lock YAMAHA TTR50 2008 Betriebsanleitungen (in German)
[x] Cancel search | Manufacturer: YAMAHA, Model Year: 2008, Model line: TTR50, Model: YAMAHA TTR50 2008Pages: 80, PDF-Größe: 2.38 MB
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ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
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3
GAU39861
Drehzahlbegrenzer Ihr Motorrad wurde mit einem einstellbaren
Drehzahlbegrenzer ausgeliefert. Der Dreh-
zahlbegrenzer verhindert eine vollständige
Öffnung der Drosselklappe selbst bei maxi-
malem Stellweg des Gasdrehgriffs.
1. Die Kontermutter lockern.
2. Zur Steigerung der maximal verfügba-
ren Motorleistung und der Höchstge-
schwindigkeit des Motorrads ist die
Einstellschraube in Richtung (a) zu
drehen. Zur Minderung der maximal
verfügbaren Motorleistung und der
Höchstgeschwindigkeit des Motorrads
ist die Einstellschraube in Richtung (b)
zu drehen.
3. Die Kontermutter festziehen.
WARNUNG
GWA14401
Die unsachgemäße Einstellung des
Drehzahlbegrenzers kann eine fehlerhaf-
te Funktion der Drosselklappe verursa-
chen. Sie könnten die Kontrolle verlie-
ren, einen Unfall haben oder verletzt
werden. Drehen Sie die Einstellschraube
nicht weiter als 25 mm (0.98 in) heraus.
Immer sicher stellen, dass der Leerweg
des Gaszugs auf 3.0–5.0 mm (0.12–0.20 in) eingestellt wird. (Siehe Seite 6-12.)
GAU39850
Fußschalthebel Dieses Motorrad ist mit einem 3-Gang-Ge-
triebe mit ständig im Eingriff stehenden
Gangrädern ausgestattet. Der Fußschalt-
hebel befindet sich auf der linken Seite des
Motors. Der Leerlauf befindet sich in der un-
tersten Stellung.
1. Kontermutter
2. Einstellschraube
12
(b)
(a)
1. Nicht mehr als 25 mm (0.98 in)
1
1. Fußschalthebel
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
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6
GAU21360
Leerlaufdrehzahl einstellen Die Leerlaufdrehzahl muss in den empfoh-
lenen Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle folgendermaßen geprüft
und ggf. eingestellt werden.HINWEIS:Für diese Einstellung wird ein Diagnose-Drehzahlmesser benötigt.
1. Den Drehzahlmesser an das Zündker-
zenkabel anschließen.
2. Den Motor anlassen und einige Minu-
ten lang bei einer Drehzahl von 1000 –
2000 U/min warm laufen lassen, gele-
gentlich die Drehzahl auf 4000 –5000
U/min erhöhen.HINWEIS:Der Motor ist ausreichend warm gelaufen, wenn er spontan auf Gasgeben anspricht.
3. Prüfen Sie die Leerlaufdrehzahl des
Motors und stellen Sie sie, falls erfor-
derlich, durch Drehen der Leerlaufein-
stellschraube auf den vorgeschriebe-
nen Wert ein. Zum Erhöhen der
Leerlaufdrehzahl die Einstellschraube
in Richtung (a) drehen. Zum Verrin-
gern der Leerlaufdrehzahl die Einstell-
schraube in Richtung (b) drehen.
HINWEIS:Falls sich die Leerlaufdrehzahl nicht wie
oben beschrieben einstellen lässt, den Mo-
tor von einer Yamaha-Fachwerkstatt über-prüfen lassen.
GAU21370
Gaszugspiel einstellen Das Gaszugspiel sollte am Gasdrehgriff
3.0–5.0 mm (0.12–0.20 in) betragen. Das
Gaszugspiel am Drehgriff regelmäßig prü-
fen und ggf. folgendermaßen einstellen.HINWEI
S:
Vor dem Prüfen des Gaszugspiels die Leer-laufdrehzahl prüfen und ggf. korrigieren.
1. Die Kontermutter lockern.
2. Zum Erhöhen des Gaszugspiels die
Einstellmutter in Richtung (a) drehen.
Zum Verringern des Gaszugspiels die
Einstellmutter in Richtung (b) drehen.
1. Leerlaufeinstellschraube
Leerlaufdrehzahl:
1600–1800 U/min
1
(a) (b)
1. Spiel des Gaszugs
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
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GAU21940
Speichenräder Optimale Lenkstabilität, Lebensdauer und
Fahrsicherheit Ihres Motorrads sind nur
durch Beachtung der folgenden Punkte ge-
währleistet.
Die Radfelgen sollten vor jeder Fahrt
auf Risse, Verbiegung oder Verzug,
und die Speichen auf Lockerheit oder
Beschädigung überprüft werden. Bei
Mängeln an Reifen oder Rädern das
Rad von einer Yamaha-Fachwerkstatt
ersetzen lassen. Selbst kleinste Repa-
raturen an Rädern und Reifen nur von
einer Fachwerkstatt ausführen lassen.
Verformte oder eingerissene Felgen
müssen ausgetauscht werden.
Nach dem Austausch von Felgen
und/oder Reifen muss das Rad ausge-
wuchtet werden. Eine Reifenunwucht
beeinträchtigt die Fahrstabilität, ver-
mindert den Fahrkomfort und verkürzt
die Lebensdauer des Reifens.
Nach dem Reifenwechsel zunächst
mit mäßiger Geschwindigkeit fahren,
denn bevor der Reifen seine optimalen
Eigenschaften entwickeln kann, muss
seine Lauffläche vorsichtig eingefah-
ren werden.
GAU40431
Zubehör und Ersatzteile
WARNUNG
GWA14481
Die Zubehör- und Ersatzteile, die Sie für
Ihr Fahrzeug auswählen, sollten speziell
für Ihr Modell ausgelegt sein. Sie sind si-
cher und fest zu montieren, damit die
Stabilität des Originalmodells erhalten
bleibt. Originalteile und Original-Zube-
hör von Yamaha sind für Ihr Fahrzeug
ausgelegt und geprüft. Yamaha emp-
fiehlt dringend, ausschließlich Origi-
nalteile und Original-Zubehör von
Yamaha zu verwenden. Die Verwendung
nicht von Yamaha zugelassener Zube-
hör- oder Ersatzteile kann zum Verlust
des stabilen und sicheren Fahrverhal-
tens führen. Da Yamaha keinen Einfluss
auf die Qualität der Zubehör- und Ersatz-
teile von Fremdherstellern hat, über-
nimmt Yamaha keine Haftung für irgend-
welche Folgeschäden, die durch die
Verwendung von Teilen verursacht wur-
den, die nicht von Yamaha genehmigt wurden.
GAU44661
Kupplungsspiel einstellen Das Kupplungsspiel muss in den empfohle-
nen Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle folgendermaßen geprüft
und ggf. eingestellt werden.
1. Die Kontermutter lockern.
2. Die Kupplungs-Einstellschraube lang-
sam in Richtung (a) drehen, bis Wider-
stand spürbar ist, danach die Schrau-
be 1/8 Umdrehung in Richtung (b)
drehen.HINWEIS:Drehen der Kupplungs-Einstellschraube in
Richtung (a) verringert das Kupplungsspiel
und Drehen in Richtung (b) vergrößert das Kupplungsspiel.1. Kontermutter
2. Kupplungs-Einstellschraube
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
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6
Der Verschleiß der Trommelbremsbeläge
vorn und hinten muss in den empfohlenen
Abständen gemäß Wartungs- und Schmier-
tabelle geprüft werden. Jede Bremse weist
einen Verschleißanzeiger auf, der ein Prü-
fen der Trommelbremsbeläge ohne Ausbau
erlaubt. Zur Prüfung des Bremsbelagver-
schleißes die Bremse betätigen und die
Verschleißanzeiger beobachten. Ist ein
Bremsbelag derartig verschlissen, dass das
Limit auf dem Verschleißanzeiger erreicht
ist, müssen Sie die Trommelbremsbeläge
schnellstmöglich von einer Yamaha-Fach-
werkstatt austauschen lassen.
GAU22760
Antriebsketten-Durchhang Den Antriebsketten-Durchhang vor jeder
Fahrt prüfen und ggf. korrigieren.
GAU22773
Kettendurchhang prüfen
1. Das Motorrad auf den Seitenständer
stellen.HINWEIS:Beim Messen und Regeln des Antriebsket-
ten-Durchhangs darf auf dem Fahrzeug kei-ne Belastung sein.
2. Das Getriebe in die Leerlaufstellung
schalten.
3. Das Motorrad schieben, um die
straffste Stelle der Kette ausfindig zu
machen, und dann den Kettendurch-
hang an dieser Stelle, wie in der Abbil-
dung gezeigt, messen.4. Den Antriebsketten-Durchhang ggf.
folgendermaßen korrigieren.
GAU40110
Antriebskettendurchhang einstellen
1. Die Einstellmutter des Fußbremshe-
belspiels, die Achsmutter und die Kon-
termuttern an beiden Enden der
Schwinge lockern.
Antriebsketten-Durchhang:
35.0–45.0 mm (1.38–1.77 in)1. Antriebsketten-Durchhang
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
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6
2. Zum Straffen der Antriebskette die
Einstellmuttern an beiden Enden des
Kettenspanners in Richtung (a) dre-
hen. Zum Lockern der Antriebskette
die Einstellmuttern an beiden Enden
des Kettenspanners in Richtung (b)
drehen und dann das Hinterrad nach
vorn drücken.HINWEIS:Beide Kettenspanner jeweils gleichmäßig
einstellen, damit die Ausrichtung sich nicht
verstellt. Die Markierungen auf beiden Sei-
ten der Schwinge dienen zum korrekten Ausrichten des Hinterrads.
ACHTUNG:
GCA10570
Eine falsch gespannte Antriebskette ver-
ursacht erhöhten Verschleiß von Motor
und anderen wichtigen Teilen des Mo-
torrads und kann dazu führen, dass die
Kette reißt oder abspringt. Daher darauf
achten, dass der Kettendurchhang sich im Sollbereich befindet.
3. Beide Kontermuttern und die Achs-
mutter mit dem vorgeschriebenen An-
zugsmoment festziehen.4. Spiel des Fußbremshebels einstellen.
(Siehe Seite 6-17.)
1. Einstellmutter für das Spiel des Fußbrems-
hebels
2. Einstellmutter des Antriebskettendurch-
hangs
3. Kontermutter
1
2
3
1. Achsmutter
2. Kontermutter
3. Einstellmutter des Antriebskettendurch-
hangs
4. Ausrichtungsmarkierungen
1(b) 4(a)
2
3
Anzugsdrehmomente:
Kontermutter:
7.0 Nm (0.7 m·kgf, 5.1 ft·lbf)
Achsmutter:
60 Nm (6.0 m·kgf, 43 ft·lbf)
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
6-23
6
GAU23280
Lenkung prüfen Verschlissene oder lockere Lenkungslager
stellen eine erhebliche Gefährdung dar. Da-
rum muss der Zustand der Lenkung folgen-
dermaßen in den empfohlenen Abständen
gemäß Wartungs- und Schmiertabelle ge-
prüft werden.
1. Den Motor so aufbocken, dass das
Vorderrad frei in der Luft schwebt.
WARNUNG
GWA10750
Das Fahrzeug sicher abstützen, damit es nicht umfallen kann.
2. Die unteren Enden der Teleskopgabel
greifen und versuchen, sie in Fahrt-
richtung hin und her zu bewegen. Ist
dabei Spiel spürbar, die Lenkung von
einer Yamaha-Fachwerkstatt überprü-
fen und instand setzen lassen.
GAU23290
Radlager prüfen Die Vorder- und Hinterradlager müssen in
den empfohlenen Abständen gemäß War-
tungs- und Schmiertabelle geprüft werden.
Falls ein Radlager zu viel Spiel aufweist
oder das Rad nicht leichtgängig dreht, die
Radlager von einer Yamaha-Fachwerkstatt
überprüfen lassen.
GAU40440
Batterie Dieses Modell ist mit einer versiegelten Bat-
terie (MF) ausgestattet, die absolut war-
tungsfrei ist. Die Kontrolle des Säurestands
und das Auffüllen von destilliertem Wasser
entfallen deshalb.
WARNUNG
GWA10760
Die Batterie enthält giftige Schwe-
felsäure, die schwere Verätzungen
hervorrufen kann. Daher beim Um-
gang mit Batterien stets einen ge-
eigneten Augenschutz tragen. Au-
gen, Haut und Kleidung unter
keinen Umständen mit Batteriesäu-
re in Berührung bringen. Im Falle,
dass Batteriesäure mit Haut in Be-
rührung kommt, führen Sie die fol-
genden ERSTE HILFE-Maßnahmen
durch.
ÄUßERLICH: Mit reichlich Was-
ser abspülen.
INNERLICH: Große Mengen Was-
ser oder Milch trinken und sofort
einen Arzt rufen.
AUGEN: Mindestens 15 Minuten
lang gründlich mit Wasser spü-
len und sofort einen Arzt aufsu-
chen.
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
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5. Den Bremszug an den Bremswellen-
hebel, und dann die Einstellmutter für
das Bremszug-Spiel an den Bremszug
montieren.
6. Das Handbremshebel-Spiel einstel-
len. (Siehe Seite 6-16.)
7. Mit angezogener Vorderradbremse
mehrmals kräftig den Lenker nieder-
drücken, um die Teleskopgabel auf
korrekte Funktion zu prüfen.
8. Den Schutz an jedem Gabelholm fest-
schrauben.
GAU25080
Hinterrad
GAU39770
Hinterrad ausbauen
WARNUNG
GWA10820
Wartungsarbeiten an den Rädern
sollten grundsätzlich von einer
Yamaha-Fachwerkstatt durchge-
führt werden.
Das Motorrad sicher abstützen, da-mit es nicht umfallen kann.
1. Die Achsmutter lösen.2. Die Einstellmutter für das Fußbrem-
spedal-Spiel abschrauben und dann
das Bremsgestänge vom Bremswel-
lenhebel lösen.
3. Die Kontermutter und Einstellmutter
der Antriebskette auf beiden Seiten
der Schwinge lockern.
4. Das Hinterrad entsprechend dem Ver-
fahren auf Seite 6-26 anheben.
5. Die Achsmutter und Unterlegscheibe
abschrauben und dann die Radachse
herausziehen. Anzugsdrehmoment:
Achsmutter:
35 Nm (3.5 m·kgf, 25 ft·lbf)
1. Achsmutter
2. Unterlegscheibe
3. Einstellmutter des Antriebskettendurch-
hangs
4. Kontermutter
1
4
3
2
1. Einstellmutter für das Spiel des Fußbrems-
hebels
2. Bremsgestänge
3. Bremswellenhebel
1
2
3
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