reifen Hyundai Tucson 2019 Betriebsanleitung (in German)
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7
Wartung
Reifenluftdruck prüfen
Prüfen Sie Ihre Reifen mindestens
einmal monatlich.
Prüfen Sie auch den Luftdruck des
Ersatzreifens.
So prüfen Sie den Reifenluft-
druck
Prüfen Sie den Reifenluftdruck mit
einem genau messenden Mano -
meter. Eine Sichtprüfung ist für die
Bestimmung des korrekten Reifen -
luftdrucks nicht ausreichend.
Radialreifen können auch bei zu
geringem Reifenluftdruck den
gegenteiligen Eindruck vermitteln.
Prüfen Sie den Reifenluftdruck bei
kalten Reifen. - "Kalt" bedeutet, dass
Ihr Fahrzeug seit mindestens 3
Stunden nicht mehr bewegt wurde
oder nicht mehr als 1,6 km
zurückgelegt hat. Schrauben Sie die Ventilkappe ab.
Drücken Sie das Manometer fest auf
das Ventil, um den Druck zu messen.
Wenn der Reifenluftdruck im kalten
Zustand den Angaben auf dem
Aufkleber für Reifenluftdruck und
Zuladung entspricht, ist keine
weitere Korrektur erforderlich. Wenn
der Reifenluftdruck zu gering ist,
pumpen Sie den Reifen bis zum
empfohlenen Wert auf.
Wenn der Reifenluftdruck zu hoch
ist, drücken Sie auf die Ventilnadel in
der Mitte des Ventils, um Luft
abzulassen. Prüfen Sie den
Reifenluftdruck erneut mit dem
Manometer. Denken Sie daran,
die Ventilkappen wieder
aufzuschrauben. Sie verhindern das
Eindringen von Schmutz und
Feuchtigkeit und verhindern auf
diese Weise Undichtigkeiten.
Reifenluftdruck
Beachten Sie stets die
folgenden Punkte:
•Prüfen Sie den Reifenluftdruck
bei kalten Reifen (nach einer
Fahrzeugstandzeit von min
-
destens 3 Stunden oder einer
Fahrtstrecke von höchstens
1,6 km).
•Prüfen Sie auch jedes Mal den
Luftdruck des Ersatzreifens,
wenn Sie den Luftdruck der
übrigen Reifen prüfen.
•Überladen Sie Ihr Fahrzeug
nicht. Achten Sie darauf, die
zulässige Dachlast nicht zu
überschreiten, sofern Ihr
Fahrzeug mit einem Dach-
gepäckträger ausgestattet ist.
•Abgefahrene und zu alte
Reifen können Unfälle ver -
ursachen. Ersetzen Sie
abgefahrene und beschädigte
Reifen umgehend.
ACHTUNG
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Wartung
Reifen tauschen
Um den Reifenverschleiß der Räder
auszugleichen, ist es empfeh-
lenswert, dass die Räder spätestens
alle 12.000 km (7.500 Meilen)
zwischen Vorderund Hinterachse
ausgetauscht werden.
Prüfen Sie beim Rädertausch, ob die
Räder ordnungsgemäß ausgewuch-
tet sind.
Prüfen Sie die Reifen beim Tauschen
auf ungleichmäßigen Verschleiß und
Beschädigungen. Ungleichmäßiger
Verschleiß resultiert in der Regel aus
falschem Reifenluftdruck, falscher
Radeinstellung und ungewuchteten
Rädern. Weitere Ursachen sind
extremes Bremsen und schnelle
Kurvenfahrten. Prüfen Sie die
Laufflächen und Flanken der Reifen
auf Verformungen und ersetzen Sie
sie bei Bedarf. Ersetzen Sie Reifen,
bei denen sich das Gewebe oder der
Stahlgürtel zeigt. Korrigieren Sie
nach dem Reifentausch den
Reifenluftdruck (vorn/hinten) und
vergewissern Sie sich, dass die
Radmuttern fest angezogen sind.
Siehe Kapitel 8, Abschnitt "Reifen
und Räder".
•Prüfen Sie Ihre Reifen
regelmäßig auf ordnungs -
gemäßen Luftdruck als auch
auf Verschleiß und Beschädi-
gung. Verwenden Sie immer
einen Rufluftdruckmesser.
•Reifen mit zu hohem als auch
zu geringem Reifenluftdruck
verschleißen ungleichmäßig
und führen dadurch zu einem
ungünstigeren Fahrverhalten,
dem Verlust der Kontrolle über
das Fahrzeug und zu
plötzlichen Reifenschäden,
was zu Unfällen, Verletzungen
und sogar zum Tod führen
könnte. Den vorgeschriebenen
Luftdruck für kalte Reifen
finden Sie in dieser Anleitung
und auf dem entsprechenden
Aufkleber, der sich unten an
der mittleren Dachsäule auf
der Fahrerseite befindet.
(Fortsetzung)
VORSICHT (Fortsetzung)
•Abgefahrene Reifen können
Unfälle verursachen. Ersetzen
Sie Reifen, die abgefahren
sind, ungleichmäßigen Ver -
schleiß zeigen oder
beschädigt sind.
•Denken Sie daran, den
Luftdruck in Ihrem Ersatzrad
zu prüfen. HYUNDAI emp-
fiehlt, dass Sie jedes Mal auch
das Ersatzrad prüfen, wenn
Sie den Reifenluftdruck der
übrigen Räder an Ihrem
Fahrzeug prüfen.
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7
Wartung
Beim Rädertausch sollten dieBremsklötze der Scheibenbremsenauf Verschleiß geprüft werden.
Informationen
Innen- und Außenseite eines
laufrichtungsgebundenen Reifens
sind voneinander unterscheidbar.
Achten Sie bei der Montage eines
laufrichtungsgebundenen Reifen
darauf, dass die mit „außen“
gekennzeichnete Seite nach außen
zeigt. Wenn laufrichtungsgebundene
Reifen falsch herum montiert werden,
beeinträchtigt dies das Fahrverhalten.
Räder einstellen und
auswuchten
Die Räder Ihres Fahrzeugs wurden
werkseitig sorgfältig eingestellt und
ausgewuchtet, um die größtmögliche
Lebensdauer und Funktionstüchtig-
keit der Reifen zu gewährleisten.
In den meisten Fällen muss die
Radeinstellung nie mehr verändert
werden. Sollte der Reifenverschleiß
jedoch ungleichmäßig sein oder das
Fahrzeug ständig zur Seite ziehen,
muss die Radeinstellung möglicher-
weise korrigiert werden.
Wenn beim Fahren auf ebener
Fahrbahn Vibrationen auftreten,
müssen möglicherweise die Räder
ausgewuchtet werden.
Für das Auswuchten von
Leichtmetallfelgen müssen spe-
zielle Auswuchtgewichte verwen -
det werden, da andernfalls die
Leichtmetallfelgen beschädigt
werden können.
ANMERKUNG
i
ODH073802
■
Ohne Ersatzrad
•Beziehen Sie ein Notrad nicht in
den Reifentausch ein.
•Verwenden Sie auf keinen Fall
gleichzeitig Reifen unter -
schiedlicher Bauart (z. B.
Radial- und Gürtelreifen).
Andernfalls werden die Fahrei -
genschaften beeinträchtigt.
Es besteht Verletzungs- und
Lebensgefahr sowie die Gefahr
von Sachschäden.
VORSICHT
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7-50
Wartung
Reifen ersetzen
Bei gleichmäßigem Reifenverschleiß
erscheint mit der Zeit eine Ver-
schleißanzeige über die Breite der
Lauffläche. Sie zeigt an, dass die
verbleibende Profiltiefe weniger als
1,6 mm beträgt. Ersetzen Sie den
Reifen, sobald dies der Fall ist.
Warten Sie mit dem Ersetzen des
Reifens nicht, bis die Verschleiß-
anzeige über die gesamte Breite der
Lauffläche sichtbar ist.
OLMB073027
ReifenverschleißanzeigePrüfen Sie bei Reifenwechseln
nach etwa 1.000 Kilometern die
Radmuttern und ziehen Sie sie
gegebenenfalls nach. Lenk-
radund Fahrzeugvibrationen
beim Fahren deuten darauf hin,
dass Räder falsch ausge-
wuchtet sind. Korrigieren Sie
die Radwucht. Für den Fall,
dass sich das Problem nicht
beheben lässt, empfehlen wir,
sich an eine HYUNDAI Vertrags-
werkstatt zu wenden.
VORSICHT
•Das Fahren auf abgefahrenen
Reifen ist äußerst gefährlich,
da Bremswirkung, Lenkpräzi -
sion und Fahrbahnhaftung
beeinträchtigt werden.
•Die Bereifung Ihres Fahr -
zeugs wurde im Hinblick auf
Fahrsicherheit und gute
Fahreigenschaften konzipiert.
Verwenden Sie keine Reifen-
/Felgengrößen und Bauarten,
die von den ursprünglich am
Fahrzeug montierten abwei -
chen. Sie können Sicherheit,
Funktion und Fahrverhalten
Ihres Fahrzeugs beeinträchti -
gen, was zu einem Überschlag
und zu schweren Verletzun -
gen führen könnte. Achten Sie
beim Ersetzen der Reifen
darauf, dass an allen vier
Rädern Reifen und Felgen
gleicher Größe und gleicher
Bauart montiert werden. Dies
gilt auch für Profil, Fabrikat
und Tragfähigkeit.
(Fortsetzung)
VORSICHT
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7
Wartung
Notradbereifung ersetzen(ausstattungsabhängig)
Das Reifenprofil des Notrads hat
eine kürzere Lebensdauer als das
der Standardreifen. Ersetzen Sie den
Reifen, wenn die Verschleißanzeige
auf dem Reifen sichtbar wird. Der
neue Reifen für das Notrad muss mit
dem ursprünglich montierten Reifen,
der mit dem Neuwagen geliefert
wurde, in Bezug auf Größe und
Bauart identisch sein und auf
derselben Felge montiert werden.
Der Reifen für das Notrad eignet sich
nicht für die Montage auf einer
Standardfelge und die Notradfelge
eignet sich nicht für die Montage
eines Standardreifens.
(Fortsetzung)•Bei Verwendung unterschied
-
licher Reifengrößen oder
Bauarten können Fahreigen -
schaften, Bodenfreiheit,
Bremsweg, Abstände zwi-
schen Reifen und Karosserie,
die Verwendbarkeit von
Schneeketten sowie die
Tachometergenauigkeit stark
beeinträchtigt werden.
•Für den Reifen-
bzw. Räderwechsel wird
empfohlen, die beiden Vorder-
oder Hinterreifen (bzw. Räder)
stets paarweise zu wechseln.
Das Wechseln einzelner
Reifen kann die Fahreigen -
schaften Ihres Fahrzeugs
erheblich beeinträchtigen.
(Fortsetzung)
(Fortsetzung)
•Für die Funktion des ABS-
Systems werden die Dreh-
zahlen der Räder verglichen.
Die Reifengröße kann die
Raddrehzahl beeinflussen.
Wenn Reifen ersetzt werden,
muss die Größe aller 4 Reifen
dieselbe sein, die ursprüng -
lich mit dem Fahrzeug aus -
geliefert wurde. Die Verwen-
dung von Reifen mit unter -
schiedlicher Größe kann zur
Folge haben, dass ABS
(Antiblockiersystem) und ESC
(Elektronisches Stabilitäts -
kontrolle) (wenn eingebaut)
(ausstattungsabhängig) nicht
ordnungsgemäß arbeiten.
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Wartung
Felgen ersetzen
Achten Sie beim Ersetzen von
Felgen darauf, dass die Ersatzfelgen
den Originalfelgen in Durchmesser,
Breite und Einpresstiefe entspre-
chen.
Reifentraktion
Das Fahren mit abgefahrenen Reifen
oder falschem Reifendruck sowie das
Befahren glatter Fahrbahnen beeint-
rächtigt die Haftung der Reifen. Die
Reifen müssen ersetzt werden,
sobald die Verschleißanzeige sicht -
bar wird. Passen Sie Ihre Fahrweise
an widrige Wetterverhältnisse
(Regen, Schnee, Eisglätte) an und
reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit,
damit Sie nicht die Kontrolle über das
Fahrzeug verlieren.
Reifenwartung
Neben dem richtigen Reifenluftdruck
trägt auch die richtige Einstellung
der Räder zur Minderung des
Reifenverschleißes bei. Für den Fall,
dass Reifen an Ihrem Fahrzeug
ungleichmäßig abgefahren sind,
empfehlen wir, die Radeinstellung in
Ihrer Vertragswerkstatt überprüfen
zu lassen. Achten Sie bei der Montage neuer
Reifen darauf, dass sie
ausgewuchtet werden. Dies
vergrößert den Fahrkomfort und
erhöht die Lebensdauer der Reifen.
Zudem sollten Reifen stets
nachgewuchtet werden, wenn die
Räder abgebaut waren.
Eine falsche Felgengröße kann
folgende Punkte beeinträch-
tigen: Lebensdauer der Reifen
und der Radlager, Wirkung und
Leistung der Bremse, Fahrei -
genschaften, Bodenfreiheit,
Abstand zwischen Reifen und
Karosserieteilen, Verwendbar -
keit von Schneeketten, Tacho -
meter- und Kilometerzähler -
genauigkeit, Scheinwerfer -
höheneinstellung und Höhe der
Stoßfänger.
VORSICHT
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7
Wartung
Kennzeichnungen auf den
Reifenflanken
Aus diesen Angaben gehen die
Grundeigenschaften des Reifens
hervor. Weiterhin befindet sich an
dieser Stelle die TIN-Kennzeichnung
(Tire Identification Number), die
Zertifizierung entsprechend der
Sicherheitsnorm. Über die TIN kann
der Reifen im Fall eines Rückrufs
identifiziert werden.
1. Hersteller oder Fabrikat
Hersteller oder Fabrikat sind auf dem
Reifen vermerkt.
2. Bezeichnung der Reifengröße
Auf der Reifenflanke befindet sich
die Bezeichnung der Reifengröße.
Sie benötigen diese Angaben beim
Kauf neuer Reifen für Ihr Fahrzeug.
Die einzelnen Buchstaben und
Zahlen der Angabe zur Reifengröße
werden nachstehend erläutert.
Beispiel für die Größenangabe eines
Reifens:
(Bei diesen Angaben handelt es sich
lediglich um ein Beispiel. Die
tatsächliche Reifengröße kann je
nach Fahrzeug davon abweichen.)
215/70R16 100H
215 - Reifenbreite in Millimeter.
70 - Querschnittsverhältnis. Verhält-
nis von Reifenhöhe zu Reifen-
breite in Prozent.
R - Codierte Reifenbauart (Radial -
reifen).
16 - Felgendurchmesser in Zoll.
100 - Tr agfähigkeitsindex, ein nu -
merischer Code, der die
maximale Tragfähigkeit des
Reifens angibt. H - Kennbuchstabe für die zulässige
Höchstgeschwindigkeit (siehe
entsprechende Tabelle in diesem
Abschnitt für weitere Infor-
mationen).
Bezeichnung der Felgengröße
Auch die Felgen sind mit
Größenangaben gekennzeichnet,
die Sie benötigen, wenn eine Felge
ersetzt werden muss. Die einzelnen
Buchstaben und Zahlen der Angabe
zur Felgengröße werden nach-
stehend erläutert.
Beispiel für die Größenangabe einer
Felge:
6,5JX16
6,5 - Felgenbreite in Zoll.
J - Ausführung des Felgenhorns.
16 - Felgendurchmesser in Zoll.
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1
1
2
34
5,6
7
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Wartung
Reifenkennbuchstaben für die
zulässige Höchstgeschwindigkeit
In der nachstehenden Tabelle sind
viele der zur Zeit verwendeten
Kennbuchstaben und Höchstgesch-
windigkeiten für PKW aufgeführt.
Der Kennbuchstabe ist Teil der
Beschriftung auf der Reifenflanke.
Der Kennbuchstabe gibt die zuläs-
sige Höchstgeschwindigkeit der
Reifen an.
3. Das Alter eines Reifensbestimmen (TIN: TireIdentification Number)
Alle Reifen, die älter als 6 Jahre (lt.
Produktionsdatum) sind, inklusive
des Ersatzreifens, sollten unab -
hängig von der Laufleistung ersetzt
werden. Das Produktionsdatum
können Sie von der Reifenflanke
(innen oder außen) ablesen. Das
Produktionsdatum ist Bestandteil
des DOT-Codes (DOT = Department
Of Transportation), welcher aus
Buchstaben und Zahlen besteht. Sie
können das Produktionsdatum des
Reifens anhand der letzten 4 Stellen
des DOT-Codes bestimmen.
DOT : XXXX XXXX OOOO
Die ersten beiden DOT-Code-
Gruppen enthalten Informationen
zum Herstellerwerk, zur Reifengröße
und zur Profilart. Die letzten vier
Stellen des DOT-Codes bezeichnen
Kalenderwoche und Jahr der
Produktion.
Beispiel:
DOT XXXX XXXX 1618 bedeutet,
dass der Reifen in der 16. Woche
des Jahres 2018 produziert wurde. Reifenalter
Der Zustand der Reifen
verschlechtert sich mit der Zeit,
auch wenn sie nicht benutzt
werden. Unabhängig von der
restlichen Profiltiefe wird emp
-
fohlen, dass Reifen generell
nach sechs (6) Jahren (bei
normaler Nutzung) ersetzt
werden. Wärme aufgrund heißer
Klimabedingungen oder hoher
Belastung durch starke
Zuladung kann den Alterungs -
prozess beschleunigen. Die
Nichtbeachtung dieses Warn -
hinweises kann unerwartete
Reifenschäden zur Folge
haben. Dadurch kann die
Kontrolle über das Fahrzeug
verloren gehen, was zu einem
Unfall mit schweren oder
tödlichen Verletzungen führen
kann.
VORSICHT
Kenn-
buchstabe Zulässige
Geschwindigkeit
S 180 km/h
T 190 km/h
H 210 km/h
V 240 km/h
W 270 km/h
Y300 km/h
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7
Wartung
4. Reifenaufbau und Material
Im Inneren des Reifens befinden
sich verschiedene Lagen aus
unterschiedlichen Materialien. Die
verwendeten Materialien (Stahl,
Nylon, Polyester und andere)
müssen vom Reifenhersteller
angegeben werden. Der Buchstabe
"R" steht für Radialreifen, der
Buschstabe "D" steht für
Diagonalreifen und der Buchstabe
"B" steht für Gürtelreifen.
5. Maximal zulässigerReifenluftdruck
Diese Zahl bezeichnet den maximal
zulässigen Druck, mit dem der
Reifen aufgepumpt werden darf.
Überschreiten Sie den maximal
zulässigen Reifenluftdruck nicht.
Angaben zum empfohlenen
Reifenluftdruck und zu den
Ladebedingungen finden Sie auf
einem Aufkleber am Fahrzeug.
6. Maximale Tragfähigkeit
Die Zahl bezeichnet die maximale
Last in Kilogramm (und Pounds), die
der Reifen tragen kann. Wenn Sie die
Reifen Ihres Fahrzeugs ersetzen,
verwenden Sie immer Reifen, deren
Tragfähigkeit mit der Tragfähigkeit
der werkseitig montierten Reifen
identisch ist.
7. Reifenverschleißkoeffizient
Die Qualitätsklassen können an der
Reifenseitenwand zwischen Profil -
rand und max. Reifenbreite
nachgesehen werden.
Beispiel:
TREADWEAR 200
TRACTION AA
TEMPERATURE A
Reifenverschleiß
Der Reifenverschleißkoeffizient
bezeichnet den durchschnittlichen
Reifenverschleiß unter kontrollierten
Bedingungen, die gesetzlich vor -
geschrieben sind. Beispielsweise
verschleißt ein Reifen mit der
Verschleißkennzahl 150 bei dem
festgelegten Test 1,5 Mal so schnell
wie ein Reifen mit der Kennzahl 100.
Die relative Lebensdauer eines
Reifens hängt von den jeweiligen
Einsatzbedingungen ab. Jedoch
kann der Verschleiß aufgrund
unterschiedlicher Fahrstile, War-
tungsgewohnheiten, Straßenverhält -
nisse und Klimaeinflüsse von dem
Norm-Verschleiß abweichen.
Die Kennzahlen sind bei PKW-
Reifen auf der Reifenflanke
angegeben. Die Reifen (Standard -
bereifung oder optionale Bereifung)
Ihres Fahrzeugs können im Hinblick
auf den Verschleißkoeffizienten
variieren.
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Wartung
Traktionskennzeichnung - AA, A, B
und C
Die Traktionskennzeichnungen lau-
ten in absteigender Reihenfolge AA,
A, B und C. Die Kennbuchstaben
bezeichnen die Bremsfähigkeit des
Reifens auf nassem Untergrund,
kontrolliert gemessen auf Asphalt
und Beton nach gesetzlichen
Vorgaben. Ein Reifen mit dem
Kennbuchstaben "C" bietet relativ
schwache Traktionseigenschaften.
Temperaturklassen - A, B und C
Die Temperaturklassen lauten in
absteigender Reihenfolge A, B und
C. Die Kennbuchstaben bezeichnen
die Eigenschaften der Reifen im
Hinblick auf Temperaturbeständigkeit
und Temperaturableitung unter
kontrollierten Bedingungen auf
einem Prüfstand.
Anhaltend hohe Temperaturen
können das Reifenmaterial beein-
trächtigen und die Lebensdauer des
Reifens verkürzen, während über -
mäßig hohe Temperaturen plötzliche
Reifenschäden verursachen können.
Die Kennbuchstaben A und B
bezeichnen Reifen, deren Eigen-
schaften aufgrund der Tests über
den gesetzlichen Mindestanfor -
derungen liegen.
Die dem Reifen zugewiesene
Traktionskennzeichnung ba-
siert auf geradeaus durch-
geführten Bremsprüfungen
und sie umfasst nicht die
Werte für Beschleunigung, Kur
venfahrverhalten, Aquaplaning
oder Maximalwerte der Boden
-
haftungscharakteristik.
VORSICHT
Reifentemperatur
Die Temperaturkennzeichnung
eines Reifens setzt voraus,
dass der Reifenluftdruck kor -
rekt und der Reifen nicht
überladen ist. Zu hohe
Geschwindigkeit, zu geringer
Reifenluftdruck und zu hohe
Belastung können, einzeln oder
kombiniert, zu Überhitzung und
plötzlichen Reifenschäden
führen. Dabei kann die Kontrolle
über das Fahrzeug verloren
gehen. Dies kann zu schweren
oder tödlichen Verletzungen
führen.
VORSICHT
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