ABS OPEL CORSA E 2018 Betriebsanleitung (in German)
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Fahrzeugwartung221Nr.Stromkreis1ABS-Pumpe2Vorderer Scheibenwischer3Gebläse4Instrumententafel5Kühlgebläse6Diesel-Kraftstoffwärmgerät7Getriebe8Kühlgebläse9Kühlgebläse10Kühlgebläse11Anlasser
Nach dem Austausch durchgebrann‐
ter Sicherungen den Sicherungskas‐
ten schließen und den Deckel hinein‐ drücken, bis er einrastet.
Bei nicht einwandfrei geschlossenem
Sicherungskasten kann es zu Funk‐
tionsstörungen kommen.
Sicherungskasten in der
Instrumententafel
Der Sicherungskasten befindet sich
hinter dem Lichtschalter in der Instru‐
mententafel. Den Griff halten, daran
ziehen und den Lichtschalter herun‐
terklappen.
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Fahrzeugwartung223Wagenwerkzeug
Fahrzeuge ohne Reserverad
Das Wagenwerkzeug und die
Abschleppöse befinden sich im Lade‐ raum unter der Bodenabdeckung.
Das Wagenwerkzeug und die
Abschleppöse befinden sich auf der
rechten Seite des Laderaums hinter
einer Abdeckung.
Bei OPC- oder LPG-Ausführungen
oder Ausführungen mit Heckträger‐
system ist das Wagenwerkzeug mit
der Abschleppöse rechts im Lade‐ raum hinter einer Abdeckung
verstaut.
Fahrzeuge mit Reserverad
Der Wagenheber, der Radbolzen‐
schlüssel und einige Werkzeuge sind rechts im Laderaum hinter einer
Abdeckung verstaut 3 70.
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Fahrzeugwartung229Anpassung der
Reifendrucksensoren
Jeder TPMS-Sensor hat einen
eindeutigen Identifizierungscode.
Nach dem Umsetzen der Räder, dem
Austausch des kompletten Radsat‐
zes oder einzelner oder mehrerer
Reifendrucksensoren muss der Iden‐
tifizierungscode an die neue Radpo‐ sition angepasst werden. Die Reifen‐
drucksensor-Anpassung muss
außerdem ausgeführt werden, nach‐
dem ein Reserverad durch ein Lauf‐
rad mit Reifendrucksensor ersetzt
wurde.
Die Störungsanzeige w und die
Warnmeldung oder der Code sollten beim nächsten Zündzyklus erlö‐
schen. Die Sensoren werden mit
einem Anlernwerkzeug in dieser
Reifenfolge an die Radpositionen
angepasst: linkes Vorderrad, rechtes
Vorderrad, rechtes Hinterrad, linkes
Hinterrad. Der Blinker an der jeweils
aktiven Position leuchtet auf, bis der
Sensor neu abgestimmt ist.
Wenden Sie sich für einen Service an eine Werkstatt. Die Abstimmung der
ersten Radposition dauert zwei Minu‐ten, die Abstimmung aller vier Radpo‐
sitionen insgesamt fünf Minuten.
Wenn der Vorgang länger dauert,
wird die Abstimmung abgebrochen
und Sie müssen wieder von vorne
beginnen.
Zum Anpassen der Reifendrucksen‐
soren gehören:
1. Die Parkbremse anziehen.
2. Zündung einschalten.
3. Bei Fahrzeugen mit Automatikge‐
triebe den Wählhebel in Stellung
P bringen.
Bei Fahrzeugen mit automatisier‐
tem Schaltgetriebe: Das Brems‐
pedal betätigt halten. Den Wähl‐
hebel in Stellung N bewegen und
dort fünf Sekunden halten, bis im
Driver Information Center P ange‐
zeigt wird. P zeigt an, dass der
Abgleich der Reifendrucksenso‐
ren gestartet werden kann.
Bei Fahrzeugen mit Schaltge‐
triebe: Leerlauf einlegen.
4. Über das MENU am Blinkerhebel
das Fahrzeug Informations‐
menü ? im Driver Information
Center anwählen.5. Mit dem Einstellrädchen zum Reifendruckmenü blättern.
Midlevel-Display:
Uplevel-Display:
Page 232 of 285

230Fahrzeugwartung6. Auf SET/CLR drücken, um den
Sensorabgleich zu starten. Eine
Meldung muss eingeblendet
werden, die eine Bestätigung des
Vorgangs anfordert.
7. Erneut auf SET/CLR drücken, um
die Auswahl zu bestätigen. Zwei
Huptöne zeigen an, dass sich der Empfänger im Anlernmodus
befindet.
8. Mit dem linken Vorderrad begin‐ nen.
9. Das Anlernwerkzeug in der Nähe des Ventilschafts gegen die
Reifenflanke halten. Dann den
Knopf drücken, um den Reifen‐
drucksensor zu aktivieren. Ein
Hupsignalton bestätigt, dass der
Identifizierungscode des Sensors
auf diese Radposition abgestimmt wurde.
10. Zum rechten Vorderrad gehen und den Vorgang in Schritt 9wiederholen.
11. Zum rechten Hinterrad gehen und
den Vorgang in Schritt 9 wieder‐
holen.12. Zum linken Hinterrad gehen und den Vorgang in Schritt 9 wieder‐
holen. Zwei Huptöne zeigen an,
dass der Identifizierungscode auf
das linke Hinterrad abgestimmt
und die Abstimmung der Reifen‐
drucksensoren abgeschlossen
wurde.
13. Zündung ausschalten.
14. Alle vier Reifen mit dem empfoh‐ lenen Reifendruck gemäß Aufkle‐ber aufpumpen.
15. Sicherstellen, dass der Status der
Beladung dem ausgewähltem
Druck entspricht 3 99.
Profiltiefe Profiltiefe regelmäßig kontrollieren.
Reifen sollten aus Sicherheitsgrün‐
den bei einer Profiltiefe von 2-3 mm
(bei Winterreifen 4 mm) ausgetauscht
werden.
Aus Sicherheitsgründen wird
empfohlen, dass die Profiltiefe der
Reifen einer Achse um nicht mehr als 2 mm variiert.
Die gesetzlich zulässige Mindestpro‐
filtiefe (1,6 mm) ist erreicht, wenn das
Profil bis zu einem Verschleißanzei‐
ger (TWI = Tread Wear Indicator)
abgefahren ist. Seine Lage wird
durch Markierungen an der Reifen‐
flanke angezeigt.
Reifen altern, auch wenn sie nicht
gefahren werden. Wir empfehlen, die Reifen nach sechs Jahren zu erset‐
zen.
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Fahrzeugwartung233
3. Stromkabel und Luftschlauch ausden Staufächern auf der Unter‐
seite des Kompressors heraus‐
nehmen.
4. Kompressor-Luftschlauch an den Anschluss der Dichtmittelflasche
schrauben.
5. Dichtmittelflasche in die Halte‐ rung am Kompressor einsetzen.
Kompressor so in Reifennähe
platzieren, dass die Dichtmittelfla‐
sche aufrecht steht.
6. Ventilkappe des defekten Reifens
abschrauben.
7. Einfüllschlauch an Reifenventil anschrauben.
8. Der Schalter auf dem Kompressor
muss auf J stehen.
9. Kompressor-Stecker an Zubehör‐
steckdose oder Steckdose des
Zigarettenanzünders anschlie‐
ßen.
Um eine Entladung der Batterie
zu vermeiden, empfehlen wir, den Motor laufen zu lassen.
10. Wippschalter auf dem Kompres‐ sor auf I stellen. Der Reifen wird
mit Dichtmittel gefüllt.
11. Während des Entleerens der Dichtmittelflasche (ca. 30 Sekun‐
den) zeigt die Druckanzeige am
Kompressor kurzzeitig bis zu
6 bar an. Danach sinkt der Druck
wieder ab.
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236Fahrzeugwartung
4.Ventilkappe des defekten Reifens
abschrauben.
5. Reifenfüllschlauch auf das Reifenventil schrauben.
6. Luftschlauch an den Anschluss am Kompressor schrauben.
7. Zündung einschalten. Um eine Entladung der Batterie
zu vermeiden, empfehlen wir, den
Motor laufen zu lassen.8. Den Ein/Aus-Schalter am Kompressor drücken. Der Reifen
wird mit dem Dichtmittel gefüllt.
9. Während des Entleerens der Dichtmittelflasche (ca. 30 Sekun‐
den) zeigt die Druckanzeige am
Kompressor kurzzeitig bis zu
6 bar an. Danach sinkt der Druck
wieder ab.
10. Das Dichtmittel wird vollständig in
den Reifen gepumpt. Anschlie‐
ßend wird der Reifen mit Luft
befüllt.
11. Der vorgeschriebene Reifendruck
sollte innerhalb von zehn Minuten
erreicht sein.
Reifendruck 3 266.
Sobald der korrekte Druck erreicht ist, den Kompressor
durch Drücken des Ein/Aus-
Schalters wieder ausschalten.
Wird der vorgeschriebene Reifen‐
druck nicht innerhalb von zehn
Minuten erreicht, das Reifenrepa‐ raturset entfernen. Das Fahrzeug
um eine Reifenumdrehung bewe‐
gen. Das Reifenreparaturset
wieder anbringen und den Füll‐
vorgang 10 Minuten fortsetzen.
Wird der vorgeschriebene Reifen‐
druck danach immer noch nicht
erreicht, ist der Reifen zu stark
beschädigt. Hilfe einer Werkstatt in Anspruch nehmen.
Übermäßigen Reifendruck mit ]
ablassen.
Den Kompressor nicht länger als
zehn Minuten betreiben.
12. Auf den Verschluss an der Halte‐ rung drücken, um die Dichtmittel‐
flasche aus der Halterung zu
nehmen. Den Reifenfüllschlauch
an den unbelegten Anschluss der
Dichtmittelflasche schrauben.
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Fahrzeugwartung239
4. Den Wagenheber auf die erfor‐derliche Höhe einstellen. Den
Wagenheber direkt unter der
Aufnahme positionieren, damit er
nicht abrutschen kann.
Kurbelstange anbringen und den
korrekt ausgerichteten Wagenhe‐
ber hochkurbeln, bis das Rad vom
Boden abhebt.
5. Radschrauben herausdrehen.
6. Rad wechseln.
7. Radschrauben eindrehen.
8. Fahrzeug absenken.
9. Radschraubenschlüssel anset‐ zen und sicherstellen, dass er gutsitzt. Alle Schrauben über Kreuz
festziehen. Anzugsdrehmoment
110 Nm.
10. Vor der Montage Ventilöffnung in der Radabdeckung der Stahlfelge
mit dem Reifenventil abgleichen.
Radschraubenkappen oder
Nabenkappe an der Leichtmetall‐
felge montieren.
11. Abdeckung am Ansatzpunkt anbringen.12. Das ersetzte Rad, das Wagen‐werkzeug 3 223 und den Adapter
für die Felgenschlösser 3 56
verstauen und sichern.
13. Reifendruck des montierten Reifens und auch das Anzugsmo‐ment der Radbolzen so bald wie
möglich überprüfen.
Den defekten Reifen möglichst bald
ersetzen oder reparieren lassen.
Ansatzpunkte für Hebebühne
Position des hinteren Arms der Hebe‐ bühne mittig unter der Aussparung im Schweller.
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240Fahrzeugwartung
Position des vorderen Arms der
Hebebühne am Unterboden.
Reserverad Bei der Montage eines Reserverads,das sich von den anderen Rädern unterscheidet, ist dieses Reserverad
als Notrad zu betrachten und es
müssen die entsprechenden
Geschwindigkeitsbeschränkungen
eingehalten werden, auch wenn am Rad kein entsprechender Hinweis
angebracht ist. Nehmen Sie Kontakt
zu einer Werkstatt auf, um Informati‐
onen zur anwendbaren Geschwindig‐
keitsbeschränkung zu erhalten.
Das Reserverad hat eine Stahlfelge.Achtung
Die Verwendung eines Reserve‐
rads zusammen mit Winterreifen
oder eines Reserverads, das klei‐
ner ist als die anderen Räder,
kann das Fahrverhalten beein‐
trächtigen. Den defekten Reifen
möglichst bald austauschen.
Schrägheck 3-türig/5-türig
Das Reserverad befindet sich im
Laderaum unter der Abdeckung des
Laderaumbodens. Es ist mit einer
Flügelmutter gesichert.
Den doppelten Ladeboden in dem
Fall in oberer Position montieren 3 70.
Zum Entnehmen die Flügelmutter
abschrauben und das Reserverad
anheben, senkrecht stellen und nach
oben herausnehmen.
Das ersetzte Rad oder Reserverad
immer mit der Flügelmutter fixieren,
wenn es in der Reserveradmulde
verstaut wird.Lieferwagen
Ladeboden entfernen.
Das Reserverad ist zusammen mit der Bodenabdeckung festge‐
schraubt.
Page 243 of 285

Fahrzeugwartung241Die Flügelmutter lösen und die Lade‐
bodenabdeckung anheben.
Den Abstandhalter über dem Reser‐
verad entfernen. Das Rad anheben,
in die senkrechte Position bringen und nach oben entnehmen.
Beim Verstauen des ersetzten Rads
oder Reserverads in der Reserverad‐
mulde immer den Adapter einsetzen
und die Laderaumabdeckung mit der
Flügelmutter fixieren.
Je nach defektem ersetztem Rad kann der Abstandhalter weggelassen oder das Rad ohne Bodenabdeckungverschraubt werden.
NotradAchtung
Die Verwendung des Notradskann das Fahrverhalten beein‐
trächtigen. Den defekten Reifen
möglichst bald ersetzen oder
reparieren lassen.
Nur ein Notrad montieren. Die auf dem Etikett des Reserverads
genannte zulässige Höchstgeschwin‐ digkeit gilt nur für die werkseitig
montierte Reifengröße.
Bei einem platten Hinterrad während des Abschleppens eines anderenFahrzeugs das Notrad vorne anbrin‐
gen und das vollwertige Rad hinten.
Schneeketten 3 231.
Reserverad mit vorgeschriebener
Laufrichtung
Reifen mit vorgeschriebener Lauf‐
richtung nach Möglichkeit so montie‐
ren, dass sie in Fahrtrichtung abrol‐
len. Die Laufrichtung ist an einem
Symbol (z. B. Pfeil) an der Reifen‐
flanke erkennbar.
Bei entgegen der Laufrichtung
montierten Rädern gilt:
● Das Fahrverhalten kann beein‐ trächtigt sein. Einen defekten
Reifen umgehend ersetzen oder
instand setzen lassen und wieder anstelle des Reserverads
montieren.
● Bei Nässe und Schnee beson‐ ders vorsichtig fahren.
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242FahrzeugwartungStarthilfeMotor nicht mit einem Schnellladeranlassen.
Bei entladener Fahrzeugbatterie
kann der Motor mit Starthilfekabeln
und der Fahrzeugbatterie eines ande‐ ren Fahrzeugs gestartet werden.9 Warnung
Das Anlassen mit Starthilfekabeln
muss mit äußerster Vorsicht
geschehen. Jede Abweichung von der folgenden Anleitung kann zu
Verletzungen oder Beschädigun‐
gen durch Explosion der Batterien und zu Beschädigung der elektri‐
schen Anlagen an beiden Fahr‐
zeugen führen.
9 Warnung
Berührung der Batterie mit Augen,
Haut, Textilien und lackierten
Oberflächen vermeiden. Die
Batterie enthält Schwefelsäure,
die bei direkter Berührung Verlet‐
zungen und Sachschäden verur‐
sachen kann.
● Keine Funken oder offenen Flammen in Batterienähe.
● Eine entladene Fahrzeugbatterie
kann bereits bei einer Tempera‐
tur von 0 °C einfrieren. Die einge‐ frorene Batterie vor dem Anklem‐
men der Starthilfekabel auftauen.
● Beim Umgang mit der Batterie Augenschutz und Schutzklei‐
dung tragen.
● Starthilfebatterie gleicher Span‐ nung (12 Volt) verwenden. Ihre
Kapazität (Ah) darf nicht wesent‐
lich unter der der entladenen
Fahrzeugbatterie liegen.
● Starthilfekabel mit isolierten Polklemmen und einem Quer‐
schnitt von mindestens 16 mm 2
(bei Dieselmotoren 25 mm 2
)
verwenden.
● Entladene Fahrzeugbatterie nicht vom Bordnetz trennen.
● Unnötige Stromverbraucher abschalten.
● Während des gesamtenVorgangs nicht über die Batterie
beugen.
● Die Polklemmen des einen Kabels dürfen die des anderen
Kabels nicht berühren.
● Die Fahrzeuge dürfen sich während der Starthilfe nicht
berühren.
● Parkbremse anziehen, Getriebe in Leerlaufstellung, Automatikge‐
triebe in P.
● Die Pluspolschutzkappen an beiden Fahrzeugbatterien
öffnen.