ABS Lancia Delta 2013 Betriebsanleitung (in German)
[x] Cancel search | Manufacturer: LANCIA, Model Year: 2013, Model line: Delta, Model: Lancia Delta 2013Pages: 295, PDF-Größe: 8.37 MB
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96KENNTNIS DES FAHRZEUGS
Abb. 57L0E0048m
NOTÖFFNUNG DER KOFFERRAUMKLAPPE Abb. 57
Gehen Sie, um die Kofferraumklappe bei Entladung der
Fahrzeugbatterie oder infolge einer Anomalie des elektri-
schen Schlosses der Heckklappe von innen öffnen zu kön-
nen, wie folgt vor (siehe „Erweiterung des Kofferraumes“)
❍ziehen Sie die hinteren Kopfstützen heraus;
❍kippen Sie die Rückenlehnen um;
❍betätigen Sie zur mechanischen Entriegelung der Klap-
pe vom Inneren des Kofferraumes den Hebel A.ERWEITERUNG DES GEPÄCKRAUMS
ZUR BEACHTUNG Wenn die Lehne des Rücksitzes nie-
dergeklappt wird, müssen zuvor unbedingt die hinteren Rol-
los der Hutablage ausgehängt werden (beachten Sie die spe-
zifischen Anweisungen im Abschnitt „Hutablage”).
Der geteilte Rücksitz ermöglicht die teilweise (1/3 oder 2/3)
oder vollständige Erweiterung des Gepäckraums Abb. 58.
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KENNTNIS DES FAHRZEUGS97
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Abb. 59L0E0049m
Für den Wiedereinbau fahren Sie folgendermaßen fort:
❍die Kopfstützen vollständig in die Rücksitze eindrücken;
❍stellen Sie sicher, dass die Sicherheitsgurte nicht verdreht
sind;
❍Das Rollo der Hutablage (für Versionen/Märkte, wo vor-
gesehen) von den Rückenlehnen entfernen (siehe An-
gaben unter Abschnitt „Hutablage” auf den folgenden
Seiten);
❍einen der Hebel A-Abb. 59 betätigen, um die gewünschte
Rückenlehne umzuklappen (um den Vorgang zu er-
leichtern, den Sitz mit dem Hebel B leicht nach vorne
verschieben, für Versionen/Märkte, wo vorgesehen).
Abb. 58L0E0110m
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Abb. 62L0E0295m
MOTORHAUBE
ÖFFNEN Abb. 62
Vorgehen:
❍den Hebel A in Pfeilrichtung ziehen;
❍den Hebel B wie in Abbildung betätigen;
❍die Motorhaube anheben und gleichzeitig den Haltestab
C aus der Arretiervorrichtung D lösen. Dann das Sta-
bende in die Aufnahme E der Motorhaube (große Öff-
nung) einführen und in die sichere Position drücken
(kleine Öffnung), wie die Abbildung zeigt.
Die falsche Positionierung des Haltestabs
kann ein plötzliches Herunterfallen der Mo-
torhaube verursachen. Den Vorgang nur bei
stehendem Fahrzeug ausführen.
Vor dem Anheben der Motorhaube prüfen, dass
der Scheibenwischerarm nicht von der Wind-
schutzscheibe gehoben ist.
100KENNTNIS DES FAHRZEUGS
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Jegliche Maßnahmen im Aftermarket mit dar-
aus folgenden Veränderungen der Lenkung oder
der Lenksäule (z. B. Montage einer Alarman-
lage), die außer zur Verschlechterung der Leistungen
des Systems und dem Verfall der Garantie auch zu
schweren Sicherheitsproblemen sowie einem Fahr-
zeug das nicht seiner Zulassung entspricht führen
können, sind strengstens verboten.
Schalten Sie vor dem Ausführen jeglicher War-
tungsmaßnahmen immer den Motor aus und
entfernen Sie den Schlüssel von der Anlass-
vorrichtung durch Aktivieren der Lenksperre, d.h. be-
sonders wenn die Räder des Fahrzeugs vom Boden
angehoben sind. In den Fällen, in denen diese Vor-
sichtsmaßnahme nicht durchführbar ist (wenn der
Schlüssel auf MAR stehen oder der Motor laufen
muss), ist zuvor die Hauptsicherung der elektrischen
Servolenkung zu entfernen.
Bei einigen Versionen ist es nicht möglich, die
Funktion SPORT zu aktivieren, wenn die
Funktion CITY aktiviert ist. Um die Funktion SPORT
aktivieren zu können, muss zuerst die Funktion CITY
deaktiviert werden (und umgekehrt), da die beiden
Funktionen nicht miteinander kompatibel sind.
106KENNTNIS DES FAHRZEUGS
REACTIVE SUSPENSION
SYSTEM
(aktive Stoßdämpferregelung)
Dieses System arbeitet zusammen mit der Funktion Sport
(siehe Abschnitt „Funktion Sport“).
Je nach Fahrstrecke und Fahrbahnbedingungen kann man
mit der Taste Sport Abb. 67 zwischen zwei verschiedenen
Fahreinstellungen wählen:
– bei gelöster Taste: „normale“ Fahrweise
– bei gedrückter Taste: Fahrweise „SPORT“.
Abb. 67L0E0058m
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CONOSCENZA DELLA VETTURA109
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BETRIEBSBEDINGUNGEN
FÜR DIE AKTIVIERUNG
Nachdem das System eingeschaltet wurde, wird es nur
aktiviert, wenn folgende Bedingungen gegeben sind:
❍mindestens eine Hand am Lenkrad halten;
❍Fahrzeuggeschwindigkeiten zwischen 65 km/h und
180 km/h;
❍Auf beiden Seiten das Vorhandensein sichtbarer und
nicht abgenutzter Begrenzungslinien;
❍entsprechende Sichtbedingungen;
❍gerade Strecke oder weiter Bogen;
❍Bedingung Sichtfeld ausreichend (Sicherheitsabstand
vom Fahrzeug davor). AKTIVIERUNG/DEAKTIVIERUNG DES SYSTEMS
Wenn das System aktiv ist und das Fahrzeug nähert sich den
seitlichen Begrenzungslinien der Spur, wird ein Drehmoment
am Lenkrad ausgeübt, das den Fahrer die Richtung anbie-
tet, in die er lenken muss, um die aktuelle Spur zu halten.
Das System wird vorübergehend deaktiviert, wenn der Fah-
rer den Blinker betätigt, um einen gewünschten Spurwech-
sel oder Überholvorgang auszuführen. Bei einem Spur-
wechsel von Seiten des Fahrers ohne das Einschalten des
Richtungsanzeigers ist ein Drehmoment auf dem Lenkrad
festzustellen, das den Fahrer auf das unmittelbar bevor-
stehende Überqueren der Linie hinweist.
Fährt der Fahrer mit dem Manöver des Spurwechsels fort,
wird das System vorübergehend ausgeschaltet, um dann
wieder aktiviert zu werden, sobald die neue Fahrspur er-
kannt wurde. Die vorübergehende Deaktivierung wird dem
Fahrer durch Aufleuchten der LED auf der Taste und das
Blinken des Symbols
eauf dem bernsteinfarbenen Frame
auf dem Display des Armaturenbretts angezeigt.
ZUR BEACHTUNG Das über das System auf das Lenk-
rad wirkende Drehmoment ist ausreichend, um vom Fah-
rer wahrgenommen zu werden, jedoch stets verhalten, also
derart, dass der Fahrer gegenlenken kann und jederzeit die
Kontrolle über das Fahrzeug behält.
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110KENNTNIS DES FAHRZEUGS
AUSSCHALTEN DES SYSTEMS
Manuell
Das System kann durch Drücken der Taste A-Abb. 68 am
Armaturenbrett deaktiviert werden. Die Bestätigung der De-
aktivierung des Systems wird durch das Ausschalten der Led
auf der Taste und die Mitteilung 1-Abb. 69 auf dem Display
der Instrumententafel bestätigt.Automatisch
Das System kann sich automatisch deaktivieren (um es zu
benutzen, muss es wieder neu aktiviert werden). Die auto-
matische Deaktivierung wird dem Fahrer durch drei aku-
stische Signale und die Mitteilung 1-Abb. 69 auf dem Dis-
play der Instrumententafel gemeldet:
❍der Fahrer hält die Hände nicht am Lenkrad (auf der
Instrumententafel erscheint die Meldung 2-Abb. 69 und
es ertönt ein akustisches Signal, bis der Fahrer wieder
die Hände am Lenkrad hat oder das System, auf Grund
der Gefahr, automatisch deaktiviert wird);
❍Eingriff der Sicherheitssysteme des Fahrzeuges (ABS,
ESP, ASR, DST und TTC);
❍der Fahrer stellt die Betriebsart „SPORT“ ein, indem
er die Taste SPORT drückt (für Versionen/Märkte, wo
vorgesehen).
ZUR BEACHTUNG Das System kann nicht aktiviert wer-
den, wenn der Fahrer vorher die Betriebsart des sportlichen
Fahrstils aktiviert hat. Die Unverfügbarkeit des Systems
wird dem Fahrer mit drei aufeinanderfolgenden akusti-
schen Signalen und der Mitteilung 1-Abb. 69 auf dem Dis-
play mitgeteilt.
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KENNTNIS DES FAHRZEUGS111
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SYSTEMSTÖRUNGEN
Bei einer Fehlfunktion wird dem Fahrer die Störung mit der
Mitteilung 3-Abb. 69 auf dem Display der Instrumenten-
tafel und einem akustischen Signal angezeigt.
ZUR BEACHTUNG
Der Spurhalteassistent kann nach einer Fehlfunktion der
Sicherheitssysteme ABS, ESP, ASR, DST und TTC nicht
funktionieren.
Bei schlecht lesbaren, überlagerten oder fehlen-
den Linien kann der Spurhalteassistent den
Fahrer nicht unterstützen; in diesem Fall ist das
System nicht aktiv.Der Spurhalteassistent ist kein automatisches
Lenksystem und ersetzt den Fahrer bei der Rich-
tungskontrolle des Fahrzeuges nicht. Der Fah-
rer ist immer selbst für die Aufmerksamkeit in Bezug
auf den Verkehr, die Straße und die Richtungskontrol-
le des Fahrzeuges verantwortlich.
Die Funktion des Spurhalteassistenten kann durch schlech-
te Sichtbedingungen (Nebel, Regen, Schnee), extreme Be-
leuchtungsbedingungen (Sonneneinstrahlung, Dunkelheit),
Schmutz oder Beschädigung an der Windschutzscheibe im
Bereich vor der Telekamera, negativ beeinflusst werden.
Der Bereich der Windschutzscheibe, der mit der Telekame-
ra übereinstimmt, darf nicht teilweise oder ganz von Gegen-
ständen bedeckt werden (z.B. Aufkleber, Schutzfolien, usw.).
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114KENNTNIS DES FAHRZEUGS
ESP-SYSTEM EVOLUTO
(ELECTRONIC STABILITY PROGRAM)
Das VDC ist ein Überwachungssystem der Stabilität des
Fahrzeugs und unterstützt die Richtungskontrolle bei Ver-
lust der Reifenhaftung.
Die Wirkung des ESP Evoluto-Systems ist daher ganz be-
sonders bei Veränderung der Haftbedingungen des Unter-
grunds nützlich.
Mit dem System ESP Evoluto sind außer ASR (Antriebs-
kontrolle mit Eingriff an den Bremsen und am Motor) und
HILL HOLDER (Vorrichtung für das Anfahren an steilen
Straßen ohne Benutzung der Bremsen), sind auch die Sy-
steme MSR (Drehmomentregler der Motorbremsung beim
Herunterschalten), HBA (automatische Erhöhung des
Bremsdruckes bei Notbremsungen) und ABS (verhindert bei
allen Straßenbelägen und unter allen Bremsaktionen die
Blockierung und das Durchrutschen der Räder) vorhanden. EINGREIFEN DES SYSTEMS
Das Eingreifen des Systems wird durch das Blinken der
Kontrollleuchte áauf der Instrumententafel angezeigt, um
den Fahrer zu informieren, dass sich das Fahrzeug in einer
kritischen Stabilitäts- und Haftungssituation befindet.
Aktivierung des Systems
Das ESP Evoluto-System schaltet sich automatisch bei An-
lassen des Fahrzeugs ein und kann nicht deaktiviert werden.
Fehlermeldungen
Im Fall einer Störung schaltet sich das ESP Evoluto-System
automatisch ab und auf der Instrumententafel leuchtet oh-
ne Blinken die Kontrollleuchte
ázusammen mit einer Mel-
dung auf dem konfigurierbaren Multifunktionsdisplay und
dem Aufleuchten der Led auf der Taste ASR OFF (siehe Ka-
pitel „Kontrollleuchten auf der Instrumententafel“) auf.
Wenden Sie sich bitte in diesem Fall an das Lancia-Kun-
dendienstnetz.
Die Leistungen des ESP Evoluto-Systems dür-
fen den Fahrer nicht zu unnötigen und unge-
rechtfertigten Risiken verleiten. Das Fahrver-
halten muss immer dem Zustand des Untergrunds, den
Sicherverhältnissen und dem Verkehr angemessen
sein. Die Verantwortung für die Verkehrssicherheit ob-
liegt immer und überall dem Fahrer.
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118CONOSCENZA DELLA VETTURA
TTC-System
(Selbstblockierendes elektronisches Differenzial)
DIES ist ein, im ASR integriertes System, welches in der
Kurve eingreift, indem es an das externe Rad ein An-
triebsmoment überträgt und das interne Rad bremst.
Es simuliert auf diese Weise die Wirkung eines selbst-
blokkierenden Differenzials, wodurch die Sportlichkeit des
Fahrzeuges erhöht und die Fahrt in der Kurve begünstigt
wird.ABS-SYSTEM
Es handelt sich um ein System, das fester Bestandteil der
Bremsanlage ist und bei jeglichen Haftungsbedingungen
und Bremsstärke ein Blockieren der Räder und das darauf
folgende Rutschen eines oder mehrerer Räder vermeidet,
so dass das Fahrzeug auch bei Notbremsungen kontrol-
lierbar bleibt.
Die Anlage wird durch das EBD-System (Electronic Bra-
king Force Distribution) vervollständigt, das die Brems-
wirkung auf die Vorder- und Hinterräder verteilt.
ZUR BEACHTUNG Für die maximale Wirksamkeit der
Bremsanlage ist eine Einlaufzeit von ungefähr 500 km not-
wendig: in dieser Zeit sind starke, wiederholte oder lang
anhaltende Bremsvorgänge zu vermeiden.
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KENNTNIS DES FAHRZEUGS119
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Eingreifen des systems
Das Eingreifen des ABS teilt sich dem Fahrer durch ein
leichtes Pulsieren des Bremspedals mit, das von Geräuschen
begleitet wird: dies bedeutet, dass die Geschwindigkeit dem
Straßentyp angepasst werden muss.
Bei Eingreifen des ABS-Systems pulsiert das
Bremspedal: an dieser Stelle nicht den Druck
auf das Pedal verringern, sondern es ohne Zö-
gern weiter gedrückt halten. Auf diese Weise wird das
Fahrzeug, so schnell es die Straßenbedingungen er-
lauben, zum Stehen gebracht.
Das Eingreifen des ABS ist ein Zeichen dafür,
dass die Haftung zwischen Reifen und Straße
den Grenzwert erreicht hat: die Fahrt ist daher
zu verlangsamen, um sie den vorhandenen Haftungs-
bedingungen anzupassen.
Das ABS nutzt in bester Weise die zur Verfü-
gung stehende Haftung aus, kann sie aber nicht
verbessern. Bei rutschigem Untergrund ist in
jedem Fall Vorsicht angeraten, und unnötige Risiken
sind zu vermeiden.