sensor Seat Ateca 2016 Betriebsanleitung (in German)
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Bedienung
● mitt el
● ver
zögert
● deaktiviert
SEAT empfieh
lt den Funktionsmodus „mit-
tel“.
Abstandswarnung ein- oder ausschalten
Wenn der Sicherheitsabstand zum voraus-
fahrenden Fahrzeug überschritten wird, er-
scheint im Display des Kombi-Instruments ei-
ne entsprechende Warnung . Vergrö-
ßern Sie in einem solchen Fall den Sicher-
heitsabstand.
Die Vorwarnfunktion kann über das System
Easy Connect mittels der Taste und den
F u
nktion
sflächen SETUP und
F
ahr
er assistenzein- oder ausgeschaltet werden
››
›
Sei-
te 27.
Das System behält die vorgenommene Ein-
stellung beim nächsten Einschalten der Zün-
dung bei.
SEAT empfiehlt, die Funktion Abstandswar-
nung immer einzuschalten.
Umweltbeobachtungssystem Front
Assi
st in folgenden Situationen vorü-
bergehend ausschalten In den folgenden Situationen sollte Überwa-
c
hu
n
gssystem Front Assist aufgrund der Grenzen dieses Systems ausgeschaltet wer-
den
›››
:
● Wenn das Fahrzeug abgeschleppt wird.
● Wenn sich das Fahrzeug auf einem 1-Achs-
R o
l
lenprüfstand befindet.
● Wenn der Radarsensor defekt ist.
● Wenn der Radarsensor irgendeinen schwe-
ren Sc
hlag bekommen hat, z. B. bei einem
Auffahrunfall.
● Wenn er verschiedene Male unnötigerweise
eingreif
t.
● Wenn der Radarsensor vorübergehend mit
einem Zubehör w
ie z. B. einem zusätzlichen
Scheinwerfer oder etwas ähnlichem abge-
deckt wird.
● Wenn das Fahrzeug auf einen Lkw, eine
Fähre oder einen Z
ug verladen werden soll. ACHTUNG
Wenn Front Assist nicht bei den genannten
Situationen au sg
eschaltet wird, können Un-
fälle und schwere Verletzungen die Folge
sein.
● Schalten Sie Front Assist in kritischen Situ-
ationen aus. Systemgrenzen
Das Überwachungssystem Front Assist hat
be
stimmt
e physikalische, systembedingte Grenzen. Unter bestimmten Umständen kön-
nen sich so bei
spielsweise einige Reaktionen
des Systems aus Sicht des Fahrers als un-
zweckmäßig erweisen oder verspätet stattfin-
den. Aus diesem Grund muss er immer auf
ein Eingreifen gefasst sein.
Die folgenden Bedingungen können dazu
führen, dass das Überwachungssystem Front
Assist gar nicht oder zu spät reagiert:
● Beim Fahren enger Kurven.
● Wenn Vollgas gegeben wird.
● Wenn Front Assist ausgeschaltet oder ge-
stört
ist.
● Wenn die ASR manuell ausgeschaltet wur-
de.
● Wenn ESC die Regelung durchführt.
● Wenn mehrere Bremslichter des Fahrzeugs
oder des an
gehängten Anhängers eine elekt-
rische Störung aufweisen.
● Wenn der Radarsensor schmutzig oder ver-
deckt i
st.
● Wenn Metallgegenstände vorhanden sind,
z. B. Schienen auf
der Fahrbahn oder bei
Bauarbeiten eingesetzte Platten.
● Wenn das Fahrzeug rückwärts fährt.
● Wenn das Gaspedal stark getreten wird.
● Bei Schneefall oder starkem Regen.
● Bei schmalen Fahrzeugen wie z. B. Motorrä-
dern.
228
Page 233 of 356
Fahrerassistenzsysteme
nur innerhalb der Systemgrenzen. Die Verant-
wor
t
ung für rechtzeitiges Bremsen liegt im-
mer beim Fahrer. Gibt die Fußgängererken-
nung ein Warnsignal, bremsen Sie das Fahr-
zeug sofort mit dem Bremspedal oder wei-
chen Sie dem Fußgänger aus, je nach Ver-
kehrssituation.
● Die Fußgängererkennung allein kann keine
Unfälle oder s
chwere Verletzungen vermei-
den.
● Bei komplizierten Verkehrsverhältnissen
kann die Fußgän
gererkennung Falschwarnun-
gen ausgeben und unerwünscht auf die Brem-
sen eingreifen, wie zum Beispiel in Kurven
von Hauptstraßen.
● Ist die Funktion des Systems beeinträch-
tigt, beis
pielsweise weil der Radarsensor ab-
gedeckt ist oder sich verstellt hat, kann das
System Falschwarnungen ausgeben und uner-
wünscht auf die Bremsen eingreifen.
● Als Fahrer müssen sie immer darauf vorbe-
reitet
sein, die Kontrolle über das Fahrzeug
zu übernehmen. Hinweis
● Wenn die F ußgän
gererkennung eine Brem-
sung einleitet, ist das Bremspedal härter aus-
gelegt.
● Der automatische Eingriff auf die Bremsen
der Fußgäng
ererkennung kann durch Betäti-
gen des Gaspedals oder Drehung des Lenk-
rads unterbrochen werden. ●
Wenn die F ußgän
gererkennung nicht wie in
diesem Kapitel beschrieben arbeitet (z. B.
wenn es verschiedene Male unnötigerweise
eingreift), schalten Sie es aus, suchen Sie ei-
nen Fachbetrieb auf und lassen sie das Sys-
tem prüfen. SEAT empfiehlt dazu einen SEAT-
Vertragshändler. Spurhalteassistent (Lane As-
si
s
t)*
Einführung ACHTUNG
Die intelligente Technik des Spurhalteassis-
tent en k
ann die physikalisch und systembe-
dingt vorgegebenen Grenzen nicht überwin-
den. Ein unachtsames oder unkontrolliertes
Verwenden des Spurhalteassistenten kann
Unfälle und schwere Verletzungen verursa-
chen. Das System kann die Aufmerksamkeit
des Fahrers nicht ersetzen.
● Geschwindigkeit und Sicherheitsabstand
zu v
orausfahrenden Fahrzeugen immer den
Sicht-, Wetter-, Fahrbahn- und Verkehrsver-
hältnissen anpassen.
● Hände immer am Lenkrad lassen, um jeder-
zeit ber
eit zum Lenken zu sein.
● Der Spurhalteassistent erkennt nicht alle
Fahrbahnm
arkierungen. Schlechte Fahrbah-
nen, Fahrbahnstrukturen oder Objekte kön- nen unter Umständen vom Spurhalteassisten-
ten fäl
s
chlicherweise als Fahrbahnmarkierun-
gen erkannt werden. In solchen Situationen
den Spurhalteassistenten sofort ausschalten.
● Auf Anzeigen im Display des Kombi-Instru-
ments ac
hten und entsprechend der Aufforde-
rungen handeln.
● Immer das Umfeld des Fahrzeugs aufmerk-
sam beob
achten.
● Wenn der Sichtbereich der Kamera ver-
schmutz
t, abgedeckt oder beschädigt ist,
kann die Funktion des Spurhalteassistenten
beeinträchtigt sein. VORSICHT
Um die Funktionsfähigkeit des Systems nicht
zu beeinflu s
sen, sind folgende Punkte zu be-
achten:
● Sichtbereich der Kamera regelmäßig reini-
gen, sauber
, schnee- und eisfrei halten.
● Sichtbereich der Kamera nicht abdecken.
● Frontscheibe im Sichtbereich der Kamera
auf Be
schädigungen prüfen. Hinweis
● Der S
purhalteassistent ist nur für das Fah-
ren auf befestigten Straßen entwickelt wor-
den.
● Wenn der Spurhalteassistent nicht wie in
diesem Kapit
el beschrieben funktioniert,
Spurhalteassistent nicht nutzen und Fachbe-
trieb aufsuchen. » 231
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Page 239 of 356
Fahrerassistenzsysteme
●
Ges c
hwindigkeit und Sicherheitsabstand
zum vorausfahrenden Fahrzeug immer den
Sicht-, Wetter-, Fahrbahn- und Verkehrsver-
hältnissen anpassen.
● Halten Sie die Hände immer am Lenkrad,
Sie müssen jeder
zeit bereit sein, in die Len-
kung einzugreifen.
● Der Notfallassistent allein kann nicht im-
mer Unfälle u
nd schwere Verletzungen ver-
meiden.
● Ist die Funktion des Notfallassistenten be-
einträchtigt, bei
spielsweise weil der Radar-
sensor der automatischen Distanzregelung
(ACC) abgedeckt ist oder sich die Kamera des
Spurhalteassistenten verstellt hat, kann das
System unerwünscht auf die Bremsen oder
die Lenkung eingreifen.
● Der Notfallassistent reagiert weder auf Per-
sonen oder Tiere noc
h auf quer kreuzende
oder auf derselben Fahrspur entgegenkom-
mende Fahrzeuge. ACHTUNG
Bei einem unerwünschten Eingriff der Notfal-
la s
sistenten (Emergency Assist) können Un-
fälle und schwere Verletzungen verursacht
werden.
● Sollte der Notfallassistent nicht korrekt ar-
beiten, sc
halten Sie den Spurhalteassisten-
ten (Lane Assist) aus ››› Seite 231. Auf diese
Weise wird auch der Notfallassistent ausge-
schaltet. ●
Fac hbetrie
b aufsuchen und System prüfen
lassen. SEAT empfiehlt dazu einen SEAT-
Händler aufzusuchen. Hinweis
● Die aut omati
schen Eingriffe des Notfallas-
sistenten (Emergency Assist) können durch
Betätigen des Gas- oder Bremspedals oder
Bewegen des Lenkrads unterbrochen werden.
● Die automatisch eingeschaltete Warnblink-
anlag
e kann durch Betätigen des Gas- oder
Bremspedals, Bewegung des Lenkrads oder
Drücken der Taste der Warnblinkanlage aus-
geschaltet werden.
● Bei Bedarf kann der Notfallassistent (Emer-
gency As
sist) das Fahrzeug bis zum vollstän-
digen Stillstand anhalten.
● Wenn der Notfallassistent (Emergency As-
sis
t) aktiviert wird, muss für eine erneute Ak-
tivierung die Zündung aus- und wieder einge-
schaltet werden. 237
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Page 240 of 356
Bedienung
Blind-Spot-Assistent (BSD) mit
Au s
p
arkassistent (RCTA)*
Einleitung zum Thema
›› ›
Tab. auf Seite 2
Der Blind-Spot-Assistent (BSD) unterstützt
die Überwachung des Verkehrs hinter dem
Fahrzeug.
Der integrierte Ausparkassistent (RCTA) hilft
beim Rückwärtsausparken, wenn in Batterie
geparkt wird, und beim Manövrieren.
Der Blind-Spot-Assistent ist für gut ausge-
baute Straßen konzipiert. ACHTUNG
Die intelligente Technik des Blind-Spot-Assis-
tent en (BSD) mit
integriertem Ausparkassis-
tenten (RCTA) kann die physikalisch vorgege-
benen Grenzen nicht überwinden und funktio-
niert nur innerhalb der Systemgrenzen. Die
fahrlässige und ungewollte Benutzung des
Blind-Spot-Assistenten oder Ausparkassis-
tenten kann zu Unfällen und schweren Verlet-
zungen führen. Das System kann die Auf-
merksamkeit des Fahrers nicht ersetzen.
● Geschwindigkeit und Sicherheitsabstand
zum v
orausfahrenden Fahrzeug immer den
Sicht-, Wetter-, Fahrbahn- und Verkehrsver-
hältnissen anpassen. ●
Halt en
Sie die Hände immer am Lenkrad,
Sie müssen jederzeit bereit sein, in die Len-
kung einzugreifen.
● Beachten Sie die Kontrollleuchten in den
Außenspie
geln und im Bildschirm der Instru-
mententafel und handeln Sie entsprechend
dieser Anzeigen.
● Der Blind-Spot-Assistent (BSD) kann auf
besondere K
onstruktionen am Fahrbahnrand
wie z.B. hohe oder verbeulte Schutzzäune re-
agieren. In diesen Fällen kann es zu Fehlwar-
nungen kommen.
● Der Blind-Spot-Assistent mit integriertem
Ausp
arkassistent darf keinesfalls auf nicht
gut ausgebauten Fahrbahnen verwendet wer-
den. Der Blind-Spot-Assistent mit integrier-
tem Ausparkassistenten ist für gut ausgebau-
te Straßen konzipiert.
● Immer das Umfeld des Fahrzeugs aufmerk-
sam beob
achten.
● Verwenden Sie den Blind-Spot-Assistent
(BSD) sowie den Au
sparkassistenten nicht,
wenn die Radarsensoren verschmutzt sind.
● Bei direkter Sonneneinstrahlung besteht
die Möglichkeit, d
ass die Kontrollleuchten in
den Außenspiegel nur bedingt sichtbar sind. VORSICHT
● Die Ra d
arsensoren des Stoßfängers kön-
nen durch Stöße beschädigt werden, bei-
spielsweise beim Ein- oder Ausparken. Infol-
gedessen kann sich das System selbststän- dig abschalten oder in seiner Funktion beein-
trächtig
t
sein.
● Um die korrekte Funktion der Radarsenso-
ren z
u gewährleisten, halten Sie den hinteren
Stoßfänger frei von Schnee und Eis und de-
cken Sie ihn nicht ab.
● Der hintere Stoßfänger darf nur mit von
SEAT
zugelassenem Lack lackiert werden. Bei
anderen Lacken könnte die Funktion des
Blind-Spot-Assistenten (BSD) beeinträchtigt
oder fehlerhaft sein. Hinweis
Sollte der Blind-Spot-Assistent mit Auspark-
hilf e nic
ht so wie in diesem Kapitel beschrie-
ben funktionieren, verwenden Sie ihn nicht
und suchen Sie einen Fachbetrieb auf. Kontrollleuchten
Kontrollleuchten in den Außenspiegeln:
Leuchtet
Leuchtet einmal kurz auf: Der Blind-Spot-Assistent ist
eingeschaltet und betriebsbereit.
Leuchtet: Der Blind-Spot-Assistent erkennt ein Fahrzeug
im toten Winkel.
238
Page 241 of 356
Fahrerassistenzsysteme
Blinkt
Es ist ein Fahrzeug im toten Winkel erkannt worden und
gleichzeitig ist der Blinker in Richtung des erkannten
Fahrzeuges gesetzt worden
›››
.
Bei Fahrzeugen, die zusätzlich mit dem Spurhalteassis-
tenten ››› Seite 231 ausgestattet sind, erfolgt auch eine
Warnung bei Verlassen der Spur, wenn der Blinker nicht
betätigt ist (Blind-Spot-Assistent „Plus“). Beim Einschalten der Zündung leuchten eini-
ge
W
arn- und Kontrollleuchten zur Funktions-
prüfung kurz auf. Sie verlöschen nach weni-
gen Sekunden.
Erscheint keine Anzeige der Kontrollleuchte
im Außenspiegel, bedeutet dies, dass der
Blind-Spot-Assistent kein Fahrzeug im Um-
feld des Fahrzeugs erkannt hat ››› .
B ei ein
g
eschaltetem Abblendlicht wird die
Kontrollleuchte in den Außenspiegeln abge-
schwächt (Nachtmodus). ACHTUNG
Werden die Kontrollleuchten und entsprech-
enden W arnmel
dungen ignoriert, kann dies
zum Stillstand des Fahrzeugs und unter Um-
ständen zu Unfällen und schweren Verletzun-
gen führen.
● Warnleuchten und -meldungen dürfen nicht
ignoriert w
erden.
● Notwendige Handlungen durchführen. VORSICHT
Wenn sie die Kontrollleuchten und die ent-
spr ec
henden Warnmeldungen ignorieren,
kann dies zu Fahrzeugbeschädigungen füh-
ren. Blind-Spot-Assistent (BSD)
Abb. 194
In den Außenspiegeln: Anzeige des
Blind- S
pot
-Assistenten. Abb. 195
Bereich hinter dem Fahrzeug: Berei-
che der R a
darsensoren. Der Blind-Spot-Assistent überwacht den Be-
r
eic
h hint
er dem Fahrzeug mittels Radarsen-
soren ››› Abb. 195. Das System misst hierzu
den Abstand und die Geschwindigkeitsdiffe-
renz zu anderen Fahrzeugen. Der Blind-Spot-
Assistent funktioniert nicht bei Geschwindig-
keiten unter ca. 15 km/h (9 mph). Das Sys-
tem informiert den Fahrer mittels optischer
Signale in den Außenspiegeln.
Anzeige im Außenspiegel
Die Kontrollleuchte (vergrößertes Bild) infor-
miert im betreffenden Außenspiegel
››› Abb. 194 über die Verkehrssituation hinter
dem Fahrzeug, sofern diese vom System als
kritisch betrachtet wird. Die Kontrollleuchte
des Außenspiegels links informiert über die
Verkehrssituation auf der linken Fahrzeugsei-
te, und die Kontrollleuchte des Außenspie-
gels rechts über die Verkehrssituation auf der
rechten Fahrzeugseite. »
239
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Page 242 of 356
Bedienung
Bei nachträglich getönten oder mit getönten
F o
lien
versehenen Scheiben besteht die
Möglichkeit, dass die Anzeigen im Außen-
spiegel nicht deutlich oder ordentlich sicht-
bar sind.
Halten Sie die Außenspiegel sauber und frei
von Schnee und Eis und decken Sie sie nicht
mit Aufklebern oder ähnlichem ab.
Radarsensoren
Die Radarsensoren befinden sich links und
rechts am hinteren Stoßfänger und sind von außen nicht sichtbar
››› Abb. 195. Die Senso-
ren erfassen einen Bereich von etwa 20 Me-
tern hinter dem Fahrzeug, sowie die toten
Winkel rechts und links vom Fahrzeug. Die
Seitenbereiche umfassen etwas über eine
Fahrbahnbreite.
Die Fahrbahnbreite wird nicht individuell er-
kannt, sondern ist im System vorgegeben.
Aus diesem Grund kann es auf schmalen
Straßen oder zwischen zwei Fahrbahnen zur
fehlerhaften Anzeigen kommen. Gleicherma-
ßen könnte das System Fahrzeuge auf der übernächsten Fahrbahn (sofern vorhanden)
erkennen, oder andere f
eststehende Objekte
wie beispielsweise Schutzzäune, und eine
Fehlwarnung anzeigen.
240
Page 245 of 356
Fahrerassistenzsysteme
Bedienung des Blind-Spot-Assisten-
t en (BSD) mit
int
egriertem Ausparkas-
sistent (RCTA) Ein- und Ausschalten des Blind-Spot-Assis-
tent
en (BSD) mit
integriertem Ausparkassis-
tenten (RCTA).
Der Blind-Spot-Assistent mit integriertem
Ausparkassistent kann über das Menü As-
sistenten im Display des Kombiinstru-
ments mittels der Bedienelemente am Lenk-
rad aktiviert und deaktiviert werden. Bei Fahr-
zeugen, die mit Multifunktionskamera ausge-
stattet sind, ist dies auch mit der Taste für
Fahrerassistenzsysteme am Hebel für Fern-
licht möglich.
Menü Assistenten öffnen.
● BSD
● Ausparkassistent
Is
t das Kästchen im Kombiinstrument mar-
kiert , schaltet sich die Funktion bei Betäti-
gung der Zündung selbstständig ein.
Sobald der Blind-Spot-Assistent betriebsbe-
reit ist, wird dies durch kurzzeitiges Erschei-
nen der Anzeigen in den Außenspiegeln be-
stätigt.
Die letzte vorgenommene Einstellung bleibt
nach erneuter Betätigung der Zündung erhal-
ten. Hat sich der Blind-Spot-Assistent selbststän-
dig deaktiv
ier
t, kann es nur durch Aus- und
Wiedereinschalten der Zündung erneut akti-
viert werden..
Selbstständige Deaktivierung des Blind-
Spot-Assistenten (BSD)
Die Radarsensoren des Blind-Spot-Assisten-
ten mit integriertem Ausparkassistenten
deaktivieren sich selbstständig, wenn, unter
anderem, eine ständiger Abdeckung einer
der Sensoren erkannt wird. Dies kann zum
Beispiel auftreten, wenn die Sensoren mit
Schnee oder Eis bedeckt sind.
In diesem Fall erscheint eine Meldung im
Kombiinstrument.
Fahren mit Anhänger
Der Blind-Spot-Assistent und der Ausparkas-
sistent deaktivieren sich selbstständig und
können nicht aktiviert werden, wenn ein An-
hänger oder Ähnliches an die werkseitige An-
hängerkupplung elektrisch angeschlossen
ist.
Sobald der Fahrer die Fahrt mit einem elekt-
risch an das Fahrzeug angeschlossenen An-
hänger beginnt, erscheint eine Meldung im
Kombiinstrument, in dem der Fahrer über die
Deaktivierung des Blind-Spot-Assistenten
und des Ausparkassistenten informiert wird.
Nachdem der Anhänger vom Fahrzeug abge-
koppelt worden ist, können der Blind-Spot- Assistent und der Ausparkassistent wieder
verw
endet werden, in dem sie im entspre-
chendem Menü aktiviert werden.
Ist die Anhängevorrichtung nicht werksseitig
montiert worden, müssen der Blind-Spot-As-
sistent und der Ausparkassistent bei einer
Fahrt mit Anhänger manuell deaktiviert wer-
den.
SEAT Fahrmodi (SEAT Drive Pro-
file)*
Einführu
ng SEAT Drive Profile ermöglicht dem Fahrer die
Au
sw
ah
l aus vier Profilen oder Modi, Eco,
Normal , Sport und Individual , die das
Verhalten verschiedener Fahrzeugfunktionen
ändern und auf diese Weise unterschiedliche
Fahrerlebnisse vermitteln.
In der Version 4Drive sind zusätzlich die Pro-
file Offroad und Snow verfügbar.
Das Profil Individual hingegen bietet die
Möglichkeit, persönliche Präferenzen einzu-
stellen. Alle anderen Profile sind unveränder-
bar konfiguriert.
243
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Page 253 of 356
Fahrerassistenzsysteme
●
Jede unbed ac
hte Bewegung des Fahrzeugs
kann schwere Verletzungen verursachen.
● Passen Sie die Geschwindigkeit und den
Fahrs
til immer an die Sicht-, Wetter-, Fahr-
bahn- und Verkehrsverhältnisse an.
● Bestimmte Oberflächen von Gegenständen
und Kleidu
ng können die Signale von Ultra-
schallsensoren nicht reflektieren. Das System
kann diese Gegenstände oder Personen, die
solche Kleidungsstücke tragen, nicht erfas-
sen oder nicht richtig erkennen.
● Die Signale der Ultraschallsensoren können
durch äußer
e Schallquellen beeinflusst wer-
den. Unter bestimmten Umständen kann dies
verhindern, dass die Anwesenheit von Perso-
nen oder Objekte erkannt wird.
● Die Sensoren haben tote Bereiche, in denen
weder Per
sonen noch Objekte erfasst werden
können.
● Behalten Sie das Umfeld des Fahrzeugs
stet
s unter Kontrolle, da kleine Kinder, Tiere
und bestimmte Gegenstände nicht in allen Si-
tuationen von den Ultraschallsensoren er-
kannt werden. ACHTUNG
Die schnellen Drehbewegungen des Lenkrads
beim Ein- oder Aus p
arken mit dem Parklen-
kassistenten können schwere können schwe-
re Verletzungen verursachen.
● Greifen Sie während des Ein- oder Auspark-
vorg
angs so lange nicht in das Lenkrad, bis
das System dazu auffordert. Andernfalls wird das System während des Vorgangs abge-
sc
h
altet und der Ein- bzw. Ausparkvorgang
abgebrochen. VORSICHT
● Ge gen
stände wie z. B. Anhängerdeichseln,
dünne Stangen, Zäune, Pfosten, Bäume und
offene oder sich öffnende Heckklappen wer-
den unter Umständen von den Ultraschallsen-
soren nicht erfasst und können zu einer Be-
schädigung des Fahrzeugs führen.
● Nachträglich am Fahrzeug montierte An-
bautei
le, wie z. B. Fahrradträger, können die
Funktion des Parklenkassistenten beeinträch-
tigen und zu Beschädigungen führen.
● Der Parklenkassistent orientiert sich an ge-
parkten F
ahrzeugen, an Bordsteinen oder an-
deren Gegebenheiten. Achten Sie darauf,
dass die Reifen und Felgen beim Einparken
nicht beschädigt werden. Brechen Sie den
Einparkvorgang gegebenenfalls rechtzeitig
ab, um Beschädigungen am Fahrzeug zu ver-
meiden.
● Die Ultraschallsensoren im Stoßfänger kön-
nen durch
Stöße, z. B. beim Ein- oder Auspar-
ken, beschädigt oder verstellt werden.
● Bei der Reinigung der Ultraschallsensoren
mit einem Hochdruc
kreiniger oder Dampf-
strahler die Ultraschallsensoren nur kurzzei-
tig direkt besprühen und immer einen Ab-
stand von mehr als 10 cm einhalten.
● Falls die Größe des vorn angebrachten
Kennz
eichens oder Kennzeichenträgers den dafür vorgesehenen Bereich übersteigt oder
ein Kenn
z
eichen verbogen oder verformt ist,
können:
– Erkennungsfehler auftreten.
– die Sensoren in Ihrer Erkennungsleistung
beeinträchtigt werden.
– Abbrüche oder fehlerhafte Ausführungen
des Einparkvorgangs erfolgen.
● Bei Ausfall eines Ultraschallsensors wird
der entspr
echende Bereich der Ultraschall-
sensorengruppe (vorn bzw. hinten) ausge-
schaltet und kann nicht mehr aktiviert wer-
den, bis der Defekt behoben wird. Die Senso-
ren des anderen Stoßfängers können jedoch
weiterhin normal genutzt werden. Wenden
Sie sich bei einer Störung des Systems bitte
an einen Fachbetrieb. SEAT empfiehlt dazu ei-
nen SEAT-Händler aufzusuchen. Hinweis
● Zur k orr
ekten Funktion des Systems sind
die Ultraschallsensoren in den Stoßfängern
sauber, schnee- und eisfrei zu halten und
nicht durch Aufkleber oder andere Gegen-
stände abzudecken.
● Geräuschquellen – z. B. rauer Asphalt,
Kopfs
teinpflaster und Störschall anderer
Fahrzeuge – können zu Fehlmeldungen des
Parklenkassistenten bzw. des ParkPilot füh-
ren.
● Um sich mit dem System und dessen Funk-
tionen ver
traut zu machen, empfiehlt SEAT, » 251
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Page 254 of 356
Bedienung
die Bedienung des Parklenkassistenten an ei-
nem v
erk
ehrsberuhigten Ort oder Parkplatz
zu üben. Beschreibung des Parklenkassisten-
ten
Abb. 202
In der Mittelkonsole oben: Taster
für P ark
l
enkassistent. Zum Parklenkassistenten gehören die Ultra-
s
c
h
allsensoren in Front- und Heckstoßfänger,
die Taste
› ›
› Abb
. 202 zum Ein- und Aus-
schalten des Systems sowie die Anzeigen im
Display des Kombiinstruments.
Vorzeitiges Beenden oder automatischer Ab-
bruch des Ein- bzw. Ausparkvorgangs
Der Parklenkassistent bricht den Ein- bzw.
Ausparkvorgang ab, wenn einer der folgen-
den Fälle eintritt: ●
Die Ta
ste wird gedrückt.
● Eine Geschwindigkeit von etwa 7 km/h (4
mph) w ir
d über
schritten.
● Der Fahrer greift in die Lenkung ein.
● Der Einparkvorgang wird innerhalb von et-
wa 6 Minuten seit
Aktivierung des automati-
schen Lenkeingriffs nicht abgeschlossen.
● Es liegt eine Systemstörung vor (System vo-
rübergehend nic
ht verfügbar).
● Die ASR wird ausgeschaltet.
● Die ASR bzw. das ESC greift regelnd ein.
● Die Fahrertür wird geöffnet.
● Es wird das siebte Einparkmanöver er-
reicht
.
Zum Wiederaufnehmen des Vorgangs ist es
notwendig, dass keiner der oben genannten
Fälle eintritt und die Taste erneut gedrückt
w ir
d.
B
esonderheiten
Dem Parklenkassistenten sind systembeding-
te Grenzen gesetzt. So ist z. B. das Ein- bzw.
Ausparken in engen Kurven mit der Unterstüt-
zung des Parklenkassistenten nicht möglich.
Beim Ein- bzw. Ausparken ertönt ein Signal-
ton, um den Fahrer zum Wechsel zwischen
Vorwärts- und Rückwärtsfahren aufzufordern.
Falls der Signalton nicht ertönt, wird der Rich-
tungswechsel durch den Dauerton des Park- Pilot (Abstand zum Hindernis
≤30 cm) ang
e-
fordert.
Wenn der Parklenkassistent die Lenkung im
Stand dreht, erscheint zusätzlich im Display
des Kombiinstruments das Symbol . Treten
Sie das Bremspedal, damit die Lenkbewe-
gung im Stillstand erfolgt und die Anzahl der
benötigten Parkzüge in der Lücke so gering
wie möglich ist.
Fahren mit Anhänger
Der Parklenkassistent kann nicht eingeschal-
tet werden, wenn die werkseitig eingebaute
Anhängevorrichtung ››› Seite 276 mit dem
Anhänger elektrisch verbunden ist.
Nach einem Radwechsel
Wenn sich nach einem Radwechsel das Ein-
park- bzw. Ausparkergebnis verschlechtert
hat, muss sich das System ggf. an einen neu-
en Radumfang anpassen. Die Anpassung er-
folgt automatisch beim Fahren. Durch langsa-
mes Kurvenfahren, bei Geschwindigkeiten
unter 20 km/h (12 mph), kann das Anlernen
unterstützt werden ››› in Einleitung zum
Them a auf
Seite 250.
252
Page 261 of 356
Fahrerassistenzsysteme
Im vorderen und hinteren Stoßfänger befin-
den s ic
h Ultr
aschallsensoren. Wenn diese ein
Hindernis erkennen, werden Sie durch akus-
tische und optische Signale im System Easy
Connect darauf hingewiesen.
Bei Kollisionsgefahr an der Vorderseite des
Fahrzeugs klingen die akustischen Signale in
der Front, und im Falle von Kollisionsgefahr
im hinteren Teil des Fahrzeugs im klingt das
akustische Signal hinten.
Achten Sie besonders darauf, dass die Sen-
soren nicht durch Aufkleber, Ablagerungen
oder ähnliches verdeckt werden, da diese die
Funktion des Systems beeinträchtigen kön-
nen. Hinweise zur Reinigung ››› Seite 290.
Der Darstellungsbereich beginnt etwa bei:
1.20 m
1.60 m
0,90 m
Je näher Sie dem Hindernis kommen, desto
kürzer wird der zeitliche Abstand zwischen
den akustischen Signalen. Bei einem Ab-
stand von ca. 0,30 m ist das Signal dauer-
haft: nicht weiter fahren!
Bleibt der Abstand zu einem Hindernis kon-
stant, wird die Lautstärke der Abstandswar-
nung nach etwa 4 Sekunden allmählich ab-
gesenkt (betrifft nicht den Dauertonbereich).
Um vollständig die Fahrzeugumgebung dar-
stellen zu können, muss das Fahrzeug einige A B
C Meter nach vorn bzw. nach hinten bewegt
w
er
den. Die f
ehlenden Bereiche werden ab-
getastet und die Fahrzeugumgebung berech-
net.
Besonderheiten des ParkPilot mit Umge-
bungsanzeige
In den folgenden Situationen wird der abge-
tastete Bereich entlang der Fahrzeugseite au-
tomatisch ausgeblendet:
● Beim Öffnen einer Fahrzeugtür.
● Bei ausgeschalteter ASR.
● Bei Regelvorgängen von ASR oder ESC.
● Bei einem länger als etwa 3 Minuten an-
dauernden Fahr
zeugstillstand. ACHTUNG
● Ac ht
en Sie stets - auch durch direkten Blick
- auf das Verkehrsgeschehen und das Fahr-
zeugumfeld. Die Systeme können die Auf-
merksamkeit des Fahrers nicht ersetzen. Die
Verantwortung beim Einparken, Ausparken
oder ähnlichen Fahrmanövern liegt stets
beim Fahrer.
● Passen Sie die Geschwindigkeit und den
Fahrs
til immer an die Sicht-, Wetter-, Fahr-
bahn- und Verkehrsverhältnisse an.
● Die Sensoren haben tote Bereiche, in denen
weder Per
sonen noch Objekte erfasst werden
können. Achten Sie insbesondere auf Kinder
und Tiere. ●
Halt en
Sie jederzeit die Umgebung des
Fahrzeugs im Blick: nutzen Sie dabei auch die
Rückspiegel. VORSICHT
Die Funktionen der Einparkhilfe können durch
v er s
chiedene Faktoren, die Schäden am Fahr-
zeug oder der Umgebung verursachen kön-
nen, beeinträchtigt werden:
● Bestimmte Objekte werden unter Umstän-
den vom
System nicht erkannt oder darge-
stellt:
–Objekte wie Absperrketten, Anhänger-
deichseln, Stangen, Zäune, Pfosten oder
feine Bäume.
– Objekte oberhalb der Sensoren wie z. B.
Wandvorsprünge
– Objekte mit bestimmten Oberflächen
oder Strukturen, wie z. B. Maschendraht-
zäune oder Pulverschnee.
● Bestimmte Oberflächen von Gegenständen
und Kleidu
ng können die Signale von Ultra-
schallsensoren nicht reflektieren. Das System
kann diese Gegenstände oder Personen, die
solche Kleidungsstücke tragen, nicht erfas-
sen oder nicht richtig erkennen.
● Die Signale der Ultraschallsensoren können
durch äußer
e Schallquellen beeinflusst wer-
den. Unter bestimmten Umständen kann dies
verhindern, dass die Anwesenheit von Perso-
nen oder Objekte erkannt wird. » 259
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