ESP Seat Alhambra 2012 Betriebsanleitung (in German)
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Klima
Funk-Fernbedienung Abb. 125 Standheizung:
einer Fernbedienung.
Abb. 125 Bedeutung
ON
Standheizung einschalten.
OFF
Standheizung ausschalten.
A
Antenne.
B
Kontrollleuchte.
Ein unnötiger Tastendruck in der Funk-Fernbedienung kann dazu führen,
dass die Standheizung unbeabsichtigt eingeschaltet wird. Das gilt auch,
wenn man sich außerhalb des Wirkungsbereiches befinden sollte oder die
Kontrollleuchte blinkt.
Kontrollleuchte in der Funk-Fernbedienung
Die Kontrollleuchte in der Funk-Fernbedienung gibt dem Benutzer nach ei-
nem Tastendruck verschiedene Rückinformationen: Batteriekontrollleuchte
Abb. 125
B Bedeutung
Leuchtet etwa zwei Sekunden
grün. Die Standheizung wurde mit
ON einge-
schaltet. Leuchtet etwa zwei Sekunden
rot. Die Standheizung wurde mit
OFF ausge-
schaltet. Blinkt etwa zwei Sekunden
langsam grün. Das Einschaltsignal wurde nicht empfan-
gen
a)
. Blinkt etwa zwei Sekunden
schnell grün. Die Standheizung ist gesperrt.
Mögliche Ursachen: Der Kraftstoffbehälter
ist fast leer, die Fahrzeugbatteriespan-
nung ist zu niedrig oder es liegt eine Stö-
rung vor.
Blinkt etwa zwei Sekunden
rot. Das Ausschaltsignal wurde nicht empfan-
gen
a)
. Leuchtet etwa zwei Sekunden
orange, danach grün bzw. rot. Die Batterie in der Funk-Fernbedienung ist
schwach. Das Ein- bzw. Ausschaltsignal
wurde aber empfangen.
Leuchtet etwa zwei Sekunden
orange, blinkt danach grün
bzw. rot. Die Batterie in der Funk-Fernbedienung ist
schwach. Das Ein- bzw. Ausschaltsignal
wurde nicht empfangen.
Blinkt etwa fünf Sekunden
orange. Die Batterie in der Funk-Fernbedienung ist
entladen. Das Ein- bzw. Ausschaltsignal
wurde nicht empfangen.
a)
Im Grenzbereich der Reichweite kann die Funk-Fernbedienung möglicherweise das Bestäti-
gungssignal vom Empfänger im Fahrzeug nicht empfangen. Die Funk-Fernbedienung zeigt
dann eine Fehlermeldung an, obwohl das Ein- bzw. Ausschalten der Standheizung erfolgt
ist. Dann den Abstand zum Fahrzeug verringern und entsprechende Taste in der Funk-Fern-
bedienung erneut drücken.
Batterie in der Funk-Fernbedienung ersetzen
Wenn die Kontrollleuchte in der Funk-Fernbedienung B bei Tastendruck
nicht aufleuchtet, muss die Batterie in der Funk-Fernbedienung in Kürze er-
setzt werden. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten
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Fahren blinkt Mögliche Ursache Abhilfe
(rot) Elektronische Lenksäulenver-
riegelung gestört.
Nicht weiterfahren!
F ac
hmännische Hilfe in An-
spruch nehmen. (gelb) Lenksäule in sich verdreht. Lenkrad etwas hin- und herdre-
hen.
Lenksäule nicht ent- bzw. ver-
riegelt. Fahrzeugschlüssel aus dem
Zündschloss nehmen und Zün-
dung erneut einschalten. Beach-
ten Sie des Weiteren Meldungen
am Display des Kombiinstru-
ments.
Fahren Sie nicht weiter, wenn
nach dem Einschalten der Zün-
dung die Lenksäule verriegelt
bleibt. Fachmännische Hilfe in
Anspruch nehmen.
Beim Einschalten der Zündung leuchten einige Warn- und Kontrollleuchten
zur Funktionsprüfung kurz auf. Sie erlöschen nach wenigen Sekunden.
ACHTUNG
Das Missachten aufleuchtender Warnleuchten und Textmeldungen kann
zum Liegenbleiben im Straßenverkehr, zu Unfällen und schweren Verlet-
zungen führen.
● Missachten Sie niemals aufleuchtende Warnleuchten und Textmel-
dungen.
● Halten Sie das Fahrzeug an, sobald es möglich und sicher ist. VORSICHT
Das Missachten aufleuchtender Kontrollleuchten und Textmeldungen kann
zu Fahrzeugbeschädigungen führen. Informationen zur Lenkung Elektronische Lenksäulenverriegelung
Wenn erst die Fahrertür geöffnet und dann die Zündung ausgeschaltet wird,
wird die elektronische Lenksäulenverriegelung des Fahrzeugs über den
Fahrzeugschlüssel oder den Sensor im Türgriff aktiviert.
Mechanische Lenkungssperre
Um einen Diebstahl des Fahrzeugs zu erschweren, sollte die Lenkung vor je-
dem Verlassen des Fahrzeugs gesperrt werden.
Lenkungssperre aktivieren Lenkungssperre deaktivieren
Fahrzeug parken ⇒
Seite 192. Lenkrad etwas drehen, um die Lenk-
ungssperre zu entlasten.
Fahrzeugschlüssel abziehen. Fahrzeugschlüssel ins Zündschloss
stecken.
Lenkrad etwas drehen, bis die Lenk-
ungssperre hörbar einrastet. Lenkrad in der Position halten und
Zündung einschalten.
Elektromechanische Lenkung
Die Lenkunterstützung der elektromechanischen Lenkung passt sich in Ab-
hängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit, vom Lenkmoment und vom Lenk-
einschlag der Räder automatisch an. Die elektromechanische Lenkung funk-
tioniert nur bei laufendem Motor.
Bei verminderter oder ausgefallener Lenkunterstützung muss zum Lenken
erheblich mehr Kraft als gewöhnlich aufgewendet werden.
Gegenlenkunterstützung
Die Gegenlenkunterstützung gibt dem Fahrer eine Lenkunterstützung in kri-
tischen Fahrsituationen. Dabei unterstützen zusätzliche Lenkkräfte den Fah-
rer beim Gegenlenken.
Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten
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Fahren ACHTUNG
Die Gegenlenkunterstützung unterstützt zusammen mit dem ESC (ESP)
den Fahrer beim Lenken des Fahrzeugs in kritischen Fahrsituationen. Der
Fahrer muss in jedem Fall das Fahrzeug lenken. Das Fahrzeug wird nicht
durch die Gegenlenkunterstützung gelenkt.
Lenkradposition einstellen Abb. 126 Lenkradpositi-
on mechanisch einstel-
len.
Lenkrad vor der Fahrt und nur bei stehendem Fahrzeug einstellen.
● Den Hebel ⇒ Abb. 126 1 nach unten schwenken.
● Lenkrad so einstellen, dass es mit beiden Händen und leicht gebeugten
Armen seitlich am äußeren Rand (9-Uhr- und 3-Uhr-Position) festgehalten
werden kann.
● Den Hebel fest nach oben drücken, bis er bündig mit der Lenksäule ist
⇒ . ACHTUNG
Unsachgemäßer Gebrauch der Lenkradpositionseinstellung und eine fal-
sche Einstellung des Lenkrads können schwere oder tödliche Verletzun-
gen verursachen.
● Den Hebel 1 nach dem Einstellen immer fest nach oben schwenken,
damit das Lenkrad während der Fahrt nicht unbeabsichtigt seine Position
verändert.
● Niemals das Lenkrad während der Fahrt einstellen. Wenn während der
Fahrt festgestellt wird, dass eine Einstellung notwendig sein sollte, si-
cher anhalten und das Lenkrad richtig einstellen.
● Das eingestellte Lenkrad muss immer in Richtung des Brustkorbs und
nicht in Richtung des Gesichts zeigen, um die Schutzwirkung des Fahrer-
Frontairbags im Falle eines Unfalls nicht einzuschränken.
● Lenkrad während der Fahrt immer nur mit beiden Händen seitlich am
äußeren Rand (9-Uhr- und 3-Uhr-Position) festhalten, um Verletzungen
durch einen auslösenden Fahrer-Frontairbag zu reduzieren.
● Niemals das Lenkrad in der 12-Uhr-Position oder in einer anderen
Weise festhalten, z. B. in der Lenkradmitte. Bei Auslösung des Fahrerair-
bags können schwere Verletzungen an Armen, Händen und am Kopf die
Folge sein.
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180
Fahren ACHTUNG
Die Teile der Abgasanlage werden sehr heiß. Dadurch können Brände und
schwere Verletzungen verursacht werden.
● Niemals das Fahrzeug so abstellen, dass Teile der Abgasanlage mit
leicht entflammbaren Materialien unter dem Fahrzeug in Berührung kom-
men, z. B. Unterholz, Laub, trockenes Gras, verschütteter Kraftstoff usw.
● Niemals zusätzlichen Unterbodenschutz oder korrosionsschützende
Mittel für Abgasrohre, Katalysatoren, Hitzeschilde oder den Dieselparti-
kelfilter verwenden.
Zündschloss Abb. 127 Positionen des Fahrzeugschlüssels.
Fahrzeugschlüssel
⇒ Abb. 127 Kein Fahrzeugschlüssel im Zündschloss: Lenkungssperre kann ak-
tiviert sein.
0
Zündung ausgeschaltet, alle elektrischen Verbraucher abgeschal-
tet. Der Fahrzeugschlüssel kann herausgezogen werden. Fahrzeugschlüssel
⇒ Abb. 127 1
Zündung eingeschaltet. Dieselmotor wird vorgeglüht. Lenkungs-
sperre kann gelöst werden.
2
Motor anlassen. Wenn der Motor angesprungen ist, Fahrzeug-
schlüssel loslassen. Beim Loslassen geht der Fahrzeugschlüssel in
die Position
1 zurück.
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187
Fahren
Automatikgetriebe*: Gang einlegen Abb. 131 Linkslenker:
Wählhebel des automati-
schen Getriebes mit
Sperrtaste (Pfeil).
Abb. 132 Rechtslenker:
Wählhebel des automati-
schen Getriebes mit
Sperrtaste (Pfeil).
Der Wählhebel ist mit einer Wählhebelsperre ausgestattet. Beim Wechseln
einer Wählhebelstellung aus der Position P in eine Fahrstufe das Bremspe-
d al
treten und die Sperrtaste vorne im Wählhebelgriff in Pfeilrichtung drü- cken
⇒ Abb. 131 bzw. ⇒
Abb. 132. Um den Wählhebel aus der Position N in
die Po
sition D oder R zu bringen, vorher das Bremspedal treten und halten.
Im Display des Kombiinstruments wird bei eingeschalteter Zündung die ak-
tuelle Wählhebelstellung angezeigt. Anzeige-
feld für
Wählhe-
belstellun- gen Bezeichnung Bedeutung ⇒
Parksperre Die Antriebsräder sind mechanisch gesperrt.
Nur bei stehendem Fahrzeug einlegen. Zum
Her
au
snehmen der Wählhebelstellung Brems-
pedal treten und zusätzlich Zündung einschal-
ten. Rückwärts-
gang Der Rückwärtsgang ist eingeschaltet.
Nur bei stehendem Fahrzeug einlegen.
Neutral Das Getriebe ist in der Neutralstellung. Es
wird keine Kraft auf die Räder übertragen und
der Bremseffekt des Motors ist nicht verfüg-
bar.
Dauerstellung
für Vorwärts-
fahrt (Normal- Pr ogr
amm) Alle Vorwärtsgänge werden automatisch
hoch- und heruntergeschaltet. Der Zeitpunkt
des Schaltens ist abhängig von der Motorlast,
dem individuellen Fahrstil und der gefahrenen
Geschwindigkeit.
Dauerstellung
für Vorwärts-fahrt (Sport- Pr ogr
amm) Alle Vorwärtsgänge werden automatisch
spä-
ter hoch- und früher
heruntergeschaltet als in
der Wählhebelstellung D, um die Leistungsre-
serven des Motors voll auszunutzen. Der Zeit-
punkt des Schaltens ist abhängig von der Mo-
torlast, dem individuellen Fahrstil und der ge-
fahrenen Geschwindigkeit. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten
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188
Fahren
Wählhebelsperre
Die Wählhebelsperre verhindert in der Position P oder N, dass versehentlich
eine F
ahrstufe eingelegt werden kann und sich dadurch das Fahrzeug unbe-
absichtigt in Bewegung setzt.
Zum Lösen der Wählhebelsperre bei eingeschalter Zündung das Bremspe-
dal treten und halten. Gleichzeitig die Sperrtaste im Wählhebel drücken.
Beim zügigen Schalten über die Position N (z. B. von R nach D) wird der
W
ählhebel nicht gesperrt. Dadurch wird z. B. ein „Herausschaukeln“ bei
festgefahrenem Fahrzeug ermöglicht. Befindet sich der Hebel bei nicht ge-
tretenem Bremspedal länger als etwa eine Sekunde und bei einer Ge-
schwindigkeit langsamer als etwa 5 km/h (3 mph) in der Stellung N, rastet
die W
ählhebelsperre ein.
In seltenen Fällen kann es bei Fahrzeugen mit Direktschaltgetriebe DSG ®
vorkommen, dass die Wählhebelsperre nicht einrastet. Der Antrieb wird
dann außer Kraft gesetzt, um ein unbeabsichtigtes Anfahren zu verhindern.
Die grüne Kontrollleuchte blinkt und zusätzlich wird ein Informationstext
angezeigt. Wie folgt vorgehen, um die Wählhebelsperre einzurasten:
● Fußbremse betätigen und wieder lösen. ACHTUNG
Das Einlegen einer falschen Wählhebelstellung kann zum Verlust der
Fahrzeugkontrolle, zu einem Unfall und schweren Verletzungen führen.
● Niemals beim Einlegen der Fahrstufe Gas geben.
● Bei laufendem Motor und eingelegter Fahrstufe wird sich das Fahr-
zeug in Bewegung setzen, sobald das Bremspedal losgelassen wird.
● Niemals während der Fahrt den Rückwärtsgang oder die Parksperre
einlegen. ACHTUNG
Unbeabsichtigte Fahrzeugbewegungen können schwere Verletzungen
verursachen.
● Als Fahrer niemals den Fahrersitz bei laufendem Motor und eingeleg-
ter Fahrstufe verlassen. Wenn bei laufendem Motor das Fahrzeug verlas-
sen werden muss, immer die elektronische Parkbremse einschalten und
den Wählhebel in Stellung P bringen.
● Bei laufendem Motor und eingelegter Fahrstufe D, S oder R ist es er-
forderlich, das Fahrzeug mit der Fußbremse zu halten. Auch bei Leer-
laufdrehzahl unterbricht die Kraftübertragung nicht ganz und das Fahr-
zeug „kriecht“.
● Niemals in die Fahrstufe R oder P schalten, wenn sich das Fahrzeug
bewegt.
● Niemals das Fahrzeug in Fahrstufe N verlassen. Das Fahrzeug rollt
bergrunter unabhängig davon, ob der Motor läuft oder nicht. VORSICHT
Wenn bei stehendem Fahrzeug die elektronische Parkbremse nicht einge-
schaltet ist und das Bremspedal in der Wählhebelstellung P losgelassen
w ir
d, kann sich das Fahrzeug einige Zentimeter vorwärts oder rückwärts be-
wegen. Hinweis
Falls während der Fahrt versehentlich auf N geschaltet wird, Gas wegneh-
men. Dr ehz
ahl des Motors in der Neutralstellung abwarten, bevor wieder in
eine Fahrstufe geschaltet wird.
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192
Fahren
Bremsen, anhalten und parken
Einleitung Die bremsunterstützenden Systeme
sind d as Antiblockiersystem (ABS), der
Bremsassistent (BAS), die elektronische Differenzialsperre (EDS), die An-
triebsschlupfregelung ASR (TCS) und das elektronische Stabilisierungspro-
gramm ESC (ESP).
Ergänzende Informationen und Warnhinweise:
● Anhängerbetrieb ⇒ Seite 242
● Anfahrassistenzsysteme ⇒ Seite 203
● Räder und Reifen ⇒ Seite 305
● Zubehör, Teileersatz, Reparaturen und Änderungen ⇒ Seite 266ACHTUNG
Das Fahren mit abgenutzten Bremsbelägen oder einer gestörten Brems-
anlage kann Unfälle und schwere Verletzungen verursachen.
● Wenn einzeln oder zusammen mit einer Textmeldung im Display
de s
Kombiinstruments aufleuchtet, sofort einen Fachbetrieb aussuchen
und Bremsbeläge prüfen und abgenutzte Bremsbeläge erneuern lassen. ACHTUNG
Ein unsachgemäßes Parken kann schwere Verletzungen verursachen.
● Niemals den Fahrzeugschlüssel aus dem Zündschloss ziehen, solan-
ge das Fahrzeug in Bewegung ist. Die Lenkungssperre kann einrasten
und das Fahrzeug kann nicht mehr gelenkt oder kontrolliert werden. ACHTUNG (Fortsetzung)
● Niemals das Fahrzeug so abstellen, dass Teile der Abgasanlage mit
leicht entflammbaren Materialien unter dem Fahrzeug in Berührung kom-
men, z. B. Unterholz, Laub, trockenes Gras, verschütteter Kraftstoff usw.
● Immer die elektronische Parkbremse einschalten, wenn das Fahrzeug
abgestellt oder geparkt wird.
● Niemals Kinder oder hilfsbedürftige Personen im Fahrzeug zurücklas-
sen. Sie könnten die elektronische Parkbremse lösen, den Wählhebel
oder Schalthebel betätigen und so das Fahrzeug in Bewegung setzen.
Das kann Unfälle und schwere Verletzungen verursachen.
● Nehmen Sie bei jedem Verlassen des Fahrzeugs stets alle Fahrzeug-
schlüssel mit. Der Motor kann gestartet und elektrische Ausstattungen
wie die Fensterheber bedient werden, was zu schweren Verletzungen füh-
ren kann.
● Niemals Kinder oder hilfsbedürftige Personen allein im Fahrzeug zu-
rücklassen. Diese sind in einem Notfall nicht in der Lage, das Fahrzeug
selbstständig zu verlassen oder sich selbst zu helfen. So können bei-
spielsweise je nach Jahreszeit in einem geschlossenen Fahrzeug sehr ho-
he oder niedrige Temperaturen entstehen, die vor allem bei Kleinkindern
ernsthafte Verletzungen und Erkrankungen hervorrufen oder zum Tode
führen können. VORSICHT
● Parkplätze mit hochstehenden Bordsteineinfassungen oder festen Be-
grenzungen immer vorsichtig befahren. Diese aus dem Boden ragenden Ge-
genstände können beim Ein- und Ausparken den Stoßfänger und andere
Fahrzeugteile beschädigen. Um Schäden zu vermeiden, anhalten bevor die
Räder die Begrenzungen oder Bordsteine berühren.
● Vorsichtig über Grundstückseinfahrten, Rampen, Bordsteine und andere
Gegenstände fahren. Tief liegende Fahrzeugteile wie Stoßfänger, Spoiler
und Teile des Fahrwerks, Motors oder der Abgasanlage können beim Über-
fahren beschädigt werden.
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193
Fahren
Warn- und Kontrollleuchten leuchtet mögliche Ursache ⇒ Abhilfe
(rot) Zusammen mit Kontrollleuch-
te
in der Taste: Elektroni-
sche Parkbremse eingeschal-
tet. ⇒ Seite 194
Bremsanlage gestört.
Halten Sie an!
F ac
hmännische Hilfe in An-
spruch nehmen! ⇒ Seite 197. Bremsflüssigkeitsstand zu
niedrig.
Nicht weiterfahren!
Br emsflüs
sigkeitsstand prüfen
⇒ Seite 201. Zusammen mit ABS-Kontroll-
leuchte : ABS ausgefallen. Fachbetrieb aufsuchen. Das
Fahrzeug kann ohne ABS ge-
bremst werden.
(rot) Bremspedal nicht getreten! Bremspedal ganz durchtreten.
(gelb) Vordere Bremsbeläge ver-
schlissen. Sofort einen Fachbetrieb aufsu-
chen. Alle
Bremsbeläge prüfen
u
nd ggf. ersetzen lassen. (gelb) ESC (ESP) systembedingt ab-
geschaltet. Zündung aus- und einschalten.
Gegebenenfalls eine kurze Weg-
strecke fahren.
ESC (ESP) gestört. Fachbetrieb aufsuchen.
Zusammen mit ABS-Kontroll-
leuchte : ABS gestört. Fachbetrieb aufsuchen. Das
Fahrzeug kann ohne ABS ge-
bremst werden.
Fahrzeugbatterie wurde wie-
der angeklemmt.
⇒ Seite 300
(gelb) ASR (TCS) manuell ausge-
schaltet. ASR (TCS) einschalten
⇒ Seite 200. Automatisches
Ein
s
chalten der ASR (TCS) durch
Ein- und Ausschalten der Zün-
dung. leuchtet mögliche Ursache ⇒ Abhilfe
(gelb) Zusammen mit ESC (ESP)-
Kontrollleuchte
: ABS ge-
stört. Fachbetrieb aufsuchen. Das
Fahrzeug kann ohne ABS ge-
bremst werden.
Zusammen mit Warnleuch-
te oder
: ABS ausgefal-
l
en.
(gelb) Zusammen mit blinkender
Warnleuchte : Elektroni-
s
c
he Parkbremse gestört. Fachbetrieb aufsuchen.
(grün) Bremspedal nicht getreten. Zum Einlegen einer Fahrstufe
Bremspedal treten.
Zum Lösen der elektronischen
Parkbremse Bremspedal treten
⇒ Seite 194.
blinkt mögliche Ursache ⇒ Abhilfe
(rot) Elektronische Parkbremse
gestört. Gleichzeitig kann die
Kontrollleuchte
leuchten
oder die Kontrollleuchte in
der Taste blinken. Fachbetrieb aufsuchen, weil das
Fahrzeug möglicherweise nicht
sicher geparkt werden kann.
(gelb) ESC (ESP) oder ASR (TCS)
greift regelnd ein. Fuß vom Gas nehmen. Fahrwei-
se den Fahrbahnverhältnissen
anpassen.
Beim Einschalten der Zündung leuchten einige Warn- und Kontrollleuchten
zur Funktionsprüfung kurz auf. Sie erlöschen nach wenigen Sekunden.
Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten
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Fahren VORSICHT
● Niemals die Bremsen durch leichten Pedaldruck „schleifen“ lassen,
wenn nicht wirklich gebremst werden muss. Andauernder Druck auf dem
Bremspedal führt zu einer Überhitzung der Bremsen. Das kann erheblich
die Bremsleistung verringern, den Bremsweg erheblich verlängern und un-
ter Umständen zum Totalausfall der Bremsanlage führen.
● Vor dem Befahren einer längeren Strecke mit starkem Gefälle Geschwin-
digkeit verringern, in einen niedrigeren Gang schalten bzw. eine niedrigere
Fahrstufe wählen. Dadurch wird die Bremswirkung des Motors ausgenutzt
und die Bremse entlastet. Andernfalls könnte die Bremse überhitzen und
möglicherweise ausfallen. Bremsen nur benutzen, wenn man sie zum Ver-
langsamen oder zum Anhalten braucht. Hinweis
Wenn die vorderen Bremsbeläge überprüft werden, sollten auch die hint-
eren Bremsbeläge gleichzeitig mit geprüft werden. Die Dicke aller Bremsbe-
läge ist regelmäßig visuell zu prüfen, indem die Bremsbeläge durch die Öff-
nungen der Felgen oder von der Unterseite des Fahrzeugs überprüft werden.
Wenn nötig, die Räder abmontieren, um eine gründliche Untersuchung
durchführen zu können. SEAT empfiehlt dafür einen SEAT-Betrieb.
Bremsunterstützende Systeme Die bremsunterstützenden Systeme ESC (ESP), ABS, BAS, ASR (TCS) und
EDS arbeiten nur bei laufendem Motor und tragen wesentlich zur aktiven
Fahrsicherheit bei.
Elektronisches Stabilisierungsprogramm ESC (ESP)
Das ESC (ESP) hilft das Risiko einer Schleudergefahr zu reduzieren und die
Fahrstabilität durch das Abbremsen einzelner Räder in bestimmten Fahrsitu-
ationen zu verbessern. Fahrdynamische Grenzsituationen wie z. B. Über-
steuern und Untersteuern des Fahrzeugs oder Durchdrehen der Antriebsr-
äder werden vom ESC (ESP) erkannt. Durch gezielte Bremseingriffe oder ei- ne Reduzierung des Motordrehmoments unterstützt das System das Fahr-
zeug zu stabilisieren.
ESC (ESP) hat Grenzen. Es ist wichtig zu wissen, dass ESC (ESP) nicht die
physikalischen Gesetze außer Kraft setzen kann. ESC (ESP) wird nicht in al-
len Situationen helfen können, mit denen der Fahrer konfrontiert wird. Bei-
spielsweise wird ESC (ESP) nicht jedes Mal unterstützen können, wenn ein
plötzlicher Wechsel der Fahrbahnbeschaffenheit stattfindet. Wenn ein Ab-
schnitt einer trockenen Straße plötzlich mit Wasser, Matsch oder Schnee be-
deckt ist, kann ESC (ESP) nicht auf die gleiche Art und Weise unterstützen
wie auf einer trockenen Straße. Wenn das Fahrzeug „aufschwimmt“ (fahren
auf einen Wasserfilm statt auf dem Fahrbahnbelag), ist ESC (ESP) nicht in
der Lage dem Fahrer beim Lenken des Fahrzeugs zu helfen, weil der Kontakt
zum Fahrbahnbelag unterbrochen ist und das Fahrzeug dadurch nicht
brems- und lenkbar ist. Wenn auf kurvigen Strecken Kurven mit hoher Ge-
schwindigkeit durchfahren werden, reagiert das ESC (ESP) nicht immer mit
der selben Wirksamkeit: eine aggressive Fahrweise ist nicht mit einer Fahr-
weise mit geringerer Geschwindigkeit vergleichbar. Beim Anhängerbetrieb
ist ESC (ESP) nicht in der Lage den Fahrer dabei zu unterstützen, die Kontrol-
le über sein Fahrzeug wiederzuerlangen, als wenn kein Anhänger gezogen
wird.
Immer die Geschwindigkeit und den Fahrstil den Wetter-, Fahrbahn- und
Verkehrsverhältnissen anpassen. ESC (ESP) kann nicht die physikalischen
Grenzen außer Kraft setzen, die verfügbare Kraftübertragung verbessern
oder das Fahrzeug auf der Fahrbahn halten, wenn das Abkommen von der
Straße durch die Unachtsamkeit des Fahrers verursacht wurde. Stattdessen
verbessert ESC (ESP) die Möglichkeit das Fahrzeug unter Kontrolle zu be-
kommen und es unterstützt in extremen Fahrsituationen auf der Straße
durch Ausnutzen der Lenkbewegung des Fahrers, dass das Fahrzeug in die
beabsichtigte Richtung weiterfährt. Wenn mit einer Geschwindigkeit gefah-
ren wird, die das Fahrzeug von der Straße abbringt, bevor ESC (ESP) irgend-
eine Unterstützung geben kann, wird das System keine Unterstützung er-
möglichen können.
In das ESC (ESP) sind die Systeme ABS, BAS, ASR (TCS) und EDS integriert.
Das ESC (ESP) ist immer eingeschaltet. Wenn in einigen Fahrsituationen
kein ausreichender Vortrieb mehr erreicht wird, kann das ESC (ESP) durch
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199
Fahren
Drücken der ASR (TCS)-Taste ausgeschaltet werden ⇒ Abb. 136. Darauf ach-
ten, dass das ASR (TCS) immer wieder eingeschaltet wird, wenn der Vortrieb
wieder vorhanden ist.
Antiblockiersystem (ABS)
Das ABS kann ein Blockieren der Räder beim Bremsen bis kurz vor Fahr-
zeugstillstand verhindern und unterstützt den Fahrer das Fahrzeug zu len-
ken und die Kontrolle zu behalten. Das bedeutet, dass das Fahrzeug auch
bei einer Vollbremsung weniger dazu neigt zu schleudern:
● Das Bremspedal kräftig treten und halten. Den Fuß nicht vom Bremspe-
dal nehmen oder die Kraft auf das Bremspedal reduzieren!
● Nicht das Bremspedal „pumpen“ oder den Druck auf das Bremspedal
verringern!
● Fahrzeug lenken, während das Bremspedal kräftig getreten wird.
● Beim Loslassen des Bremspedals oder beim Reduzieren der Kraft auf
das Bremspedal schaltet sich das ABS ab.
Der Regelvorgang des ABS macht sich durch eine pulsierende Bewegung
des Bremspedals sowie Geräusche bemerkbar. Es darf nicht erwartet wer-
den, dass das ABS unter allen Umständen den Bremsweg verkürzt. Der
Br emsw
eg kann auf Kies oder bei Neuschnee auf eisigem oder rutschigem
Untergrund sogar länger werden.
Bei losem Untergrund wird bei Vorwärtsfahrt automatisch ein speziell auf
Gelände abgestimmtes ABS aktiviert. Hierbei können die Vorderräder kurz-
zeitig blockieren. Damit wird im Gelände der Bremsweg verkürzt , weil sich
die Räder in den losen Untergrund eingraben. Diese Abstimmung steht nur
bei Geradeausfahrt zur Verfügung. Wenn die Vorderräder eingeschlagen
sind, ist das normale ABS in Funktion.
Bremsassistent (BAS)
Der Bremsassistent kann helfen, den Bremsweg zu reduzieren. Der Brems-
assistent verstärkt die Bremskraft, wenn der Fahrer in Notbremssituationen
das Bremspedal schnell tritt. In folge dessen wird sehr schnell der volle
Bremsdruck aufgebaut, die Bremskraft verstärkt und der Bremsweg ver-
kürzt. Dadurch wird das ABS schneller und effektiver aktiviert. Nicht
den Druck auf das Bremspedal verringern! Beim Loslassen des Brems-
pedals oder beim Reduzieren der Kraft auf das Bremspedal schaltet der
Bremsassistent die Bremskraftverstärkung von selbst aus.
Antriebsschlupfregelung ASR (TCS)
Die ASR (TCS) verringert die Antriebskraft des Motors bei durchdrehenden
Rädern und passt die Antriebskraft den Fahrbahnverhältnissen an. Durch
die ASR (TCS) wird selbst bei ungünstigen Fahrbahnverhältnissen das An-
fahren, Beschleunigen und Bergauffahren erleichtert.
Die ASR (TCS) kann manuell ein- oder ausgeschaltet werden ⇒ Seite 200.
Elektronische Differenzialsperre (EDS)
Die EDS steht bei normalen Geradeausfahrten zu Verfügung. EDS bremst ein
durchdrehendes Rad ab und überträgt die Antriebskraft auf die anderen An-
triebsräder. Damit die Scheibenbremse des abgebremsten Rads nicht über-
hitzt, schaltet sich die EDS bei ungewöhnlich starker Beanspruchung auto-
matisch aus. Sobald die Bremse abgekühlt ist, schaltet sich die EDS auto-
matisch wieder ein. ACHTUNG
Schnelles Fahren auf eisigen, rutschigen oder nassen Straßen kann zum
Verlust der Fahrzeugkontrolle und schwere Verletzungen des Fahrers und
der Mitfahrer führen.
● Geschwindigkeit und Fahrweise den Sicht-, Wetter-, Fahrbahn- und
Verkehrsverhältnissen anpassen. Das erhöhte Sicherheitsangebot durch
die bremsunterstützenden Systeme ABS, BAS, EDS, ASR (TCS) und ESC
(ESP) darf nicht dazu verleiten, ein Sicherheitsrisiko einzugehen.
● Bremsunterstützende Systeme können die physikalisch vorgegebe-
nen Grenzen nicht überwinden. Rutschige und nasse Straßen bleiben
auch mit ESC (ESP) und den anderen Systemen sehr gefährlich. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten