ABS YAMAHA MT-07 2022 Betriebsanleitungen (in German)
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InhaltsverzeichnisSicherheitsinformationen ................ 1-1
Beschrei bun g................................... 2-1
Linke Seitenansicht ........................ 2-1
Rechte Seitenansicht...................... 2-2
Bedienungselemente und Instrumente ................................. 2-3
Funktionen der Instrumente un d
Be dienun gselemente ....................... 3-1
Wegfahrsperrensystem .................. 3-1
Zünd-/Lenkschloss......................... 3-2
Kontrollleuchten und Warnleuchten .............................. 3-3
Multifunktionsmesser-Einheit ......... 3-6
Lenkerarmaturen .......................... 3-11
Kupplungshebel ........................... 3-13
Fußschalthebel ............................. 3-13
Handbremshebel .......................... 3-13
Fußbremshebel............................. 3-14
ABS .............................................. 3-14
Tankverschluss............................. 3-15
Kraftstoff ....................................... 3-16
Kraftstofftank- Überlaufschlauch ...................... 3-18
Abgaskatalysator .......................... 3-18
Sitzbank ........................................ 3-19
Helmhalte-Drahtseil ...................... 3-20
Federbein einstellen ..................... 3-21
Spanngurt-Halterungen ................ 3-23 Nebenverbraucher-
Steckverbinder .......................... 3-24
Seitenständer ................................ 3-24
Zündunterbrechungs- u. Anlasssperrschalter-System...... 3-25
Zu Ihrer Sicherheit –
Routinekontrolle vor Fahrt beg inn ... 4-1
Wichti ge Fahr- un d
Be dienun gshinweise ........................ 5-1
Einfahrvorschriften .......................... 5-1
Motor starten .................................. 5-2
Schalten .......................................... 5-3
Tipps zum Kraftstoffsparen............. 5-4
Parken ............................................. 5-4
Re gelmäßi ge Wartun g un d
Einstellun g......................................... 6-1
Bordwerkzeuge ............................... 6-2
Regelmäßige Wartungstabellen ...... 6-3
Tabelle für regelmäßige Wartung des Abgas-Kontrollsystems ........ 6-3
Allgemeine Wartungs- und Schmiertabelle ............................. 6-5
Zündkerzen prüfen ........................ 6-10
Kanister ......................................... 6-11
Motoröl und Ölfilterpatrone ........... 6-11
Warum Yamalube.......................... 6-14
Kühlflüssigkeit ............................... 6-14 Luftfiltereinsatz wechseln und
Ablassschlauch reinigen ........... 6-16
Leerlaufdrehzahl des Motors prüfen ........................................ 6-16
Spiel des Gasdrehgriffs prüfen ..... 6-16
Ventilspiel ..................................... 6-17
Reifen............................................ 6-17
Gussräder ..................................... 6-19
Kupplungshebel-Spiel
einstellen ................................... 6-20
Spiel des Handbremshebels
prüfen ........................................ 6-20
Bremslichtschalter ....................... 6-21
Scheibenbremsbeläge des Vorder- und Hinterrads
prüfen ........................................ 6-21
Bremsflüssigkeitsstand prüfen ..... 6-22
Wechseln der Bremsflüssigkeit .... 6-23
Ant r
ie
bsketten-Durchhang ........... 6-23
Reinigen und Schmieren der
Antriebskette ............................. 6-25
Bowdenzüge prüfen und schmieren .................................. 6-26
Gasdrehgriff und Gaszug kontrollieren und schmieren ...... 6-26
Fußbrems- und Schalthebel
prüfen und schmieren ............... 6-26
Handbrems- und Kupplungshebel prüfen und
schmieren .................................. 6-27
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Sicherheitsinformationen
1-2
1
• Kennen Sie Ihre Fähigkeiten und
Grenzen. Wenn Sie innerhalb Ihrer
Grenzen fahren, kann dies dazu
beitragen, einen Unfall zu vermei-
den.
• Wir empfehlen Ihnen, dass Sie das Fahren mit Ihrem Motorrad solange
in Bereichen üben, in denen kein
Verkehr ist, bis Sie mit dem Motor-
rad und allen seinen Kontrollvor-
richtungen gründlich vertraut sind.
Viele Unfälle wurden durch Fehler des
Motorradfahrers verursacht. Ein typi-
scher Fehler des Fahrers ist es, in ei-
ner Kurve wegen zu hoher Geschwin-
digkeit zu weit heraus getragen zu
werden oder Kurven zu schneiden
(ungenügender Neigungswinkel im
Verhältnis zur Geschwindigkeit).
• Halten Sie sich immer an die Ge-
schwindigkeitsbegrenzungen und
fahren Sie niemals schneller als
durch Straßen - und Verkehrsbe-
dingungen vertretbar ist.
• Bevor Sie abbiegen oder die Fahr- spur wechseln, immer blinken. Stel-
len Sie sicher, dass andere Ver-
kehrsteilnehmer Sie sehen können.
Die Haltung des Fahrers und Mitfah-
rers ist für eine gute Kontrolle wichtig.
• Der Fahrer sollte während der Fahrt beide Hände am Lenker und beide
Füße auf den Fußrasten halten, um
Kontrolle über das Motorrad auf-
rechterhalten zu können.
• Der Mitfahrer sollte sich immer mit
beiden Händen am Fahrer, am Sitz-
gurt oder am Haltegriff, falls vor-
handen, festhalten und beide Füße
auf den Fußrasten halten. Niemals
Mitfahrer mitnehmen, welche nicht
bequem beide Füße auf den Fuß-
rasten halten können.
Niemals unter Einfluss von Alkohol
oder anderen Drogen oder Medika-
menten fahren.
Dieses Motorrad ist ausschließlich auf
Straßenbenutzung ausgelegt. Es ist
nicht für Geländefahrten geeignet.
S chutzklei dun g
Bei Motorradunfällen sind Kopfverletzun-
gen die häufigste Ursache von Todesfällen.
Die Benutzung eines Schutzhelms ist der
absolut wichtigste Faktor, um Kopfverlet-
zungen zu verhindern oder zu reduzieren.
Tragen Sie immer einen sicherheits-
geprüften Helm.
Tragen Sie ein Visier oder eine Schutz-
brille. Kommt Wind in Ihre unge-
schützten Augen könnte dies Ihre
Sicht beeinträchtigen, und Sie könn-
ten deshalb eine Gefahr verspätet er-
kennen.
Eine Jacke, schwere Stiefel, Hosen,
Handschuhe usw. helfen dabei, Ab-
schürfungen oder Risswunden zu ver-
hindern oder zu vermindern.
Tragen Sie niemals lose sitzende Klei-
dung, da sie sich in den Lenkungshe-
beln, Fußrasten oder Rädern verfan-
gen könnten, und Verletzung oder ein
Unfall könnte die Folge sein.
Tragen Sie immer Schutzkleidung, die
Ihre Beine, Knöchel und Füße be-
deckt. Der Motor und die Auspuffanla-
ge sind im und auch nach dem Betrieb
sehr heiß, so dass es zu Verbrennun-
gen kommen kann.
Mitfahrer sollten diese Vorsichtsmaß-
nahmen ebenfalls beachten.
Vermei den Sie Kohlenmonoxi d-Ver gif-
tun gen
Auspuffgase enthalten immer Kohlenmon-
oxid, ein giftiges Gas mit tödlicher Wirkung.
Das Einatmen von Kohlenmonoxid verur-
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Funktionen der Instru mente un d Be dienun gselemente
3-14
3
GAU12944
Fuß bremshe belDer Fußbremshebel befindet sich an der
rechten Seite des Motorrads. Zur Betäti-
gung der Hinterradbremse den Fußbrems-
hebel niederdrücken.
GAU63041
AB SDas Antiblockiersystem (ABS) von Yamaha
ist elektronisch geregelt und weist einen
getrennten Regelkreis für Vorder- und Hin-
terradbremse auf.
Betätigen Sie die Bremsen mit ABS genau
so, wie Sie konventionelle Bremsen betäti-
gen. Bei aktiviertem ABS ist möglicherwei-
se ein Pulsieren am Handbremshebel oder
Fußbremshebel zu spüren. Bremsen Sie in
diesem Fall einfach kontinuierlich weiter
und lassen Sie das ABS arbeiten. Bremsen
Sie nicht “pumpend”, da dies die Brems-
wirkung reduziert.
WARNUNG
GWA16051
Auch mit AB S stets einen d er Fahrge-
schwin dig keit entsprechen d ausrei-
chen den Sicherheitsa bstan d wahren.
Das AB S verma g nur lan ge Brems-
weg e zu verkürzen.
Auf bestimmten Fahr bahno berflä-
chen, zum Beispiel auf un befesti g-
ten Straßen od er auf Schotterpis-
ten, kann d er Bremswe g mit AB S
so gar län ger sein als ohne.
Das ABS wird durch ein elektronisches
Steuergerät (ECU) überwacht, das bei Auf-
treten einer Störung das System auf den
konventionellen Bremsvorgang wechseln
lässt.HINWEIS Das ABS führt jedes Mal, nachdem
der Schlüssel auf “ON” gedreht wurde
und das Fahrzeug eine Geschwindig-
keit von 10 km/h (6 mi/h) oder mehr
erreicht hat, einen Selbsttest durch.
Während dieses Tests ist vom Hyd-
raulik-Steuergerät ein “Klicken” zu hö-
ren und selbst bei leichter Betätigung
des Handbremshebels oder Fuß-
bremshebel ist außerdem eine Vibrati-
on an den Hebeln zu spüren, was je-
doch kein Anzeichen für eine Störung
ist.
Dieses ABS ist mit einem Testmodus
ausgestattet, mit welchem das Pulsie-
ren am Hand- oder Fußbremshebel
bei aktiviertem System vom Benutzer
gespürt werden kann. Es wird jedoch
Spezialwerkzeug dafür benötigt. Des-
halb wenden Sie sich bitte an Ihre
Yamaha-Fachwerkstatt.
1. Fußbremshebel
1 1 1
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Funktionen der Instru mente un d Be dienun gselemente
3-24
3
GAU70641
Ne benver braucher- Steckver bin-
d erDieses Fahrzeug ist mit einem Nebenver-
braucher-Steckverbinder ausgestattet.
Wenden Sie sich vor dem Einbau von Zu-
behör an Ihre Yamaha-Fachwerkstatt.
GAU15306
S eitenstän derDer Seitenständer befindet sich auf der lin-
ken Seite des Rahmens. Den Seitenständer
mit dem Fuß hoch- oder herunterklappen,
während das Fahrzeug in aufrechter Stel-
lung gehalten wird.HINWEISDer Seitenständerschalter ist ein Bestand-
teil des Zündunterbrechungs- und Anlass-
sperrschalter-Systems, der die Zündung in
bestimmten Situationen unterbricht. (Im fol-
genden Abschnitt wird das Zündungsun-
terbrechungs- und Anlasssperrschalter-
System erklärt.)
WARNUNG
GWA10242
Niemals mit aus geklapptem od er nicht
richti g hoch geklapptem Seitenstän der
(o der einem der nicht o ben bleib t) fah-
ren. Ein nicht völli g hoch geklappter S ei-
tenstän der kann den Fahrer durch Bo-
d en berührun g a blenken un d so zum
Verlust der Kontrolle ü ber das Fahrzeu g
führen. Yamaha hat den Seitenstän der
mit einem Zün dunter brechun gsschalter
versehen, der ein S tarten un d Anfahren
mit aus geklapptem Seitenstän der ver-
hind ert. Prüfen Sie deshal b d as System
re gelmäßi g. F alls S
tör
ungen an diesem S
ystem fest gestellt wer den, das Fahr-
zeu g um gehen d von einer Yamaha-
Fachwerkstatt instan d setzen lassen.
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Wichtige Fahr- un d Be dienun gshinweise
5-2
5
GAU91880
Motor startenDas Zündunterbrechungs- und Anlass-
sperrschalter-System erlaubt das Starten
unter den folgenden Bedingungen:
das Getriebe befindet sich in der Leer-
laufstellung oder
es ist ein Gang eingelegt, der Seiten-
ständer ist hochgeklappt und der
Kupplungshebel wird gezogen.
Starten des Motors1. Das Zündschloss einschalten und den Motorstoppschalter in die Laufstel-
lung schalten.
2. Sich vergewissern, dass die Anzeige und Warnleuchte(n) einige Sekunden
leuchten und dann erlöschen. (Siehe
Seite 3-3.)HINWEISDen Motor nicht starten, wenn die
Störungsanzeigeleuchte an bleibt.
Die Öldruck-Warnleuchte sollte auf-
leuchten, bis der Motor angelassen
wird.
Die ABS-Warnleuchte sollte aufleuch-
ten und so lange leuchten, bis das
Fahrzeug eine Geschwindigkeit von
10 km/h (6 mi/h) erreicht.
ACHTUNG
GCA24110
Falls eine Warn- o der Kontrollleuchte
nicht wie o ben beschrie ben ar beitet, das
Fahrzeu g von einer Yamaha-Fachwerk-
statt prüfen lassen.3. Das Getriebe in Leerlaufstellung schalten.
4. Den Starterschalter drücken, um den Motor anzulassen.
5. Den Starterschalter loslassen, wenn der Motor startet oder nach 5 Sekun-
den. Vor erneutem Drücken des
Schalters 10 Sekunden warten, damit
sich die Batteriespannung wieder auf-
bauen kann.ACHTUNG
GCA11043
Zur Schonun g d es Motors niemals mit
kaltem Motor stark beschleuni gen!
GAU88780
HINWEISZur Ausstattung dieses Modells gehören:
ein Neigungswinkelsensor. Dieser
Sensor schaltet den Motor aus, wenn
sich das Fahrzeug überschlägt. Tritt
dies ein, leuchtet die Störungsan-
zeigeleuchte auf; dies weist jedoch
nicht auf eine Störung hin. Die Strom-
versorgung des Fahrzeugs aus- und
danach wieder einschalten, um die
Anzeigeleuchte auszuschalten. Ande-
renfalls startet der Motor nicht, selbst
wenn der Motor bei Drücken des Star-
terschalters angelassen wird.
ein automatisches Motorstopp-Sys-
tem. Der Motor schaltet sich automa-
tisch aus, wenn er 20 Minuten im
Leerlauf laufen gelassen wird. Drü-
cken Sie, wenn der Motor sich aus-
schaltet, einfach den Starterschalter,
um den Motor neu zu starten.
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Wichtige Fahr- un d Be dienun gshinweise
5-3
5
GAU16675
S chaltenDurch Einlegen der entsprechenden Gänge
kann die Motorleistung beim Anfahren, Be-
schleunigen und Bergauffahren optimal ge-
nutzt werden.
Die Abbildung zeigt die Lage der Gänge.HINWEISUm das Getriebe in den Leerlauf ( ) zu
schalten, den Fußschalthebel mehrmals
ganz hinunterdrücken, bis das Ende des
Schaltweges erreicht ist, und dann den
Fußschalthebel leicht hochziehen.
ACHTUNG
GCA10262
Beim Schalten den Fußschalthe bel
kräfti g b etäti gen, bis Sie spüren,
d ass der Gan gwechsel abgeschlos-
sen ist.
Auch wenn das Getrie be im Leer-
lauf ist, nicht ü ber einen län geren
Zeitraum mit aus geschaltetem Mo-
tor im Leerlauf laufen lassen un d
schleppen Sie das Motorra d nicht
ü b er lan ge Strecken a b. Das Getrie-
b e wir d nur ausreichen d g e-
schmiert, wenn d er Motor läuft. Un-
zureichen de Schmierun g kann d as
Getrie be beschäd ig en.
Zum Schalten stets d ie Kupplung
b etäti gen. Motor, Getrie be u n
d
Kraf tüber
tra gun g sin d nicht auf d ie
Belastun gen des Schaltens ohne
Kupplun gsb etäti gung aus geleg t
un d könnten dad urch beschä dig t
wer den.
GAU85370
Zum Anfahren un d Beschleuni gen
1. Den Kupplungshebel ziehen, um die Kupplung zu lösen.
2. Am Getriebe den 1. Gang einlegen.
Die Leerlauf-Kontrollleuchte sollte er-
löschen. 3. Langsam Gas geben und dabei all-
mählich den Kupplungshebel freige-
ben.
4. Nach dem Anfahren das Gas wegneh- men und gleichzeitig rasch den Kupp-
lungshebel ziehen.
5. Am Getriebe den 2. Gang einlegen. (Sicher stellen, dass das Getriebe
nicht in die Leerlaufstellung geschaltet
wird.)
6. Teilweise Gas geben und allmählich
den Kupplungshebel freigeben.
7. Zum Schalten in den nächsthöheren Gang auf die gleiche Weise verfahren.
GAU85380
Zur Verzö gerun g
1. Um das Motorrad abzubremsen, das Gas wegnehmen und die Vorder- so-
wie Hinterradbremsen behutsam be-
tätigen.
2. Während die Fahrgeschwindigkeit ab-
nimmt, in einen niedrigeren Gang
schalten.
3. Wenn der Motor nahezu abstirbt bzw.
stottert, den Kupplungshebel ziehen,
das Motorrad abbremsen und nach
Bedarf weiter herunterschalten.
4. Sobald das Motorrad stillsteht, kann das Getriebe in die Leerlaufstellung
geschaltet werden. Sobald die Leer-
1. Gangstellungen
2. Fußschalthebel
2
1
1
N 2 3
4
5
6
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Wichtige Fahr- un d Be dienun gshinweise
5-4
5
lauf-Kontrollleuchte aufleuchtet, kann
der Kupplungshebel freigegeben wer-
den.WARNUNG
GWA17380
Unsach gemäßes Bremsen kann
zum Verlust der Kontrolle od er Bo-
d enhaftung führen. Stets bei de
Bremsen behutsam einsetzen.
Vor dem Herunterschalten müssen
Fahr geschwin dig keit un d Motor-
d rehzahl ausreichen d g esunken
sein. Wir d b ei zu hoher Fahr ge-
schwin dig keit o der Motor drehzahl
herunter geschaltet, könnte d as
Hinterra d Bod enhaftung verlieren
o der der Motor ü ber drehen. Dies
kann zum Verlust d er Kontrolle, ei-
nem Unfall un d Verletzun g führen.
Außer dem könnten Motor un d
Kraftü bertrag ung b eschäd ig t wer-
d en .
GAU16811
Tipps zum KraftstoffsparenDer Kraftstoffverbrauch des Motors kann
durch die Fahrweise stark beeinflusst wer-
den. Folgende Ratschläge helfen, unnöti-
gen Benzinverbrauch zu vermeiden:
Beim Beschleunigen früh in den
nächsten Gang schalten und hohe
Drehzahlen vermeiden.
Zwischengas beim Herunterschalten
und unnötig hohe Drehzahlen ohne
Last vermeiden.
Bei längeren Standzeiten in Staus, vor
Ampeln oder Bahnschranken den Mo-
tor am besten abschalten.
GAU17214
ParkenZum Parken den Motor abstellen und dann
den Zündschlüssel abziehen.
WARNUNG
GWA10312
Motor un d Auspuffanla ge können
sehr heiß wer den. Deshal b so par-
ken, d ass Kin der o der Fuß gän ger
d ie heißen Teile nicht versehentlich
b erühren un d sich ver brennen kön-
nen.
Das Fahrzeu g nicht auf a bschüssi-
g em od er weichem Unter grun d a b-
stellen, damit es nicht umfallen
kann. Sonst b esteht durch austre-
ten den Kraftstoff erhöhte Bran dge-
fahr.
Nicht in der Nähe von Gras o der an-
d eren leicht brenn baren Stoffen
parken, die in Bran d g eraten kön-
nen.
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Regelmäßi ge Wartun g und Einstellun g
6-1
6
GAU17246
Regelmäßige Inspektionen, Einstellungen
und Schmierung gewährleisten maximale
Fahrsicherheit und einen optimalen Zu-
stand Ihres Fahrzeugs. Der Fahrzeughal-
ter/Fahrer ist für die Sicherheit selbst ver-
antwortlich. Auf den folgenden Seiten
werden die wichtigsten Inspektionspunkte,
Einstellungen und Schmierstellen des Fahr-
zeugs angegeben und erläutert.
Die in den Wartungstabellen empfohlenen
Zeitabstände sollten lediglich als Richtwer-
te für den Normalbetrieb angesehen wer-
den. Je nach Wetterbedingungen, Gelän-
de, geographischem Einsatzort und
persönlicher Fahrweise müssen die War-
tungsintervalle möglicherweise verkürzt
werden.
WARNUNG
GWA10322
Ohne die richti ge Wartun g d es Fahr-
zeu gs o der durch falsch aus geführte
Wartung sarbeiten erhöht sich d ie Gefahr
von Verletzun gen, auch mit To desfol ge,
währen d d er Wartun g un d d er Benut-
zun g d es Fahrzeug s. Wenn Sie nicht mit
d er Fahrzeu gwartun g vertraut sin d, b e-
auftra gen Sie einen Yamaha-Händ ler mit
d er Wartun g.
WARNUNG
GWA15123
S chalten Sie, wenn keine an derslauten-
d en Anweisun gen an geg eb en sin d, d en
Motor zur Durchführun g von Wartun gs-
ar beiten aus.
Ein laufen der Motor hat beweg liche
Teile, die Körperteile o der Klei dun g
erfassen un d mitreißen können
o der elektrische Teile, die Strom-
schlä ge o der Bran d verursachen
können.
Ein währen d Wartun gsar beiten lau-
fen der Motor kann Au genverletzun-
g en, Ver brennung en, Feuer o der
Kohlenmonoxi d-Ver giftun gen ver-
ursachen – mö glicherweise mit To-
d esfol ge. Weitere Informationen zu
Kohlenmonoxi d siehe Sei te 1-2.
WARNUNG
GWA15461
Bremsschei
ben, Bremssättel, Brems-
trommeln un d Belä ge können währen d
ihres Einsatzes sehr heiß wer den. Las-
sen Sie, um mö gliche Ver brennun gen zu
vermei den, die Komponenten der
Bremsanla ge erst ab kühlen, bevor Sie
sie berühren.
GAU17303
Das Abgaskontrollsystem sorgt nicht nur
für sauberere Luft, sondern ist auch uner-
lässlich für den ordnungsgemäßen Betrieb
des Motors und die Erzielung der maxima-
len Leistung. In den folgenden Wartungsta-
bellen sind die Servicearbeiten am Abgas-
kontrollsystem separat gruppiert. Diese
Servicearbeiten erfordern spezielle Daten,
Kenntnisse und Ausrüstung. Wartung, Aus-
tausch oder Reparatur von Abgaskontroll-
geräten und -systemen kann von jeder Re-
paraturwerkstatt oder von Fachleuten
vorgenommen werden, die die entspre-
chende Zulassung besitzen (falls zutref-
fend). Yamaha-Fachwerkstätten sind für
die Durchführung dieser speziellen Service-
arbeiten geschult und ausgerüstet.
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Regelmäßi ge Wartun g und Einstellun g
6-3
6
GAU71033
Regelmäßig e Wartun gsta bellenHINWEIS Die mit einem Sternchen markierten Arbeiten erfordern Spezialwer kzeuge, besondere Daten und technische Fähigkeiten und sollten
daher von Ihrer Yamaha-Fachwerkstatt ausgeführt werden.
Ab 50000 km (30000 mi) sind die Wartungsintervalle alle 10000 km (6000 mi) zu wiederholen.
Die Jahresinspektion kann aus blei ben, wenn statt dessen eine Inspektion, basieren d auf d er gefahrenen Strecke, durch ge-
führt wir d.
GAU71051
Ta belle für re gelmäßi ge Wartun g d es A bgas-KontrollsystemsNR. PRÜFPUNKT KONTROLLE ODER WARTUNG
S-
ARBEIT KILOMETERS
TA N D
JAHRES-
KONTROL- LE
1000 km
(600 mi) 10000 km
(6000 mi) 20000 km
(12000 mi) 3
0000 km
(18000 mi) 40000 km
(24000 mi)
1 *Kraftstoffleitung • Kraftstoffschläuche auf Risse
oder Beschädigung kontrollieren.
• Ersetzen, falls nötig.
2 *Zün dkerzen • Zustand kontrollieren.
• Elektrodenabstand einstellen und
reinigen.
•Ersetzen.
3 *Ventilspiel • Kontrollieren und einstellen. Alle 40000 km (24000 mi)
4 *Kraftstoff-Einsprit-
zun
g • Leerlaufdrehzahl kontrollieren.
• Synchronisierung kontrollieren und einstellen.
5 *Auspuffanla ge • Auf Leckage kontrollieren.
• Ggf. festziehen.
• Dichtungen ersetzen, falls nötig.
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Regelmäßi ge Wartun g un d Einstellun g
6-10
6
GAU19653
Zündkerzen prüfenDie Zündkerzen sind wichtige Bestandteile
des Motors und sollten regelmäßig kontrol-
liert werden, vorzugsweise durch eine
Yamaha-Fachwerkstatt. Da Verbrennungs- wärme und Ablagerungen die Funktions-
tüchtigkeit der Kerzen im Laufe der Zeit
vermindern, müssen die Zündkerzen in den
empfohlenen Abständen gemäß Wartungs-
und Schmiertabelle herausgenommen und
geprüft werden. Der Zustand der Zündker-
zen erlaubt Rückschlüsse auf den Zustand
des Motors.
Der die Mittelelektrode umgebende Porzel-
lanisolator (Isolatorfuß) der Zündkerzen ist
bei normaler Fahrweise rehbraun. Alle im
Motor eingebauten Zündkerzen sollten die
gleiche Verfärbung aufweisen. Weisen ein-
zelne oder sämtliche Zündkerzen eine stark
abweichende Färbung auf, könnte der Mo-
tor nicht ordnungsgemäß arbeiten. Versu-
chen Sie nicht, derartige Probleme selbst
zu diagnostizieren. Lassen Sie stattdessen
das Fahrzeug von einer Yamaha-Fach-
werkstatt prüfen.
Bei fortgeschrittenem Abbrand der Mittel-
elektroden oder übermäßigen Ölkohleabla-
gerungen die Zündkerzen durch neue er-
setzen. Vor dem Einschrauben einer Zündkerze
stets den Zündkerzen-Elektrodenabstand
mit einer Fühlerlehre messen und ggf. kor-
rigieren.
Die Sitzfläche der Kerzendichtung reinigen;
Schmutz und Fremdkörper vom Gewinde
abwischen.
HINWEISSteht beim Einbau einer Zündkerze kein
Drehmomentschlüssel zur Verfügung, lässt
sich das vorgeschriebene Anzugsmoment
annähernd erreichen, wenn die Zündkerze
handfest eingedreht und anschließend
noch um 1/4…1/2 Drehung weiter festgezo-
gen wird. Das Anzugsmoment sollte jedoch
möglichst bald mit einem Drehmoment-
schlüssel nach Vorschrift korrigiert werden.ACHTUNG
GCA10841
Zum Aus
bauen des Zün dkerzensteckers
keine Werkzeu ge verwen den, an dern-
falls könnte d er Zündspulenstecker be-
schä dig t wer den. Der Zün dkerzenste-
cker ist mit einer Gummi dichtun g
versehen un d sitzt d eshalb fest auf. Um
d en Zün dkerzenstecker auszu bauen,
ihn einfach vor- un d zurück drehen, wäh-
ren d S ie ihn herausziehen; um ihn einzu-
b auen, wir d er vor- un d zurückg ed reht,
währen d S ie ihn hinein drücken.
Empfohlene Zün dkerze:
NGK/LMAR8A-91. Zündkerzen-ElektrodenabstandZün dkerzen-Elektro denab stand:
0.8–0.9 mm (0.031–0.035 in)
Anzu gsmoment:
Zündkerze: 13 N·m (1.3 kgf·m, 9.6 lb·ft)
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