ABS JEEP CHEROKEE 2020 Betriebsanleitung (in German)
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SICHERHEIT
112
(Fortsetzung)
7. Fahrer- und Beifahrersitz sollten so weitwie jeweils sinnvoll nach hinten
geschoben, um den Front-Airbags ausrei-
chend Entfaltungsraum zu geben.
8. Lehnen Sie sich nicht gegen die Tür oder das Fenster. Wenn Ihr Fahrzeug mit
Seiten-Airbags ausgestattet ist und diese
ausgelöst werden, blasen sich die
Airbags mit Gewalt in den Spalt zwischen
Insassen und der Tür, wobei Insassen
verletzt werden könnten.
9. Wenn das Airbag-System in Ihrem Fahr- zeug für die Bedürfnisse einer körperbe-
hinderten Person abgeändert werden
muss, finden Sie Kontaktinformationen
für den Kundendienst im Abschnitt
„Kundenunterstützung“.
Sicherheitsgurtsysteme
Legen Sie grundsätzlich vor jeder Fahrt den
Sicherheitsgurt an, selbst wenn Sie ein sehr
sicherer Fahrer sind. Dies gilt auch für kurze
Fahrten. Ein anderer Verkehrsteilnehmer
verfügt möglicherweise über kein sicheres
Fahrverhalten und verursacht einen Unfall,
in den Sie verwickelt werden könnten. Dies
kann Ihnen direkt vor der Haustür ebenso
zustoßen wie auf längeren Reisen. Die Erkenntnisse der Unfallforschung
beweisen, dass der Sicherheitsgurt Leben
retten und die Schwere der Verletzungen bei
einem Unfall deutlich verringern kann. Die
gefährlichsten Verletzungen werden verur-
sacht, wenn die Fahrzeuginsassen aus dem
Fahrzeug geschleudert werden. Sicherheits-
gurte schützen davor, aus dem Fahrzeug
geschleudert zu werden, und verringern die
Gefahr, mit Teilen im Fahrzeuginnenraum zu
kollidieren. Jede Person in einem Fahrzeug
muss stets angegurtet sein.
Verbessertes Gurtwarnsystem (BeltAlert)
BeltAlert für Vorder- und Rücksitze (je nach
Ausstattung)
BeltAlert für Vordersitze
Die Funktion BeltAlert dient dazu, den
Fahrer und den außen sitzenden Beifahrer
an das Anlegen der Sicherheitsgurte zu erin-
nern. BeltAlert ist aktiv, wenn sich der Zünd-
schalter in der Stellung START oder ON/
RUN (Ein/Start) befindet.
Erstmalige Anzeige
Wenn der Fahrer nicht angeschnallt und der
Zündschalter beim ersten Einschalten in die
Position START oder ON/RUN (Ein/Start) WARNUNG!
Verwenden Sie NIE ein Kinder-Rückhal-
tesystem mit Blickrichtung nach hinten
auf einem Sitz, der von einem davor
befindlichen AKTIVEN AIRBAG
geschützt wird; dabei kann es zu
SCHWEREN oder TÖDLICHEN Verlet-
zungen für das KIND kommen.
Verwenden Sie niemals ein nach hinten
gerichtetes Kinder-Rückhaltesystem auf
dem Vordersitz des Fahrzeugs.
Verwenden Sie Kinder-Rückhaltesys-
teme mit Blick nach hinten nur auf dem
Rücksitz. Wenn das Fahrzeug keinen
Rücksitz hat, dürfen in diesem Fahrzeug
keine nach hinten gerichteten
Kinder-Rückhaltesysteme verwendet
werden.
Ein erweiterter Beifahrer-Front-Airbag
kann Kindern unter 12 Jahren sowie
Kindern in einem Kinder-Rückhalte-
system mit Blickrichtung nach hinten
beim Öffnen schwere oder lebensgefähr-
liche Verletzungen zufügen.
WARNUNG! (Fortsetzung)
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Sicherheitsgurtstraffer
Die Sicherheitsgurte des Vordersitzes und
der äußeren Rücksitze sind mit Gurtstraffern
ausgerüstet, die bei einem Unfall ein zu
lockeres Anliegen des Gurtes verhindern
sollen. Diese Vorrichtungen können die
Schutzfunktion des Sicherheitsgurts verbes-
sern, indem sie den Sicherheitsgurt bei
einem Unfall bereits frühzeitig straffen. Die
Gurtstraffer funktionieren bei Fahrgästen
aller Größen einschließlich denen in
Kinder-Rückhaltesystemen.
HINWEIS:
Gurtstraffer sind allerdings kein Ersatz für
einen korrekt angelegten Sicherheitsgurt.
Der Sicherheitsgurt ist eng anliegend und in
der korrekten Lage zu tragen.
Die Gurtstraffer werden durch das Rückhal-
tesysteme-Steuergerät (ORC) ausgelöst. Wie
die Airbags sind die Gurtstraffer nur einmal
verwendbar. Ein ausgelöster Gurtstraffer
oder Airbag muss sofort ausgetauscht
werden.
Adaptive Gurtfreigabe
Das Sicherheitsgurtsystem vorn und das
Sicherheitsgurtsystem der äußeren Sitze in
der zweiten Reihe sind mit einer adaptiven
Gurtfreigabe ausgestattet, das das Verlet-
zungsrisiko bei einem Unfall weiter verrin-
gern kann. Das Sicherheitsgurtsystem hat
eine Aufrollvorrichtung, die das Gurtband
gesteuert freigibt.
Schaltbare automatisch sperrende
Gurtaufroller (ALR) - je nach Ausstattung
Die Beifahrer-Sicherheitsgurte sind mögli-
cherweise mit einem automatisch sper-
renden Gurtaufroller (ALR) ausgestattet, der
zur Befestigung eines Kinder-Rückhaltesys-
tems verwendet werden kann. Weitere Infor-
mationen hierzu siehe „Einbau von
Kinder-Rückhaltesystemen mithilfe der
Sicherheitsgurte des Fahrzeugs“ im
Abschnitt „Kinder-Rückhaltesystem“ dieses
Handbuchs. Die folgende Abbildung zeigt
die Sperrfunktion für jede Sitzposition.Anordnung der automatisch sperrenden Gurt-
aufroller (ALR) – verschiebbare und feste Sitze
Wenn die Beifahrer-Sicherheitsgurte mit
einem automatisch sperrenden Gurtaufroller
(ALR) ausgestattet sind und für den
normalen Fahrbetrieb verwendet werden,
ziehen Sie das Gurtband nur so weit heraus,
dass es bequem am Körper anliegt und der
automatisch sperrende Gurtaufroller (ALR)
nicht aktiviert wird. Wenn der automatisch
sperrende Gurtaufroller (ALR) aktiviert wird,
hören Sie beim Aufrollen des Sicherheits-
gurts ein klickendes Geräusch. In diesem
Fall lassen Sie das Gurtband vollständig in
den Aufroller gleiten und ziehen es anschlie-
ßend nur so weit heraus, dass es bequem am
Körper anliegt. Schieben Sie die Schloss-
zunge ins Gurtschloss, bis Sie ein „Klicken“
hören.
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SICHERHEIT
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(Fortsetzung)
Im automatischen Abrollsperrmodus wird der
Schultergurt automatisch vorgesperrt. Der
Sicherheitsgurt wird anschließend noch so
weit in den Aufroller gezogen, bis der Schul-
tergurt straff anliegt. Verwenden Sie die
automatische Sicherheitsgurtsperre immer
dann, wenn ein Kinder-Rückhaltesystem auf
einer Sitzposition angebracht ist, die über
diese Funktion verfügt. In einem Fahrzeug
mit Rücksitz sollten Kinder bis zum Alter von
12 Jahren immer ordnungsgemäß und im
Rücksitz angeschnallt werden.So aktivieren Sie die automatische Gurtsperre
1. Schnallen Sie den Dreipunktgurt an.
2. Fassen Sie den Schulterabschnitt undziehen Sie ihn nach unten, bis der gesamte
Sicherheitsgurt herausgezogen ist.
3. Lassen Sie den Sicherheitsgurt zurück in den Aufroller gleiten. Beim Aufrollen des
Sicherheitsgurts ist ein Klickgeräusch
hörbar. Dies zeigt an, dass die automati-
sche Sicherheitsgurtsperre aktiviert ist. So deaktivieren Sie die automatische Gurt-
sperre
Öffnen Sie das Gurtschloss des Dreipunkt-
gurts und lassen Sie ihn vollständig in den
Aufroller gleiten. Dadurch wird die automati-
sche Gurtsperre deaktiviert und die normale
Sperrfunktion ist wieder verfügbar.
WARNUNG!
Verwenden Sie NIE ein Kinder-Rückhal-
tesystem mit Blickrichtung nach hinten
auf einem Sitz, der von einem davor
befindlichen AKTIVEN AIRBAG
geschützt wird; dabei kann es zu
SCHWEREN oder TÖDLICHEN Verlet-
zungen für das KIND kommen.
Verwenden Sie niemals ein nach hinten
gerichtetes Kinder-Rückhaltesystem auf
dem Vordersitz des Fahrzeugs. Verwenden
Sie Kinder-Rückhaltesysteme mit Blick
nach hinten nur auf dem Rücksitz. Wenn
das Fahrzeug keinen Rücksitz hat, dürfen
in diesem Fahrzeug keine nach hinten
gerichteten Kinder-Rückhaltesysteme
verwendet werden.
Ein erweiterter Beifahrer-Front-Airbag
kann Kindern unter 12 Jahren sowie
Kindern in einem Kinder-Rückhalte-
system mit Blickrichtung nach hinten
beim Öffnen schwere oder lebensgefähr-
liche Verletzungen zufügen.
WARNUNG! (Fortsetzung)
WARNUNG!
Der Sicherheitsgurt muss ausgetauscht
werden, wenn der schaltbare, automa-
tisch sperrende Gurtaufroller (ALR) oder
eine andere Sicherheitsgurt-Funktion
bei einer Überprüfung anhand der
Verfahren im Werkstatthandbuch nicht
korrekt funktioniert.
Wird der Sicherheitsgurt nicht ersetzt,
kann dies zu einem erhöhten Verlet-
zungsrisiko bei einem Unfall führen.
Verwenden Sie nicht die automatische Gurt-
sperre nicht zum Sichern von Insassen, die
den Sicherheitsgurt tragen bzw. von Kindern,
die auf einem Sitzerhöhungskissen sitzen.
Der Verriegelungsmodus wird nur verwendet,
um Kinder-Rückhaltesysteme mit Blickrich-
tung nach hinten oder nach vorn zu
montieren, in denen Kinder mit einem Gurt
gesichert werden.
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SICHERHEIT
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Die Airbag-Warnleuchte bleibt nach den
vier bis acht Sekunden eingeschaltet.
Während der Fahrt leuchtet die
Airbag-Warnleuchte vorübergehend auf
oder bleibt eingeschaltet.
HINWEIS:
Falls Tachometer, Drehzahlmesser oder
Anzeigeinstrumente des Motors nicht
arbeiten, ist das Rückhaltesysteme-Steuer-
gerät (ORC) eventuell auch nicht funktions-
fähig. In diesem Zustand sind die Airbags
unter Umständen nicht einsatzbereit. Lassen
Sie das Airbag-System sofort von einem
Vertragshändler warten.
Redundante Airbag-Warnleuchte
Wenn ein Fehler mit der
Airbag-Warnleuchte festgestellt
wird, welcher das zusätzliche Rück-
haltesystem (SRS) beeinträchtigen
könnte, leuchtet die redundante
Airbag-Warnleuchte an der Instrumenten-
tafel auf. Die redundante Airbag-Warn-
leuchte bleibt eingeschaltet, bis der Fehler
behoben wurde. Zusätzlich ertönt ein
einzelnes Warnsignal, um darauf
aufmerksam zu machen, dass die redun-
dante Airbag-Warnleuchte aufleuchtet und
ein Fehler festgestellt wurde. Wenn die
redundante Airbag-Warnleuchte sporadisch
oder permanent während der Fahrt
aufleuchtet, lassen Sie das Fahrzeug sofort
von einem Vertragshändler warten.
Näheres zu der redundanten Airbag-Warn-
leuchte finden Sie im Abschnitt „Kennen-
lernen der Instrumententafel“ in dieser
Betriebsanleitung.
Front-Airbags
Dieses Fahrzeug verfügt über Front-Airbags
und Dreipunktgurte für Fahrer und Beifahrer.
Die Front-Airbags sind eine Ergänzung der
Sicherheitsgurt-Rückhaltesysteme. Der
Front-Airbag für den Fahrer ist in der Lenk-
radmitte eingebaut. Der Front-Airbag für den
Beifahrer ist über dem Handschuhfach in die
Instrumententafel integriert. In die Abde-
ckungen der Airbags ist die Aufschrift SRS
AIRBAG oder AIRBAG eingeprägt.
Einbaulagen der Front-Airbags und Knieschutz- polster
WARNUNG!
Achten Sie auf die Airbag-Warnleuchte in
der Instrumententafel, sonst sind Sie
unter Umständen bei einem Unfall nicht
durch das Airbag-System geschützt. Wenn
die Warnleuchte nach dem ersten
Einschalten der Zündung nicht zur
Glühlampenprüfung aufleuchtet, ständig
leuchtet oder während der Fahrt plötzlich
aufleuchtet, lassen Sie das Airbag-System
sofort von einem Vertragshändler
überprüfen.
1 – Front-Airbag für Fahrer
2 – Front-Airbag für Beifahrer
3 – Knieschutzpolster für Beifahrer
4 – Zusätzlicher Knie-Airbag/Knieschutz-
polster auf der Fahrerseite
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SICHERHEIT
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Betrieb des Front-Airbags
Die Front-Airbags sind so ausgelegt, dass sie
zusätzlichen Schutz durch Ergänzen der
Sicherheitsgurte liefern. Die Front-Airbags
können bei einem Heck- oder Seitenaufprall
bzw. bei einem Überschlag das Verletzungs-
risiko nicht senken. Die Front-Airbagszünden nicht bei allen Frontalaufprallsituati-
onen, einschließlich solcher, bei denen es zu
größeren Fahrzeugschäden kommt – zum
Beispiel einige Kollisionen mit Pfählen, bei
Unterfahrunfällen mit LKWs sowie schrägen
Kollisionen.
Andererseits können die Front-Airbags bei
Kollisionen, die zwar wenig Schaden hervor-
rufen, jedoch zu hohen Anfangsbeschleuni-
gungen führen, ausgelöst werden. Dies hängt
von der Art und Lage der Kollision ab.
Da die Airbag-Sensoren die Verzögerung des
Fahrzeugs in Bezug auf die Zeit messen, sind
die Fahrgeschwindigkeit und der Schaden an
sich keine guten Indikatoren dafür, ob ein
Airbag ausgelöst werden sollte oder nicht.
Die Sicherheitsgurte bieten bei jedem Unfall
wichtigen Schutz und halten Sie auch in
Position, also in ausreichendem Abstand von
einem Airbag, der gerade aufgeblasen wird.
Wenn das Rückhaltesystem-Steuergerät
(ORC) einen Aufprall registriert, der so stark
ist, dass der Front-Airbag benötigt wird,
sendet es ein entsprechendes Signal an die
Gasgeneratoren. Daraufhin wird eine größere
Menge an ungiftigem Gas erzeugt und die
Front-Airbags damit aufgeblasen.
Beim Aufblasen der Airbags werden die
Abdeckungen an der Lenkradnabe und auf
der oberen Beifahrerseite der Instrumenten-
tafel beiseite gedrückt und ermöglichen so
die Ausdehnung der Airbags. Die
Front-Airbags entfalten sich in wenigen Milli-
sekunden. Danach sacken die Front-Airbag
schnell in sich zusammen und unterstützen
dadurch den Rückhalteeffekt für Fahrer und
Beifahrer.
Knieschutzpolster
Die Knieschutzpolster schützen die Knie von
Fahrer und Beifahrer und sorgen dafür, dass
sie sich in einer Position befinden, in der die
Front-Airbags eine verbesserte Schutzwir-
kung haben.
Bringen Sie keinerlei Aufkleber o. Ä. auf
den Abdeckungen der Airbags an. Versu-
chen Sie nicht, die Airbag-Abdeckungen
zu entfernen. Dadurch können die
Airbags beschädigt werden, und Sie
können bei einem Unfall verletzt
werden, da die Airbags möglicherweise
nicht mehr funktionieren. Die Abde-
ckungen der Airbags öffnen sich nur im
Fall einer Airbag-Auslösung.
Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf
die Schutzwirkung des Airbags, sonst können
Sie bei einem Unfall schwer verletzt werden.
Der Airbag bietet Ihnen nur zusammen mit
dem Sicherheitsgurt den bestmöglichen
Schutz vor Verletzungen. Bei manchen
Unfällen werden Airbags überhaupt nicht
ausgelöst. Legen Sie daher auch bei vorhan-
denem Airbag immer den Sicherheitsgurt an.
WARNUNG! (Fortsetzung)
WARNUNG!
Die Knieschutzpolster dürfen nicht
angebohrt, aufgeschnitten oder auf
andere Weise manipuliert werden.
Befestigen Sie kein Kraftfahr-
zeug-Zubehör wie Warnleuchten, Autora-
dios, Funkgeräte usw. an den
Knieschutzpolstern.
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Zusätzlicher Knie-Airbag auf der Fahrerseite
Das Fahrzeug verfügt auf der Fahrerseite
über einen zusätzlichen Knie-Airbag, der in
der Instrumententafel unter der Lenksäule
montiert ist. Der zusätzliche Knie-Airbag auf
der Fahrerseite bietet gemeinsam mit den
Sicherheitsgurten, Gurtstraffern und den
Front-Airbags einen verbesserten Schutz bei
einem Frontalaufprall.
Zusätzliche Seiten-Airbags
Zusätzliche in den Sitzen eingebaute
Seiten-Airbags (SABs) – je nach Ausstattung
Ihr Fahrzeug ist möglicherweise mit zusätzli-
chen in den Sitzen eingebauten
Seiten-Airbags (SAB) ausgestattet. Wenn Ihr
Fahrzeug mit zusätzlichen in den Sitzen
eingebauten Seiten-Airbags ausgestattet ist,
beachten Sie die folgenden Informationen.
Die zusätzlichen in den Sitzen eingebauten
Seiten-Airbags (SABs) befinden sich an der
Außenseite der Vordersitze. Die zusätzlichen
in den Sitzen eingebauten Seiten-Airbags
sind auf einem Etikett oder mit einer am
Sitzbezug auf der Außenseite des jeweiligen
Sitzes eingenähten Kennung SRS AIRBAG
oder AIRBAG versehen.Vordere Kennung der zusätzlichen in den
Sitzen eingebauten Seiten-Airbags
Die SABs (je nach Ausstattung) können hilf-
reich sein, um das Verletzungsrisiko von
Insassen in bestimmten Seitenaufprallsitua-
tionen zusätzlich zu den Sicherheitsgurten
und der Karosseriestruktur zu reduzieren.
Wenn der SAB zündet, bricht er die Naht an
der Außenseite des Sitzlehnenbezugs auf.
Beim Aufblasen drückt sich der SAB durch
die Naht im Sitzbezug und entfaltet sich im
Bereich zwischen Insasse und Tür. Der
ausgelöste SAB wird sehr schnell und mit so
hoher Kraft aufgeblasen, dass Insassen
verletzt werden können, wenn sie nicht die
richtige Sitzhaltung eingenommen haben oder wenn sich Gegenstände in dem Bereich
befinden, in dem sich der SAB entfaltet.
Kinder haben ein noch höheres Verletzungs-
risiko durch ausgelöste Airbags.
Zusätzlicher Seiten-Airbag (SABIC) – je nach
Ausstattung
Ihr Fahrzeug ist möglicherweise mit zusätzli-
chen Seiten-Airbags (SABIC) ausgestattet.
Wenn Ihr Fahrzeug mit zusätzlichen
Seiten-Airbags (SABICs) ausgestattet ist,
beachten Sie die folgenden Informationen.
WARNUNG!
Verwenden Sie keine zusätzlichen
Sitzbezüge und legen Sie keine
Gegenstände zwischen sich und die
Seiten-Airbags. Die Entfaltung des Airbags
kann dadurch behindert werden und/oder
die Gegenstände können gegen Sie
gedrückt werden und schwere
Verletzungen verursachen.
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ausgelöst; bei einem Aufprall auf der linken
Seite wird also nur der linke Seiten-Airbag
und auf der rechten Seite nur der rechte
Seiten-Airbag ausgelöst. Schäden am Fahr-
zeug selbst sind kein gutes Anzeichen dafür,
ob die Seiten-Airbags ausgelöst hätten
müssen.
Die Seiten-Airbags werden nicht bei jeder
Seitenaufprallsituation ausgelöst,
einschließlich bei Unfällen unter einem
bestimmten Winkel oder einige Seitenauf-
prallsituation, die keine Auswirkungen auf
den Fahrgastraum haben. Die Seiten-Airbags
können bei Frontalunfällen unter einem
Winkel oder mit Versatz zusammen mit den
Front-Airbags ausgelöst werden.
Seiten-Airbags sind eine Ergänzung zum
Sicherheitsgurt-Rückhaltesystem. Die
Seiten-Airbags werden in wenigen Millise-
kunden ausgelöst.HINWEIS:
Die Airbag-Abdeckungen fallen in den
Innenverkleidungen möglicherweise nicht
auf, doch sie öffnen sich bei einer
Airbag-Auslösung. WARNUNG!
Insassen einschließlich Kindern, die
Seiten-Airbags gegenüber sitzen oder die
diesen Seiten-Airbags sehr nahe sind,
können schwer verletzt oder getötet
werden. Insassen, insbesondere Kinder,
sollten sich nie gegen die Tür, die
Seitenfenster oder den Bereich, in dem
die Seiten-Airbags aufgeblasen werden,
lehnen oder in angelehnter Stellung
schlafen, auch wenn sie sich in einem
Säuglings- oder Kinder-Rückhaltesystem
befinden.
Sicherheitsgurte (und Kinder-Rückhaltesys-
teme, falls zutreffend) sind für Ihren Schutz
in allen Aufprallsituationen erforderlich.
Dabei tragen sie auch dazu bei, Ihnen genü-
gend Abstand von einem auslösenden
Seiten-Airbag zu bieten. Fahrzeuginsassen
erhalten den besten Schutz vor
Seiten-Airbags, wenn sie ihren Sicherheits-
gurt korrekt angelegt haben und mit dem
Rücken gegen die Rückenlehne aufrecht in
ihrem Sitz sitzen. Kinder müssen in einem
Kinder-Rückhaltesystem oder auf einem Sitz-
erhöhungskissen, das der Größe des Kindes
entspricht, korrekt angegurtet sein.
WARNUNG!
Seiten-Airbags brauchen Platz, um sich
zu entfalten. Lehnen Sie sich nicht
gegen die Tür oder das Fenster. Sitzen
Sie aufrecht in der Mitte des Sitzes.
Wenn Ihr Abstand zu den Seiten-Airbags
während der Auslösung zu klein ist,
könnten Sie sich ernsthaft verletzen oder
getötet werden.
Verlassen Sie sich nicht ausschließlich
auf die Schutzwirkung der
Seiten-Airbags, sonst können Sie bei
einem Unfall schwer verletzt werden.
Der Seiten-Airbag bietet Ihnen nur
zusammen mit dem Sicherheitsgurt den
bestmöglichen Schutz vor Verletzungen.
Bei manchen Unfällen werden die
Seiten-Airbags überhaupt nicht ausge-
löst. Legen Sie daher auch bei vorhan-
denem Seiten-Airbag immer den
Sicherheitsgurt an.
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SICHERHEIT
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Überschlagssituationen (je nach Ausstattung
mit Überschlagserkennung)
Seiten-Airbags und Gurtstraffer sind so konstru-
iert, dass sie bei bestimmten Überschlagsitua-
tionen ausgelöst werden (je nach Ausstattung mit
Überschlagserkennung). Das Rückhaltesys-
teme-Steuergerät (ORC) bestimmt aufgrund der
Härte und Art des Unfalls, ob die Auslösung dem
jeweiligen Unfall angemessen ist. Schäden am
Fahrzeug selbst sind kein gutes Anzeichen dafür,
ob die Seiten-Airbags und die Sicherheitsgurt-
straffer zum Einsatz hätten kommen müssen.
Die Seiten-Airbags und die Sicherheitsgurtstraffer
kommen nicht bei allen Überschlagsituationen
zum Einsatz. Das Überschlagerkennungssystem
bestimmt, ob gerade ein Überschlag stattfindet
und die Airbags ausgelöst werden müssen. Falls
sich das Fahrzeug überschlägt oder ein Über-
schlag wahrscheinlich und eine Auslösung ange-
bracht ist, löst das Überschlagsensorsystem die
seitlichen Airbags und Gurtstraffer auf beiden
Seiten des Fahrzeugs aus.
Die SABICs können die Gefahr verringern,
dass Fahrzeuginsassen teilweise oder voll-
ständig durch die Seitenfenster bei
bestimmten Überschlag- oder Seitenauf-
prallsituationen herausgeschleudert werden.Airbag-Systemkomponenten
HINWEIS:
Das Rückhaltesysteme-Steuergerät (ORC)
überwacht die internen Stromkreise und die
Verkabelung der nachfolgend aufgeführten
Elektrikkomponenten des Airbag-Systems.
Rückhaltesysteme-Steuergerät (ORC)
Airbag-Warnleuchte
Lenkrad und Lenksäule
Instrumententafel
Knieschutzpolster
Fahrer- und Beifahrer-Front-Airbags
Sicherheitsgurtschlossschalter
Zusätzliche Seiten-Airbags
Zusätzliche Knie-Airbags
Frontal- und Seitenaufprallsensoren
Sicherheitsgurtstraffer
Sitzschienen-Stellungssensoren
Auslösung des Airbag-Systems
Die Front-Airbags sind so konstruiert, dass
sie sich unmittelbar nach dem Auslösen
aufblasen.
HINWEIS:
Die Front- bzw. Seiten-Airbags werden nicht
bei jedem Aufprall ausgelöst. Dies stellt
keine Fehlfunktion des Airbag-Systems dar.
Im Fall eines Frontalaufpralls mit Auslösung
des Airbag-Systems kann Folgendes
geschehen:
Wenn der Airbag ausgelöst wird und sich
entfaltet, kann das Material des Airbags
unter Umständen Abschürfungen und/
oder eine Rötung der Haut bei den
Insassen hervorrufen. Die Scheuerstellen
ähneln leichten Abschürfungen, wie sie
z. B. beim Ausrutschen auf einem
Teppich oder auf dem Bodenbelag einer
Sporthalle auftreten können. Die Hautrei-
zungen werden nicht durch Kontakt mit
Chemikalien hervorgerufen. Es handelt
sich nicht um bleibende Verletzungen und
normalerweise verschwinden sie nach
kurzer Zeit wieder. Falls die Haut wider
Erwarten nach einigen Tagen noch nicht
abgeheilt ist oder sich Brandblasen
bilden, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
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SICHERHEIT
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Universal-Kinder-Rückhaltesysteme
Die Abbildungen in den folgenden
Abschnitten zeigen Beispiele für die
unterschiedlichen Arten von
Universal-Kinder-Rückhaltesystemen. Es
werden typische Einbauvarianten darge-
stellt. Installieren Sie das Kinder-Rück-
haltesystem immer gemäß den
Anweisungen des Herstellers des
Kinder-Rückhaltesystems, welche dem
Kinder-Rückhaltesystem immer beiliegen
müssen.
Abschnitt „Einbauen von Kinder-Rückhal-
tesystemen mithilfe des Sicherheitsgurts
des Fahrzeugs“ enthält Informationen
zum Verriegeln des Sicherheitsgurts über
dem Kinder-Rückhaltesystem.
Es sind Kinder-Rückhaltesysteme mit
ISOFIX-Befestigungspunkten erhältlich,
mit denen das Kinder-Rückhaltesystem
ohne die Verwendung der Sicherheitsgurte
des Fahrzeugs im Fahrzeug montiert
werden können.
Gruppe 0 und 0 +
Abb. A
Sicherheitsfachleute empfehlen, dass
Kinder so lange wie möglich mit Blickrich-
tung nach hinten im Fahrzeug sitzen. Kinder
mit einem Körpergewicht bis zu 13 kg
dürfen in rückwärts gerichteten Sitzen, wie
in Abb. A dargestellt, transportiert werden.
Diese Art von Kinder-Rückhaltesystem stützt
den Kopf des Kindes und übt keine Kraft auf
den Nacken bei einer plötzlichen Bremsung
oder bei einem Unfall aus.
Das rückwärts gerichtete Kinder-Rückhalte-
system wird durch die Sicherheitsgurte des
Fahrzeugs gehalten (siehe Abb. A). Der
Kindersitz hält das Kind mit seinem eigenen
Gurt.
WARNUNG!
Bringen Sie niemals ein nach hinten
gerichtetes Kinder-Rückhaltesystem vor
einem Airbag an. Ein erweiterter
Beifahrer-Front-Airbag kann Kindern
unter 12 Jahren sowie Kindern in einem
Kinder-Rückhaltesystem mit Blickrich-
tung nach hinten beim Auslösen lebens-
gefährliche oder schwere Verletzungen
zufügen.
Verwenden Sie niemals ein nach hinten
gerichtetes Kinder-Rückhaltesystem auf
dem Vordersitz des Fahrzeugs.
Verwenden Sie Kinder-Rückhaltesys-
teme mit Blick nach hinten nur auf dem
Rücksitz. Wenn das Fahrzeug keinen
Rücksitz hat, dürfen in diesem Fahrzeug
keine nach hinten gerichteten
Kinder-Rückhaltesysteme verwendet
werden.
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Legende zur Tabelle oben:
(1) = Für das Kinder-Rückhaltesystem
(CRS), das nicht die ISO/XX-Größenklas-
senkennung (A bis G) trägt, für die
entsprechende Gewichtsgruppe, gibt der
Autohersteller die fahrzeugspezifischen
ISOFIX-Kinder-Rückhaltesysteme an, die
für jede Position empfohlen werden.
IUF = Geeignet für vorwärtsgerichtete
Universal-ISOFIX-Kinder-Rückhaltesys-
teme, die für die Verwendung in dieser
Gewichtsklasse zugelassen sind.
X = ISOFIX-Position, die für
ISOFIX-Kinder-Rückhaltesysteme in
dieser Gewichtsklasse und/oder Größen-
klasse nicht geeignet ist.
IL = Geeignet für bestimmte
ISOFIX-Kinder-Rückhaltesysteme (CRS) aus
der beigefügten Liste. Diese
ISOFIX-Kinder-Rückhaltesysteme (CRS)
gehören zu den Kategorien „besonderes Fahr-
zeug“, „begrenzt“ oder „halb-universal“.
Beachten Sie immer die Hinweise des Herstel-
lers des Kinder-Rückhaltesystems zum Einbau
des Kinder-Rückhaltesystems. Nicht alle
Kinder-Rückhaltesysteme werden auf die hier
beschriebene Art eingebaut. Bei Verwendung eines Universal-ISOFIX-Kinder-Rückhaltesys-
tems können nur zugelassene Kinder-Rückhal-
tesysteme mit der Kennzeichnung ECE R44
(Version R44/03 oder höher) „Universal
ISOFIX“ verwendet werden.
Einbau eines
ISOFIX-Kinder-Rückhaltesystems
Wenn die ausgewählte Sitzposition einen Sicher-
heitsgurt mit schaltbarem, automatisch sper-
rendem Gurtaufroller (ALR) hat, verstauen Sie
den Sicherheitsgurt wie nachstehend
beschrieben. Siehe Abschnitt „Einbauen von
Kinder-Rückhaltesystemen mithilfe des Sicher-
heitsgurts des Fahrzeugs“ zur Art des Sicherheits-
gurts, die jede Sitzposition hat.
1. Lockern Sie die Spannvorrichtungen an
den unteren Verbindungselementen und
am Halteband des Kindersitzes, damit
die Haken oder Verbindungselemente
leichter an den Befestigungspunkten im
Fahrzeug montiert werden können. 2. Setzen Sie den Kindersitz zwischen die
unteren Befestigungspunkte für die
jeweilige Sitzposition. Bei einigen Sitzen
in der zweiten Reihe müssen Sie sich
vielleicht im Sitz zurücklehnen und/oder
die Kopfstütze anheben, um eine bessere
Passform zu erhalten. Wenn der Rücksitz
im Fahrzeug nach vorn und hinten
bewegt werden kann, können Sie ihn
ganz nach hinten schieben, um Platz für
den Kindersitz zu schaffen. Sie können
auch den Vordersitz nach vorn schieben,
um mehr Platz für den Kindersitz zu
schaffen.
3. Befestigen Sie die Verbindungselemente des Kinder-Rückhaltesystems an den
unteren Befestigungspunkten in der
ausgewählten Sitzposition.
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