Druck OPEL MERIVA 2010 Betriebsanleitung (in German)
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126 KlimatisierungRegelmäßiger BetriebUm eine gleichbleibend gute Funktion zu
gewährleisten, muss die Kühlung 3 einmal
im Monat unabhängig von Witterung und
Jahreszeit einige Minuten eingeschaltet
werden. Betrieb mit eingeschalteter Küh-
lung ist bei niedriger Außentemperatur
nicht möglich.
Service Für eine optimale Kühlleistung empfehlen
wir die Klimatisierungssysteme jährlich,
erstmalig 3 Jahre nach Erstzulassung, kon-
trollieren zu lassen.
zFunktions- und Drucktest,
zFunktion der Heizung,
zDichtheitsprüfung,
zKontrolle der Antriebsriemen,
zKondensator und Verdampferdrainage
reinigen,
zLeistungskontrolle.
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129
Fahren und Bedienung
Picture no: 14175s.tif
Wählhebel in A/M
Wechsel zwischen Automatik- und Manu-
ell-Modus.
Im Manuell-Modus können die Gänge ma-
nuell durch Antippen des Wählhebels in die
Positionen
+ oder
- geschaltet werden. Im
Getriebe-Display wird der aktuelle Gang
angezeigt.
Bei zu niedriger Drehzahl des Motors schal-
tet das automatisierte Schaltgetriebe auch
im Manuell-Modus automatisch in einen
niedrigeren Gang. Dadurch wird ein Ab-
würgen des Motors verhindert. Wählhebel in + oder -
Wird ein höherer Gang bei zu geringer Ge-
schwindigkeit bzw. ein niedrigerer Gang
bei zu hoher Geschwindigkeit gewählt, er-
folgt kein Schalten. Dies vermeidet zu nied-
rige oder zu hohe Drehzahlen.
Durch mehrfaches Antippen des Wählhe-
bels kurz hintereinander können Gänge
übersprungen werden.
Befindet sich das Fahrzeug im Automatik-
Modus, wechselt das automatisierte
Schaltgetriebe durch Antippen des Wähl-
hebels in die Positionen
+ oder
- in den Ma-
nuell-Modus. Im Getriebe-Display wird der
aktuelle Gang angezeigt.
Wählhebel in R
Rückwärtsgang nur bei stehendem Fahr-
zeug einlegen.
Knopf am Wählhebel drücken, R wählen.
Im Getriebe-Display wird „R“ angezeigt.
Wird R bei nicht stehendem Fahrzeug ge-
wählt, blinkt „R“ im Getriebe-Display und
es ist kein Gang eingelegt. Anhalten
Im Automatik- oder Manuell-Modus wird
bei Stillstand des Fahrzeuges automatisch
der erste Gang (bei eingeschaltetem Win-
terprogramm der zweite Gang) eingelegt
und die Kupplung geöffnet. In R bleibt der
Rückwärtsgang eingelegt.
Ertönt beim Öffnen der Fahrertür bei nicht
betätigter Fußbremse ein Warnton, Wähl-
hebel in Stellung N bewegen und Hand-
bremse anziehen.
Beim Halten an Steigungen unbedingt
Handbremse anziehen oder Fußbremse
betätigen. Fahrzeug bei eingelegtem Gang
nicht durch Erhöhen der Motordrehzahl in
Ruhestellung halten, um eine Überhitzung
der automatischen Kupplung zu vermei-
den.
Bei längerem Halten, z. B. im Stau oder an
Bahnübergängen, Motor abstellen.
Elektronisch gesteuerte Fahrprogramme
im Automatik-Modus
zBetriebstemperaturprogramm bringt
nach Kaltstart automatisch durch erhöh-
te Motordrehzahl den Katalysator
schnell auf die erforderliche Temperatur.
zAdaptivprogramme passen das Schal-
ten in andere Gänge automatisch den
Fahrbedingungen an, z. B. bei hoher Zu-
ladung und an Steigungen.
+
Schaltung in einen höheren Gang.
-
Schaltung in einen niedrigeren Gang.
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130 Fahren und Bedienung
Picture no: 17889s.tif
Winterprogramm T
Bei Anfahrschwierigkeiten auf glatter Fahr-
bahn Taste T drücken („A“ und T werden
im Getriebe-Display angezeigt). Das auto-
matisierte Schaltgetriebe schaltet in den
Automatik-Modus, das Fahrzeug fährt im
2. Gang an.
Das Winterprogramm schaltet sich aus bei:
zErneutem Betätigen der Taste T,
zAusschalten der Zündung,
zWechsel in den Manuell-Modus,
zbei zu hoher Kupplungstemperatur.
Picture no: 13322a.tif
Kickdown
Beim Durchtreten des Gaspedals über den
Druckpunkt wird abhängig von der Motor-
drehzahl in einen niedrigeren Gang ge-
schaltet.
Bei Kickdown ist ein manueller Gangwech-
sel nicht möglich.
Bei Annäherung an die obere Drehzahl-
grenze des Motors schaltet das Getriebe
bei Kickdown auch im Manuell-Modus in ei-
nen höheren Gang.
Ohne Kickdown wird diese automatische
Schaltung im Manuell-Modus nicht ausge-
führt. Bremsunterstützung durch den Motor
Automatik-Modus
Bei Bergabfahrt schaltet das automatisier-
te Schaltgetriebe erst bei höheren Dreh-
zahlen in höhere Gänge. Beim Bremsen
schaltet sie rechtzeitig in einen niedrigeren
Gang.
Manuell-ModusUm die Motorbremswirkung zu nutzen, bei
Bergabfahrt rechtzeitig einen niedrigeren
Gang wählen.
„Herausschaukeln“
Nur zum Herausschaukeln eines in Sand,
Schlamm, Schnee oder in einer Mulde fest-
gefahrenen Fahrzeuges darf zwischen o
(Mittelstellung) und R hin- und hergeschal-
tet werden. Motordrehzahl möglichst nied-
rig halten und ruckartiges Gas geben ver-
meiden.
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133
Fahren und Bedienung
FahrhinweiseDie ersten 1000 km
Fahren Sie zügig mit wechselnden Ge-
schwindigkeiten. Geben Sie kein Vollgas.
Motor nicht in niedrigen Drehzahlen quä-
len.
Fahren Sie schaltfreudig. In allen Gängen
Gaspedal maximal etwa
3/4 durchtreten.
Fahren Sie nicht schneller als 3/4 der
Höchstgeschwindigkeit.
Während der ersten 200 km keine unnöti-
gen Vollbremsungen machen.
Während der ersten Fahrt kann es zu
Rauchentwicklung durch Verdampfen von
Wachs und Öl auf der Abgasanlage kom-
men. Nach der ersten Fahrt Fahrzeug eini-
ge Zeit im Freien stehen lassen, Einatmen
der Dämpfe vermeiden.
In der Einfahrzeit ist der Kraftstoff- und Mo-
torölverbrauch erhöht.
Nie mit stehendem Motor rollen
Viele Aggregate funktionieren dann nicht
(z. B. Bremskraftverstärker, Servo-
lenkung3). Sie gefährden sich und andere. Bremskraftverstärker
Bei stehendem Motor hört die Wirkung des
Bremskraftverstärkers nach ein- bis zwei-
maligem Betätigen der Fußbremse auf. Die
Bremswirkung wird dadurch nicht verrin-
gert, allerdings ist zum Bremsen eine be-
deutend höhere Kraft aufzuwenden.
Elektrische Servolenkung 3
Fällt die Lenkunterstützung aus – z. B. beim
Abschleppen mit stehendem Motor –, so ist
das Fahrzeug weiterhin lenkfähig, jedoch
mit bedeutend höherem Kraftaufwand.
Gebirgsfahrten, Anhängerbetrieb
Das Kühlgebläse wird elektrisch angetrie-
ben. Seine Kühlleistung ist demnach nicht
abhängig von der Motordrehzahl.
Da bei hoher Motordrehzahl viel Wärme
entsteht, bei niedriger Drehzahl weniger,
an Steigungen so lange nicht herunter-
schalten, wie das Fahrzeug noch im höhe-
ren Gang die Steigung problemlos durch-
fährt. Fahren mit Dachlast
Zulässige Dachlast nicht überschreiten 3
224. Aus Sicherheitsgründen Last gleich-
mäßig verteilen und mit Befestigungsgur-
ten rutschsicher und fest verzurren. Reifen-
druck dem Beladungszustand anpassen.
Nicht schneller als 120 km/h fahren. Befes-
tigung öfter prüfen und nachspannen.
Länderspezifische Verordnungen beach-
ten.
Abstellen des Motors
Nach Abstellen des Motors können Geblä-
se im Motorraum zur Kühlung von Aggre-
gaten eine bestimmte Zeit weiterlaufen.
Bei sehr hoher Kühlmitteltemperatur, z. B.
nach einer Bergfahrt: Motor zur Vermei-
dung eines Wärmestaus ca. 2 Minuten im
Leerlauf laufen lassen.
Fahrzeuge mit Turbo-Motor
3
Nach hohen Motordrehzahlen bzw. hoher
Motorbelastung Motor zur Schonung des
Turboladers vor dem Abstellen kurzzeitig
mit niedriger Belastung betreiben bzw. ca.
30 Sekunden im Leerlauf laufen lassen.
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136 Fahren und BedienungSchubbetrieb
zDie Kraftstoffzufuhr wird im Schubbe-
trieb automatisch abgeschaltet, z. B. bei
Bergabfahrten oder beim Bremsen 3
134.
zIm Schubbetrieb kein Gas geben und
nicht auskuppeln, damit die Schubab-
schaltung kraftstoffsparend wirksam
werden kann.
Schaltfreudig fahren
zHohe Drehzahlen erhöhen Verschleiß
und Kraftstoffverbrauch.
zMotor nicht hochjagen. Zu hohe Dreh-
zahlen vermeiden.
Fahren nach Drehzahlmesser hilft Kraft-
stoff sparen. Fahren Sie nach Möglich-
keit in jedem Gang im niedrigen Dreh-
zahlbereich und mit gleichmäßiger Ge-
schwindigkeit. Fahren Sie, so oft wie
möglich, im höchsten Gang, schalten Sie
möglichst früh hoch und möglichst erst
dann herunter, wenn der Motor nicht
mehr einwandfrei rundläuft.
Hohe Geschwindigkeit
zJe höher die Geschwindigkeit, desto hö-
her der Verbrauch und der Geräuschpe-
gel. Bei Vollgasfahrt verbrauchen Sie
sehr viel Kraftstoff und erzeugen über-
mäßigen Lärm und hohen Abgasaus-
stoß. zGeringes Zurücknehmen des Gaspedals
spart deutlich Kraftstoff ohne wesentli-
che Einbuße an Geschwindigkeit.
Nutzen Sie die Höchstgeschwindigkeit
nur zu etwa
3/4 aus, dann sparen Sie –
ohne nennenswerten Zeitverlust – bis zu
50 % Kraftstoff.
Reifendruck
zZu geringer Reifendruck kostet durch er-
höhten Rollwiderstand zweimal Geld: für
mehr Kraftstoff und für höheren Reifen-
verschleiß.
zRegelmäßige Kontrollen (alle 14 Tage)
zahlen sich aus.
Zusätzliche Verbraucher
zDer Leistungsbedarf zusätzlicher Ver-
braucher erhöht den Kraftstoffver-
brauch.
zZusätzliche Verbraucher (z. B. Klima-
anlage3, heizbare Heckscheibe) ab-
schalten, wenn sie nicht benötigt wer-
den.
Dachgepäckträger, Skihalter
zDachlasten können den Kraftstoff-
verbrauch wegen des Luftwiderstandes
um ca. 1l/100 km ansteigen lassen.
zNehmen Sie diese ab, wenn sie nicht
gebraucht werden. Instandsetzung und Wartung
zMangelhaft durchgeführte Instandset-
zungen oder Einstell- und Wartungsar-
beiten können den Kraftstoffverbrauch
erhöhen. Arbeiten am Motor nicht selbst
durchführen.
Durch Unkenntnis kann gegen die Um-
weltschutzgesetzgebung verstoßen wer-
den, indem Materialien nicht vorschrifts-
gemäß entsorgt werden,
recyclingfähige Teile könnten nicht der
Wiederverwertung zugeführt werden,
der Kontakt mit verschiedenen Betriebs-
mitteln kann gesundheitsschädlich sein.
zWir empfehlen, die Instandsetzung und
Wartung bei Ihrem Opel Partner durch-
führen zu lassen.
Besondere Fahrbedingungen
zFahren in Steilstrecken, Kurven und auf
schlechten Straßen oder Winterbetrieb
erhöhen den Kraftstoffverbrauch.
Der Kraftstoffverbrauch erhöht sich stark
im Stadtverkehr und bei winterlichen
Temperaturen, insbesondere durch
Kurzstreckenfahrten ohne Erreichen der
Betriebstemperatur.
zBeachten Sie auch unter diesen Bedin-
gungen die obigen Hinweise, um den
Verbrauch in Grenzen zu halten.
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137
Fahren und Bedienung
Kraftstoffe, TankenKraftstoffverbrauch
Der Kraftstoffverbrauch wird unter vorge-
schriebenen Fahrbedingungen ermittelt 3
222.
Sonderausstattungen erhöhen das Fahr-
zeuggewicht. Sie können folglich den Kraft-
stoffverbrauch erhöhen und die angegebe-
ne Höchstgeschwindigkeit vermindern.
Die Reibung von Motor- und Getriebeteilen
ist während der ersten mehreren tausend
Kilometer verstärkt. Dadurch wird der
Kraftstoffverbrauch erhöht. Kraftstoffe für Otto-Motoren
Nur unverbleite Kraftstoffe nach DIN EN
228 verwenden.
Kraftstoffe mit mehr als 5% Ethanol dürfen
nur verwendet werden, wenn das Fahrzeug
ausdrücklich hierfür entwickelt und freige-
geben wurde.
Kraftstoff mit empfohlener Oktanzahl tan-
ken (fett gedruckter Wert 3 218). Verwen-
dung von Kraftstoff mit kleinerer Oktan-
zahl verringert Motorleistung und Drehmo-
ment und erhöht geringfügig den Kraft-
stoffverbrauch. Kraftstoffe für Diesel-Motoren
Nur Diesel-Kraftstoff nach DIN EN 590 ver-
wenden. Der Kraftstoff muss schwefelarm
(maximal 50 ppm) sein.
Marine Diesel Fuel, Heizöle, Diesel-Kraft-
stoffe, die ganz oder teilweise aus Pflanzen
hergestellt werden, wie z. B. Rapsöl oder Bi-
odiesel, Aquazole und ähnliche Diesel-
Wasser-Emulsionen dürfen nicht verwendet
werden. Es ist nicht zulässig, Diesel-Kraft-
stoffe zur Verdünnung mit Kraftstoffen für
Otto-Motoren zu vermischen.
Fließvermögen und Filtrierbarkeit des Die-
sel-Kraftstoffes sind temperaturabhängig.
Bei niedrigen Temperaturen Diesel-Kraft-
stoff mit garantierten Wintereigenschaften
tanken. Achtung
Kraftstoff mit zu kleiner Oktanzahl kann
zu unkontrollierter Verbrennung und
Schäden am Motor führen.
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147
Fahren und Bedienung
Picture no: 7758u.tif
Ein
schalt
en
Taste I antippen: Momentane Geschwin-
digkeit wird gespeichert und gehalten.
Gaspedal kann losgelassen werden.
Beschleunigen durch Gas geben ist mög-
lich. Nach Loslassen des Gaspedals wird
die vorher gespeicherte Geschwindigkeit
eingeregelt. Beschleunigen
Bei eingeschaltetem Geschwindigkeitsreg-
ler Taste I drücken oder mehrmals antip-
pen: Kontinuierliche oder schrittweise Erhö-
hung der Geschwindigkeit um je 2 km/h.
Nach Loslassen der Taste I wird die aktuel-
le Geschwindigkeit gespeichert und gehal-
ten.
Verzögern
Bei eingeschaltetem Geschwindigkeitsreg-
ler Taste R drücken oder mehrmals antip-
pen: Kontinuierliche oder schrittweise Ver-
ringerung der Geschwindigkeit um je
2km/h.
Nach Loslassen der Taste R wird die aktu-
elle Geschwindigkeit gespeichert und ge-
halten. Ausschalten
Taste O antippen: Geschwindigkeitsregler
wird ausgeschaltet.
Automatisches Ausschalten:
zGeschwindigkeit unter ca. 30 km/h,
zBetätigung des Bremspedals,
zBetätigung des Kupplungspedals 3,
zWählhebel des automatisiertem Schalt-
getriebes 3 inN.
Ge
speicherte
Geschwindigkeit
Die Geschwindigkeit bleibt bis zum Aus-
schalten der Zündung gespeichert.
Zum Wiedereinstellen der gespeicherten
Geschwindigkeit bei über 30 km/h Taste R
antippen.
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150 Fahren und BedienungBei Fahrzeugen mit automatisiertem
Schaltgetriebe 3 blinkt bei nicht angezoge-
ner Handbremse nach Ausschalten der
Zündung die Kontrollleuchte einige Sekun-
den. Antiblockiersystem (ABS
u)
Das ABS verhindert das Blockieren der Rä-
der.
Sobald ein Rad zum Blockieren neigt, regelt
das ABS den Bremsdruck des entsprechen-
den Rades. Das Fahrzeug bleibt auch bei
Vollbremsungen lenkbar.
Die ABS-Regelung macht sich durch Pulsie-
ren des Bremspedals und ein Regelge-
räusch bemerkbar.
Um eine optimale Bremswirkung zu errei-
chen, Bremspedal während des gesamten
Bremsvorganges trotz des pulsierenden
Pedals stark durchtreten, Kraft nicht ver-
mindern.
Picture no: 17895s.tif
Kontrollleuchte u
für ABS
Sie leuchtet nach Einschalten der Zündung
für einige Sekunden. Das System ist nach
Erlöschen der Kontrollleuchte betriebsbe-
reit.
Erlischt die Kontrollleuchte nicht nach weni-
gen Sekunden, oder leuchtet sie während
der Fahrt, liegt eine Störung im ABS vor. Die
Bremsanlage ist weiterhin funktionsfähig,
aber ohne ABS-Regelung.
Adaptives Bremslicht 3
Bei einer Vollbremsung blinken alle drei
Bremsleuchten für die Dauer der ABS-Re-
gelung. Selbstüberprüfung
Nach Anlassen des Motors erfolgt nach
dem Anfahren eine evtl. hörbare Selbstü-
berprüfung des Systems.
Störung
Störungsursache von einer Werkstatt behe-
ben lassen. Im System integrierte Selbstdi-
agnose ermöglicht schnelle Abhilfe.
9 Warnung
Liegt eine Störung im ABS vor, können
die Räder bei starkem Bremsen zum Blo-
ckieren neigen. Die Vorteile des ABS be-
stehen nicht mehr. Das Fahrzeug ist bei
Vollbremsungen nicht mehr lenkbar und
kann ausbrechen.
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151
Fahren und Bedienung
Picture no: 14723s.tif
Handbremse Handbremse immer ohne Betätigung des
Entriegelungsknopfes fest anziehen, im
Gefälle oder an einer Steigung so fest wie
möglich.
Zum Lösen der Handbremse Hebel etwas
anheben, Entriegelungsknopf drücken, He-
bel ganz senken.
Um die Betätigungskräfte der Handbremse
zu verringern, gleichzeitig Fußbremse be-
tätigen.
Bremsassistent Bei schnellem, kräftigem Treten des Brems-
pedals wird automatisch mit maximaler
Bremskraftverstärkung gebremst, um bei
Vollbremsungen den möglichst kürzesten
Bremsweg zu erreichen (Bremsassistent).
Solange die Vollbremsung andauern soll,
den Druck auf das Bremspedal nicht verrin-
gern. Beim Lösen des Bremspedals wird die
maximale Bremskraftverstärkung zurück-
genommen. Berg-Anfahr-Assistent
3 (HSA =
Hill Start Assist)
Das System erleichtert das Anfahren an
Steigungen. Nach Lösen der Fußbremse
und nicht angezogener Handbremse wird
die Bremse erst nach 2 Sekunden gelöst.
Sobald genügend Gas gegeben wird, um
ein Zurückrollen zu verhindern, wird die
Bremse gelöst.
Räder, ReifenGeeignete Reifen bzw. Einschränkungen 3
226.
Werkseitig montierte Reifen sind auf das
Fahrwerk abgestimmt. Sie bieten optima-
len Fahrkomfort und Sicherheit.
Reifenumrüstung
Bei Verwendung von anderen als werksei-
tig montierten Reifengrößen muss gegebe-
nenfalls der elektronische Tachometer um-
programmiert und Änderungen am Fahr-
zeug vorgenommen werden.
Nach Umrüstung auf andere Reifengrößen
Klebefolie für Reifendruck ersetzen lassen.
9 Warnung
Nicht geeignete Reifen oder Felgen kön-
nen zu Unfällen und zum Erlöschen der
Allgemeinen Betriebserlaubnis führen.
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152 Fahren und BedienungMontage neuer Reifen
Reifen paarweise, besser satzweise montie-
ren. Auf einer Achse Reifen
zgleicher Größe,
zgleicher Bauart,
zgleichen Fabrikates,
zgleicher Profilausführung
verwenden.
Reifen mit vorgeschriebener Laufrichtung
so montieren, dass sie in Fahrtrichtung ab-
rollen. Die Laufrichtung ist an einem Sym-
bol (z. B. Pfeil) an der Reifenflanke erkenn-
bar.
Entgegen der Laufrichtung montierte Rei-
fen (z. B. beim Radwechsel) möglichst bald
ummontieren. Nur so werden die konstruk-
tiven Eigenschaften des Reifen optimal ge-
nutzt.
Bei der Entsorgung der Reifen Gesetzesauf-
lagen beachten.
Picture no: 14194s.tif
Reifendruck
Reifendruck mindestens alle 14 Tage und
vor jeder größeren Fahrt bei kalten Reifen
kontrollieren. Reserverad 3 nicht verges-
sen.
Ventilkappenschlüssel aus Tankklappe
entnehmen und damit Ventilkappe ab-
schrauben.
Reifendruck 3 226 und auf der Klebefolie 3
an der Innenseite der Tankklappe.
Die Reifendruckangaben beziehen sich auf
den kalten Reifen. Sie gelten für Sommer-
und Winterreifen. Reserverad 3 immer mit dem Reifendruck
für volle Belastung befüllen.
Höherer Druck infolge Reifenerwärmung
darf nicht reduziert werden. Er kann sonst
nach Abkühlung unter den Mindestdruck
sinken.
Ventilkappen nach der Prüfung mit Ventil-
kappenschlüssel fest zuschrauben.
Über- oder Unterschreitung der vorge-
schriebenen Drücke beeinträchtigt Sicher-
heit, Fahrverhalten, Fahrkomfort und Ver-
brauch und erhöht den Reifenverschleiß.