ABS YAMAHA TW125 2003 Betriebsanleitungen (in German)
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6-5
Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
6
GAU01122
Abdeckungen abnehmen und
montieren
Die hier abgebildeten Abdeckungen müs-
sen für manche in diesem Kapitel be-
schriebenen Wartungs- und Reparatur-
arbeiten abgenommen werden. Für die
Demontage und Montage der einzelnen
Abdeckungen sollte jeweils auf die nach-
folgenden Abschnitte zurückgegriffen
werden.
1
1. Abdeckung A
1
1. Abdeckung B
GAU01492
Abdeckung A
Abdeckung abnehmen
Die Abdeckung losschrauben und dann
an der gezeigten Stelle nach außen
abziehen.
2
1
1. Abdeckung A
2. Schraube (×2)
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6-7
Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
6
GAU01833
Zündkerze prüfen
Eine ordnungsgemäße Funktion des
Motors wird wesentlich von Funktion und
Zustand der Zündkerzen, der relativ ein-
fach zu prüfen ist, mitbestimmt. Da
Verbrennungswärme und Ablagerungen
die Funktionstüchtigkeit der Kerzen im
Laufe der Zeit vermindern, müssen die
Zündkerzen in den empfohlenen Abstän-
den gemäß Wartungs- und Schmier-
tabelle herausgenommen und geprüft
werden. Der Zustand der Zündkerzen
erlaubt Rückschlüsse auf den Zustand
des Motors.Zünkerze ausbauen
1. Zündkerzenstecker abziehen.
1
1. Zündkerzenstecker
2. Zündkerze wie gezeigt mit dem
Zündkerzenschlüssel
(Bordwerkzeug) ausschrauben.
1
1. Zündkerzenschlüssel
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6-8
Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
6
Zündkerze prüfen
1. Der die Mittelelektrode umgebende
Porzellanisolator ist bei richtig einge-
stelltem Motor und normaler Fahr-
weise rehbraun.
HINWEIS:
Weist die Zündkerze eine stark abwei-
chende Färbung auf, könnte der Motor
defekt sein und die Funktion des Motors
sollte von einer YAMAHA-Fachwerkstatt
überprüft werden. Versuchen Sie nicht,
derartige Probleme selbst zu diagnosti-
zieren.
2. Bei fortgeschrittenem Abbrand der
Mittelelektroden oder übermäßigen
Ölkohleablagerungen die Zündker-
zen durch neue mit vorgeschriebe-
nem Wärmewert ersetzen.Einbau der Zündkerze
1. Elektrodenabstand mit einer Fühler-
lehre messen und erforderlichenfalls
korrigieren.
2. Die Sitzfläche der Kerzendichtung
reinigen; Schmutz und Fremdkörper
vom Gewinde abwischen.
3. Zündkerze mit dem Zündkerzen-
schlüssel einschrauben und auf das
vorgeschriebene Anzugsmoment
anziehen.
a
a. Elektrodenabstand
HINWEIS:
Steht beim Einbau einer Zündkerze kein
Drehmomentschlüssel zur Verfügung,
läßt sich das vorgeschriebene Anzugs-
moment annähernd erreichen, wenn die
Zündkerze handfest eingedreht und
anschließend noch um 1/4–1/2 Drehung
weiter festgezogen wird. Das Anzugs-
moment sollte jedoch möglichst bald mit
einem Drehmomentschlüssel nach
Vorschrift korrigiert werden.
4. Zündkerzenstecker aufsetzen. Elektrodenabstand:
0,6–0,7 mm
Anzugsmoment:
Zündkerze:
17,5 Nm (1,75 m·kgf)
Empfohlene Zündkerze:
DR8EA (NGK)
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6-9
Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
6
GAU04616
Motoröl und Ölfiltereinsatz
Der Motorölstand sollte vor Fahrtbeginn
geprüft werden. Außerdem muß in den
empfohlenen Abständen, gemäß der
Wartungs- und Schmiertabelle, das
Motoröl gewechselt und der Ölfilterein-
satz gereinigt werden.
Ölstand prüfen
1. Das Motorrad auf einem ebenen
Untergrund abstellen und in gerader
Stellung halten.
HINWEIS:
Sicherstellen, daß das Fahrzeug bei der
Kontrolle des Ölstands vollständig gerade
steht. Selbst geringfügige Neigung zur
Seite kann bereits zu einem falschen
Meßergebnis führen.
2. Den Motor anlassen, einige Minuten
lang warmlaufen lassen und dann
abstellen.3. Einige Minuten warten, damit sich
das Öl setzen kann. Dann den
Ölstand durch das Schauglas rechts
unten am Kurbelgehäuse ablesen.
HINWEIS:
Der Ölstand sollte sich zwischen der
Minimal- und Maximalstand-Markierung
befinden.
4. Falls der Ölstand unter der
Minimalstand-Markierung liegt, Öl
der empfohlenen Sorte bis zum vor-
geschriebenen Stand nachfüllen.
2
3 1
1. Motorölstand-Schauglas
2. Maximalstand
3. Minimalstand
Öl wechseln (mit/ohne Filterreinigung)
1. Den Motor anlassen, einige Minuten
lang warmlaufen lassen und dann
abstellen.
2. Ein Ölauffanggefäß unter den Motor
stellen, um das Altöl aufzufangen.
3. Den Einfüllschraubverschluß und die
Ablaßschraube herausdrehen, um
das Motoröl aus dem Kurbelgehäuse
abzulassen.
1
1. Motoröl-Einfüllschraubverschluß
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6-12
Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GCA00133
dD
8Um ein Durchrutschen der Kupp-
lung zu vermeiden (da das Motor-
öl auch die Kupplung schmiert),
mischen Sie keine chemischen
Zusätze bei. Verwenden Sie keine
Öle mit Diesel-Spezifikation „CD“
oder Öle von höherer Qualität als
angegeben. Auch Öle der Klasse
„ENERGY CONSERVING
II“ oder
höher nicht verwenden.
8Darauf achten, daß keine Fremd-
körper in das Kurbelgehäuse ein-
dringen.
13. Den Motor anlassen und einige
Minuten lang im Leerlaufbetrieb auf
Undichtigkeiten prüfen. Tritt irgend-
wo Öl aus, den Motor sofort abstel-
len und die Ursache feststellen.
14. Den Motor abstellen, den Ölstand
erneut prüfen und ggf. Öl nachfüllen.
GAU04216
Luftfiltereinsatz und
Luftfiltergehäuse-
Ablaßschlauch reinigen
Der Luftfiltereinsatz sollte in den empfoh-
lenen Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle gereinigt werden. Bei
übermäßig staubigem oder feuchtem
Einsatz ist der Filter häufiger zu reinigen.
Außerdem sollte der Luftfiltergehäuse-
Ablaßschlauch regelmäßig geprüft und
gereinigt werden.
Luftfiltereinsatz reinigen
1. Die Abdeckung A abnehmen; siehe
dazu Seite 6-5.2. Den Luftfilter-Gehäusedeckel
abschrauben.
1
2
2
1. Luftfilter-Gehäusedeckel
2. Schraube (×4)
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6-14
Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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Luftfiltergehäuse-Ablaßschlauch reini-
gen
1. Den Ablaßschlauch an der Unter-
seite des Luftfiltergehäuses prüfen.
2. Bei Ansammlung von Schmutz und
Wasser den Schlauch lösen, reini-
gen und dann wieder anschließen.
1
1. Luftfiltergehäuse-Ablaßschlauch
GAU00629
Vergaser einstellen
Der Vergaser ist ein wesentlicher Be-
standteil des Motors und erfordert eine
höchst genaue Einstellung. Die meisten
Einstellarbeiten sollten einer YAMAHA-
Fachwerkstatt vorbehalten bleiben, die
über die notwendigen Kenntnisse und
Erfahrungen verfügt. Die im folgenden
beschriebene Einstellung können Sie
jedoch im Rahmen der regelmäßigen
Wartung selbst ausführen.
GC000094
dD
Die im YAMAHA-Werk vorgenommene
Vergasereinstellung beruht auf zahlrei-
chen Tests. Eine Anderung dieser
Einstellung kann zu Leistungsabfall
und Motorschäden führen.
GAU04757
Einstellen der Leerlaufdrehzahl
Die Leerlaufdrehzahl muß in den empfoh-
lenen Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle folgendermaßen geprüft
und ggf. eingestellt werden:
Der Motor sollte vor dieser Einstellung
warmgelaufen sein.
HINWEIS:
8Der Motor ist ausreichend warmge-
laufen, wenn er spontan auf
Gasgeben anspricht.
8Für diese Einstellung wird ein
Diagnose-Drehzahlmesser benötigt.
1. Den Diagnose-Drehzahlmesser am
Zündkerzenkabel anbringen.
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6-16
Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GAU00637
Ventilspiel einstellen
Mit zunehmender Betriebszeit verändert
sich das Ventilspiel, wodurch die Zylin-
derfüllung nicht mehr den optimalen Wert
erreicht und/oder Motorgeräusche entste-
hen können. Um dem vorzubeugen, muß
das Ventilspiel in den empfohlenen
Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle von einer YAMAHA-
Fachwerkstatt geprüft und ggf. eingestellt
werden.
GAU04401
Reifen
Optimale Lenkstabilität, Lebensdauer und
Fahrsicherheit sind nur durch Beachtung
der folgenden Punkte gewährleistet.
Reifenluftdruck
Den Reifenluftdruck vor Fahrtantritt prü-
fen und ggf. korrigieren; siehe dazu fol-
gende Tabelle.
GW000082
W
8Den Reifenluftdruck stets bei kal-
ten Reifen (d. h. Reifentemperatur
entspricht Umgebungstempera-
tur) prüfen und korrigieren.
8Der Reifenluftdruck ist stets der
Zuladung (d. h. dem Gesamtge-
wicht von Fahrer, Beifahrer,
Gepäck und zulässigem Zubehör)
sowie der Fahrgeschwindigkeit
anzupassen.
Reifenluftdruck (bei kaltem Reifen)
Zuladung* Vorn Hinten
Bis 90 kg
150 kPa
(1,50 kgf/cm2,
1,50 bar)150 kPa
(1,50 kgf/cm2,
1,50 bar)
90 kg–Maximum150 kPa
(1,50 kgf/cm2,
1,50 bar)175 kPa
(1,75 kgf/cm2,
1,75 bar)
Max. Gesamtzuladung* 180 kg
*Summe aus Fahrer, Beifahrer, Gepäck und Zubehör
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6-23
Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GAU00720
Bremsbeläge prüfen
Der Verschleiß der Scheibenbremsbeläge
vorn und Trommelbremsbeläge hinten
muß in den empfohlenen Abständen
gemäß Wartungs- und Schmiertabelle
geprüft werden.
GAU03938
Scheibenbremsbeläge vorn
Die Vorderradbremse weist Verschleiß-
anzeiger (Nuten) auf, die ein Prüfen der
Bremsbeläge ohne Ausbau erlauben.
Wenn eine Nut fast
verschwunden ist, die
Scheibenbremsbeläge schnellstmöglich
von einer YAMAHA-Fachwerkstatt aus-
tauschen lassen.
11
1. Verschleißanzeiger (×3)
GAU04502
Trommelbremsbeläge hinten
Die Hinterrad-Bremse weist einen
Verschleißanzeiger auf, der ein Prüfen
der Trommelbremsbeläge ohne Ausbau
erlaubt. Zur Prüfung des Bremsbelag-
verschleißes die Bremse betätigen und
die Verschleißanzeiger beobachten. Ist
ein Bremsbelag derartig verschlissen,
daß das Limit auf dem Verschleißanzei-
ger erreicht is, müssen Sie die Brems-
backen schnellstmöglich von einer
YAMAHA-Fachwerkstatt austauschen
lassen.
2
1
1. Verschleißgrenze
2. Verschleißanzeiger
VORNHINTEN
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6-24
Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GAU04856
Bremsflüssigkeitsstand prüfen
Bei Bremsflüssigkeitsmangel kann Luft in
die Bremsanlage eindringen und dessen
Funktion beeinträchtigen.
Vor Fahrtantritt kontrollieren, daß Brems-
flüssigkeit bis über die Mindeststandmar-
kierung reicht, und, falls erforderlich,
Bremsflüssigkeit nachfüllen. Ein niedriger
Bremsflüssigkeitsstand könnte darauf hin-
weisen, daß die Bremsbeläge abgenutzt
sind und/oder ein Leck im Bremssystem
vorhanden ist. Ist der Bremsflüssigkeits-
stand niedrig, sicherstellen daß die
Bremsbeläge auf Verschleiß und das
Bremssystem auf Lecks überprüft wird.
1
1. Minimalstand
Folgende Vorsichtsmaßregeln beachten:
8Beim Ablesen des Flüssigkeits-
stands muß der Vorratsbehälter für
Bremsflüssigkeit waagerecht stehen.
8Nur die empfohlene Bremsflüssigkeit
verwenden. Andere Bremsflüssig-
keiten können die Dichtungen
angreifen, Undichtigkeit verursachen
und dadurch die Bremsfunktion
beeinträchtigen.
8Ausschließlich Bremsflüssigkeit glei-
cher Marke und gleichen Typs nach-
füllen. Das Mischen verschiedener
Bremsflüssigkeiten kann chemische
Reaktionen hervorrufen, die die
Bremsfunktion beeinträchtigen.
8Darauf achten, daß beim Nachfüllen
kein Wasser in den Vorratsbehälter
gelangt. Wasser setzt den Siede-
punkt der Bremsflüssigkeit erheblich
herab und kann Dampfblasenbildung
verursachen.8Bremsflüssigkeit greift Lack und
Kunststoffteile an. Deshalb vorsich-
tig handhaben und verschüttete
Flüssigkeit sofort abwischen.
8Ein allmähliches Absinken des
Bremsflüssigkeitsstandes ist mit
zunehmendem Verschleiß der
Bremsbeläge normal. Jedoch bei
plötzlichem Absinken die Brems-
anlage von einer YAMAHA-Fach-
werkstatt überprüfen lassen.
Empfohlene Bremsflüssigkeit:
DOT 4
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GAU03985
Bremsflüssigkeit wechseln
Die Bremsflüssigkeit sollte in den emp-
fohlenen Abständen (siehe dazu die
Anmerkung unter der Tabelle „Wartungs-
intervalle und Schmierdienst“) von einer
YAMAHA-Fachwerkstatt gewechselt wer-
den. Außerdem müssen folgende Teile
nach der angegebenen Zeitspanne, ggf.
bei Undichtigkeit oder anderen Schäden
von einer YAMAHA-Fachwerkstatt ausge-
tauscht werden.
8Dichtringe (Hauptbremszylinder und
Bremssattel): alle zwei Jahre
8Bremsschlauch: alle vier Jahre
GAU00744
Antriebsketten-Durchhang
Den Antriebsketten-Durchhang vor
Fahrtantritt prüfen und ggf. korrigieren.
Kettendurchhang prüfen
1. Das Motorrad auf einem ebenen
Untergrund abstellen und in gerader
Stellung halten.
HINWEIS:
Beim Messen und Einstellen des Ketten-
durchhangs muß das Fahrzeug vollstän-
dig gerade stehen und unbeladen sein.2. Das Getriebe in die Leerlaufstellung
schalten.
3. Das Motorrad schieben, um die
straffste Stelle der Kette ausfindig zu
machen, und dann den Kettendurch-
hang an dieser Stelle, wie in der
Abbildung gezeigt, messen.
4. Den Antriebsketten-Durchhang ggf.
folgendermaßen korrigieren.
a
a. Antriebsketten-Durchhang
Antriebsketten-Durchhang
35–60 mm
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