ABS Seat Exeo ST 2009 Betriebsanleitung (in German)
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198Intelligente Technik
Sie können das ESP bei Bedarf durch Drücken der ESP
-Taste ⇒ Abb. 160
aus- und wieder einschalten. Bei ausgeschaltetem ESP leuchtet die ESP-
Kontrollleuchte, siehe ⇒ Seite 70.
Das ESP sollte normalerweise immer eingeschaltet sein. Nur in bestimmten
Ausnahmesituationen, wenn Schlupf erwünscht ist, kann es sinnvoll sein,
das ESP auszuschalten. Beispiele:
● beim Fahren mit Schneeketten
● beim Fahren in Tiefschnee oder auf lockerem Untergrund und
● beim Freischaukeln des festgefahrenen Fahrzeugs.
Wenn die Ausnahmesituation vorüber ist, sollten Sie das ESP wieder ein-
schalten.
ACHTUNG
Die physikalisch vorgegebenen Grenzen können auch durch das ESP
nicht außer Kraft gesetzt werden. Auch bei Fahrzeugen mit ESP sollten
Sie Ihre Fahrweise stets dem Fahrbahnzustand und der Verkehrssituation
anpassen. Dies gilt besonders bei glatter und nasser Fahrbahn. Das er-
höhte Sicherheitsangebot darf nicht dazu verleiten, ein Sicherheitsrisiko
einzugehen! Andernfalls besteht Unfallgefahr!
Antiblockiersystem (ABS)
ABS verhindert das Blockieren der Räder beim Bremsen.
Das Antiblockiersystem (ABS) trägt wesentlich zur Erhöhung der aktiven
Fahrsicherheit bei. Es darf jedoch nicht erwartet werden, dass durch das
ABS unter allen Umständen der Bremsweg verkürzt wird. Der Bremsweg
kann z.B. auf Kies oder bei Neuschnee auf glattem Untergrund, wenn Sie
ohnehin nur vorsichtig und langsam fahren sollten, sogar etwas länger wer-
den. Funktion des ABS
Bei Erreichen einer Fahrzeuggeschwindigkeit von etwa 6 km/h läuft ein au-
tomatischer Prüfvorgang ab. Dabei kann ein Pumpengeräusch hörbar sein.
Erreicht ein Rad eine für die Fahrgeschwindigkeit zu geringe Umfangsge-
schwindigkeit und neigt zum Blockieren, so wird der Bremsdruck für dieses
Rad vermindert. Dieser Regelvorgang macht sich durch eine
pulsierende Be-
wegung des Bremspedals bemerkbar, die mit Geräuschen verbunden ist.
Dadurch erhalten Sie als Fahrer bewusst die Information, dass die Räder
zum Blockieren neigen (ABS-Regelbereich). Damit das ABS in diesem Be-
reich optimal regeln kann, müssen Sie das Bremspedal getreten lassen -
keinesfalls „pumpen“!
ACHTUNG
Auch das ABS kann die physikalisch vorgegebenen Grenzen nicht über-
winden. Dies ist insbesondere bei glatter oder nasser Fahrbahn zu be-
denken. Wenn das ABS in den Regelbereich kommt, sollten Sie die Ge-
schwindigkeit sofort den Fahrbahn- und Verkehrsverhältnissen anpas-
sen. Das erhöhte Sicherheitsangebot darf nicht dazu verleiten, ein Si-
cherheitsrisiko einzugehen! Andernfalls besteht Unfallgefahr!
Hinweis
Falls im ABS eine Störung auftritt, wird dies durch eine Kontrollleuchte an-
gezeigt, siehe ⇒ Seite 69.
Bremsassistent
Der Bremsassistent optimiert die Bremskraft. Der Bremsassistent hilft, die Bremskraft zu erhöhen und somit den Brems-
weg zu verkürzen. Wenn der Fahrer das Bremspedal sehr schnell betätigt,
verstärkt der Bremsassistent automatisch die Bremskraft maximal bis zum
Regeleingriff des Antiblockiersystems (ABS). Das Bremspedal müssen Sie
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199
Intelligente Technik
so lange getreten halten, bis die gewünschte Abbremsung erfolgt ist. So-
bald Sie das Bremspedal loslassen, schaltet sich der Bremsassistent von
selbst wieder aus.
Bei ausgefallenem ABS bzw. ESP steht der Bremsassistent nicht zur Verfü-
gung.
ACHTUNG
Bitte beachten Sie, dass sich das Unfallrisiko durch zu schnelles Fahren,
besonders in den Kurven und bei glatter oder nasser Fahrbahn, sowie
durch zu dichtes Auffahren erhöht. Das erhöhte Unfallrisiko kann auch
durch den Bremsassistenten nicht verringert werden. Unfallgefahr!
Elektronische Differenzialsperre (EDS)
Die Elektronische Differenzialsperre verhindert das Durch-
drehen eines einzelnen Rades.
Allgemeine Hinweise
Durch die Elektronische Differenzialsperre (EDS) wird bei sehr ungünstigen
Fahrbahnverhältnissen das Anfahren, Beschleunigen und das Bergauffah-
ren wesentlich erleichtert bzw. überhaupt erst ermöglicht.
Funktionen
Die EDS wirkt automatisch – d.h. ohne Zutun des Fahrers. Sie überwacht die
Drehzahlen der Antriebsräder mithilfe der Sensoren des ABS ⇒ Seite 198.
Wenn ein nennenswerter Drehzahlunterschied (etwa 100 U/min) festgestellt
wird (etwa auf einseitig rutschigem Untergrund), wird das durchdrehende
Rad abgebremst und damit die Antriebskraft auf die anderen Antriebsräder
übertragen. Das System funktioniert bis zu einer Geschwindigkeit von etwa
80 km/h. Dieser Regelvorgang macht sich durch Geräusche bemerkbar. Anfahren
Wenn ein Rad beim Anfahren aufgrund unterschiedlicher Griffigkeit durch-
dreht (z.B. ein Rad auf Eis), sollten Sie so lange Gas geben bis sich das
Fahrzeug in Bewegung setzt.
Erhitzung der Bremsen
Damit die Scheibenbremse des abgebremsten Rades nicht zu sehr erhitzt,
schaltet sich die EDS bei ungewöhnlich starker Beanspruchung automatisch
aus. Das Fahrzeug bleibt betriebsfähig und hat die gleichen Eigenschaften
wie ein Fahrzeug ohne EDS.
Sobald die Bremse abgekühlt ist, schaltet sich die EDS automatisch wieder
ein.
ACHTUNG
● Beim Beschleunigen auf gleichmäßig glatter Fahrbahn, z.B. bei Eis
und Schnee, geben Sie bitte vorsichtig Gas. Die Antriebsräder können
trotz der EDS durchdrehen und dadurch die Fahrstabilität beeinflussen.
Unfallgefahr!
● Auch bei Fahrzeugen mit EDS sollten Sie Ihre Fahrweise stets dem
Fahrbahnzustand und der Verkehrssituation anpassen. Das erhöhte Si-
cherheitsangebot darf nicht dazu verleiten, ein Sicherheitsrisiko einzu-
gehen! Andernfalls besteht Unfallgefahr!
Hinweis
Wenn die ABS-Kontrollleuchte aufleuchtet, könnte auch ein Fehler in der
EDS vorliegen. Bitte suchen Sie möglichst bald einen Fachbetrieb auf.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten
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200Intelligente Technik
Antriebsschlupfregelung (ASR)
Die Antriebsschlupfregelung verhindert das Durchdrehen
der Antriebsräder beim Beschleunigen.
Allgemeine Hinweise
Die Antriebsschlupfregelung (ASR) ist eine Komponente des Elektronischen
Stabilisierungsprogramms (ESP).
Durch die Antriebsschlupfregelung (ASR) wird bei ungünstigen Fahrbahnver-
hältnissen das Anfahren, Beschleunigen und Bergauffahren wesentlich er-
leichtert bzw. überhaupt erst ermöglicht.
Funktionen
Die Antriebsschlupfregelung (ASR) wirkt automatisch, d.h. ohne Zutun des
Fahrers. Die ASR überwacht die Drehzahlen der Antriebsräder mithilfe der
ABS-Sensoren ⇒ Seite 198. Drehen die Räder durch, wird durch automati-
sche Reduzierung der Motordrehzahl die Antriebskraft den Fahrbahnverhält-
nissen angepasst. Dies geschieht bei allen Geschwindigkeiten.
Die ASR funktioniert in Verbindung mit dem ABS. Bei Ausfall des ABS wird
auch die ASR abgeschaltet.
Hinweis
Nur wenn alle vier Räder gleich bereift sind, kann die ASR störungsfrei ar-
beiten. Unterschiedliche Abrollumfänge der Reifen können zu einer uner-
wünschten Reduzierung der Motorleistung führen. Siehe auch ⇒ Seite 259. Bremsen
Allgemeine Hinweise
Neue Bremsbeläge
Neue Bremsbeläge müssen sich erst „einschleifen“ und haben während der
ersten 200 km noch nicht die optimale Reibkraft. Die etwas verminderte
Bremskraft können Sie jedoch durch einen stärkeren Druck auf das Brems-
pedal ausgleichen. Beim Einfahren des Fahrzeugs sollten die Bremsen nicht
überlastet werden.
Abnutzung
Die Abnutzung der Bremsbeläge ist in hohem Maße von den Einsatzbedin-
gungen und der Fahrweise abhängig. Insbesondere, wenn Sie häufig im
Stadt- und Kurzstreckenverkehr oder sehr sportlich fahren.
Nässe oder Streusalz
In bestimmten Situationen, wie z.B. nach Wasserdurchfahrten, bei heftigen
Regenfällen oder nach der Fahrzeugwäsche, kann die Wirkung der Bremsen
wegen feuchter bzw. im Winter vereister Bremsscheiben und Bremsbeläge
verzögert einsetzen. Die Bremsen müssen erst „trockengebremst“ werden.
Bei einer Geschwindigkeit
über 80 km/h und bei eingeschaltetem Frontwi-
scher nähert die Bremsanlage die Bremsbeläge kurzzeitig an die Brems-
scheiben an. Dies geschieht - vom Fahrer unbemerkt - in regelmäßigen In-
tervallen und verschafft eine schneller Bremswirkung bei der Fahrt auf nas-
ser Straße.
Auch bei Fahrten auf salzgestreuten Straßen kann die volle Bremswirkung
verzögert einsetzen, wenn Sie längere Zeit nicht gebremst hatten. Die Salz-
schicht auf den Bremsscheiben und Bremsbelägen muss beim Bremsen erst
abgeschliffen werden.
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210Fahren mit Anhänger
Reifenfülldruck
Wählen Sie den Reifenfülldruck an Ihrem Fahrzeug für den Fall „volle Belas-
tung“, siehe Reifenfülldruck-Aufkleber am Türpfosten. Berichtigen Sie ggf.
auch den Reifenfülldruck am Anhänger gemäß der Empfehlung des Herstel-
lers.
Außenspiegel
Wenn Sie den Verkehrsbereich hinter dem Anhänger nicht mit den serien-
mäßigen Rückspiegeln übersehen können, müssen Sie zusätzliche Außen-
spiegel anbringen lassen. Beide Außenspiegel sollten an klappbaren Ausle-
gern befestigt sein. Stellen Sie diese so ein, dass sie ein ausreichendes
Blickfeld nach hinten bieten.
Scheinwerfer
Überprüfen Sie vor Fahrtantritt bei angekuppeltem Anhänger auch die Ein-
stellung der Scheinwerfer. Ändern Sie ggf. die Einstellung mithilfe der
Leuchtweitenregulierung. Lesen Sie ⇒ Seite 124.
Stromversorgung
Mit dem Abziehen des Zündschlüssels ist die Stromversorgung zum Anhän-
ger unterbrochen.
Abnehmbare Kugelstange
Bei Fahrzeugen mit werkseitig eingebauter Anhängevorrichtung ist die Ku-
gelstange abnehmbar. Sie befindet sich zusammen mit einer Anbauanlei-
tung in der Reserveradmulde im Gepäckraum des Fahrzeugs.
Hinweis
Bei häufigem Anhängerbetrieb empfehlen wir, das Fahrzeug auch zwischen
den Inspektions-Intervallen warten zu lassen. Fahrhinweise
Das Fahren mit Anhänger erfordert besondere Vorsicht.
Gewichtsverteilung
Bei leerem Fahrzeug und beladenem Anhänger ist die Gewichtsverteilung
sehr ungünstig. Falls Sie dennoch in dieser Kombination fahren müssen,
fahren Sie besonders langsam.
Geschwindigkeit
Mit zunehmender Geschwindigkeit verringert sich die Fahrstabilität des Ge-
spannes. Daher sollten Sie bei ungünstigen Straßen-, Wetter- und Windver-
hältnissen die gesetzlich erlaubten Höchstgeschwindigkeiten nicht ausnut-
zen. Dies gilt insbesondere für Gefällestrecken.
Auf jeden Fall müssen Sie die Geschwindigkeit sofort herabsetzen, sobald
Sie auch nur die geringste Pendelbewegung des Anhängers bemerken. Ver-
suchen Sie keinesfalls, das Gespann durch Beschleunigen zu „strecken“.
Bremsen Sie rechtzeitig! Bei einem Anhänger mit Auflaufbremse bremsen
Sie zuerst sanft , dann zügig. So vermeiden Sie Bremsstöße durch blockie-
rende Anhängerräder. Wählen Sie vor Gefällestrecken rechtzeitig einen klei-
neren Gang bzw. eine kleinere Fahrstufe, damit der Motor als Bremse wirken
kann.
Schlingerbewegungen können durch zusätzliche Stabilisierungseinrichtun-
gen verringert werden. Bei Gespannen mit hoher Anhängelast empfehlen
wir, solche Stabilisierungshilfen einbauen zu lassen. Sie können über einen
SEAT-Betrieb bezogen und auch dort eingebaut werden.
Überhitzung
Wenn Sie bei sehr hohen Außentemperaturen eine längere Steigung in ei-
nem niedrigen Gang mit hoher Motordrehzahl fahren müssen, achten Sie
bitte auf die Kühlmitteltemperaturanzeige ⇒ Seite 62. Wenn die Nadel der
Anzeige in den rechten Skalenbereich wandert, verringern Sie sofort die Ge-
schwindigkeit. Falls die zugehörige Warnleuchte im Kombiinstrument
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211
Fahren mit Anhänger
blinkt, halten Sie an, und lassen Sie den Motor einige Minuten im Leerlauf
abkühlen.
Anbauteile und Zubehör
Bei der Verwendung von Anbauteilen und Zubehör (z.B.
Fahrradträgersystemen) ist einiges zu beachten.
Abb. 161 Prinzipdarstel-
lung der Lastverteilung
von Anbauteilen und Zu-
behör
Die maximal zulässige Ausladung des Zubehör-/Anbauteils vom Kugelkopf 1
darf 700 mm nicht überschreiten.
Das zulässige Gesamtgewicht (Trägersystem inklusive Zuladung) beträgt
maximal 75 kg.
Die maximale Zuladung ist abhängig von der Lage des Schwerpunktes.
Mit zunehmendem Abstand des Schwerpunkts der Zuladung zum Kugelkopf 1
verringert sich das zulässige Gesamtgewicht.
Folgende Werte sind zulässig: Bei 300 mm Abstand ein Gesamtgewicht (inklusive Trägersystem)
A
von
75 kg.
Bei 600 mm Abstand ein Gesamtgewicht (inklusive Trägersystem) B
von
35 kg.
Es sind nur Fahrradträger zulässig, auf denen maximal drei Fahrräder mon-
tiert werden können.
Verwendung von Anbauteilen und Zubehör an der Anhängevorrichtung
SEAT empfiehlt, nur von SEAT für die Montage auf der Kugelstange freigege-
bene Anbauteile (z.B. Fahrradträger) zu verwenden. Möchten Sie andere An-
bauteile verwenden, stellen Sie bitte sicher, dass diese vom Hersteller der
Anbauteile für die Verwendung auf der Anhängevorrichtung freigegeben
sind. Die Anhängevorrichtung kann bei Verwendung ungeeigneter Anbau-
teile beschädigt werden. Beschädigungen können im Extremfall zu einem
Bruch der Anhängevorrichtung führen ⇒
.
ACHTUNG
● Sollten Sie nicht von SEAT freigegebene Anbauteile verwenden, stel-
len Sie sicher, dass diese für den Gebrauch an SEAT-Fahrzeugen geeignet
sind.
● Die Verwendung von ungeeigneten Anbauteilen kann zu schwerwie-
genden Beschädigungen der Kugelstange führen, die einen Bruch der An-
hängevorrichtung während eines Zugvorgangs zur Folge haben – Unfall-
gefahr!
● Verwenden Sie keine Hilfsmittel oder Werkzeuge für das Anbringen
bzw. Abnehmen der Kugelstange. Hierdurch könnte der Verriegelungsme-
chanismus beschädigt werden, so dass die korrekte Funktion der Anhän-
gevorrichtung nicht mehr gewährleistet ist. Es besteht Unfallgefahr!
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten
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214Fahren mit Anhänger
Kugelstange anbringen (Schritt 2)
Abb. 164 Abnehmbare
Anhängevorrichtung: Ku-
gelstange
Abb. 165 Abnehmbare
Anhängevorrichtung: Ku-
gelstange Die Kugelstange muss sauber und unbeschädigt sein
–
Überprüfen Sie die Kugelstange am Verriegelungsbolzen A
,
Auslösebolzen B, Einsteckschaft C und Handrad D⇒ Abb. 164 auf Verschmutzung und Beschädigung.
Die Kugelstange muss vorgespannt sein
– Überprüfen Sie, ob sich die rote Markierung A
⇒ Abb. 165 am
Handrad im Bereich der schwarzen Kennzeichnung an der Ku-
gelstange befindet.
– Überprüfen Sie, ob der Verriegelungsbolzen B
in den Bohrun-
gen des Einsteckschaftes versenkt ist.
– Überprüfen Sie, ob das Handrad deutlich sichtbar von der Ku-
gelstange absteht, so dass ein Spalt C
zwischen Handrad und
Kugelstange vorhanden ist.
Die Kugelstange kann nur in vorgespanntem Zustand montiert werden.
Fortsetzung ⇒ Seite 215, Kugelstange anbringen (Schritt 3).
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219
Fahren mit Anhänger
Der nachträgliche Einbau einer Anhängevorrichtung muss nach den Anga-
ben des Herstellers der Vorrichtung erfolgen.
Die Befestigungspunkte A
der Anhängevorrichtung befinden sich an der
Unterseite des Fahrzeugs.
Der Abstand zwischen der Kugelkopfmitte und dem Boden darf den angege-
benen Mindestabstand auch bei voll beladenem Fahrzeug und voller Stütz-
last nicht unterschreiten.
Maßvorgaben für das Befestigen einer Anhängevorrichtung:
65 mm (mindestens)
403
629 mm
1112 mm (Fahrzeug mit max. Zuladung)
von 350 bis 420 mm (Fahrzeug mit maximaler Zuladung)
1000 mm
Montage einer Anhängevorrichtung
● Der Anhängerbetrieb stellt erhöhte Anforderungen an das Fahrzeug.
Wenden Sie sich bitte vor der Nachrüstung einer Anhängevorrichtung an ei-
nen Fachbetrieb, um zu prüfen, ob an Ihrem Fahrzeug Umbaumaßnahmen
am Kühlsystem erforderlich sind.
● Beachten Sie auch die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen (z.B. Ein-
bau einer separaten Kontrollleuchte) Ihres Heimatlandes.
● Es müssen Fahrzeugteile, wie z.B. der hintere Stoßfänger aus- und ein-
gebaut werden. Außerdem sind die Befestigungsschrauben der Anhänge-
vorrichtung mit einem Drehmomentschlüssel anzuziehen und eine Steckdo-
se an die elektrische Anlage des Fahrzeuges anzuschließen. Dazu sind spe-
zielle Fachkenntnisse und Werkzeuge notwendig.
● Die Angaben in der Abbildung kennzeichnen die Maße und Befesti-
gungspunkte, die beim nachträglichen Einbau einer Anhängevorrichtung in
jedem Fall einzuhalten sind. B
CDEFG
ACHTUNG
Lassen Sie den nachträglichen Einbau einer Anhängevorrichtung von ei-
nem Fachbetrieb durchführen.
● Wenn die Anhängevorrichtung falsch eingebaut wird, besteht Unfall-
gefahr!
● Beachten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit die Angaben in der mitgelie-
ferten Montageanleitung des Herstellers der Anhängevorrichtung.
VORSICHT
● Wird die Steckdose falsch angeschlossen, können Schäden an der elekt-
rischen Anlage des Fahrzeugs entstehen.
Hinweis
Bei der sportlichen Ausführung ist es aufgrund der Konstruktion der Stoß-
fänger nicht ratsam, eine Anhängevorrichtung anzubringen.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten
Page 224 of 331

222Pflegen und Reinigen
ACHTUNG
● Waschen Sie das Fahrzeug nur bei ausgeschalteter Zündung!
● Schützen Sie Ihre Hände und Arme vor scharfkantigen Metallteilen,
wenn Sie beispielsweise den Unterboden oder die Innenseite der Rad-
kästen reinigen – Verletzungsgefahr!
● Nässe, Eis und Streusalz in der Bremsanlage beeinträchtigen die
Bremswirkung – Unfallgefahr!
VORSICHT
● Entfernen Sie auf keinen Fall Schmutz, Schlamm oder Staub, solange
die Fahrzeugoberfläche trocken ist. Verwenden Sie auch keinen trockenen
Lappen oder Schwamm, da Sie sonst die Lackierung oder die Scheiben Ih-
res Fahrzeuges zerkratzen können.
● Fahrzeugwäsche bei kaltem Klima: wenn Sie das Fahrzeug mit einem
Schlauch abspritzen, sollten Sie den Wasserstrahl nicht direkt auf die
Schlösser oder die Tür- bzw. Dachdichtungen richten. Sie könnten sonst ein-
frieren.
Umwelthinweis
Waschen Sie das Fahrzeug nur auf speziell dafür vorgesehenen Waschplät-
zen, damit das eventuell durch Öl verunreinigte Schmutzwasser nicht in das
Abwasser gelangt. In einigen Gebieten ist die Fahrzeugwäsche außerhalb
solcher Waschplätze verboten.
Hinweis
Waschen Sie das Fahrzeug nicht in der prallen Sonne. Waschen mit Hochdruckreiniger
Beim Waschen des Fahrzeuges mit einem Hochdruckreiniger
ist besondere Vorsicht geboten!
– Beachten Sie die Bedienungshinweise für den Hochdruckreini-
ger, vor allem für den Druck und den Spritzabstand.
– Halten Sie einen ausreichend großen Abstand zu weichen Mate-
rialien und zu lackierten Stoßfängern.
– Vermeiden Sie das Reinigen vereister oder schneebedeckter
Scheiben mit dem Hochdruckreiniger ⇒ Seite 224.
– Verwenden Sie keine Rundstrahldüsen („Dreckfräser“) ⇒
.
– Vermeiden Sie gleich nach der Fahrzeugwäsche abrupte und
plötzliche Bremsmanöver. Die Bremsen müssen erst „trocken-
gebremst“ werden ⇒ Seite 203.
ACHTUNG
● Reifen dürfen niemals mit Rundstrahldüsen („Dreckfräser“) gereinigt
werden. Selbst bei relativ großem Spritzabstand und einer sehr kleinen
Einwirkzeit können sichtbare oder nicht sichtbare Schäden am Reifen
entstehen. Es besteht Unfallgefahr!
● Nässe, Eis und Streusalz in der Bremsanlage beeinträchtigen die
Bremswirkung – Unfallgefahr!
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223
Pflegen und Reinigen
VORSICHT
● Das Wasser darf nicht heißer als 60 °C sein, da sonst das Fahrzeug be-
schädigt werden kann.
● Um Schäden am Fahrzeug zu vermeiden, muss ein ausreichender Ab-
stand zu den empfindlichen Materialien, wie z.B. Schläuche, Kunststoffteile,
Dämmmaterial etc., eingehalten werden. Dies gilt auch für die Reinigung
der Stoßfänger in Fahrzeugfarbe. Je geringer der Abstand der Spritzdüse zur
Oberfläche ist, desto stärker wird das Material beansprucht.
Fahrzeuglack konservieren
Regelmäßige Konservierung schützt den Fahrzeuglack.
Konservieren Sie den Fahrzeuglack spätestens dann, wenn auf dem saube-
ren Lack das Wasser nicht mehr deutlich abperlt.
Beim Fachbetrieb erhalten Sie ein gutes Konservierungsmittel aus Hart-
wachs.
Eine regelmäßige Konservierung schützt den Fahrzeuglack weitgehend vor
schädlichen Umwelteinflüssen ⇒ Seite 220. Sie schützt sogar vor leichten
mechanischen Einwirkungen.
Auch wenn Sie in der automatischen Waschanlage regelmäßig einen
Waschkonservierer anwenden, empfehlen wir Ihnen, den Fahrzeuglack min-
destens zweimal im Jahr mit Hartwachs zu schützen. Fahrzeuglack polieren
Durch Polieren erhält der Fahrzeuglack neuen Glanz.
Nur wenn der Lack Ihres Fahrzeugs unansehnlich geworden ist und wenn
Sie mit Konservierungsmitteln keinen Glanz mehr erzielen können, ist ein
Polieren erforderlich. Entsprechende Politur erhalten Sie im Fachbetrieb.
Wenn die verwendete Politur keine konservierenden Bestandteile enthält,
müssen Sie den Lack anschließend noch konservieren ⇒ Seite 223, Fahr-
zeuglack konservieren.
VORSICHT
Damit der Fahrzeuglack nicht beschädigt wird:
● Behandeln Sie matt lackierte Teile oder Kunststoffteile nicht mit Polier-
mitteln oder Hartwachsen.
● Polieren Sie den Fahrzeuglack nicht in sandiger oder staubiger Umge-
bung.
Kunststoffteile pflegen
Kunststoffteile dürfen nicht mit Lösungsmitteln in Berüh-
rung kommen.
Ist eine normale Fahrzeugwäsche nicht ausreichend, können Sie auch zuge-
lassene, lösungsmittelfreie Spezialprodukte für die Reinigung und Pflege
von Kunststoffen verwenden.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten
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225
Pflegen und Reinigen
Gummidichtungen pflegen
Gut gepflegte Gummidichtungen frieren nicht so leicht an.
1. Entfernen Sie mit einem weichen Tuch Staub und Schmutz von den Gummidichtungen.
2. Behandeln Sie die Gummidichtungen mit einem Gummipflege- mittel.
Die Gummidichtungen von Türen, Fenstern etc. bleiben geschmeidiger und
halten länger, wenn Sie sie ab und zu mit einem Gummipflegemittel (z.B.
Silikonspray) behandeln.
Durch die Gummipflege vermeiden Sie einen vorzeitigen Verschleiß der
Dichtungen. Die Türen lassen sich leichter öffnen. Gut gepflegte Gummi-
dichtungen frieren im Winter nicht so leicht an.
Türschließzylinder
Türschließzylinder können im Winter vereisen. Zur Enteisung von Türschließzylindern empfehlen wir Ihnen die Verwendung
eines Sprays mit rückfettender und antikorrosiver Wirkung.
Chromteile reinigen
1. Reinigen Sie die Chromteile mit einem feuchten Tuch.
2. Polieren Sie die Chromteile mit einem weichen, trockenen Tuch. Sollte das nicht ausreichen, so verwenden Sie ein gutes
Chrompflegemittel.
Mit diesem Chrompflegemittel entfernen Sie auch Flecken oder Beläge auf
der Oberfläche.
VORSICHT
Damit die Chromflächen nicht verkratzen:
● Verwenden Sie bei der Chrompflege auf keinen Fall ein Pflegemittel mit
Schleifwirkung.
● Reinigen oder polieren Sie die Oberflächen der Chromteile nicht in san-
diger oder staubiger Umgebung.
Stahlfelgen
– Reinigen Sie die Stahlfelgen regelmäßig mit einem separaten
Schwamm.
Anhaftender Bremsabrieb kann mit einem Industriereiniger beseitigt wer-
den. Lackschäden an Stahlfelgen sind zu beseitigen, bevor sich Rost bilden
kann.
ACHTUNG
● Reifen dürfen niemals mit Rundstrahldüsen gereinigt werden. Selbst
bei relativ großem Spritzabstand und einer sehr kleinen Einwirkzeit kön-
nen sichtbare oder nicht sichtbare Schäden am Reifen entstehen. Es be-
steht Unfallgefahr!
● Nässe, Eis und Streusalz in der Bremsanlage beeinträchtigen die
Bremswirkung – Unfallgefahr! Vermeiden Sie gleich nach der Fahrzeug-
wäsche abrupte und plötzliche Bremsmanöver. Die Bremsen müssen erst
„trockengebremst“ werden ⇒ Seite 203.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten