Türen Hyundai Tucson 2019 Betriebsanleitung (in German)
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7
Wartung
• Prüfen Sie die Feststellbremse.
• Achten Sie auf ausgelaufeneFlüssigkeiten unter dem Fahrzeug
(das Austreten von Kondenswasser
während oder nach Nutzung der
Klimaanlage ist normal).
Mindestens einmal monatlich:
• Prüfen Sie den Kühlmittelstand imAusgleichsbehälter.
• Prüfen Sie die Funktion der gesamten Außenbeleuchtung
einschließlich der Bremsleuchten,
Blink- und Warnblinkleuchten.
• Prüfen Sie den Luftdruck aller Reifen einschließlich Reserverad
und prüfen Sie alle Reifen auf
Verschleiß, einseitige Abnutzung
und Beschädigungen.
• Prüfen Sie die Radmuttern auf festen Sitz.
Mindestens zweimal jährlich:(z. B. im Frühjahr und Herbst)
• Prüfen Sie die Schläuche des
Kühlers, der Heizung und der
Klimaanlage auf Undichtigkeit und
Beschädigung.
• Prüfen Sie die Funktion der Scheibenwischer und der
Scheibenwaschanlage. Reinigen
Sie die Wischerblätter mit einem
sauberen Tuch, das mit
Scheibenreiniger angefeuchtet ist.
• Prüfen Sie die Einstellung der Scheinwerfer.
• Prüfen Sie Abgasrohre, Schall- dämpfer, Hitzeschutzbleche und
die Aufhängungselemente der
Abgasanlage.
• Prüfen Sie die Sicherheitsgurte auf Verschleiß und Funktion.
Mindestens einmal jährlich:
• Reinigen Sie Wasserablauf-bohrungen in der Karosserie und
in den Türen.
• Fetten Sie die Tür- und Haubenscharniere.
• Fetten Sie alle Tür- und Hauben -
schlösser.
• Tragen Sie Pflegemittel auf die Gummidichtungen der Türen auf.
• Prüfen Sie vor Beginn der warmen Jahreszeit die Funktion der
Klimaanlage.
• Prüfen und fetten Sie die Gelenke und die Schaltzüge/Stangen des
Automatikgetriebes.
• Reinigen Sie die Batterie und die Batteriepole.
• Prüfen Sie den Bremsflüssigkeits- füllstand.
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Wartung
WARTUNGSPLAN
Halten Sie sich an den Standard- Wartungsplan, wenn das Fahrzeug gewöhnlich nicht unter den nachstehend
aufgeführten Bedingungen eingesetzt wird.
Wenn mindestens einer der nachstehend aufgeführten Umstände zutrifft, kommt der Sonderwartungsplan für erschwerte
Einsatzbedingungen zur Anwendung.
• Häufiger Kurzstreckenbetrieb: weniger als 8 km bei normalen Temperaturen bzw. weniger als 16 km bei niedrigenTemperaturen
• Lange Leerlaufphasen oder niedrige Fahrgeschwindigkeit über lange Strecken
• Fahren auf unwegsamen, staubigen, schlammigen, unbefestigten oder mit Sand oder Salz gestreuten Straßen
• Einsatz in Gebieten mit hoher Salzkonzentration oder sehr niedrigen Temperaturen
• Fahren in sandigen Gebieten oder in Gebieten mit hoher Staubentwicklung
• Fahren in Gebieten mit hoher Verkehrsdichte
• Häufiges Befahren von Steigungen, Gefällen und Gebirgspässen
• Ziehen von Anhängern oder Wohnwagen oder Verwendung von Dachgepäckträgern
• Einsatz als Streifenwagen, Taxi, Firmenfahrzeug oder Abschleppwagen
• Fahrgeschwindigkeiten von mehr als 170 km/h
• Häufiger Stop-and-Go-Betrieb
Wenn Ihr Fahrzeug unter mindestens einer der vorher genannten Bedingungen betrieben wird, sollten Sie Ihr Fahrzeug häufiger inspizieren lassen, einige Betriebsflüssigkeiten häufiger wechseln lassen bzw. einigeKomponenten häufiger ersetzen lassen, als es der folgende Standard-Wartungsplan für normale Einsatzbedingungenvorgibt.
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7
Wartung
Erschwerte Einsatzbedingungen
A : Häufiger Kurzstreckenbetrieb: weniger als 8 km beinormalen Temperaturen bzw. weniger als 16 km bei
niedrigen Temperaturen
B : Lange Leerlaufphasen oder niedrige Fahrgeschwindigkeit über lange Strecken
C : Fahren auf unwegsamen, staubigen, schlammigen, unbefestigten oder mit Sand oder Salz gestreuten Straßen
D : Fahren in Gebieten, wo Salz oder andere korrosive Materialien verwendet werden oder bei sehr niedrigen
Temperaturen
E : Fahren in sandigen Gebieten oder in Gebieten mit hoher Staubentwicklung F : Fahren in Gebieten mit hoher Verkehrsdichte
G : Häufiges Befahren von Steigungen, Gefällen und
Gebirgspässen
H : Ziehen von Anhängern oder Wohnwagen oder Nutzung von Dachgepäckträgern
I : Einsatz als Streifenwagen, Taxi, Firmenfahrzeug oder Abschleppwagen
J : Fahrgeschwindigkeiten über 140 km/h
K : Fahrgeschwindigkeiten über 170 km/h
L : Häufiger Stop-and-Go-Betrieb und weniger als 15.000 km pro Jahr.
WartungspositionWartungsartWartungsintervalleEinsatz-
bedingungen
Luftfilter des KlimasystemsRJe nach Zustand häufiger ersetzenC, E, G
SchaltgetriebeflüssigkeitRAlle 120.000 km (80.000 Meilen)C, D, E, F, G, H, I, K
AutomatikgetriobeflüssigkeitRAlle 100.000 km (62.000 Meilen)A, C, D, E, F, G, H, I, K
Getriebeflüssigkeit
DoppelkupplungsgetriebeRAlle 120.000 km (80.000 Meilen)C, D, E, G, H, I, K
Öl des Hinterachsdifferenzials (4WD)RAlle 120.000 km (80.000 Meilen)C, D, E, G, I, K, H
Verteilergetriebeöl (4WD)RAlle 120.000 km (80.000 Meilen)C, D, E, G, I, K, H
Kardanwelle (4WD)IAlle 20.000 km (12.500 Meilen) bzw. alle oder 12 MonateC, E
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Wartung
Traktionskennzeichnung - AA, A, B
und C
Die Traktionskennzeichnungen lau-
ten in absteigender Reihenfolge AA,
A, B und C. Die Kennbuchstaben
bezeichnen die Bremsfähigkeit des
Reifens auf nassem Untergrund,
kontrolliert gemessen auf Asphalt
und Beton nach gesetzlichen
Vorgaben. Ein Reifen mit dem
Kennbuchstaben "C" bietet relativ
schwache Traktionseigenschaften.
Temperaturklassen - A, B und C
Die Temperaturklassen lauten in
absteigender Reihenfolge A, B und
C. Die Kennbuchstaben bezeichnen
die Eigenschaften der Reifen im
Hinblick auf Temperaturbeständigkeit
und Temperaturableitung unter
kontrollierten Bedingungen auf
einem Prüfstand.
Anhaltend hohe Temperaturen
können das Reifenmaterial beein-
trächtigen und die Lebensdauer des
Reifens verkürzen, während über -
mäßig hohe Temperaturen plötzliche
Reifenschäden verursachen können.
Die Kennbuchstaben A und B
bezeichnen Reifen, deren Eigen-
schaften aufgrund der Tests über
den gesetzlichen Mindestanfor -
derungen liegen.
Die dem Reifen zugewiesene
Traktionskennzeichnung ba-
siert auf geradeaus durch-
geführten Bremsprüfungen
und sie umfasst nicht die
Werte für Beschleunigung, Kur
venfahrverhalten, Aquaplaning
oder Maximalwerte der Boden
-
haftungscharakteristik.
VORSICHT
Reifentemperatur
Die Temperaturkennzeichnung
eines Reifens setzt voraus,
dass der Reifenluftdruck kor -
rekt und der Reifen nicht
überladen ist. Zu hohe
Geschwindigkeit, zu geringer
Reifenluftdruck und zu hohe
Belastung können, einzeln oder
kombiniert, zu Überhitzung und
plötzlichen Reifenschäden
führen. Dabei kann die Kontrolle
über das Fahrzeug verloren
gehen. Dies kann zu schweren
oder tödlichen Verletzungen
führen.
VORSICHT
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Wartung
SICHERUNGEN
Die elektrische Anlage eines
Fahrzeugs ist mit Sicherungen
gegen Überlastungsschäden ge-
schützt.
Das Fahrzeug ist mit 2 (oder 3)
Sicherungskästen ausgestattet. Ein
Sicherungskasten befindet sich auf
der Fahrerseite im Armaturenbrett,
die anderen befinden sich im
Motorraum und im Laderaum.
Wenn Leuchten, Zubehörausstat -
tung oder Bedienelemente Ihres
Fahrzeugs nicht funktionieren,
prüfen Sie die Sicherung des
entsprechenden Schaltkreises.
Schalten Sie vor dem Ersetzen
durchgebrannter Sicherungen
zunächst den Motor und alle
elektrischen Verbraucher aus und
klemmen Sie dann das Batterie-
massekabel ab. Prüfen Sie bei
Fehlfunktionen der Elektrik zunächst
den Sicherungskasten auf der
Fahrerseite. Klemmen Sie vor dem Ersetzen
durchgebrannter Sicherungen zu
-
nächst das Batteriemassekabel ab.
Ersetzen Sie eine durchgebrannte
Sicherung ausschließlich durch eine
Sicherung mit derselben Ampere -
zahl.
Wenn die neu eingesetzte Sicherung
ebenfalls durchbrennt, deutet dies
auf ein elektrisches Problem hin. Sie
sollten nur geeignete Ersatzteile
verwenden. Wir empfehlen, sich an
eine HYUNDAI Vertragswerkstatt zu
wenden.
Informationen
Es kommen vier Arten von
Sicherungen zum Einsatz: Steck-
sicherungen für schwächere Ströme
sowie Patronensicherungen/Mehr -
fachsicherungen/Batteriesicherungen
für stärkere Ströme.
i
■ Stecksicherung
Normal
■ Hauptsicherung (gesteckt) Durchgebrannt
Normal
Durchgebrannt
■ Mehrfachsicherung
Normal Durchgebrannt
■
Batteriesicherungsklemme
Normal Durch-
gebrannt
OLF074075
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7
Wartung
Sicherungskasten Fahrerseite
BezeichnungSymbolAmpereAbgesicherter Stromkreis
INTERIORLAMP 10A Zündschlossbel. und Türwarnschalter, Gepäckraumleuchte, Handschuhfachleuchte,
Dachkonsolenleuchte, Innenraumleuchte, Schminkspiegel VL/VR, Komfortleuchte HL/HR,
kabellose Ladevorrichtung
DOOR LOCK 20A Türverriegelungsrelais, Türentriegelungsrelais, ICM-Relaiskasten (Deadlock-Relais)
SUNROOF 2 20A Panoramaschiebedach
POWER
OUTLET 20A Steckdose und Zigarettenanzünder vorn, Steckdose 2 vorn
BRAKE
SWITCH 7,5A Smartkey-Steuermodul, Bremslichtschalter
MEMORY 2 10A BCM, Regensensor, Konsolenschalter, Sicherheitsanzeige A/C-Steuermodul, Kombiinstrument,
ICM-Relaiskasten (Relais Außenspiegel ein-/ausklappen)
MEMORY 1MEMORY110A MTS-Notrufmodul
P/SEAT (PASS)30A Manueller Schalter Beifahrersitz
S/HEATER FRT 20A Modul belüfteter Vordersitz, Modul Sitzheizung vorn
MODULE 2 20A PCB-Block (Sicherung F44/F45/F49/F50/F52/F53)
SUNROOF 1 20A Panoramaschiebedach
RR FOG10A ICM-Relaiskasten (Nebelschlusslichtrelais)
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7
Wartung
FAHRZEUGPFLEGE
Außenpflege
Allgemeine Hinweise zurBeachtung bei der Außenpflege
Beachten Sie bei der Verwendung
chemischer Reinigungsmittel und
Polituren unbedingt die Hersteller-
hinweise auf dem Gebinde. Lesen
Sie alle Warnungen und Vorsichts-
hinweise, die auf dem Gebinde
angebracht sind.
Lackpflege
Fahrzeugwäsche
Waschen Sie Ihr Fahrzeug min-
destens einmal monatlich gründlich
mit lauwarmem oder kaltem Wasser,
um es vor Korrosion und Umweltein -
flüssen zu schützen.
Wenn Sie Ihr Fahrzeug auch abseits
befestigter Straßen einsetzen, sollten
Sie es nach jeder Geländefahrt
waschen. Achten Sie besonders auf
die Beseitigung von Streusalz,
Schmutz, Schlamm und anderen
Anhaftungen. Vergewissern Sie sich,
dass die Ablaufbohrungen in den
unteren Türblechen und in den
Schwellerblechen frei und sauber
sind. Insekten, Teer, Blütennektar,
Vogelkot, industrielle Verunreinigun
-
gen und ähnliche Rückstände können
den Fahrzeuglack angreifen, wenn sie
nicht umgehend beseitigt werden.
Auch bei einer sofortigen Fahrzeug -
wäsche mit klarem Wasser können
derartige Rückstände unter
Umständen nicht vollständig entfernt
werden.
Verwenden Sie ein mildes
Fahrzeugshampoo, das sich für
lackierte Flächen eignet.
Spülen Sie das Fahrzeug nach der
Wäsche gründlich mit lauwarmem
oder kaltem Wasser ab, damit das
Reinigungsmittel nicht auf dem Lack
antrocknen kann. • Verwenden Sie für die
Fahrzeugwäsche keine aggres -
siven Reinigungsmittel, keine
chemischen Reiniger und kein
heißes Wasser. Waschen Sie das
Fahrzeug nicht, wenn die
Karosserie heiß ist oder das
Fahrzeug intensiver Sonnen-
bestrahlung ausgesetzt ist.
• Gehen Sie sorgfältig vor, wenn Sie die Seitenscheiben Ihres
Fahrzeugs waschen.
Besonders bei der Verwendung
eines Hochdruckreinigers.
Wasser könnte durch die
Fenster eindringen, sodass die
Innenausstattung nass werden
könnte.
• Um Schäden an Kunststoff- bauteilen und Scheinwerfern zu
vermeiden, verwenden Sie
niemals aggressive chemische
Reinigungs- oder Lösemittel.
ANMERKUNG
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Wartung
Unterbodenpflege
Streusalz und andere korrosions-
fördernde Stoffe können am
Unterboden anhaften. Wenn sie
diese Stoffe nicht entfernt werden,
besteht für Kraftstoffleitungen,
Rahmenteile, Bodenbleche und
Abgasanlage erhöhte Rostgefahr,
auch wenn diese Bauteile mit
Korrosionsschutzmittel behandelt
wurden.
Spritzen Sie den Unterboden und die
Radhäuser einmal monatlich, nach
Geländefahrten und gegen Ende des
Winters gründlich mit lauwarmem
oder kaltem Wasser ab. Schenken
Sie diesen Bereichen besondere
Aufmerksamkeit, da Verunreinigun -
gen dort oft nur schwer zu erkennen
sind. Um die Entstehung von Rost zu
verhindern, müssen die Verunreini -
gungen nicht nur angefeuchtet,
sondern gründlich abgespült
werden. Reinigen Sie auch die
Wasserablaufbohrungen in den
Türen und Rahmenteilen, damit sie
nicht verstopfen. Wenn das Wasser
aus diesen Bereichen nicht ablaufen
kann, besteht erhöhte Rostgefahr.
Pflege von Leichtmetallfelgen
Leichtmetallfelgen sind mit einem
schützenden Klarlack versiegelt.
• Behandeln Sie Leichtmetall- felgen nicht mit aggressiven
Reinigungsmitteln, Polituren,
Lösungsmitteln oder Draht-
bürsten.
• Reinigen Sie die Felgen ausschließlich im abgekühltem
Zustand.
• Verwenden Sie ausschließlich milde Reinigungsmittel und
spülen Sie gründlich mit klarem
Wasser nach. Achten Sie auch
darauf, dass Sie die Felgen nach
Fahrten nach Streusalzeinfluss
reinigen, damit sie nicht
korrodieren.
• Reinigen Sie die Felgen nicht mit Hochgeschwindigkeits -
bürsten in Waschanlagen.
• Verwenden Sie keine lauge oder säurehaltigen Reinigungsmittel.
ANMERKUNG
Prüfen Sie nach einer Fahrzeug -
wäsche bei langsamer Fahrt, ob
die Bremsen nass geworden
sind. Wenn die Bremswirkung
beeinträchtigt ist, trocknen Sie
die Bremsen, indem Sie sie bei
langsamer Vorwärtsfahrt leicht
betätigen.
VORSICHT
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7
Wartung
Korrosionsschutz
So schützen Sie Ihr Fahrzeug vor
Korrosion
Umfassende Korrosionsschutzmaß-
nahmen sind Bestandteil unserer
Bemühungen um höchste Fahrzeug-
qualität. Allerdings sind sie allein
nicht ausreichend. Damit Ihr
Fahrzeug möglichst lang gegen
Korrosion geschützt bleibt, müssen
auch Sie als Halter mitwirken.
Häufige Ursachen für Korrosion
Dies sind die häufigsten Ursachen
für Fahrzeugkorrosion:
• Ansammlungen von Streusalz, Schmutz und Feuchtigkeit unter
dem Fahrzeug.
• Durchdringung von Lack- oder Schutzschichten durch Stein -
schlag, Abschürfungen oder
kleinere Kratzer und Beulen, durch
die das ungeschützte Metall
Korrosion ausgesetzt ist.
Umgebungen, die hohe Korrosion
verursachen
Wenn Sie in einer Umgebung leben,
in der Ihr Fahrzeug andauernd
korrosiven Einflüssen ausgesetzt ist,
spielt der Korrosionsschutz eine
besonders wichtige Rolle. Besonders
korrosionsfördernd sind Streusalz,
Bindemittel, Seeluft und industrielle
Verschmutzungen.
Korrosion entsteht meistens
aufgrund von Feuchtigkeit
Korrosion entsteht meistens auf -
grund von Feuchtigkeit. Hohe
Luftfeuchtigkeit ist, besonders bei
Temperaturen knapp über dem
Gefrierpunkt, besonders korrosions -
fördernd. Solche Bedingungen
begünstigen Korrosion, da die
Feuchtigkeit nur sehr langsam
verdunsten kann.
Schlamm ist besonders korrosiv, da
er nur langsam trocknet und auf
diese Weise die Feuchtigkeit am
Fahrzeug hält. Auch trocken
aussehender Schlamm kann
korrosionsfördernde Restfeuchtigkeit
enthalten. Hohe Temperaturen können die
Korrosion von solchen Bauteilen
begünstigen, die nicht ausreichend
belüftet sind, weil die Feuchtigkeit
nicht verdunsten kann. Halten Sie Ihr
Fahrzeug aus allen genannten
Gründen sauber und frei von
jeglichen Anhaftungen wie Schlamm
usw. Dies gilt nicht nur für die
sichtbaren Flächen sondern vor
allem auch für den Unterboden des
Fahrzeugs.Ihr Beitrag zum Korrosionsschutz
Sie können von Anfang an einen
Beitrag zum Korrosionsschutz
leisten, indem Sie folgende Punkte
beachten:
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Wartung
Halten Sie Ihr Fahrzeug sauber
Am besten schützen Sie Ihr
Fahrzeug vor Korrosion, indem Sie
es sauber und frei von korrosions-
fördernden Stoffen halten. Dabei
sollten Sie dem Unterboden des
Fahrzeugs besondere Beachtung
schenken.
• Wenn Sie in einer Gegend mit hoher Korrosionsbelastung woh -
nen (intensiver Streusalzgebrauch,
Meeresklima, Industrieschadstoffe,
Saurer Regen etc.), sollten Sie
besonderen Wert auf den
Korrosionsschutz legen. Spritzen
Sie den Unterboden Ihres Fahr -
zeugs im Winter mindestens
einmal monatlich ab und reinigen
Sie ihn gründlich, wenn der Winter
vorbei ist. • Achten Sie beim Reinigen des
Fahrzeugunterbodens besonders
auf die Radhäuser und andere
schwer zugängliche Bereiche.
Gehen Sie gründlich vor. Wenn Sie
den angesammelten Schlamm nur
anfeuchten anstatt ihn abzuspülen,
wird die Korrosion eher gefördert
als unterbunden. Hochdruckreini -
ger eignen sich besonders gut zum
Beseitigen von Schlamm und
anderen korrosionsfördernden
Stoffen.
• Achten Sie beim Reinigen der Türen, Schweller und Rahmenteile
darauf, dass die Ablaufbohrungen
frei bleiben, damit die Feuchtigkeit
ablaufen kann und nicht in dem
Hohlraum verbleibt. Halten Sie Ihre Garage trocken
Parken Sie Ihr Fahrzeug nicht in
einer feuchten Garage ohne
ausreichende Belüftung, denn dort
herrschen ideale Voraussetzungen
für Korrosion. Dies gilt insbesondere,
wenn Sie Ihr Fahrzeug in der Garage
waschen oder mit dem noch nassen
oder mit Schnee, Eis oder Schlamm
bedeckten Fahrzeug in die Garage
fahren. Sogar eine beheizte Garage
kann Korrosion fördern, wenn sie
nicht ausreichend belüftet ist und die
Luftfeuchtigkeit nicht verdunsten
kann.
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