display Lancia Thesis 2009 Betriebsanleitung (in German)
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– bei laufendem Motor arbeitet das
System als “zusätzliche Heizung”.
Bei jeder Arbeitsweise ist der Vor-
gang für das Anzünden der Zusatz-
heizung nach der Einschaltung immer
gleich:
1- Betätigung des Ventilators für
Brennluft für ungefähr 30 Sekunden,
um die Brennkammer mit Sauerstoff
zu versehen. Die Geschwindigkeit des
Ventilators nimmt progressiv zu bis
zur Erreichung der mittleren Be-
triebswerte.
2- Nach Ablauf von 30 Sekunden
aktiviert die Elektronik der Heizung
die elektrische Kraftstoffdosierungs-
pumpe und der Ventilator der Brenn-
luft wird für ca. 3 Sekunden ausge-
schaltet, um das Zünden des Kraft-
stoffs zu erleichtern. Eine Vorglüh-
kerze setzt den Kraftstoff im Brenner
in Brand.
3- Es beginnt eine ca. 15 Sekunden
andauernde Stabilisierungsphase der
Verbrennung, während der der Ven-
tilator auf mittlerer Geschwindigkeit
läuft.4- In den darauffolgenden 50 Se-
kunden bringt die Elektronik den
Ventilator fast auf Höchstgeschwin-
digkeit.
5- Nach Stabilisierung der Ver-
brennung deaktiviert die Heizungse-
lektronik die Kerze und der Ventila-
tor geht auf Höchstgeschwindigkeit.
6- Ab diesem Moment wird die
Vorglühkerze vom System als Kon-
trollsensor für die Verbrennung und
für die Anwesenheit der Flamme ver-
wendet.
7- Bei jeglicher beliebigen Funkti-
onsweise ist der Ausschaltungsvor-
gang der Heizung gleich und sieht die
Ventilation der Brennkammer für un-
gefähr 30 Sekunden mit dem Zweck
vor, dass jeglicher Verbrennungsrest
definitiv entfernt wird.
ZUR BEACHTUNGNach der so-
wohl automatischen als manuellen
Ausschaltung kann das System erst
nach Verlauf von 3 Minuten nach der
Abschaltung wieder eingeschaltet wer-
den (ON), bzw. nach Erlöschen der
Meldung “ABKÜHLUNG LÄUFT”
auf dem CONNECT-Display.ZUR BEACHTUNGWenn auch in
kleinerem Maße, so verbrennt die Hei-
zung doch Kraftstoff wie ein Motor,
um daher eventuelle Vergiftungs- und
Erstickungserscheinungen zu vermei-
den, darf die Zusatzheizung niemals-
auch nicht für kurze Zeit - in ge-
schlossenen Räumen wie Garagen oder
Werkstätten funktionieren, wenn diese
nicht mit Abgasabsaugvorrichtungen
ausgerüstet sind
ZUR BEACHTUNGWährend dem
Tanken von Kraftstoff und nahe den
Tankstellen muss die Heizung immer
abgestellt werden, um Explosionsge-
fahren zu vermeiden
ZUR BEACHTUNGDas Fahrzeug
nicht auf entflammbarem Material wie
Papier, Gras oder Laub parken:
Brandgefahr.
BETRIEBSWEISE BEI
STEHENDEM MOTOR
Modalität “programmierbare
Heizung”
In dieser Modalität beheizt das Sy-
stem die Motorkühlflüssigkeit und das
Innere des Fahrzeugs vor Start des
Motors vor, behält die Ausschaltung
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– Anlassen des Motors
– Überschreitung der Zeitgrenze (ca.
30 Minute) für den Betrieb der Hei-
zung und/oder der Flüssigkeitspumpe
– Ausschaltungsanforderung des
Fahrers durch Deaktivierung der
Funktion durch CONNECT
– bei einer durch die Elektronik der
Heizung erfassten Störung
– bei teilweiser Entladung der Bat-
terie oder Störung des Drehstromge-
nerators.
Funktion “Schaltuhr 1” und
“Schaltuhr 2”
Mit den “Schaltuhr”-Funktionen
können zwei Heizungseinschaltungen
pro Tag programmiert werden. Für
jeden Zyklus muss die Einschaltzeit
und die Betriebsdauer in Intervallen
von 5 Minuten eingegeben werden.
Die Zyklusdauer soll 60 Minuten
nicht überschreiten, bei nicht erfolg-
ter Eingabe beträgt die Zyklusdauer
15 Minuten. Der Zeitgeber funktio-
niert unabhängig von der Stellung des
Zündschlüssels.Während des Betriebs der Standhei-
zung melden dem Fahrer Anzeigen
auf dem CONNECT-Display die
nachstehenden Sonderbedingungen
– Kraftstoffstand auf Reserve (das
System verlangt die Bestätigung für
Weiterführung des Betriebszyklus)
– die Heizung wurde ausgestellt, da
der Kraftstoffstand auf Reserve steht
– kein Anschalten der Heizung, da
der Kühlungszyklus nicht vollständig
erfolgte
– kein Anschalten der Heizung, da
die Außentemperatur über 20 °C be-
trägt
– kein Anschalten der Heizung, da
der Motor läuft
– die Heizung wurde ausgeschaltet,
da die Batteriespannung unter den
Grenzwert absank.ZUR BEACHTUNGAus Sicher-
heitsgründen muss der Zeitgeber bei
jeder Befähigung programmiert und
innerhalb 24 Stunden nach der Pro-
grammierung bestätigt werden. Wei-
terhin muss der Fahrer jedes Mal die
Befähigung des Zeitgebers bestätigen.
Die Uhrzeit des Zeitgebers wird nicht
automatisch der Sommerzeit ange-
passt.
Der Zeitgeber kann in einem der
nachstehenden Betriebszustände sein:
– ausgeschlossen: In diesem Zustand
ist der Zeitgeber programmierbar und
es können Parameter eingegeben oder
verändert werden. Die eingegebenen
Parameter werden durch CONNECT
bewertet und zugelassen.
– befähigt: Die durch CONNECT
zugelassenen Parameter werden ge-
speichert. Der Fahrer bestätigt den
konfigurierten Zyklus, der den Mo-
ment der programmierten Aktivie-
rung abwartet und auf dem
CONNECT-Display erscheint
– aktiv: Die Heizung funktioniert als
“programmierbare Heizung” unter
der Kontrolle des Zeitgebers, wie auf
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dem CONNECT-Display angezeigt
wird. Bei Aktivierung des Zeitgebers
registriert CONNECT die Systembe-
dingungen
– nicht aktiv: Während des Betriebs
der “programmierbare Heizung”, die
durch den Zeitgeber verwaltet wird,
kontrolliert CONNECT die System-
bedingungen.
Der Zeitgeber wird automatisch aus-
geschlossen, wenn:
– der Betrieb als “programmierbare
Heizung” von CONNECT gestoppt
wird, da bei Start des Zeitgebers die
Betriebsart “programmierbare Hei-
zung” mit der Fernbedienung akti-
viert wird
– der Fahrer manuell den Heizer
während des Betriebs des Zeitgebers
einstellt
– der Zeitgeber sich innerhalb 3 Mi-
nuten nach dem vorherigen Abschal-
ten der Heizung aktiviert
– der Fahrer manuell den Zeitgeber
ausschaltet– der Kraftstoff im Fahrzeugtank bei
Aktivierung des Zeitgebers auf Re-
serve steht.. Diese Bedingung wird
dem Fahrer vom System gemeldet;
der die Aktivierung bestätigen muss.
Erfolgt die Bestätigung nicht, wird der
Zeitgeber ausgeschlossen. Der Kraft-
stoffstand wird von CONNECT ange-
zeigt. Sollte der Wert nicht vorhanden
sein, wird die letzte Ablesung vor Aus-
schaltung des Motors berücksichtigt
– der Zeitgeber sich während des
durch die Fernbedienung eingestell-
ten Heizungsbetriebs einschaltet.
ZUR BEACHTUNGDer Zeitgeber
wird automatisch gestoppt, wenn bei
seiner Aktivierung die Heizung bereits
funktioniert. Die für den Zeitgeber
konfigurierten Parameter werden ge-
speichert. Wurde der Zeitgeber deak-
tiviert oder abgeschaltet, muss er vom
Fahrer manuell wieder eingeschaltet
werden.EIN/AUSSCHALTUNG DER
HEIZUNG MIT DER
FERNBEDIENUNG (Abb. 123)
Die Ein- und Ausschaltung der Hei-
zung kann durch die mit dem Fahr-
zeug gelieferten Fernbedienung Age-
steuert werden.
Das von der Fernbedienung abgege-
bene Signal hat eine Reichweite von
600 Metern und wird von einer An-
tenne empfangen, die es an den Emp-
fänger der Heizung und dann an
CONNECT weiterleitet.
ZUR BEACHTUNGDer Aktionsbe-
reich der Fernbedienung ist auf
freiem Gelände maximal und redu-
ziert sich in Anwesenheit von Gebäu-
den.
Abb. 123
L0A0263b
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Abb. 135
L0A0275b
Abb. 134
L0A0274b
Meldung von Anomalien
Das System wird durch ein Steuer-
gehäuse kontrolliert, das eventuelle
Defekte durch das Aufleuchten der
Lampes!auf dem Multifunktions-
display und das Erscheinen der Mel-
dung “DEFEKT EPB -WERKSTATT
AUFSUCHEN” meldet.
Zur größeren Sicherheit wird jedes-
mal bei Druck auf die Bremse in An-
wesenheit von Störungen ein Tonzei-
chen abgegeben, um den Fahrer da-
von zu unterrichten und die Lampe
xschaltet sich ein.
Sollte die Bremse nicht die notwen-
dige Einschrittskraft erreichen (z.B.
bei teilweise entladener Batterie),
blinkt die Funktionslampe xauf der
Instrumententafel.
Bei Defekten der Anomalienmel-
dungslampexauf der Instrumenten-
tafel leuchtet die Lampe s!auf dem
Multifunktionsdisplay auf und es er-
scheint “DEFEKT EPB-KONTROLL-
LAMPE - WERKSTATT AUFSU-
CHEN”, um dem Fahrer die Gefah-
rensituation zu melden. Bei Defekten, die durch
das Aufleuchten der be-
treffenden Warnlampe
und der Lampe auf der Instru-
mententafel angezeigt werden,
wenden Sie sich bitte schnellst-
möglich an das Lancia Kunden-
dienst, das Sie bitte mit größter
Vorsicht anfahren, da die Hand-
bremse nicht funktionieren
könnte.Die von einem Steuergehäuse konti-
nuierlich unter Ladung gehaltene, zu-
sätzliche Batterie ermöglicht die Aus-
und Einschaltung der Handbremse
auch dann, wenn das Fahrzeug ge-
schoben werden muss.
Die Ein/Ausschaltung der elektri-
schen Feststellbremse erfolgt bei voll-
ständig entladener Fahrzeugbatterie
durch Drehen des Zündschlüssels auf
MARund Druck der Haupttaste auf
der mittleren Konsole.
Notausschaltung
Die Handbremse hat eine eigene
Batterie, die bei Bedarf die Deaktivie-
rung ermöglicht, auch wenn die
Hauptbatterie des Fahrzeugs voll-
ständig entladen oder nach einem Un-
fall unbrauchbar geworden ist.
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Bitte verlangen Sie dem
Fahrzeug keine Höchstlei-
stungen bis zum Warm-
laufen des Motors ab.
ANHALTEN DES FAHRZEUGS
Um das Fahrzeug anzuhalten, ist
das Bremspedal unabhängig von der
Stellung des Ganghebels zu bedienen.
Befindet sich der Gang-
hebel auf D oder R und
der Motor im Leerlauf und
das Fahrzeug auf ebener Fläche,
könnte sich das Fahrzeug bewe-
gen, wenn das Bremspedal nicht
bedient wurde.Der Zündschlüssel kann nur vom
Anlassschalter abgezogen werden,
wenn der Schalthebel auf P(Schutz-
vorrichtung Key-lock) und der
Schlüssel auf STOPsteht; auf dem
Display der Instrumententafel (Abb.
138) leuchtet der BuchstabeP30 Se-
kunden lang, dann geht er aus.ZUR BEACHTUNGIn Notfällen
(Defekten, Batterie entladen usw.) ist
es möglich den Zündschlüssel auch
dann abzuziehen, wenn der Ganghe-
bel nicht auf Psteht. Für die Aus-
führung dieses Vorganges drehen sie
den Schlüssel auf STOP, drücken die
TasteA(Abb. 139) und ziehen
gleichzeitig den Schlüssel ab.
Abb. 138
L0A0238b
Abb. 139
L0A0178b
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AUSWAHL ZWISCHEN
AUTOMATIKBETRIEB/
ELEKTRONISCH
GESTEUERTEM HANDBETRIEB
Die wichtigste Eigenschaft dieses
Getriebes ist die Möglichkeit, als Au-
tomatikgetriebe oder elektronisch ge-
steuertes Handgetriebe benutzt wer-
den zu können.
Die Auswahl der Betriebsart erfolgt
durch Verlagerung des Hebels auf den
rechten Sektor auf D(automatische
Gangeinlage) oder den linken Sektor
auf (+/-) (elektronisch gesteuerter
Handbetrieb).
Auf dem Display A(Abb. 140) der
Instrumententafel erscheint der einge-
legte Gang (von 1bis5bei elektronisch
gesteuertem Handbetrieb) oder das
SymbolD(für das Automatikgetriebe).AUTOMATIKBETRIEB
Für den Automatikbetrieb ist der
Ganghebel auf den rechten Sektor
(Abb. 137) auf eine der nachfolgen-
den Stellungen zu verlagern:
P- Parken (Der Motor kann ange-
lassen werden )
R- Rückwärtsgang
N- Leerlauf (der Motor kann ange-
lassen werden)
D- automatischer Vorwärtsgang.
ZUR BEACHTUNGDie Verlage-
rung des Ganghebels auf Pist nur
möglich, wenn der Zündschlüssel auf
MARsteht und das Bremspedal ge-
treten ist (Sicherheit Shift-lock).
Der Ganghebel kann beliebig aus
StellungDauf andere Stellungen ge-
bracht werden, ohne Betätigung der
Bremse und unter Befolgung des auf
dem Schild gezeigten Verstellwegs.
Nur in Stellung Pist es aus Sicher-
heitsgründen notwendig, das Brems-
pedal zu treten, wenn der Hebel ver-
stellt werden soll.
Abb. 140
L0A0239b
P - Parken
Für den Parkvorgang ist der Gang-
hebel in diese Stellung zu bringen.
Eine Vorrichtung des Getriebes sorgt
für die Blockierung der Antriebsräder.
Um versehentliche Gangeinlagen zu
vermeiden, erfolgt die Verlagerung
des Hebels von Pauf jede andere Stel-
lung nur dann, wenn das Bremspedal
betätigt ist.
Um den Hebel wieder auf Pzu brin-
gen, ist es zwar nicht notwendig, aber
doch empfehlenswert, das Bremspe-
dal auch in diesem Fall zu treten.
ZUR BEACHTUNGDen Hebel nur
bei stehendem Fahrzeug auf Pver-
stellen.
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ELEKTRONISCH
GESTEUERTER HANDBETRIEB
Für den elektrisch gesteuerten
Handbetrieb ist der Hebel auf den lin-
ken Sektor (Abb. 137) auf 2 Positio-
nen zu verstellen:
(+) = Einlage eines höheren Ganges
(–) = Einlage eines kleineren
Ganges.
Die Verlagerung des Ganghebels auf
den elektronisch gesteuerten Hand-
betrieb kann nur aus der Stellung D
erfolgen: Der bei Verlagerung des
Ganghebels vom Automatikgetriebe
eingelegte Gang bleibt eingelegt.
Der Übergang auf den elektronisch
gesteuerten Handbetrieb des Getrie-
bes kann bei allen Fahrbedingungen
erfolgen.
Für Einlage eines höheren Ganges
den Hebel in Richtung (+) verlagern,
für das Herunterschalten ist der He-
bel auf (–) zu stellen.ZUR BEACHTUNGSollte die An-
forderung eines niedrigeren Ganges
das Überdrehen des Motors bedeuten,
so wird der Befehl durch die Elektro-
nik annulliert und der Fahrer durch
ein Tonzeichen und das Blinken des
eingelegten Ganges auf dem Display
der Instrumententafel davon unter-
richtet.
Ist der elektronisch ge-
steuerte Handbetrieb ein-
gestellt, kann das Hinun-
ter- und Heraufschalten manuell
in gleicher Weise wie für die nor-
malen Versionen mit Handgetriebe
erfolgen. Nur nachdem das Fahr-
zeug angehalten wurde, wählt das
Getriebe automatisch den ersten
Gang aus.Nach Rückstellung des Hebels auf D
geht das Getriebe erneut auf den Au-
tomatikbetrieb über und legt einen
Gang auf Grund des Fahrstils und der
ausgewählten Fahrweise ein
ZUR BEACHTUNGDie Kontrolle-
lektronik ist programmiert, um nur
jeweils eine Gangschaltung auszu-
führen. Aus diesem Grund können
auf schnelle wiederholte Anforderun-
gen keine schnellen wiederholten Ein-
lagen der Gänge erfolgen. Der höhere
oder niedrigere Gang wird durch Ver-
stellung des Hebels auf (+) oder (–)
eingelegt, nachdem die vorherige An-
forderung ausgeführt wurde.
Bei Störung des elektronisch gesteu-
erten Handgetriebes geht die Elektro-
nik des Getriebes auf den Automa-
tikbetrieb über.
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Auch bei Vorhandensein von
Störungen ist es möglich, den Gang-
hebel auf R,NundDzu verstellen.
Sollte der Hebel auf D,stehen, wer-
den durch die Getriebeelektronik, in
Abhängigkeit von der ermittelten
Störung, nur einige Gänge eingelegt.
Im Falle von Störungs-
meldungen durch das Au-
tomatikgetriebe wenden
Sie sich bitte schnellstmöglich an
das Lancia Kundendienstnetz für
die Beseitigung der Störung.ANZEIGE VON ANOMALIEN
Die Anomalien des Automatikge-
triebes werden durch das Aufleuchten
der Lampen tauf dem Multifunk-
tionsdisplay mit den nachfolgenden
Meldungen angezeigt:
– MAX. ÖLTEMPERATUR AUTO-
MATIKGETRIEBE
– DEFEKT AUTOMATIKGE-
TRIEBE.
Übertemperatur des
Automatikgetriebeöls
Diese Meldung erscheint, wenn das
Getriebeöl die vorgegebene Höchst-
temperatur erreichte. In diesem Falle
geht die Getriebelektronik auf das
Notprogramm über.
Es empfiehlt sich in jedem Fall, das
Fahrzeug anzuhalten und den Gang-
hebel auf PoderNzu stellen, den Mo-
tor weiter mit Mindestdrehzahlen lau-
fen lassen, bis zum Erlöschen der Mel-
dung auf dem Display. Dann die
Fahrt wieder aufnehmen ohne aber
dem Motor Höchstleistungen abzu-
verlangen.Erscheint die Meldung erneut auf
dem Display, halten Sie wieder an
und warten mit auf Mindestdrehzah-
len laufenden Motor das Erlöschen
der Meldung ab.
Sollte die Zeit zwischen dem Er-
scheinen der Meldungen unter 15 Mi-
nuten liegen, ist es ratsam, das Fahr-
zeug anzuhalten, den Motor abzustel-
len und abzuwarten, dass die Motor-
Getriebe-Gruppe sich vollständig ab-
kühlt.
Störung des Automatikgetriebes
Das Erscheinen dieser Meldung auf
dem Display während der Fahrt zeigt
die Störung des Automatikgetriebes
an. In diesem Fall geht die Getriebe-
elektronik auf das Notprogramm
über.
Es ist unter diesen Umständen rat-
sam, das Fahrzeug zu stoppen und
den Motor für wenigstens 1 Minute
abzustellen. Beim darauffolgenden
Anlassen könnte das Selbstdiagnose-
system die Anomalie ausschliessen,
die jedoch durch die Getriebeelektro-
nik gespeichert wird.
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Ist die ASR-Funktion ausgeschaltet,
leuchtet auf dem Mulifunktionsdis-
play das Symbol Vund erscheint die
Meldung “ASR AUSGESCHALTET”.
Die Ausschaltung der Funktion wird
durch das Aufleuchten der betreffen-
den Lampe Bauf der Taste angezeigt.
Wird die Funktion während der Fahrt
ausgestellt, wird sie beim nächsten An-
lassen automatisch wieder eingestellt.
ZUR BEACHTUNGWährend der
Fahrt auf verschneiten Straßen mit
montierten Schneeketten könnte die
Ausschaltung der ASR-Funktion
nützlich sein: Unter diesen Bedingun-
gen erlaubt das Rutschen der An-
triebsräder in der Greifphase eine
stärkere Traktion.MSR-SYSTEM
(EINSTELLUNG DER MOTOR-
MITNAHME)
Das Fahrzeug ist mit einem System
ausgestattet, das ein fester Bestandteil
des ASR ist und das bei brüskem
Schalten auf niedrigere Gänge ein-
schreitet und dem Motor ein Drehmo-
ment verleiht, welches ein zu starkes
Mitnehmen der Antriebsräder verhin-
dert, was - ganz besonders bei schwa-
cher Haftung - zum Verlust der Fahr-
zeugstabilität führen könnte.
EINSCHRITT DES
ESP-SYSTEMS
Der Einschritt des ESP-Systems
wird durch das Blinken der Lampe á
auf der Instrumententafel angezeigt,
um den Fahrer davon zu unterrich-
ten, dass das Fahrzeug in kritischen
Stabilitäts- und Haftungsbedingun-
gen ist.MELDUNG DER STÖRUNG DER
ESP- UND ASR-SYSTEME
Im Falle von Störungen der ESP-
und ASR-Systeme schalten sich diese
automatisch aus und das Symbol á
leuchtet kontinuierlich und es er-
scheint die Meldung “DEFEKT ESP-
ANLAGE” auf dem Multifunktions-
display, es leuchtet auch die Lampe B
auf der ASR-Taste.
Betrifft die Störung nur das ESP-Sy-
stem, leuchtet das Symbol ázusam-
men mit der Meldung “DEFEKT
ESP-ANLAGE” auf dem Multifunk-
tionsdisplay, während die Lampe auf
der Taste Bnicht leuchtet und die
Funktion des ASR-Systems weiterhin
befähigt ist.
Betrifft die Störung nur das ASR,
werden beide Systeme ausgeschlossen
und das Symbol áund die Meldung
“DEFEKT ESP-ANLAGE” auf dem
Multifunktionsdisplay leuchtet konti-
nuierlich, wie auch die Lampe Bauf
der ASR-Taste.
Bei Funktionsstörungen der ESP-
oder ASR-Systeme verhält sich das
Fahrzeug, als wäre es nicht mit die-
sen Systemen ausgestattet: Fahren Sie
sehr vorsichtig schnellstmöglich zum
Lancia Kundendienstnetz.
Abb. 142
L0A0243b
142-193 Thesis TED 11-10-2007 12:14 Pagina 192
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194
194NeroMagenta = pantone 032603 45 739 Thesis TED
REGLER FÜR
KONSTANTE
GESCHWINDIGKEIT
(CRUISE CONTROL)
ALLGEMEIN
Der Geschwindigkeitsregler mit
elektronischer Steuerung gestattet,
das Fahrzeug mit einer gewünschten
Geschwindigkeit zu fahren, ohne das
Gaspedal zu drücken. Dies ermöglicht
eine Verringerung der Ermüdung bei
Fahrten auf Autobahnen, vor allem
bei langen Reisen, da die gespei-
cherte Geschwindigkeit automatisch
eingehalten wird.
ZUR BEACHTUNGDie Vorrich-
tung kann nur bei einer Geschwin-
digkeit über 30 km/h eingeschaltet
werden(für die Version 2.4 JTD 20V
CAE zwischen 40 und 180 km/h).Der Geschwindigkeits-
regler kann nur dann ak-
tiv sein, wenn es die Ver-
kehrs- und Straßenbedingungen
gestatten, auf einer längeren
Strecke eine konstante Geschwin-
digkeit in voller Sicherheit beizu-
behalten.BEDIENELEMENTE (Abb. 143)
Der Geschwindigkeitsregler wird
durch den Schalter A, den Ring Bund
die Taste C(RCL) gesteuert.
Der Schalter Ahat zwei Stellungen:
–OFFin dieser Stellung ist die Vor-
richtung deaktiviert
–ONDies ist die normale Betriebs-
stellung der Vorrichtung. Bei einge-
schalteter Vorrichtung leuchtet auf
dem Multifunktionsdisplay das Sym-
bolÜund die Meldung “CRUISE
CONTROL EINGESCHALTET”.
Der Ring Bdient für die Speiche-
rung und Beibehaltung der Ge-
schwindigkeit des Fahrzeuges oder für
Zu- bzw. Abnahme der gespeicherten
Geschwindigkeit.
Die Vorrichtung wird automatisch
in folgenden Fällen ausgeschaltet:
– Drücken des Bremspedals
– Drücken des Kupplungspedals
– versehentliche Verstellung des Au-
tomatikgetriebeganghebels auf Stel-
lungN.
Bei den Versionen mit
Automatikgetriebe darf
der Ganghebel nie bei sich
bewegendem Fahrzeug auf N ge-
stellt werden.
Abb. 143
L0A0208b
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