Kapitel 4 YAMAHA YZ250F 2011 Betriebsanleitungen (in German)
[x] Cancel search | Manufacturer: YAMAHA, Model Year: 2011, Model line: YZ250F, Model: YAMAHA YZ250F 2011Pages: 202, PDF-Größe: 14.26 MB
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BENUTZERHINWEISE
INFORMATION AUFFINDEN
1. Diese Anleitung umfasst sieben Kapitel: 1. Allgemeine Angaben –
2. Technische Daten – 3.
Regelmässige Wartungs- und
Einstellarbeiten – 4. Motor – 5.
Fahrwerk – 6. Elektrische Anlage
– 7. Abstimmung
2. Dem ersten Kapitel geht ein In- haltverzeichnis voran. Machen
Sie sich mit dem Inhalt und Auf-
bau der Anleitung vertraut, bevor
Sie nach bestimmten Angaben
suchen.
Halten Sie das Buch wie in der
Abbildung gezeigt, um das Auffin-
den der einzelnen Kapitel zu erle-
ichtern.
AUFBAU
Diese Anleitung wurde zusam-
mengestellt, um dem Benutzer ein le-
icht verständliches Nachschlagewerk
in die Hand zu geben, in dem alle
dargestellten Arbeitsvorgänge (Ein-
und Ausbau, Zerlegung und Zusam-
menbau, Prüfung und Reparatur) de-
tailliert und in der entsprechenden
Reihenfolge beschrieben sind.
Je nach Zustand eines fehlerhaften
Bauteils weist ein Pfeilsymbol auf die
erforderliche Maßnahme hin.
Beispiel: • LagerPitting/Beschädigung →Erneuern.
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INHALT
KAPITEL 1
ALLGEMEINE
ANGABEN
LAGE DER WICHTIGEN
AUFKLEBER .................... 1-1
FAHRZEUGBE
SCHREIBUNG .................. 1-5
KUNDENINFORMATION . 1-6
MITGELIEFERTE TEILE .. 1-6
WICHTIGE
INFORMATIONEN............ 1-6
KABELANSCHLÜSSE
KONTROLLIEREN ........... 1-7
SPEZIALWERKZEUGE ... 1-9
BEDIENUNGSELEMENTE
UND
DEREN FUNKTION ........ 1-13
STARTEN UND
EINFAHREN ................... 1-14
ANZUGSDREHMOMENTE
KONTROLLIEREN ......... 1-16
PFLEGE UND
LAGERUNG ................... 1-17
KAPITEL 2
ALLGEMEINE
TECHNISCHE
DATEN
ALLGEMEINE TECHNIS-
CHE DATEN ..................... 2-1
WARTUNGSDATEN ........ 2-3
ANZUGSMOMENT ......... 2-10
SCHMIERSYSTEM-SCHAU-
BILDER........................... 2-16
KABELFÜHRUNGSDIAGRA
MME................................ 2-18
KAPITEL 3
REGELMÄSSIGE
WARTUNGS- UND
EINSTELLARBEIT-
EN
WARTUNGSINTERVALLE
.......................................... 3-1
ROUTINEKONTROLLE
VOR FAHRTBEGINN ....... 3-6
MOTOR ............................. 3-7
FAHRWERK ................... 3-15
ELEKTRISCHE
ANLAGE ......................... 3-25
KAPITEL 4
MOTOR
SITZBANK, KRAFTSTOFF-
TANK UND SEITENAB-
DECKUNGEN ................... 4-1
AUSPUFFKRÜMMER UND
SCHALLDÄMPFER .......... 4-3
KÜHLER ........................... 4-5
VERGASER ...................... 4-7
NOCKENWELLEN ......... 4-15
ZYLINDERKOPF ............ 4-21
VENTILE UND
VENTILFEDERN............. 4-23
ZYLINDER UND
KOLBEN ......................... 4-28
KUPPLUNG .................... 4-32
ÖLFILTEREINSATZ UND
WASSERPUMPE............ 4-36
AUSGLEICHSWELLE .... 4-41
ÖLPUMPE ...................... 4-43
KICKHEBELWELLE UND
SCHALTWELLE ............. 4-47
LICHTMASCHINE .......... 4-52
MOTOR
DEMONTIEREN.............. 4-54
KURBELGEHÄUSE UND
KURBELWELLE............. 4-58GETRIEBE,
SCHALTWALZE UND
SCHALTGABELN...........4-64
KAPITEL 5
FAHRWERK
VORDER- UND
HINTERRAD .....................5-1
VORDER- UND
HINTERRADBREMSEN ...5-6
TELESKOPGABEL ........5-16
LENKER..........................5-24
LENKUNG.......................5-28
SCHWINGE.....................5-32
FEDERBEIN....................5-37
KAPITEL 6
ELEKTRISCHE
ANLAGE
ELEKTRISCHE BAUTEILE
UND SCHALTPLAN .........6-2
ZÜNDSYSTEM..................6-3
EINGELEGT DROSS-
ELKLAPPENSENSOR .....6-6
KAPITEL 7
ABSTIMMUNG
MOTOR .............................7-1
FAHRWERK .....................7-6
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1-14
STARTEN UND EINFAHREN
STARTEN UND EINFAHREN
KRAFTSTOFF
Nur den empfohlenen Kraftstoff tan-
ken. Am Anfang eines Renntages
frischen Kraftstoff einfüllen.
Ausschließlich bleifreies Benzin
tanken. Der Gebrauch verbleiten
Kraftstoffs verursacht unreparier-
bare Schäden am Motor (z. B. den
Ventilen), am Auspuffsystem usw.
Falls es zu Zündfunkenklopfen kom-
mt, eine andere Benzin-Marke oder
Benzin mit einer höheren Oktanzahl
verwenden.
• Zum Tanken den Motor abstellen
und darauf achten, dass kein
Benzin verschüttet wird. Feuer
fern halten.
• Vor dem Tanken Motor, Auspuff
usw. abkuhlen lassen.
HANDHABUNGSHINWEISE
Niemals den Motor in einem ge-
schlossenen Raum starten oder
betreiben. Die Abgase sind giftig
und können in kürzester Zeit zu
Bewusstlosigkeit bzw. Stets für
eine gute Belüftung sorgen.
• Der Vergaser dieses Modells ist
mit einer Beschleunigungspum-
pe ausgerustet. Deshalb beim
Anlassen des Motors den Gas-
drehgriff nicht öffnen; anderen-
falls verölt die Zündkerze.
• Ungleich einem 2-Takt-Motor,
kann dieser Motor nicht mit
geöffnetem Gasdrehgriff ange-
lassen werden; anderenfalls
könnte der Kickstarterhebel
rückschlagen. Außerdem könnte
das Gemisch bei geöffnetem
Gasdrehgriff zu mager sein.
• Vor dem Anfahren der Maschine,
unbedingt die unter „Prüfungen
vor lnbetriebnahme" aufgefüh-
rten Kontrollen ausführen.
LUFTFILTER WARTEN
Entsprechend dem Abschnitt "LUFT-
FILTER REINIGEN" in KAPITEL 3,
Schaumfilteröl auf den Filtereinsatz
auftragen. (Ein Überschuss an Öl
kann Startprobleme verursachen.)
KALTEN MOTOR ANLASSEN
1. Den Kühlflüssigkeitsstand kon-
trollieren.
2. Den Kraftstoffhahn auf "ON" stel-
len.
3. Das Getriebe in die Leerlaufstel-
lung schalten.
4. Den Chokehebel "1" bis zum An-
schlag betätigen.
5. Den Kickstarter betätigen.
Beim Anlassen des Motors mit
dem Kickstarter den Gasdrehgriff
nicht öffnen. Anderenfalls könnte
der Kickstarterhebel rückschlag-
en.
6. Den Chokehebel zurückschieben
und den Motor 1 oder 2 Minuten
lang mit 3,000–5,000 U/min be-
treiben.
Wird der Motor hochgedreht, bewirkt
die von der Beschleunigungspumpe
verursachte Anreicherung des Gemi-
schs ein Absterben des Motors. Un-
gleich einem 2-Takt-Motor, darf
dieser Motor im Leerlauf betrieben
werden.
Den Motor nicht übermäßig lange
im Leerlauf betreiben.
WARMEN MOTOR ANLASSEN
Weder den Chokehebel noch den
Gasdrehgriff betätigen. Den Warm-
starthebel "1" betätigen und den Mo-
tor mit einem festen Tritt auf dem
Kickstarterhebel anlassen. Nach dem
Anlassen des Motors den Warm-
starthebel loslassen, um die Luftzu-
fuhr zu stoppen.
Starten nach einem Sturz
Den Warmstarthebel betätigen und
den Motor anlassen. Nach dem An-
lassen des Motors den Warm-
starthebel loslassen, um die
Luftzufuhr zu stoppen.
Wenn der Motor nicht anspringt
Den Warmstarthebel bis zum An-
schlag betätigen und den Kickstarter-
hebel 10–20 Mal durchtreten, um den
überschüssigen Kraftstoff aus dem
Motor abzulassen. Den Motor erneut
anlassen. Siehe unter "Starten nach
einem Sturz". Empfohlener Kraftstoff:
Nur bleifreies Super-
benzin mit einer Oktan-
zahl (Roz) von 95 oder
höher.
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1-16
ANZUGSDREHMOMENTE KONTROLLIEREN
ANZUGSDREHMOMENTE KONTROLLIEREN
Die entsprechenden Anzugsdrehmomente sind dem Abschnitt "ANZUGSMOMENT" in KAPITEL 2 zu entnehmen.
Fahrgestell Rahmen und Rahmenhinterteil
Sitzbank-Krafstofftank-Baugruppe Kraftstofftank und Rahmen
Auspuffsystem Schalldämpfer und Rahmenhinterteil
Motorlager Rahmen und Motor
Motorhalterung und Motor
Motorhalterung und Rahmen
Lenkung Lenkkopf und Lenker Lenkrohr und Rahmen
Lenkschaft und obere Gabelbrücke
Obere Gabelbrücke und Lenker
Radaufhängung Vorn Lenkkopf und Gabelholme Gabelholme und obere Gabelbrücke
Teleskopgabel und untere Gabelbrücke
Hinten Bei Umlenksystem Umlenkhebel
Hebel und Rahmen
Hebel und Federbein
Hebel und Schwinge
Federbeinbefestigung Federbein und Rahmen
Schwingenbefestigung Anzugsdrehmoment der Schwingenachse
Rad Radbefestigung Vorn Anzugsdrehmoment der Radachse
Anzugsdrehmoment der Achshalterung
Hinten Anzugsdrehmoment der Radachse
Rad und Kettenrad
Bremsen Vorn Bremssattel und Teleskopgabel
Bremsscheibe und Rad
Anzugsdrehmoment der Hohlschraube
Hauptbremszylinder und Lenker
Anzugsdrehmoment der Entlüftungsschraube
Anzugsdrehmoment der Bremsschlauch- Hal-
terung
Hinten Fußbremshebel und Rahmen
Bremsscheibe und Rad
Anzugsdrehmoment der Hohlschraube
Hauptbremszylinder und Rahmen
Anzugsdrehmoment der Entlüftungsschraube
Anzugsdrehmoment der Bremsschlauch- Hal-
terung
Kraftstoffanlage Kraftstofftank und Kraftstoffhahn
Schmiersystem Anzugsdrehmoment der Ölschlauchschelle
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3-3
WARTUNGSINTERVALLE
ANTRIEBSKETTE Kettenöl verwenden.
Schmieren, Durchhang und
Ausrichtung einstellen●●Kettendurchhang: 50–60 mm (2.0–2.4
in)
Erneuern●
KÜHLSYSTEM
Kühlflüssigkeitsstand kontrol-
lieren und Anlage auf Undichtig-
keit prüfen●●
Kühlerverschlussdeckel kontrol-
lieren●
Kühlflüssigkeit wechseln●Alle zwei Jahre
Schläuche kontrollieren●
EXTERNE SCHRAUBVERBIND-
UNGEN
Festziehen●●Siehe unter "STARTEN UND EIN-
FAHREN" in KAPITEL 1.
LUFTFILTER
Reinigen und schmieren●●Schaumfilteröl o. Ä. verwenden.
Erneuern●
ÖLFILTER
Erneuern●●
ÖLSIEB
Reinigen●
MOTORSCHUTZ
Erneuern●Totalausfall
RAHMEN
Reinigen und kontrollieren●●
KRAFTSTOFFTANK UND -HAHN
Reinigen und kontrollieren●●
BREMSEN
Hand- und Fußbremshebel-Po-
sition einstellen●●
Drehpunkte schmieren●●
Bremsscheiben-Oberfläche
kontrollieren●●
Flüssigkeitsstand kontrollieren
und Anlage auf Undichtigkeit
prüfen●●
Bremsscheiben-, Bremssattel-,
Hauptbremszylinder-Schrau-
ben und Hohlschrauben festzie-
hen●● BezeichnungNach
dem
Ein-
fahrenNach
jedem
Ren-
nen
(ca.
2,5
Stun-
den)Nach
jedem
3. Ren-
nen
(ca.
7,5
Stun-
den)Nach
jedem
5. Ren-
nen
(ca.
12,5
Stun-
den)Nach
BedarfBemerkungen
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3-12
MOTOR
LEERLAUFGEMISCH-
REGULIERSCHRAUBE
EINSTELLEN
1. Einstellung:
• Leerlaufgemisch-Regulier-
schraube "1"
Arbeitsvorgang:
Die Leerlaufgemisch-Regulier-
schraube wird ab Werk individuell auf
die Maschine abgestimmt, um den
Kraftstofffluss im niedrigen Lastbere-
ich zu optimieren. Zu Beginn der Ein-
stellung die Leerlaufgemisch-
Regulierschraube völlig hineindrehen
und dabei die Anzahl Umdrehungen
zählen. Die gezählte Anzahl Umdre-
hungen als die Werkseinstellung no-
tieren.
a. Die Leerlaufgemisch-Regulier-
schraube nur leicht bis zum An-
schlag hineindrehen.
b. Die Leerlaufgemisch-Regulier-
schraube um die vorgeschrie-
bene Anzahl von Umdrehungen
herausdrehen.
LEERLAUFDREHZAHL
EINSTELLEN
1. Den Motor anlassen und
gründlich warmlaufen lassen.
2. Einstellung:
• Leerlaufdrehzahl
Arbeitsvorgang:
a. Die Leerlaufgemisch-Regulier-
schraube einstellen.
Siehe unter "LEERLAUFGEMI-
SCH-REGULIERSCHRAUBE
EINSTELLEN".
b. Die Leerlaufeinstellschraube "1"
verdrehen, bis die vorgeschrie-
bene Leerlaufdrehzahl erreicht
ist.
Mit dem digitalen Drehzahlmesser
die Drehzahl ermitteln, indem der
Sensor "c" des Drehzahlmessers in
der Nähe die Zündspule "2". gebracht
wird.
VENTILSPIEL EINSTELLEN
• Dieser Abschnitt ist für Personen,
die über grundlegende Kenntnisse
und Fähigkeiten in der Wartung von
Yamaha-Motorrädern verfügen
(z.B.: Yamaha-Händler, Wartung-
spersonal etc.). Personen mit gerin-
gen Kenntnissen und Fähigkeiten
über Wartungsarbeiten wird emp-
fohlen, keine Inspektionen, Einstel-
lungen, Demontagen
durchzuführen und Montagen nur
mit Hilfe dieses Handbuchs vor-
zunehmen. Es könnten sonst War-
tungsprobleme und mechanische
Schäden auftreten.
• Das Ventilspiel sollte bei abgeküh-
ltem Motor eingestellt werden.
• Bei der Messung oder Einstellung
des Ventilspiels muss der Kolben
im oberen Totpunkt (OT) des Verdi-
chtungstaktes stehen.
1. Demontieren:
• Sitzbank
• Kraftstofftank
Siehe unter "SITZBANK, KRAFT-
STOFFTANK UND SEITENAB-
DECKUNGEN" in KAPITEL 4.
2. Demontieren:
• Zündkerze
• Zylinderkopfdeckel
Siehe unter "NOCKENWELLEN"
in KAPITEL 4.
3. Demontieren:
• Rotor-Abdeckschraube "1"
• Kurbelwellen-Abdeckschraube
"2"
•O-Ring
4. Kontrollieren:
• Ventilspiel
Nicht nach Vorgabe→Korrigieren.
Arbeitsvorgang:
a. Die Kurbelwelle mit einem
Schraubenschlüssel im Ge-
genuhrzeigersinn drehen.
b. Wenn sich der Kolben des Zylin-
ders im oberen Totpunkt des Ver-
dichtungstaktes befindet, die OT-
Markierung "a" am Rotor auf die
entsprechende Gegenmarki-
erung "b" am Kurbelge-
häusedeckel ausrichten. Leerlaufgemisch-Regu-
lierschraube (Beispiel):
1-3/4 Umdrehungen
heraus
Leerlaufdrehzahl höher→Leer-
laufeinstellschraube "1" nach
"a" drehen.
Leerlaufdrehzahl niedriger→
Leerlaufeinstellschraube "1"
nach "b" drehen.
Leerlaufdrehzahl:
1,900–2,100 U/min
Ventilspiel (kalt):
Einlassventil:
0.12–0.17 mm
(0.0047–0.0067 in)
Auslassventil:
0.17–0.22 mm
(0.0067–0.0087 in)
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3-13
MOTOR
Der Kolben befindet sich im oberen
Totpunkt, wenn die Körnermarki-
erung "c" am Auslass- Nockenwellen-
rad und die Körnermarkierung "d" am
Einlass- Nockenwellenrad, wie in der
Abbildung gezeigt, mit der Zylin-
derkopf- Passfläche fluchten.
c. Das Ventilspiel "e" mit einer Füh-
lerlehre "1" messen.
Entspricht das gemessene Ventil-
spiel nicht der Vorgabe, muss das
Messergebnis für spätere Zwecke
notiert werden.
5. Einstellung:
• Ventilspiel
Arbeitsvorgang:
a. Die Einlass- und Auslass-Nok-
kenwellen demontieren.
Siehe unter "NOCKENWELLEN"
in KAPITEL 4.
b. Die Tassenstößel "1" und Ventil-
plättchen "2" demontieren.
• Das Kurbelgehäuse am besten mit
einem sauberen Tuch abdecken,
damit keine Ventilplättchen hinein-
fallen können.
• Die entsprechende Einbaulage
sämtlicher Tassenstößel und Ven-
tilplättchen fest halten, damit sie
wieder in ihre ursprüngliche Lage
montiert werden können.
c. Das passende Ventilplättchen
laut der entsprechenden Tabelle
auswählen.
Die Stärke "a" des Ventilplättchens ist
in Hundertsteln von Millimetern auf
dessen Oberseite angegeben.
d. Die letzte Ziffer auf dem Ventil-
plättchen wie folgt runden.
Beispiel:
Nummer des ausgebauten Ventilplät-
tchens = 148
Gerundeter Wert = 150
Ventilplättchen sind nur in Abstufun-
gen von 0.05 mm erhältlich.
e. Die gerundete Ventilplättchen-
Nummer sowie das gemessene
Ventilspiel in der Tabelle für die
Auswahl der Ventilplättchen aus-
findig machen Aus dem
Schnittpunkt der beiden Koordi-
naten ergibt sich die neue Ventil-
plättchen-Nummer bzw. -Stärke.
Die neue Ventilplättchen-Stärke dient
zunächst nur als Bezugsgröße, denn
das Ventilspiel muss erneut kontrolli-
ert und gegebenenfalls korrigiert
werden.
f. Die neuen Ventilplättchen "3" und
Tassenstößel "4" einsetzen.
• Motoröl auf die Tassenstößel auf-
tragen.
• Molybdändisulfidöl auf die Ven-
tilschaft-Enden auftragen.
• Der Tassenstößel muss sich mit
dem Finger mühelos drehen las-
sen.
• Die Tassenstößel und Ventilplätt-
chen müssen in der ursprünglichen
Lage montiert werden.
g. Die Einlass- und Auslass-Nok-
kenwellen montieren.
Siehe unter "NOCKENWELLEN"
in KAPITEL 4.
StärkenbereichVerfügbare
Stärken: 25 Ab-
stufungen
Nr.
120–Nr
. 2401.20
mm–2.
40 mmin Abstufungen
von 0.05 mm
Letzte Ziffer auf
dem Ventilplät-
tchenGerundeter
Wert
0, 1 oder 2 0
4, 5 oder 6 5
8 oder 9 10
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3-17
FAHRWERK
3. Kontrollieren:
• Bremsflussigkeitsstand
Siehe unter "BREMSFLÜSSIG-
KEITSSTAND KONTROL-
LIEREN".
4. Kontrollieren:
• Funktion des Handbremshebels
Weich/schwammig→Bremshy-
draulik entlüften.
Siehe unter "HYDRAULISCHE
BREMSANLAGE ENTLÜFTEN".
HINTERRAD-
SCHEIBENBREMSBELÄGE
KONTROLLIEREN UND
WECHSELN
1. Kontrollieren:
• Scheibenbremsbelag-Stärke "a"
Nicht nach Vorgabe→Satzweise
erneuern.
2. Erneuern:
• Scheibenbremsbelag
Scheibenbremsbelag erneuern:
a. Den Protektor "1" und die Brems-
belag-Haltestift-Abdekkung "2"
demontieren.
b. Den Bremsbelag-Haltestift "3"
lockern.
c. Das Hinterrad "4" und den
Bremssattel "5" demontieren.
Siehe unter "VORDER- UND
HINTERRAD" in KAPITEL 5.d. Den Bremsbelag-Haltestift "6"
und die Bremsbeläge "7" demon-
tieren.
e. Einen durchsichtigen Kunststoff-
schlauch "8" an der Entlüft-
ungsschraube "9" befestigen und
dessen Ende in einen Auffangbe-
hälter führen.
f. Die Entlüftungsschraube lokkern
und dann den Bremskolben mit
den Fingern in den Bremssattel
zurückdrücken.
Die abgelassene Bremsflüssigkeit
nicht wieder verwenden.
g. Die Entluftungsschraube festzie-
hen.
h. Die Bremsbeläge "10" und den
Bremsbelag-Haltestift "11" mon-
tieren.
• Die Bremsbelage so montieren,
dass deren Haltenasen "a" in den
entsprechenden Aufnahmen "b"
des Bremssattels sitzen.
• Den Bremsbelag-Haltestift provi-
sorisch anziehen.
i. Den Bremssattel "12" und das
Hinterrad "13" montieren.
Siehe unter "VORDER- UND
HINTERRAD" in KAPITEL 5.j. Den Bremsbelag-Haltestift "14"
festziehen.
k. Die Bremsbelag-Haltestift-Ab-
dekkung "15" und den Protektor
"16" montieren.
3. Kontrollieren:
• Bremsflussigkeitsstand
Siehe unter "BREMSFLÜSSIGK-
EITSSTAND KONTROL-
LIEREN".
4. Kontrollieren:
• Funktion des Fußbremshebels
Weich/schwammig→Bremshy-
draulik entlüften.
Siehe unter "HYDRAULISCHE
BREMSANLAGE ENTLÜFTEN".
SCHEIBENBREMSBELAG-
ISOLIERUNG DER
HINTERRADBREMSE
KONTROLLIEREN
1. Demontieren:
• Scheibenbremsbelag
Siehe unter "HINTERRAD-
SCHEIBENBREMSBELÄGE
KONTROLLIEREN UND WECH-
SELN".
2. Kontrollieren:
• Hinterrad-Scheibenbremsbelag-
Isolierung "1"
Beschädigt→Erneuern. Scheibenbremsbelag-
Stärke:
6.4 mm (0.25 in)
(0.04 in)Entlüftungsschraube:
6 Nm (0.6 m•kg, 4.3
ft•lb)
Bremsbelag-Haltestift:
18 Nm (1.8 m•kg, 13
ft•lb)
Bremsbelag-Haltestift-
Abdekkung:
3 Nm (0.3 m•kg, 2.2
ft•lb)
Protektor-Schraube:
7 Nm (0.7 m•kg, 5.1
ft•lb)
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4-5
KÜHLER
KÜHLER
KÜHLER DEMONTIEREN
Reihenfolge Bauteil Anz. Bemerkungen
Die Kühlflüssigkeit ablassen.Siehe unter "KÜHLFLÜSSIGKEIT WECH-
SELN" in KAPITEL 3.
Sitzbank und KraftstofftankSiehe unter "SITZBANK, KRAFTSTOFF-
TANK UND SEITENABDECKUNGEN".
1 Kühlerschutz 2
2 Kühler-Schlauchschelle 10 Lediglich lockern.
3 Kupplungszug-Halterung 1
4 Kühler-Schlauch 1 1
5 Kühler links 1
6 Kühler-Schlauch 4 1
7Rohr 1
8 Kühler-Schlauch 5 1
9 Kühler rechts 1
10 Kühler-Schlauch 2 1
11 Kühler-Schlauch 3 1
12 Kühler-Entlüftungsschlauch 1
13 Kühlerrohr 1 1
2
4
2
3 13
2
2
2
2
211
7
8 22
69
210 12
1
5
1
T R..20 Nm (2.0 m
kg, 14 ft Ib)
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4-6
KÜHLER
HANDHABUNGSHINWEISE
Der Kühlerverschlussdeckel darf
niemals bei heißem Motor ab-
genommen werden. Austretender
Dampf und heiße Kühlflüssigkeit
können ernsthafte Verbrühungen
verursachen.
Den Kühlerverschlussdeckel im-
mer erst nach Abkühlen des Mo-
tors, wie nachfolgend
beschrieben, öffnen:
Einen dicken Lappen über den
Kühlerverschlussdeckel legen und
dann den Deckel langsam im Ge-
genuhrzeigersinn bis zum An-
schlag drehen. Dadurch kann der
restliche Druck entweichen. Erst
wenn kein Zischen mehr zu verne-
hmen ist, den Verschlussdeckel
eindrücken und im Ge-
genuhrzeigersinn abschrauben.
KÜHLER KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:
• Kuhlerblock "1"
Zugesetzt→Von der Rückseite
mit Druckluft ausblasen.
Kühlerlamellen verbogen→
nstand setzen/erneuern.
KÜHLER MONTIEREN
1. Montieren:
• O-Ring "1"
• Kühlerrohr 1 "2"
• Kuhlerrohr-Schraube "3"
Den O-Ring mit Lithiumseifenfett be-
streichen.
2. Montieren:
• Kühler-Entlüftungsschlauch "1"
• Kühler-Schlauch 2 "2"
• Kühler-Schlauch 4 "3"
• Rohr "4"
• Kühler-Schlauch 5 "5"
• Kühler-Schlauch 3 "6"
(an Kühler rechts "7")
3. Montieren:
• Kühler rechts "1"
• Schraube (Kuhler rechts) "2"
• Kühler-Schlauch 5 "3"
Siehe unter "KABELFÜH-
RUNGSDIAGRAMME" in KAPI-
TEL 2.
4. Montieren:
• Kühler links "1"
• Schraube (Kuhler links) "2"
• Kühler-Schlauch 1 "3"
Siehe unter "KABELFÜHR-
UNGSDIAGRAMME" in KAPITEL
2.5. Festziehen:
• Kuhler-Schlauchschelle "4"
6. Montieren:
• Kuhlerschutz "1"
Zuerst das innere Hakenteil "a" und
danach das äußere "b" am Kühler
einhängen.
Kuhlerrohr-Schraube:
10 Nm (1.0 m•kg, 7.2
ft•lb)
Schraube (Kuhler re-
chts):
10 Nm (1.0 m•kg, 7.2
ft•lb)
Schraube (Kuhler links):
10 Nm (1.0 m•kg, 7.2
ft•lb)
Kühler-Schlauch 1:
2 Nm (0.2 m•kg, 1.4
ft•lb)
Kühler-Schlauchschelle:
2 Nm (0.2 m•kg, 1.4
ft•lb)