FIAT FREEMONT 2012 Betriebsanleitung (in German)
Manufacturer: FIAT, Model Year: 2012, Model line: FREEMONT, Model: FIAT FREEMONT 2012Pages: 372, PDF-Größe: 5.66 MB
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WARNHINWEISE!
Achten Sie auf die Airbag-Warnleuchte
in der Instrumententafel, sonst sind Sie
unter Umständen bei einer Kollision nicht durch
den Airbag geschützt .Wenn dieWarnleuchte nach
dem ersten Einschalten der Zündung nicht zur
Glühlampenprüfung aufleuchtet , ständig leuch-
tet oder während der Fahrt plötzlich aufleuchtet ,
lassen Sie das Airbag-System sofort von einer
Vertragswerkstatt überprüfen.
Gasgeneratoren der erweiterten Fahrer- und
Beifahrer-Front-Airbags
Die Gasgeneratoren der erweiterten Fahrer- und
Beifahrer-Front-Airbags sind in der Lenkradmitte und
in der rechten Seite der Instrumententafel eingebaut.
Wenn das Rückhaltesysteme-Steuergerät einen Auf-
prall registriert, der so stark ist, dass die erweiterten
Front-Airbags benötigt werden, sendet es ein entspre-
chendes Signal an die Gasgeneratoren. Daraufhin wird
eine größere Menge an ungiftigem Gas erzeugt und die
erweiterten Front-Airbags damit aufgeblasen. Je nach
Schwere und Art des Aufpralls sind verschiedene Auf-
blasgeschwindigkeiten möglich. Beim Aufblasen der
Airbags werden die Abdeckungen an der Lenkradnabe
und auf der oberen rechten Seite der Instrumententa-
fel beiseite gedrückt und ermöglichen so die Ausdeh-
nung der Airbags. Die Airbags benötigen zum vollstänÂ
digen Aufblasen ca. 50 bis 70 Millisekunden. Dies entspricht zeitlich etwa einem halben Lidschlag. Da-
nach sacken die Airbags schnell in sich zusammen und
unterstützen dadurch den Rückhalteeffekt für Fahrer
und Beifahrer.
Aus dem erweiterten Front-Airbag entweicht das Gas
durch Entlüftungslöcher seitlich im Airbag. So beein-
trächtigen die Airbags Ihre Kontrolle über das Fahrzeugnicht.
Gasgeneratoreinheiten der zusätzlichen in
den Sitzen eingebauten Seiten-Airbags (SAB)
Die zusätzlichen in den Sitzen eingebauten Seiten-
Airbags (SAB) sind so konstruiert, dass sie nur bei
bestimmten seitlichen Kollisionen ausgelöst werden.
Das Rückhaltesysteme-Steuergerät ermittelt anhand
der Schwere und Art des Aufpralls, ob ein seitlicher
Aufprall das Auslösen der Seiten-Airbags erfordert.
Je nach der Schwere und Art des Aufpralls kann die
Aufblaseinheit des Seiten-Airbags auf der Aufprallseite
des Fahrzeugs ausgelöst werden, worauf sie eine be-
stimmte Menge nicht giftigen Gases freigibt. Beim Auf-
blasen drückt sich der Seiten-Airbag (SAB) durch die
Naht im Sitzbezug und entfaltet sich im Bereich zwi-
schen Passagier und Tür. Der Seiten-Airbag bläst sich
innerhalb von 10 Millisekunden auf. Der ausgelöste
Seiten-Airbag wird sehr schnell und mit so hoher Kraft
aufgeblasen, dass Sie verletzt werden können, wenn Sie
nicht die richtige Sitzhaltung eingenommen haben oder
wenn sich Gegenstände in dem Bereich befinden, in
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UND FAHRTWARNLEUCHTENUNDMELDUNGENIM NOTFALL
WARTUNG DES
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dem sich der Seiten-Airbag entfaltet. Dies gilt beson-
ders für Kinder.
Aufblaseinheiten der zusätzlichen
Seiten-Airbags (SABIC)
Bei Kollisionen, die auf einen bestimmten Bereich des
Fahrzeugs begrenzt sind, kann das Rückhaltesysteme-
Steuergerät (ORC) je nach Schwere und Art des Auf-
pralls die SABIC-Airbags auslösen. Dabei löst es nur die
Seiten-Airbags auf der Seite aus, die vom Aufprall
betroffen ist.
Daraufhin wird eine große Menge an ungiftigem Gas
erzeugt und der seitliche Kopf-Airbag wird aufgeblasen.
Der seitliche Kopf-Airbag drückt beim Aufblasen die
Außenkante des Dachhimmels beiseite und deckt das
Fenster ab. Der Airbag wird in ca. 30 Millisekunden
(etwa einem viertel Lidschlag) mit so hoher Kraft
aufgeblasen, dass Sie verletzt werden können, wenn Sie
nicht korrekt angeschnallt sind und korrekt sitzen oder
wenn sich Gegenstände in dem Bereich befinden, in
dem sich der seitliche Kopf-Airbag entfaltet. Dies gilt
besonders für Kinder. Der Seitenvorhang-Airbag ist
nur ungefähr 9 cm dick, wenn er aufgeblasen ist.
Da die Airbag-Sensoren die Verzögerung des Fahrzeugs
in Bezug auf die Zeit bemessen, sind die Fahrgeschwin-
digkeit und der Schaden keine guten Indikatoren dafür,
ob ein Airbag ausgelöst werden sollte oder nicht. HINWEIS:Bei einem Überschlag des Fahrzeugs
werden möglicherweise die Gurtstraffer und/oder Seiten-Airbags auf beiden Seiten des Fahrzeugs ausgelöst.
Frontal- und Seitenaufprallsensoren
Bei Frontal- und Seitenaufprallsituationen können die
Aufprallsensoren dem ORC dabei helfen, die richtige
Reaktion auf den Aufprall zu bestimmen.
Erweitertes Unfallschutzsystem
Bei einem Aufprall, der zu einem Auslösen des Airbags
führt und bei dem das Kommunikationsnetzwerk so-
wie die Stromversorgung intakt bleiben, bestimmt das
Rückhaltesysteme-Steuergerät (ORC) je nach Art des
Ereignisses, ob das erweiterte Unfallschutzsystem die
folgenden Funktionen auslösen soll:
Kraftstoffversorgung des Motors abschneiden.
Die Warnblinker blinken, solange die Batterie gela-
den ist oder bis die Zündung ausgeschaltet wird.
Die Innenraumleuchten einschalten, die so lange ein- geschaltet bleiben, wie die Batterie über ausreichend
Spannung verfügt oder bis der Zündschlüssel abge-
zogen wird.
Die Türen automatisch entriegeln.
Auslösung des Airbag-Systems
Die erweiterten Front-Airbags sind so konstruiert,
dass sie sich unmittelbar nach dem Auslösen aufblasen. HINWEIS: Die Front- bzw. Seiten-Airbags werden
nicht bei jedem Aufprall ausgelöst. Dies stellt keine
Fehlfunktion des Systems dar.
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MELDUNGENIM NOTFALL
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Im Fall eines Frontalaufpralls mit Auslösung des Airbag-
Systems kann Folgendes geschehen:
Wenn der Airbag ausgelöst wird und sich entfaltet,kann das Nylonmaterial des Airbags unter UmstänÂ
den Abschürfungen und/oder eine Rötung der Haut
bei Fahrer und Beifahrer hervorrufen. Die Scheuer-
stellen ähneln leichten Abschürfungen, wie sie z. B.
beim Ausrutschen auf einem Teppich oder auf dem
Bodenbelag einer Sporthalle auftreten können. Die
Hautreizungen werden nicht durch Kontakt mit Che-
mikalien hervorgerufen. Es handelt sich nicht um
bleibende Verletzungen und normalerweise ver-
schwinden sie nach kurzer Zeit wieder. Falls die Haut
wider Erwarten nach einigen Tagen noch nicht abge-
heilt ist oder sich Brandblasen bilden, sollten Sie
Ihren Arzt aufsuchen.
Nach Auslösung der Airbags kann es zu einer Art Rauchentwicklung kommen. Dies ist das Ergebnis
der chemischen Reaktion, durch die das ungiftige Gas
zum Aufblasen der Airbags erzeugt wird. Diese
Rauchpartikel können zu einer Reizung der Haut,
Augen oder der Nasen- und Rachenschleimhäute
führen. Bei Reizung der Haut oder Augen mit kaltem
Wasser spülen. Bei Reizung der Nase oder des Ra-
chens hilft das Einatmen frischer Luft. Bei anhalten-
der Reizung einen Arzt aufsuchen. Sollte Ihre Beklei-
dung durch Ablagerung von Rauchpartikeln
verschmutzt werden, die betroffenen KleidungsstüÂ
cke nach den Anweisungen des Bekleidungsherstel-
lers reinigen. Nachdem die Airbags ausgelöst wurden, darf das Fahr-
zeug nicht mehr gefahren werden. Sollten Sie in eine
weitere Kollision verwickelt werden, können die Air-
bags Sie nicht mehr schützen.
WARNHINWEISE!
Ausgelöste Airbags und Gurtstraffer ha-
ben keine Schutzwirkung mehr. Lassen
Sie die Airbags, die Gurtstraffer und die
Vordersitz-Gurtaufroller sofort durch einen Ver-
tragshändler austauschen. Außerdem das
Rückhaltesysteme-Steuergerät überprüfen las-
sen.
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UND FAHRTWARNLEUCHTENUNDMELDUNGENIM NOTFALL
WARTUNG DES
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Wartung des Airbag-Systems
WARNHINWEISE!
Veränderungen jeder Art am Airbag-
System können dazu führen, dass es bei
Bedarf nicht einwandfrei funktioniert . Sie könÂ
nen in diesem Fall verletzt werden, weil die
Schutzwirkung der Airbags nicht zur Verfügung
steht . Nehmen Sie keine Veränderungen an den
Bauteilen oder an der Verkabelung vor. Dazu
zählen auch Aufkleber, die auf der Lenkradabde-
ckung oder auf der rechten Oberseite der Instru-
mententafel angebracht werden. Nehmen Sie
keine Veränderungen am vorderen Stoßfänger
oder an der Karosseriestruktur des Fahrzeugs vor
und montieren Sie keine Trittleisten oder Tritt-
bretter aus dem Zubehörhandel.
Es ist gefährlich,Teile des Airbag-Systems selbst
instand zu setzen. Informieren Sie unbedingt je-
den, der an Ihrem Fahrzeug arbeitet , dass es mit
Airbags ausgestattet ist!
(Fortsetzung)(Fortsetzung)
Nehmen Sie keine Veränderungen an irgendei-
nem Teil des Airbag-Systems vor! Bei Veränderun-
gen kann sich der Airbag zufällig aufblasen oder
nicht korrekt funktionieren. Lassen Sie alle War-
tungsarbeiten am Airbag-System Ihres Fahrzeugs
durch eine Vertragswerkstatt ausführen. Wenn
der Sitz einschließlich Bezug und Polster auf
irgendeine Weise instand gesetzt werden muss
(einschließlich Ausbau oder Lockern/Festziehen
der Befestigungsschrauben des Sitzes), bringen
Sie das Fahrzeug zu Ihrer Vertragswerkstatt . Es
dürfen nur durch den Hersteller freigegebene
Sitzteile verwendet werden. Wenn das Airbag-
System Ihres Fahrzeugs für körperbehinderte
Personen abgeändert werden muss, wenden Sie
sich an Ihren Vertragshändler.
Airbag-Warnleuchte Bei einer Kollision soll das Airbag-System
jederzeit betriebsbereit sein und Ihnen
Schutz vor Verletzungen bieten. Die Airbag-
Warnleuchte überwacht die internen Strom-
kreise und die Verkabelung der Elektrikkomponenten
des Airbag-Systems. Das Airbag-System ist so konzi-
piert, dass es keine Wartung erfordert. Wenn Folgen-
des auftritt, lassen Sie das Airbag-System sofort von
einer Vertragswerkstatt warten.
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UND FAHRTWARNLEUCHTEN UND
MELDUNGENIM NOTFALL
WARTUNG DES
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Nach dem Einschalten der Zündung (ON/RUN)leuchtet die Airbag-Warnleuchte vier bis acht Sekun-
den lang nicht auf.
Die Airbag-Warnleuchte bleibt nach den vier bis acht Sekunden eingeschaltet.
Während der Fahrt leuchtet die Airbag-Warnleuchte vorübergehend auf oder bleibt eingeschaltet.
HINWEIS: Falls Tachometer, Drehzahlmesser oder
Anzeigeinstrumente des Motors nicht arbeiten, ist das
Rückhaltesystem-Steuergerät eventuell auch nicht
funktionsfähig. Die Airbags sind unter Umständen
nicht einsatzbereit. Unverzüglich prüfen, ob Sicherun-
gen durchgebrannt sind. Die Sicherungen für die Air-
bags finden Sie anhand der Beschriftung auf der Innen-
seite des Sicherungskastens. Suchen Sie Ihre
Vertragswerkstatt auf, falls die Sicherungen in Ordnungsind.
EREIGNISDATENSPEICHER (EDR)
Dieses Fahrzeug ist mit einem Ereignisdatenspeicher
(EDR) ausgestattet. Der Hauptzweck eines Ereignisda-
tenspeichers besteht darin, in bestimmten Unfallsitua-
tionen oder Situationen mit akuter Unfallgefahr, wie
bei der Auslösung eines Airbags oder beim Aufprall auf
ein Hindernis, Daten aufzuzeichnen, die zum VerständÂ
nis der Funktionsweise der Fahrzeugsysteme beitra-
gen. Der Ereignisdatenspeicher dient zur Aufzeichnung
von Daten zur Beschleunigung des Fahrzeugs und des-
sen Sicherheitseinrichtungen über einen kurzen Zeit-
raum, typischerweise 30 Sekunden oder weniger. Der Ereignisdatenspeicher in diesem Fahrzeug zeichnet Da-
ten wie die folgenden auf:
wie verschiedene Systeme in Ihrem Fahrzeug funkti-
onierten,
ob die Sicherheitsgurte des Fahrers und des Beifah- rers eingerastet/angelegt waren,
wie weit (bzw. ob) der Fahrer das Gaspedal bzw. Bremspedal gedrückt hat und
wie schnell das Fahrzeug fuhr.
Diese Daten können dazu beitragen, das Verständnis
für die Umstände zu verbessern, unter denen Unfälle
und Verletzungen auftreten. HINWEIS: EDR-Daten werden von Ihrem Fahrzeug
nur im Fall einer nicht trivialen Unfallsituation aufge-
zeichnet. Vom Ereignisdatenspeicher werden unter
normalen Fahrbedingungen keine Daten aufgezeichnet
und persönliche Daten wie Name, Geschlecht, Alter
und Unfallort werden nicht erfasst. Andere Parteien
wie Exekutivorgane könnten EDR-Daten jedoch mit
personenbezogenen Daten kombinieren, die bei einer
Unfallaufnahme routinemäßig erfasst werden.
Um von einem Ereignisdatenspeicher aufgezeichnete
Daten zu lesen, sind spezielle Geräte sowie der Zugriff
auf das Fahrzeug oder den Ereignisdatenspeicher erfor-
derlich. Zusätzlich zum Fahrzeughersteller können an-
dere Parteien wie zum Beispiel Exekutivorgane, die
über diese speziellen Geräte verfügen, die Information
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UND FAHRTWARNLEUCHTENUNDMELDUNGENIM NOTFALL
WARTUNG DES
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auslesen, wenn sie Zugriff auf das Fahrzeug oder den
Ereignisdatenspeicher haben.
Transport von Haustieren
Der sich entfaltende Front-Airbag kann ein Haustier
verletzen. Ein nicht gesichertes Haustier wird bei einer
Notbremsung oder bei einem Unfall durch den Fahr-
zeuginnenraum geschleudert und möglicherweise ver-
letzt oder es verletzt einen der Insassen.
Haustiere nur auf dem Rücksitz mit ausreichend belast-
baren Geschirren oder in Haustierboxen, die mit dem
Sicherheitsgurt befestigt werden, mitführen.SICHERHEITSTIPPS
BEFÖRDERUNG VON PASSAGIEREN
NIEMALS PASSAGIERE AUF DER LADEFLÄCHE BE-FÖRDERN!
WARNHINWEISE!
Lassen Sie bei hohen Außentempera-
turen keine Kinder oder Tiere in einem
geparkten Fahrzeug zurück. Der Innenraum
kann sich so stark aufheizen, dass Gefahr für die
Gesundheit und im Extremfall sogar Lebensge-
fahr besteht .
Es ist äußerst gefährlich, Personen auf der La-
defläche eines Fahrzeugs innen oder außen zu
befördern. Bei einem Unfall besteht für diese
Fahrzeuginsassen eine erheblich größere Gefahr,
schwer verletzt oder getötet zu werden.
Transportieren Sie in Ihrem Fahrzeug niemals
Personen, für die keine Sitzplätze und keine Si-
cherheitsgurte vorhanden sind.
Während einer Fahrt müssen grundsätzlich alle
Insassen einen Sitzplatz einnehmen und den Si-
cherheitsgurt angelegt haben.
(Fortsetzung)
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MELDUNGENIM NOTFALL
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(Fortsetzung)
Siebensitzige Modelle nicht fahren, wenn sich
ein Sitz der zweiten Reihe in der Ein-/
Ausstiegsstellung befindet (Sitzfläche hochge-
klappt und Sitz nach vorn geschoben), da diese
Stellung nur dazu dient , die dritte Sitzreihe leich-
ter zu erreichen bzw. diese zu verlassen. Bei
Nichtbeachtung dieser Warnung kann es zu ei-
nem Unfall mit schweren Verletzungen kommen.
Bei siebensitzigen Modellen dürfen Insassen
nicht auf einem Sitz in der dritten Reihe Platz
nehmen, wenn eine oder zwei Lehnen der zwei-
ten Sitzreihe flach umgelegt sind. Bei einem Auf-
prall können Insassen unter dem Sicherheitsgurt
durchrutschen und schwer oder sogar lebensge-
fährlich verletzt werden. ABGAS
WARNHINWEISE!
Motorabgase können zu Verletzungen
oder zum Tod führen. Sie enthalten Koh-
lenmonoxid (CO), ein farb- und geruchloses Gas.
Das Einatmen von Kohlenmonoxid verursacht
Bewusstlosigkeit und kann schließlich zu einer
Vergiftung führen. Beachten Sie folgende Sicher-
heitshinweise, um das Einatmen von Kohlenmon-
oxid zu vermeiden:
Den Motor nie in einem geschlossenen Raum, z. B. in
einer Garage, laufen lassen.
Muss das Fahrzeug im Freien längere Zeit mit laufen-
dem Motor stehen, die Lüftung so einstellen, dass
Frischluft von außen zugeführt wird. Das Gebläse auf
die höchste Stufe schalten.
Wenn Sie mit geöffneter Heckklappe fahren müssen,
schließen Sie alle Fenster und stellen Sie den GebläseÂ
schalter der Klimaregelung auf hohe Drehzahl. NICHT
auf Umluftbetrieb schalten.
Die Auspuffanlage muss stets in einwandfreiem Zu-
stand sein, damit kein Kohlenmonoxid in den Fahrzeug-
innenraum eindringen kann.
Wenn Sie ungewöhnliche Auspuffgeräusche wahrneh-
men, Abgasgeruch im Innenraum spürbar ist oder
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UND FAHRTWARNLEUCHTENUNDMELDUNGENIM NOTFALL
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wenn der Unterboden oder Heckbereich des Fahr-
zeugs beschädigt ist, sind die gesamte Auspuffanlage
und die angrenzenden Karosseriebereiche durch einen
kompetenten Mechaniker auf gebrochene, beschäÂ
digte, undichte oder falsch montierte Teile zu überprüÂ
fen. Durch offene Schweißnähte und gelockerte An-
schlüsse können Abgase in den Fahrzeuginnenraum
eindringen. Darüber hinaus ist der Zustand der Aus-
puffanlage jedes Mal zu prüfen, wenn das Fahrzeug zum
Ölwechsel oder Schmierdienst angehoben wird. Schad-
hafte Teile sind auszutauschen. REGELMÄSSIGE
SICHERHEITSKONTROLLEN IM
FAHRZEUGINNENRAUM
Sicherheitsgurte
Regelmäßig die Sicherheitsgurte auf Einschnitte, ausge-
franste Stellen und gelockerte Teile überprüfen. Be-
schädigte Teile müssen sofort ersetzt werden. Das
Gurtsystem nicht zerlegen oder verändern.
Die vorderen Sicherheitsgurte sind nach einem Unfall
auszutauschen. Sollten die hinteren Sicherheitsgurte
bei einem Unfall beschädigt worden sein (verbogener
Aufroller, gerissener Gurt usw.), müssen sie ausge-
tauscht werden. Wenn der einwandfreie Zustand von
Gurt oder Aufroller nicht sicher ist, ist der Sicherheits-
gurt auszutauschen.Airbag-Warnleuchte
Diese Anzeige muss nach dem Einschalten der ZünÂ
dung vier bis sechs Sekunden lang zur GlühlampenprüÂ
fung aufleuchten. Wenn die Leuchte beim Anlassen
nicht anspricht oder ständig aufleuchtet, flackert oder
während der Fahrt aufleuchtet, ist das System durch
eine Vertragswerkstatt zu überprüfen.
Entfroster
Zur Funktionsprüfung die Luftverteilung Entfroster
wählen und das Gebläse auf die höchste Stufe schalten.
Daraufhin muss ein kräftiger, gegen die Windschutz-
scheibe gerichteter Luftstrom spürbar sein. Wenn der
Entfroster nicht funktioniert, lassen Sie ihn in Ihrer
Vertragswerkstatt instand setzen.
Sicherheitsinformation zur Fußmatte
Fußmatten müssen so zugeschnitten sein, dass sie in
den Fußraum Ihres Fahrzeuges passen. Verwenden Sie
nur Fußmatten, die den Pedalbereich frei lassen und
unverrückbar befestigt sind, sodass sie nicht verrut-
schen und die Pedale berühren oder auf andere Weise
die Sicherheit der Insassen gefährden können.
WARNHINWEISE!
Pedale, die nicht frei beweglich sind, könÂ
nen zum Verlust der Kontrolle über das
Fahrzeug führen und die Gefahr schwerer Verlet-
zungen erhöhen.
(Fortsetzung)
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(Fortsetzung)
Achten Sie immer darauf, dass Fußmatten an
den Befestigungselementen richtig angebracht
sind.
Verlegen oder montieren Sie im Fahrzeug kei-
nesfalls Fußmatten oder andere Bodenbeläge,
die nicht richtig befestigt werden können, um ein
Verrutschen und einen Kontakt mit den Pedalen
oder einen Verlust der Kontrolle über das Fahr-
zeug zu verhindern.
Legen Sie keinesfalls Fußmatten oder andere
Bodenbeläge auf bereits eingebaute Fußmatten.
Zusätzliche Fußmatten und andere Beläge
schränken die Größe des Pedalbereichs und die
Beweglichkeit der Pedale ein.
Prüfen Sie die Befestigung der Matten regel-
mäßig. Fußmatten, die zwecks Reinigung entfernt
wurden, müssen stets richtig eingebaut und be-
festigt werden.
Achten Sie stets darauf, dass Gegenstände
während der Fahrt nicht in den Fahrerfußraum
fallen können. Gegenstände können sich unter
dem Bremspedal und/oder dem Gaspedal ver-
klemmen und so zu einem Verlust der Kontrolle
über das Fahrzeug führen.
(Fortsetzung)(Fortsetzung)
Falls Montagestreben erforderlich sind, müssen
diese vorschriftsmäßig montiert sein, sofern sie
nicht werkseitig eingebaut wurden.
Falls die Vorschriften zum Einbau und zur Befes-
tigung von Fußmatten nicht befolgt werden, könÂ
nen sie die Beweglichkeit des Bremspedals oder
des Gaspedals einschränken, wodurch die Kon-
trolle über das Fahrzeug verloren gehen kann.
REGELMÄSSIGE
SICHERHEITSKONTROLLEN AUSSEN AM
FAHRZEUG
Reifen
Die Reifen auf übermäßigen Verschleiß des Profils und
ungleichmäßige Abnutzung überprüfen. Prüfen Sie auf
Steine, Nägel, Glas oder andere Objekte in der Lauf-
fläche oder der Reifenflanke. Überprüfen Sie die Lauf-
fläche auf Schnitte und Risse. Überprüfen Sie die Rei-
fenflanken auf Schnitte, Risse und Ausbauchungen.
Prüfen, ob die Radmuttern korrekt festgezogen sind.
Prüfen Sie die Reifen (einschließlich Ersatzreifen) auf
den richtigen kalten Reifendruck.
Beleuchtung
Die gesamte Beleuchtungsanlage mithilfe einer zweiten
Person kontrollieren. Funktion der Anzeigeleuchten
für Blinker und Fernlicht in der Instrumententafel
prüfen.
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Türverriegelungen
Auf korrektes Schließen, Einrasten und Verriegeln
prüfen.
Undichtigkeiten
Prüfen Sie, ob nach Standzeit über Nacht unter dem
Fahrzeug Kraftstoff-, Motorkühlmittel-, Öl oder son-
stige Flecken zu sehen sind. Wenn Benzingeruch fest-
gestellt wird oder der Verdacht besteht, dass Kraft-
stoff, Servopumpenöl oder Bremsflüssigkeit austritt,
muss die Ursache sofort festgestellt und behoben
werden.
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