lock Seat Alhambra 2011 Betriebsanleitung (in German)
[x] Cancel search | Manufacturer: SEAT, Model Year: 2011, Model line: Alhambra, Model: Seat Alhambra 2011Pages: 398, PDF-Größe: 8.03 MB
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Sicher fahren ACHTUNG (Fortsetzung)
● Alle Gegenstände müssen vom Sitzpolster des Beifahrersitzes ge-
nommen w er
den, wenn die Beifahrersitzlehne vorgeklappt wird. Selbst
leichte und kleine Gegenstände können durch die vorgeklappte Beifahrer-
lehne in die Gewichtserkennungsmatte unter dem Sitzpolster gedrückt
werden und dadurch falsche Informationen an die Airbagsteuergeräte
übermitteln.
● Solange die Beifahrersitzlehne vorgeklappt ist, muss der Frontairbag
abge
schaltet sein und die Kontrollleuchte PASSENGER AIR BAG OFF
leuchten.
● Verstaute Gegenstände dürfen niemals dazu führen, dass Insassen ei-
ne fal
sche Sitzposition einnehmen.
● Wenn verstaute Gegenstände einen Sitzplatz blockieren, dann darf
dieser Sitz
platz niemals von einer Person eingenommen und benutzt
werden. ACHTUNG
Das Fahrverhalten sowie die Bremswirkung verändern sich erheblich
beim T r
ansport von großflächigen und schweren Gegenständen.
● Geschwindigkeit und Fahrweise den Sicht-, Wetter-, Fahrbahn- und
Verkehr
sverhältnissen anpassen.
● Besonders vorsichtig und behutsam Gas geben.
● Plötzliche Brems- und Fahrmanöver vermeiden.
● Früher als gewöhnlich bremsen. Gepäckstücke verstauen Alle Gepäckstücke im Fahrzeug sicher verstauen
●
Lasten im Fahrzeug, auf dem Dach und auf dem Anhänger so gleichmä-
ßig wie möglic h
verteilen.
● Schwere Gegenstände so weit wie möglich im Gepäckraum nach vorn le-
gen und Rüc
ksitzlehne in aufrechter Position sicher einrasten.
● Gepäckstücke im Gepäckraum mit geeigneten Spannbändern an den
Verz
urrösen befestigen ⇒ Seite 132.
● Leuchtweite der Scheinwerfer anpassen ⇒ Seite 101.
● Reif
enfülldruck der Beladung entsprechend anpassen. Reifenfülldruck-
Aufkle
ber beachten ⇒ Seite 305.
● Bei Fahrzeugen mit Reifenkontrollanzeige ggf. den neuen Beladungszu-
stand ein
stellen ⇒ Seite 230. VORSICHT
Die Heizfäden in der Heckscheibe können durch scheuernde Gegenstände
auf der Ab l
agefläche zerstört werden. Hinweis
Informationen zum Beladen eines Anhängers ⇒ Seit e 242 u
nd eines Dach-
gepäckträgers ⇒ Seite 146 beachten.
Mit geöffneter Heckklappe fahren Das Fahren mit geöffneter Heckklappe stellt eine besondere Gefahr dar. Alle
Geg
en
stände und die offene Heckklappe ordnungsgemäß sichern und ge-
eignete Maßnahmen treffen, um das Eindringen von giftigen Abgasen zu re-
duzieren.
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Sicherheitsgurte Hinweis
Personen, die aufgrund ihrer körperlichen Gegebenheiten den optimalen
Gurt b
andverlauf nicht erreichen können, sollten sich bei einem Fachbetrieb
über mögliche Sondereinbauten informieren, um die optimale Schutzwir-
kung des Sicherheitsgurts und der Airbags zu erlangen. SEAT empfiehlt da-
für einen SEAT-Betrieb.
Gurthöheneinstellung Abb. 15 Neben den Vor-
ders
itz
en: Gurthöhenein-
stellung.
Mithilfe der Gurthöheneinstellung für die Vordersitze und ggf. für die äuße-
ren Rück
sitze der zweiten Sitzreihe kann der Verlauf der Sicherheitsgurte im
Bereich der Schulter körpergerecht angepasst werden, damit er richtig an-
gelegt werden kann:
● Umlenkbeschlag in Richtung der Pfeile zusammendrücken und halten
⇒ Abb. 15.
● Um
lenkbeschlag nach oben bzw. unten schieben, bis der Sicherheits-
gurt über die
Schultermitte verläuft ⇒ Seite 25, Gurtbandverlauf. ●
Umlenkbeschlag loslassen.
● Dur
ch ruckartiges Ziehen am Sicherheitsgurt prüfen, ob der Umlenkbe-
sch
lag eingerastet ist. ACHTUNG
Niemals die Gurthöhe während der Fahrt einstellen.
Gurtstraffer Gurt aufr
ollautomat, Gurtstraffer, Gurtkraftbegrenzer Die Sicherheitsgurte im Fahrzeug sind Teil des Fahrzeug-Sicherheitskon-
zepts
⇒
Seite 32 und bestehen aus folgenden wichtigen Funktionen:
Gurtaufrollautomat
Jeder Sicherheitsgurt ist mit einem Gurtaufrollautomaten am Schultergurt-
teil ausgestattet. Bei langsamem Zug am Sicherheitsgurt oder bei normaler
Fahrt wird am Schultergurt volle Bewegungsfreiheit gewährleistet. Beim
schnellen Herausziehen des Sicherheitsgurtes, plötzlichen Bremsen, bei ei-
ner Bergfahrt, in Kurven und beim Beschleunigen blockiert der Gurtaufroll-
automat den Sicherheitsgurt jedoch.
Gurtstraffer
Die Sicherheitsgurte für die Insassen auf den Vordersitzen und ggf. den äu-
ßeren Sitzplätzen der zweiten Sitzreihe sind mit Gurtstraffern ausgestattet.
Gurtstraffer werden bei Frontal-, Seiten- und Heckkollisionen mit höherer
Unfallschwere durch Sensoren aktiviert und straffen die Sicherheitsgurte
entgegen der Auszugsrichtung. Ein lockerer Sicherheitsgurt wird eingezo-
gen und dadurch kann die Vorwärtsbewegung der Insassen bzw. die Bewe-
gung der Insassen in Stoßrichtung reduzieren. Der Gurtstraffer arbeitet mit Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten
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Cockpit Menü Licht &
Sic
ht Funktion
Werkseinstell. Alle Einstellungen im Untermenü Licht
& Sicht werden auf
die Werkseinstellungen zurückgesetzt. zurück Die Anzeige wechselt zurück in das Menü
Einst
ellungen.
Persönliche Komforteinstellung Wenn zwei Personen ein Fahrzeug nutzen, empfiehlt SEAT, dass jede Person
st
ets
„ihren“ Fahrzeugschlüssel verwendet. Beim Ausschalten der Zündung
bzw. beim Verriegeln des Fahrzeugs werden persönliche Komforteinstellun-
gen automatisch gespeichert und dem Fahrzeugschlüssel zugeordnet
⇒ Seite 65.
Die Werte der persönlichen Komforteinstellungen folgender Menüpunkte
werden dem Fahrzeugschlüssel zugeordnet: ■ Menü Standheizung
■ Menü Einstellungen
■ Stunde
■ Einstellungen: Sprache
■ Stück
■ Menü Einstellungen – Komfort
■ Türöffnung (Einzeltüröffnung, Auto Lock)
■ Komfortbedienung der Fenster
■ Spiegelabsenkung
■ Menü Einstellungen Licht & Sicht
■ Coming home und Leaving home
■ Fussraumlicht
■ Komfortblinken Die gespeicherten Einstellungen werden spätestens beim Einschalten der
Zündung aut
omatisch wieder aufgerufen. Siehe auch Informationen und
Hinweise zum Memorysitz ⇒ Seite 123. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten
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113
Licht und Sicht
Scheibenwischerfunktionen Verhalten des Scheibenwischers in unterschiedlichen Situationen:
Bei Fahrzeugstillstand: Die eingeschaltete Wischerstufe schaltet vo-
rüberg
ehend auf
die nächste Stufe herunter.Während der Wisch-Wasch-
Autom
atik: Die Klimaanlage schaltet für etwa 30 Sekun-
den auf Um
luf
tbetrieb, um Gerüche des
Scheibenwaschwassers im Fahrzeuginnen-
raum zu vermeiden. Beim Intervall-Wischen: Die Intervalle steuern geschwindigkeitsab-
hängig. Je höher die Ge
s
chwindigkeit ist,
desto kürzer ist das Intervall. Beheizbare Scheibenwaschdüsen
Die Beheiz
u
ng taut nur eingefrorene Scheibenwaschdüsen auf, nicht jedoch
die Wasser führenden Schläuche. Die beheizbaren Scheibenwaschdüsen re-
geln ihre Heizleistung automatisch beim Einschalten der Zündung abhängig
von der Umgebungstemperatur.
Scheinwerferreinigungsanlage
Die Scheinwerferreinigungsanlage reinigt die Scheinwerfergläser.
Nach dem Einschalten der Zündung werden beim ersten und dann bei je-
dem fünften Betätigen der Scheibenwaschanlage für die Frontscheibe auch
die Scheinwerfer gewaschen. Dazu muss der Scheibenwischerhebel bei ein-
geschaltetem Abblend- oder Fernlicht zum Lenkrad gezogen werden. In re-
gelmäßigen Abständen, zum Beispiel beim Tanken, hartnäckig festsitzen-
den Schmutz von den Scheinwerfergläsern entfernen, wie z. B. Insektenres-
te.
Um die Funktion der Scheinwerferreinigungsanlage auch im Winter sicher-
zustellen, die Waschdüsenhalterungen im Stoßfänger vor der Benutzung
von Schnee befreien. Eis ggf. mit einem Enteisungsspray entfernen. Hinweis
Bei einem Hindernis auf der Windschutzscheibe versucht der Wischer, die-
ses Hinderni
s wegzuschieben. Wenn das Hindernis weiterhin den Wischer
blockiert, bleibt der Wischer stehen. Hindernis entfernen und Wischer er-
neut einschalten.
Servicestellung der Frontscheibenwischer Abb. 68 Scheibenwi-
sc
her in
Servicestellung.
In der Servicestellung können die Scheibenwischerarme von der Frontschei-
be abgek
lappt werden ⇒ Abb. 68. Um die Scheibenwischer in die Service-
stellung zu bringen, folgendes durchführen:
● Motorraumklappe muss geschlossen sein ⇒ Seite 286.
● Zündun
g ein- und wieder ausschalten.
● Scheibenwischerhebel kurz nach unten drücken ⇒ Abb. 66 4 .
Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten
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Licht und Sicht ACHTUNG
Niemals Kühlerfrostschutz oder ähnliche ungeeignete Zusätze in das
Scheiben w
aschwasser mischen. Dadurch kann sonst ein öliger Film auf
der Fensterscheibe entstehen, der die Sicht erheblich beeinträchtigt.
● Sauberes, klares Wasser mit einem von SEAT empfohlenen Scheiben-
reiniger
verwenden.
● Dem Scheibenwaschwasser gegebenenfalls geeignetes Frostschutz-
mittel beimi
schen. VORSICHT
● Niemals die von SEAT empfohlenen Reinigungsmittel mit anderen Reini-
gu n
gsmitteln vermischen. Es kann sonst zu einer Ausflockung der Bestand-
teile und damit zur Verstopfung der Scheibenwaschdüsen kommen.
● Beim Nachfüllen Betriebsflüssigkeiten auf keinen Fall verwechseln. An-
dernfall
s können schwerwiegende Funktionsmängel oder ein Motorschaden
die Folge sein!
Spiegel Einleit
ung Ergänzende Informationen und Warnhinweise:
●
Persönliche Komforteinstellung im SEAT Fahrerinformationssystem
⇒ Seite 65
● Memor
ysitz ⇒ Seite 123
● Sch
alten ⇒ Seite 183
● Bremsen, anh
alten und parken ⇒ Seite 192 ACHTUNG
Automatisch abblendende Spiegel enthalten eine Elektrolytflüssigkeit,
die bei z erbr
ochenem Spiegelglas austreten kann. Diese Flüssigkeit kann
Haut, Augen und Atmungsorgane reizen.
● Die auslaufende Elektrolytflüssigkeit kann Haut, Augen und Atmungs-
organe r
eizen, vor allem bei Personen mit Asthma oder ähnlichen Krank-
heiten. Sofort für genügend Frischluft sorgen und aus dem Fahrzeug stei-
gen oder, falls es nicht möglich ist, alle Fenster und Türen öffnen.
● Bei Augen- und Hautkontakt mit der Elektrolytflüssigkeit sofort min-
dest
ens 15 Minuten lang mit viel Wasser abwaschen und einen Arzt auf-
suchen.
● Bei Kontakt von Schuhen und Kleidung mit der Elektrolytflüssigkeit
sofort
mindestens 15 Minuten lang mit viel Wasser abwaschen. Vor Wie-
derbenutzung die Schuhe und Kleidung gründlich reinigen.
● Bei Verschlucken der Elektrolytflüssigkeit sofort mindestens 15 Minu-
ten lan
g den Mund mit viel Wasser spülen. Kein Erbrechen herbeiführen,
solange es nichtärztlich angeordnet wird. Sofort medizinische Hilfe in
Anspruch nehmen. VORSICHT
Bei automatisch abblendenden Spiegeln kann aus einem zerbrochenen
Spie g
elglas Elektrolytflüssigkeit austreten. Diese Flüssigkeit greift Kunst-
stoffoberflächen an. Flüssigkeit schnellstmöglich entfernen, z. B. mit einem
nassen Schwamm.
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Sitze und Ablage
Netztrennwand hinter den Vordersitzen einbauen
● Netztrennwand in der vorderen linken Aufnahme im Dach einhängen C .
Darauf ac
hten, dass die Querstange über die obere Position hinaus nach
unten gezogen wird.
● Netztrennwand in der vorderen rechten Aufnahme im Dach durch Zu-
sammendrück
en der Querstange einhängen.
● Beide Haltehaken der Netztrennwand in die Verzurrösen links und rechts
im Fußraum der
zweiten Sitzreihe einhängen und die Gurte fest spannen.
Netztrennwand ausbauen
● Gurte der Netztrennwand lockern.
● Haltehaken der Netztrennwand an den Verzurrösen B aushaken.
● Netztrennwand an der rechten Aufnahme im Dach A bzw.
C durch Zu-
sammendrüc k
en der Querstange aushängen.
● Netztrennwand an der linken Aufnahme im Dach aushängen.
Netztrenn
wand einklappen
● Entriegelungsknopf ⇒ Abb. 93 2 drücken und Querstange
A bei ge-
drückt em Entrie
gelungsknopf in Pfeilrichtung einklappen.
● Entriegelungsknopf 3 drücken und Querstange
B bei gedrücktem Ent-
rieg elu
ngsknopf in Pfeilrichtung einklappen.
● Netztrennwand im Fahrzeug sicher verstauen. ACHTUNG
Lose Gegenstände können bei einem plötzlichen Fahr- oder Bremsmanö-
ver so w
ie bei einem Unfall durch den Fahrzeuginnenraum fliegen und
schwere Verletzungen verursachen.
● Prüfen, ob die Querstangen richtig eingerastet sind.
● Auch wenn die Netztrennwand richtig eingebaut ist, sind Gegenstän-
de zu s
ichern.
● Wenn das Fahrzeug in Bewegung ist, dürfen sich keine Personen hin-
ter der eing
ebauten Netztrennwand aufhalten. Verzurrösen*
Abb. 95 Im Gepäckraum:
Ver
z
urrösen.
Im vorderen und hinteren Bereich des Gepäckraums befinden sich Verzurrö-
sen zum B
efestigen von Gepäckstücken ⇒ Abb. 95 (Pfeile). Bei einigen Aus-
führungen befinden sich die hinteren Verzurrösen ganz hinten im Bereich
des Schlossträgers.
Weitere Verzurrösen können sich links und rechts im Fußraum der zweiten
Sitzreihe befinden.
Einige Verzurrösen müssen zum Benutzen herausgeklappt werden. ACHTUNG
Ungeeignete oder beschädigte Spannbänder können bei einem Brems-
manöv er oder Unf
all reißen. Dadurch können Gegenstände durch den In-
nenraum fliegen und schwere oder tödliche Verletzungen verursachen.
● Immer geeignete und unbeschädigte Verzurrleinen oder Spannbänder
verw
enden.
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Klima Menüeinträge Beschreibung
Betriebsart Einstellen, ob der Fahrzeuginnenraum beim Einschal-
ten der
St
andheizung heizen oder lüften soll. Tag Den aktuellen Wochentag einstellen.
Werkseinstell. Die Funktionen in diesem Menü auf die Werkseinstel-
lun
g
en zurücksetzen. zurück Sprung zurück in das Hauptmenü.
Programmierung prüfen
Wenn eine
V
orwahlzeit aktiviert ist, leuchtet die Kontrollleuchte in der
Sofortheiztaste nach dem Ausschalten der Zündung für etwa zehn Se-
ku nden auf
. ACHTUNG
Niemals so programmieren, dass sich die Standheizung in unbelüfteten
oder ge s
chlossenen Räumen einschaltet und läuft. Abgase der Standhei-
zung enthalten unter anderem das geruch- und farblose giftige Gas Koh-
lenmonoxid. Kohlenmonoxid kann zur Bewusstlosigkeit und zum Tod füh-
ren.
Betriebshinweise Die Abgasanlage der Standheizung, die sich unter dem Fahrzeug befindet,
dar
f
nicht durch Schnee, Matsch oder andere Gegenstände blockiert oder
verstopft sein. Die Abgase müssen ungehindert austreten können. Die bei
eingeschalteter Standheizung entstehenden Abgase entweichen durch ein
Abgasrohr an der Fahrzeugunterseite.
Beim Aufheizen des Fahrzeuginnenraums wird die warme Luft in Abhängig-
keit von der Umgebungstemperatur erst auf die Frontscheibe, danach über
die Luftaustrittsdüse in den Fahrzeuginnenraum gelenkt. Durch das Einstel- len der Luftaustrittsdüsen, z. B. in Richtung der Seitenfenster, kann Einfluss
auf die Luf
tverteilung genommen werden.
Die Temperatur, mit der die Standheizung den Fahrzeuginnenraum aufheizt,
kann abhängig von der Umgebungstemperatur etwas höher sein, wenn vor
dem Einschalten der Standheizung der Temperaturregler der Heizungs- oder
Klimaanlage auf höchster Stufe stand.
Je nach Motorisierung kann bei Fahrzeugen mit Standheizung eine zweite
Fahrzeugbatterie im Gepäckraum eingebaut sein, die die Standheizung mit
Strom versorgt.
Wann wird die Standheizung nicht eingeschaltet?
● Die Standheizung benötigt etwa so viel Strom wie das Abblendlicht.
Wenn der Ladez
ustand der Fahrzeugbatterie zu stark abgesunken ist, schal-
tet sich die Standheizung automatisch aus oder lässt sich gar nicht erst ein-
schalten. Dadurch werden Probleme beim Motorstart vermieden.
● Die Aktivierung gilt immer nur für einen Heizvorgang. Die Vorwahlzeit
muss
für jeden Start neu aktiviert werden. Hinweis
● Bei eingeschalteter Standheizung sind Betriebsgeräusche zu hören.
● Bei hoher Außen
luftfeuchtigkeit und niedrigen Umgebungstemperatu-
ren kann K
ondenswasser aus der Heizungsanlage durch die laufende
Standheizung verdampft werden. In diesem Fall kann Wasserdampf unter
dem Fahrzeug austreten. Es handelt sich dabei nicht um eine Beschädigung
des Fahrzeugs.
● Wenn die Standheizung über einen längeren Zeitraum mehrmals läuft,
entlädt sic
h die Fahrzeugbatterie. Um die Fahrzeugbatterie wieder aufzula-
den, zwischendurch das Fahrzeug ausreichend lange fahren. Grundsätzlich
gilt: so lange fahren wie die Standheizung in Betrieb war. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten
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192
Fahren
Bremsen, anhalten und parken
Einl eit
ung Die bremsunterstützenden Systeme
sind d
as Antiblockiersystem (ABS), der
Bremsassistent (BAS), die elektronische Differenzialsperre (EDS), die An-
triebsschlupfregelung ASR (TCS) und das elektronische Stabilisierungspro-
gramm ESC (ESP).
Ergänzende Informationen und Warnhinweise:
● Anhängerbetrieb ⇒ Seite 242
● Anfahr
assistenzsysteme ⇒ Seite 203
● Räder und R
eifen ⇒ Seite 305
● Zubehör
, Teileersatz, Reparaturen und Änderungen ⇒ Seite 266ACHTUNG
Das Fahren mit abgenutzten Bremsbelägen oder einer gestörten Brems-
anl ag
e kann Unfälle und schwere Verletzungen verursachen.
● Wenn einzeln oder
zusammen mit einer Textmeldung im Display
des Kombiinstruments aufleuchtet, sofort einen Fachbetrieb aussuchen
und Bremsbeläge prüfen und abgenutzte Bremsbeläge erneuern lassen. ACHTUNG
Ein unsachgemäßes Parken kann schwere Verletzungen verursachen.
● Niemals den Fahrzeugschlüssel aus dem Zündschloss ziehen, solan-
ge d a
s Fahrzeug in Bewegung ist. Die Lenkungssperre kann einrasten
und das Fahrzeug kann nicht mehr gelenkt oder kontrolliert werden. ACHTUNG (Fortsetzung)
● Niem als das Fahrzeug so abstellen, dass Teile der Abgasanlage mit
l eic
ht entflammbaren Materialien unter dem Fahrzeug in Berührung kom-
men, z. B. Unterholz, Laub, trockenes Gras, verschütteter Kraftstoff usw.
● Immer die elektronische Parkbremse einschalten, wenn das Fahrzeug
abge
stellt oder geparkt wird.
● Niemals Kinder oder hilfsbedürftige Personen im Fahrzeug zurücklas-
sen. Sie könnt
en die elektronische Parkbremse lösen, den Wählhebel
oder Schalthebel betätigen und so das Fahrzeug in Bewegung setzen.
Das kann Unfälle und schwere Verletzungen verursachen.
● Bei jedem Verlassen des Fahrzeugs immer alle Fahrzeugschlüssel mit-
nehmen. Der Motor k
ann gestartet und elektrische Ausstattungen wie die
Fensterheber bedient werden, was zu schweren Verletzungen führen
kann.
● Niemals Kinder oder hilfsbedürftige Personen allein im Fahrzeug zu-
rückl
assen. Diese sind in einem Notfall nicht in der Lage, das Fahrzeug
selbstständig zu verlassen oder sich selbst zu helfen. So können bei-
spielsweise je nach Jahreszeit in einem geschlossenen Fahrzeug sehr ho-
he oder niedrige Temperaturen entstehen, die vor allem bei Kleinkindern
ernsthafte Verletzungen und Erkrankungen hervorrufen oder zum Tode
führen können. VORSICHT
● Parkplätze mit hochstehenden Bordsteineinfassungen oder festen Be-
gr en
zungen immer vorsichtig befahren. Diese aus dem Boden ragenden Ge-
genstände können beim Ein- und Ausparken den Stoßfänger und andere
Fahrzeugteile beschädigen. Um Schäden zu vermeiden, anhalten bevor die
Räder die Begrenzungen oder Bordsteine berühren.
● Vorsichtig über Grundstückseinfahrten, Rampen, Bordsteine und andere
Gegen
stände fahren. Tief liegende Fahrzeugteile wie Stoßfänger, Spoiler
und Teile des Fahrwerks, Motors oder der Abgasanlage können beim Über-
fahren beschädigt werden.
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194
Fahren ACHTUNG
Das Missachten aufleuchtender Warnleuchten und Textmeldungen kann
zum Lie g
enbleiben im Straßenverkehr, zu Unfällen und schweren Verlet-
zungen führen.
● Niemals aufleuchtende Warnleuchten und Textmeldungen missach-
ten.
● Fahr
zeug anhalten, sobald es möglich und sicher ist. ACHTUNG
Das Fahren mit schlechten Bremsen kann Unfälle und schwere Verletzun-
gen v
erursachen.
● Wenn die Bremsanlagen-Warnleuchte nicht
verlischt oder während
der Fahrt aufleuchten sollte, ist entweder der Bremsflüssigkeitsstand im
Vorratsbehälter zu niedrig oder es liegt eine Störung in der Bremsanlage
vor. Umgehend anhalten und fachmännische Hilfe in Anspruch nehmen
⇒ Seite 201, Bremsflüssigkeit.
● Wenn die Bremsanlagen-Warnleuchte zu
sammen mit der ABS-Kon-
trollleuchte aufleuchtet, kann die Regelfunktion des ABS ausgefallen
sein. Dadurch können die Hinterräder beim Bremsen relativ schnell blo-
ckieren. Blockierende Hinterräder können zum Verlust der Fahrzeugkon-
trolle führen! Wenn es möglich ist, die Geschwindigkeit reduzieren und
vorsichtig mit geringer Geschwindigkeit bis zum nächsten Fachbetrieb
fahren, um die Bremsanlage überprüfen zu lassen. Auf dem Weg dorthin
plötzliche Brems- und Fahrmanöver vermeiden.
● Wenn die ABS-Kontrollleuchte nicht au
sgeht oder während der
Fahrt angehet, funktioniert das ABS nicht richtig. Das Fahrzeug kann nur
mit den normalen Bremsen angehalten werden (ohne ABS). Der Schutz,
den ABS bietet, ist dann nicht vorhanden. So schnell wie möglich einen
Fachbetrieb aufsuchen.
● Wenn einzeln oder
zusammen mit einer Textmeldung im Display
des Kombiinstruments aufleuchtet, sofort einen Fachbetrieb aussuchen
und Bremsbeläge prüfen oder abgenutzte Bremsbeläge erneuern lassen. VORSICHT
Das Missachten aufleuchtender Kontrollleuchten und Textmeldungen kann
zu F ahr
zeugbeschädigungen führen.
Elektronische Parkbremse Abb. 135 Ansicht der
Mittelk
on
sole: Taste für
die elektronische Park-
bremse.
Elektronische Parkbremse einschalten
Das Ein
schalten der elektronischen Parkbremse ist bei Fahrzeugstillstand
jederzeit möglich – auch bei ausgeschalteter Zündung. Parkbremse immer
einschalten, wenn das Fahrzeug verlassen oder geparkt wird.
● Taste so lange ziehen, bis die Kontrollleuchte
in der T
a
ste auf-
leuchtet.
● Die Parkbremse ist eingeschaltet, wenn die Kontrollleuchte
im Kombi-
in
strument leuchtet ⇒ Seite 193.
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199
Fahren
Drücken der ASR (TCS)-Taste ausgeschaltet werden ⇒ Abb. 136. Dar auf ach-
ten, dass das ASR (TCS) immer wieder eingeschaltet wird, wenn der Vortrieb
wieder vorhanden ist.
Antiblockiersystem (ABS)
Das ABS kann ein Blockieren der Räder beim Bremsen bis kurz vor Fahr-
zeugstillstand verhindern und unterstützt den Fahrer das Fahrzeug zu len-
ken und die Kontrolle zu behalten. Das bedeutet, dass das Fahrzeug auch
bei einer Vollbremsung weniger dazu neigt zu schleudern:
● Das Bremspedal kräftig treten und halten. Den Fuß nicht vom Bremspe-
dal nehmen oder die Kr
aft auf das Bremspedal reduzieren!
● Nicht das Bremspedal „pumpen“ oder den Druck auf das Bremspedal
verring
ern!
● Fahrzeug lenken, während das Bremspedal kräftig getreten wird.
● Beim Loslassen des Bremspedals oder beim Reduzieren der Kraft auf
das
Bremspedal schaltet sich das ABS ab.
Der Regelvorgang des ABS macht sich durch eine pulsierende Bewegung
des Bremspedals sowie Geräusche bemerkbar. Es darf nicht erwartet wer-
den, dass das ABS unter allen Umständen den Bremsweg verkürzt. Der
Bremsweg kann auf Kies oder bei Neuschnee auf eisigem oder rutschigem
Untergrund sogar länger werden.
Bei losem Untergrund wird bei Vorwärtsfahrt automatisch ein speziell auf
Gelände abgestimmtes ABS aktiviert. Hierbei können die Vorderräder kurz-
zeitig blockieren. Damit wird im Gelände der Bremsweg verkürzt , weil sich
die Räder in den losen Untergrund eingraben. Diese Abstimmung steht nur
bei Geradeausfahrt zur Verfügung. Wenn die Vorderräder eingeschlagen
sind, ist das normale ABS in Funktion.
Bremsassistent (BAS)
Der Bremsassistent kann helfen, den Bremsweg zu reduzieren. Der Brems-
assistent verstärkt die Bremskraft, wenn der Fahrer in Notbremssituationen
das Bremspedal schnell tritt. In folge dessen wird sehr schnell der volle
Bremsdruck aufgebaut, die Bremskraft verstärkt und der Bremsweg ver-
kürzt. Dadurch wird das ABS schneller und effektiver aktiviert. ¡Nicht den Druck auf das Bremspedal verringern! Beim Loslassen des
Brems
pedals oder beim Reduzieren der Kraft auf das Bremspedal schaltet
der Bremsassistent die Bremskraftverstärkung von selbst aus.
Antriebsschlupfregelung ASR (TCS)
Die ASR (TCS) verringert die Antriebskraft des Motors bei durchdrehenden
Rädern und passt die Antriebskraft den Fahrbahnverhältnissen an. Durch
die ASR (TCS) wird selbst bei ungünstigen Fahrbahnverhältnissen das An-
fahren, Beschleunigen und Bergauffahren erleichtert.
Die ASR (TCS) kann manuell ein- oder ausgeschaltet werden ⇒ Seite 200.
Elektronische Differenzialsperre (EDS)
Die EDS steht bei normalen Geradeausfahrten zu Verfügung. EDS bremst ein
durchdrehendes Rad ab und überträgt die Antriebskraft auf die anderen An-
triebsräder. Damit die Scheibenbremse des abgebremsten Rads nicht über-
hitzt, schaltet sich die EDS bei ungewöhnlich starker Beanspruchung auto-
matisch aus. Sobald die Bremse abgekühlt ist, schaltet sich die EDS auto-
matisch wieder ein. ACHTUNG
Schnelles Fahren auf eisigen, rutschigen oder nassen Straßen kann zum
Verlu s
t der Fahrzeugkontrolle und schwere Verletzungen des Fahrers und
der Mitfahrer führen.
● Geschwindigkeit und Fahrweise den Sicht-, Wetter-, Fahrbahn- und
Verkehr
sverhältnissen anpassen. Das erhöhte Sicherheitsangebot durch
die bremsunterstützenden Systeme ABS, BAS, EDS, ASR (TCS) und ESC
(ESP) darf nicht dazu verleiten, ein Sicherheitsrisiko einzugehen.
● Bremsunterstützende Systeme können die physikalisch vorgegebe-
nen Grenz
en nicht überwinden. Rutschige und nasse Straßen bleiben
auch mit ESC (ESP) und den anderen Systemen sehr gefährlich. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten