ABS OPEL CORSA E 2017.5 Betriebsanleitung (in German)
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196Fahren und BedienungAbschleppen verwenden. Die Kupp‐
lungskugelstange bei
Nichtbenutzung immer im Fahrzeug belassen!
Fahrverhalten,
Fahrhinweise
Vor Montage eines Anhängers die Kugel der Anhängerkupplung
schmieren. Nicht jedoch, wenn zur
Verringerung der Schlingerbewe‐
gung des Anhängers ein Stabilisator verwendet wird, der auf den Kugel‐
kopf wirkt.
Bei Anhängern mit geringerer Fahr‐
stabilität sowie Wohnwagenanhän‐
gern mit einem zulässigen Gesamt‐
gewicht von über 1000 kg darf eine
Geschwindigkeit von 80 km/h nicht
überschritten werden; die Verwen‐
dung eines Stabilisators wird empfoh‐ len.
Sollte der Anhänger zu schlingern
beginnen, langsamer fahren, nicht
gegenlenken, notfalls scharf brem‐
sen.Bei Bergabfahrt gleichen Gang einle‐
gen wie bei entsprechender Bergauf‐ fahrt und etwa gleiche Geschwindig‐
keit fahren.
Reifendruck auf den Wert für die volle
Zuladung einstellen 3 268.
Anhängerbetrieb Anhängelast
Die zulässigen Anhängelasten sind
fahrzeug- und motorabhängige
Höchstwerte und dürfen nicht über‐
schritten werden. Die tatsächliche
Anhängelast ist die Differenz
zwischen dem tatsächlichen Gesamt‐
gewicht des Anhängers und der
tatsächlichen Stützlast mit Anhänger.
Die zulässige Anhängelast ist in den
Fahrzeugpapieren spezifiziert.
Dieser Wert ist generell für Steigun‐ gen bis maximal 12 % gültig
Die zulässigen Anhängelasten gelten
bis zur angegebenen Steigung und
bis zu einer Höhe von 1000 Metern
über dem Meeresspiegel. Da sich die
Motorleistung wegen der dünner
werdenden Luft bei zunehmenderHöhe verringert und sich dadurch die Steigfähigkeit verschlechtert, sinkt
auch das zulässige Zuggesamtge‐ wicht um 10 % pro 1000 Meter
zusätzlicher Höhe. Auf Straßen mit
leichten Anstiegen (weniger als 8 %,
z. B. auf Autobahnen) muss das Zuggesamtgewicht nicht verringert
werden.
Das zulässige Zuggesamtgewicht
darf nicht überschritten werden. Das
zulässige Zuggesamtgewicht ist auf
dem Typschild angegeben 3 256.
Stützlast Die Stützlast ist die Last, die vom
Anhänger auf den Kugelkopf der
Anhängerkupplung ausgeübt wird.
Sie kann durch Veränderung der
Gewichtsverteilung beim Beladen
des Anhängers verändert werden.Otto- und Dieselmotoren
Die höchstzulässige Stützlast ( 55 kg)
ist auf dem Typschild der Anhänger‐
zugvorrichtung und in den Fahrzeug‐
papieren angegeben. Streben Sie
immer die höchstzulässige Last an,
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Fahren und Bedienung199Einsetzen der Kugelstange
Gespannte Kugelstange in die
Aufnahmeöffnung einführen und kräf‐ tig bis zum hörbaren Einrasten nach
oben drücken.
Der Drehgriff schnellt selbsttätig in die Ausgangsposition zurück und liegt
ohne Spalt an der Kugelstange an.
9 Warnung
Den Drehknopf beim Einsetzen
nicht berühren.
Grüne Markierung am Drehgriff ist sichtbar.
Kugelstange abschließen und
Schlüssel abziehen.
Öse für Abreißseil
Abreißseil an der Öse einhängen.
Richtige Montage der Kugelstange
kontrollieren
● Grüne Markierung am Drehgriff ist sichtbar.
● Zwischen Drehgriff und Kugel‐ stange darf kein Spalt bestehen.
● Die Kugelstange muss fest in der
Aufnahmeöffnung eingerastet
sein.
● Die Kugelstange muss verriegelt und der Schlüssel abgezogensein.
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Fahrzeugwartung201FahrzeugwartungAllgemeine Informationen..........202
Zubehör und Änderungen am Fahrzeug ................................ 202
Fahrzeugeinlagerung ..............202
Altfahrzeugrücknahme ............203
Fahrzeugüberprüfungen ............203
Durchführung von Arbeiten .....203
Motorhaube ............................. 204
Motoröl .................................... 204
Kühlmittel ................................. 206
Waschflüssigkeit ......................207
Bremsen .................................. 207
Bremsflüssigkeit ......................207
Fahrzeugbatterie .....................207
Diesel-Kraftstoffsystem entlüften .................................. 209
Scheibenwischerwechsel ........209
Glühlampen auswechseln .........210
Halogen-Scheinwerfer .............210
Xenon-Scheinwerfer ................213
Nebelleuchten ......................... 214
Vordere Blinkleuchte ...............214
Rückleuchten ........................... 215
Seitliche Blinkleuchten ............217
Dritte Bremsleuchte .................218Kennzeichenleuchte ................218
Innenleuchten .......................... 218
Instrumententafelbeleuchtung . 219
Elektrische Anlage .....................219
Sicherungen ............................ 219
Sicherungskasten im Motorraum .............................. 220
Sicherungskasten in der Instrumententafel ...................222
Wagenwerkzeug ........................224
Räder und Reifen ......................225
Winterreifen ............................. 225
Reifenbezeichnungen ..............225
Reifendruck ............................. 226
Reifendruck-Kontrollsystem ....227
Profiltiefe ................................. 231
Reifenumrüstung .....................232
Radabdeckungen ....................232
Schneeketten .......................... 233
Reifenreparaturset ...................233
Radwechsel ............................. 239
Reserverad .............................. 241
Starthilfe ..................................... 243
Abschleppen .............................. 245
Eigenes Fahrzeug abschleppen ........................... 245
Anderes Fahrzeug abschleppen ........................... 246Fahrzeugpflege.......................... 247
Außenpflege ............................ 247
Innenraumpflege .....................250
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202FahrzeugwartungAllgemeine
Informationen
Zubehör und Änderungen am Fahrzeug
Wir empfehlen die Verwendung von
Originalteilen und -zubehör und von
ausdrücklich für Ihren Fahrzeugtyp
werkseitig zugelassenen Teilen. Die Zuverlässigkeit anderer Produkte
können wir nicht bewerten und auch
nicht dafür haften - auch wenn sie
über eine behördliche oder sonstige
Zulassung verfügen.
Der Umbau, die Umwandlung und
alle sonstigen Änderungen, die an
den Standardfahrzeugspezifikatio‐
nen vorgenommen werden (u. a.
Softwareänderungen oder Änderun‐
gen der Steuergeräte), können zum Erlöschen der von Opel gebotenen
Garantie führen. Außerdem können solche Änderungen die Fahrerassis‐
tenzsysteme beeinträchtigen, eine
Auswirkung auf den Kraftstoffver‐
brauch, den CO 2-Ausstoß und den
Ausstoß sonstiger Fahrzeugabgase
haben bzw. dazu führen, dass dasFahrzeug nicht mehr die Typzulas‐
sung erfüllt und die Zulassung des Fahrzeugs dadurch möglicherweise
ungültig wird.Achtung
Beim Transportieren des Fahr‐ zeugs auf einem Zug oder einem
Bergungsfahrzeug können die
Schmutzfänger beschädigt
werden.
Fahrzeugeinlagerung
Einlagerung über einen längeren
Zeitraum
Wenn das Fahrzeug für mehrere
Monate eingelagert werden muss:
● Fahrzeug waschen und konser‐ vieren.
● Konservierung im Motorraum und am Unterboden überprüfen
lassen.
● Die Dichtgummis reinigen und imprägnieren.
● Den Kraftstofftank vollständig auffüllen.
● Motorölwechsel durchführen.
● Den Scheibenwaschbehälter entleeren.
● Den Frost- und Korrosionsschutz
im Kühlmittel überprüfen.
● Reifendruck auf den Wert für die volle Zuladung erhöhen.
● Das Fahrzeug an einem trocke‐ nen, gut belüfteten Ort abstellen.
Ersten Gang oder Rückwärts‐
gang einlegen oder Wählhebel in P stellen. Beachten, dass das
Fahrzeug nicht wegrollen kann.
● Die Parkbremse nicht anziehen. ● Die Motorhaube öffnen, alle Türen schließen und das Fahr‐
zeug verriegeln.
● Polklemme am Minuspol der Fahrzeugbatterie abklemmen.
Sicherstellen, dass sämtliche
Systeme außer Betrieb sind,
z. B. Diebstahlwarnanlage.
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208Fahrzeugwartung
Batterien gehören nicht in den Haus‐
müll. Sie müssen über entspre‐
chende Sammelstellen entsorgt
werden.
Wird das Fahrzeug länger als vier
Wochen abgestellt, kann sich die
Fahrzeugbatterie entladen.
Polklemme am Minuspol der Fahr‐
zeugbatterie abklemmen.
An- und Abklemmen der Fahrzeug‐
batterie nur bei ausgeschalteter
Zündung.
Batterieentladeschutz 3 127.
Abklemmen der Batterie
Wenn die Fahrzeugbatterie abge‐
klemmt werden muss (z. B. für
Wartungsarbeiten), muss die Alarm‐
sirene wie folgt deaktiviert werden:
Zündung ein- und ausschalten. Fahr‐
zeugbatterie innerhalb von
15 Sekunden abklemmen.
Fahrzeugbatterie ersetzen
Hinweis
Jede Abweichung von den in diesem Abschnitt aufgeführten Anweisun‐
gen kann zu einer zeitweisen Deak‐
tivierung der Stopp-Start-Automatik
führen.
Beim Ersetzen der Fahrzeugbatterie
unbedingt darauf achten, dass sich
im Bereich des Pluspols keine
geöffneten Entlüftungsbohrungen
befinden. Falls in diesem Bereich
eine Entlüftungsbohrung geöffnet ist,
muss diese mit einem Blinddeckel
verschlossen werden und die Entlüf‐
tung muss im Bereich des Minuspols
geöffnet werden.
Nur Batterien verwenden, die die
Befestigung des Sicherungskastens
über der Fahrzeugbatterie ermögli‐
chen.
Bei Fahrzeugen mit AGM-Batterie
(Absorptionsglas) ist sicherzustellen,
dass die Batterie durch eine andere
AGM-Batterie ersetzt wird.
AGM-Batterien sind am entsprechen‐
den Batterieschild zu erkennen. Wir
empfehlen den Einsatz einer original
Opel-Batterie.
Hinweis
Die Verwendung einer anderen
AGM-Fahrzeugbatterie als der
Original-Opel-Fahrzeugbatterie
kann ein geringeres Leistungsver‐
mögen zur Folge haben.
Wir empfehlen, den Austausch der
Fahrzeugbatterie von einer Werkstatt
durchführen zu lassen.
Stopp-Start-Automatik 3 142.
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Fahrzeugwartung215Bei einer defekten Glühlampe die
Hilfe einer Werkstatt in Anspruch
nehmen.
Rückleuchten
1. Die Abdeckung im Laderaum auf der entsprechenden Seite lösen
und entfernen.
Fahrzeuge mit Reifenreparaturset
in der rechten Seitenwand:
Die Teile des Reifenreparatursets und alle Werkzeuge aus dem
hinteren Einsatz entfernen.
Diesen Einsatz am oberen Rand
zusammendrücken und aus der
Seitenwand nehmen.
2. Beide Kunststoff-Befestigungs‐ muttern von innen mit der Hand
abschrauben.
3. Die Leuchtenbaugruppe vorsich‐ tig aus den Aussparungen ziehen
und herausnehmen.
4. Auf die Haltenasen drücken und die Lampenfassung aus dem
Leuchtenzusammenbau heraus‐
nehmen.
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Fahrzeugwartung221Nr.Stromkreis1Anhängerschnittstellenmodul,
Heckträgersystem2–3Batteriesensor4Steuergerät Fahrwerk, Kraft‐
stoffpumpe5ABS6Abblendlicht und Tagfahrlicht
links, Xenon-Fernlichtblende
links und rechts7–8Steuergerät MTA-Getriebe,
Steuergerät LPG9Steuergerät Karosserie, Span‐
nungserkennung10Leuchtweitenregulierung11Heckscheibenwischer12Heizbare Heckscheibe13Abblendlicht und Tagfahrlicht
rechtsNr.Stromkreis14Heizbare Außenspiegel15–16Bremsenverstärkerkit17Zündung, Starterspannungsver‐
sorgung18Motorsteuergerät19Kraftstoffpumpe20–21Motormagnetschalter, Motor‐
sensoren22–23Einspritzsystem24Waschanlage25–26Motorsensoren27Abschaltventil Heizer28Motorsteuergerät29MotorsteuergerätNr.Stromkreis30Motorsteuergerät31Fernlicht links, Xenon-Abblend‐
licht links32Fernlicht rechts, Xenon-
Abblendlicht rechts33Motorsteuergerät34Hupe35Klimakompressorkupplung36Nebelleuchten
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222FahrzeugwartungNr.Stromkreis1ABS-Pumpe2Vorderer Scheibenwischer3Gebläse4Instrumententafel5Kühlgebläse6Diesel-Kraftstoffwärmgerät7Getriebe8Kühlgebläse9Kühlgebläse10Kühlgebläse11Anlasser
Nach dem Austausch durchgebrann‐
ter Sicherungen den Sicherungskas‐
ten schließen und den Deckel hinein‐ drücken, bis er einrastet.
Bei nicht einwandfrei geschlossenem
Sicherungskasten kann es zu Funk‐
tionsstörungen kommen.
Sicherungskasten in der
Instrumententafel
Der Sicherungskasten befindet sich
hinter dem Lichtschalter in der Instru‐
mententafel. Den Griff halten, daran
ziehen und den Lichtschalter herun‐
terklappen.
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224FahrzeugwartungNr.Stromkreis34–35Reifenreparaturset36–37Heckscheibenwischer38Zigarettenanzünder39Elektrische Fensterheber/
Schiebedach/Automatikge‐
triebe-Display40–Wagenwerkzeug
Fahrzeuge mit
Reifenreparaturset
Das Wagenwerkzeug, die
Abschleppöse und das Reifenrepara‐ turset befinden sich im Laderaum
unter der Bodenabdeckung.
Bei OPC- oder LPG-Ausführungen
oder Ausführungen mit Heckträger‐
system oder doppeltem Laderaumbo‐
den ist das Wagenwerkzeug mit der
Abschleppöse und dem Reifenrepa‐
raturset rechts im Laderaum hinter
einer Abdeckung verstaut.
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226FahrzeugwartungWählen Sie einen für die Höchstge‐schwindigkeit Ihres Fahrzeugs geeig‐
neten Reifen aus.
Die Höchstgeschwindigkeit kann mit
Leergewicht mit Fahrer (75 kg)
zuzüglich einer Zuladung von 125 kg
erreicht werden. Sonderausstattun‐
gen können die Höchstgeschwindig‐
keit des Fahrzeugs verringern.
Fahrwerte 3 262.
Reifen mit vorgeschriebener
Laufrichtung
Reifen mit vorgeschriebener Lauf‐
richtung müssen so montiert werden, dass sie sich in die richtige Richtung
drehen. Die richtige Laufrichtung ist
an einem Symbol (z. B. einem Pfeil) an der Reifenflanke erkennbar.
Reifendruck Reifendruck mindestens alle
14 Tage und vor jeder größeren Fahrt
bei kalten Reifen kontrollieren. Reser‐ verad nicht vergessen.
Dies gilt auch bei Fahrzeugen mit
Reifendruck-Kontrollsystem.
Ventilkappe abschrauben.
Reifendruck 3 268.
Das Reifendruckhinweisschild am
rechten Türrahmen gibt die Original‐
reifen und die entsprechenden
Reifendrücke an.
Die Reifendruckangaben beziehen
sich auf kalte Reifen. Gültig für
Sommer- und Winterreifen.
Der ECO-Reifendruck dient dem
Erreichen eines möglichst geringen
Kraftstoffverbrauchs.
Ein falscher Reifendruck beeinträch‐
tigt Sicherheit, Fahrverhalten, Fahr‐
komfort und Kraftstoffverbrauch und
erhöht den Reifenverschleiß.
Der empfohlene Reifendruck variiert
je nach den Bedingungen.
Ermitteln Sie den richtigen Reifen‐
druckwert anhand der folgenden
Schritte:
● Motoridentifikationsnummer ermitteln. Motordaten 3 260.
● Entsprechenden Reifen ermit‐ teln.
● Die Reifendrucktabelle zeigt die möglichen Reifenkombinationen
3 268.
Die für Ihr Fahrzeug zugelassenen
Reifentypen finden Sie in der EWG-
Konformitätserklärung, die mit Ihrem
Fahrzeug ausgeliefert wurde, bzw. in
anderen, nationalen Zulassungsun‐
terlagen.
Der Fahrer ist für die korrekte Anpas‐ sung des Reifendrucks verantwort‐
lich.9 Warnung
Ein zu geringer Reifendruck kann
zu starker Reifenerwärmung,
inneren Beschädigungen und