ABS JEEP PATRIOT 2020 Betriebsanleitung (in German)
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tet. So kann der Airbag je nach Härte und Art
des Aufpralls mit unterschiedlicher Ge-
schwindigkeit aufgeblasen werden.
Bitte beachten Sie genau alle Informationen
und Hinweise in diesem Abschnitt. Sie erfah-
ren, wie Sie die Sicherheitsgurte korrekt anle-
gen und sich und Ihre Passagiere auf bestmög-
liche Weise schützen.
WARNHINWEISE!
Bei einem Unfall können Sie und Ihre Passa-
giere deutlich schwerer verletzt werden, wenn
die Sicherheitsgurte nicht korrekt oder über-
haupt nicht angelegt wurden. Es kann zu
Kollisionen mit Teilen im Fahrzeuginnenraum
oder mit anderen Passagieren kommen oder
Sie können aus dem Fahrzeug geschleudert
werden. Achten Sie immer darauf, dass Sie
und Ihre Mitfahrer den Sicherheitsgurt korrekt
angelegt haben.
Legen Sie grundsätzlich vor jeder Fahrt den
Sicherheitsgurt an, selbst wenn Sie ein sehr
sicherer Fahrer sind. Dies gilt auch für kurze
Fahrten. Ein anderer Verkehrsteilnehmer istmöglicherweise ein schlechter Fahrer und
verursacht einen Unfall, in den Sie verwickelt
werden. Dies kann Ihnen direkt vor der Haustür
ebenso zustoßen wie auf längeren Reisen.
Die Erkenntnisse der Unfallforschung bewei-
sen, dass der Sicherheitsgurt Leben retten und
die Schwere der Verletzungen bei einem Unfall
deutlich verringern kann. Die gefährlichsten
Verletzungen werden verursacht, wenn die
Fahrzeuginsassen aus dem Fahrzeug ge-
schleudert werden. Sicherheitsgurte schützen
davor, aus dem Fahrzeug geschleudert zu wer-
den und verringern die Gefahr, mit Teilen im
Fahrzeuginnenraum zu kollidieren. Jede Per-
son in einem Fahrzeug muss stets angegurtet
sein.
Dreipunkt-AutomatikgurteAlle Sitze in Ihrem Fahrzeug sind mit Dreipunkt-
Automatikgurten ausgestattet.
Die Rückhalteautomatik (Gurtaufroller) arretiert
den Gurt bei plötzlichem, starkem Abbremsen
oder einem Unfall. Dadurch lässt sich der
Schultergurt unter normalen Bedingungen frei
bewegen. Bei einem Unfall dagegen strafft sich
der Gurt und verringert die Gefahr, gegen Teileim Fahrzeuginnenraum zu stoßen oder aus
dem Fahrzeug geschleudert zu werden.
WARNHINWEISE!
•Es ist gefährlich, Personen auf der Lade-
fläche eines Fahrzeugs innen oder außen
zu befördern. Bei einem Unfall besteht für
diese Fahrzeuginsassen eine erheblich
größere Gefahr, schwer verletzt oder getö-
tet zu werden.
•Transportieren Sie in Ihrem Fahrzeug nie-
mals Personen, für die keine Sitzplätze und
keine Sicherheitsgurte vorhanden sind.
•Während einer Fahrt müssen grundsätzlich
alle Insassen einen Sitzplatz einnehmen
und den Sicherheitsgurt angelegt haben.
•Ein nicht korrekt angelegter Sicherheitsgurt
ist gefährlich. Die Sicherheitsgurte sind so
konstruiert, dass sie die stärksten Teile des
menschlichen Skeletts umschließen. Dies
sind die stabilsten Teile des Körpers, die
die Kräfte, die bei einem Unfall auftreten,
am besten aufnehmen können.
(Fortsetzung)
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Ausrichten eines verdrehten
Dreipunktgurts
Gehen Sie zum Ausrichten eines verdrehten
Dreipunktgurts wie folgt vor.
1. Positionieren Sie die Schlosszunge so nahe
wie möglich am Verankerungspunkt.
2. Fassen Sie das Gurtband ca. 15 bis 30 cm
(6 bis 12 Zoll) über der Schlosszunge und
drehen Sie es um 180 Grad, um so eine Falte
zu bilden, die direkt über der Schlosszunge
beginnt.
3. Die Schlosszunge nach oben über das ge-
faltete Gurtband schieben. Das gefaltete Gurt-
band muss in den Schlitz über der Schloss-
zunge eingeschoben werden.
4. Die Schlosszunge weiter nach oben schie-
ben, bis sie aus dem gefalteten Gurt freikommt.
Beifahrer-SicherheitsgurteDie Beifahrer-Sicherheitsgurte besitzen automa-
tisch sperrende Gurtaufroller (ALR), die zur Be-
festigung eines Kinder-Rückhaltesystems ver-
wendet werden. Weitere Informationen finden Sie
unterEinbau von Kinder-Rückhaltesystemen
mithilfe der Sicherheitsgurte des FahrzeugsimAbschnittKinder-Rückhaltesystem. In der Ta-
belle unten ist der Funktionstyp für jede Sitzposi-
tion definiert.
Fahrer Mitte Fahrgast
Erste Sitz-
reihenicht zu-
treffendnicht zu-
treffendALR
Zweite
SitzreiheALR ALR ALR
•Nicht zutreffend
•ALR – automatisch sperrender Gurtaufroller
Wenn der Beifahrersitz mit einem automatisch
sperrenden Gurtaufroller (ALR) ausgestattet ist
und normal verwendet wird:
Das Gurtband nur so weit herausziehen, dass
es am Körper bequem anliegt, damit der auto-
matisch sperrende Gurtaufroller (ALR) nicht
aktiviert wird. Wenn der automatisch sperrende
Gurtaufroller (ALR) aktiviert wird, hören Sie
beim Aufrollen des Gurts ein ratschendes Ge-
räusch. In diesem Fall lassen Sie das Gurtband
vollständig in den Aufroller gleiten und ziehen
es anschließend nur so weit heraus, dass esbequem am Körper anliegt. Schieben Sie die
Schlosszunge ins Gurtschloss, bis Sie einKli-
ckenhören.Automatisch sperrende
Gurtaufrollfunktion (ALR) – Je nach
Ausstattung
In dieser Betriebsart wird der Schultergurt au-
tomatisch vorgesperrt. Der Gurt wird anschlie-
ßend noch so weit in den Aufroller gezogen,
dass er straff anliegt. Die automatische Gurt-
sperre ist für alle Beifahrersitze mit Dreipunkt-
Automatikgurt verfügbar. Verwenden Sie die
automatische Gurtsperre immer dann, wenn
ein Kindersitz auf einer Sitzposition angebracht
ist, die über diese Funktion verfügt. Kinder bis
12 Jahre sollten während der Fahrt immer hin-
ten sitzen und vorschriftsmäßig angeschnallt
sein.
So aktivieren Sie die automatische
Gurtsperre
1. Den Dreipunktgurt anschnallen.
2. Den Schulterabschnitt fassen und nach un-
ten ziehen, bis der gesamte Gurt herausgezo-
gen ist.
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3. Lassen Sie den Gurt zurück in den Aufroller
gleiten. Beim Aufrollen des Gurtes ist ein Klick-
geräusch hörbar. Dies zeigt an, dass die auto-
matische Gurtsperre aktiviert ist.
So deaktivieren Sie die automatische
Gurtsperre
Öffnen Sie das Gurtschloss des Dreipunktgurts
und lassen Sie ihn vollständig in den Aufroller
gleiten. Dadurch wird die automatische Gurt-
sperre deaktiviert und die normale Sperrfunk-
tion ist wieder verfügbar.
WARNHINWEISE!
•Sicherheitsgurt und Aufrollvorrichtung
muss ausgetauscht werden, wenn die
Sicherheitsgurt-FunktionAutomatisch
sperrender Gurtaufrolleroder eine andere
Sicherheitsgurt-Funktion bei einer Über-
prüfung anhand der Verfahren im Werk-
statthandbuch nicht korrekt funktioniert.
•Werden Gurt und Aufrollvorrichtung nicht
ersetzt, kann dies zu einem erhöhten Ver-
letzungsrisiko bei einer Kollision führen.
GurtstrafferDie Sicherheitsgurte der beiden Vordersitze
sind mit Gurtstraffern ausgerüstet, die bei ei-
nem Unfall ein zu lockeres Anliegen des Gurts
verhindern sollen. Die Gurtstraffer können die
Schutzfunktion des Sicherheitsgurts erhöhen,
indem sie im Anfangsstadium eines Unfalls
sicherstellen, dass der Sicherheitsgurt eng am
Fahrgast anliegt. Die Gurtstraffer funktionieren
bei Fahrgästen aller Größen einschließlich de-
nen in Kinder-Rückhaltesystemen.
HINWEIS:
Gurtstraffer sind allerdings kein Ersatz für
einen korrekt angelegten Sicherheitsgurt.
Der Sicherheitsgurt ist eng anliegend und in
der korrekten Lage zu tragen.
Die Gurtstraffer werden durch das
Rückhaltesysteme-Steuergerät ausgelöst. Wie
die Airbags sind die Gurtstraffer nur einmal
verwendbar. Ein ausgelöster Gurtstraffer oder
Airbag muss sofort ausgetauscht werden.
Zusätzliche aktive Kopfstützen
(AHR)
Bei diesen Kopfstützen handelt es sich um
passive, schwenkbare Bauteile. Fahrzeuge mitdieser Ausstattung sind nicht ohne Weiteres
anhand von Markierungen zu erkennen, son-
dern nur durch eine Sichtprüfung der Kopf-
stütze. Die Kopfstütze hat zwei Hälften, wobei
die vordere Hälfte aus weichem Schaumstoff
und die hintere Hälfte aus dekorativem Kunst-
stoff besteht.
Wie funktioniert die aktive Kopfstütze
(AHR)?
Das Rückhaltesystem-Steuergerät (ORC) be-
stimmt, ob die Schwere oder die Art des Heck-
aufpralls ein Auslösen der aktiven Kopfstützen
(AHR) erfordern. Wenn bei einem Heckaufprall
eine Auslösung erfolgen muss, werden die
aktiven Kopfstützen sowohl des Fahrer- als
auch die Beifahrersitzes ausgelöst.
Wenn eine aktive Kopfstütze bei einem Heck-
aufprall ausgelöst wird, bewegt sich die vor-
dere Hälfte der Kopfstütze nach vorn, um den
Abstand zwischen Hinterkopf und aktiver Kopf-
stütze zu minimieren. Dieses System trägt dazu
bei, mögliche Verletzungen des Fahrers und
des Beifahrers bei bestimmten Unfällen mit
Heckaufprall zu verhindern oder zumindest de-
ren Schwere zu vermindern.
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Zusätzlicher Seiten-Airbag (SABIC)
Neben der Karosserie können Seiten-Airbags
bei einem Seitenaufprall und bei einem Über-
schlag des Fahrzeugs den Insassen auf den
äußeren Sitzplätzen zusätzlichen Schutz bie-
ten. Jeder Airbag verfügt in Kopfhöhe der
außen sitzenden Insassen über Kammern, die
sich bei einem Seitenaufprall entfalten und
dadurch die Gefahr von Kopfverletzungen sen-
ken. Die SABIC-Airbags entfalten sich nach
unten und decken beide Fenster auf der Auf-
prallseite ab.HINWEIS:
•Falls sich das Fahrzeug überschlägt, wer-
den möglicherweise die Gurtstraffer und/
oder die Seiten-Airbags (SAB und SABIC)
auf beiden Seiten des Fahrzeugs ausge-
löst.
•Die Airbag-Abdeckungen fallen in den In-
nenverkleidungen möglicherweise nicht
auf, doch sie öffnen sich beim Auslösen
des Airbags.
•Wenn Ihr Abstand zu den SAB- und
SABIC-Airbags während der Auslösung
zu klein ist, könnten Sie sich ernsthaft
verletzen oder getötet werden.
Zum System gehören Seitenaufprallsensoren,
die sich neben den Vorder- und Rücksitzen
befinden und die so kalibriert sind, dass sie die
Seiten-Airbags erst auslösen, wenn die Härte
des Aufpralls dies erforderlich macht.WARNHINWEISE!
•Wenn Ihr Fahrzeug mit zusätzlichen
Seiten-Airbags ausgerüstet ist, dürfen Ge-
päck oder Ladung nicht so hoch gestapelt
werden, dass sie die Entfaltung der Seiten-
Airbags behindern. Der Bereich der Seiten-
Airbags muss frei von allen Hindernissen
bleiben.
•Verwenden Sie keine zusätzlichen Sitzbe-
züge und legen Sie keine Gegenstände
zwischen sich und die Seiten-Airbags. Die
Entfaltung des Airbags kann dadurch be-
hindert werden und/oder die Gegenstände
können gegen Sie gedrückt werden und
schwere Verletzungen verursachen.
Knieschutzpolster
Die Knieschutzpolster schützen die Knie von
Fahrer und Beifahrer und sorgen dafür, dass
sie sich in einer Position befinden, in der die
erweiterten Front-Airbags die beste Schutzwir-
kung haben.
Anbringungsort des Aufklebers für den
seitlichen Kopf-Airbag
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Zusammen mit den Sicherheitsgurten, den
Gurtstraffern und der Knieschutzpolsterung un-
terhalb der Instrumententafel bilden die erwei-
terten Front-Airbags den bestmöglichen
Schutz vor Verletzungen für Fahrer und Beifah-
rer. Die Seiten-Airbags tragen gemeinsam mit
den Sicherheitsgurten zu einem verbesserten
Schutz der Fahrzeuginsassen bei.
Mithilfe einiger einfacher Maßnahmen können
Sie die Verletzungsgefahr durch einen ausge-
lösten Airbag auf ein Minimum reduzieren:
1.Kinder bis 12 Jahre müssen während der
Fahrt immer hinten sitzen und angeschnallt
sein.
WARNHINWEISE!
Kinder-Rückhaltesysteme, in denen das Kind
mit Blickrichtung nach hinten untergebracht
wird, dürfen niemals auf dem Vordersitz eines
Fahrzeugs mit erweitertem Front-Airbag mon-
tiert werden. Bei Auslösung des Beifahrer-
Airbags besteht die Gefahr, dass der Airbag
dem Kind schwere oder sogar lebensgefähr-
liche Verletzungen zufügt.
Kinder, die zum Anlegen des normalen Sicher-
heitsgurts im Fahrzeug noch zu klein sind (siehe
Abschnitt über Kinder-Rückhaltesysteme), sind
auf dem Rücksitz in den entsprechenden Kinder-
Rückhaltesystemen oder mithilfe von Sitzerhö-
hungskissen zu sichern. Ältere Kinder, die für
Kinder-Rückhaltesysteme oder Sitzerhöhungs-
kissen bereits zu groß sind, sind mit dem norma-
len Dreipunkt-Sicherheitsgurt auf dem Rücksitz
anzuschnallen. Kindern niemals erlauben, den
Schultergurt hinter dem Rücken oder unter dem
Arm zu tragen.
Beachten Sie beim Einbau des Kinder-
Rückhaltesystems die Hinweise des Herstellers
genau, um die optimale Schutzwirkung sicher-
zustellen.
2.Während der Fahrt müssen alle Insassen
immer altersgerecht gesichert bzw. ange-
schnallt sein.
3.Fahrer- und Beifahrersitz so weit wie je-
weils sinnvoll nach hinten schieben, um den
erweiterten Front-Airbags ausreichend Ent-
faltungsraum zu geben.
4.Nicht gegen die Tür oder das Fenster
lehnen. Wenn Ihr Fahrzeug mit Seiten-Airbags ausgestattet ist und diese ausge-
löst werden, blasen sich die Airbags mit
Gewalt in den Spalt zwischen Ihnen und der
Tür.
5.Wenn die Airbags in Ihrem Fahrzeug für
die Bedürfnisse einer körperbehinderten
Person abgeändert werden müssen, wen-
den Sie sich bitte an das Kundencenter.
Telefonnummern finden Sie unterKunden-
dienst.WARNHINWEISE!
•Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf
die Schutzwirkung des Airbags, sonst kön-
nen Sie bei einer Kollision schwer verletzt
werden. Der Airbag bietet Ihnen nur zu-
sammen mit dem Sicherheitsgurt den best-
möglichen Schutz vor Verletzungen. Bei
manchen Kollisionen werden die Airbags
überhaupt nicht ausgelöst. Legen Sie da-
her auch bei vorhandenem Airbag immer
den Sicherheitsgurt an.
(Fortsetzung)
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WARNHINWEISE!(Fortsetzung)
•Wenn Sie sich bei der Auslösung des er-
weiterten Front-Airbags zu nah am Lenkrad
bzw. an der Instrumententafel befinden,
können Sie schwer oder sogar lebensge-
fährlich verletzt werden. Die Airbags brau-
chen Platz, um sich zu entfalten. Lehnen
Sie sich in aufrechter Haltung bequem zu-
rück, sodass Sie Lenkrad und Instrumen-
tentafel noch gut erreichen können.
•Auch die Seiten-Airbags brauchen Platz,
um sich zu entfalten. Nicht gegen die Tür
oder das Fenster lehnen. Sitzen Sie auf-
recht in der Mitte des Sitzes.
Airbag-Sensoren und Steuergeräte
Rückhaltesysteme-Steuergerät (ORC)
DasRückhaltesysteme-Steuergerät (ORC)
ist Teil des für dieses Fahrzeug gesetzlich
vorgeschriebenen Insassenschutzsystems.
Das ORC bestimmt, ob ein Auslösen der Front-
und/oder Seiten-Airbags bei einem Frontal-
oder Seitenaufprall erforderlich ist. Basierend
auf den Signalen der Aufprallsensoren zurHärte und Art des Aufpralls löst das ORC bei
Bedarf die erweiterten Front-Airbags, die
SABIC-Airbags, die zusätzlichen in den Sitzen
eingebauten Seiten-Airbags (je nach Ausstat-
tung) und die vorderen Gurtstraffer aus.
Die erweiterten Front-Airbags sind so konstru-
iert, dass sie die Sicherheitsgurte bei bestimm-
ten Frontalaufprallsituationen je nach Härte und
Art des Aufpralls unterstützen und so zusätzli-
che Sicherheit bieten. Die erweiterten Front-
Airbags können bei einem Heck- oder Seiten-
aufprall bzw. bei einem Überschlag das
Verletzungsrisiko nicht senken.
Die erweiterten Front-Airbags werden nicht bei
jedem Frontalaufprall ausgelöst, selbst wenn
das Fahrzeug hierbei stark beschädigt wird –
z. B. Kollisionen mit Pfählen, das Unterfahren
von Lkws und schräge Kollisionen. Anderer-
seits können die erweiterten Front-Airbags bei
Kollisionen, die zwar wenig Schaden hervorru-
fen, jedoch zu hohen Anfangsbeschleunigun-
gen führen, ausgelöst werden. Dies hängt von
der Art und Lage der Kollision ab.Die Seiten-Airbags werden nicht bei jedem
Seitenaufprall ausgelöst. Das Auslösen der
Seiten-Airbags hängt von der Härte und Art
des Aufpralls ab.
Da die Airbag-Sensoren die Verzögerung des
Fahrzeugs in Bezug auf die Zeit messen, sind
die Fahrgeschwindigkeit und der Schaden an
sich keine guten Indikatoren dafür, ob ein Air-
bag ausgelöst werden sollte oder nicht.
Außerdem bieten bei jedem Unfall auch die
Sicherheitsgurte wichtigen Schutz und halten
Sie in Position, also in ausreichendem Abstand
von einem ausgelösten Airbag.
Das Rückhaltesysteme-Steuergerät überprüft
außerdem bei jedem Einschalten der Zündung
(Stellung START oder ON/RUN) die Funktions-
bereitschaft der Elektronikbauteile des Airbag-
Systems. Wenn sich der Schlüssel in Stellung
OFF bzw. ACC befindet oder nicht im Zünd-
schloss eingesteckt ist, ist das Airbag-System
nicht eingeschaltet und die Airbags werden
nicht aufgeblasen.
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Das Rückhaltesysteme-Steuergerät ermittelt
anhand der Härte und Art des Aufpralls, ob ein
seitlicher Aufprall das Auslösen der Seiten-
Airbags erfordert.
Je nach der Härte und Art des Aufpralls kann
die Aufblaseinheit des Seiten-Airbags auf der
Aufprallseite des Fahrzeugs ausgelöst werden,
worauf sie eine bestimmte Menge nicht giftigen
Gases freigibt. Beim Aufblasen drückt sich der
Seiten-Airbag (SAB) durch die Naht im Sitzbe-
zug und entfaltet sich im Bereich zwischen
Passagier und Tür. Der Seiten-Airbag bläst sich
innerhalb von 10 Millisekunden auf. Der ausge-
löste Seiten-Airbag wird sehr schnell und mit so
hoher Kraft aufgeblasen, dass Sie verletzt wer-
den können, wenn Sie nicht die richtige Sitzhal-
tung eingenommen haben oder wenn sich Ge-
genstände in dem Bereich befinden, in dem
sich der Seiten-Airbag entfaltet. Dies gilt be-
sonders für Kinder.
Aufblaseinheiten der zusätzlichen
Seiten-Airbags (SABIC)
Bei Kollisionen, die auf einen bestimmten Be-
reich des Fahrzeugs begrenzt sind, kann das
Rückhaltesysteme-Steuergerät (ORC) je nach
Härte und Art des Aufpralls die SABIC-Airbagsauslösen. Dabei löst es nur die Seiten-Airbags
auf der Seite aus, die vom Aufprall betroffen ist.
Daraufhin wird eine große Menge an ungiftigem
Gas erzeugt und der seitliche Kopf-Airbag wird
aufgeblasen. Der seitliche Kopf-Airbag drückt
beim Aufblasen die Außenkante des Dachhim-
mels beiseite und deckt das Fenster ab. Der
Airbag wird in ca. 30 Millisekunden (etwa ei-
nem viertel Lidschlag) mit so hoher Kraft auf-
geblasen, dass Sie verletzt werden können,
wenn Sie nicht korrekt angeschnallt sind und
korrekt sitzen oder wenn sich Gegenstände in
dem Bereich befinden, in dem sich der seitli-
che Kopf-Airbag entfaltet. Dies gilt besonders
für Kinder. Der seitliche Kopf-Airbag ist in auf-
geblasenem Zustand nur ca. 9 cm dick (3
1/2 Zoll).
Da die Airbag-Sensoren die Verzögerung des
Fahrzeugs in Bezug auf die Zeit bemessen,
sind die Fahrgeschwindigkeit und der Schaden
keine guten Indikatoren dafür, ob ein Airbag
ausgelöst werden sollte oder nicht.HINWEIS:
Bei einem Überschlag des Fahrzeugs wer-
den möglicherweise die Gurtstraffer und/
oder Seiten-Airbags auf beiden Seiten des
Fahrzeugs ausgelöst.
Frontal- und Seitenaufprallsensoren
Bei Frontal- und Seitenaufprallsituationen kön-
nen die Aufprallsensoren dem ORC dabei hel-
fen, die richtige Reaktion auf den Aufprall zu
bestimmen.
Erweitertes Unfallschutzsystem
Bei einem Aufprall, der zu einem Auslösen des
Airbags führt und bei dem das Kommunikati-
onsnetzwerk sowie die Stromversorgung intakt
bleiben, bestimmt das Rückhaltesysteme-
Steuergerät (ORC) je nach Art des Ereignisses,
ob das erweiterte Unfallschutzsystem die fol-
genden Funktionen auslösen soll:
•Kraftstoffversorgung des Motors abschnei-
den.
•Die Warnblinkanlage aktivieren, solange die
Batterie geladen ist oder bis die Zündung
ausgeschaltet wird.
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•Die Innenraumleuchten einschalten, die so
lange eingeschaltet bleiben, wie die Batterie
über ausreichend Spannung verfügt oder
bis der Zündschlüssel abgezogen wird.
•Die Türen automatisch entriegeln.
Auslösung des Airbag-Systems
Die Front-Airbags sind so konstruiert, dass sie
sich unmittelbar nach dem Auslösen aufbla-
sen.
HINWEIS:
Die Front- bzw. Seiten-Airbags werden nicht
bei jedem Aufprall ausgelöst. Dies stellt
keine Fehlfunktion des Systems dar.
Bei einem Aufprall mit Auslösung der Airbags
kann Folgendes geschehen:
•Wenn der Airbag ausgelöst wird und sich
entfaltet, kann das Nylonmaterial des Air-
bags unter Umständen Abschürfungen und/
oder eine Rötung der Haut bei Fahrer und
Beifahrer hervorrufen. Die Scheuerstellenähneln leichten Abschürfungen, wie sie z. B.
beim Ausrutschen auf einem Teppich oder
auf dem Bodenbelag einer Sporthalle auftre-
ten können. Die Hautreizungen werden nicht
durch Kontakt mit Chemikalien hervorgeru-
fen. Es handelt sich nicht um bleibende
Verletzungen und normalerweise verschwin-
den sie nach kurzer Zeit wieder. Falls die
Haut wider Erwarten nach einigen Tagen
noch nicht abgeheilt ist oder sich Brandbla-
sen bilden, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
•Nach Auslösung der Airbags kann es zu
einer Art Rauchentwicklung kommen. Dies
ist das Ergebnis der chemischen Reaktion,
durch die das ungiftige Gas zum Aufblasen
der Airbags erzeugt wird. Diese Rauchparti-
kel können zu einer Reizung der Haut, Au-
gen oder der Nasen- und Rachenschleim-
häute führen. Bei Reizung der Haut oder
Augen mit kaltem Wasser spülen. Bei Rei-
zung der Nase oder des Rachens hilft dasEinatmen frischer Luft. Bei anhaltender Rei-
zung einen Arzt aufsuchen. Sollte Ihre Be-
kleidung durch Ablagerung von Rauchparti-
keln verschmutzt werden, die betroffenen
Kleidungsstücke nach den Anweisungen
des Bekleidungsherstellers reinigen.
Nachdem die Airbags ausgelöst wurden, darf
das Fahrzeug nicht mehr gefahren werden.
Sollten Sie in eine weitere Kollision verwickelt
werden, können die Airbags Sie nicht mehr
schützen.
WARNHINWEISE!Ausgelöste Airbags und Gurtstraffer haben
keine Schutzwirkung mehr. Die Airbags, die
Gurtstraffer und die Vordersitz-Gurtaufroller so-
fort durch einen Vertragshändler austauschen
lassen. Außerdem das Rückhaltesystem-
Steuergerät überprüfen lassen.
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Sitzerhöhungskissen sind für Kinder mit einem
Gewicht über 18 kg (40 lbs) vorgesehen, die
noch zu klein sind, um mit den Sicherheitsgur-
ten des Fahrzeugs korrekt gesichert zu wer-
den. Wenn das Kind nicht mit über dem Sitz-
polster des Fahrzeugsitzes angewinkelten
Beinen sitzen kann, während es mit dem Rü-
cken an der Rückenlehne anliegt, ist ein Sitz-
erhöhungskissen zu verwenden. Kindersitze
und Sitzerhöhungskissen werden mit dem
Dreipunkt-Automatikgurt im Fahrzeug befes-
tigt.
Größere Kinder
Kinder, die bereits groß genug zum Anlegen
des normalen Sicherheitsgurts sind, sind auf
dem Rücksitz unterzubringen und mit dem
Dreipunkt-Automatikgurt anzuschnallen. Hier-
bei gilt, dass die Beine des Kindes lang genug
sein müssen, um über die Sitzvorderkante ge-
beugt werden zu können. Außerdem muss das
Kind in der Lage sein, eine normale Sitzhaltung
mit Rückenkontakt zur Sitzlehne einzunehmen.
•Vergewissern Sie sich, dass das Kind auf-
recht sitzt.•Der Beckengurtabschnitt muss so tief und
eng wie möglich über den Hüften anliegen.
•Den Sitz des Sicherheitsgurts von Zeit zu
Zeit prüfen. Kinder sitzen ungern still und der
Gurt kann deshalb leicht verrutschen.
•Falls der Schultergurt am Gesicht oder Hals
des Kindes anliegt, das Kind weiter zur
Fahrzeugmitte setzen. Niemals zulassen,
dass ein Kind den Schultergurt unter einem
Arm oder hinter dem Rücken durchführt.
WARNHINWEISE!
•Ein falsch eingebautes Rückhaltesystem
kann seine Schutzfunktion nicht erfüllen.
Bei einem Aufprall kann es losgerissen
werden. Das Kind kann dadurch schwer
verletzt oder getötet werden. Beachten Sie
genau die Hinweise des Herstellers beim
Einbau des Kinder-Rückhaltesystems.
(Fortsetzung)
WARNHINWEISE!(Fortsetzung)
•Babyschalen, in denen das Kind mit Blick-
richtung nach hinten untergebracht ist, dür-
fen nur auf dem Rücksitz befestigt werden.
Bei einem auf dem vorderen Beifahrersitz
mit Blickrichtung nach hinten angebrachten
Kinder-Rückhaltesystem besteht die Ge-
fahr, dass bei einem Aufprall der Airbag
dem Kind schwere oder sogar lebensge-
fährliche Verletzungen zufügt.
Im Folgenden einige Hinweise für den Kauf
eines geeigneten Rückhaltesystems für Ihr
Kind:
•Überzeugen Sie sich vor dem Kauf eines
Rückhaltesystems davon, dass es eine amt-
liche Prüfplakette trägt, die bestätigt, dass
es allen gesetzlichen Sicherheitsbestimmun-
gen entspricht. Chrysler Group LLC emp-
fiehlt auch, vor dem Kauf die Einbaumöglich-
keit des Kindersitzes im Fahrzeug zu prüfen.
•Das Rückhaltesystem muss für das Gewicht
und die Größe Ihres Kindes ausgelegt sein.
Näheres zu Größen- und Gewichtsbegren-
zungen sind dem Aufkleber zu entnehmen.
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•Beachten Sie genau die Hinweise zum Ein-
bau des Rückhaltesystems. Das System bie-
tet bei falschem Einbau keinen Schutz.
•Das Kind im Kindersitz entsprechend den
Herstellerangaben sichern.
Einbau von Kinder-Rückhaltesystemen
mithilfe der Sicherheitsgurte des
Fahrzeugs
Die Beifahrer-Sicherheitsgurte besitzen auto-
matisch sperrende Gurtaufroller (ALR) zur Be-
festigung eines Kinder-Rückhaltesystems
(CRS). Diese Sicherheitsgurttypen sind so kon-
struiert, dass sich der Beckengurt fest um das
Kinder-Rückhaltesystem legt und keine Siche-
rungsklammer erforderlich ist. Der ALR macht
ein ratschendes Geräusch, wenn der Gurt voll-
ständig aus dem Gurtaufroller gezogen und
anschließend wieder vom Gurtaufroller aufge-
rollt wird. Weitere Informationen zum ALR siehe
unterAutomatische Gurtsperre. In der Tabelle
unten sind die Sitzplätze mit einem automa-
tisch sperrenden Gurtaufroller (ALR) oder einer
selbstsperrenden Schlosszunge aufgeführt.Fahrer Mitte Fahrgast
CRS-
Verriege-
lungCRS-
Verriege-
lungCRS-
Verriege-
lung
Erste
Sitzreihenicht zu-
treffendnicht zu-
treffendALR
Zweite
SitzreiheALR ALR ALR
•Nicht zutreffend
•ALR – automatisch sperrender Gurtaufroller
Montage eines Kinder-Rückhaltesystems mit ALR:
1. Zum Einbau eines Kinder-Rückhaltesystems
mit ALR genügend Gurtband aus dem Aufroller
ziehen, um es um das Rückhaltesystem legen
zu können. Dann die Schlosszunge in das
Gurtschloss einführen, bis einKlickenzu hö-
ren ist. Anschließend das gesamte Gurtband
aus dem Aufroller ziehen und dann wieder
aufrollen lassen. Beim Aufrollen des Gurts ist
ein ratschendes Geräusch zu hören. Dies zeigt
an, dass die automatisch sperrende Gurtauf-
rollfunktion aktiviert ist.
2. Zum Schluss den Beckengurtabschnitt um
das Kinder-Rückhaltesystem straff ziehen. Je-der Sicherheitsgurt lockert sich mit der Zeit,
deshalb den Gurt gelegentlich prüfen und bei
Bedarf nachstraffen.
•Unter Umständen kann es schwierig sein,
den Becken-/Schultergurt am Kindersitz auf
einem Rücksitz zu befestigen, weil das Gurt-
schloss oder die Schlosszunge zu dicht an
der Entriegelung des Rückhaltesystems ver-
laufen. Die Schlosszunge aus dem Gurt-
schloss lösen und das kurze Gurtende mit
dem Gurtschloss mehrmals drehen, um es
zu weiter zu verkürzen. Schlosszunge und
Gurtschloss so zusammenstecken, dass die
Entriegelungstaste außen liegt.
•Kann der Gurt immer noch nicht straff ange-
zogen werden oder hat sich der Gurt durch
Hin- und Herbewegen am Rückhaltesystem
gelockert, dann ist es unter Umständen er-
forderlich, die Schlosszunge aus dem Gurt-
schloss auszurasten, das Gurtschloss umzu-
drehen und die Schlosszunge wieder in das
Gurtschloss einzuführen. Sollte das Kinder-
Rückhaltesystem noch immer nicht sicher
befestigt sein, ist der zuvor beschriebene
Vorgang in einer anderen Sitzposition zu
wiederholen.
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