display OPEL COMBO E 2020 Betriebsanleitung (in German)
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180Fahren und Bedienung
Ñ drücken, um den Geschwindig‐
keitsbegrenzer zu aktivieren.
Anpassung an die vom
Verkehrszeichen-Assistenten
erkannte Geschwindigkeitsbegren‐
zung
Wenn der Verkehrszeichen-Assistent eine Geschwindigkeitsbegrenzung
erkennt, wird der Fahrer von der intel‐
ligenten Geschwindigkeitsanpas‐
sung hierüber informiert. Für den
Geschwindigkeitsbegrenzer kann die
erfasste Geschwindigkeitsbegren‐
zung als neuer Wert verwendet
werden.
Dieses System erkennt und liest
mithilfe einer Kamera an der Ober‐
seite der Windschutzscheibe
Geschwindigkeitsbegrenzungen und
die Aufhebung von Geschwindig‐
keitsbegrenzungen. Das System
berücksichtigt außerdem Informatio‐
nen zu Höchstgeschwindigkeiten aus den Navigationskartendaten.
Die Funktion kann im Personalisie‐
rungsmenü 3 122 aktiviert oder deak‐
tiviert werden.
Wenn der Geschwindigkeitsbegren‐
zer aktiv ist, wird die erkannte
Geschwindigkeitsbegrenzung im
Driver Information Center angezeigt
und MEM leuchtet auf.
Die angezeigten Informationen
hängen von der Version des Fahrer‐
infodisplays ab.
Am Fahrerinfodisplay wird das
Geschwindigkeitsbegrenzungsschild
angezeigt und MEM leuchtet einige
Sekunden lang auf.
MEM am Lenkrad drücken, um das
Speichern der vorgeschlagenen
Geschwindigkeit anzufordern.MEM am Lenkrad erneut drücken, um
die Aktion zu bestätigen und die neue
Geschwindigkeitseinstellung zu spei‐
chern.
Jetzt richtet sich der Geschwindig‐
keitsbegrenzer nach dem neu einge‐
stellten Wert.
Überschreiten der Geschwindig‐
keitsbegrenzung
Im Notfall kann die Geschwindigkeits‐begrenzung überschritten werden.
Dazu ist das Gaspedal bis kurz vor
den Anschlag durchzutreten.
Den Fuß vom Gaspedal nehmen: Die
Geschwindigkeitsbegrenzungsfunk‐
tion wird wieder aktiviert, sobald eine
Geschwindigkeit unter der Höchstge‐
schwindigkeit erreicht ist.
Deaktivieren der Funktion
Ñ drücken. Der Geschwindigkeitsbe‐
grenzer wird in den Pausemodus
versetzt und eine entsprechende Meldung wird angezeigt. Das Fahr‐
zeug wird ohne Geschwindigkeitsbe‐
grenzer gefahren.
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182Fahren und BedienungDer adaptive Geschwindigkeitsregler
kann bei Fahrzeugen mit Schaltge‐
triebe eine eingestellte Geschwindig‐
keit speichern. Bewegt sich das
vorausfahrende Fahrzeug zu lang‐
sam, um den festgelegten Abstand
einhalten zu können, ertönt ein Warn‐ ton und im Fahrerinfodisplay wird
eine Meldung angezeigt. Diese
fordert den Fahrer auf, wieder die
Kontrolle zu übernehmen. Fahrzeuge mit Automatikgetriebe kann das
System ganz bis zum Stillstand
abbremsen.
Der adaptive Geschwindigkeitsregler
kann bei Fahrzeugen mit Schaltge‐
triebe eine eingestellte Geschwindig‐
keit über 30 km/h speichern. Bewegt
sich das vorausfahrende Fahrzeug zu
langsam, um den festgelegten
Abstand einhalten zu können, ertönt
ein Warnton und im Fahrerinfodisplay
wird eine Meldung angezeigt. Diese
fordert den Fahrer auf, wieder die
Kontrolle zu übernehmen. Fahrzeuge
mit Automatikgetriebe kann das
System ganz bis zum Stillstand
abbremsen.9 Warnung
Das Fahren mit eingeschaltetem
adaptivem Geschwindigkeitsreg‐
ler erfordert stets die volle
Aufmerksamkeit des Fahrers. Der
Fahrer behält stets die Kontrolle
über das Fahrzeug, da das Brems‐ pedal, das Gaspedal und die
Taste Ñ höhere Priorität haben
als der adaptive Geschwindig‐
keitsregler.
System einschalten
Auf C drücken. Das Symbol C wird
im Fahrerinfodisplay angezeigt. Das
System ist noch nicht aktiv.
Aktivieren der Funktionalität
durch Einstellen der
Geschwindigkeit
Der adaptive Geschwindigkeitsregler
muss manuell bei einer Geschwindig‐ keit zwischen 30 km/h und 180 km/h
eingeschaltet werden.
Bei Fahrzeugen mit Automatikge‐
triebe muss sich der Wählhebel in
Position D oder M. befinden.
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Fahren und Bedienung183Bis zur gewünschten Geschwindig‐
keit beschleunigen und das Daumen‐
rädchen auf SET/- drehen. Die aktu‐
elle Geschwindigkeit wird gespei‐
chert und beibehalten.
Der Geschwindigkeitswert wird im
Fahrerinfodisplay angezeigt.
Bei aktivem adaptivem Geschwindig‐
keitsregler wird das Stopp-Start-
System automatisch deaktiviert.
Aufheben der festgelegten
Geschwindigkeit
Durch Drücken des Gaspedals kann
die festgelegte Geschwindigkeit stets
überschritten werden. Beim Loslas‐
sen des Gaspedals kehrt das Fahr‐
zeug zur gespeicherten Geschwin‐
digkeit zurück. Fährt voraus ein lang‐ sameres Fahrzeug, wird wieder der
festgelegte Abstand eingehalten.
Bei Überschreitung der eingestellten
Geschwindigkeit blinkt die Geschwin‐
digkeitsanzeige im Fahrerinfodisplay
und eine Warnmeldung wird eingebl‐
endet.9 Warnung
Eine Beschleunigung durch den
Fahrer deaktiviert das automati‐
sche Bremsen des Systems. Dies
wird im Fahrerinfodisplay als
Popup-Warnung angezeigt.
Fahrgeschwindigkeit erhöhen
Bei aktivem adaptivem Geschwindig‐
keitsregler das Daumenrädchen auf
RES/+ gedreht halten oder wiederholt
kurz auf RES/+ stellen: Die
Geschwindigkeit wird kontinuierlich
bzw. in kleinen Schritten erhöht.
Fahrgeschwindigkeit reduzieren
Bei aktivem adaptivem Geschwindig‐ keitsregler das Daumenrädchen auf
SET/- gedreht halten oder wiederholt
kurz auf SET/- stellen: Die Geschwin‐
digkeit wird kontinuierlich bzw. in klei‐ nen Schritten reduziert.
Wiederaufnahme der
gespeicherten Geschwindigkeit
Daumenrädchen bei einer Geschwin‐ digkeit über 30 km/h auf RES/+
drehen. Der adaptive Geschwindig‐
keitsregler kehrt zur gespeicherten
Geschwindigkeit zurück.
Vom Verkehrszeichen-Assistent
erkannte Geschwindigkeitsbe‐
grenzung übernehmen
Die intelligente Geschwindigkeitsan‐
passung informiert den Fahrer, wenn
der Verkehrszeichen-Assistent eine
Geschwindigkeitsbegrenzung
erkannt hat. Die erkannte Höchstge‐
schwindigkeit kann als neuer Wert für
den adaptiven Geschwindigkeitsreg‐
ler übernommen werden.
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184Fahren und BedienungDas System erkennt und liest
Verkehrsschilder mit Geschwindig‐
keitsbegrenzungen und deren Aufhe‐ bung über die Kamera oben in der
Windschutzscheibe. Dabei werden
auch Informationen zu Geschwindig‐
keitsbegrenzungen aus den Daten
der Navigationskarten berücksichtigt.
Die Funktion kann im Personalisie‐
rungsmenü aktiviert bzw. deaktiviert werden 3 122.
Bei aktivem adaptivem Geschwindig‐
keitsregler wird die erkannte
Geschwindigkeitsbegrenzung im
Fahrerinfodisplay angezeigt und
MEM leuchtet auf.
Im Fahrerinfodisplay erscheint das
Verkehrsschild mit der Geschwindig‐
keitsbegrenzung, außerdem leuchtet
MEM einige Sekunden lang auf.
MEM am Lenkrad drücken, um die
vorgeschlagene Geschwindigkeit zu
übernehmen.
Erneut MEM am Lenkrad drücken,
um die neue Geschwindigkeit zu
bestätigen und in den Systemeinstel‐
lungen zu speichern.Die Höchstgeschwindigkeit ist der
neue Wert des adaptiven Geschwin‐
digkeitsreglers.
Adaptiver
Geschwindigkeitsregler bei
Fahrzeugen mit
Automatikgetriebe
Bei Fahrzeugen mit Automatikge‐
triebe kann der adaptive Geschwin‐ digkeitsregler den festgelegten
Abstand zu einem anhaltenden Fahr‐
zeug bis zum Stillstand einhalten.
Hat das System hinter einem anderen Fahrzeug angehalten, wird die einge‐stellte Geschwindigkeitsanzeige
durch eine grüne Kontrollleuchte .
ersetzt. Dieses Symbol zeigt an, dass das Fahrzeug automatisch im Still‐
stand gehalten wird.
Fährt das andere Fahrzeug nach
längerem Stillstand wieder an, blinkt
die grüne Kontrollleuchte . („Fahr‐
zeug voraus“) und ein Warnton erin‐
nert daran, vor dem Losfahren den
Verkehr zu überprüfen.Wenn das vorausfahrende Fahrzeug beschleunigt, das Gaspedal betäti‐
gen und auf 30 km/h beschleunigen,
danach das Daumenrädchen auf SET- oder RES+ drehen, um den
adaptiven Geschwindigkeitsregler
wieder zu aktivieren. Nach mehr als
fünf Minuten Stillstand oder wenn die
Fahrertür geöffnet und der Sicher‐
heitsgurt gelöst wird, wird automa‐
tisch die elektrische Parkbremse
betätigt, damit das Fahrzeug nicht
wegrollen kann. Die Kontrollleuchte
m leuchtet. Zum Lösen der elektri‐
schen Parkbremse das Gaspedal
betätigen.
Elektrische Parkbremse 3 168.9 Warnung
Wenn das System deaktiviert oder
ausgeschaltet wird, wird das Fahr‐ zeug nicht länger gehalten und
kann wegrollen. Stets bereit sein,
Page 187 of 295

Fahren und Bedienung185die Bremse selbst zu betätigen,
um das Fahrzeug im Stillstand zu
halten.
Das Fahrzeug nicht verlassen,
während es vom adaptiven
Geschwindigkeitsregler im Still‐
stand gehalten wird. Bewegen Sie
stets den Wählhebel in die Park‐
stellung P und schalten Sie die
Zündung aus, bevor Sie das Fahr‐
zeug verlassen.
Einstellen des
Sicherheitsabstands
Wenn der adaptive Geschwindig‐
keitsregler ein langsamer fahrendes
Fahrzeug in der gleichen Fahrspur
erkennt, passt das System die Fahr‐
geschwindigkeit so an, dass der vom
Fahrer gewählte Sicherheitsabstand
eingehalten wird.
Der Sicherheitsabstand kann auf kurz (1 Balken), normal (2 Balken) oder
weit (3 Balken) eingestellt werden.
Bei laufendem Motor und aktiviertem
Geschwindigkeitsregler (grau) kann
der Sicherheitsabstand geändert
werden:
Auf Ö drücken. Die aktuelle Einstel‐
lung wird im Fahrerinfodisplay ange‐ zeigt.
Erneut auf Ö drücken, um den Sicher‐
heitsabstand zu ändern: Die neue
Einstellung wird im Fahrerinfodisplay
angezeigt.
Der ausgewählte Sicherheitsabstand
wird durch ausgefüllte Abstandsbal‐
ken auf der Seite des adaptiven
Geschwindigkeitsreglers angezeigt.9 Warnung
Der Fahrer trägt die volle Verant‐
wortung für die Einhaltung des je
nach Verkehrs-, Witterungs- und
Sichtverhältnissen geeigneten
Sicherheitsabstands. Falls es die
Fahrbedingungen erfordern, muss
der Fahrzeugabstand angepasst
oder das System ausgeschaltet
werden.
Erkennen des vorausfahrenden
Fahrzeugs
Erkennt das System ein Fahrzeug in
der Fahrspur, ändert sich das Symbol des adaptiven Geschwindigkeitsreg‐
lers im Fahrerinfodisplay: - wech‐
selt zu w.
Deaktivieren der Funktion
Auf Ñ drücken. Der adaptive
Geschwindigkeitsregler wird in den
Pausenmodus versetzt und eine
entsprechende Meldung wird ange‐
zeigt. Das Fahrzeug fährt ohne adap‐ tiven Geschwindigkeitsregler.
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186Fahren und BedienungDer adaptive Geschwindigkeitsregler
ist deaktiviert, aber nicht ausgeschal‐ tet. Die zuletzt eingestellte Geschwin‐
digkeit bleibt für später im Speicher.
In folgenden Fällen wird der adaptive Geschwindigkeitsregler automatisch
deaktiviert:
● Das Bremspedal ist betätigt.
● Das Fahrzeug beschleunigt über 180 km/h oder bremst unter
30 km/h ab.
● Die elektrische Parkbremse ist angezogen.
● Die Traktionskontrolle oder elek‐ tronische Stabilitätsregelung ist
deaktiviert oder aktiv.
● Der Wählhebel des Automatikge‐
triebes befindet sich weder in
Position D noch M.
● Eine Störung der elektronischen Stabilitätsregelung wurde
erkannt.
System ausschalten Auf C drücken. Der adaptive
Geschwindigkeitsregler wird deakti‐
viert und die Anzeige erlischt im
Fahrerinfodisplay.Drücken auf ß zur Aktivierung des
Geschwindigkeitsbegrenzers deakti‐
viert den adaptiven Geschwindig‐
keitsregler.
Beim Ausschalten der Zündung wird
die gespeicherte Geschwindigkeit
gelöscht.
Fahreraufmerksamkeit ● Den adaptiven Geschwindig‐ keitsregler auf kurvigen Streckenund Bergstraßen mit Vorsicht
verwenden, da das System das
vorausfahrende Fahrzeug unter
Umständen aus dem Erken‐
nungsbereich verliert und nicht
sofort wieder erkennt.
● Das System nicht auf rutschigen Straßen verwenden, da es
schnelle Änderungen der Reifen‐
traktion (Durchdrehen der Räder) auslösen kann, wodurch Sie
möglicherweise die Kontrolle
über das Fahrzeug verlieren.
● Das System nicht zusammen mit
dem Reserverad verwenden.Systemgrenzen9 Warnung
Die Bremskraft des automati‐
schen Bremssystems erlaubt kein
scharfes Bremsen und reicht
eventuell nicht aus, um einen
Zusammenstoß zu verhindern.
● Nach einem plötzlichen Spur‐ wechsel benötigt das Systemeine gewisse Zeit zum Erkennen
des vorausfahrenden Fahr‐
zeugs. Wenn ein neues Fahr‐ zeug erkannt wird, beschleunigt
das System daher möglicher‐ weise, statt zu bremsen.
● Der adaptive Geschwindigkeits‐ regler ignoriert entgegenkomm‐
enden Verkehr.
● Der adaptive Geschwindigkeits‐ regler berücksichtigt beim Brem‐
sen und Anfahren keine Fußgän‐
ger und Tiere.
● Stehende Fahrzeuge werden vom adaptiven Geschwindig‐
keitsregler nur bei geringer Fahr‐ geschwindigkeit berücksichtigt.
Page 191 of 295

Fahren und Bedienung189Die Auffahrwarnung verwendet die
Frontkamera in der Windschutz‐
scheibe, um andere Fahrzeuge direkt
voraus zu erkennen.
Bei einer zu schnellen Annäherung
an ein vorausfahrendes Fahrzeug
ertönt ein Signalton und es erscheint
eine Meldung im Driver Information
Center.9 Warnung
Die Auffahrwarnung stellt lediglich
ein Warnsystem dar und wendet
keine Bremskraft an. Beim zu
schnellen Annähern an ein Fahr‐
zeug lässt es Ihnen möglicher‐
weise nicht ausreichend Zeit, um
eine Kollision zu vermeiden.
Der Fahrer trägt die volle Verant‐
wortung für die Einhaltung des je
nach Verkehrs-, Witterungs- und
Sichtverhältnissen geeigneten
Sicherheitsabstands.
Während der Fahrt ist stets die
volle Aufmerksamkeit des Fahrers
erforderlich. Der Fahrer muss
stets bereit sein, einzugreifen und
die Bremse zu betätigen.
Aktivierung
Die Auffahrwarnung erkennt Fahr‐
zeuge und funktioniert zwischen
5 km/h und 85 km/h. Das System erkennt stehende Fahrzeuge bei
Geschwindigkeiten bis maximal
80 km/h.
Warnen des Fahrers
Der Fahrer wird auf folgende Weise
gewarnt:
● Wenn der Abstand zum voraus‐ fahrenden Fahrzeug zu klein
wird, leuchtet das Symbol , auf
und im Fahrerinfodisplay wird eine Warnmeldung angezeigt.
● Wenn bei einer drohenden Kolli‐ sion ein sofortiges Eingreifen desFahrers erforderlich ist, leuchtet
das Symbol , auf, im Fahrerin‐
fodisplay wird eine Warnmeldung
angezeigt und ein Warnton
ertönt.9 Warnung
Die Auffahrwarnung stellt lediglich
ein Warnsystem dar und wendet
keine Bremskraft an. Beim zu
schnellen Annähern an ein Fahr‐
zeug lässt es Ihnen möglicher‐
weise nicht ausreichend Zeit, um
eine Kollision zu vermeiden.
Der Fahrer trägt die volle Verant‐
wortung für die Einhaltung des je
nach Verkehrs-, Witterungs- und
Sichtverhältnissen geeigneten
Sicherheitsabstands.
Während der Fahrt ist stets die
volle Aufmerksamkeit des Fahrers
erforderlich. Der Fahrer muss
stets bereit sein, einzugreifen und
die Bremse zu betätigen.
Achtung
Die Leuchtfarbe dieser Kontroll‐
leuchte entspricht nicht den loka‐
len Verkehrsgesetzen in Bezug
auf den Fahrzeugabstand. Der
Fahrer trägt jederzeit die volle
Page 193 of 295

Fahren und Bedienung191Systems beschränkt sich auf eine
ergänzende Reduzierung der
Fahrgeschwindigkeit vor einer
nahenden Kollision.
Das System reagiert unter
Umständen nicht auf Tiere. Nach
einem plötzlichen Spurwechsel
benötigt das System eine gewisse
Zeit zum Erkennen des nächsten
vorausfahrenden Fahrzeugs.
Der Fahrer muss stets bereit sein, zu handeln und die Bremsen bzw.die Lenkung zu bedienen, um
Kollisionen zu vermeiden.
Funktionen
Die aktive Gefahrenbremsung arbei‐
tet mit einer Frontkamera und funkti‐
oniert im Vorwärtsgang bei
Geschwindigkeiten zwischen Schritt‐
geschwindigkeit und 85 km/h. Das
System erkennt stehende Fahrzeuge
nur, wenn die eigene Fahrgeschwin‐
digkeit 80 km/h nicht überschreitet.
Dazu darf die aktive Gefahrenbremse aber nicht im Fahrzeugpersonalisie‐rungsmenü deaktiviert sein 3 122.
Bei Deaktivierung leuchtet m
in der
Instrumenteneinheit und im Fahrerin‐
fodisplay wird eine Warnmeldung
angezeigt
Wenn das System manuell deaktiviert
wurde, wird es beim nächsten
Einschalten der Zündung automa‐
tisch wieder aktiviert.
Das System besteht aus folgenden
Elementen:
● Automatisches Notfallbremsen● Auffahrwarnung
● Vorderer Fußgängerschutz
Automatisches Notfallbremsen Nach der Aktivierung des Bremsvor‐
bereitungssystems und kurz vor der
drohenden Kollision wendet diese
Funktion automatisch eine begrenzte
Bremskraft an, um die Aufprallge‐
schwindigkeit zu reduzieren bzw. einen Unfall zu vermeiden.
Beim Eingreifen der aktiven Gefah‐
renbremsung blinkt m in der Instru‐
menteneinheit.Je nach Situation kann das Fahrzeug
automatisch sanft oder hart abge‐
bremst werden.
Die automatische Bremsfunktion greift nur ein, wenn ein Fahrzeug oder
ein Fußgänger voraus erkannt wird.
Auffahrwarnung 3 188
Vorderer Fußgängerschutz 3 193
Unter 30 km/h kann die automatische Notfallbremsung das Fahrzeug bis
zum Stillstand abbremsen. Bei über
30 km/h reduziert die automatische
Notfallbremsung die Geschwindig‐
keit. Der Fahrer muss aber trotzdem
die Bremse betätigen.
Das automatische Notfallbremsen
kann das Fahrzeug zum vollständi‐
gen Stillstand bringen, um einen
möglichen Aufprall zu vermeiden.
● Automatikgetriebe: Nach einem Abbremsen bis zum Stillstand
bleibt die Bremse bis zu zwei
Sekunden automatisch betätigt.
Page 195 of 295

Fahren und Bedienung193● vor dem Fahren auf eineRollende Landstraße in einer
Werkstatt
● bei einer Beschädigung der Windschutzscheibe in der Nähe
der Kamera
● bei einer Beschädigung des Frontstoßfängers
● wenn die Bremsleuchten nicht funktionieren
Störung Wenn das System gewartet werden
muss, leuchtet m in der Instrumen‐
teneinheit auf, im Fahrerinfodisplay
wird eine Meldung angezeigt und ein
Tonsignal wird ausgegeben.
Arbeitet das System nicht ordnungs‐
gemäß, werden Fahrzeugmeldungen
im Fahrerinfodisplay angezeigt.
Fahrzeugmeldungen 3 121.Vorderer Fußgängerschutz
Der vordere Fußgängerschutz kann
bei Vorwärtsfahrt Frontalzusam‐
menstöße mit Fußgängern verhin‐ dern oder die Schwere von Verletzun‐ gen abmildern.
Das System erkennt den Fußgänger
in der eigenen Fahrspur mithilfe der
Frontkamera in der Windschutz‐
scheibe.
Der vordere Fußgängerschutz kann
in einem Vorwärtsgang zwischen 5
und 60 km/h Fußgänger erkennen
und warnen.
Bei Nacht ist die Systemleistung
eingeschränkt.9 Gefahr
Die vordere Fußgängerschutz‐
funktion bietet nur dann eine
Warnung und bremst nur dann
das Fahrzeug ab, wenn ein
Fußgänger erkannt wurde.
Das System erkennt Fußgänger, unter anderem Kinder, möglicher‐weise nicht, wenn sich der
Fußgänger nicht direkt vor dem
Fahrzeug befindet, nicht vollstän‐
dig sichtbar ist, nicht aufrecht steht oder wenn er in einer Gruppe ist.
Funktionsumfang des vorderen
Fußgängerschutzes:
● Erkennung eines Fußgängers voraus
● Warnung über Fußgänger voraus
Der vordere Fußgängerschutz wird
zusammen mit der Auffahrwarnung
aktiviert.
Auffahrwarnung 3 188.
Erkennung eines Fußgängers
voraus
Ein Fußgänger in einer Entfernung
von bis zu etwa 40 m vor dem Fahr‐
zeug wird durch ein Symbol in der
Instrumenteneinheit angezeigt.
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194Fahren und BedienungWarnung über Fußgänger vorausBei zu schneller Annäherung an
einen erkannten Fußgänger wird im
Fahrerinfodisplay eine Warnmeldung
angezeigt. Ein Warnton wird ausge‐
geben.
Bei einer Fußgängerwarnung wird
der Geschwindigkeitsregler oder der
adaptive Geschwindigkeitsregler
eventuell deaktiviert.
Grenzen des Systems
In folgenden Fällen erkennt der
vordere Fußgängerschutz einen
Fußgänger voraus möglicherweise
nicht oder die Sensorleistung ist
beeinträchtigt:
● Fahrgeschwindigkeit in einem Vorwärtsgang nicht zwischen
5 und 60 km/h
● Fußgänger voraus mehr als 40 m entfernt
● Fahren auf kurviger oder hüge‐ liger Straße
● Bei Nachtfahrten● Fahren bei witterungsbedingt schlechter Sicht, z. B. bei Nebel,
Regen oder Schneefall
● Windschutzscheibensensor durch Schnee, Eis, Matsch,
Schlamm, Schmutz o. Ä.
verdeckt
● Windschutzscheibe beschädigt oder durch Fremdkörper wie
Aufkleber verdeckt
Parkhilfe
Allgemeine Informationen
Wenn ein Anhänger oder Fahrradträ‐
ger an der Anhängerzugvorrichtung
befestigt ist, wird die Einparkhilfe
deaktiviert.9 Warnung
Der Fahrer trägt die volle Verant‐
wortung für das Einparkmanöver.
Während der Nutzung der
Einparkhilfe beim Vor- oder Rück‐ wärtsfahren stets den Bereich um
das Fahrzeug herum überprüfen
und im Auge behalten.
Heck-Einparkhilfe
Während der Rückwärtsgang einge‐
legt ist, gibt das System bei mögli‐
chen gefährlichen Hindernissen bis
zu 50 cm hinter dem Fahrzeug einen
Warnton aus.
Das System arbeitet mit Ultraschall- Parksensoren im Heckstoßfänger.
Aktivierung
Die Heck-Einparkhilfe wird beim
Einlegen des Rückwärtsgangs bei
eingeschalteter Zündung aktiviert.
Dies wird durch einen akustischen
Signalton bestätigt.