display OPEL COMBO E 2019.75 Betriebsanleitung (in German)
[x] Cancel search | Manufacturer: OPEL, Model Year: 2019.75, Model line: COMBO E, Model: OPEL COMBO E 2019.75Pages: 299, PDF-Größe: 10.56 MB
Page 184 of 299

182Fahren und BedienungFahrzeug eine vorübergehende
weitere Annäherung an das voraus‐
fahrende Fahrzeug zu, um den Über‐ holvorgang zu erleichtern. Die einge‐
stellte Geschwindigkeit wird jedoch
nicht überschritten.
Der adaptive Geschwindigkeitsregler
kann bei Fahrzeugen mit Schaltge‐
triebe Geschwindigkeiten speichern.
Wenn ein vorausfahrendes Fahrzeug
zu langsam ist und der ausgewählte
Fahrzeugabstand nicht mehr einge‐
halten werden kann, ertönt ein Warn‐ ton und im Fahrerinfodisplay wird
eine Meldung angezeigt. Die
Meldung fordert den Fahrer auf, die
Kontrolle über das Fahrzeug wieder
zu übernehmen. Bei Fahrzeugen mit
Automatikgetriebe kann das System
das Fahrzeug bis zum Stillstand
abbremsen.
Der adaptive Geschwindigkeitsregler
kann bei Fahrzeugen mit Schaltge‐
triebe Geschwindigkeiten über
30 km/h speichern. Wenn ein voraus‐
fahrendes Fahrzeug zu langsam ist
und der ausgewählte Fahrzeugab‐ stand nicht mehr eingehalten werden kann, ertönt ein Warnton und imFahrerinfodisplay wird eine Meldungangezeigt. Die Meldung fordert den
Fahrer auf, die Kontrolle über das
Fahrzeug wieder zu übernehmen. Bei
Fahrzeugen mit Automatikgetriebe
kann das System das Fahrzeug bis
zum Stillstand abbremsen.9 Warnung
Das Fahren mit eingeschaltetem
adaptivem Geschwindigkeitsreg‐
ler erfordert stets die volle
Aufmerksamkeit des Fahrers. Der
Fahrer behält stets die Kontrolle
über das Fahrzeug, da das Brems‐ pedal, das Gaspedal und die
Taste Ñ höhere Priorität haben
als der adaptive Geschwindig‐
keitsregler.
System einschalten
C drücken. Das Symbol C wird im
Fahrerinfodisplay angezeigt. Das
System ist noch nicht aktiv.
Page 185 of 299

Fahren und Bedienung183Aktivieren der Funktionalität
durch Einstellen der
Geschwindigkeit
Der adaptive Geschwindigkeitsregler
muss bei einer Geschwindigkeit
zwischen 30 km/h und 180 km/h
manuell eingeschaltet werden.
Bei Fahrzeugen mit Automatikge‐
triebe muss sich der Wählhebel in
Stellung D oder M. befinden.
Auf die gewünschte Geschwindigkeit
beschleunigen und das Daumenräd‐
chen auf SET/- bewegen. Die aktuelle
Geschwindigkeit wird gespeichert
und konstant gehalten.Die Geschwindigkeit wird im Driver
Information Center angezeigt.
Wenn der adaptive Geschwindig‐
keitsregler aktiviert ist, wird das
Stopp-Start-System automatisch
deaktiviert.
Aufheben der festgelegten
Geschwindigkeit
Durch Drücken des Gaspedals kann
die festgelegte Geschwindigkeit stets
überschritten werden. Beim Lösen
des Gaspedals kehrt das Fahrzeug
zur eingestellten Geschwindigkeit
zurück. Wenn ein langsameres
vorausfahrendes Fahrzeug erkannt
wird, wird der vom Fahrer ausge‐
wählte Fahrzeugabstand eingehal‐
ten.
Wenn die eingestellte Geschwindig‐
keit überschritten wird, blinkt die
angezeigte Geschwindigkeitseinstel‐
lung im Fahrerinfodisplay und eine
Warnmeldung wird angezeigt.9 Warnung
Eine Beschleunigung durch den
Fahrer deaktiviert das automati‐
sche Bremsen des Systems. Dies
wird im Fahrerinfodisplay als
Popup-Warnung angezeigt.
Geschwindigkeit erhöhen
Bei aktiviertem adaptivem Geschwin‐ digkeitsregler das Daumenrädchen in
Position RES/+ halten oder wieder‐
holt kurz auf RES/+ bewegen: Die
Geschwindigkeit wird kontinuierlich
bzw. in kleinen Schritten erhöht.
Geschwindigkeit verringern
Bei aktiviertem adaptivem Geschwin‐ digkeitsregler das Daumenrädchen in
Position SET/- halten oder wiederholt
kurz auf SET/- bewegen: Die
Geschwindigkeit wird kontinuierlich
bzw. in kleinen Schritten reduziert.
Page 186 of 299

184Fahren und BedienungWiederherstellen der
gespeicherten Geschwindigkeit
Das Daumenrädchen bei einer
Geschwindigkeit über 30 km/h auf
RES/+ bewegen. Der adaptive
Geschwindigkeitsregler wird mit der
gespeicherten eingestellten
Geschwindigkeit aktiviert.
Anpassen an die vom
Verkehrszeichen-Assistenten
erkannte Geschwindigkeitsbe‐
grenzung
Wenn der Verkehrszeichen-Assistent eine Geschwindigkeitsbegrenzung
erkennt, wird der Fahrer von der intel‐
ligenten Geschwindigkeitsanpas‐
sung hierüber informiert. Die
erkannte Geschwindigkeitsbegren‐
zung kann als neue Geschwindig‐ keitseinstellung für den adaptiven
Geschwindigkeitsregler übernom‐
men werden.
Dieses System erkennt und liest
mithilfe der Kamera an der Oberseite der Windschutzscheibe die Verkehrs‐
zeichen zu Geschwindigkeitsbegren‐
zungen und Aufhebungen vonGeschwindigkeitsbegrenzungen.
Das System berücksichtigt außerdem
Informationen zu Höchstgeschwin‐
digkeiten aus den Navigationskarten‐ daten.
Die Funktion kann im Personalisie‐
rungsmenü 3 121 aktiviert oder deak‐
tiviert werden.
Wenn der adaptive Geschwindig‐
keitsregler aktiv ist, wird die erkannte
Geschwindigkeitsbegrenzung im
Fahrerinfodisplay angezeigt und MEM leuchtet.
Am Driver Information Center wird im Display das Geschwindigkeitsbe‐
grenzungsschild angezeigt, und
MEM leuchtet einige Sekunden lang
auf.
MEM am Lenkrad drücken, um das
Speichern der vorgeschlagenen
Geschwindigkeit anzufordern.
MEM am Lenkrad erneut drücken, um
die Aktion zu bestätigen und die neue
Geschwindigkeitseinstellung zu spei‐
chern.Die erfasste Geschwindigkeitsbe‐
grenzung wird nun als neue einge‐
stellte Geschwindigkeit für den adap‐
tiven Geschwindigkeitsregler über‐
nommen.
Adaptiver
Geschwindigkeitsregler an
Fahrzeugen mit
Automatikgetriebe
Bei Fahrzeugen mit Automatikge‐
triebe kann der adaptive Geschwin‐
digkeitsregler einen ausgewählten
Abstand hinter einem abbremsenden Fahrzeug einhalten, bis das Fahr‐
zeug zum völligen Stillstand gekom‐ men ist.
Wenn das System das Fahrzeug
hinter einem anderen Fahrzeug zum
Stillstand gebracht hat, wird die
eingestellte Geschwindigkeit durch
die grüne Kontrollleuchte . ersetzt.
Dieses Symbol weist darauf hin, dass das Fahrzeug automatisch in der
gestoppten Position gehalten wird.
Page 187 of 299

Fahren und Bedienung185Wenn das vorausfahrende Fahrzeug
nach längerem Stillstand wieder
anfährt, blinkt die grüne Kontroll‐
leuchte . („Fahrzeug voraus“) und
ein Warnton erinnert den Fahrer daran, vor dem Losfahren den
Verkehr zu überprüfen.
Wenn das vorausfahrende Fahrzeug wieder anfährt, das Gaspedal betäti‐
gen, bis eine Geschwindigkeit von
30 km/h erreicht ist. Dann das
Daumenrädchen auf SET- oder
RES+ bewegen, um die Funktion des
adaptiven Geschwindigkeitsreglers
fortzusetzen. Bei einem Fahrzeug‐
stillstand über fünf Minuten, nach
dem Öffnen der Fahrertür und nach dem Öffnen des Fahrersicherheits‐
gurts wird automatisch die elektrische Parkbremse aktiviert, um das Fahr‐
zeug in Position zu halten. Die
Kontrollleuchte m wird eingeschaltet.
Zum Lösen der elektrischen Park‐
bremse das Gaspedal drücken.
Elektrische Parkbremse 3 168.9 Warnung
Wenn das System deaktiviert oder
ausgeschaltet wird, wird das Fahr‐ zeug nicht länger gehalten und
kann wegrollen. Stets bereit sein,
die Bremse selbst zu betätigen,
um das Fahrzeug im Stillstand zu
halten.
Das Fahrzeug nicht verlassen,
während es vom adaptiven
Geschwindigkeitsregler im Still‐
stand gehalten wird. Bewegen Sie
stets den Wählhebel in die Park‐
stellung P und schalten Sie die
Zündung aus, bevor Sie das Fahr‐
zeug verlassen.
Einstellen des
Sicherheitsabstands
Wenn der adaptive Geschwindig‐
keitsregler ein langsamer fahrendes
Fahrzeug in der gleichen Fahrspur
erkennt, passt das System die Fahr‐
geschwindigkeit so an, dass der vom
Fahrer gewählte Sicherheitsabstand
eingehalten wird.
Der Fahrzeugabstand kann auf
gering (1 Balken), normal (2 Balken)
oder groß (3 Balken) eingestellt
werden.
Bei laufendem Motor und aktiviertem
adaptiven Geschwindigkeitsregler
(grau) können die folgenden
Abstandseinstellung geändert
werden:
Auf Ö drücken. Die aktuelle Einstel‐
lung wird im Driver Information Center angezeigt.
Erneut auf Ö drücken, um den Sicher‐
heitsabstand zu ändern: Die neue
Einstellung wird im Fahrerinfodisplay
angezeigt.
Der ausgewählte Fahrzeugabstand
wird durch ausgefüllte Balken auf der
Seite des adaptiven Geschwindig‐
keitsreglers angezeigt.9 Warnung
Der Fahrer trägt die volle Verant‐
wortung für die Einhaltung des je
nach Verkehrs-, Witterungs- und
Sichtverhältnissen geeigneten
Sicherheitsabstands. Falls es die
Page 188 of 299

186Fahren und BedienungFahrbedingungen erfordern, muss
der Fahrzeugabstand angepasst
oder das System ausgeschaltet
werden.
Erkennen des vorausfahrenden
Fahrzeugs
Wenn das System ein Fahrzeug in
der eigenen Fahrspur erkennt, ändert
sich das im Fahrerinfodisplay ange‐
zeigte Symbol des adaptiven
Geschwindigkeitsreglers: - wech‐
selt zu w.
Deaktivieren der Funktion
Ñ drücken. Der adaptive Geschwin‐
digkeitsregler wird in den Pausemo‐
dus versetzt und eine entsprechende Meldung wird angezeigt. Das Fahr‐
zeug wird ohne adaptiven Geschwin‐ digkeitsregler gefahren.
Der adaptive Geschwindigkeitsregler
ist inaktiv, aber nicht ausgeschaltet.
Die zuletzt gespeicherte eingestellte
Geschwindigkeit wird zur späteren
Verwendung im Speicher abgelegt.
In folgenden Fällen wird der adaptive
Geschwindigkeitsregler automatisch
deaktiviert:
● Das Bremspedal ist betätigt.● Die Fahrgeschwindigkeit steigt über 180 km/h oder fällt unter
30 km/h.
● Die elektrische Parkbremse ist angezogen.
● Die Traktionskontrolle oder elek‐ tronische Stabilitätsregelung ist
deaktiviert oder in Betrieb.● Der Wählhebel des Automatikge‐
triebes ist weder in Stellung D
noch in Stellung M.
● In der elektronischen Stabilitäts‐ regelung wird eine Störung
erkannt.
System ausschalten C drücken. Der adaptive Geschwin‐
digkeitsreglermodus wird deaktiviert und die Anzeige des adaptiven
Geschwindigkeitsreglers im Fahrerin‐
fodisplay erlischt.
Beim Drücken von ß zum Aktivieren
des Geschwindigkeitsbegrenzers
wird der adaptive Geschwindigkeits‐
regler deaktiviert.
Durch Ausschalten der Zündung wird
die gespeicherte Geschwindigkeits‐
einstellung gelöscht.
Fahreraufmerksamkeit ● Den adaptiven Geschwindig‐ keitsregler auf kurvigen Strecken
und Bergstraßen mit Vorsicht
verwenden, da das System das
vorausfahrende Fahrzeug unter
Page 192 of 299

190Fahren und BedienungWarnen des Fahrers
Der Fahrer wird auf folgende Weise
gewarnt:
● Wenn der Abstand zum voraus‐ fahrenden Fahrzeug zu klein
wird, leuchtet das Symbol , auf
und im Fahrerinfodisplay wird
eine Warnmeldung angezeigt.
● Wenn bei einer drohenden Kolli‐ sion ein sofortiges Eingreifen desFahrers erforderlich ist, leuchtet
das Symbol , auf, im Fahrerin‐
fodisplay wird eine Warnmeldung angezeigt und ein Warnton
ertönt.9 Warnung
Die Auffahrwarnung stellt lediglich
ein Warnsystem dar und wendet
keine Bremskraft an. Beim zu
schnellen Annähern an ein Fahr‐
zeug lässt es Ihnen möglicher‐
weise nicht ausreichend Zeit, um
eine Kollision zu vermeiden.
Der Fahrer trägt die volle Verant‐
wortung für die Einhaltung des je
nach Verkehrs-, Witterungs- und
Sichtverhältnissen geeigneten
Sicherheitsabstands.
Während der Fahrt ist stets die
volle Aufmerksamkeit des Fahrers
erforderlich. Der Fahrer muss
stets bereit sein, einzugreifen und
die Bremse zu betätigen.Achtung
Die Leuchtfarbe dieser Kontroll‐ leuchte entspricht nicht den loka‐
len Verkehrsgesetzen in Bezug
auf den Fahrzeugabstand. Der
Fahrer trägt jederzeit die volle
Verantwortung für die Einhaltung
eines sicheren Fahrzeugabstan‐
des gemäß den geltenden
Verkehrsregeln, Witterungs- und
Straßenverhältnissen etc.
Auswahl der Warnempfindlichkeit
Die Alarmempfindlichkeit muss imFahrzeugpersonalisierungsmenü auf„nahe“, „normal“ oder „entfernt“
eingestellt sein 3 121.
Die ausgewählte Einstellung bleibt
aktiv, bis sie erneut geändert wird.
Der Zeitpunkt der Warnung hängt von
der Fahrgeschwindigkeit ab. Je höher
die Fahrzeuggeschwindigkeit, desto
größer die Entfernung, ab der die
Warnung ausgegeben wird. Beim
Auswählen des Warnzeitpunkts die
Verkehrs- und Witterungsbedingun‐
gen berücksichtigen.
Ausschalten
Das System kann nur durch Deakti‐
vierung der aktiven Gefahrenbrem‐
sung in der Fahrzeugpersonalisie‐
rung deaktiviert werden, 3 121.
Begrenzungen des Systems
Die Auffahrwarnung soll nur vor Kolli‐
sionen mit anderen Fahrzeugen
warnen, kann jedoch auch auf andere Objekte reagieren.
Page 193 of 299

Fahren und Bedienung191Unter folgenden Umständen erkennt
das Auffahrwarnsystems ein voraus‐ fahrendes Fahrzeug möglicherweise
nicht oder ist die Sensorleistung
beeinträchtigt:
● Fahren auf kurviger oder hüge‐ liger Straße.
● Fahren bei Nacht.
● Bei witterungsbedingt schlechter Sicht, z. B. bei Nebel, Regen
oder Schneefall.
● Wenn der Sensor in der Wind‐ schutzscheibe von Schnee, Eis,
Matsch, Schlamm, Schmutz usw. verdeckt ist.
● Die Windschutzscheibe ist beschädigt oder durch Fremd‐
körper wie Aufkleber beeinträch‐
tigt.
Aktive Gefahrenbremsung
Die aktive Gefahrenbremsung kann
dazu beitragen, Schäden und Verlet‐
zungen bei einem Frontalaufprall mit Fahrzeugen, Fußgängern oder
Gegenständen zu reduzieren, die
nicht mehr durch manuelles Bremsen
oder Lenken vermieden werdenkönnen. Vor dem Auslösen der akti‐
ven Gefahrenbremsung wird der
Fahrer über die Auffahrwarnung oder
den vorderen Fußgängerschutz
gewarnt.
Auffahrwarnung 3 189
Vorderer Fußgängerschutz 3 193
Die Funktion nutzt zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit eines Frontal‐
aufpralls verschiedene Eingaben
(z. B. Kamerasensor, Bremsdruck
und Fahrgeschwindigkeit).9 Warnung
Das System ersetzt nicht die
Verantwortung des Fahrers,
aufmerksam und vorausschauend zu fahren. Die Funktion des
Systems beschränkt sich auf eine
ergänzende Reduzierung der
Fahrgeschwindigkeit vor einer
nahenden Kollision.
Das System reagiert unter
Umständen nicht auf Tiere. Nach
einem plötzlichen Spurwechsel
benötigt das System eine gewisse Zeit zum Erkennen des nächsten
vorausfahrenden Fahrzeugs.
Der Fahrer muss stets bereit sein,
zu handeln und die Bremsen bzw. die Lenkung zu bedienen, um
Kollisionen zu vermeiden.
Funktionen
Die aktive Gefahrenbremsung arbei‐
tet mit einer Frontkamera und funkti‐
oniert im Vorwärtsgang über der
Gehgeschwindigkeit bis zu 85 km/h.
Das System erkennt stehende Fahr‐
zeuge nur, wenn die eigene Fahrge‐
schwindigkeit 80 km/h nicht über‐
schreitet.
Dazu darf die aktive Gefahrenbremse aber nicht im Fahrzeugpersonalisie‐
rungsmenü deaktiviert sein 3 121.
Bei Deaktivierung leuchtet m in der
Instrumenteneinheit und im Fahrerin‐
fodisplay wird eine Warnmeldung
angezeigt
Wenn das System manuell deaktiviert
wurde, wird es beim nächsten
Einschalten der Zündung automa‐
tisch wieder aktiviert.
Page 195 of 299

Fahren und Bedienung193automatische Bremsen zu umgehen,
falls es die Situation und Umgebung zulassen.
In den folgenden Fällen funktioniert
die aktive Gefahrenbremsung nur
eingeschränkt:
● Fahren auf kurviger oder hüge‐ liger Straße
● Erkennung unterschiedlicher Fahrzeugtypen, insbesondereFahrzeuge mit Anhänger, Trak‐
toren, stark verschmutzte Fahr‐
zeuge usw.
● Erkennung von Fahrzeugen bei witterungsbedingt schlechter
Sicht, beispielsweise bei Nebel,
Regen oder Schneefall
● Bei Nachtfahrten
● Beschädigte Windschutzscheibe oder Aufkleber auf der Wind‐
schutzscheibe
Beim Fahren ist stets die vollständige
Aufmerksamkeit des Fahrers erfor‐
derlich. Der Fahrer muss jederzeit
bereit sein, die Bremsung und / oder
Lenkung zu kontrollieren, um Kollisi‐
onen zu vermeiden.In den folgenden Fällen empfiehlt es
sich, das System über die Fahrzeug‐
personalisierung zu deaktivieren:
● beim Ziehen eines Anhängers oder Wohnwagens
● beim Transportieren langer Gegenstände auf Dachbügeln
oder einem Dachträger
● wenn das Fahrzeug bei laufen‐ dem Motor abgeschleppt wird
● wenn ein Reserverad montiert wird, das kleiner ist als die ande‐ren Räder
● in einer automatischen Wasch‐ anlage bei laufendem Motor
● vor dem Fahren auf eine Rollende Landstraße in einer
Werkstatt
● bei einer Beschädigung der Windschutzscheibe in der Näheder Kamera
● bei einer Beschädigung des Frontstoßfängers
● wenn die Bremsleuchten nicht funktionierenStörung
Wenn das System gewartet werdenmuss, leuchtet m in der Instrumen‐
teneinheit auf, im Fahrerinfodisplay
wird eine Meldung angezeigt und ein
Tonsignal wird ausgegeben.
Arbeitet das System nicht ordnungs‐
gemäß, werden Fahrzeugmeldungen im Fahrerinfodisplay angezeigt.
Fahrzeugmeldungen 3 120.
Vorderer Fußgängerschutz Der vordere Fußgängerschutz kann
bei Vorwärtsfahrt Frontalzusam‐
menstöße mit Fußgängern verhin‐
dern oder die Schwere von Verletzun‐
gen abmildern.
Das System erkennt den Fußgänger
in der eigenen Fahrspur mithilfe der
Frontkamera in der Windschutz‐
scheibe.
Der vordere Fußgängerschutz kann
in einem Vorwärtsgang zwischen 5
und 60 km/h Fußgänger erkennen
und warnen.
Bei Nacht ist die Systemleistung
eingeschränkt.
Page 196 of 299

194Fahren und Bedienung9Gefahr
Die vordere Fußgängerschutz‐
funktion bietet nur dann eine
Warnung und bremst nur dann
das Fahrzeug ab, wenn ein
Fußgänger erkannt wurde.
Das System erkennt Fußgänger, unter anderem Kinder, möglicher‐weise nicht, wenn sich der
Fußgänger nicht direkt vor dem
Fahrzeug befindet, nicht vollstän‐
dig sichtbar ist, nicht aufrecht steht oder wenn er in einer Gruppe ist.
Funktionsumfang des vorderen
Fußgängerschutzes:
● Erkennung eines Fußgängers voraus
● Warnung über Fußgänger voraus
Der vordere Fußgängerschutz wird
zusammen mit der Auffahrwarnung
aktiviert.
Auffahrwarnung 3 189.
Erkennung eines Fußgängers
voraus
Ein Fußgänger in einer Entfernung
von bis zu etwa 40 m vor dem Fahr‐
zeug wird durch ein Symbol in der
Instrumenteneinheit angezeigt.
Warnung über Fußgänger voraus
Bei zu schneller Annäherung an
einen erkannten Fußgänger wird im
Fahrerinfodisplay eine Warnmeldung
angezeigt. Ein Warnton wird ausge‐
geben.
Bei einer Fußgängerwarnung wird
der Geschwindigkeitsregler oder der
adaptive Geschwindigkeitsregler
eventuell deaktiviert.
Grenzen des Systems
In folgenden Fällen erkennt der
vordere Fußgängerschutz einen
Fußgänger voraus möglicherweise
nicht oder die Sensorleistung ist
beeinträchtigt:● Fahrgeschwindigkeit in einem
Vorwärtsgang nicht zwischen
5 und 60 km/h
● Fußgänger voraus mehr als 40 m entfernt
● Fahren auf kurviger oder hüge‐ liger Straße
● Bei Nachtfahrten
● Fahren bei witterungsbedingt schlechter Sicht, z. B. bei Nebel,
Regen oder Schneefall
● Windschutzscheibensensor durch Schnee, Eis, Matsch,
Schlamm, Schmutz o. Ä.
verdeckt
● Windschutzscheibe beschädigt oder durch Fremdkörper wieAufkleber verdeckt
Parkhilfe
Allgemeine Informationen
Wenn ein Anhänger oder Fahrradträ‐
ger an der Anhängerzugvorrichtung
befestigt ist, wird die Einparkhilfe
deaktiviert.
Page 197 of 299

Fahren und Bedienung1959Warnung
Der Fahrer trägt die volle Verant‐
wortung für das Einparkmanöver.
Während der Nutzung der
Einparkhilfe beim Vor- oder Rück‐ wärtsfahren stets den Bereich um
das Fahrzeug herum überprüfen
und im Auge behalten.
Heck-Einparkhilfe
Während der Rückwärtsgang einge‐
legt ist, gibt das System bei mögli‐
chen gefährlichen Hindernissen bis
zu 50 cm hinter dem Fahrzeug einen
Warnton aus.
Das System arbeitet mit Ultraschall- Parksensoren im Heckstoßfänger.
Aktivierung
Die Heck-Einparkhilfe wird beim
Einlegen des Rückwärtsgangs bei
eingeschalteter Zündung aktiviert.
Dies wird durch einen akustischen
Signalton bestätigt.
Graphic-Info-Display: Das System ist
betriebsbereit, wenn die LED in der
Einparkhilfetaste ¼ nicht leuchtet.
Colour-Info-Display: Die Einparkhilfe
wird in der Fahrzeugpersonalisierung
aktiviert 3 121.
Funktionsweise
Der Warnton im Fahrzeug wird auf
der Seite wiedergegeben, auf der das Fahrzeug dem Hindernis am nächs‐
ten ist. Je näher das Fahrzeug dem
Hindernis kommt, desto kürzer das
Intervall zwischen den Tönen. Bei einem Abstand unter ca. 30 cm wirdein Dauersignal ausgegeben.Außerdem wird der Abstand zu
Hindernissen hinter dem Fahrzeug
durch sich ändernde Abstandslinien
im Info-Display angezeigt 3 116. Bei
einem sehr geringen Abstand wird
das Warnsymbol 9 angezeigt.
Ausschalten
Beim Einlegen des Rückwärtsgangs
wird das System ausgeschaltet. Auf
¼ drücken, um das System manuell
auszuschalten. Bei Deaktivierung
des Systems erlischt die LED in der
Taste. Nach dem manuellen
Ausschalten wird das System beim
nächsten Einschalten der Zündung
nicht automatisch wieder aktiviert.