das kann
bei schlechten Sichtverhältnissen wie
Schneefall oder heftigem Regen der Fall
sein.
Das System kann vorübergehend auch
durch Hindernisse wie Schlamm,
Schmutz oder Eis auf den Stoßfängern
abgedunkelt werden. In diesen Fällen
wird auf dem Display eine
entsprechende Meldung eingeblendet
und das System deaktiviert. Diese
Meldung kann auch bei hohen
Reflexionen erscheinen (z. B. in Tunneln
mit reflektierenden Fliesen oder bei Eis
oder Schnee). Sind die
Funktionseinschränkungen beseitigt,
kehrt das System zu seiner normalen
und uneingeschränkten Funktion
zurück.
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SICHERHEIT