ESP Seat Ateca 2016 Betriebsanleitung (in German)
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Fahrerassistenzsysteme
In jedem Profil besteht die Möglichkeit, des-
sen Eig en
schaften durch Drücken des Tastfel-
des am Bildschirm des Systems Easy Connect
Profilinformation anzuzeigen.
Im Profil Individual können die Eigen-
schaften über das Tastfeld am Bildschirm des
Systems Easy Connect Profileinstellungen
konfiguriert werden.
Ein Symbol am Bildschirm des Systems Easy
Connect zeigt das aktive Profil an, wenn ein
anderes Profil statt Normal gewählt wurde.
Der Schalter zeigt das gewählte Profil mittels
einer roten LED-Leuchte an.
FahrprofilMerkmale
Eco
Sorgt für einen besonders geringen Kraft-
stoffverbrauch und fördert auf diese Wei-
se eine sparsame und umweltschonende
Fahrweise.
NormalBietet eine ausgeglichene Fahrweise, ide-
al für den täglichen Gebrauch.
SportVerleiht dem Fahrzeug ein globales dyna-
misches Fahrverhalten und ermöglicht
damit eine sportlichere Fahrweise.
Indivi- dualErmöglicht die individuelle Konfiguration.
Welche Funktionen Sie einstellen können,
ist abhängig von Ihrer Fahrzeugausstat-
tung.
Offroad a)Passt die Fahrzeugparameter für ein opti-
males Fahrverhalten außerhalb befestig-
ter Fahrbahnen an.
FahrprofilMerkmale
Snowa)
Passt das Fahrzeugverhalten für einen
Fahrbetrieb auf rutschiger Fahrbahn an
und optimiert den Vortrieb und die Ma-
növrierfähigkeit.
a)
Nur für 4Drive-Modelle. ACHTUNG
Achten Sie auf das Verkehrsgeschehen, wenn
Sie den S
EAT Drive Profile bedienen – Unfall-
gefahr! Hinweis
● Beim Au
sschalten des Fahrzeugs wird das
im Moment des Ausschaltens der Zündung
gewählte Profil gespeichert, außer in folgen-
den Fällen:
– Nach erneutem Anlassen des Fahrzeugs
nach Verwendung des Profils Sport wird
dieses Profil zugunsten eines geringeren
Kraftstoffverbrauchs nicht aktiviert. Da-
mit der Motor und das Getriebe zum
sportlichsten Verhalten zurückkehren,
wählen Sie erneut das Fahrprofil Sport.
– Nach erneutem Anlassen des Fahrzeugs
nach Verwendung des Profils Offroad
oder Snow wird grundsätzlich das Profil
Normal eingestellt.
● Geschwindigkeit und Fahrweise sind stets
an die Sic
ht, die Wetterverhältnisse und das
Verkehrsaufkommen anzupassen. ●
Im Anhän g
erbetrieb wird von der Verwen-
dung des Profils Eco abgeraten. Kick-down
Der Kick-down ermöglicht eine maximale Be-
s
c
hleunigung.
Wenn Sie im SEAT Drive Profile* das Profil Eco gewählt haben ››› Seite 240 und das
Gaspedal über den Druckpunkt hinaus durch-
treten, wird die Motorleistung automatisch
geregelt und das Fahrzeug beschleunigt ma-
ximal. ACHTUNG
Bitte beachten Sie, dass bei glatter, rutschi-
g er F
ahrbahn die Antriebsräder beim Kick-
down durchdrehen können - Schleudergefahr! 241
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Page 248 of 348

Bedienung
Display des Kombi-Instruments wird für etwa
5 Sek
unden angezeigt und ggf. einmal wie-
derholt. Die zuletzt erfolgte Meldung wird
vom System gespeichert.
Die Meldung im Display des Kombi-Instru-
ments kann durch Drücken der Taste im Scheibenwischerhebel bzw. der Taste
im Multifunktionslenkrad ausgeschaltet wer-
den
››
› Seite 31.
Über die Multifunktionsanzeige ›››
Sei-
te 31 kann die Meldung im Display des Kom-
bi-Instruments erneut aufgerufen werden.
Betriebsbedingungen
Das Fahrverhalten wird nur bei Geschwindig-
keiten über etwa 65 km/h (40 mph) bis etwa
200 km/h (125 mph) ausgewertet.
Ein- und Ausschalten
Die Müdigkeitserkennung kann im System
Easy Connect über die Taste und die
F u
nktionstaste
aktiviert oder deaktiviert
w er
den ››› Seite 114. Ein „Häkchen“ kenn-
zeichnet eine aktivierte Einstellung.
Funktionseinschränkungen
Die Müdigkeitserkennung hat systembeding-
te Grenzen. Folgende Bedingungen können
dazu führen, dass die Müdigkeitserkennung
nur eingeschränkt oder gar nicht funktioniert: ●
Bei Ge
schwindigkeiten von unter 65 km/h
(40 mph).
● Bei Geschwindigkeiten von über 200 km/h
(125 mph).
● Bei kurvigen Strecken.
● Bei schlechten Straßen.
● Bei ungünstigen Wetterbedingungen.
● Bei sportlicher Fahrweise.
● Bei starker Ablenkung des Fahrers.
Die Müdigkeitserk
ennung wird zurückge-
setzt, wenn sich das Fahrzeug länger als 15
Minuten im Stillstand befindet, die Zündung
ausgeschaltet wird oder der Fahrer den Si-
cherheitsgurt gelöst und die Tür geöffnet hat.
Bei einer längeren langsamen Fahrt (unter 65
km/h (40 mph)) wird die Einschätzung der
Müdigkeit vom System automatisch zurück-
gesetzt. Bei anschließendem schnellerem
Fahren wird das Fahrverhalten erneut berech-
net.
Parklenkassistent (Park As-
si
st)*
Einleitung zum Thema
› ›
›
Tab. auf Seite 2 Der Parklenkassistent ist eine zusätzliche
F
u
nktion des ParkPilot ››› Seite 254 und un-
terstützt den Fahrer beim:
● Finden einer geeigneten Parklücke.
● Auswählen eines Parkmodus.
● Rückwärtseinparken in eine geeignete,
läng
s oder quer zur Fahrbahn befindliche
Parklücke.
● Vorwärtseinparken in eine geeignete, quer
zur F
ahrbahn befindliche Parklücke.
● Vorwärtsausparken aus einer längs zur
Fahrb
ahn befindlichen Parklücke.
Bei Fahrzeugen mit Parklenkassistent und
werkseitig eingebautem Radio werden der
vordere, der hintere und die seitlichen Berei-
che sowie die Position von Hindernissen rela-
tiv zum Fahrzeug angezeigt.
Dem Parklenkassistenten sind systembeding-
te Grenzen gesetzt. Seine Verwendung erfor-
dert eine besondere Aufmerksamkeit des
Fahrers ››› .
ACHTUNG
Die intelligente Technik des Parklenkassis-
t ent
en kann die physikalisch vorgegebenen
Grenzen nicht überwinden und funktioniert
nur innerhalb der Systemgrenzen. Das erhöh-
te Komfortangebot durch den Parklenkassis-
tenten darf nicht dazu verleiten, ein Sicher-
heitsrisiko einzugehen. Das System kann die
Aufmerksamkeit des Fahrers nicht ersetzen. 246
Page 249 of 348

Fahrerassistenzsysteme
●
Jede u nbed
achte Bewegung des Fahrzeugs
kann schwere Verletzungen verursachen.
● Passen Sie die Geschwindigkeit und den
Fahr
stil immer an die Sicht-, Wetter-, Fahr-
bahn- und Verkehrsverhältnisse an.
● Bestimmte Oberflächen von Gegenständen
und Kl
eidung können die Signale von Ultra-
schallsensoren nicht reflektieren. Das System
kann diese Gegenstände oder Personen, die
solche Kleidungsstücke tragen, nicht erfas-
sen oder nicht richtig erkennen.
● Die Signale der Ultraschallsensoren können
durc
h äußere Schallquellen beeinflusst wer-
den. Unter bestimmten Umständen kann dies
verhindern, dass die Anwesenheit von Perso-
nen oder Objekte erkannt wird.
● Die Sensoren haben tote Bereiche, in denen
weder P
ersonen noch Objekte erfasst werden
können.
● Behalten Sie das Umfeld des Fahrzeugs
st
ets unter Kontrolle, da kleine Kinder, Tiere
und bestimmte Gegenstände nicht in allen Si-
tuationen von den Ultraschallsensoren er-
kannt werden. ACHTUNG
Die schnellen Drehbewegungen des Lenkrads
beim Ein- oder Au s
parken mit dem Parklen-
kassistenten können schwere können schwe-
re Verletzungen verursachen.
● Greifen Sie während des Ein- oder Auspark-
vor
gangs so lange nicht in das Lenkrad, bis
das System dazu auffordert. Andernfalls wird das System während des Vorgangs abge-
s
c
haltet und der Ein- bzw. Ausparkvorgang
abgebrochen. VORSICHT
● Ge g
enstände wie z. B. Anhängerdeichseln,
dünne Stangen, Zäune, Pfosten, Bäume und
offene oder sich öffnende Heckklappen wer-
den unter Umständen von den Ultraschallsen-
soren nicht erfasst und können zu einer Be-
schädigung des Fahrzeugs führen.
● Nachträglich am Fahrzeug montierte An-
baut
eile, wie z. B. Fahrradträger, können die
Funktion des Parklenkassistenten beeinträch-
tigen und zu Beschädigungen führen.
● Der Parklenkassistent orientiert sich an ge-
parkt
en Fahrzeugen, an Bordsteinen oder an-
deren Gegebenheiten. Achten Sie darauf,
dass die Reifen und Felgen beim Einparken
nicht beschädigt werden. Brechen Sie den
Einparkvorgang gegebenenfalls rechtzeitig
ab, um Beschädigungen am Fahrzeug zu ver-
meiden.
● Die Ultraschallsensoren im Stoßfänger kön-
nen durc
h Stöße, z. B. beim Ein- oder Auspar-
ken, beschädigt oder verstellt werden.
● Bei der Reinigung der Ultraschallsensoren
mit einem Hoc
hdruckreiniger oder Dampf-
strahler die Ultraschallsensoren nur kurzzei-
tig direkt besprühen und immer einen Ab-
stand von mehr als 10 cm einhalten.
● Falls die Größe des vorn angebrachten
Kenn
zeichens oder Kennzeichenträgers den dafür vorgesehenen Bereich übersteigt oder
ein K
enn
zeichen verbogen oder verformt ist,
können:
– Erkennungsfehler auftreten.
– die Sensoren in Ihrer Erkennungsleistung
beeinträchtigt werden.
– Abbrüche oder fehlerhafte Ausführungen
des Einparkvorgangs erfolgen.
● Bei Ausfall eines Ultraschallsensors wird
der ents
prechende Bereich der Ultraschall-
sensorengruppe (vorn bzw. hinten) ausge-
schaltet und kann nicht mehr aktiviert wer-
den, bis der Defekt behoben wird. Die Senso-
ren des anderen Stoßfängers können jedoch
weiterhin normal genutzt werden. Wenden
Sie sich bei einer Störung des Systems bitte
an einen Fachbetrieb. SEAT empfiehlt dazu ei-
nen SEAT-Händler aufzusuchen. Hinweis
● Zur k
orrekten Funktion des Systems sind
die Ultraschallsensoren in den Stoßfängern
sauber, schnee- und eisfrei zu halten und
nicht durch Aufkleber oder andere Gegen-
stände abzudecken.
● Geräuschquellen – z. B. rauer Asphalt,
Kopf
steinpflaster und Störschall anderer
Fahrzeuge – können zu Fehlmeldungen des
Parklenkassistenten bzw. des ParkPilot füh-
ren.
● Um sich mit dem System und dessen Funk-
tionen v
ertraut zu machen, empfiehlt SEAT, » 247
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Page 275 of 348

Anhängevorrichtung und Anhänger*
●
Vermeiden
Sie plötzliche Brems- und Fahr-
manöver.
● Seien Sie besonders vorsichtig bei Über-
holm
anövern.
● Reduzieren Sie sofort die Geschwindigkeit,
wenn
Sie auch nur die geringste Pendelbewe-
gung des Anhängers bemerken.
● Mit einem Anhänger nicht schneller als
80 km/h bzw
. 50 mph (in Ausnahmefällen
auch 100 km/h bzw. 60 mph) fahren. Das gilt
auch für Länder, in denen höhere Geschwin-
digkeiten zulässig sind. Beachten Sie die für
den Anhängerbetrieb zulässige Höchstge-
schwindigkeit des jeweiligen Landes, diese
könnte geringer sein als für Fahrzeuge ohne
Anhänger.
● Versuchen Sie keinesfalls, das Gespann
durc
h Beschleunigen zu „stabilisieren“. ACHTUNG
Wenn die Anhängevorrichtung nicht von einer
S EA
T-Werkstatt nachträglich montiert wurde,
ist grundsätzlich das Start-Stopp-System von
Hand auszuschalten, wenn mit dem Anhänger
gefahren wird. Andernfalls könnte ein Defekt
in der Bremsanlage auftreten und infolgedes-
sen ein Unfall und schwere Verletzungen ver-
ursacht werden.
● Schalten Sie immer das Start-Stopp-System
von Hand ab, w
enn sie einen Anhänger an die
Anhängevorrichtung eingehängt haben, die
nicht von SEAT montiert wurde. Hinweis
● Bev
or ein Anhänger ein- oder ausgehängt
wird, ist die Diebstahlwarnanlage auszu-
schalten ››› Seite 118. Andernfalls kann der
Neigungssensor die Diebstahlwarnanlage un-
gewollt aktivieren.
● Fahren Sie während der ersten 1000 km
nicht
mit Anhänger ››› Seite 195.
● SEAT empfiehlt nach Möglichkeit, den Ku-
gelk
opf einzuschwenken oder abzubauen,
wenn er nicht verwendet wird. Bei einer Heck-
kollision kann der Kugelkopf größere Schä-
den verursachen.
● Einige nachträglich montierte Anhängevor-
richt
ungen verdecken die hintere Abschlep-
pöse In diesen Fällen kann die Abschleppöse
nicht zum Anschleppen oder Abschleppen an-
derer Fahrzeuge verwendet werden. Aus die-
sem Grund sollten Sie immer den abgebauten
Kugelkopf des Fahrzeugs aufbewahren, wenn
Sie Ihr Fahrzeug nachträglich mit einer An-
hängevorrichtung ausgerüstet haben. Kontrollleuchte
Kugelkopf für Anhänger nicht verrie-
gelt.
Überprüfen Sie die Blockierung der Anhängevorrichtung
››› Seite 275. Beim Einschalten der Zündung leuchten eini-
g
e
Warn- und Kontrollleuchten zur Funktions- prüfung kurz auf. Sie verlöschen nach weni-
g
en
Sekunden. ACHTUNG
Werden die Kontrollleuchten und entsprech-
enden W
arnmeldungen ignoriert, kann dies
zum Stillstand des Fahrzeugs und unter Um-
ständen zu Unfällen und schweren Verletzun-
gen führen.
● Warnleuchten und -meldungen dürfen nicht
ignoriert
werden.
● Stoppen Sie das Fahrzeug, sobald es mög-
lich u
nd sicher ist. VORSICHT
Wenn sie die Kontrollleuchten und die ent-
s pr
echenden Warnmeldungen ignorieren,
kann dies zu Fahrzeugbeschädigungen füh-
ren. Technische Voraussetzungen
Fahrzeuge, die w
erk
sseitig mit einer Anhän-
gevorrichtung ausgerüstet wurden, erfüllen
alle technischen und gesetzlichen Bestim-
mungen für den Anhängerbetrieb.
Wenn das Fahrzeug nachträglich mit einer
Anhängevorrichtung ausgerüstet wird, darf
nur eine für die max. zulässige Anhängelast
zugelassene Anhängevorrichtung eingebaut
werden. Die Anhängevorrichtung muss für
das Fahrzeug und den Anhänger geeignet »
273
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Page 280 of 348

Bedienung
in die Diebstahlwarnanlage eingebunden
w er
den.
Bei verriegeltem Fahrzeug löst der Alarm
nicht aus, wenn die elektrische Verbindung
zum Anhänger unterbrochen wird, wenn der
Anhänger über Rückleuchten mit Leuchtdio-
den verfügt.
Wenn beim Einhängen eines Anhängers das
Fahrprofil Eco gewählt war, wird automatisch
zum Profil Normal gewechselt. Wenn das Sys-
tem den eingehängten Anhänger nicht er-
kennt oder die Anhängevorrichtung nicht von
einer SEAT-Werkstatt nachträglich montiert
wurde, ist das Profil Normal manuell vor
Fahrtbeginn zu wählen. Um nach dem Aus-
hängen des Anhängers wieder in das Profil
Eco zurückzukehren, muss die Zündung ein-
mal aus- und wieder eingeschaltet werden. ACHTUNG
Wenn die Kabel in ungeeigneter oder falscher
W ei
se angeschlossen werden, könnte dies zu
einer übermäßigen Stromaufnahme durch
den Anhänger führen, was wiederum Störun-
gen in der gesamten elektrischen Anlage des
Fahrzeugs sowie Unfälle und schwere Verlet-
zungen verursachen könnte.
● Lassen Sie Arbeiten an der elektrischen An-
lag
e ausschließlich von einem Fachbetrieb
durchführen.
● Niemals die elektrische Anlage des Anhän-
ger
s direkt mit den elektrischen Anschlüssen der hinteren optischen Gruppen oder anderen
Str
omquel
len verbinden. ACHTUNG
Der Kontakt zwischen der Stiften des Anhän-
g er
steckers kann Kurzschlüsse, eine Überlas-
tung der elektrischen Anlage oder einen De-
fekt an der Beleuchtungsanlage verursachen
und folglich zu Unfällen oder schweren Ver-
letzungen führen.
● Schließen Sie niemals die Stifte des Anhän-
ger
steckers kurz.
● Lassen Sie die Reparatur verbogener Steck-
ers
tifte von einem Fachbetrieb vornehmen. VORSICHT
Lassen Sie den Anhänger nicht am Fahrzeug
ein g
ehängt, wenn Sie den Anhänger unter
Verwendung der Stützen oder des Stützrades
abgestellt haben. Wenn sich das Fahrzeug
anhebt oder senkt, beispielsweise infolge ei-
ner Änderung der Zuladung oder einer Reifen-
panne, wird die Anhängevorrichtung und der
Anhänger stärker beansprucht und das Fahr-
zeug und der Anhänger könnten beschädigt
werden. Hinweis
● Bei F
unktionsstörungen der elektrischen
Anlage des Fahrzeugs oder des Anhängers
lassen Sie diese von einem Fachbetrieb über-
prüfen. ●
Nimmt d
as Anhängerzubehör bei abge-
schaltetem Motor Strom über die Anhängers-
teckdose auf, entlädt sich die Batterie
● Bei geringer Batterieladung wird der elekt-
ris
che Anschluss zum Anhänger automatisch
unterbrochen. Anhänger beladen
Technisch maximal zulässige Anhängelast
u
nd
Stützlast
Die technisch maximal zulässige Anhänge-
last ist die Last, die das Fahrzeug ziehen
kann ››› . Die Stützlast ist die Last, die in
v on o
ben senkrecht auf den Kugelkopf der
Anhängevorrichtung wirkt ››› Seite 323.
Die Angaben zur Anhängelast und zur Stütz-
last auf dem Typenschild der Anhängevor-
richtung sind nur Richtwerte. Die fahrzeugbe-
zogenen Werte, die oftmals kleiner als o.a.
Werte sind, befinden sich in den Fahrzeugpa-
pieren. Die Angaben in den amtlichen Fahr-
zeugpapieren haben stets Vorrang.
Zugunsten der Sicherheit im Fahrbetrieb
empfiehlt SEAT, stets die zulässige senkrech-
te Stützlast möglichst weit auszunutzen
››› Seite 272. Eine zu geringe Stützlast beein-
trächtigt das Fahrverhalten des Gespanns.
Die Vertikallast belastet die Hinterachse stär-
ker und verringert die Nutzlast des Fahr-
zeugs.
278
Page 281 of 348

Anhängevorrichtung und Anhänger*
Gespanngewicht
Da s
Gespanngewicht ist die Summe der tat-
sächlichen Gewichte des Fahrzeugs und des
Anhängers.
In einigen Ländern sind die Anhänger in Ka-
tegorien eingeteilt. SEAT empfiehlt, sich bei
einem Fachbetrieb zu erkundigen, welche An-
hänger für das Fahrzeug geeignet sind.
Anhänger beladen
Das Gespann muss ausgewogen sein. Dazu
ist maximal zulässige Stützlast auszunutzen
und die Last gleichmäßig im Anhänger zu
verteilen.
● Zuladung auf dem Anhänger so verteilen,
da
ss sich schwere Gegenstände möglichst
nahe an oder über der Achse befinden.
● Anhängelast korrekt befestigen.
Reif
enfülldruck
Der Reifenfülldruck der Anhängerräder wird
vom Anhänger-Hersteller vorgegeben.
Befüllen Sie im Anhängerbetrieb die Reifen
auf den max. zulässigen Fülldruck ››› Sei-
te 311. ACHTUNG
Die Überschreitung der zulässigen Achslast,
de s
zulässigen Stützlast, des zulässigen Ge-
samtgewichts des Fahrzeugs oder des Ge- spanns kann Unfälle und schwere Verletzun-
g
en
verursachen.
● Die angegebenen Werte niemals über-
sc
hreiten.
● Das tatsächliche Gewicht auf Vorder- und
Hinter
achse darf die jeweilige zulässige
Achslast nicht überschreiten. Das vordere
und hintere Fahrzeuggewicht darf das zuläs-
sige Gesamtgewicht nicht überschreiten. ACHTUNG
Ein Verschieben der Last kann die Stabilität
u nd die
Sicherheit des Gespanns gefährden,
was zu Unfällen und schweren Verletzungen
führen könnte.
● Der Anhänger ist immer korrekt zu beladen.
● Befestigen Sie immer die Last mit geeigne-
ten u
nd im guten Zustand befindlichen Befes-
tigungsriemen oder -gurten. Anhängerbetrieb
Scheinwerfer einstellen
B
ei ein
gehängtem Anhänger kann sich das
Vorderteil des Fahrzeuges anheben, und bei
eingeschaltetem Abblendlicht können andere
Verkehrsteilnehmer geblendet werden. Sen-
ken Sie daher den Lichtkegel mit der Leucht-
weitenregulierung entsprechend ab. Wenn
keine Leuchtweitenregulierung vorhanden
ist, die Scheinwerfer von einem Fachbetrieb
einstellen lassen. Besonderheiten des Anhängerbetriebs
●
Bei einem Anhänger mit Auflaufbr
emse zu-
nächst sanft und dann kräftig bremsen. Auf
diese Weise werden ruckartige Stöße infolge
Blockierung der Anhängerräder vermieden.
● Aufgrund des Gespanngewichts nimmt der
Bremsw
eg zu.
● Wählen Sie an einem Gefälle einen kleine-
ren G
ang (bei Schaltgetriebe, bei Automatik-
getriebe dazu Tiptronic-Modus verwenden),
um die Motorbremse auszunutzen. Andern-
falls besteht die Gefahr einer Überhitzung
und Ausfall der Bremsen.
● Die Anhängelast und das höhere Gesamt-
gew
icht des Gespanns ändern den Schwer-
punkt und die Fahreigenschaften des Fahr-
zeugs.
● Bei leerem Zugfahrzeug und beladenem
Anhäng
er ist die Gewichtsverteilung sehr un-
günstig. Fahren unter solchen Bedingungen
äußerst vorsichtig und passen Sie die Ge-
schwindigkeit entsprechend an.
Anfahren an einer Steigung mit Anhänger
Je nach Steigungswinkel und des Gesamtge-
wichts des Gespanns kann das Gespann
beim Anfahren etwas zurückrollen.
Um an einer Steigung mit eingehängtem An-
hänger anzufahren, folgendermaßen vorge-
hen:
● Bremspedal treten und halten. »
279
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Page 282 of 348

Bedienung
● Drüc k
en Sie die Taste einmal, um die
elektronische Parkbremse zu lösen ››› Sei-
te 180.
● Falls das Fahrzeug mit Schaltgetriebe aus-
ge
stattet ist, drücken Sie das Kupplungspe-
dal durch.
● Legen Sie den 1. Gang ein oder bringen Sie
den W
ählhebel in die Position D/S ››› Sei-
te 187.
● Ziehen Sie an der Taste und h
alten Sie
sie gezogen um das Gespann mit der elektro-
nische Parkbremse zu halten.
● Nehmen Sie den Fuß von der Bremse.
● Fahren Sie langsam an. Lassen Sie dazu
bei einem Fahr
zeug mit Schaltgetriebe die
Kupplung langsam kommen.
● Lassen Sie die Taste ers
t dann los, wenn
der Motor genügend Vortriebskraft zum An-
fahren aufgebaut hat. ACHTUNG
Ein unsachgemäßes Ziehen an einem Anhän-
g er k
ann den Verlust der Kontrolle über das
Fahrzeug zur Folge haben.
● Der Anhängerbetrieb und der Transport
sc
hwerer oder großer Gegenstände kann das
Fahrverhalten ändern und den Bremsweg ver-
längern.
● Fahren Sie stets vorausschauend und vor-
sic
htig. Bremsen Sie früher als gewöhnlich. ●
Pa
ssen Sie die Geschwindigkeit und den
Fahrstil immer an die Sicht-, Wetter-, Fahr-
bahn- und Verkehrsverhältnisse an. Verrin-
gern Sie die Geschwindigkeit, insbesondere
an Gefällen.
● Besonders vorsichtig und behutsam Gas
ge
ben. Vermeiden Sie plötzliche Brems- und
Fahrmanöver.
● Seien Sie besonders vorsichtig bei Über-
holm
anövern. Reduzieren Sie sofort die Ge-
schwindigkeit, wenn Sie auch nur die ge-
ringste Pendelbewegung des Anhängers be-
merken.
● Versuchen Sie keinesfalls, das Gespann
durc
h Beschleunigen zu „stabilisieren“.
● Beachten Sie die für den Anhängerbetrieb
zu
lässige Höchstgeschwindigkeit, diese
könnte geringer sein als für Fahrzeuge ohne
Anhänger. Gespannstabilisierung
Die Gespannstabilisierung ist eine zusätzli-
c
he F
unktion des elektronischen Stabilisie-
rungsprogramms (ESC).
Erkennt die Gespannstabilisierung ein Pen-
deln des Anhängers, greift es automatisch
mit der Gegenlenkunterstützung ein, um das
Pendeln zu reduzieren. Voraussetzungen zur Gespannstabilisierung
● Das Fahrzeug ist werksseitig mit einer An-
häng
evorrichtung ausgerüstet oder nachträg-
lich mit einer kompatiblen Anhängevorrich-
tung ausgestattet worden.
● ESC und ASR sind aktiv. Im Kombiinstru-
ment l
euchtet nicht die Kontrollleuchte
oder .
● Der Anhänger ist elektrisch mit dem ziehen-
dem Fahr
zeug über die Anhängersteckdose
verbunden.
● Die Fahrgeschwindigkeit liegt über ca. 60
km/h (37 mph).
● Es liegt die technisch maximal zulässige
Stützl
ast auf.
● Der Anhänger verfügt über steife Deichsel.
● Wenn der Anhänger gebremst ist, muss
dieser mit
einer Auflaufbremse ausgerüstet
sein. ACHTUNG
Die höhere Sicherheit, die die Gespannstabi-
li s
ierung vermittelt, darf nicht dazu verleiten,
Sicherheitsrisiken einzugehen.
● Passen Sie die Geschwindigkeit und den
Fahr
stil immer an die Sicht-, Wetter-, Fahr-
bahn- und Verkehrsverhältnisse an.
● Beschleunigen sie mit Bedacht auf rutschi-
gen F
ahrbahnen.
● Beschleunigen Sie nicht, während Sie ein
Sy
stem bedienen. 280
Page 283 of 348

Anhängevorrichtung und Anhänger*
ACHTUNG
Die Gespannstabilisierung kann möglicher-
w ei
se nicht alle Fahrsituationen erkennen.
● Wenn das ESC ausgeschaltet ist, ist auch
die Ges
pannstabilisierung ausgeschaltet.
● Die Gespannstabilisierung erkennt nicht
immer leic
hte und instabile Anhänger und
kann diese folglich nicht entsprechen stabili-
sieren.
● Wenn rutschige Fahrbahnen mit geringer
Haft
ung befahren werden, kann der Anhänger
selbst bei aktivem Stabilisierungssystem ni-
cken.
● Die Anhänger mit hohem Schwerpunkt kön-
nen kip
pen, ohne vorher geschwungen zu ha-
ben.
● Wenn kein Anhänger eingehängt aber ein
Stec
ker an der Anhängersteckdose ange-
schlossen ist (z.B. von einem Gepäckträger
mit Beleuchtung), können in extremen Fahrsi-
tuationen automatische Vollbremsungen vor-
kommen. Anhängevorrichtung nachträglich ein-
b
auen Abb. 219
Maße und Befestigungspunkte für
den n ac
hträglichen Einbau einer Anhängevor-
richtung SEAT empfiehlt, den nachträglichen Einbau
einer Anhän
g
evorrichtung von einem Fachbe-
trieb durchführen zu lassen. Es ist möglich, dass die Kühlanlage anzupassen ist oder
Wärme
schutzbleche eingebaut werden müs-
sen. SEAT empfiehlt dazu einen SEAT-Händler
aufzusuchen.
Wenn eine Anhängevorrichtung nachträglich
eingebaut wird, sind die Abstandsmaße un-
bedingt einzuhalten. Das Mittelmaß des Ku-
gelkopfes und der Fahrbahn ››› Abb. 219 D darf den angegebenen Wert nicht unter-
s
c
hreiten. Dies gilt auch für ein vollbelade-
nes Fahrzeug, einschließlich der technisch
maximal zulässigen Stützlast
Abstandsmaße ››› Abb. 219:
Befestigungspunkte
932,5 mm
Min. 65 mm
350-420 mm
220 mm
615,5 mm
1.043 mm ACHTUNG
Wenn die Kabel in ungeeigneter oder falscher
W ei
se angeschlossen werden, könnte dies zu
Störungen in der gesamten elektrischen Anla-
ge des Fahrzeugs sowie zu Unfällen und
schweren Verletzungen führen.
● Niemals die elektrische Anlage des Anhän-
ger
s mit den elektrischen Anschlüssen der
hinteren optischen Gruppen oder anderen » A
B
C
D
E
F
G
281
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Page 291 of 348

Pflege und Wartung
Schmutzteilchen, die beim Gebrauch in die
T e
xtilien eingerieben werden könnten, ent-
fernt. Dampfreiniger sollten nicht verwendet
werden, da durch den Dampf die Verschmut-
zung tiefer in die Textilien eindringt und fi-
xiert wird.
Normales Reinigen
Generell empfehlen wir für die Reinigung ei-
nen weichen Schwamm oder ein handelsübli-
ches, fusselfreies Mikrofasertuch zu verwen-
den. Mit Bürsten dürfen nur Bodenteppiche
und Fußmatten gereinigt werden, da andere
textile Oberflächen durch Bürsten beschädigt
werden können.
Bei oberflächlichen Allgemeinverschmutzun-
gen kann die Reinigung mit einem handels-
üblichen Schaumreiniger durchgeführt wer-
den. Der Schaum wird mit einem weichen
Schwamm auf der Textiloberfläche verteilt
und leicht eingearbeitet. Eine Durchnässung
der Textilien soll aber vermieden werden. An-
schließend wird der Schaum mit saugfähi-
gen, trockenen Tüchern (z. B. Mikrofasertü-
cher) abgetupft und nach dem vollständigen
Trocknen abgesaugt.
Reinigen von Flecken
Flecken durch Getränke (z. B. Kaffee, Frucht-
saft usw.) können mit einer Feinwaschmittel-
lösung behandelt werden. Die Lösung wird
mit einem Schwamm aufgebracht. Bei hart-
näckigen Flecken kann eine Waschpaste di- rekt auf die Fleckstelle aufgetragen und ein-
ge
arbeitet werden. Anschließend ist eine
Nachbehandlung mit klarem Wasser erforder-
lich, um die Waschmittelreste zu entfernen.
Dazu wird das Wasser mit einem feuchten
Tuch oder Schwamm aufgebracht und mit
saugfähigen, trockenen Tüchern abgetupft.
Flecken durch Schokolade oder Make-up wer-
den mit einer Waschpaste (z. B. Gallseife)
eingerieben. Anschließend wird die Seife mit
Wasser (feuchter Schwamm) entfernt.
Für die Behandlung von Fett, Öl, Lippenstift
oder Kugelschreiber kann Spiritus eingesetzt
werden. Gelöste Fett- oder Farbstoffanteile
müssen mit saugfähigem Material abgetupft
werden. Gegebenenfalls ist eine Nachbe-
handlung mit einer Waschpaste und Wasser
erforderlich.
Bei starken Allgemeinverschmutzungen der
Bezugsstoffe und Stoffverkleidungen emp-
fiehlt es sich, einen Spezialreinigungsbetrieb
zu beauftragen, der die Bezüge und textilen
Bespannungen durch Einseifen und Sprühex-
traktion reinigen kann. Hinweis
Geöffnete Klettverschlüsse an Ihrer Kleidung
k önnen den
Sitzbezug beschädigen. Achten
Sie darauf, dass diese geschlossen sind. Naturleder
Benutzerhinweise
Die P
al
ette unserer Lederarten ist groß. Dabei
handelt es sich in erster Linie um verschiede-
ne Ausführungen von Nappa, also Leder mit
glatter Oberfläche in unterschiedlicher Farb-
gebung.
Die Intensität des Farbeinsatzes bestimmt
die Optik und die Beschaffenheit. Erkennt
man auf der Lederoberfläche die typische
Handschrift der Natur, handelt es sich um ein
naturbelassenes Nappaleder, das ein ausge-
sprochen gutes Sitzklima bietet. Feine Adern,
geschlossene Narben, Insektenstiche, Mast-
falten sowie eine nuancierte farbliche Wolkig-
keit bleiben sichtbar und stellen Echtheits-
merkmale des Naturmaterials dar.
Naturbelassenes Nappaleder hat keine ver-
deckende Farbschicht. Es ist deshalb emp-
findlicher. Daran sollten Sie denken, wenn
durch Kinder, Tiere oder andere Einflüsse das
Leder besonders strapaziert wird.
Lederarten mit einer mehr oder weniger deck-
enden Farbschicht sind hingegen robuster.
Dies wirkt sich auf die Strapazierfähigkeit
des Leders im täglichen Gebrauch positiv
aus. Allerdings sind dann die typischen Na-
turmerkmale kaum oder nicht mehr erkenn-
bar, was jedoch keinen Einfluss auf die Le-
derqualität selbst hat. »
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Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
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Empfehlungen
Pflege und Behandlung
B edin
gt durch die Exklusivität der verwende-
ten Ledersorten und Eigenarten (wie Emp-
findlichkeit gegenüber Ölen, Fetten, Ver-
schmutzung usw.) sind eine gewisse Umsicht
beim Gebrauch und eine bestimmte Pflege
erforderlich. So können z. B. dunkle Beklei-
dungsstoffe (besonders wenn diese feucht
und mit fehlerhafter Einfärbung sind) die Le-
dersitze anfärben. Staub und Schmutzparti-
kel in Poren, Falten und Nähten können
scheuern und die Oberfläche beschädigen.
Das Leder sollte deshalb regelmäßig bzw. der
Beanspruchung entsprechend gepflegt wer-
den. Nach längerer Gebrauchszeit werden Ih-
re Ledersitze eine typische und unverwech-
selbare Patina bekommen. Das ist charakte-
ristisch für das Naturprodukt Leder und ein
Zeichen echter Qualität.
Zur Werterhaltung des Naturmaterials über
die gesamte Nutzungsdauer sollten Sie fol-
gende Hinweise beachten: VORSICHT
● Vermeiden
Sie längere Standzeiten in der
prallen Sonne, um ein Ausbleichen des Le-
ders zu vermeiden. Bei längeren Standzeiten
im Freien sollten Sie das Leder durch Abde-
cken vor direkter Sonneneinstrahlung schüt-
zen.
● Scharfkantige Gegenstände an Kleidungs-
stüc
ken wie Reißverschlüsse, Nieten, scharf- kantige Gürtel können bleibende Kratzer oder
Sc
h
abespuren in der Oberfläche hinterlassen. Hinweis
● Re
gelmäßig und nach jeder Reinigung eine
Pflegecreme mit Lichtschutz und Imprägnier-
effekt verwenden. Die Creme nährt das Leder,
macht es atmungsaktiv und geschmeidig und
gibt Feuchtigkeit zurück. Gleichzeitig baut sie
einen Oberflächenschutz auf.
● Reinigen Sie das Leder alle 2 bis 3 Monate,
entfernen
Sie frische Verschmutzungen je
nach Anfall.
● Frische Flecken durch Kugelschreiber, Tinte,
Lippen
stift, Schuhcreme usw. möglichst um-
gehend entfernen.
● Pflegen Sie auch die Lederfarbe. Abwei-
chende
Stellen nach Bedarf mit einer speziel-
len farbigen Ledercreme auffrischen. Lederbezüge reinigen und pflegen
Naturleder bedarf ganz besonderer Aufmerk-
s
amk
eit und Pflege.
Normales Reinigen
– Säubern Sie verschmutzte Lederflächen mit
einem leic
ht angefeuchteten Baumwoll-
oder Wolllappen. stärkere Verschmutzungen
– Reinigen Sie stärker verschmutzte Stellen
mit einem Lap
pen, getränkt mit einer mil-
den Seifenlösung (2 Esslöffel Neutralseife
auf 1 Liter Wasser).
– Beachten Sie dabei, dass das Leder an kei-
ner St
elle durchfeuchtet wird, und dass
kein Wasser in die Nahtstiche sickert.
– Wischen Sie mit einem weichen, trockenen
Lappen n
ach.
Reinigung von Flecken – Entfernen Sie frische Flecken auf Wa
sserba-
sis (z. B. Kaffee, Tee, Säfte, Blut usw.) mit
einem saugfähigen Tuch oder Küchenrolle
bzw. verwenden Sie bei einem bereits ein-
getrocknetem Fleck den Reiniger aus dem
Pflegeset.
– Entfernen Sie frische Flecken auf Fett
basis
(z. B. Butter, Mayonnaise, Schokolade
usw.) mit einem saugfähigen Tuch oder Kü-
chenrolle bzw. mit dem Reiniger aus dem
Pflegeset, falls der Fleck noch nicht in die
Oberfläche eingedrungen.
– Verwenden Sie bei eing
etrockneten Fettfle-
cken ein Fettlöserspray.
– Behandeln Sie spez
ielle Flecken (z. B. Ku-
gelschreiber, Filzstift, Nagellack, Dispersi-
onsfarbe, Schuhcreme usw.) mit einem für
Leder geeigneten speziellen Fleckenentfer-
ner.
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