lock YAMAHA WR 450F 2009 Betriebsanleitungen (in German)
[x] Cancel search | Manufacturer: YAMAHA, Model Year: 2009, Model line: WR 450F, Model: YAMAHA WR 450F 2009Pages: 230, PDF-Größe: 14.39 MB
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FAHRWERK
3. Reinigen:
• Antriebskette
Den Schmutz so gut wie möglich
abbürsten. Die Kette an-
schließend mit einem speziellem
Kettenreinigungsmittel reinigen.
Die Antriebskette ist mit O-Ringen
"1" zwischen den Kettenlaschen
abgedichtet. Reinigung mit Damp-
fstrahler, einem ungeeigneten Lö-
sungsmittel oder Kerosin kann die
O-Ringe beschädigen.
4. Kontrollieren:
• O-Ringe "1" der Antriebskette
Beschädigt→Antriebskette er-
neuern.
•Rolle "2"
• Kettenlaschen "3"
Beschädigt/verschlissen→Antrie-
bskette erneuern.
5. Kontrollieren:
• Beweglichkeit "a" der Antrieb-
skette
Die Antriebskette beim Reinigen
und Schmieren, wie in der Abbil-
dung gezeigt, fest halten.
Steif→Antriebskette erneuern.6. Montieren:
• Kettenschloss "1"
•O-Ring "2"
• Antriebskette "3"
• Kettenschlosslasche "4"
Vor der Montage der Antriebskette
müssen die O-Ringe und das Ketten-
schloss mit einer dünnen Schicht
Lithiumseifenfett bestrichen werden.
7. Montieren:
• Kettenschlosslasche
• Die Kettenschlosslasche mit einer
Antriebsketten-Nietzange "5". am
Kettenschloss anpressen.
• Das Ende des Kettenschlosses mit
einer Antriebsketten-Nietzange ver-
nieten.
• Nach dem Vernieten sicherstellen,
dass das Kettenschloss beweglich
ist.
8. Schmieren:
• Antriebskette
ANTRIEBSKETTEN-DURCHHANG
EINSTELLEN
1. Das Motorrad aufbocken, um das
Hinterrad vom Boden abzuheben.
2. Kontrollieren:
• Antriebsketten-Durchhang "a"
oberhalb der Kettenschienen-
SchraubeNicht nach Vorgabe→Korrigieren.
Mehrmals das Hinterrad drehen und
den Kettendurchhang kontrollieren,
um die straffste Stelle der Antrieb-
skette ausfindig zu machen. Den Ket-
tendurchhang an dieser Stelle
messen bzw. einstellen.
3. Einstellung:
• Antriebsketten-Durchhang
Antriebsketten-Durchhang ein-
stellen:
a. Die Achsmutter "1" und
Sicherungsmuttern "2" lokkern.
b. Den Antriebsketten-Durchhang
durch Verdrehen der Ein-
stellschraube "3" einstellen.
c. Beide Seiten um dieselbe Anzahl
Umdrehungen verstellen, um die
Radausrichtung nicht zu ver-
stellen. (Beide Kettenspanner
sind mit Ausrichtungsmarkierun-
gen "a" versehen.) ACHTUNG:
Eine falsch gespannte Antrieb-
skette verursacht erhöhten
Verschleiß von Motor und an-
deren wichtigen Teilen des Mo-
torrads und kann dazu führen,
dass die Kette reißt oder ab-
springt. Daher darauf achten,
dass der Kettendurchhang sich
im Sollbereich befindet.
Antriebsketten-Schmier-
mittel:
SAE 10W-30 Motoröl
oder O-Ring-
Kettenspray
Antriebsketten-Durch-
hang:
48–58 mm (1.9–2.3 in)
Kette straffen→Einstellschraube
"3" entgegen dem
Uhrzeigersinn drehen.
Kette lockern→Einstellschraube
"3" im Uhrzeigersinn drehen
und das Rad nach vorn drück-
en.
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3-27
FAHRWERK
• STANDARD-EINSTELLUNG:
Die Einstellschraube völlig hinein-
drehen und dann um die vorge-
schriebene Anzahl
Raststellungen herausdrehen.
Den Einstellmechanismus nie über
die Minimal- oder Maximaleinstel-
lung hinausdrehen, um diesen
nicht zu beschädigen.
Sicherstellen, dass beide Gabel-
beine gleichmäßig eingestellt sind.
Eine ungleichmäßige Einstellung
beeinträchtigt das Fahrverhalten.
3. Montieren:
• Gummikappe
HINTERRAD-STOSSDÄMPFER
KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:
• Leichtgängigkeit der Schwinge
Geräuschvoll/stockend→Dreh-
punkte schmieren/ in Stand set-
zen.
Beschädigt/undicht→Erneuern.
FEDERVORSPANNUNG DER
HINTERRAD-STOSSDÄMPFER
EINSTELLEN
1. Das Motorrad aufbocken, um das
Hinterrad vom Boden abzuheben.
2. Demontieren:
• Rahmenheck3. Messen:
• Einbaulänge der Feder
Die Kennmarkierung "a" ist am Fed-
erende angebracht.
4. Einstellung:
• Federvorspannung
Arbeitsvorgang:
a. Die Sicherungsmutter "1" lockern.
b. Die Einstellmutter "2" so weit lös-
en, bis zwischen Feder und Ein-
steller etwas Spiel entsteht.
c. Länge "a" der ungespannten Fed-
er messen.
d. Die Einstellmutter "2" verdrehen.
• Vor der Einstellung die Ringe von
jeglichem Schmutz und Schlamm
befreien.
• Die Einbaulänge der Feder ändert
sich um 1.5 mm (0.06 in) pro Um-
drehung des Federvorspannrings.
Den Einstellmechanismus nie über
die Minimal- oder Maximaleinstel-
lung hinausdrehen.
e. Die Sicherungsmutter festziehen.
5. Montieren:
• Rahmenheck (oben)
• Rahmenheck (unten) Standard-einstellung:
9. Raststellung
Standard-Einbaulänge:
KENNMARKI-
ERUNG/
MENGEAbstand
Rosa/1 252.5 mm
(9.94 in)
* 251.5 mm
(9.90 in)
* Für EUROPA
Härter→Federvorspannung er-
höhen. (Einstellmutter "2" hi-
neindrehen.)
Weicher→Federvorspannung
reduzieren. (Einstellmutter "2"
herausdrehen.)
Einstellbereich:
Maximal Minimal
Position, bei
der die Feder
von ihrer ung-
espannten
Länge um 13
mm (0.51 in) hi-
neingedreht ist.Position, bei
der die Feder
von ihrer ung-
espannten
Länge um 1.5
mm (0.06 in) hi-
neingedreht ist.
Sicherungsmutter:
30 Nm (3.0 m•kg, 22
ft•lb)
Rahmenheck (oben):
38 Nm (3.8 m•kg, 27
ft•lb)
Rahmenheck (unten):
32 Nm (3.2 m•kg, 23
ft•lb)
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FAHRWERK
Den Einstellmechanismus nie über
die Minimal- oder Maximaleinstel-
lung hinausdrehen, um diesen
nicht zu beschädigen.
REIFENLUFTDRUCK
KONTROLLIEREN
1. Messen:
• Reifenluftdruck
Nicht nach Vorgabe→Korrigieren.
• Den Reifenluftdruck bei kaltem Re-
ifen kontrollieren.
• Bei zu niedrigem Reifenluftdruck
besteht die Gefahr, dass der Reifen
auf der Felge rutscht.
• Ein schräg stehender Ventilschaft
deutet darauf hin, dass der Reifen
sich verschoben hat.
• Falls der Ventilschaft schräg steht,
sitzt der Reifen falsch auf. In
diesem Fall die Reifenlage korri-
gieren.
SPEICHEN KONTROLLIEREN UND
FESTZIEHEN
Folgender Arbeitsablauf gilt für
sämtliche Speichen.
1. Kontrollieren:
• Speichen
Verbogen/beschädigt→Er-
neuern.
Speiche lose→Spannen.
Die Speichen einzeln mit einem
Schraubendreher abklopfen.
Eine ausreichend gespannte Speiche
klingt laut und deutlich; eine lockere
Speiche klingt dumpf.
2. Festziehen:
• Speichen
(mit Nippelspanner "1")
Die Speichen müssen vor und nach
der Einfahrzeit festgezogen werden.
RÄDER KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:
• Felgenschlag
Das Rad anheben und drehen.
Anormaler Schlag→Erneuern.
2. Kontrollieren:
• Lagerspiel
Vorhanden→Erneuern.LENKKOPF KONTROLLIEREN
UND EINSTELLEN
1. Den Motor so aufbocken, dass
das Vorderrad frei in der Luft
schwebt. WARNUNG! Das Fahr-
zeug sicher abstützen, damit es
nicht umfallen kann.
2. Kontrollieren:
• Lenkachse
Die Gabelholme am unteren
Ende umfassen und die Telesko-
pgabel hin und her bewegen.
Spiel vorhanden→Lenkkopflager
einstellen.
3. Kontrollieren:
• Leichtgängigkeit der Lenkung
Lenker von Anschlag zu Anschlag
schwenken.
Stockend→Ringmutter einstellen.
4. Einstellung:
• Ringmutter
Ringmutter einstellen:
a. Den Scheinwerfer demontieren.
b. Den Lenker und die obere Gabel-
brucke demontieren.
c. Die Ringmutter "1" mit dem Hak-
enschlüssel "2" lokkern. Standard-Reifenluft-
druck:
100 kPa (1.0 kgf/cm
2,
15 psi)
Speichennippel-Schlüs-
sel
YM-01521/90980-01521
Speichen:
3 Nm (0.3 m•kg, 2.2
ft•lb)
Hakenschlüssel:
YU-33975/90890-01403
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5-3
KÜHLER
HANDHABUNGSHINWEISE
Der Kühlerverschlussdeckel darf
niemals bei heißem Motor ab-
genommen werden. Austretender
Dampf und heiße Kühlflüssigkeit
können ernsthafte Verbrühungen
verursachen.
Den Kühlerverschlussdeckel im-
mer erst nach Abkühlen des Mo-
tors, wie nachfolgend
beschrieben, öffnen:
Einen dicken Lappen über den
Kühlerverschlussdeckel legen und
dann den Deckel langsam im Ge-
genuhrzeigersinn bis zum An-
schlag drehen. Dadurch kann der
restliche Druck entweichen. Erst
wenn kein Zischen mehr zu verne-
hmen ist, den Verschlussdeckel
eindrücken und im Gegenu-
hrzeigersinn abschrauben.
KÜHLER KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:
• Kuhlerblock "1"
Zugesetzt→Von der Rückseite
mit Druckluft ausblasen.
Kühlerlamellen verbogen→
nstand setzen/erneuern.
KÜHLER MONTIEREN
1. Montieren:
• Rohr 1 "1"
• Kühler-Schlauch 1 "2"
• Rohr 2 "3"
• Kühler-Schlauch 3 "4"• Kühler-Schlauch 4 "5"
2. Montieren:
• Kühler-Schlauch 2 "1"
• Kühler links "2"
3. Montieren:
• Auffangtank-Schlauch "1"
• Kühler rechts "2"
Siehe unter "KA-
BELFÜHRUNGSDIAGRAMME"
in KAPITEL 2.
4. Montieren:
• Kuhlerschutz "1"
Zuerst das innere Hakenteil "a" und
danach das äußere "b" am Kühler
einhängen.
5. Montieren:
• Auffangtank "1"
• Schraube (Auffangtank) "2"
• Schraube (Auffangtank) "3"
• Auffangtank-Schlauch "4"
• Auffangtank-Belüftungsschlauch
"5"
Siehe unter "KA-
BELFÜHRUNGSDIAGRAMME"
in KAPITEL 2.
Rohr 1:
10 Nm (1.0 m•kg, 7.2
ft•lb)
Kühler-Schlauch 1:
2 Nm (0.2 m•kg, 1.4
ft•lb)
Rohr 2:
10 Nm (1.0 m•kg, 7.2
ft•lb)
Kühler-Schlauch 3:
2 Nm (0.2 m•kg, 1.4
ft•lb)
Kühler-Schlauch 4:
2 Nm (0.2 m•kg, 1.4
ft•lb)
Kühler-Schlauch 2:
2 Nm (0.2 m•kg, 1.4
ft•lb)
Kühler links:
10 Nm (1.0 m•kg, 7.2
ft•lb)
Kühler rechts:
10 Nm (1.0 m•kg, 7.2
ft•lb)
Schraube (Auffangtank):
7 Nm (0.7 m•kg, 5.1
ft•lb)
Schraube (Auffangtank):
16 Nm (1.6 m•kg, 11
ft•lb)
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5-4
VERGASER
VERGASER
VERGASER DEMONTIEREN
Reihenfolge Bauteil Anz. Bemerkungen
Sitzbank und Kraftstofftank Siehe unter "SITZBANK, KRAFTST-
OFFTANK UND SEITENABDECKUNGEN
DEMONTIEREN" in KAPITEL 3.
Federbein Siehe unter "FEDERBEIN" in KAPITEL 6.
1 Klemme 2
2 Drosselklappensensor-Steckverbinder 1
3 Gaszug-Abdeckung 1
4Gaszug 2
5 Schlauchschelle (Vergasereinlass- Anschluss) 1Die Schraube (Vergasereinlass-Anschluss)
lockern.
6 Klemme (Vergaserverbindung) 1 Die Schrauben(Vergaserverbindung) lösen.
7 Warmstartkolben 1
8 Vergaser 1
9 Zylinderkopf-Entlüftungsrohr 1
10 Zylinderkopf-Entlüftungsschlauch 1 1
11 Zylinderkopf-Entlüftungsschlauch 2 1
12 Zylinderkopf-Entlüftungsschlauch 3 1
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5-8
VERGASER
HANDHABUNGSHINWEISE
Die Drosselklappensensor-
Schraube "1" darf nicht gelockert
werden, außer wenn der Dros-
selklappensensor aufgrund eines
Fehlers zu erneuern ist, da sonst
die Motorleistung abfällt.
LEERLAUFGEMISCH-
REGULIERSCHRAUBE
DEMONTIEREN (Für EUROPA)
1. Demontieren:
• Leerlaufgemisch-Regulier-
schraube "1"
Die Leerlaufgemisch-Regulier-
schraube wird ab Werk individuell auf
die Maschine abgestimmt, um den
Kraftstofffluss im niedrigen Lastbere-
ich zu optimieren. Vor der Demon-
tage die Leerlaufgemisch-
Regulierschraube völlig hineindrehen
und dabei die Anzahl Umdrehungen
zählen. Diese Anzahl zeichnet man
dann als die im Werk eingestellte An-
zahl von Umdrehungen auf.
VERGASER KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:
• Vergasergehause
Verunreinigt→Reinigen.
• Zum Reinigen ein Losungsmittel
auf Petroleumbasis verwenden.
Sämtliche Kanäle und Düsen mit
Druckluft ausblasen.
• Niemals einen Draht verwenden.
2. Kontrollieren:
• Hauptdüse "1"
• Leerlaufdüse "2"
• Nadeldüse "3"
•Chokedüse "4"
• Leerlauf-Luftdüse "5"
• Ausströmdüse "6"
Beschädigt→Erneuern.
Verunreinigt→Reinigen.
• Zum Reinigen ein Losungsmittel
auf Petroleumbasis verwenden.
Sämtliche Kanäle und Düsen mit
Druckluft ausblasen.
• Niemals einen Draht verwenden.
NADELVENTIL KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:
• Nadelventil "1"
• Ventilsitz "2"
Riefig "a" →Erneuern.
Verstaubt "b" →Reinigen.
•Filter "c"
Verstopft→Reinigen.
DROSSELKLAPPE
KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:
• Leichtgangigkeit
Fest→Instand setzen, ggf. er-
neuern.
Die Drosselklappe "1" in das Vergas-
ergehäuse einsetzen und deren Le-
ichtgängigkeit kontrollieren.
DÜSENNADEL KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:
• Dusennadel "1"
Verbogen/verschlissen→Er-
neuern.
•Clip-Nut
Spiel vorhanden/verschlissen→
Erneuern.
SCHWIMMERSTAND MESSEN
UND EINSTELLEN
1. Messen:
• Schwimmerstand "a"
Nicht nach Vorgabe→Korrigieren.
Arbeitsvorgang:
a. Den Vergaser auf den Kopf
stellen.
• Den Vergaser langsam umschwen-
ken und die Messung vornehmen,
wenn das Nadelventil und der
Schimmerhebel fluchten.
• Bei waagerechtem Vergaser druckt
der Schwimmer das Nadelventil
ein, was zu einem falschen
Messergebnis fuhrt.
b. Den Abstand zwischen der Pass-
flache der Schwimmerkammer
und der Oberkante des Schwim-
mers mit einem Messschieber
messen.
Der Schwimmerhebel sollte auf dem
Nadelventil aufliegen, dieses aber
nicht niederdrücken.
c. Falls der Schwimmerstand nicht
der Vorgabe entspricht, den
Nadelventilsitz und die Ventil-
nadel kontrollieren.
d. Bei Verschleis (auch nur eines
der beiden Teile) beide Bauteile
erneuern.
Schwimmerstand:
8.0 mm (0.31 in)
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5-17
NOCKENWELLEN
NOCKENWELLE DEMONTIEREN
1. Demontieren:
• Rotor-Abdeckschraube "1"
• Kurbelwellen-Abdeckschraube
"2"
2. Ausrichten:
• OT-Markierung
(auf die Gegenmarkierung)
Arbeitsvorgang:
a. Die Kurbelwelle mit einem
Schraubenschlüssel im Gegenu-
hrzeigersinn drehen.
b. Wenn sich der Kolben des Zylin-
ders im oberen Totpunkt des Ver-
dichtungstaktes befindet, die OT-
Markierung "a" am Rotor auf die
entsprechende Gegenmarki-
erung "b" am Kurbelge-
häusedeckell ausrichten.
Der Kolben befindet sich im oberen
Totpunkt, wenn die Körnermarki-
erung "c" am Auslass- Nockenwellen-
rad und die Körnermarkierung "d" am
Einlass- Nockenwellenrad, wie in der
Abbildung gezeigt, mit der Zylin-
derkopf- Passfläche fluchten.
3. Demontieren:
• Steuerkettenspanner-Ver-
schlussschraube "1"
• Steuerkettenspanner "2"
•Dichtung4. Demontieren:
• Schraube (Nockenwellen- Lager-
deckel) "1"
• Nockenwellen-Lagerdeckel "2"
•Clip
Die Schrauben des Nockenwellen-
Lagerdeckels müssen von außen
nach innen schrittweise über Kreuz
gelockert werden.
Um Schäden an Zylinderkopf,
Nockenwellen und Nockenwellen-
Lagerdeckeln zu vermeiden, müs-
sen die Lagerdeckel-Schrauben
gleichmäßig gelöst werden.
5. Demontieren:
• Auslass-Nockenwelle "1"
• Einlass-Nockenwelle "2"
Die Steuerkette mit einem Draht "3"
sichern, damit sie nicht in das Kurbel-
gehäuse hinabfällt.
NOCKENWELLE
KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:
•Nocken
Blau gefärbt/angefressen/
verkratzt→Erneuern.
2. Messen:
• Nocken-Abmessungen "a" und
"b"
Nicht nach Vorgabe→Erneuern.3. Messen:
• Nockenwellen-Schlag
Nicht nach Vorgabe→Erneuern.
4. Messen:
• Nockenwellen-Lagerspiel
Nicht nach Vorgabe→Nokken-
wellen- Durchmesser messen.
Nocken-Abmessungen:
Einlass "a":
30.100–30.200 mm
(1.1850–1.1890 in)
30.000 mm (1.1811 in)
Einlass "b":
22.450–22.550 mm
(0.8839–0.8878 in)
22.350 mm (0.8799 in)
Auslass "a":
30.200–30.300 mm
(1.1890–1.1929 in)
30.100 mm (1.1850 in)
Auslass "b":
22.450–22.550 mm
(0.8839–0.8878 in)
22.350 mm (0.8799 in)
Nockenwellen-Schlag:
Max. 0.03 mm (0.0012
in)
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5-18
NOCKENWELLEN
Arbeitsvorgang:
a. Die Nockenwelle in den Zylin-
derkopf einsetzen.
b. Einen Streifen Kunststoffaden
(Plastigauge
® "1") auf die
Nokkenwellen ablegen.
c. Den Clip, die Passhulsen und die
Lagerdeckel montieren.
• Die Schrauben des Nockenwellen-
Lagerdekkels müssen von außen
nach innen schrittweise über Kreuz
gelockert werden.
• Die Nockenwelle darf nicht bewegt
werden, bis die Messung des La-
gerspiels mit dem Kunststoffaden
(Plastigauge
®) beendet ist.
d. Die Nockenwellen-Lagerdeckel
demontieren und dann die Breite
des gepressten Kunststoffadens
(Plastigauge
® "1") messen.
5. Messen:
• Nockenwellen-Lagerzapfen-
Durchmesser "a"
Nicht nach Vorgabe→Nokken-
welle erneuern.
Im Sollbereich→Zylinderkopf und
Nokkenwellen-Lagerdeckel ge-
meinsam erneuern.NOCKENWELLENRAD
KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:
• Nockenwellenrader "1"
Beschädigt/verschlissen→Nock-
enwellenräder und Steuerkette
gemeinsam erneuern.
DEKOMPRESSIONSSYSTEM
KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:
• Dekompressionssystem
Arbeitsvorgang:
a. Sicherstellen, dass die Nocke "1"
des Dekompressionssystems
sich leichtgangig bewegt.
b. Sicherstellen, dass der Nocken-
Hebelstift "2" des Dekompres-
sionssystems aus der Nocken-
welle herausragt.
STEUERKETTENSPANNER
KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:
• Den Steuerkettenspanner-Stosel
mit einem schmalen Schrauben-
dreher "1" bis zum Anschlag im
Uhrzeigersinn drehen und dabei
leicht niederdrucken.
• Den Schraubendreher loslassen
und sicherstellen, dass der
Steuerkettenspanner-Stosel
freigegeben wird.• Anderenfalls den Steuer-
kettenspanner erneuern.
NOCKENWELLE MONTIEREN
1. Montieren:
• Auslass-Nockenwelle "1"
• Einlass-Nockenwelle "2"
Arbeitsfolge:
a. Die Kurbelwelle mit einem
Schraubenschlüssel im Gegenu-
hrzeigersinn drehen.
• Molybdändisulfidöl auf die Nocken-
wellen auftragen.
• Motoröl auf das Dekompressions-
system auftragen.
b. Wenn sich der Kolben des Zylin-
ders im oberen Totpunkt des Ver-
dichtungstaktes befindet, die OT-
Markierung "a" am Rotor auf die
entsprechende Gegenmarki-
erung "b" am Kurbelge-
häusedeckell ausrichten.
c. Die Steuerkette "3" an den Nock-
enwellenrädern anbringen und
dann die Nockenwellen im Zylin-
derkopf montieren. Nockenwellen-Lager-
spiel:
0.028–0.062 mm
(0.0011–0.0024 in)
(0.003 in)
Schraube (Nocken-
wellen- Lagerdeckel):
10 Nm (1.0 m•kg, 7.2
ft•lb)
Nockenwellen-Lagerza-
pfen-Durchmesser:
21.959–21.972 mm
(0.8645–0.8650 in)
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5-31
ZYLINDER UND KOLBEN
ZYLINDER MONTIEREN
1. Montieren:
• Passhülse
• Zylinder-Dichtung "1"
• Zylinder "2"
Zylinderblock mit einer Hand anbrin-
gen, während der Kolbenring mit der
anderen Hand zusammengedrückt
wird.
• Die Steuerkette "3" durch den
Steuerkettenschacht führen.
• Darauf achten, dass die Steuer-
kettenschiene "4" nicht beschä-
digt wird.
2. Montieren:
• Zylinder-Schraube
Zylinder-Schraube:
10 Nm (1.0 m•kg, 7.2
ft•lb)
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5-42
AUSGLEICHSWELLE
AUSGLEICHSVORRICHTUNG
DEMONTIEREN
1. Die Lasche der Sicherungss-
cheibe umbiegen.
2. Lockern:
• Ausgleichswellen-Mutter "1"
• Mutter (Primarantriebsritzel) "2"
• Mutter (Ausgleichswellen-Antrie-
bsrad) "3"
Ein Alu-Blechstück "a" zwischen das
Antriebsritzel "4" und das Antriebsrad
"5" klemmen.
PRIMÄRANTRIEBSRITZEL,
AUSGLEICHSWELLEN-
ANTRIEBSRITZEL UND -
ANTRIEBSRAD KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:
• Primärantriebsritzel "1"
• Ausgleichswellen-Antriebsritzel
"2"
• Ausgleichswellen-Antriebsrad "3"
Verschlissen/beschädigt→Er-
neuern.AUSGLEICHSWELLE
KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:
• Ausgleichsvorrichtung
Rissig/beschädigt→Erneuern.
AUSGLEICHSVORRICHTUNG
MONTIEREN
1. Montieren:
• Ausgleichswellen-Antriebsrad "1"
Das Ausgleichswellen-Antriebsrad
und die Ausgleichswelle so montier-
en, dass deren kürzere Zähne "a"
fluchten.
2. Montieren:
• Ausgleichswellen-Antriebsrad "1"
• Die Körnermarkierung "a" des
Antriebsritzels und die Körnermark-
ierung "b" des Antriebsrads müssen
fluchten.
• Das Ausgleichswellen-Antriebsrad
und die Ausgleichswelle so mon-
tieren, dass deren kürzere Zähne
"c" fluchten.
3. Montieren:
• Sicherungsscheibe "1"
• Mutter (Ausgleichswellen-Antrie-
bsrad) "2"
• Primärantriebsritzel "3"
• Federscheibe "4"
• Mutter (Primarantriebsritzel) "5"• Einlegekeil "6"
• Ausgleichsgewicht "7"
• Sicherungsscheibe "8"
• Ausgleichswellen-Mutter "9"
• Das Gewinde und die Kontakt-
fläche der Primärantriebsritzel-Mut-
ter mit Motoröl bestreichen.
• Ein Alu-Blechstück "a" zwischen
das Antriebsritzel "10" und das
Antriebsrad "11" klemmen.
• Die Federscheibe so einbauen,
dass deren Anhebung "b" nach
außen gerichtet ist.
4. Die Lasche der Sicherungss-
cheibe umbiegen.
Mutter (Ausgleich-
swellen-Antriebsrad):
50 Nm (5.0 m•kg, 36
ft•lb)
Mutter (Primärantrieb-
sritzel):
110 Nm (11.0 m•kg, 80
ft•lb)
Ausgleichswellen-Mut-
ter:
45 Nm (4.5 m•kg, 33
ft•lb)