ABS Seat Exeo 2013 Betriebsanleitung (in German)
[x] Cancel search | Manufacturer: SEAT, Model Year: 2013, Model line: Exeo, Model: Seat Exeo 2013Pages: 333, PDF-Größe: 4.88 MB
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Prüfen und Nachfüllen
Bremsflüssigkeit
Bremsflüssigkeitsstand prüfen
Der Stand der Bremsflüssigkeit kann durch einen kurzen
Blick geprüft werden.
Abb. 176 Motorraum:
Markierungen am Brems-
flüssigkeitsbehälter
Der Bremsflüssigkeitsstand muss zwischen den Markierungen „Min“ und
„Max“ liegen ⇒ Abb. 176.
Ein geringfügiges Absinken des Flüssigkeitsstandes entsteht im Fahrbetrieb
durch die Abnutzung und automatische Nachstellung der Bremsbeläge und
ist deshalb normal.
Sinkt der Flüssigkeitsstand jedoch innerhalb kurzer Zeit deutlich ab oder
sinkt er unter die Markierung „Min“, so kann die Bremsanlage undicht ge-
worden sein. Ist der Bremsflüssigkeitsstand zu niedrig, wird das auch durch
das Aufleuchten der Bremskontrollleuchte angezeigt ⇒ Seite 73 und
⇒ Sei-
te 81. In diesem Fall sollten Sie sofort einen Fachbetrieb aufsuchen und die
Bremsanlage überprüfen lassen. Bremsflüssigkeit nachfüllen und erneuern
Das Erneuern der Bremsflüssigkeit ist eine Sache des Fach-
manns.
Bremsflüssigkeit zieht Feuchtigkeit an. Sie nimmt deshalb im Lauf der Zeit
Wasser aus der umgebenden Luft auf. Ein zu hoher Wassergehalt der Flüs-
sigkeit kann aber auf Dauer Korrosionsschäden in der Bremsanlage verursa-
chen. Außerdem wird der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit erheblich ge-
senkt. Dadurch wird unter bestimmten Bedingungen die Bremswirkung be-
einträchtigt.
Deshalb muss die Bremsflüssigkeit erneuert werden.
Wann die Bremsflüssigkeit erneuert werden muss, entnehmen Sie Ihrem
Service-Plan.
Wir empfehlen Ihnen, das Erneuern der Bremsflüssigkeit im Rahmen eines
Inspektions-Service, in einem SEAT-Betrieb durchführen zu lassen. Dieser ist
mit den erforderlichen Spezialwerkzeugen und Ersatzteilen ausgerüstet, hat
die nötigen Fachkenntnisse und ist auf die Entsorgung der Altflüssigkeit
vorbereitet.
Immer darauf achten, dass die richtige Bremsflüssigkeit benutzt wird. Aus-
schließlich Bremsflüssigkeit nach der VW-Norm 501 14 verwenden.
Die Bremsflüssigkeit nach der VW-Norm 501 14 ist bei einem SEAT-Händler
oder einem SEAT-Betrieb erhältlich. Falls dieses nicht verfügbar ist, nur
hochwertige Bremsflüssigkeit verwenden, das den Anforderungen nach DIN
ISO 4925 CLASS 4 bzw. US-Norm FMVSS 116 DOT 4 entspricht.
Falls eine andere Bremsflüssigkeit oder eine Bremsflüssigkeit mit geringe-
rer Qualität verwendet wird, kann dies die Bremsanlage beeinträchtigen
und die Bremswirkung reduzieren. Die Bremsflüssigkeit nicht verwenden,
wenn auf dem Behälter der Bremsflüssigkeit nicht angegeben wird, dass es
die Norm VW 501 14, DIN ISO 4925 CLASS 4 bzw. die US-Norm FMVSS 116
DOT 4 erfüllt.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
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Räder und Reifen
2. Prüfen Sie den Reifenfülldruck immer an kalten Reifen. Reduzie- ren Sie nicht den bei warmen Reifen erhöhten Druck.
3. Passen Sie den Reifenfülldruck der Beladung entsprechend an.
Reifendruck
Der Reifenfülldruck ist bei hohen Geschwindigkeiten besonders wichtig. Der
Druck sollte deshalb mindestens einmal monatlich und zusätzlich vor jeder
längeren Fahrt überprüft werden.
Der Aufkleber mit den Reifenfülldruckwerten befindet sich auf der Innensei-
te der Tankklappe. Die angegebenen Reifenfülldruckwerte gelten für kalte
Reifen. Bei warmen Reifen erhöhten Reifenfülldruck ⇒
nicht verringern.
ACHTUNG
● Prüfen Sie mindestens einmal im Monat den Reifenfülldruck. Die kor-
rekten Reifenfülldruckwerte sind von großer Bedeutung. Wenn die Reifen-
fülldruckwerte zu niedrig oder zu hoch sind, besteht besonders bei ho-
hen Geschwindigkeiten Unfallgefahr!
● Bei zu geringem Reifenfülldruck kann ein Reifen besonders leicht
platzen – Unfallgefahr!
● Bei hoher Geschwindigkeit ist ein Reifen mit zu niedrigem Fülldruck
einem hohen Maß an Walkarbeit ausgesetzt. Dadurch erwärmt er sich zu
stark, was zur Laufflächenablösung und sogar zum Platzen des Reifens
führen kann. Halten Sie stets die angegebenen Reifenfülldruckwerte ein.
● Zu geringer oder zu hoher Reifenfülldruck verkürzt die Lebensdauer
der Bereifung und verschlechtert das Fahrverhalten des Fahrzeugs – Un-
fallgefahr!
Umwelthinweis
Ein zu geringer Reifenfülldruck erhöht den Kraftstoffverbrauch. Reifenfülldruck-Kontrollsystem*
Das Reifenfülldruckkontrollsystem überwacht während der
Fahrt automatisch den Reifenfülldruck an den vier Reifen.
Der Fahrer wird bei einem Druckverlust durch Symbole und Hinweistexte im
Display des Kombiinstruments gewarnt.
Bitte beachten Sie, dass der Reifenfülldruck auch von der Temperatur des
Reifens abhängig ist. Der Reifenfülldruck erhöht sich um ca. 0,1 bar pro
10 °C erhöhter Reifentemperatur. Während der Fahrt erwärmt sich der Reifen
und der Reifenfülldruck steigt an. Korrigieren Sie den Reifenfülldruck daher
nur in kaltem Zustand, wenn die Temperatur des Reifens in etwa der Umge-
bungstemperatur entspricht.
Damit das Reifenfülldruck-Kontrollsystem einwandfrei funktioniert, sollte
der Reifenfülldruck in regelmäßigen Abständen kontrolliert, ggf. korrigiert
und in richtigem Zustand abgespeichert werden.
Auf der Innenseite der Tankklappe befindet sich ein Aufkleber mit dem emp-
fohlenen Reifenfülldruck.
ACHTUNG
● Ändern Sie den Reifenfülldruck nicht bei warmen Reifen. Dadurch
können die Reifen beschädigt werden, sie könnten sogar platzen. Unfall-
gefahr!
● Bei hohen Dauergeschwindigkeiten muss ein Reifen mit zu geringem
Druck mehr Walkarbeit leisten, wodurch der Reifen erhitzt. Dadurch
könnte sich der Laufstreifen ablösen, und der Reifen könnte platzen. Un-
fallgefahr!
Umwelthinweis
Ein zu geringer Reifenfülldruck erhöht den Kraftstoffverbrauch und den Rei-
fenverschleiß.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
Page 258 of 333

256Räder und Reifen
Hoher Reifenfülldruckverlust
Wenn das Symbol der Reifen angezeigt wird, ist der Reifenfüll-
druck an mindestens einem Reifen zu niedrig.
– Halten Sie das Fahrzeug an.
– Motor abstellen.
– Überprüfen Sie das Rad bzw. die Räder.
– Wechseln Sie ggf. das Rad.
Reifenkontrollanzeige (RKA+)*
Die Reifenkontrollanzeige im Kombiinstrument informiert,
falls der Reifenluftdruck zu niedrig ist.
Abb. 177 Ansicht der
Mittelkonsole: Taste für
die Reifenkontrollanzeige Die Reifenkontrollanzeige vergleicht mit Hilfe der ABS-Sensoren den Abrol-
lumfang und das Spektrumverhalten der einzelnen Räder. Bei Veränderung
des Abrollumfanges oder des Spektrums an einem oder mehreren Rädern
wird dies durch die Reifenkontrollanzeige
angezeigt. Die Störung wird zu-
sätzlich durch einen Warnton signalisiert. Bei Fahrzeugen mit Mitteldisplay
im Kombiinstrument wird außerdem die Position des bewarnten Reifens an-
gegeben, sofern nur ein Reifen betroffen ist.
Abrollumfang und Frequenzverhalten können sich verändern wenn:
● Der Reifendruck zu gering ist.
● Der Reifen Strukturschäden hat.
● Räder gewechselt oder Luftdrücke verändert wurden, ohne das System
zu initialisieren (siehe Reifendruck einstellen).
● Die Räder einer Achse stärker belastet sind (z.B. durch Beladungsände-
rung).
● Die Räder links und rechts für längere Zeit auf unterschiedlichem Unter-
grund fahren.
● Wenn mit Schneeketten gefahren wird.
Reifendruck einstellen (Reifenkontrollanzeige initialisieren)
Nach jedem Vorkommnis in Bezug auf die Reifen Ihres Fahrzeugs - z. B.
nach Änderung des Reifenfülldrucks ⇒ Seite 258 bzw. nach einem Wechsel
oder Tausch der Reifen ⇒ Seite 259 - muss bei abgestelltem Fahrzeug und
bei eingeschalteter Zündung die Taste ⇒ Abb. 177 gedrückt werden. Die
gelbe Kontrollleuchte leuchtet auf; warten Sie 2 Sekunden, ohne dabei
die Taste loszulassen, bis die Kontrollleuchte erlischt und ein akustisches
Warnsignal ertönt. Jetzt können Sie die Taste loslassen.
Bei starker Belastung der Räder (z. B. hohe Zuladung) ist der Reifenfülldruck
auf den empfohlenen Volllast-Reifenfülldruck (siehe Aufkleber an der Innen-
seite der Tankklappe) zu erhöhen und das System anschließend neu zu ini-
tialisieren.
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258Räder und Reifen
Reifenlebensdauer
Die Reifenlebensdauer ist abhängig vom Reifenfülldruck,
der Fahrweise und der korrekten Montage.
Abb. 178 Prinzipdarstel-
lung Reifenprofil: Ver-
schleißanzeiger
Abb. 179 Schema für
das Tauschen der Räder Verschleißanzeiger
Im Profilgrund der Originalbereifung befinden sich quer zur Laufrichtung 1,6
mm hohe „Verschleißanzeiger“ ⇒ Abb. 178. Diese Verschleißanzeiger sind
je nach Fabrikat sechs- bis achtmal in gleichen Abständen auf der Laufflä-
che angeordnet. Markierungen an den Reifenflanken (zum Beispiel die
Buchstaben „TWI“ oder Symbole) kennzeichnen die Lage der Verschleißan-
zeiger. Bei 1,6 mm Restprofil – gemessen in den Profilrillen neben den Ver-
schleißanzeigern – ist die gesetzlich zulässige Mindestprofiltiefe erreicht.
Die Reifen müssen ersetzt werden. In Exportländern können andere Werte
gelten ⇒
.
Reifendruck
Ein zu geringer oder zu hoher Reifenfülldruck verkürzt die Lebensdauer der
Bereifung erheblich und wirkt sich ungünstig auf das Fahrverhalten des
Fahrzeugs aus. Der Reifenfülldruck ist auf dem Aufkleber auf der Innenseite
der Tankklappe angegeben.
Besonders bei hohen Geschwindigkeiten ist der Reifenfülldruck von großer
Bedeutung. Der Druck sollte deshalb mindestens einmal monatlich und zu-
sätzlich vor jeder längeren Fahrt überprüft werden.
Reifenkontrollanzeige (RKA+)*
Die Reifenkontrollanzeige überwacht nur die Reifendrücke, die Sie gespei-
chert haben. Die Reifenkontrollanzeige kann seine Funktion nicht erfüllen,
wenn Sie die Reifendrücke für eine normale Beladung des Fahrzeugs spei-
chern, aber das Fahrzeug mit maximal zulässiger Beladung fahren. Entspre-
chend der Zuladung muss der Reifendruck angepasst und in der Reifenkon-
trollanzeige ⇒ Seite 256 gespeichert werden.
Fahrweise
Schnelles Kurvenfahren, rasantes Beschleunigen und scharfes Bremsen er-
höhen die Abnutzung der Reifen.
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Situationen
Situationen Bordwerkzeug, Reifenreparaturset und
Reserverad
Bordwerkzeug
Sie finden das Bordwerkzeug und den Wagenheber unter
der Ladebodenabdeckung im Gepäckraum.
Abb. 180 Werkzeugbox
und Wagenheber
Das Bordwerkzeug A
und der Wagenheber B ⇒ Abb. 180 befin-
den sich unter der Ladebodenabdeckung im Gepäckraum.
– Heben Sie den Ladeboden durch Ziehen am Kunststoffgriff an.
– Haken Sie den Griff C
an der Gepäckraumdichtung ein. –
Entriegeln Sie die Werkzeugbox durch Hochziehen des Griffs an
der Box.
– Entnehmen Sie das Bordwerkzeug bzw. den Wagenheber.
– Hängen Sie vor dem Schließen der Gepäckraumklappe den La-
deboden wieder ein.
Das Bordwerkzeug besteht aus folgenden Teilen:
● Abziehhaken für Radvollblende* bzw. Radzierkappe
● Radschlüssel
● Abschleppöse.
● Adapter für die Radschraubensicherung*
Bevor Sie den Wagenheber wieder an seinen Platz zurücklegen, drehen Sie
bitte den Wagenheberarm ganz zurück.
Einige der aufgeführten Werkzeuge gehören nur zu bestimmten Modellaus-
führungen bzw. sind Mehrausstattungen.
ACHTUNG
● Der ab Werk mitgelieferte Wagenheber ist nur für Ihren Fahrzeugtyp
vorgesehen. Heben Sie auf gar keinen Fall damit schwerere Fahrzeuge
oder andere Lasten an - Verletzungsgefahr!
● Starten Sie niemals den Motor, wenn das Fahrzeug vom Wagenheber
angehoben ist. Andernfalls besteht Unfallgefahr!
● Wenn Arbeiten unter dem Fahrzeug ausgeführt werden müssen, muss
das Fahrzeug mit geeigneten Unterstellböcken abgestützt werden. Ande-
renfalls besteht Verletzungsgefahr!
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
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267
Situationen
Ihr Fahrzeug kann werkseitig mit einem Reserve-Stahlrad ausgestattet sein.
Das Reserverads entspricht aufgrund seiner Auslegung (Felgen-/Reifendi-
mensionen, Gummimischung, Profil usw.) in der Regel nicht den Leistungs-
merkmalen der Fahrbereifung. Deshalb müssen Sie folgende Einschränkun-
gen beachten:
● Das Reserve-Stahlrad ist nur für Ihren Fahrzeugtyp zugelassen. Es darf
nur an Ihrem Fahrzeug montiert werden.
● Bei montiertem Reserve-Stahlrad hat Ihr Fahrzeug veränderte Fahreigen-
schaften ⇒
.
● Das Rad ist nur für einen vorübergehenden, kurzfristigen Einsatz nach
einer Reifenpanne bestimmt. Ersetzen Sie es so bald wie möglich durch ein
Normalrad in Fahrbereifung.
● Bei Dimensionsunterschieden zur Fahrbereifung können u. U. die vor-
handenen Schneeketten nicht am Stahl-Reserverad montiert werden.
ACHTUNG
● Nach der Montage des Reserve-Stahlrads muss der Reifenfülldruck so
schnell wie möglich geprüft werden. Der Reifenfülldruck muss an die Be-
ladung des Fahrzeugs angepasst werden (anhand der Reifenfülldruckta-
belle überprüfen). Andernfalls besteht Unfallgefahr. Verwenden Sie den
höchsten Fülldruck, der in der Tabelle angegeben ist.
● Fahren Sie nicht schneller als 80 km/h - Unfallgefahr!
● Vermeiden Sie Vollgasbeschleunigungen, starkes Bremsen und rasan-
te Kurvenfahrten - Unfallgefahr!
Radwechsel
Vorarbeiten
Vor dem eigentlichen Radwechsel sind einige Vorarbeiten
durchzuführen. – Stellen Sie das Fahrzeug bei einer Reifenpanne möglichst weit
vom fließenden Verkehr ab. Die Stelle soll waagerecht sein.
– Lassen Sie alle Mitfahrer aussteigen. Sie sollen sich außerhalb
des Gefahrenbereiches aufhalten (z.B. hinter einer Leitplanke).
– Ziehen Sie die Handbremse fest an.
– Legen Sie den 1. Gang ein.
– Bei Anhängerbetrieb: Kuppeln Sie den Anhänger von Ihrem
Fahrzeug ab.
– Nehmen Sie das Bordwerkzeug und das Reserverad ⇒ Sei-
te 265 aus dem Gepäckraum.
ACHTUNG
Schalten Sie die Warnblinkanlage ein und stellen Sie das Warndreieck
auf, wenn Sie eine Reifenpanne im fließenden Verkehr haben. Sie schüt-
zen damit sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer.
VORSICHT
Wenn Sie den Radwechsel auf einer abschüssigen Fahrbahn durchführen,
blockieren Sie das gegenüberliegende Rad mit einem Stein oder derglei-
chen, um das Fahrzeug gegen Wegrollen zu sichern.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
Page 272 of 333

270Situationen
Fahrzeug anheben
Um das Rad abbauen zu können, muss das Fahrzeug mit
dem Wagenheber angehoben werden.
Abb. 184 Radwechsel:
Aufnahmepunkte für den
Wagenheber
Abb. 185 Radwech-
sel: Wagenheber –
Suchen Sie den Aufnahmepunkt am Unterholm, der dem defek-
ten Rad am nächsten liegt ⇒ Abb. 184 -Pfeile-.
– Drehen Sie den Wagenheber unter dem Aufnahmepunkt so weit
hoch, bis seine Klaue unmittelbar unter dem senkrechten Steg
des Unterholms steht.
– Richten Sie den Wagenheber so aus, dass seine Klaue in den
Steg des Unterholms greift ⇒ Abb. 185 A
und die bewegliche
Grundplatte B plan auf dem Boden aufliegt.
– Drehen Sie den Wagenheber weiter hoch bis das Rad gerade
vom Boden abhebt.
Am Unterholm kennzeichnen jeweils vorn und hinten Eindrückungen die
Stellen, an denen der Wagenheber angesetzt werden darf
⇒ Abb. 184 -Pfeile-. Es gibt für jedes Rad genau eine Stelle. An anderen
Stellen darf der Wagenheber nicht angesetzt werden.
Der Abstand der Wagenheberaufnahmestelle vom jeweiligen Radausschnitt
beträgt vorn ca. 15 cm und hinten ca. 25 cm.
Ein weicher Untergrund unter dem Wagenheber kann zur Folge haben, dass
das Fahrzeug vom Wagenheber abrutscht. Stellen Sie deshalb den Wagen-
heber auf einen festen Untergrund. Benutzen Sie ggf. eine großflächige,
stabile Unterlage. Bei glattem Untergrund wie z.B. Fliesenboden sollten Sie
eine nichtrutschende Unterlage (z.B. eine Gummimatte) verwenden.
ACHTUNG
● Ergreifen Sie alle erforderlichen Maßnahmen, damit der Wagenheber
nicht abrutschen kann. Andernfalls besteht Unfallgefahr!
● Wenn Sie den Wagenheber nicht an den vorgesehenen Stellen anset-
zen, kann dies zu Schäden am Fahrzeug führen. Außerdem kann der Wa-
genheber bei nicht ausreichendem Halt am Fahrzeug abrutschen – Verlet-
zungsgefahr!
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273
Situationen
Das Reifendichtmittel darf nicht verwendet werden:
● bei Schnitt- oder Stichverletzungen des Reifens, die größer als 4 mm
sind ⇒ Abb. 187 1
●
bei Schäden an der Felge 2●
wenn Sie mit sehr niedrigem Reifenfülldruck oder luftleerem Reifen ge-
fahren sind 3
Die Handhabung des
TMS (Tire-Mobility-System) ist im Abschnitt Reparatur
durchführen ⇒ Seite 274 und in der Anleitung bei der Dichtmittelflasche
beschrieben.
Das TMS (Tire-Mobility-System) ist bei Außentemperaturen bis -20 °C ver-
wendbar.
ACHTUNG
Nach der Reifenreparatur ist Folgendes zu beachten:
● Nicht über 80 km/h fahren!
● Vollgasbeschleunigungen, starkes Bremsen und rasante Kurvenfahr-
ten vermeiden!
● Das Fahrverhalten des Fahrzeugs kann beeinträchtigt sein.
● Mit dem Tire-Mobility-System abgedichtete Reifen sind nur für den
vorübergehenden und kurzzeitigen Einsatz bestimmt.
● Bei Fahrzeugen mit Reifendruckkontrollsystem* kann es nach dem
Einsatz des Reifendichtmittels zu einer Falschanzeige bzw. Störung des
Systems kommen. Fahren Sie daher vorsichtig zum nächsten Fachbe-
trieb.
ACHTUNG (Fortsetzung)
● Das Tire-Mobility-System darf NICHT verwendet werden,
– bei Schnitten oder Einstichen in den Reifen, die größer als 4 mm
sind
– bei Schäden an der Felge
– Wenn mit sehr niedrigem Reifenfülldruck oder luftleerem Reifen
gefahren wurde.
● Nehmen Sie bitte fachmännische Hilfe in Anspruch, wenn eine Repa-
ratur mit dem Reifendichtmittel nicht möglich ist.
● Das Reifendichtmittel darf nicht mit Haut, Augen oder Kleidung in Be-
rührung kommen.
● Wenn Sie das Reifendichtmittel in die Augen bekommen oder berührt
haben, spülen Sie die betroffene Stelle sofort gründlich mit klarem Was-
ser.
● Wechseln Sie mit dem Reifendichtmittel verschmutzte Kleidung so-
fort.
● Atmen Sie die Dämpfe nicht ein!
● Wenn das Reifendichtmittel verschluckt wurde, spülen Sie sich sofort
den Mund gründlich aus und trinken Sie reichlich Wasser.
–Lösen Sie kein Erbrechen aus! Suchen Sie sofort einen Arzt auf!
● Wenn allergische Reaktionen auftreten, suchen Sie sofort einen Arzt
auf.
● Halten Sie das Reifendichtmittel von Kindern fern!
Umwelthinweis
Zur Entsorgung der Dichtmittelflasche wenden Sie sich bitte an einen Ent-
sorgungsfachbetrieb oder Ihren SEAT-Betrieb. Dort kann dieses Produkt ein
den geeigneten Behältern fachgerecht entsorgt werden.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
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274Situationen
Hinweis
● Wenn Dichtmittel ausgetreten ist, lassen Sie es antrocknen. Sie können
es dann wie eine Folie abziehen.
● Achten Sie auf das Verfallsdatum, das auf der Dichtmittelflasche steht.
Lassen Sie das Reifendichtmittel in einem Fachbetrieb austauschen.
Reparatur durchführen
Abb. 188 Reparatur
durchführen
Vorbereitungen
– Stellen Sie das Fahrzeug bei einer Reifenpanne möglichst weit
vom fließenden Verkehr ab.
– Die Handbremse fest anziehen, damit Ihr Fahrzeug gegen ein
unbeabsichtigtes Wegrollen gesichert ist.
– Legen Sie den 1. Gang ein. –
Prüfen Sie, ob eine Reparatur mit dem Tire-Mobility-System
möglich ist ⇒ Seite 272.
– Lassen Sie alle Mitfahrer aussteigen und den Gefahrenbereich
verlassen ⇒
.
– Nehmen Sie die Dichtmittelflasche und den Kompressor aus
dem Gepäckraum.
– Kleben Sie den Aufkleber „max. 80 km/h“, der sich bei der
Dichtmittelflasche befindet, auf das Kombiinstrument im Sicht-
bereich des Fahrers.
Reifen befüllen
– Schütteln Sie vor dem Befüllen die Flasche gut durch.
– Schrauben Sie den beiliegenden Einfüllschlauch vollständig auf
die Flasche. Dadurch durchstoßen Sie automatisch die Folie am
Verschluss.
– Die Reifenventilkappe abnehmen und den Ventileinsatz mit
dem beiliegenden Werkzeug herausschrauben ⇒ Abb. 188.
– Legen Sie den Ventileinsatz auf einem sauberen Untergrund ab.
– Entfernen Sie den Verschlussstopfen vom Einfüllschlauch und
stecken Sie den Schlauch auf das Reifenventil.
– Halten Sie die Flasche mit dem Boden nach oben und füllen Sie
den gesamten Inhalt der Flasche in den Reifen.
– Ziehen Sie danach den Schlauch ab und schrauben Sie den
Ventileinsatz wieder fest in das Reifenventil.
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275
Situationen
Reifen aufpumpen
– Schrauben Sie den Füllschlauch des Kompressors auf das Rei-
fenventil und stecken Sie den Stecker in den Zigarettenanzün-
der.
– Pumpen Sie den Reifen auf 2,0 bis 2,5 bar auf und lesen Sie
den Druck am Manometer ab.
– Sollte dieser Reifendruck nicht erreicht werden, fahren Sie mit
Ihrem Fahrzeug ca. 10 Meter vor oder zurück, damit sich das
Dichtmittel im Reifen verteilen kann. Kann der erforderliche
Luftdruck auch jetzt nicht erreicht werden, ist der Reifen zu stark
geschädigt und eine Reparatur mit dem Reifendichtmittel ist
nicht möglich.
Abschließende Kontrolle
– Halten Sie nach etwa 10 Minuten Fahrt an und überprüfen Sie
den Reifenfülldruck.
– Wenn der Reifenfülldruck weniger als 1,3 bar beträgt, ist der
Reifen zu stark beschädigt. Fahren Sie nicht weiter! Nehmen Sie
bitte fachmännische Hilfe in Anspruch.
ACHTUNG
● Schalten Sie die Warnblinkanlage ein und stellen Sie das Warndreieck
auf, wenn Sie eine Reifenpanne im fließenden Verkehr haben. Sie schüt-
zen damit sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer.
● Sorgen Sie dafür, dass sich alle Mitfahrer an einer sicheren Stelle, au-
ßerhalb des Gefahrenbereiches aufhalten (z.B. hinter einer Leitplanke).
● Beachten Sie die Sicherheitshinweise des Herstellers auf dem Kom-
pressor und auf der Anleitung bei der Dichtmittelflasche!
ACHTUNG (Fortsetzung)
● Wenn nach sechs Minuten aufpumpen der Reifendruck von 2,0 bar
nicht erreicht werden kann, ist der Reifen zu stark beschädigt. Fahren Sie
nicht weiter!
● Nehmen Sie bitte fachmännische Hilfe in Anspruch, wenn eine Repa-
ratur mit dem Reifendichtmittel nicht möglich ist.
● Wenn der Reifenfülldruck nach 10 Minuten Fahrt weniger als 1,3 bar
beträgt, ist der Reifen zu stark beschädigt. Fahren Sie nicht weiter! Neh-
men Sie fachmännische Hilfe in Anspruch.
VORSICHT
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie die Reifenreparatur auf einer ab-
schüssigen Fahrbahn durchführen.
Hinweis
● Betreiben Sie die Kompressor nicht länger als 6 Minuten. Es besteht
sonst Überhitzungsgefahr. Wenn der Kompressor abgekühlt ist, können Sie
diesen weiter benutzen.
● Wenn Dichtmittel ausgetreten ist, lassen Sie es antrocknen, Sie können
es dann wie eine Folie abziehen.
● Besorgen Sie sich nach einer Reifen-Reparatur bei einem Fachbetrieb ei-
ne neue Dichtmittelflasche. Danach ist die Funktionsfähigkeit des Tire-Mo-
bility-System wiederhergestellt.
● Hierbei sind die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten