ABS OPEL CASCADA 2015.5 Betriebsanleitung (in German)
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Fahren und Bedienung141Verzögerte
Stromabschaltung Folgende Elektroniksysteme können
bis zum Öffnen der Fahrertür bzw. bis spätestens 10 Minuten nach dem
Ausschalten der Zündung aktiv blei‐
ben:
■ Elektrische Fensterheber
■ Zubehörsteckdosen
Das Infotainment-System wird unab‐
hängig davon, ob eine Tür geöffnet
wird, weitere 30 Minuten lang bzw. bis
zum Abziehen des Schlüssels aus
dem Zündschloss mit Strom versorgt.Motor anlassen
Schaltgetriebe: Kupplung betätigen.
Automatikgetriebe: Bremse betätigen und den Wählhebel auf P oder N stel‐
len.
Gaspedal nicht betätigen.
Dieselmotor: Schlüssel zum Vorglü‐
hen in Stellung 2 drehen, bis die Kon‐
trollleuchte ! erlischt.
Den Schlüssel kurz in Stellung 3 dre‐
hen und loslassen: Der Anlasser wird
nach einer kurzen Verzögerung auto‐
matisch betätigt, bis der Motor läuft;
siehe „Automatische Anlassersteue‐
rung“.
Vor neuem Startversuch oder zum
Abstellen des Motors den Schlüssel
auf Position 0 zurückdrehen.
Bei einem Autostopp lässt sich der
Motor durch Betätigen des Kupp‐
lungspedals starten.
Das Fahrzeug bei niedrigen
Temperaturen starten
Der Motor lässt sich bei Dieselmoto‐
ren bis -25 °C und bei Benzinmotoren
bis -30 °C ohne Zusatzheizung star‐
ten. Dazu sind ein Motoröl mit der
passenden Viskosität, der richtige
Kraftstoff, ein gut gewartetes Fahr‐
zeug und eine ausreichend geladene Fahrzeugbatterie erforderlich. Bei
Temperaturen unter -30 °C benötigt
das Automatikgetriebe eine Auf‐
wärmphase von etwa 5 Minuten. Der
Wählhebel muss sich in Stellung P
befinden.
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142Fahren und Bedienung
Automatische
Anlassersteuerung
Diese Funktion steuert das Anlassen des Motors. Der Fahrer muss den
Schlüssel nicht in Stellung 3 halten.
Nach Betätigung lässt das System
den Motor automatisch an, bis er
läuft. Da bestimmte Bedingungen
überprüft werden müssen, wird der
Motor mit einer kurzen Verzögerung
gestartet.
Wenn der Motor nicht anspringt, sind
folgende Ursachen denkbar:
■ Keine Betätigung des Kupplungs‐ pedals (Schaltgetriebe).
■ Keine Betätigung des Bremspedals
oder Wählhebel nicht in P oder N
(Automatikgetriebe).
■ Zeitüberschreitung.
Aufwärmen des Turbomotors
Beim Anfahren kann die Motordreh‐
zahl für kurze Zeit begrenzt sein, ins‐
besondere wenn der Motor kalt ist.
Durch diese Begrenzung kann das
Schmiersystem zunächst den Motor
vollständig schützen.Schubabschaltung
Bei Schubbetrieb, d. h. wenn das
Fahrzeug mit eingelegtem Gang,
aber ohne Betätigung des Gaspedals
gefahren wird, wird die Kraftstoffzu‐
fuhr automatisch abgeschaltet.
Stopp-Start-System Die Stopp-Start-Automatik hilft, Kraft‐
stoff zu sparen und die Abgase zu re‐
duzieren. Unter passenden Bedin‐
gungen schaltet sie den Motor ab, so‐ bald das Fahrzeug langsam fährt
oder stillsteht, z. B. an einer Ampel
oder in einem Stau. Sie startet den
Motor automatisch, sobald das Kupp‐
lungspedal betätigt wird. Ein Sensor
an der Fahrzeugbatterie sorgt dafür, dass nur dann ein Autostopp erfolgt,wenn die Fahrzeugbatterie für einen
Neustart ausreichend geladen ist.Einschalten
Die Stopp-Start-Automatik ist verfüg‐
bar, sobald der Motor eingeschaltet
ist, das Fahrzeug losfährt und die im
weiteren Verlauf dieses Abschnitts
beschriebenen Bedingungen erfüllt
sind.
Ausschalten
Die Stopp-Start-Automatik lässt sich
durch Drücken der Taste eco manuell
deaktivieren. Die Deaktivierung wird
durch das Erlöschen der LED in der
Taste angezeigt.
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144Fahren und Bedienung
Batterieentladeschutz
Um einen zuverlässigen Motorneu‐
start zu gewährleisten, verfügt die
Stopp-Start-Automatik über verschie‐ dene Schutzfunktionen gegen Batte‐
rieentladung.
Stromsparmaßnahmen
Bei einem Autostopp sind bestimmte
elektrische Funktionen wie z. B. der Zuheizer oder die Heckscheibenhei‐
zung nicht oder nur im Stromsparbe‐
trieb verfügbar. Die Gebläsege‐
schwindigkeit der Klimatisierungsau‐
tomatik wird aus Stromspargründen
reduziert.
Neustart des Motors durch den
Fahrer
Kupplungspedal betätigen, um den
Motor wieder zu starten.
Der Motorstart wird auf dem Dreh‐
zahlmesser durch die Nadel in der
Leerlaufposition angezeigt.
Wenn der Wählhebel aus der Neu‐
tralstellung bewegt wird, ohne vorher
die Kupplung zu betätigen, leuchtetdie Kontrollleuchte - oder im Driver
Information Center (DIC) wird ein ent‐ sprechendes Symbol angezeigt.
Kontrollleuchte - 3 95.
Neustart des Motors durch die
Stopp-Start-Automatik Der Wählhebel muss auf Neutral ste‐
hen, damit ein automatischer Neu‐
start möglich ist.
Tritt bei einem Autostopp eine der fol‐ genden Bedingungen ein, wird der
Motor von der Stopp-Start-Automatik
automatisch wieder gestartet:
■ Die Stopp-Start-Automatik wird manuell deaktiviert.
■ Die Motorhaube wird geöffnet.
■ Der Fahrer-Sicherheitsgurt wird ge‐
löst und die Fahrertür wird geöffnet.
■ Die Motortemperatur ist zu niedrig.
■ Die Ladung der Fahrzeugbatterie liegt unter einem bestimmten Wert.
■ Es besteht kein ausreichendes Bremsvakuum.
■ Das Fahrzeug wird mind. mit Schrittgeschwindigkeit gefahren.■ Das Klimatisierungssystem erfor‐dert einen Motorstart.
■ Die Klimatisierung wird manuell eingeschaltet.
Bei nicht richtig geschlossener Motor‐ haube wird im DIC eine Warnmel‐
dung angezeigt.
Bei an Zubehörsteckdosen ange‐ schlossenen Elektrogeräten wie etwa einem tragbaren CD-Player kann es
bei einem Neustart zu einem kurzen
Leistungsabfall kommen.
Fahrzeug abstellen9 Warnung
■ Fahrzeug nicht auf entzündba‐
ren Oberflächen abstellen. Die
hohe Temperatur des Abgas‐
systems kann zu einem Entzün‐ den der Oberfläche führen.
■ Die Parkbremse immer anzie‐ hen. Die manuelle Parkbremse
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Fahren und Bedienung145ohne Drücken des Entriege‐
lungsknopfes anziehen. Im Ge‐
fälle oder an einer Steigung so
fest wie möglich anziehen.
Gleichzeitig Fußbremse betäti‐ gen, um die Betätigungskräfte
der Parkbremse zu verringern.
Bei Fahrzeugen mit elektrischer Parkbremse Schalter m ca.
eine Sekunde lang ziehen.
Wenn die Kontrollleuchte m
aufleuchtet, ist die elektrische
Parkbremse aktiviert 3 95.
■ Den Motor ausschalten.
■ Wenn das Fahrzeug auf einer ebenen Fläche oder bergauf
steht, vor dem Abziehen des
Zündschlüssels den ersten
Gang einlegen bzw. den Wähl‐
hebel auf P stellen. An einer
Steigung zusätzlich Vorder‐
räder vom Bordstein wegdre‐ hen.
Wenn das Fahrzeug auf einem Gefälle steht, vor dem Abziehen
des Zündschlüssels den Rück‐wärtsgang einlegen bzw. den
Wählhebel auf P stellen. Zusätz‐
lich Vorderräder zum Bordstein
hindrehen.
■ Fenster und Verdeck schließen.
■ Den Zündschlüssel abziehen. Lenkrad drehen, bis Lenkrad‐
sperre spürbar einrastet.
Bei Fahrzeugen mit Automatik‐
getriebe lässt sich der Schlüssel nur in Wählhebelstellung P ab‐
ziehen.
■ Verriegeln Sie das Fahrzeug.
■ Diebstahlwarnanlage aktivieren.
■ Motorkühlgebläse können auch nach Abstellen des Motors laufen
3 196.
Achtung
Nach Fahren mit hohen Motor‐
drehzahlen bzw. hoher Motorbe‐
lastung Motor zum Schutz des
Turboladers vor dem Abstellen
kurzzeitig mit niedriger Belastung
bzw. ca. 30 Sekunden im Leerlauf laufen lassen.
Hinweis
Wenn bei einem Unfall die Airbags
auslösen, wird der Motor automa‐
tisch abgestellt, sofern das Fahr‐
zeug innerhalb einer vorgegebenen
Zeitspanne zum Stillstand kommt.
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Fahren und Bedienung147Achtung
Wenn der Reinigungsvorgang un‐
terbrochen wird, können schwere
Motorschäden hervorgerufen wer‐ den.
Die Reinigung erfolgt am raschestenbei hoher Motordrehzahl und Last.
Kontrollleuchte % erlischt, sobald die
Selbstreinigung abgeschlossen ist.
Katalysator Der Katalysator verringert die Menge
an Schadstoffen in den Abgasen.
Achtung
Andere als die auf den Seiten
3 185, 3 250 aufgeführten Kraft‐
stoffsorten können den Katalysa‐
tor oder Teile der Elektronik be‐
schädigen.
Unverbrannter Kraftstoff überhitzt
und beschädigt den Katalysator.
Übermäßigen Gebrauch des An‐
lassers, Leerfahren des Kraftstoff‐ tanks und Anlassen des Motors
durch Anschleppen oder Anschie‐
ben deshalb unterlassen.
Bei Fehlzündungen, unrundem Mo‐
torlauf, Abfall der Motorleistung oder
anderen ungewöhnlichen Problemen
Störungsursache möglichst bald in
einer Werkstatt beheben lassen. In
Notfällen kann die Fahrt kurzzeitig bei
niedriger Geschwindigkeit und Dreh‐
zahl fortgesetzt werden.
AdBlue
Allgemeine Informationen Die selektive katalytische Reduktion
(BlueInjection) ist ein Verfahren, mit
dem der Stickoxidanteil im Abgas er‐
heblich verringert wird. Dazu wird
eine Dieselabgasflüssigkeit (DEF) in die Abgasanlage eingespritzt.
Der hierfür verwendete Stoff ist ein
DEF mit der Bezeichnung
AdBlueⓇ 1)
. Dabei handelt es sich um
eine ungiftige, nicht brennbare, farb-
und geruchlose Flüssigkeit, die aus
32 % Harnstoff und 68 % Wasser be‐
steht.9 Warnung
Augen- und Hautkontakt mit
AdBlue vermeiden.
Bei einem Augen- und Hautkon‐ takt betroffene Körperteile mit
Wasser abspülen.
1) Eingetragenes Warenzeichen des Verbandes der Automobilindustrie e.V. (VDA).
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148Fahren und BedienungAchtung
Lackierungen vor AdBlue schüt‐
zen.
Bei Kontakt mit Wasser abspülen.
AdBlue gefriert bei einer Temperatur
von ca. -11 °C. Da das Fahrzeug mit
einer AdBlue-Heizung ausgestattet
ist, wird eine Schadstoffreduzierung
auch bei tiefen Temperaturen ge‐
währleistet. Die AdBlue-Heizung
funktioniert automatisch.
Füllstandswarnungen
Der AdBlue-Verbrauch beträgt ca.
0,7 Liter pro 1000 km und hängt vom
Fahrverhalten ab.
Wenn der AdBlue-Füllstand unter
einen bestimmten Wert fällt, wird eine Füllstandswarnung AdBlue
Reichweite: 2400 km im Driver Infor‐
mation Center (DIC) angezeigt.
Es müssen möglichst bald mindes‐
tens 5 Liter AdBlue nachgefüllt wer‐
den.
Das Fahrzeug kann ohne Einschrän‐
kungen gefahren werden.
Wenn AdBlue nicht innerhalb einer
bestimmten Fahrstrecke nachgefüllt
wird, werden, abhängig vom aktuel‐
len AdBlue-Füllstand, weitere Füll‐
standswarnungen im DIC angezeigt.
Später werden die Aufforderung zum
Auffüllen von AdBlue und schließlich
die Ankündigung angezeigt, dass ein Motorstart verhindert wird. Diese Ein‐
schränkungen sind gesetzlich vorge‐
schrieben.
Bei einer AdBlue-Reichweite von
900 km werden folgende Warnmel‐
dungen abwechselnd im DIC ange‐
zeigt:
■ AdBluefüllstand niedrig. Jetzt
auffüllen
■ Motorstartverhinderung in 900 km
Außerdem blinkt die Kontrollleuchte Y dauerhaft und es erklingen
vier Warntöne alle drei Minuten.Bevor die Verhinderung eines Motor‐
starts aktiviert wird, werden folgende
Warnmeldungen:
■ AdBlue Leer! Jetzt auffüllen
■ Motor startet nicht mehr
abwechselnd im DIC angezeigt.
Außerdem blinkt die Kontrollleuchte
Y dauerhaft und es erklingen
vier Warntöne alle drei Minuten.
Nach der Verhinderung des Motor‐
starts wird folgende Meldung ange‐
zeigt:
Zum Starten des Fahrzeugs AdBlue
nachfüllen
angezeigt.
Um den Motor neu starten zu können,
muss der Tank mit AdBlue gefüllt wer‐
den.
Warnmeldungen über zu hohe
Emissionswerte
Wenn die Abgasemissionswerte
einen bestimmten Wert überschrei‐
ten, werden ähnliche Warnmeldun‐
gen wie die oben beschriebenen
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Fahren und Bedienung149
Warnmeldungen zur Reichweite im
Driver Information Center (DIC) an‐
gezeigt.
Es werden Aufforderung zum Prüfen
der Abgasanlage und schließlich die
Ankündigung angezeigt, dass ein Mo‐
torstart verhindert wird. Diese Ein‐
schränkungen sind gesetzlich vorge‐ schrieben.
Wenden Sie sich an Ihre Werkstatt.
AdBlue nachfüllenAchtung
Nur AdBlue verwenden, das die
europäischen Normen
DIN 70 070 und ISO 22241-1 er‐
füllt.
Keine Zusätze verwenden.
AdBlue nicht verdünnen.
Andernfalls kann das selektive ka‐ talytische Reduktionssystem be‐schädigt werden.
Hinweis
Nur die vorgesehenen AdBlue-Be‐
hälter zum Nachfüllen verwenden,
um zu verhindern, dass zu viel
AdBlue nachgefüllt wird. Außerdem
werden die Dämpfe aus dem Tank
im Behälter aufgefangen und kön‐ nen so nicht entweichen.
Da die Haltbarkeit von AdBlue be‐
grenzt ist, das Verfalldatum vor dem Nachfüllen überprüfen.
Hinweis
Beim Nachfüllen müssen mindes‐
tens 5 Liter AdBlue eingefüllt wer‐
den. Andernfalls wird das Nachfüllen
von AdBlue möglicherweise nicht
vom System erkannt.
Wenn AdBlue bei Temperaturen
unter -11 °C nachgefüllt werden
muss, wird das Nachfüllen von
AdBlue möglicherweise nicht vom
System erkannt. In diesem Fall das
Fahrzeug in einem Bereich mit einer
höheren Umgebungstemperatur ab‐ stellen, bis sich AdBlue verflüssigt
hat.Hinweis
Beim Abschrauben der Schutz‐
kappe vom Einfüllstutzen können
Ammoniakdämpfe entweichen.
Nicht einatmen, da die Dämpfe
einen stechenden Geruch haben.
Das Einatmen der Dämpfe ist nicht
gesundheitsschädlich.
Das Fahrzeug muss auf einer ebe‐
nen, geraden Fläche abgestellt wer‐
den.
Der Einfüllstutzen für AdBlue befindet
sich hinter der Tankklappe.
Die Tankklappe befindet sich auf der rechten Seite des Fahrzeugs.
Die Tankklappe lässt sich nur bei ent‐ riegeltem Fahrzeug öffnen.
1. Zündschlüssel aus dem Zünd‐ schloss abziehen.
2. Alle Türen schließen, um ein Ein‐ dringen von Ammoniakdämpfen
in den Innenraum zu verhindern.
3. Die Tankklappe an der Ausspa‐ rung ziehen und öffnen 3 186.
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150Fahren und Bedienung
4. Die Schutzkappe vom Einfüllstut‐zen abschrauben.
5. Den AdBlue-Behälter öffnen.
6. Ein Ende des Schlauchs am Be‐ hälter anbringen und das andere
Ende auf den Einfüllstutzen auf‐
schrauben.
7. Den Behälter anheben, bis er leer
ist.
8. Den Schlauch vom Einfüllstutzen abschrauben.
9. Die Schutzkappe anbringen und nach rechts drehen, bis sie ein‐
rastet.
Hinweis
AdBlue-Behälter und Schlauch ge‐
mäß geltenden Umweltvorschriften
entsorgen.
AdBlue wechseln Wenn in den letzten 2 Jahren weniger
als 5 Liter AdBlue nachgefüllt wurden,
sollte die verbleibende Flüssigkeit er‐ setzt werden, da AdBlue nur eine be‐ grenzte Lebensdauer hat.Achtung
Das Nichtbeachten dieser Anwei‐
sung kann zu Schäden am Sys‐
tem der selektiven katalytischen
Reduktion führen.
Automatikgetriebe
Das Automatikgetriebe ermöglicht ein
automatisches Schalten (Automatik-
Modus) oder ein manuelles Schalten
(Manuell-Modus).
Im Manuell-Modus kann manuell
durch Tippen des Wählhebels
3 152 geschaltet werden.
Getriebe-Display
Im Getriebe-Display werden Modus
oder gewählter Gang angezeigt.
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152Fahren und Bedienung
Während des Schaltens nicht be‐schleunigen. Gas- und Bremspedal
nie gleichzeitig betätigen.
Mit eingelegtem Gang und gelöster
Bremse fährt das Fahrzeug langsam
an.
Bremsunterstützung des Motors
Um die Motorbremswirkung zu nut‐
zen, bei Bergabfahrt rechtzeitig einen
niedrigeren Gang wählen, siehe Ma‐
nuell-Modus.
Herausschaukeln
Schaukeln ist nur zulässig, wenn das
Fahrzeug in Sand, Schlamm oder
Schnee steckt. Wählhebel wiederholt
zwischen D und R hin- und herbewe‐
gen. Motor nicht hochdrehen und
plötzliche Beschleunigung vermei‐
den.
Fahrzeug abstellen Parkbremse betätigen und P einle‐
gen.
Der Zündschlüssel lässt sich nur in
Wählhebelstellung P abziehen.Manuell-Modus
Wählhebel aus Stellung D nach links
drücken, um den Manuell-Modus M
auszuwählen.
Wählhebel antippen
nach vorne
<=Schalten in einen
höheren Gangnach
hinten ]=Schalten in einen
niedrigeren Gang
Der eingelegte Gang wird im Instru‐
ment angezeigt.
Wird ein höherer Gang bei zu gerin‐
ger Geschwindigkeit bzw. ein niedri‐
gerer Gang bei zu hoher Geschwin‐
digkeit gewählt, wird nicht geschaltet. Dies kann zu einer Meldung im Driver
Information Center führen.
Im Manuell-Modus erfolgt bei hohen
Motordrehzahlen kein automatisches
Hochschalten.
Elektronisch gesteuerte
Fahrprogramme ■ Das Betriebstemperaturprogramm bringt den Katalysator nach einem
Kaltstart durch erhöhte Motordreh‐
zahl schnell auf die erforderliche
Temperatur.
■ Die automatische Neutralschaltung
schaltet selbsttätig in den Leerlauf,
wenn bei eingelegtem Vorwärts‐
gang angehalten und das Brems‐
pedal gedrückt wird.
■ Bei eingeschaltetem SPORT-Mo‐ dus wird bei höheren Motordreh‐
zahlen geschaltet (außer bei einge‐
schaltetem Geschwindigkeitsreg‐
ler). SPORT-Modus 3 160.
■ Spezielle Programme passen die Schaltpunkte bei Bergauf- oder
Bergabfahren automatisch an.
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154Fahren und BedienungSchaltgetriebe
Zum Einlegen des Rückwärtsgangs
bei stehendem Fahrzeug das Kupp‐
lungspedal treten, den Entriegelungs‐ knopf am Wählhebel drücken und
Gang einlegen.
Lässt sich der Gang nicht einlegen,
Wählhebel in Leerlaufstellung führen,
Kupplungspedal loslassen und wie‐
der betätigen. Nochmals schalten.
Die Kupplung nicht unnötig schleifen
lassen!
Bei jeder Betätigung Kupplungspedal ganz durchtreten. Pedal nicht als
Fußstütze verwenden.Achtung
Es wird davon abgeraten, mit einer Hand am Wählhebel zu fah‐
ren.
Empfehlung zum Hochschalten 3 96.
Bremsen
Das Bremssystem hat zwei voneinan‐ der unabhängige Bremskreise.
Wenn ein Bremskreis ausfällt, kann
das Fahrzeug immer noch mit dem
anderen Bremskreis gebremst wer‐
den. Eine Bremswirkung wird aller‐
dings nur erzielt, wenn das Brems‐
pedal fest hinuntergedrückt wird. Da‐
für ist bedeutend mehr Kraft erforder‐ lich. Der Bremsweg verlängert sich.
Vor der Weiterfahrt Hilfe einer Werk‐
statt in Anspruch nehmen.
Bei abgestelltem Motor endet die Un‐ terstützung durch den Bremskraftver‐stärker, sobald das Bremspedal ein‐
mal oder zweimal betätigt wurde. Die
Bremswirkung ist nicht beeinträchtigt,
der Bremsvorgang erfordert jedoch
deutlich mehr Krafteinsatz. Dies
muss vor allem beim Abschleppen
beachtet werden.
Kontrollleuchte R 3 95.