USB Seat Leon 5D 2012 Betriebsanleitung (in German)
[x] Cancel search | Manufacturer: SEAT, Model Year: 2012, Model line: Leon 5D, Model: Seat Leon 5D 2012Pages: 301, PDF-Größe: 3.88 MB
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Airbag-System
ACHTUNG
Bei einer Störung des Airbag-Systems kann der Airbag möglicherweise
nicht einwandfrei, gar nicht oder unverhofft auslösen, was schwere oder
tödliche Verletzungen verursachen kann.
● Airbag-System umgehend von einem Fachbetrieb prüfen lassen.
● Niemals einen Kindersitz auf dem Beifahrersitz montieren oder vor-
handenen Kindersitz entfernen! Der Beifahrer-Frontairbag könnte trotz
der Störung bei einem Unfall auslösen.
VORSICHT
Aufleuchtende Kontrollleuchten und entsprechende Beschreibungen und
Hinweise immer beachten, um Fahrzeugbeschädigungen zu vermeiden.
Reparatur, Pflege und Entsorgung der Airbags
Teile des Airbag-Systems sind an verschiedenen Stellen in Ihrem Fahrzeug
eingebaut. Wenn Arbeiten am Airbag-System ausgeführt oder Systemteile
wegen anderer Reparaturarbeiten aus- und eingebaut werden, können Teile
des Airbag-Systems beschädigt werden. Dies kann zur Folge haben, dass
die Airbags im Falle eines Unfalles nicht richtig oder gar nicht auslösen.
Bei Verschrottung des Fahrzeugs oder von Einzelteilen des Airbag-Systems
sind unbedingt die dafür geltenden Sicherheitsvorschriften zu beachten.
Die Fachbetriebe und die Altfahrzeug-Entsorgungsbetriebe kennen diese Si-
cherheitsvorschriften.
ACHTUNG
● Eine unsachgemäße Behandlung und selbst durchgeführte Reparatu-
ren erhöhen das Risiko von schweren oder tödlichen Verletzungen, weil
dadurch die Airbags nicht oder unerwartet auslösen können.
● Die Polsterplatte des Lenkrades und die geschäumte Oberfläche des
Airbagmoduls in der Instrumententafel auf der Beifahrerseite dürfen we-
der beklebt noch überzogen oder anderweitig bearbeitet werden.
● Es dürfen keine Gegenstände, wie z. B. Getränkehalter, Telefonhalte-
rungen, auf den Abdeckungen der Airbagmodule befestigt werden.
● Zum Reinigen des Lenkrades oder der Instrumententafel verwenden
Sie einen trockenen oder mit Wasser angefeuchteten Lappen. Reinigen
Sie niemals die Instrumententafel und die Oberfläche der Airbagmodule
mit lösemittelhaltigen Reinigern. Durch lösemittelhaltige Reiniger wird
die Oberfläche porös. Bei einer Airbagauslösung kann es zu erheblichen
Verletzungen durch sich lösende Kunststoffteile kommen.
● Führen Sie niemals Reparaturen, Einstellungen sowie Ein- und Aus-
bauarbeiten von Teilen des Airbag-Systems durch.
● Alle Arbeiten am Airbag sowie der Aus- und Einbau von Systemteilen
wegen anderer Reparaturarbeiten (z. B. Lenkrad ausbauen) sollten nur
durch einen Fachbetrieb vorgenommen werden. Fachbetriebe haben die
erforderlichen Werkzeuge, Reparaturinformationen und das qualifizierte
Personal.
● Für alle Arbeiten am Airbag-System empfehlen wir Ihnen dringend,
sich an einen Fachbetrieb zu wenden.
● Nehmen Sie niemals Änderungen am vorderen Stoßfänger oder an der
Karosserie vor.
● Die Airbags schützen Sie nur bei einem Unfall und müssen nach einer
Auslösung ersetzt werden.
Umwelthinweis
Airbags enthalten pyrotechnische Komponenten und gehören zum Sonder-
abfall. Daher müssen sie durch zugelassene Betriebe entsorgt werden.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
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44Airbag-System
Funktion der Kopfairbags
Das Verletzungsrisiko für Kopf und Oberkörper wird bei Sei-
tenkollisionen durch aufgeblasene Airbags verringert.
Bei einigen Seitenkollisionen wird der Kopfairbag an der Unfallseite des
Fahrzeugs ausgelöst ⇒ Abb. 25.
Bei besonderen Unfallsituationen können sowohl die Frontairbags wie auch
die Seiten- und Kopfairbags zusammen ausgelöst werden.
Wird das System aktiviert, füllt sich der Luftsack mit Treibgas. Dabei über-
deckt der Kopfairbag die Seitenscheiben und Türpfosten.
Das Entfalten des Airbags erfolgt in Sekundenbruchteilen und mit hoher Ge-
schwindigkeit, um bei einem Unfall den zusätzlichen Schutz bieten zu kön-
nen. Beim Entfalten des Airbags kann feiner Staub entstehen. Das ist nor-
mal und kein Anzeichen für ein Feuer im Fahrzeug.
Beim Eintauchen in den voll entfalteten Luftsack wird die Bewegung der In-
sassen gedämpft und das Verletzungsrisiko für Kopf und Oberkörper redu-
ziert.
Die besondere Konstruktion des Luftsacks erlaubt das kontrollierte Entwei-
chen des Gases, sobald der Insasse Druck auf den Luftsack ausübt. Somit
werden der Kopf und Brustbereich beim Eintauchen in den Airbag ge-
schützt. Sicherheitshinweise zum Umgang mit dem Kopfairbag-
SystemDer richtige Umgang mit dem Airbag-System kann bei vielen
Unfallarten die Verletzungsgefahr erheblich reduzieren!
ACHTUNG
● Damit die Kopfairbags ihre volle Schutzwirkung entfalten können,
muss die durch die Sicherheitsgurte vorgegebene Sitzposition während
der Fahrt immer beibehalten werden.
● Aus Sicherheitsgründen muss bei Fahrzeugen, in denen eine Innen-
raum-Trennscheibe eingebaut wird, der Kopfairbag abgeschaltet werden.
Wenden Sie sich zur Ausführung dieser Abschaltung an Ihren Fachbe-
trieb.
● Zwischen den Insassen auf den Rücksitzen und dem Austrittsbereich
der Kopfairbags dürfen sich keine weiteren Personen, Tiere oder Gegen-
stände befinden, damit sich der Kopfairbag ungehindert entfalten und
seine maximale Schutzfunktion ausüben kann. Deshalb dürfen an den
Seitenscheiben keinesfalls Sonnenrollos angebaut werden, die nicht aus-
drücklich für die Verwendung in Ihrem Fahrzeug freigegeben sind.
● An den Kleiderhaken im Fahrzeug darf nur leichte Bekleidung aufge-
hängt werden. In den Taschen der Kleidungsstücke dürfen sich keine
schweren und scharfkantigen Gegenstände befinden. Außerdem dürfen
Sie zum Aufhängen der Kleidung keine Kleiderbügel verwenden.
● Die Airbags schützen Sie nur bei einem Unfall und müssen nach einer
Auslösung ersetzt werden.
● Alle Arbeiten am Kopfairbag sowie der Aus- und Einbau von System-
teilen wegen anderer Reparaturarbeiten (z. B. Dachhimmel ausbauen)
dürfen nur von einem Fachbetrieb ausgeführt werden. Ist dies nicht der
Fall, kann eine Störung des Airbag-Systems auftreten.
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Sicherheit von Kindern
Kindersitz befestigen
Möglichkeiten der Kindersitzbefestigung
Kindersitze können sowohl auf den Rücksitzen wie auch auf
dem Beifahrersitz befestigt werden.
Abb. 31 Auf den Rücksitzen: Abbildung A zeigt die prinzipielle Befestigung des Kin-
derrückhaltesystems an den unteren Halteösen und mit oberem Befestigungsgurt. Ab-
bildung B
zeigt die Befestigung des Kinderrückhaltesystems mit dem Sicherheitsgurt
des Fahrzeugs.
Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen zur Auswahl, um einen Kindersitz si-
cher auf den Rücksitzen und auf dem Beifahrersitz zu befestigen: ●
Kindersitze der Gruppe 0 bis 3 können mit dem Sicherheitsgurt befestigt
werden.
● Kindersitze der Gruppe 0, 0+ und 1 mit dem „ISOFIX“- bzw. Toptether*-
System können ohne Sicherheitsgurte an den „ISOFIX“- bzw. Toptether*-
Halteösen befestigt werden ⇒ Seite 55.
● Beim Einbau einiger Sitzmodelle der Gruppen I, II und III kann es wegen
des Kontakts mit der Kopfstütze des Fahrzeugs zu Problemen kommen. Pas-
sen Sie in diesem Fall die Höhe der Kopfstütze an oder bauen Sie sie aus
dem Sitz aus, wie im entsprechenden Kapitel beschrieben ⇒ Seite 130.
Wenn Sie den Kindersitz ausbauen, bringen Sie die Kopfstütze wieder in ih-
rer ursprünglichen Position an.
Befestigung des Kindersitzes mit Sicherheitsgurt
Kindersitze des Typs universal dürfen mit dem Sicherheitsgurt auf den Sitz-
plätzen befestigt werden, die in der Tabelle mit einem U gekennzeichnet
sind.
● Wenn der Beifahrersitz nicht höhenverstellbar ist, darf an dieser Stelle
kein Kindersitz befestigt werden.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
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56Sicherheit von Kindern
ACHTUNG
● Die Halteösen sind ausschließlich für Kindersitze mit dem „ISOFIX“-
und Toptether*-System entwickelt worden.
● Befestigen Sie niemals Verzurrgurte, Gegenstände oder Kindersitze
ohne das „ISOFIX“- oder Toptether*-System an den Halteösen - Lebens-
gefahr!
● Achten Sie darauf, dass der Kindersitz korrekt in den „ISOFIX“ und
Toptether*-Halteösen befestigt ist.
Kindersitz mit „ISOFIX“-System einbauen
Abb. 32 ISOFIX-Halte-
ösen
Bitte beachten Sie unbedingt beim Ein- oder Ausbau des Kindersit-
zes die Anleitung des Kindersitzherstellers.
– Entfernen Sie die Schutzkappen der „ISOFIX“-Ringe, indem Sie
einen Finger in die Öffnung stecken und nach oben ziehen
⇒
Abb. 32. –
Stecken Sie den Kindersitz auf die „ISOFIX“-Halteösen, bis der
Kindersitz sicher und hörbar einrastet. Wenn der Kindersitz über
eine Toptether*-Befestigung verfügt, befestigen Sie ihn am ent-
sprechenden Verankerungspunkt. Beachten Sie dafür die Anlei-
tung des Herstellers.
– Führen Sie an beiden Seiten des Kindersitzes eine Zugprobe
durch, um die korrekte Befestigung zu prüfen.
Die Kindersitze mit dem Befestigungssystem „ISOFIX“ und TopTether* sind
bei den SEAT-Betrieben erhältlich.
Top Tether*-Befestigungsgurte
Bestimmte Kindersitze verfügen zusätzlich zu den beiden
„ISOFIX“-Verankerungen über einen dritten Verankerungs-
punkt Top Tether, der eine erhöhte Sicherheit für das Kind
bietet.
Abb. 33 Lage der Top Te-
ther-Ösen im hinteren
Teil des Rücksitzes
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98Öffnen und Schließen
ACHTUNG (Fortsetzung)
● Niemals Kinder oder hilfsbedürftige Personen allein im Fahrzeug zu-
rücklassen. Diese sind in einem Notfall nicht in der Lage, das Fahrzeug
selbstständig zu verlassen oder sich selbst zu helfen.
● Je nach Jahreszeit können in einem geschlossenen Fahrzeug sehr ho-
he oder niedrige Temperaturen entstehen, die vor allem bei Kleinkindern
ernsthafte Verletzungen und Erkrankungen hervorrufen oder zum Tode
führen können.
ACHTUNG
Der Funktionsbereich der Türen und der Heckklappe ist gefährlich und
kann Verletzungen verursachen.
● Türen und Heckklappe nur dann öffnen oder schließen, wenn sich nie-
mand im Schwenkbereich befindet.
VORSICHT
Beim Durchführen einer Notschließung oder Notöffnung die Teile vorsichtig
ausbauen und wieder richtig anbauen, um Fahrzeugbeschädigungen zu ver-
meiden. Fahrertür entriegeln oder verriegeln
Bei einem Ausfall der Zentralverriegelung kann die Fahrertür
am Schließzylinder ent- und verriegelt werden.
Abb. 52 Türgriff an der
Fahrertür: verdeckter
Schließzylinder.
Beim manuellen Verriegeln der Fahrertür werden in der Regel alle Türen ver-
riegelt. Beim manuellen Entriegeln wird nur die Fahrertür entriegelt. Hinwei-
se zur Diebstahlwarnanlage beachten ⇒ Seite 87.
● Schlüsselbart des Fahrzeugschlüssels herausklappen
⇒ Seite 89.
● Schlüsselbart am Fahrertürgriff von unten in die Öffnung der Abdeckkap-
pe stecken ⇒ Abb. 52 (Pfeil) und Abdeckkappe von unten nach oben anhe-
ben.
● Schlüsselbart in den Schließzylinder stecken und Fahrzeug ent- bzw.
verriegeln.
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131
Sitzen und Verstauen
Kopfstützen hinten
Abb. 74 Mittlere Kopf-
stütze hinten: Entriege-
lungspunkt
Wenn Personen auf den Rücksitzen mitfahren, die Kopfstützen der
belegten Sitze mindestens auf die nächsthöhere Rastposition ein-
stellen ⇒
.
Kopfstützen einstellen
– Um die Kopfstütze nach oben zu stellen, fassen Sie die Kopf-
stütze seitlich mit beiden Händen und schieben Sie sie bis zum
Anschlag nach oben.
– Zum Absenken der Kopfstütze drücken Sie die Taste A
⇒ Abb. 74 und schieben Sie die Kopfstütze nach unten.
Kopfstützen ausbauen
Zum Ausbauen der Kopfstützen müssen Sie die entsprechende Rü-
ckenlehne teilweise nach vorne klappen.
– Entriegeln Sie die Lehne ⇒ Seite 136.
– Ziehen Sie die Kopfstütze bis zum Anschlag nach oben. –
Drücken Sie auf die Taste A
⇒ Abb. 74 und ziehen Sie gleich-
zeitig die Kopfstütze aus der Lehne heraus ⇒ .
– Führen Sie einen Schraubendreher in Position B
der Öffnung
ein und ziehen Sie gleichzeitig die Kopfstütze aus der Lehne he-
raus ⇒
.
– Klappen Sie die Rückenlehne zurück, bis sie korrekt einrastet
⇒
in Gepäckraum vergrößern auf Seite 136.
Kopfstützen einbauen
Zum Einbauen der Kopfstützen müssen Sie die entsprechende Rü-
ckenlehne teilweise nach vorn klappen.
– Entriegeln Sie die Lehne ⇒ Seite 136.
– Stecken Sie die Stangen der Kopfstütze in die Führungen, bis
sie hörbar einrasten. Die Kopfstütze darf sich nicht aus der Leh-
ne herausziehen lassen.
– Klappen Sie die Rückenlehne zurück, bis sie korrekt einrastet
⇒
in Gepäckraum vergrößern auf Seite 136.
ACHTUNG
● Beachten Sie die allgemeinen Hinweise.
● Bauen Sie die Kopfstützen hinten nur dann aus, wenn zum Einbau ei-
nes Kindersitzes erforderlich ⇒ Seite 48. Wenn Sie den Kindersitz aus-
bauen, bauen Sie die Kopfstütze sofort wieder ein. Das Fahren mit ausge-
bauten oder nicht richtig eingestellten Kopfstützen erhöht das Risiko
schwerer Verletzungen.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
Page 153 of 301

152Fahren
Die Handbremse sollte stets fest angezogen werden, damit nicht versehent-
lich mit leicht angezogener Handbremse gefahren wird ⇒
.
Bei angezogener Handbremse und eingeschalteter Zündung leuchtet die
Kontrollleuchte auf. Bei gelöster Handbremse erlischt die Kontrollleuch-
te.
Wird mit angezogener Handbremse schneller als 6 km/h gefahren, er-
scheint im Display des Kombi-Instruments folgender Informationstext*:
HANDBREMSE ANGEZOGEN. Zusätzlich ertönt ein akustisches Warnsignal.
ACHTUNG
● Benutzen Sie niemals die Handbremse zum Abbremsen des fahren-
den Fahrzeugs. Der Bremsweg ist um vieles länger, da nur die hinteren
Räder abgebremst werden. Unfallgefahr!
● Eine nur zum Teil gelöste Handbremse kann zum Überhitzen der hint-
eren Bremsen führen und somit die Funktion der Bremsanlage negativ
beeinflussen - Unfallgefahr! Außerdem führt es zum vorzeitigen Ver-
schleiß der hinteren Bremsbeläge.
VORSICHT
Immer wenn Sie das Fahrzeug verlassen, sollten Sie die Handbremse fest
anziehen. Legen Sie zusätzlich den 1. Gang ein.
Parken
Beim Parken sollte immer die Handbremse fest angezogen
werden.
Wenn Sie parken, beachten Sie Folgendes:
– Halten Sie das Fahrzeug mit der Fußbremse an. –
Ziehen Sie die Handbremse an.
– Legen Sie den 1. Gang ein.
– Schalten Sie den Motor aus und ziehen Sie den Zündschlüssel
aus dem Zündschloss. Drehen Sie etwas das Lenkrad, um die
Lenkungssperre einzurasten.
– Lassen Sie den Schlüssel nie im Fahrzeug liegen ⇒
.
Zusätzliche Hinweise zum Parken an Steigungen und Gefällen:
Drehen Sie das Lenkrad so, dass das Fahrzeug gegen den Bordstein rollt,
falls es sich in Bewegung setzt.
● Wenn das Fahrzeug in Richtung bergab steht, drehen Sie die Vorder-
räder nach rechts, so dass sie in Richtung des Bordsteins zeigen.
● Wenn das Fahrzeug in Richtung bergauf steht, drehen Sie die Vorder-
räder nach links, so dass sie entgegen der Richtung des Bordsteins zeigen.
● Sichern Sie das Fahrzeug wie gewöhnlich, in dem Sie die Handbremse
fest anziehen und den 1. Gang einlegen.
ACHTUNG
● Vermeiden Sie jegliches Risiko, indem Sie das Fahrzeug in diesen Fäl-
len nie unbeaufsichtigt lassen.
● Parken Sie das Fahrzeug niemals in Umgebungen, in denen das heiße
Abgassystem mit trockenem Gras, Buschwerk, ausgelaufenem Kraftstoff
oder anderen leicht entzündbaren Materialien in Berührung kommen
kann.
● Gestatten Sie den Fahrgästen nicht, in einem abgeschlossenen Fahr-
zeug zu verbleiben, da diese die Türen und die Fenster nicht von innen
öffnen und dadurch im Notfall das Fahrzeug nicht verlassen können. Au-
ßerdem erschweren verschlossene Türen die Rettung der Insassen von
außen.
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156Fahren
Hinweis
● Sie können selbst steuern, ob der Motor abgestellt wird oder nicht, in-
dem Sie die Bremskraft verringern oder erhöhen. Wenn Sie die Bremse z. B.
im Stop-and-Go-Verkehr oder beim Abbiegen nur leicht treten, wird bei Fahr-
zeugstillstand keine Stopp-Phase eingeleitet. Sobald Sie die Bremse stärker
treten, wird der Motor abgestellt.
● Treten Sie bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe während einer Stopp-Pha-
se die Fußbremse, um das Fahrzeug gegen Wegrollen zu sichern.
● Wenn Sie bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe den Motor „abwürgen“,
können Sie ihn direkt wieder starten, indem Sie das Kupplungspedal sofort
treten.
Allgemeine Hinweise
Der reguläre Start-Stopp-Betrieb kann aus verschiedenen
Gründen systemseitig abgebrochen werden.
Motor wird nicht abgestellt
Das System überprüft vor jeder Stopp-Phase, ob bestimmte Bedingungen
erfüllt sind. Der Motor wird z. B. in den folgenden Situationen nicht abge-
stellt.
● Der Motor hat die Mindesttemperatur für den Start-Stopp-Betrieb noch
nicht erreicht.
● Die per Klimaanlage gewählte Innentemperatur ist noch nicht erreicht.
● Die Innentemperatur ist sehr hoch/tief.
● Die Defrostfunktion ist eingeschaltet ⇒ Seite 139.
● Die Einparkhilfe* ist eingeschaltet.
● Der Ladezustand der Batterie ist zu niedrig.
● Das Lenkrad ist stark eingeschlagen oder es findet eine Lenkbewegung
statt. ●
Es besteht die Gefahr eines Beschlagens.
● Nach dem Einlegen des Rückwärtsgangs.
● Bei starker Neigung.
Als Hinweis erscheint im Display des Kombi-Instruments , im Fahrerinfor-
mationssystem* zusätzlich .
Motor startet selbsttätig wieder
Während einer Stopp-Phase wird z. B. in den folgenden Situationen der re-
guläre Start-Stopp-Betrieb abgebrochen. Der Motor startet ohne Aktion des
Fahrers wieder.
● Die Innentemperatur weicht von dem per Klimaanlage gewählten Wert
ab.
● Die Defrostfunktion ist eingeschaltet ⇒ Seite 139.
● Die Bremse wurde mehrmals nacheinander getreten.
● Der Ladezustand der Batterie wird zu niedrig.
● Hoher Stromverbrauch.
Hinweis
Wenn Sie bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe nach dem Einlegen des
Rückwärtsgangs die Wählhebelstellung D, N oder S einlegen, muss das
Fahrzeug über 10 km/h gefahren sein, damit das System den Motor erneut
abstellen kann.
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160Fahren
ACHTUNG
● Bei stehendem Fahrzeug darf auf gar keinen Fall unachtsam Gas ge-
geben werden. Das Fahrzeug setzt sich sonst sofort in Bewegung - unter
Umständen auch, wenn die Parkbremse geschlossen ist - Unfallgefahr!
● Schalten Sie niemals während der Fahrt den Wählhebel in die Stel-
lung R oder P. Andernfalls besteht Unfallgefahr!
● Bei laufendem Motor ist es in allen Wählhebelstellungen (außer P) er-
forderlich, das Fahrzeug mit dem Bremspedal zu halten, weil auch bei
Leerlaufdrehzahl die Kraftübertragung nicht ganz unterbrochen wird - der
Wagen „kriecht“. Ist bei stehendem Fahrzeug ein Fahrbereich eingelegt,
darf auf gar keinen Fall unachtsam Gas gegeben werden. Das Fahrzeug
setzt sich sonst sofort in Bewegung - unter Umständen auch, wenn die
Parkbremse geschlossen ist - Unfallgefahr!
● Geben Sie kein Gas, wenn Sie bei stehendem Fahrzeug und laufen-
dem Motor die Wählhebelstellung verändern. Andernfalls besteht Unfall-
gefahr!
● Verlassen Sie als Fahrer niemals Ihr Fahrzeug mit laufendem Motor
und eingelegter Fahrstufe. Wenn Sie bei laufendem Motor Ihr Fahrzeug
verlassen müssen, schließen Sie die Handbremse und legen Sie die Park-
sperre P ein.
● Bevor Sie oder andere Personen die Motorraumklappe öffnen und am
laufenden Motor arbeiten, ist der Wählhebel in Stellung P zu bringen und
die Handbremse zu betätigen - Unfallgefahr! Beachten Sie unbedingt die
Warnhinweise ⇒ Seite 217, Arbeiten im Motorraum.
Hinweis
● Falls Sie während der Fahrt versehentlich auf N geschaltet haben, soll-
ten Sie das Gas wegnehmen und die Leerlaufdrehzahl des Motors abwar-
ten, bevor Sie wieder in die Fahrstufe D bzw. S schalten.
● Bei einer Unterbrechung der Stromversorgung lässt sich der Wählhebel
in Stellung P nicht mehr bewegen. In diesem Fall kann der Wählhebel no-
tentriegelt werden ⇒ Seite 168. Wählhebelsperre
Die Wählhebelsperre verhindert, dass versehentlich eine
Fahrstufe eingelegt wird und sich dadurch das Fahrzeug un-
beabsichtigt in Bewegung setzt.
Abb. 90 Wählhebelsper-
re
Die Wählhebelsperre wird wie folgt gelöst:
– Schalten Sie die Zündung ein.
– Treten Sie das Bremspedal und halten Sie gleichzeitig die
Sperrtaste gedrückt.
Automatische Wählhebelsperre
Bei eingeschalteter Zündung ist der Wählhebel in den Stellungen P und N
gesperrt. Wenn sich der Wählhebel in Stellung P befindet, zum Lösen der
Wählhebelsperre das Bremspedal betätigen und gleichzeitig die Sperrtaste
drücken. Zur Erinnerung für den Fahrer erscheint bei Stellung P oder N des
Wählhebels folgende Meldung im Display: Beim Einlegen einer Fahrstufe im Stand Fußbremse betätigen.
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161
Fahren
Die Wählhebelsperre wirkt nur bei stehendem Fahrzeug und bei Geschwin-
digkeiten bis 5 km/h. Bei höheren Geschwindigkeiten wird die Sperre in der
Stellung N automatisch ausgeschaltet.
Beim zügigen Schalten über die Position N (z. B. von R nach D) wird der
Wählhebel nicht gesperrt. Dadurch wird z. B. ein „Herausschaukeln“ bei
festgefahrenem Fahrzeug ermöglicht. Befindet sich der Hebel bei nicht ge-
tretenem Bremspedal länger als etwa 2 Sekunden in der Stellung N, rastet
die Wählhebelsperre ein.
Sperrtaste
Die Sperrtaste im Wählhebelgriff verhindert das versehentliche Schalten in
einige Wählhebelstellungen. Wenn Sie die Sperrtaste drücken, wird die
Wählhebelsperre aufgehoben. In der Abbildung sind die Positionen, in de-
nen die Sperrtaste gedrückt werden muss, farblich hervorgehoben
⇒ Abb. 90.
Zündschlüssel-Abzugssperre
Der Zündschlüssel lässt sich nach dem Ausschalten der Zündung nur abzie-
hen, wenn sich der Wählhebel in der Stellung P befindet. Solange der Zünd-
schlüssel abgezogen ist, ist der Wählhebel in Stellung P gesperrt.
Hinweis
● Falls die Wählhebelsperre nicht einrastet, liegt eine Störung vor. Um ein
unbeabsichtigtes Anfahren zu verhindern, ist der Antrieb unterbrochen. Um
die Wählhebelsperre wieder einrasten zu lassen, gehen Sie wie folgt vor:
● >6-Gang Schaltgetriebe: Betätigen Sie das Bremspedal und lassen Sie
es wieder los.
● >7-Gang Schaltgetriebe: Betätigen Sie das Bremspedal. Stellen Sie den
Wählhebel in die Position P oder N und legen Sie anschließend eine Fahr-
stufe ein.
● Bewegt sich das Fahrzeug trotz eingelegter Fahrstufe weder vorwärts
noch rückwärts, gehen Sie wie folgt vor: ●
Wenn sich das Fahrzeug nicht in die gewünschte Richtung bewegt, kann
die Fahrstufe systemseitig nicht korrekt eingelegt sein. Das Bremspedal tre-
ten und die Fahrstufe erneut einlegen.
● Wenn sich das Fahrzeug immer noch nicht in die gewünschte Richtung
bewegt, liegt eine Systemstörung vor. Fachmännische Hilfe in Anspruch
nehmen und System prüfen lassen.
Hinweise für den Fahrbetrieb
Die Vorwärtsgänge werden automatisch hoch- oder herun-
tergeschaltet.
Bei niedrigen Temperaturen (unter -10 °C) kann der Motor nur an-
springen, wenn sich der Wählhebel in Stellung P oder N befindet,
der Motor kann nur anspringen, wenn sich der Wählhebel in Stel-
lung P befindet.
Anfahren
– Treten und halten Sie das Bremspedal.
– Halten Sie die Sperrtaste (Taste im Wählhebelgriff) gedrückt, le-
gen Sie die gewünschte Wählhebelstellung ein, beispielsweise
D ⇒ Seite 159, und lassen Sie die Sperrtaste los.
– Warten Sie eine kurze Zeit, bis das Getriebe geschaltet hat
(leichter Einschaltruck spürbar).
– Lassen Sie das Bremspedal los und geben Sie Gas ⇒
.
Vorübergehend anhalten
– Halten Sie das Fahrzeug durch Betätigen der Fußbremse fest, z.
B. vor Ampeln. Geben Sie dabei kein Gas.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten