lock Seat Alhambra 2009 Betriebsanleitung (in German)
[x] Cancel search | Manufacturer: SEAT, Model Year: 2009, Model line: Alhambra, Model: Seat Alhambra 2009Pages: 295, PDF-Größe: 7.81 MB
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Fahren165
Sicher ist sicher
Bedienungshinweise
Rat und Tat
Te c h n i s c h e D a t e n
•
Stellen Sie den Fahrersitz oder das Lenkrad so ein, dass der Abstand
zwischen Lenkrad und Brustbein mindestens 25 cm beträgt ⇒Seite 164,
Abb. 124 . Wenn Sie den Mindestabstand nicht einhalten, kann Sie das
Airbag-System nicht schützen – Lebensgefahr!
•
Wenn Sie wegen körperlichen Gegebenheiten einen Mindestabstand
von 25 cm nicht einhalten können, setzen Sie sich mit einem Fachbetrieb in
Verbindung. Dort berät man Sie über möglicherweise erforderliche Ände-
rungen.
•
Wenn Sie das Lenkrad mehr in Richtung Ihres Gesichtes einstellen,
schränken Sie damit die Schutzwirkung des Fahrerairbags im Falle eines
Unfalles ein. Stellen Sie sicher, dass das Lenkrad in Richtung des Brust-
korbes zeigt.
•
Halten Sie während der Fahrt das Lenkrad immer so, dass Sie es mit
beiden Händen seitlich am äußeren Rand festhalten (9-Uhr- und 3-Uhr-
Position). Halten Sie niemals das Lenkrad in der 12-Uhr-Position oder in
einer anderen Art und Weise fest (z.B. in der Lenkradmitte oder am inneren
Rand des Lenkrades). In solchen Fällen können Sie sich bei Auslösung des
Fahrerairbags schwere Verletzungen an Armen, Händen und am Kopf
zuziehen.
SicherheitElektronisches Stabilisierungsprogramm (ESP)
Mithilfe des ESP wird die Fahrsicherheit in fahrdynamischen
Grenzsituationen erhöht.Das Elektronische Stabilisierungsprogramm (ESP) beinhaltet die Elektroni-
sche Differenzialsperre (EDS) und die Antriebsschlupfregelung (ASR). Das
ESP arbeitet mit dem Antiblockiersystem (ABS) zusammen. Bei Ausfall des
ESP oder des ABS leuchten beide Kontrollleuchten auf.
Mit dem Anlassen des Motors wird das ESP automatisch eingeschaltet.
Nur in bestimmten Situationen, wenn Schlupf erwünscht wird, sollte das ESP
durch Drücken der Taste ⇒Abb. 125 ( ) ausgeschaltet werden.
Zum Beispiel:•
Beim Fahren mit Schneeketten,
•
beim Fahren in Tiefschnee oder auf lockerem Grund,
ACHTUNG! Fortsetzung
Abb. 125 Ausschnitt aus
der Instrumententafel:
ESP-Taste
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Fahren167
Sicher ist sicher
Bedienungshinweise
Rat und Tat
Te c h n i s c h e D a t e n
Motor anlassen
In dieser Stellung wird der Motor angelassen. Dabei werden größere elektri-
sche Verbraucher vorübergehend abgeschaltet.
Bei jedem Neustart des Fahrzeugs müssen Sie den Zündschlüssel auf die
Position stellen. Die
Anlass-Wiederholsperre des Zündschlosses verhin-
dert eine Beschädigung des Anlassermotors bei laufendem Motor.
ACHTUNG!
•
Ziehen Sie den Zündschlüssel erst aus dem Zündschloss, wenn das
Fahrzeug zum Stillstand gekommen ist! Die Lenkungssperre kann sofort
einrasten – Unfallgefahr!
•
Ziehen sie in jedem Fall den Zündschlüssel ab, wenn Sie das Fahrzeug
– auch nur vorübergehend – verlassen. Dies gilt besonders dann, wenn
sich im Fahrzeug Kinder oder hilfsbedürftige Personen befinden, da diese
den Motor starten oder elektrische Ausstattungselemente wie Fenster-
heber bedienen könnten, was zu Unfällen führen könnte.
•
Ein unbeaufsichtigtes Benutzen der Fahrzeugschlüssel kann dazu
führen, dass z.B. der Motor gestartet wird oder Systeme wie die elektri-
schen Fensterheber etc. benutzt werden, was zu ernsthaften Verletzungen
führen kann.Vo rsi ch t !
Der Anlasser darf nur bei stehendem Motor betätigt werden (Zündschlüssel-
position ). Wird der Anlasser sofort nach dem Ausschalten des Motors
wieder betätigt, kann der Anlasser bzw. der Motor beschädigt werden.
Zündschlüssel-Abzugsperre
Der Zündschlüssel kann nur in der Wählhebelstellung P
abgezogen werden.Nach dem Ausschalten der Zündung können Sie den Zündschlüssel nur
abziehen, wenn sich der Wählhebel ⇒ Seite 172 vom Automatikgetriebe in
der Stellung P befindet. Nach Abziehen des Zündschlüssels ist der Wählhebel
blockiert.Elektronische Wegfahrsperre
Die Wegfahrsperre verhindert die unbefugte Inbetriebnahme
Ihres Fahrzeugs.Der im Schlüssel vorhandene Chip schaltet die automatische Wegfahrsiche-
rung automatisch ab, sobald der Schlüssel in das Schloss gesteckt wird.
Die elektronische Wegfahrsicherung wird automatisch aktiviert, sobald Sie
den Schlüssel aus dem Zündschloss herausziehen.
Deshalb kann der Motor nur mit einem passenden codierten SEAT-Original-
Schlüssel angelassen werden.
Hinweis
Nur mit SEAT-Original-Schlüsseln ist ein einwandfreier Betrieb Ihres Fahr-
zeugs gewährleistet.
A3
A1A3
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Intelligente Technik
184Meldung im Kombiinstrument angezeigt werden, die Sie informiert oder zu
notwendigen Handlungen auffordert. Halten Sie an, fahren Sie nicht weiter.
Nehmen Sie fachmännische Hilfe in Anspruch. Die Bremsanlagen-Warn-
leuchte
kann auch zusammen mit der ABS-Kontrollleuchte
aufleuchten
⇒ .
ACHTUNG!
Bei allen Arbeiten am Motor oder im Motorraum ist besondere Vorsicht
geboten!•
Lesen und beachten Sie vor allen Arbeiten im Motorraum die Warnhin-
weise ⇒Seite 217.
•
Sollte das Bremsanlagen-Warnsymbol nicht erlöschen oder während
der Fahrt aufleuchten, ist entweder der Bremsflüssigkeitsstand im Vorrats-
behälter zu niedrig oder es liegt eine Störung in der Bremsanlage vor –
Unfallgefahr! Halten Sie an, fahren Sie nicht weiter. Nehmen Sie fachmän-
nische Hilfe in Anspruch.
•
Leuchtet die Bremsanlagen-Warnleuchte
zusammen mit der ABS-
Kontrollleuchte
auf, kann die Regelfunktion des ABS ausgefallen sein.
Dadurch können die Hinterräder beim Bremsen relativ schnell blockieren.
Dies kann unter Umständen zum Ausbrechen des Fahrzeughecks führen –
Schleudergefahr! Fahren Sie vorsichtig bis zum nächsten Fachbetrieb und
lassen Sie die Störung beseitigen.
Bremsassistent (BAS)Der Bremsassistent (BAS) arbeitet nur bei laufendem Motor.
In einer Notsituation bremsen die meisten Autofahrer zwar rechtzeitig, aller-
dings nicht mit dem maximalen Bremsdruck. Dadurch wird der Bremsweg
länger als nötig! In diesen Fällen greift der Bremsassistent ein: Wenn das Bremspedal sehr
schnell betätigt wird, wird dies vom Bremsassistent als Notsituation
gedeutet. Er baut dann innerhalb kürzester Zeit den vollen Bremsdruck auf,
um schneller und effektiver das ABS zu aktivieren und den Bremsweg zu
verkürzen.
Verringern Sie den Druck auf das Bremspedal nicht, denn sobald Sie das
Bremspedal loslassen, schaltet sich der Bremsassistent von selbst wieder
aus.
ACHTUNG!
Passen Sie die Geschwindigkeit immer den Wetter-, Fahrbahn- und
Verkehrsverhältnissen an. Das erhöhte Sicherheitsangebot durch die
Gespannstabilisierung darf Sie nicht dazu verleiten, ein Sicherheitsrisiko
einzugehen – Unfallgefahr!•
Das Unfallrisiko erhöht sich, wenn Sie zu schnell fahren, zu dicht
auffahren, und wenn die Fahrbahn glatt oder nass ist. Das erhöhte Unfall-
risiko kann auch durch den Bremsassistenten nicht verringert werden.
•
Der Bremsassistent kann die physikalisch vorgegebenen Grenzen nicht
überwinden, eine glatte oder nasse Fahrbahn ist auch mit Bremsassistent
gefährlich!
•
Unsachgemäße Arbeiten oder Änderungen am Fahrzeug (z.B. am Motor,
an der Bremsanlage, am Fahrwerk oder eine andere Räder-/Reifenkombi-
nation) können die Funktion des ABS, BAS, EDS, ASR und ESP stark beein-
flussen und deren Wirksamkeit erheblich beeinträchtigen.
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Intelligente Technik185
Sicher ist sicher
Bedienungshinweise
Rat und Tat
Te c h n i s c h e D a t e n
Antiblockiersystem (ABS)
Durch das Antiblockiersystem werden die Räder beim
Bremsen nicht blockiert.Das Antiblockiersystem (ABS) trägt wesentlich zur Erhöhung der aktiven Fahr-
sicherheit bei.
Funktion des ABS
Erreicht ein Rad eine für die Fahrgeschwindigkeit zu geringe Umfangsge-
schwindigkeit und neigt zum Blockieren, so wird der Bremsdruck für dieses
Rad vermindert. Dieser Regelvorgang macht sich durch eine pulsierende
Bewegung des Bremspedals bemerkbar, die mit Geräuschen verbunden ist.
Dadurch merkt der Fahrer, dass die Räder zu blockieren drohen und dass das
ABS regelnd eingreift. Damit das ABS in diesem Bereich optimal regeln kann,
müssen Sie das Bremspedal getreten lassen – keinesfalls „pumpen“.
Bei einer Vollbremsung auf rutschiger Fahrbahn bleibt die bestmögliche
Lenkfähigkeit erhalten, weil die Räder nicht blockieren.
Es darf nicht erwartet werden, dass durch das ABS unter allen Umständen der
Bremsweg verkürzt wird. Der Bremsweg kann auf Kies oder bei Neuschnee
auf glattem Untergrund sogar länger werden.
ACHTUNG!
Passen Sie die Geschwindigkeit immer den Wetter-, Fahrbahn- und
Verkehrsverhältnissen an. Das erhöhte Sicherheitsangebot durch die
Gespannstabilisierung darf Sie nicht dazu verleiten, ein Sicherheitsrisiko
einzugehen – Unfallgefahr!•
Das ABS kann die physikalisch vorgegebenen Grenzen nicht über-
winden, eine glatte oder nasse Fahrbahn ist auch mit ABS gefährlich! Wenn
das ABS regelt, sollten Sie die Geschwindigkeit sofort den Fahrbahn- und
Verkehrsverhältnissen anpassen.
•
Das ABS kann nicht das Unfallrisiko reduzieren, wenn Sie z. B. mit nicht
angepasster Geschwindigkeit fahren oder zu dicht auf das vorausfahrende
Fahrzeug auffahren.ACHTUNG!
•
Unsachgemäße Arbeiten oder Änderungen am Fahrzeug (z.B. am Motor,
an der Bremsanlage, am Fahrwerk oder eine andere Räder-/Reifenkombi-
nation) können die Funktion des ABS, BAS, EDS, ASR und ESP stark beein-
flussen und deren Wirksamkeit erheblich beeinträchtigen.
•
Die Wirksamkeit des ABS hängt auch von den Reifen ab ⇒Seite 234.
Kontrollleuchte ABS
Die Kontrollleuchte überwacht das ABS.Die Kontrollleuchte
leuchtet beim Einschalten der Zündung für einige
Sekunden auf. Am Ende des automatischen Prüfablaufs erlischt sie.
Eine Störung in der ABS-Anlage liegt vor, wenn:
•
die ABS-Kontrollleuchte
beim Einschalten der Zündung nicht
aufleuchtet.
•
die Kontrollleuchte nach einigen Sekunden nicht wieder erlischt.
•
die Kontrollleuchte während der Fahrt aufleuchtet.
Das Fahrzeug kann noch mit der normalen Bremsanlage – also ohne ABS –
gebremst werden. Bitte möglichst bald einen Fachbetrieb aufsuchen.
Bei einer Störung im ABS leuchtet auch die ESP-Kontrollleuchte
42).
42)SonderausstattungACHTUNG! Fortsetzung
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Intelligente Technik
186Störung in der gesamten Bremsanlage
Leuchtet die ABS-Kontrollleuchte
zusammen mit der Bremsanlagen-Warn-
leuchte
auf, ist nicht nur mit einem Fehler im ABS, sondern auch in der
Bremsanlage zu rechnen ⇒.
Zusätzlich kann eine Meldung im Kombiinstrument angezeigt werden, die Sie
informiert oder zu notwendigen Handlungen auffordert.
ACHTUNG!
Bei allen Arbeiten am Motor oder im Motorraum ist besondere Vorsicht
geboten!•
Lesen und beachten Sie vor allen Arbeiten im Motorraum die Warnhin-
weise ⇒Seite 217.
•
Falls die Bremsanlagen-Kontrollleuchte
zusammen mit der ABS-
Kontrollleuchte
aufleuchtet, halten Sie sofort an und prüfen Sie den
Bremsflüssigkeitsstand im Vorratsbehälter ⇒Seite 230. Ist der Flüssig-
keitsstand unter die „MIN“-Markierung abgesunken, fahren Sie nicht
weiter – Unfallgefahr! Nehmen Sie fachmännische Hilfe in Anspruch.
•
Ist der Bremsflüssigkeitsstand in Ordnung, kann die Störung in der
Bremsanlage vom Ausfall der Regelfunktion des ABS verursacht worden
sein. Dadurch können die Hinterräder beim Bremsen relativ schnell
blockieren. Dies kann unter Umständen zum Ausbrechen des Fahrzeug-
hecks führen - Schleudergefahr! Fahren Sie vorsichtig bis zum nächsten
Fachbetrieb und lassen Sie die Störung beseitigen.
Elektronische Differenzialsperre (EDS)
Die Elektronische Differenzialsperre verhindert das Durch-
drehen der Antriebsräder.Die Elektronische Differenzialsperre (EDS) funktioniert nur bei laufendem
Motor. Durch die EDS wird selbst bei ungünstigen Fahrbahnverhältnissen das Anfahren, Beschleunigen und Bergauffahren wesentlich erleichtert bzw.
überhaupt erst ermöglicht.
Dieses System kontrolliert über die Drehzahlfühler für ABS die Drehzahl der
Antriebsräder.
Ein auf einseitig
rutschigem Untergrund entstandener Drehzahlunterschied
der Antriebsräder von etwa 100 U/min wird bis zu einer Fahrgeschwindigkeit
von etwa 80 km/h durch Abbremsen des durchdrehenden Rades ausgegli-
chen und die Antriebskraft über das Differential auf das andere Antriebsrad
übertragen.
Damit die Scheibenbremse des abgebremsten Rades nicht zu warm wird,
schaltet sich die EDS bei ungewöhnlich starker Beanspruchung automatisch
aus. Das Fahrzeug bleibt betriebsfähig und hat die gleichen Eigenschaften
wie ein Fahrzeug ohne EDS. Aus diesem Grund wird das Ausschalten der EDS
nicht angezeigt.
Sobald die Bremse abgekühlt ist, schaltet sich die EDS automatisch wieder
ein.
ACHTUNG!
Passen Sie die Geschwindigkeit immer den Wetter-, Fahrbahn- und
Verkehrsverhältnissen an. Das erhöhte Sicherheitsangebot durch die
Gespannstabilisierung darf Sie nicht dazu verleiten, ein Sicherheitsrisiko
einzugehen – Unfallgefahr!•
Beim Beschleunigen auf glatter Fahrbahn, z.B. bei Eis und Schnee,
vorsichtig Gas geben. Die Antriebsräder können trotz der EDS durchdrehen
und dadurch die Fahrsicherheit beeinträchtigen.
•
Die Fahrweise muss stets dem Fahrbahnzustand und der Verkehrssitu-
ation angepasst werden.
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Intelligente Technik187
Sicher ist sicher
Bedienungshinweise
Rat und Tat
Te c h n i s c h e D a t e n
ACHTUNG!
Unsachgemäße Arbeiten oder Änderungen am Fahrzeug (z.B. am Motor, an
der Bremsanlage, am Fahrwerk oder eine andere Räder-/Reifenkombina-
tion) können die Funktion des ABS, BAS, EDS, ASR und ESP stark beein-
flussen und deren Wirksamkeit erheblich beeinträchtigen.Elektronisches Stabilisierungsprogramm (ESP)
Das elektronische Stabilisierungsprogramm hilft, die Schleu-
dergefahr zu reduzieren.Das elektronische Stabilisierungsprogramm (ESP) arbeitet nur bei laufendem
Motor und beinhaltet ABS, EDS und ASR.
Das ESP sollte immer eingeschaltet sein. Nur in bestimmten Situationen,
wenn kein ausreichender Vortrieb mehr erreicht wird, sollte das ESP ausge-
schaltet werden.
Zum Beispiel:•
Beim Fahren mit Schneeketten,
•
beim Fahren in Tiefschnee oder auf lockerem Grund,
•
beim Freischaukeln des festgefahrenen Fahrzeugs.
Anschließend sollte das ESP durch Drücken der Taste wieder eingeschaltet
werden.
Mit dem Ausschalten des ESP wird gleichzeitig die ASR ausgeschaltet. Das
bedeutet, dass diese Technik solange nicht zur Verfügung steht, wie das ESP
ausgeschaltet bleibt.
Beschreibung und Funktion von ESP
Das ESP reduziert die Schleudergefahr, indem es einzelne Räder abbremst.
Mit Hilfe des Lenkeinschlags und der Fahrzeuggeschwindigkeit wird der Rich- tungswunsch des Fahrers bestimmt und ständig mit dem tatsächlichen
Verhalten des Fahrzeugs verglichen. Bei Abweichungen, wie z.B. begin-
nendes Schleudern des Fahrzeugs, bremst das ESP das jeweilige Rad auto-
matisch ab.
Das Fahrzeug wird durch die beim Abbremsen am Rad wirksamen Kräfte
wieder stabilisiert. Bei übersteuerndem Fahrzeug (Tendenz zum Ausbrechen
des Hecks) erfolgt der Bremseneingriff vorwiegend am kurvenäußeren
Vorderrad, bei untersteuerndem Fahrzeug (Tendenz zum Schieben aus der
Kurve) am kurveninneren Hinterrad.
Beschreibung und Arbeitsweise der Antriebsschlupfregelung (ASR)
Die ASR wirkt bei Fahrzeugen mit Frontantrieb durch Reduzierung der Motor-
leistung einem Durchdrehen der Antriebsräder beim Beschleunigen
entgegen. Die Anlage arbeitet im gesamten Geschwindigkeitsbereich in
Verbindung mit dem ABS. Bei einer Störung des ABS auch fällt die ASR aus.
Durch die ASR wird selbst bei ungünstigen Fahrbahnverhältnissen das
Anfahren, Beschleunigen und Bergauffahren wesentlich erleichtert bzw.
überhaupt erst ermöglicht.
Wann leuchtet oder blinkt die Kontrollleuchte
?
•
Die Kontrollleuchte
leuchtet beim Einschalten der Zündung zur Funkti-
onskontrolle etwa zwei Sekunden lang.
•
Die Kontrollleuchte
blinkt während der Fahrt, wenn das ESP oder die
ASR regelnd eingreift.
•
Die Kontrollleuchte
leuchtet bei einer Störung des ESP.
•
Sie leuchtet, wenn das ESP ausgeschaltet ist.
•
Sie leuchtet auch bei einer Störung des ABS, da die ESP-Anlage
zusammen mit dem ABS arbeitet.
Falls die Kontrollleuchte
sofort nach dem Anlassen des Motors
aufleuchtet, kann eine systembedingte Abschaltung der Anlage vorliegen. In
diesem Fall die Zündung ausschalten und wieder einschalten, um das ESP
erneut einzuschalten. Wenn die Kontrollleuchte erlischt, ist die Anlage wieder
voll funktionsfähig.
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Fahren und Umwelt197
Sicher ist sicher
Bedienungshinweise
Rat und Tat
Te c h n i s c h e D a t e n
– Entnehmen Sie die Anhängerkupplung.
Anhängerkupplung im Gepäckraum verstauen
– Bringen Sie die Anhängerkupplung in den vorgespannten
Zustand.
– Legen Sie die Anhängerkupplung in die dafür vorgesehene Halterung hinten rechts im Gepäckraum. Die Kupplung rastet
selbstständig ein und ist dann entspannt ⇒.
– Kontrollieren Sie den festen Sitz.Eine Anleitung zum richtigen An- und Abbauen des Kugelkopfes der Anhän-
gevorrichtung liegt dem Kugelkopf bei.
Bei montiertem Kugelkopf kann der Verschlussstopfen aus dem Aufnahme-
rohr in die Kunststofftüte, die dem Bordwerkzeug beiliegt, gesteckt und im
Fahrzeug verstaut werden.
ACHTUNG!
Der Kugelkopf der Anhängevorrichtung muss sicher befestigt sein, um
Verletzungen durch umherfliegende Teile zu vermeiden.•
Beim Einlegen der vorgespannten Anhängerkupplung in die dafür
vorgesehene Halterung besteht durch das selbstständige Zurückdrehen
des Handrades - Verletzungsgefahr!Hinweis
Aus gesetzlichen Gründen muss bei Fahrten ohne Anhänger der Kugelkopf
abgenommen werden, wenn er die Sicht auf das Nummernschild beeinträch-
tigt.
•
Beim Einlegen der Anhängerkupplung in die dafür vorgesehene Halte-
rung unbedingt darauf achten, dass diese entspannt und fest in der Halte-
rung sitzt.
Fahrhinweise
Das Fahren mit Anhänger erfordert besondere Vorsicht.Gewichtsverteilung
Bei leerem Fahrzeug und beladenem Anhänger ist die Gewichtsverteilung
sehr ungünstig. Falls Sie dennoch in dieser Kombination fahren müssen,
fahren Sie besonders langsam.
Geschwindigkeit
Mit zunehmender Geschwindigkeit verringert sich die Fahrstabilität des
Gespannes. Daher sollten Sie bei ungünstigen Straßen-, Wetter- und Wind-
verhältnissen die gesetzlich erlaubten Höchstgeschwindigkeiten nicht
ausnutzen. Dies gilt besonders für Gefällestrecken.
Auf jeden Fall müssen Sie die Geschwindigkeit sofort herabsetzen, sobald
Sie auch nur die geringste Pendelbewegung des Anhängers spüren. Versu-
chen Sie keinesfalls, das Gespann durch Beschleunigen „strecken“ zu
wollen.
Bremsen Sie rechtzeitig! Bei einem Anhänger mit Auflaufbremse bremsen Sie
zuerst sanft , dann zügig. So vermeiden Sie Bremsstöße durch blockierende
Anhängerräder. Wählen Sie vor Gefällestrecken rechtzeitig eine kleinere Fahr-
stufe oder kleineren Gang, damit der Motor als Bremse wirken kann.
Überhitzung
Wenn Sie bei sehr hohen Außentemperaturen eine längere Steigung in einem
niedrigen Gang mit hoher Motordrehzahl fahren müssen, achten Sie bitte auf
die Kühlmitteltemperaturanzeige.
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Selbsthilfe241
Sicher ist sicher
Bedienungshinweise
Rat und Tat
Te c h n i s c h e D a t e n
SelbsthilfeBordwerkzeug*, Reserverad*, Pannenset*
und AnhängevorrichtungEinbauort
Das Bordwerkzeug, Reserverad und der abnehmbare Kugel-
kopf der Anhängevorrichtung befinden sich im Gepäckraum.Bordwerkzeug und abnehmbarer Kugelkopf
Das Bordwerkzeug und der abnehmbare Kugelkopf der Anhängevorrichtung
befinden sich hinten rechts im Gepäckraum hinter einer Abdeckung.
Reserverad
Das Reserverad befindet sich unter dem Fahrzeug ⇒Seite 242.
Vo rsi ch t !
Stellen Sie sicher, dass das Reserverad oder ausgewechselte Rad und das
Bordwerkzeug im Gepäckraum sicher befestigt sind.
BordwerkzeugDas Bordwerkzeug befindet sich im Gepäckraum hinter der linken Seitenver-
kleidung und ist mit einer Rändelschraube ⇒Abb. 151 befestigt. Das
Bordwerkzeug besteht aus folgenden Teilen:
Werkzeugbox
44)
Schraubendreher mit Sechskant im Griff zum Heraus- oder Hineindrehen
der gelockerten Radschrauben. Die Schraubendreherklinge ist
umsteckbar. Der Schraubendreher steckt im Radschlüssel.
Abschleppöse, einschraubbar
Gabelschlüssel 10 x 13 mm
Drahtbügel
44) zum Abziehen der Radmittenabdeckungen oder Abde-
ckungen für die Radschrauben
44)Sonderausstattung
Abb. 151 Unterbringung
BordwerkzeugA1
A1A2A3A4A5
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Selbsthilfe
246
– Fahren Sie unverzüglich mit maximal 80 km/h weiter, wenn ein Reifenfülldruck von 2,0 bis 2,5 bar erreicht ist.
– Kontrollieren Sie den Reifenfülldruck nach 10 Minuten Fahrt.
ACHTUNG!
•
Das Dichtungsmittel darf auf gar keinen Fall mit Haut oder Augen in
Berührung kommen und schon gar nicht verschluckt werden – Verletzungs-
gefahr!
•
Halten Sie das Dichtungsmittel von Kindern fern!
Rad wechseln Vorbereitung
Vor dem Radwechsel muss das Fahrzeug korrekt abgestellt
werden.– Stellen Sie das Fahrzeug bei einer Reifenpanne möglichst weit vom fließenden Verkehr an einer waagerechten Stelle ab.
– Schalten Sie den Motor aus und die Warnblinkanlage ein.
– Ziehen Sie die Handbremse fest an und legen Sie einen Gang ein bzw. bringen Sie den Wählhebel in Stellung P.
– Blockieren Sie das gegenüberliegende Rad mit einem Stein oder dergleichen. – Bei Anhängerbetrieb: Kuppeln Sie den Anhänger von Ihrem Fahr-
zeug ab.
– Nehmen Sie das Reserverad und das Bordwerkzeug aus dem Gepäckraum.
– Lassen Sie alle Mitfahrer aussteigen. Sie sollen sich außerhalb des Gefahrenbereiches aufhalten (z.B. hinter einer Leitplanke).
ACHTUNG!
•
Bei einer Reifenpanne das Fahrzeug möglichst weit vom fließenden
Verkehr abstellen. Schalten Sie die Warnblinkanlage ein und stellen Sie
das Warndreieck auf. Hierbei sind die gesetzlichen Bestimmungen zu
beachten.
•
Lassen Sie alle Mitfahrer aussteigen.
•
Handbremse betätigen, Gang einlegen bzw. Wählhebel in Stellung P
bringen und gegenüberliegendes Rad durch einen Stein oder dergleichen
blockieren.
•
Bei Anhängerbetrieb muss vor dem Radwechsel der Anhänger abge-
kuppelt werden.
•
Verwenden Sie nur Wagenheber, die von SEAT für Ihr Fahrzeug freige-
geben sind.
•
Andere Wagenheber, auch die für andere SEAT-Modelle, dürfen Sie
nicht verwenden. Der Wagenheber könnte abrutschen – Verletzungsge-
fahr!
•
Starten Sie niemals den Motor, wenn das Fahrzeug vom Wagenheber
angehoben ist. Es besteht Unfallgefahr!
•
Niemals mit einem Körperteil (z.B. Arm oder Bein) sich unter das Fahr-
zeug begeben, das nur vom Bord-Wagenheber angehoben ist. Verletzungs-
gefahr!
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Selbsthilfe
248Radschrauben lockern
Zum Lockern der Anti-Diebstahl-Schrauben benötigt man
einen speziellen Adapter, der sich beim Bordwerkzeug
befindet.
Radschrauben lockern
–Schieben Sie den Radschlüssel bis zum Anschlag auf die
Radschraube ⇒Abb. 158 .
– Fassen Sie am Radschlüsselende an, und drehen Sie die Radschraube etwa eine Umdrehung nach links ⇒.
Anti-Diebstahl-Radschrauben lockern
– Nehmen Sie den Adapter für die Anti-Diebstahl-Radschrauben
45)
aus dem Bordwerkzeug.
–Schieben Sie den Adapter
45)
bis zum Anschlag in die Anti-Dieb-
stahl-Radschraube ⇒Abb. 159.
– Schieben Sie den Radschlüssel bis zum Anschlag auf den Adapter.
– Fassen Sie am Radschlüsselende an, und drehen Sie die Radschraube etwa eine Umdrehung nach links ⇒.
Radschrauben lockern
Lässt sich die Schraube nicht lockern, können Sie vorsichtig mit dem Fuß auf
das Ende des Radschlüssels drücken. Halten Sie sich dabei am Fahrzeug fest
und achten Sie auf einen sicheren Stand.
ACHTUNG!
•
Lockern Sie die Radschrauben nur etwa eine Umdrehung, solange das
Fahrzeug nicht mit dem Wagenheber angehoben ist.
Abb. 158 Radwechsel:
Radschrauben lockernAbb. 159 Radwechsel:
Anti-Diebstahl-
Radschraube und Adapter
45)Sonderausstattung
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