ABS Seat Altea XL 2011 Betriebsanleitung (in German)
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Pflegen und Reinigen231
Sicher ist sicher
Hinweise zur Bedienung
Rat und Tat
Te c h n i s c h e D a t e n
– Behandeln Sie die Felgen mit einem säurefreien Reinigungs-
mittel.
Alle drei Monate
– Reiben Sie die Felgen gründlich mit Hartwachs ein.Damit das dekorative Aussehen der Leichtmetallfelgen über lange Zeit
erhalten bleibt, ist eine regelmäßige Pflege erforderlich. Wenn das Streusalz
und der Bremsabrieb nicht regelmäßig abgewaschen werden, wird das
Aluminium angegriffen.
Als Reinigungsmittel verwenden Sie bitte ein säurefreies Reinigungsmittel
für Leichtmetallfelgen.
Lackpolitur oder andere schleifende Mittel dürfen bei der Pflege der Felgen
nicht verwendet werden. Falls die Schutzlackschicht, z.B. durch Steinschläge,
beschädigt ist, muss der Schaden umgehend behoben werden.
ACHTUNG!
•Reifen dürfen niemals mit Rundstrahldüsen gereinigt werden. Selbst
bei relativ großem Spritzabstand und einer sehr kleinen Einwirkzeit
können sichtbare oder nicht sichtbare Schäden am Reifen entstehen. Es
besteht Unfallgefahr!•Nässe, Eis und Streusalz in der Bremsanlage beeinträchtigen die
Bremswirkung – Unfallgefahr! Vermeiden Sie gleich nach der Fahrzeugwä-
sche abrupte und plötzliche Bremsmanöver. Die Bremsen müssen erst
„trockengebremst“ werden ⇒ Seite 215, „Bremswirkung und
Bremsweg“.
Unterbodenschutz
Die Fahrzeugunterseite ist gegen chemische und mechani-
sche Einflüsse geschützt.Während der Fahrt sind Verletzungen der Schutzschicht möglich. Deshalb
empfehlen wir Ihnen, die Schutzschicht der Fahrzeugunterseite und des Fahr-
werks vor Beginn und am Ende der ka lten Jahreszeit zu prüfen und ggf.
ausbessern zu lassen.
Wir empfehlen Ihnen, Ausbesserungsarbeiten und zusätzliche Korrosions-
schutzmaßnahmen von einem Fachbetrieb durchführen zu lassen.
ACHTUNG!
Verwenden Sie niemals Unterbodenschutz oder korrosionsschützende
Mittel für Auspuffrohre, Katalysatoren oder Hitzeschilde. Durch eine heiße
Abgasanlage oder durch heiße Motorteile entzünden sich diese
Substanzen. Brandgefahr!Motorraum reinigen
Gehen Sie bei der Reinigung des Motorraums besonders
vorsichtig vor.Korrosionsschutz
Der Motorraum und die Oberfläche des Antriebsaggregates sind im Werk
korrosionsschützend behandelt worden.
Besonders im Winter, wenn Sie häufig auf salzgestreuten Straßen fahren, ist
ein guter Korrosionsschutz sehr wichtig. Damit das Salz nicht zerstörend
wirken kann, sollte der Motorraum vor und nach der Streuperiode gründlich
gereinigt werden.
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Pflegen und Reinigen
232Fachbetriebe verfügen über die richtigen Reinigungs- und Konservierungs-
mittel und sie sind mit den erforderlichen Einrichtungen ausgestattet.
Deshalb empfehlen wir, diese Arbeiten dort durchführen zu lassen.
Wird der Motorraum einmal mit fettlösenden Mitteln gereinigt oder lässt man
eine Motorwäsche durchführen, wird der Korrosionsschutz fast immer
entfernt. Eine anschließende dauerhafte Konservierung aller Flächen, Falze,
Fugen und Aggregate im Motorraum sollte unbedingt in Auftrag gegeben
werden.
ACHTUNG!
•Beachten Sie vor allen Arbeiten im Motorraum die entsprechenden
Warnhinweise ⇒Seite 244.•Schalten Sie den Motor aus, ziehen Sie die Handbremse fest an und
ziehen Sie in jedem Fall den Zündschlüssel ab, bevor Sie die Motorraum-
klappe öffnen.•Lassen Sie den Motor abkühlen, bevor Sie den Motorraum reinigen.•Schützen Sie Ihre Hände und Arme vor scharfkantigen Metallteilen,
wenn Sie beispielsweise den Unterboden, die Innseite der Radkästen oder
die Radabdeckungen reinigen – Gefahr einer Schnittverletzung. Andern-
falls besteht Verletzungsgefahr!•Nässe, Eis und Streusalz an der Bremsanlage beeinträchtigen die
Bremswirkung – Unfallgefahr! Vermeiden Sie gleich nach der Fahrzeugwä-
sche abrupte und plötzliche Bremsmanöver.•Greifen Sie niemals in den Kühlerlüfter. Er ist temperaturgesteuert und
kann sich selbstständig einschalten – auch bei abgezogenem Zünd-
schlüssel!Umwelthinweis
Da bei einer Motorwäsche Kraftstoff-, Fett- und Ölreste abgeschwemmt
werden können, muss das verschmutzte Wasser durch einen Ölabscheider gereinigt werden. Deshalb darf die Motorwäsche nur in einem Fachbetrieb
oder einer geeigneten Tankstelle durchgeführt werden.
Fahrzeugpflege innenKunststoffteile und Instrumententafel reinigen– Feuchten Sie ein sauberes, fussel
freies Tuch mit Wasser an und
reinigen Sie die Kunststoffteile und die Instrumententafel.
– Sollte das nicht ausreichen, verwenden Sie ein spezielles, lösungsmittelfreies Kunststoffreinigungs- und Kunststoffpflege-
mittel.
ACHTUNG!
Reinigen Sie niemals die Instrumententafel und die Oberfläche der Airbag-
module mit lösemittelhaltigen Reinigern. Durch lösemittelhaltige Reiniger
wird die Oberfläche porös. Bei einer Airbagauslösung kann es zu erhebli-
chen Verletzungen durch sich lösende Kunststoffteile kommen.
Vo rsi ch t!
Lösungsmittelhaltige Reiniger greifen das Material an.Holzdekore reinigen*– Feuchten Sie ein sauberes Tuch mit Wasser an und reinigen Sie die Holzdekore.
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Pflegen und Reinigen233
Sicher ist sicher
Hinweise zur Bedienung
Rat und Tat
Te c h n i s c h e D a t e n
– Sollte das nicht ausreichen, verwenden Sie eine milde Seifen-
lauge.
Vo rsi ch t!Lösungsmittelhaltige Reiniger greifen das Material an.Polsterstoffe und Stoffverkleidungen reinigenPolsterstoffe und Stoffverkleidungen an Türen, Dachhimmel usw. behandeln
Sie mit speziellen Reinigungsmitteln bzw. mit Trockenschaum und einer
weichen Bürste.Reinigung des Radios und der KlimaanlageZur Reinigung des Radios bzw. der Klimaanlage verwenden Sie einen nicht
scheuernden, mit Wasser angefeuchteten Lappen. Sollte dies nicht ausrei-
chend sein, verwenden Sie eine neutrale Seifenlösung.Leder reinigen*Normales Reinigen
– Säubern Sie verschmutzte Lederflächen mit einem leicht ange- feuchteten Baumwoll- oder Wolllappen. Flecken entfernen
– Reinigen Sie stärker verschmutzte Stellen mit einem Lappen und
einer milden Seifenlösung (zwei Esslöffel Neutralseife auf einen
Liter Wasser).
– Beachten Sie dabei, dass das Leder an keiner Stelle durch- feuchtet wird und dass kein Wasser in die Nahtstiche eindringt.
– Wischen Sie mit einem weichen, trockenen Lappen nach.
Lederpflege
– Behandeln Sie das Leder in halbjährlichen Abständen mit dem in Fachbetrieben erhältlichen Lederpflegemittel.
– Tragen Sie das Pflegemittel äußerst sparsam auf.
– Wischen Sie mit einem weichen Lappen nach.
SEAT ist bestrebt, die besonderen Eigenschaften des Naturproduktes Leder
unverfälscht zu erhalten. Bedingt durch die Exklusivität der verwendeten
Ledersorten und Eigenarten (wie Empfindlichkeit gegenüber Ölen, Fetten,
Verschmutzung usw.) sind eine gewisse Umsicht beim Gebrauch und eine
bestimmte Pflege erforderlich.
Staub und Schmutzpartikel in Poren, Falten und Nähten können scheuern
und die Oberfläche beschädigen. Bei längeren Standzeiten in der Sonne
sollten Sie das Leder vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, um ein
Ausbleichen zu vermeiden. Leichte Farbveränderungen bedingt durch den
Gebrauch des hochwertigen Naturleders sind normal.
Vo rsi ch t!
•Das Leder darf nicht mit Lösungsmitteln, Bohnerwachs, Schuhcreme,
Fleckenentferner und Ähnlichem behandelt werden.
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Prüfen und Nachfüllen237
Sicher ist sicher
Hinweise zur Bedienung
Rat und Tat
Te c h n i s c h e D a t e n
Prüfen und Nachfüllen Ta n k e nDie Tankklappe wird von Hand geöffnet. Der Tank fasst etwa
55 Liter. Der Kraftstoffbehälter fasst bei Fahrzeugen mit
Allradantrieb etwa 60 Liter.Tankdeckel öffnen
– Klappen Sie den Deckel auf.
– Halten Sie den Deckel mit der Hand, stecken Sie den Schlüssel in
das Tankschloss und drehen Sie ihn um 180° nach links.
– Schrauben Sie den Tankdeckel gegen den Uhrzeigersinn ab. Ta n k d e c k e l s ch l i e ß e n
– Schrauben Sie den Tankdeckel nach rechts ein, bis Sie ein
„klickendes“ Geräusch hören.
– Drehen Sie den Schlüssel im Schloss, ohne den Deckel dabei loszulassen, um 180° im Uhrzeigersinn.
– Ziehen Sie den Schlüssel ab und schließen Sie die Tankklappe, bis sie einrastet. Der Tankdeckel ist mit einem Band gegen
Verlust gesicher t.
Die Tankklappe befindet sich hinten rechts am Fahrzeug.
Sobald die vorschriftsmäßig bediente automatische Zapfpistole erstmalig
abschaltet, ist der Kraftstoffbehälter „voll“. Füllen Sie keinen weiteren Kraft-
stoff ein, denn dieser würde den Ausdehnungsraum füllen. Bei einer Erhit-
zung könnte Kraftstoff auslaufen.
Die richtige Kraftstoffsorte für das Fahrzeug finden Sie auf einem Aufkleber
auf der Innenseite der Tankklappe. Darauf finden Sie weitere Hinweise zum
Kraftstoff.
ACHTUNG!
•Kraftstoff ist leicht entzündbar und kann schwere Verbrennungen und
andere Verletzungen hervorrufen.
−Beim Einfüllen des Kraftstoffs in das Fahrzeug oder in einen Reser-
vekanister ist das Rauchen und offenes Feuer untersagt. Explosionsge-
fahr!
− Beachten Sie bei der Verwendung von Reservekanistern die gesetz-
lichen Vorschriften.
Abb. 160 Geöffnete
Tankklappe
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Prüfen und Nachfüllen
242Sicherheit des AutogasesEine Crash-Testreihe mit diesem Fahrzeug mit Autogasantrieb bestätigt
seinen hohen Sicherheitsgrad.
Die Sicherheit der Autogasanlage gewährleistet einen gefahrenlosen Betrieb.
Es wurden folgende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen:•Der Autogas-Vorratsbehälter verfügt über ein Magnetventil, das beim
Ausschalten des Motors (beim Ausschalten der Zündung) bzw. beim Benzin-
betrieb automatisch schließt.•Ein elektromagnetisches Hauptabsperrventil unterbricht bei ausgeschal-
tetem Motor bzw. im Benzinbetrieb die Autogasförderung in den Motorraum.•Ein Sicherheitsventil am Autogas-Vorratsbehälter mit Leitungen ins Freie
verhindert, dass das Gas in den Innenraum gelangt.•Alle Befestigungsstellen und Werkstoffe wurden derart gewählt, dass ein
Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet ist.
Für eine sichere Fahrt muss der Zustand der Autogasanlage in regelmäßigen
Abständen kontrolliert werden ⇒. Diese Kontrollarbeiten sind Teil des
Service-Plans.ACHTUNG!
•Wenn Gasgeruch festgestellt wird oder der Verdacht auf ein Leck
besteht, muss das Fahrzeug sofort angehalten und die Zündung ausge-
schaltet werden. Öffnen Sie zum Lüften des Innenraums die Türen. Setzen
Sie die Fahrt nicht fort! Lassen Si e die Störung von einem Fachbetrieb
beheben.•Wenn Gasgeruch oder ein Leck der Autogasanlage festgestellt wird,
machen Sie brennende Zigaretten sofort aus und entfernen Sie alle Gegen-
stände, die Funken oder einen Brand verursachen könnten, vom Fahrzeug.•Autogasbehälter stehen unter Druck und müssen in regelmäßigen
Abständen kontrolliert werden. Der Inhaber des Fahrzeugs muss gewähr-
leisten, dass diese Kontrollen korrekt ausgeführt werden.
•Wird das Fahrzeug in einem geschlossenen Raum abgestellt (z. B. in
einer Garage), sollten Sie sich vergew issern, dass dieser über eine natür-
liche oder mechanische Belüftung verfügt, die einen eventuellen Gasaus-
tritt neutralisieren kann.Hinweis
Bei einer Störung an der Autogas-Anlage erfahren Sie auf der SEAT-Webseite,
welche Werkstätten für die Instandsetzung derartiger Störungen zugelassen
sind.BenzinBenzinsorten
Die empfohlene Benzinsorte steht auf der Innenseite der
Tankklappe.Fahrzeuge mit Katalysator müssen mit bleifreiem Benzin entsprechend
DIN EN 228 betankt werden (EN = „Euro-Norm“).
Die einzelnen Benzinsorten werden durch die jeweilige Oktanzahl unter-
schieden, z.B.: 91, 95, 98 ROZ (ROZ = „Research-Oktan-Zahl, Maß zur Bestim-
mung der Klopffestigkeit des Benzinkraftstoffs“). Sie können Benzin mit
höherer Oktanzahl tanken als Ihr Motor benötigt, es hat jedoch keine Vorteile
in Bezug auf den Kraftstoffverbrauch oder die Motorleistung.
Die für Ihr Fahrzeug geeignete Benzinsorte wird in der technischen Tabelle für
Ihren Motor aufgeführt. Kapitel „Technische Daten“.
ACHTUNG! Fortsetzung
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Prüfen und Nachfüllen249
Sicher ist sicher
Hinweise zur Bedienung
Rat und Tat
Te c h n i s c h e D a t e n
führen. Damit verfügen Sie stets über das richtige Motoröl und können dies
zu gegebener Zeit nachfüllen.
Motorölstand prüfen
Der Motorölstand kann am Ölmessstab abgelesen werden.Ölstand feststellen
– Stellen Sie das Fahrzeug auf einem ebenen Untergrund ab.
– Lassen Sie den Motor kurz im Leerlauf laufen und schalten Sie
ihn wieder ab, sobald er seine Betriebstemperatur erreicht hat.
– Warten Sie zwei Minuten lang.
– Ziehen Sie den Ölmessstab heraus. Wischen Sie den Ölmessstab mit einem sauberen Tuch ab und schieben Sie ihn bis zum
Anschlag wieder hinein. – Ziehen Sie den Messstab anschließend wieder heraus und lesen
Sie den Ölstand ab ⇒Abb. 166 . Füllen Sie gegebenenfalls
Motoröl nach.
Ölstand im Bereich
–Kein Öl nachfüllen.
Ölstand im Bereich
–Sie können Öl nachfüllen. Der Ölstand sollte sich danach im Bereich
befinden.
Ölstand im Bereich
–Sie müssen Öl nachfüllen. Der Ölstand sollte sich danach im Bereich
befinden.
Abhängig von der Fahrweise und den Einsatzbedingungen kann der Ölver-
brauch bis zu 0,5 Liter/1000 km betragen. Während der ersten 5 000 Kilo-
meter kann der Verbrauch darüber liegen. Der Motorölstand muss daher in
regelmäßigen Abständen geprüft werden (am besten bei jedem Tanken und
vor längeren Fahrten).
ACHTUNG!
Die Arbeiten am Motor oder im Motorraum müssen sehr vorsichtig ausge-
führt werden.•Beachten Sie vor allen Arbeiten im Motorraum die entsprechenden
Warnhinweise ⇒Seite 244.Vo rsi ch t!
Liegt der Ölstand über dem Bereich , starten Sie den Motor bitte nicht.
Dies könnte zu einer Beschädigung des Motors und des Katalysators führen.
Wenden Sie sich an einen Fachbetrieb.
Abb. 166 Ölmessstab
AAAB
AA
AC
AA
AA
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Räder und Reifen
262
2. Prüfen Sie den Reifenfülldruck immer an kalten Reifen. Redu-zieren Sie nicht den bei warmen Reifen erhöhten Druck.
3. Passen Sie den Reifenfülldruck der Beladung entsprechend an.Reifenfülldruck
Der Reifenfülldruck ist bei hohen Geschwindigkeiten besonders wichtig. Der
Druck sollte deshalb mindestens einmal monatlich und zusätzlich vor jeder
längeren Fahrt überprüft werden.
Der Aufkleber mit den Reifenfülldruckwer ten befindet sich auf der Innenseite
der Tankklappe. Die angegebenen Reifenfülldruckwerte gelten für kalte
Reifen. Bei warmen Reifen erhöhten Reifenfülldruck ⇒ nicht verringern.
ACHTUNG!
•Prüfen Sie mindestens einmal im Monat den Reifenfülldruck. Die
korrekten Reifenfülldruckwerte sind von großer Bedeutung. Wenn die
Reifenfülldruckwerte zu niedrig oder zu hoch sind, besteht besonders bei
hohen Geschwindigkeiten Unfallgefahr!•Bei zu geringem Reifenfülldruck kann ein Reifen besonders leicht
platzen – Unfallgefahr!•Bei hoher Geschwindigkeit ist ein Reifen mit zu niedrigem Fülldruck
einem hohen Maß an Walkarbeit ausgesetzt. Dadurch erwärmt er sich zu
stark, was zur Laufflächenablösung und sogar zum Platzen des Reifens
führen kann. Halten Sie stets die angegebenen Reifenfülldruckwerte ein.•Zu geringer oder zu hoher Reifenfülldruck verkürzt die Lebensdauer der
Bereifung und verschlechtert das Fahrverhalten des Fahrzeugs – Unfallge-
fahr!Umwelthinweis
Ein zu geringer Reifenfülldruck erhöht den Kraftstoffverbrauch.
Reifenfülldruck-Kontrollsystem
Das Reifenfülldruckkontrollsystem überwacht während der
Fahrt automatisch den Reifenfülldruck an den vier Reifen.Das System verwendet die Drehzahlsensoren des ABS an den Rädern. Es
analysiert die Drehzahl der einzelnen Räder und deren Frequenzspektrum.
Für eine optimale Funktion müssen SEAT-Originalreifen verwendet werden.
Weiterhin muss der Reifendruck regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf korri-
giert werden.
Nach jeder Korrektur des Reifendrucks und nach dem Wechsel eines oder
mehrerer Reifen muss durch Betätigung des Tasters SET an der Mittelkonsole
ein Reset des Systems vorgenommen werden.
Der Fahrer wird bei einem Druckverlust durch Symbole und Hinweistexte im
Display des Kombiinstruments gewarnt. Das System funktioniert über das
ESP ⇒Seite 210.
Bitte beachten Sie, dass der Reifenfülldruck auch von der Temperatur des
Reifens abhängig ist. Der Reifenfülldruck erhöht sich um ca. 0,1 bar pro 10 °C
erhöhter Reifentemperatur. Während der Fahrt erwärmt sich der Reifen und
der Reifenfülldruck steigt an. Korrigieren Sie den Reifenfülldruck daher nur in
kaltem Zustand, wenn die Temperatur des Reifens in etwa der Umgebungs-
temperatur entspricht.
Damit das Reifenfülldruck-Kontrollsystem einwandfrei funktioniert, sollte der
Reifenfülldruck in regelmäßigen Abständen kontrolliert, ggf. korrigiert und in
richtigem Zustand abgespeichert werden.
Auf der Innenseite der Tankklappe befindet sich ein Aufkleber mit dem
empfohlenen Reifenfülldruck.
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Räder und Reifen
264Verschleißanzeiger
Im Profilgrund der Originalbereifung befinden sich quer zur Laufrichtung 1,6
mm hohe „Verschleißanzeiger“ ⇒Seite 263, Abb. 174. Diese Verschleißan-
zeiger sind je nach Fabrikat sechs- bis achtmal in gleichen Abständen auf der
Lauffläche angeordnet. Markierungen an den Reifenflanken (zum Beispiel die
Buchstaben „TWI“ oder Symbole) kennzeichnen die Lage der Verschleißan-
zeiger. Bei 1,6 mm Restprofil – gemessen in den Profilrillen neben den
Verschleißanzeigern – ist die gesetzlich zulässige Mindestprofiltiefe erreicht.
Die Reifen müssen ersetzt werden. In Exportländern können andere Werte
gelten ⇒.
Reifenfülldruck
Ein zu niedriger Reifenfülldruck kann einen vorzeitigen Verschleiß und sogar
das Platzen des Reifens zur Folge haben. Der Reifenfülldruck sollte deshalb
mindestens einmal monatlich geprüft werden ⇒Seite 261.
Fahrweise
Schnelles Kurvenfahren, rasantes Beschleunigen und scharfes Bremsen
erhöhen die Abnutzung der Reifen.
Räder tauschen
Bei deutlich stärkerer Abnutzung der Vorderradbereifung empfiehlt es sich,
die Vorderräder gegen die Hinterräder entsprechend dem Schema zu
tauschen ⇒Seite 263, Abb. 175. Dadurch haben alle Reifen etwa die gleiche
Lebensdauer.
Räder auswuchten
Die Räder eines neuen Fahrzeuges sind ausgewuchtet. Im Fahrbetrieb kann
aber durch verschiedene Einflüsse eine Unwucht entstehen, die sich durch
eine Unruhe der Lenkung bemerkbar macht.
Da eine Unwucht auch erhöhten Verschleiß von Lenkung, Radaufhängung
und Reifen bewirkt, sollten die Räder in diesem Fall neu ausgewuchtet
werden. Außerdem muss ein Rad nach der Montage eines neuen Reifens neu
ausgewuchtet werden. Radstellungsfehler
Eine fehlerhafte Einstellung des Fahrwerks bewirkt nicht nur erhöhten Reifen-
verschleiß, sondern beeinträchtigt auch die Fahrsicherheit. Bei starkem
Reifenverschleiß sollten Sie deshalb die Radstellung vom Fachbetrieb über-
prüfen lassen.
ACHTUNG!
Wenn ein Reifen während der Fahrt platzt, besteht Unfallgefahr!•Spätestens wenn die Reifen bis auf die Verschleißanzeiger abgefahren
sind, müssen sie ersetzt werden. Andernfalls besteht Unfallgefahr! Bei
hoher Geschwindigkeit auf nasser Straße greifen abgefahrene Reifen
schlecht. Außerdem „schwimmt“ das Fahrzeug dann eher (Aquaplaning). •Bei hoher Geschwindigkeit ist ein Reifen mit zu niedrigem Fülldruck
einem hohen Maß an Walkarbeit ausgesetzt. Dadurch erwärmt er sich zu
stark. Dies kann zur Laufflächenablösung und sogar zum Platzen des
Reifens führen – Unfallgefahr! Halten Sie stets die angegebenen Reifenfüll-
druckwerte ein.•Bei starkem Reifenverschleiß lassen Sie vom Fachbetrieb die Einstel-
lung des Fahrwerks überprüfen.•Halten Sie Chemikalien wie Öl, Kraftstoff oder Bremsflüssigkeit von
Reifen fern.•Lassen Sie defekte Felgen oder Reifen sofort ersetzen!Umwelthinweis
Ein zu geringer Reifenfülldruck erhöht den Kraftstoffverbrauch.
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Selbsthilfe
270SelbsthilfeBordwerkzeug, Reserverad und
ReifenreparatursetBordwerkzeug
Das Bordwerkzeug des Fahrzeugs befindet sich im Gepäck-
raum unter der Ladebodenabdeckung.– Ziehen Sie die Ladebodenabdeckung mit dem Finger in der
Aussparung nach oben.
– Nehmen Sie das Bordwerkzeug heraus.Das Bordwerkzeug besteht aus folgenden Teilen:•Wagenheber*.•Haken zum Abziehen der Integral-Radkappen* und der Radzierkappen*.•Radschlüssel*.•Wechselklingen-Schraubendreher mit Griff (Innensechskant) für die
Radschrauben. Die Schraubendreherklinge ist umsteckbar.•Abschleppöse.•Adapter für Radschraubensicherung*.
Einige der aufgeführten Werkzeuge gehören nur zu bestimmten Modellaus-
führungen bzw. sind Mehrausstattungen.
ACHTUNG!
•Verwenden Sie niemals den Sechskant des Schraubendrehers zum
Festziehen der Radschrauben, weil Sie mit dem Sechskant nicht das erfor-
derliche Anzugsdrehmoment erreichen können - Unfallgefahr!•Der ab Werk mitgelieferte Wagenheber* ist nur für Ihren Fahrzeugtyp
vorgesehen. Heben Sie auf gar keinen Fall damit schwerere Fahrzeuge oder
andere Lasten an - Verletzungsgefahr!•Verwenden Sie den Wagenheber* nur auf festem, ebenen Untergrund.•Den Motor niemals bei angehobenem Fahrzeug starten - Unfallgefahr!•Wenn Arbeiten unter dem Fahrzeug ausgeführt werden müssen, muss
das Fahrzeug mit geeigneten Unterstellböcken abgestützt werden. Ande-
renfalls besteht Verletzungsgefahr!
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Selbsthilfe
272erforderlichen Fülldrucks. Damit können bis zu 4 mm große Reifenbeschädi-
gungen durch Fremdkörper zuverlässig abgedichtet werden.
Hinweis
•Nehmen Sie bitte fachmännische Hilfe in Anspruch, wenn eine Reparatur
mit dem Reifendichtmittel nicht möglich ist.Rad wechselnVorarbeiten
Vor dem eigentlichen Radwechsel sind einige Vorarbeiten zu
leisten.– Stellen Sie das Fahrzeug bei einer Reifenpanne möglichst weit entfernt vom fließenden Verkehr ab. Die gewählte Stelle sollte
eben sein.
– Lassen Sie alle Mitfahrer aussteigen. Diese sollten sich außer- halb des Gefahrenbereiches aufhalten (z.B. hinter einer Leit-
planke).
– Schalten Sie den Motor aus und die Warnblinkanlage ein.
–Ziehen Sie die Handbremse fest an.
– Legen Sie den ersten Gang ein oder stellen Sie bei Fahrzeugen
mit Automatikgetriebe den Wählhebel auf die Position P.
– Bei Anhängerbetrieb: kuppeln Sie den Anhänger von Ihrem Fahr- zeug ab. –Nehmen Sie das Bordwerkzeug
und das Reserverad aus dem
Gepäckraum.
ACHTUNG!
Schalten Sie die Warnblinkanlage ein und stellen Sie das Warndreieck auf.
Sie schützen damit sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer.
Vo rsi ch t!
Wenn Sie den Radwechsel auf einer abschüssigen Fahrbahn durchführen,
blockieren Sie das gegenüberliegende Rad mit einem Stein oder dergleichen,
um das Fahrzeug gegen Wegrollen zu sichern.
Hinweis
Hierbei sind die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten.Rad wechselnDer Radwechsel besteht aus den folgenden Schritten:
–Ziehen Sie die Radzierkappe ab. Siehe auch ⇒Seite 273.
–Lockern Sie die Radschrauben.
– Heben Sie das Fahrzeug an der entsprechenden Stelle an.
– Bauen Sie das Rad ab bzw. an.
–Lassen Sie das Fahrzeug herunter.
– Verwenden Sie zum Anziehen der Schrauben den Radschlüssel.
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