abs FIAT DUCATO 2018 Betriebsanleitung (in German)
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54)Das ABS-System kann keine Unfälle
verhindern, auch nicht diejenigen, die
auf eine zu schnelle Kurvenfahrt, Fahren
auf Straßen mit schlechter Bodenhaftung
oder Aquaplaning zurückzuführen sind.
55)Die Leistungen des ABS-Systems
dürfen nie auf eine unverantwortliche und
gefährliche Weise getestet werden: Die
Sicherheit des Fahrers, der
Fahrzeuginsassen und der anderen
Verkehrsteilnehmer darf nie in Frage gestellt
werden.
56)Für die korrekte Betriebsweise des
ABS-Systems ist es unabdingbar, dass die
Reifen an allen Rädern von identischer
Marke und Typ sowie in perfektem Zustand
sind, vor allem müssen sie dem
vorgeschriebenen Typ und Größe
entsprechen.
57)Während des eventuellen Gebrauchs
des Notrads (für Versionen/Märkte, wo
vorgesehen), funktioniert das ABS-System
weiter. Bitte immer die Tatsache
berücksichtigen, dass ein Notrad, da es
geringere Abmessungen als ein normaler
Reifen hat, eine geringere Haftung
aufweist.ESC-SYSTEM
(Electronic Stability
Control)
(für Versionen / Märkte, wo vorgesehen)
Das ESC-System verbessert die
Kontrolle und die Stabilität des
Fahrzeugs unter verschiedensten
Fahrbedingungen.
Das ESC-System korrigiert die Unter-
und Übersteuerung des Fahrzeugs und
verlagert die Bremskraft auf die
richtigen Räder. Auch das vom Motor
abgegebene Drehmoment kann
verringert werden, um eine bessere
Fahrzeugkontrolle zu gewährleisten.
Das ESC-System benutzt am Fahrzeug
installierte Sensoren am Fahrzeug zur
Bestimmung der Fahrtrichtung, die
mit dem Lenkrad eingeschlagen wird
und vergleicht diese mit der
gegenwärtigen Fahrtrichtung des
Fahrzeug. Weicht die gewünschte von
der effektiven Fahrtrichtung ab, greift
das ESC-System ein und sorgt für eine
entsprechende Unter- und
Übersteuerung des Fahrzeugs.
Übersteuerung: Die Übersteuerung
findet dann statt, wenn das Fahrzeug
im Vergleich zum eingestellten
Lenkradwinkel stärker abbiegt.
Untersteuerung: Die Untersteuerung
findet dann statt, wenn das Fahrzeug
im Vergleich zum eingestellten
Lenkradwinkel weniger abbiegt.
Das ESC-System beinhaltet seinerseits
folgende Untersysteme:
Hill Holder
ASR
HBA
ERM
HDC
58) 59) 60)
EINGRIFF DES SYSTEMS
Der Eingriff wird durch das Blinken der
Kontrollleuchte
an der
Instrumententafel angezeigt, um den
Fahrer zu informieren, dass sich das
Fahrzeug in einer kritischen Stabilitäts-
und Haftungssituation befindet.
EINSCHALTEN DES
SYSTEMS
Das ESP-System schaltet sich
automatisch beim Anlassen des
Fahrzeugs ein und kann nicht
ausgeschaltet werden.
90
SICHERHEIT
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HILL HOLDER-SYSTEM
Das System ist Bestandteil des
ESC-Systems und hilft bei der Anfahrt
an Steigungen.
Es wird automatisch unter folgenden
Bedingungen aktiviert:
Bergauf: bei stillstehendem
Fahrzeug auf einer Straße mit einer
Neigung über 5%, laufendem Motor,
gedrücktem Bremspedal und
Schalthebel im Leerlauf oder einem
anderen als dem Rückwärtsgang.
Bergab: bei stillstehendem Fahrzeug
auf einer Straße mit einer Neigung
über 5%, laufendem Motor,
gedrücktem Bremspedal und
eingelegtem Rückwärtsgang.
Beim Anlassen behält das Steuergerät
des ESC-Systems den Bremsdruck
an den Rädern bei, bis die für die
Anfahrt notwendige Motordrehzahl
erreicht ist, bzw. auf jeden Fall für
maximal 2 Sekunden. Dadurch ist es
möglich, bequem den rechten Fuß vom
Brems- auf das Gaspedal zu setzen.Wenn nach Ablauf von 2 Sekunden das
Anfahren noch nicht erfolgt ist, schaltet
das System automatisch aus und der
Bremsdruck lässt allmählich nach.
Während dieser Freigabephase könnte
ein typisches Geräusch für das
mechanische Lösen der Bremsen zu
hören sein, das auf die bevorstehende
Bewegung des Fahrzeugs hinweist.
ZUR BEACHTUNG Das Hill Holder-
System ist keine Handbremse, daher
darf das Fahrzeug nicht verlassen
werden, ohne dass die Handbremse
gezogen, der Motor abgestellt und der
erste Gang eingelegt wurden (hierzu
gelten die Angaben in den Abschnitten
„Beim Parken” im Kapitel „Anlassen
und Fahren”).
ASR-SYSTEM (AntiSlip
Regulation)
Dieses System ist integrierter Teil des
ESC-Systems. Es greift automatisch
ein, wenn ein oder beide Antriebsräder
durchrutschen und bei Haftungsverlust
auf nassem Untergrund (Aquaplaning),
bei Beschleunigung auf körnigem,
verschneiten oder vereistem
Untergrund, usw..
Je nach Schlupfbedingungen werden
zwei unterschiedliche Kontrollsysteme
aktiv:
drehen beide Antriebsräder durch,
greift die ASR-Funktion ein und
reduziert die Antriebsleistung des
Fahrzeugs;
dreht nur eines der beiden
Antriebsräder durch, wird das
wegrutschende Rad automatisch
gebremst.
61)
Ein-/Ausschalten der ASR
Die ASR schaltet sich automatisch
beim Anlassen des Motors ein.
Während der Fahrt kann das ASR-
System aus- und eingeschaltet werden,
indem die Taste ASR OFF (A Abb. 99)
gedrückt wird.
62)
Der Eingriff des Systems wird bei
einigen Versionen durch die Anzeige
einer Mitteilung auf dem Display
angezeigt.
99F1A0324
91
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Das Deaktivieren des Systems wird
durch das Aufleuchten der LED auf der
Taste ASR OFF und die Anzeige einer
Meldung auf dem Display angezeigt.
Nach einer Ausschaltung des ASR
während der Fahrt, wird es automatisch
beim nächsten Motorstart wieder
aktiviert.
Bei der Fahrt auf verschneitem
Untergrund mit montierten
Schneeketten kann es nützlich sein, die
ASR-Funktion auszuschalten. Unter
diesen Bedingungen erzielt der Schlupf
der Antriebsräder in der Startphase
eine stärkere Traktion.
HBA-SYSTEM
(Hydraulic Brake Assist)
Das HBA-System dient zur Optimierung
der Bremsleistung des Fahrzeugs
während eines Notbremsvorgangs. Das
System erkennt den Notbremsvorgang
und überwacht die Geschwindigkeit
und die Kraft mit dem das Bremspedal
nieder getreten wird und dem
entsprechend wird auch der optimale
Druck auf die Bremsen übertragen.
Dies hilft bei der Verkürzung der
Bremswege: Das HBA-System ergänzt
somit das ABS-System.Die beste Assistenz erhält man vom
HBA-System, wenn man das
Bremspedal schnell betätigt. Damit das
System wirksam ist, muss das
Bremspedal während des Vorgangs
ständig und nicht intermittierend nieder
getreten werden.
Den Druck auf das Bremspedal so
lange nicht verringern, bis dass die
Bremse nicht mehr benötigt wird.
Das HBA-System wird deaktiviert,
wenn das Bremspedal losgelassen
wird.
63) 64) 65)
ELEKTRONISCHES
ÜBERROLLSCHUTZSYSTEM ERM
(Electronic Rollover Mitigation)
Das System überwacht die Tendenz
des Abhebens der Reifen vom Boden,
sollte der Fahrer extreme Manöver
durchführen, wie ein abruptes
Ausweichen vor einem Hindernis,
insbesondere bei nicht optimalen
Straßenverhältnissen.
Sollten diese Situationen eintreten,
schränkt das System durch ein
Einwirken auf die Bremsen und die
Motorleistung die Möglichkeit ein, dass
sich die Räder vom Boden abheben.Fährt man auf Straßen mit starker
Seitenneigung, oder bei Aufprall gegen
Gegenstände oder andere Fahrzeuge
ist das System nicht imstande, ein
Kippen zu vermeiden.
66)
HILL DESCENT CONTROL
(HDC) SYSTEM
Es ist im ESC integriert und sorgt dafür,
dass das Fahrzeug bei einer Abfahrt
auf einer konstanten Geschwindigkeit
bleibt, indem es gleichmäßig und
differenziert auf die Bremsen einwirkt.
Auf diese Weise ist die
Fahrzeugstabilität gewährleistet. Die
Fahrt kann auch bei niedriger
Bodenhaftung oder hohen Gefällen
sicher fortgeführt werden.
Um das System zu aktivieren, muss
das Fahrzeug langsamer als 25 km/h
fahren. Die Taste A Abb. 100 drücken.
Die LED an der Taste leuchtet und
auf dem Display wird eine
entsprechende Mitteilung eingeblendet.
Sobald die gewünschte
Geschwindigkeit erreicht ist, Gas- und
Bremspedal loslassen (die LED auf
der Taste blinkt). Soll die
Geschwindigkeit erhöht/verringert
werden, erneut das Gas-/Bremspedal
treten.
92
SICHERHEIT
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Das System ermittelt keinen
Fehlzustand.
Kalibrierung läuft.
Die Fahrzeuggeschwindigkeit liegt
zwischen 60 km/h und
Höchstgeschwindigkeit.
Sichtbare und nicht abgenutzte
Abgrenzungslinien auf beiden Seiten.
Angemessene Sichtbedingungen.
Gerade Strecke oder weite Kurven.
Bedingung Sichtfeld ausreichend
(Sicherheitsabstand vom Fahrzeug
davor).
Richtungsanzeiger nicht in der
Richtung aktiviert, in der die Spur
verlassen wird (z.B. die Spur wird
rechts verlassen und der rechte
Richtungsanzeiger ist aktiv).
Fahrtrichtung des Fahrzeugs ständig
in der Nähe der Spurmarkierung (die
Fahrtrichtung des Fahrzeugs entspricht
der Spurmarkierung).
Die Fahrzeugposition entspricht
nicht der Spurmarkierung.AKTIVIERUNG/
DEAKTIVIERUNG DES
SYSTEMS
Wenn das System aktiv ist und sich das
Fahrzeug den seitlichen
Begrenzungslinien der Spur oder einer
der beiden Markierungsspuren nähert,
wird der Fahrer mit einem akustischen
Signal (aus der Seite kommend, auf der
die Spur überfahren wurde, im Falle
ein Radio-Navigationsgerät vorhanden
ist) und durch die Einschaltung der
Richtungsanzeigerleuchte, die der
Richtung entspricht, gewarnt (
oder
).
Das System wird deaktiviert die
Meldung an den Fahrer, wenn dieser
den Blinker betätigt, um einen
gewünschten Spurwechsel oder
Überholvorgang auszuführen.
Führt der Fahrer das Manöver des
gewünschten Spurwechsels weiter,
unterbricht das System die Warnung,
bleibt aber befähigt oder aktiv, je nach
dem, ob die Bedingungen noch
gegeben sind (siehe entsprechendes
Kapitel).DEAKTIVIERUNG DES
SYSTEMS
Manuell
Das System kann manuell durch
Drücken der Taste A Abb. 102 am
Armaturenbrett ausgeschaltet werden.
Die Bestätigung der Deaktivierung
des Systems wird durch das
Aufleuchten der LED auf der Taste und
die Anzeige einer Mitteilung auf dem
Display angezeigt.
Automatikbetrieb
Das System deaktiviert sich
automatisch bei aktivem Start&Stop-
System. Das System startet erneut und
prüft erneut die eigenen
Betriebsbedingungen nach dem
Starten des Fahrzeugs und dem
Anfahren.
SYSTEMSTÖRUNGEN
Im Falle eines Fehlbetriebs meldet das
System dem Fahrer den Fehlzustand
über eine Mitteilung am Display und
über ein akustisches Signal. Es leuchtet
auch das entsprechende Symbol
am Display (für Versionen und
Märkte, wo vorgesehen).
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HINWEIS
Die Überwindung der Spur funktioniert
nach einer zu großen Beladung und
nicht perfektem Ausgleich nicht.
Die Funktion des Systems kann durch
Gebietsgegebenheiten/Zustand der
befahrenen Straßen (z. B.
Bodenwellen), schlechte
Sichtverhältnisse (z. B. Nebel, Regen,
Schnee), durch extreme Beleuchtungen
(z. B. blendende Sonne, Dunkelheit),
fehlender Reinigung oder bei
Beschädigung der Windschutzscheibe
im Bereich vor der Kamera negativ
beeinflusst werden.
Der Spurhalteassistent kann nach einer
Fehlfunktion der Sicherheitssysteme
ABS, ESC, ASR und Traction Plus nicht
funktionieren.
Die Funktion des Systems kann durch
schlechte Sicht (z. B. Nebel, Regen,
Schnee), durch extreme Beleuchtungen
(z. B. blendende Sonne, Dunkelheit),
fehlender Reinigung oder bei
Beschädigung der Windschutzscheibe
im Bereich vor der Kamera negativ
beeinflusst werden.
Der Bereich der Windschutzscheibe,
der mit der Kamera übereinstimmt, darf
nicht teilweise oder ganz von
Gegenständen bedeckt werden (z.B.
Aufkleber, Schutzfolien, usw.).
ZUR BEACHTUNG
78)Sollte durch eine Laständerung eine
starke Neigung der Kamera verursacht
werden, könnte das System
vorübergehend nicht funktionieren, um eine
Selbstkalibrierung der Kamera zu
erlauben.
79)Der Spurhalteassistent ist kein
automatisches Lenksystem und ersetzt den
Fahrer bei der Richtungskontrolle des
Fahrzeuges nicht. Der Fahrer ist persönlich
verantwortlich, seine Aufmerksamkeit den
Verkehrsbedingungen und der Straße
anzupassen und die Fahrstrecke auf
sichere Weise zu kontrollieren.
80)Bei schlecht lesbaren, überlagerten
oder fehlenden Linien kann das System
den Fahrer nicht unterstützen; in diesem
Fall ist der Spurhalteassistent (Driving
Advisor) nicht aktiv.
100
SICHERHEIT
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GURTSTRAFFER
Um den Schutz der Sicherheitsgurte
noch effektiver zu gestalten, ist das
Fahrzeug mit vorderen Gurtstraffern
ausgestattet. Diese straffen bei einem
Frontal- und Seitenaufprall die
Gurtbänder um einige Zentimeter. Auf
diese Weise liegen die Gurte vor dem
eigentlichen Rückhalten noch enger am
Körper des Fahrzeuginsassen an.
Die Aktivierung der Gurtstraffer wird
durch die Arretierung des Gurtes in
Richtung Aufroller erkannt.
Bei Auslösung der Gurtstraffer kann es
zu Rauchbildung kommen. Dieser
Rauch ist nicht giftig und zeigt auch
keinen beginnenden Brand an.
Der Gurtstraffer erfordert weder
Wartung noch Schmierung. Jegliche
Änderung des Originalzustands des
Gurtstraffers beeinträchtigt seine
Funktion. Wird die Vorrichtung bei
außergewöhnlichen Naturereignissen
(z.B. Überschwemmungen, Sturmfluten
usw.) durch Wasser oder Schlamm
beeinträchtigt, muss sie unbedingt über
das Fiat-Servicenetz ausgewechselt
werden.
84)
13)
ZUR BEACHTUNG Damit der
Gurtstraffer die größte Schutzwirkung
erzielt, ist dafür zu sorgen, dass der
Gurt richtig am Oberkörper und am
Becken anliegt.
GURTKRAFTBEGRENZER
Um die Sicherheit der Fahrgäste im
Falle eines Unfalles zu erhöhen, haben
die Aufroller in ihrem Inneren einen
Lastbegrenzer, der im Falle eines
Frontalaufpralls die von den Gurten auf
Oberkörper und Schultern ausgeübte
Rückhaltekraft dosiert.
ALLGEMEINE HINWEISE
FÜR DIE VERWENDUNG
DER SICHERHEITSGURTE
Auch für schwangere Frauen gilt die
Anschnallpflicht. Sie und das
ungeborene Kind sind bei einem Unfall
bedeutend niedrigeren
Verletzungsgefahren ausgesetzt, wenn
sie angeschnallt sind. Natürlich müssen
schwangere Frauen den Gurt sehr tief
positionieren, damit er über dem
Becken und unter dem Bauch verläuft
(wie in Abb. 106 gezeigt).Während der Schwangerschaft müssen
Lenkrad und Sitz immer so eingestellt
werden, dass die Kontrolle des
Fahrzeugs immer gegeben ist (Pedale
und Lenkrad müssen gut zugänglich
sein). Zwischen Bauch und Lenkrad
sollte der Abstand immer möglichst
groß sein. Das Sicherheitsgurtband darf
nicht verdreht sein. Der obere Gurtteil
ist über die Schulter und diagonal über
den Oberkörper zu führen. Der untere
Teil muss am Becken Abb. 107 und
nicht am Unterleib des Fahrgasts
anliegen. Keine Vorrichtungen
(Klemmen, Feststeller, usw.)
verwenden, durch die die
Sicherheitsgurte nicht am Körper der
Insassen anliegen.
85) 86) 87)
106F1A0148
105
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Wie man sieht, überschneiden sich die
Gruppen teilweise. Tatsächlich sind
im Handel Vorrichtungen erhältlich, die
für mehr als eine Gewichtsklasse
ausgelegt wurden.
Alle Rückhaltevorrichtungen müssen
auf einer sachgerecht befestigten
Plakette am Kindersitz, die nicht
entfernt werden darf, mit den
Zulassungsdaten und dem
Kontrollzeichen versehen sein.
Kinder mit einer Körpergröße über 1,50
m sind in Bezug auf die
Rückhaltesysteme den Erwachsenen
gleichgestellt und legen die Gurte
normal an.
In der Lineaccessori MOPAR sind für
jede Gewichtsgruppe geeignete
Kindersitze erhältlich. Zu dieser Wahl
wird geraten, da diese speziell für
die Fahrzeuge von Fiat entworfen und
erprobt wurden.
88)
GRUPPE 0 und 0+
Kinder mit bis zu 13 kg Gewicht
müssen in einer nach hinten
ausgerichteten Wiege transportiert
werden, die bei starken
Geschwindigkeitsverringerungen, dank
der Kopfabstützung, keine Belastungen
des Halses verursacht.
Die Wiege ist durch die Sicherheitsgurte
des Fahrzeuges befestigt, wie in Abb.
109 angegeben, und muss das Kind
durch die eingebauten Gurte
zurückhalten.
89) 90) 91) 92) 93) 94) 95)
GRUPPE 1
Kinder mit mehr von 9 bis 18 kg
Körpergewicht können in Fahrtrichtung
auf Sitzen transportiert werden, die
vorn mit einem Kissen ausgestattet
sind, an dem der Sicherheitsgurt des
Fahrzeugs angelegt wird und so Kind
und Sitz festhält Abb. 110.
90) 91) 92) 93) 94) 95)
GRUPPE 2
Kinder von 15 bis 25 kg Gewicht
können direkt mit den Sicherheitsgurten
des Fahrzeugs Abb. 111 angeschnallt
werden.
109F1A0151
110F1A0152
108
SICHERHEIT
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Die Kindersitze haben nur die
zusätzliche Funktion, das Kind in den
Sicherheitsgurten richtig zu
positionieren, so dass der diagonale
Abschnitt am Brustkorb und niemals
am Hals anliegt, und der waagerechte
Abschnitt gut am Becken und nicht am
Bauch des Kindes anliegt.
90) 91) 92) 93) 94)
GRUPPE 3
Bei Kindern von 22 bis 36 kg
Körpergewicht ist der Brustumfang
bereits so groß, dass auf das
Rückenteil verzichtet werden kann.
Die Abb. 112 zeigt ein Beispiel für die
korrekte Positionierung des Kindes auf
dem Rücksitz.
90) 91) 92) 93) 94)
Bei einer Körpergröße über 1,50 m
können Kinder wie Erwachsene
angegurtet werden.
111F1A0153112F1A0154
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EIGNUNG DER FAHRGASTSITZE FÜR DIE VERWENDUNG VON UNIVERSELLEN
KINDERSITZEN
Das Fahrzeug entspricht der neuen europäischen Vorschrift 2000/3/CE, welche die Eignung für den Einbau von Kindersitzen
auf den verschiedenen Fahrzeugsitzen gemäß der folgenden Tabelle regelt (die Tabelle bezieht sich auf die Versionen
Kastenwagen, Kombi und Panorama) :
GruppeGewichts-
gruppenKABINE 1. UND 2. HINTERE SITZREIHE
Einzel- oder Doppelsitz
(1 oder 2 Passagiere) (*)Hinterer rechter
PassagierHinterer linker
PassagierFahrgast auf
mittlerem Sitz
Airbags aktivAirbags nicht
aktiv
Gruppe 0, 0+ Bis 13 kg
X UUUU
Gruppe 1 9 -18 kgX UUUU
Gruppe 2 15 -25 kgUUUUU
Gruppe 3 22 -36 kgUUUUU
X Sitzplatz, der nicht für Kinder dieser Gewichtsgruppe geeignet ist.
U geeignet für Rückhaltesysteme der Kategorie „Universale” nach der europäischen Vorschrift ECE-R44 für die angegebenen „Gruppen”.
(*) WICHTIG: Bei aktivem Airbag-System NIEMALS einen Kindersitz entgegen der Fahrtrichtung auf dem Beifahrersitz befestigen. Soll ein Kindersitzentgegen der
Fahrtrichtung auf dem Vordersitz befestigt werden, unbedingt den Beifahrer-Airbag deaktivieren (siehe Abschnitt „Zusätzliches Schutzsystem (SRS) – Airbag“).
110
SICHERHEIT
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89)Dass der Airbag deaktiviert werden
muss, wenn ein Kindersitz entgegen der
Fahrtrichtung installiert wird. steht mit
Symbolen auf dem Etikett der
Sonnenblende. Immer die Angaben an der
Sonnenblende auf der Beifahrerseite
befolgen (siehe Abschnitt „Zusätzliches
Schutzsystem (SRS) - Airbags” im Kapitel
„Sicherheit”).
90)Den Vorder- oder die Rücksitze nie
verstellen, wenn ein Kind darauf sitzt oder
ein entsprechender Kindersitz vorhanden
ist.
91)Eine falsche Befestigung des
Kindersitzes stellt die Schutzwirkung in
Frage. Im Falle eines Unfalls könnte sich
der Kindersitz lockern und das Kind schwer
oder sogar tödlich verletzt werden. Halten
Sie sich bei der Befestigung eines
Schutzsystems für Neugeborene oder
Kinder unbedingt an die Montageanleitung
des Herstellers.
92)Wenn das Kinderschutzsystem nicht
verwendet wird, entweder mit dem
Sicherheitsgurt oder ISOFIX-Verankerungen
fixieren oder ganz aus dem Fahrzeug
herausnehmen. Unbefestigte Kindersitze
nie in der Fahrgastzelle mittransportieren.
So wird vermieden, dass die
Fahrzeuginsassen im Falle eines abrupten
Bremsvorganges oder Unfalls
möglicherweise verletzt werden.93)Immer darauf achten, dass das Kind
den diagonalen Teil des Sicherheitsgurtes
nicht unter die Arme oder hinter den
Rücken legt. Bei Unfällen ist der
Sicherheitsgurt nicht für das Halten des
Kindes geeignet und kann unter
Umständen auch tödliche Verletzungen
verursachen. Kinder müssen somit immer
mit den eigenen Sicherheitsgurten sicher
angeschnallt werden.
94)Die Abbildung zeigt nur ein Montage-
Beispiel. Den Kindersitz gemäß der
Anleitung montieren, die dem Kindersitz
beiliegen muss.
95)Kindersitze der Gewichtsgruppen 0
und 1 sind mit einem Anschluss an die
Sicherheitsgurte des Fahrzeugs und
separaten Gurten zum Zurückhalten des
Kindes ausgestattet. Aufgrund ihres
Gewichts können sie gefährlich sein, wenn
sie falsch montiert werden (zum Beispiel
beim Unterlegen eines Kissens, um ihn mit
den Sicherheitsgurten des Fahrzeugs zu
befestigen). Die beiliegenden
Montageanleitungen genauestens
beachten.VORBEREITUNG FÜR
DIE MONTAGE DES
KINDERSITZES
„ISOFIX
UNIVERSAL”
Das Fahrzeug ist für den Einbau der
Kindersitze Isofix vorgerüstet.
Das ISOFIX-System ermöglicht den
schnellen, einfachen und sicheren
Einbau von ISOFIX-Rückhaltesystemen
für Kinde ohne Einsatz der
Sicherheitsgurte des Fahrzeugs,
sondern durch direkte Befestigung des
Kindersitzes an drei Verankerungen
im Fahrzeug. Eine gemischte Montage
mit normalen Kindersitzen und
Kindersitzen Isofix ist für die
verschiedenen Sitzplätze im Fahrzeug
möglich.
Haken Sie den ISOFIX-Kindersitz in den
unteren Metallverankerungen A Abb.
113 die sich am Vereinigungspunkt
zwischen hinterem Kissen und
Rückenlehne befinden und befestigen
Sie dann den oberen Gurt (des
Kindersitzes) an der entsprechenden
Verankerung B Abb. 114 hinter der
Rückenlehne im unteren Teil.
Als Beispiel wird in Abb. 116 ein
ISOFIX-Kindersitz gezeigt, der für die
Gewichtsgruppe 1 gedacht ist.
112
SICHERHEIT