ABS Seat Leon 5D 2009 Betriebsanleitung (in German)
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204Fahren mit Anhänger
Fahren mit Anhänger
Was ist bei Anhängerbetrieb zu beachten?
Das Fahrzeug kann bei entsprechender technischer Ausrüstung zum Ziehen
eines Anhängers benutzt werden.
Ist das Fahrzeug werkseitig mit einer Anhängervorrichtung ausgestattet,
weist das darauf hin, dass es aus technischer und rechtlicher Sicht über al-
les Notwendige verfügt, um mit einem Anhänger zu fahren. Für Informatio-
nen zur nachträglichen Montage einer Anhängevorrichtung siehe
⇒ Seite 205.
Steckverbindung
Zur elektrischen Verbindung zwischen Fahrzeug und Anhänger besitzt Ihr
Fahrzeug eine 12-polige Steckvorrichtung.
Wenn der Anhänger einen 7-poligen Stecker aufweist, ist eine Adapterlei-
tung erforderlich. Diese ist beim Fachbetrieb erhältlich.
Anhängelast / Stützlast
Die zulässige Anhängelast darf nicht überschritten werden. Wenn Sie die
zulässige Anhängerlast nicht voll ausnutzen, können Sie entsprechend grö-
ßere Steigungen befahren.
Die angegeben Anhängelasten gelten nur für Höhen bis 1.000 m über dem
Meeresspiegel. Da mit zunehmender Höhe durch die abnehmende Luftdich-
te die Motorleistung sinkt und damit auch die Steigfähigkeit abnimmt, sinkt
auch die zulässige Anhängelast entsprechend. Pro angefangene 1.000 m
weiterer Höhe muss das zulässige Gespanngewicht um 10 % verringert wer-
den. Das Gespanngewicht setzt sich aus dem tatsächlichen Gewicht des be-
ladenen Fahrzeugs und dem tatsächlichen Gewicht des (beladenen) Anhän-
gers zusammen. Die zulässige Stützlast auf dem Kugelkopf der Anhänge-
vorrichtung sollten Sie möglichst ausnutzen, nicht aber überschreiten. Die Anhängelast- und die Stützlastangaben auf dem Typenschild der An-
hängevorrichtung sind lediglich Prüfwerte der Vorrichtung. Die fahrzeugbe-
zogenen Werte, die oft
unter diesen Werten liegen, finden Sie in Ihren Fahr-
zeugpapieren bzw. im Abschnitt ⇒ Kapitel Technische Daten.
Verteilung der Zuladung
Verteilen Sie die Zuladung im Anhänger so, dass sich schwere Gegenstände
möglichst nahe der Achse befinden. Sichern Sie die Gegenstände gegen
Verrutschen.
Reifenfülldruck
Wählen Sie den maximal zulässigen Reifenfülldruck, der auf dem Aufkleber
an der Innenseite der Tankklappe angegeben ist. Der Reifenfülldruck am An-
hänger richtet sich nach der Empfehlung des Anhänger-Herstellers.
Außenspiegel
Wenn Sie den Verkehrsbereich hinter dem Anhänger nicht mit den serien-
mäßigen Rückspiegeln überblicken können, müssen Sie zusätzliche Außen-
spiegel anbringen. Beide Außenspiegel sollten an klappbaren Auslegern
befestigt sein. Stellen Sie die Außenspiegel so ein, dass sie ein ausreichen-
des Blickfeld nach hinten bieten.
ACHTUNG
Befördern Sie niemals Personen in einem Anhänger – Lebensgefahr!
Hinweis
● Wegen der höheren Fahrzeugbelastung bei häufigem Anhängerbetrieb
empfehlen wir, das Fahrzeug auch zwischen den Inspektions-Intervallen
warten zu lassen.
● Erkundigen Sie sich, ob in Ihrem Land besondere Vorschriften für das
Fahren mit einem Anhänger gelten.
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205
Fahren mit Anhänger
Kugelkopf der Anhängevorrichtung*
Je nach Modellversion kann sich der Kugelkopf der Anhängevorrichtung im
Werkzeugkasten befinden.
Eine Anleitung zum richtigen An- und Abbauen des Kugelkopfes der Anhän-
gevorrichtung liegt dem Kugelkopf bei.
ACHTUNG
Der Kugelkopf der Anhängevorrichtung muss sicher befestigt sein, damit
er sich bei abrupten Fahrmanövern nicht lösen und Verletzungen verursa-
chen kann.
Hinweis
● Aus gesetzlichen Gründen muss bei Fahrten ohne Anhänger der Kugel-
kopf abgenommen werden, wenn er die Sicht auf das Nummernschild be-
einträchtigt.
Fahrhinweise
Das Fahren mit Anhänger erfordert besondere Vorsicht.
Gewichtsverteilung
Bei leerem Fahrzeug und beladenem Anhänger ist die Gewichtsverteilung
sehr ungünstig. Falls Sie dennoch in dieser Kombination fahren müssen,
fahren Sie besonders langsam.
Geschwindigkeit
Mit zunehmender Geschwindigkeit verringert sich die Fahrstabilität des Ge-
spannes. Daher sollten Sie bei ungünstigen Straßen- oder Witterungsbedin- gungen (Gefahr bei starkem Wind!) die gesetzlich erlaubte Höchstgeschwin-
digkeit nicht ausnutzen. Dies gilt besonders für Gefällestrecken.
Auf jeden Fall müssen Sie die Geschwindigkeit sofort herabsetzen, sobald
Sie auch nur die geringste Pendelbewegung des Anhängers erkennen. Ver-
suchen Sie keinesfalls, das Gespann durch Beschleunigen zu „strecken“.
Bremsen Sie rechtzeitig! Bei einem Anhänger mit
Auflaufbremse bremsen
Sie zuerst sanft , dann zügig. So vermeiden Sie Bremsstöße durch blockie-
rende Anhängerräder. Wählen Sie vor Gefällestrecken rechtzeitig einen klei-
neren Gang bzw. eine kleinere Fahrstufe, damit der Motor als Bremse wirken
kann.
Überhitzung
Wenn Sie bei sehr hohen Außentemperaturen eine längere Steigung in ei-
nem niedrigen Gang mit hoher Motordrehzahl fahren müssen, achten Sie
bitte auf die Kühlmitteltemperaturanzeige ⇒ Seite 55.
Elektronisches Stabilisierungsprogramm*
Das ESC (ESP)* erleichtert es, einen ausbrechenden oder pendelnden An-
hänger zu stabilisieren.
Anhängevorrichtung nachrüsten*Das Fahrzeug kann nachträglich mit einer Anhängevorrich-
tung ausgerüstet werden.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten
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206Fahren mit Anhänger
Abb. 137 Befestigungs-
punkte für die Anhänge-
vorrichtung Der nachträgliche Einbau einer Anhängevorrichtung muss nach den Anga-
ben des Herstellers der Vorrichtung erfolgen.
Die Befestigungspunkte
A
der Anhängevorrichtung befinden sich an der
Unterseite des Fahrzeugs.
Der Abstand zwischen der Kugelkopfmitte und dem Boden darf den angege-
benen Mindestabstand auch bei voll beladenem Fahrzeug und voller Stütz-
last nicht unterschreiten.
Maßvorgaben für das Befestigen einer Anhängevorrichtung:
65 mm (mindestens)
350 mm bis 420 mm (Fahrzeug mit max. Zuladung)
357 mm
569 mm
875 mm
1040 mm
Montage einer Anhängevorrichtung
● Der Anhängerbetrieb stellt erhöhte Anforderungen an das Fahrzeug.
Wenden Sie sich bitte vor der Nachrüstung einer Anhängevorrichtung an ei-
nen Fachbetrieb, um zu prüfen, ob an Ihrem Fahrzeug Umbaumaßnahmen
am Kühlsystem erforderlich sind.
● Beachten Sie auch die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen (z.B. Ein-
bau einer separaten Kontrollleuchte) Ihres Heimatlandes.
● Es müssen Fahrzeugteile, wie z.B. der hintere Stoßfänger aus- und ein-
gebaut werden. Außerdem sind die Befestigungsschrauben der Anhänge-
vorrichtung mit einem Drehmomentschlüssel anzuziehen und eine Steckdo-
se an die elektrische Anlage des Fahrzeuges anzuschließen. Dazu sind spe-
zielle Fachkenntnisse und Werkzeuge notwendig.
● Die Angaben in der Abbildung kennzeichnen die Maße und Befesti-
gungspunkte, die beim nachträglichen Einbau einer Anhängevorrichtung in
jedem Fall einzuhalten sind.
B
CDEFG
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210Pflegen und Reinigen
ACHTUNG
● Waschen Sie das Fahrzeug nur bei ausgeschalteter Zündung!
● Schützen Sie Ihre Hände und Arme vor scharfkantigen Metallteilen,
wenn Sie beispielsweise den Unterboden oder die Innenseite der Rad-
kästen reinigen – Verletzungsgefahr!
● Nässe, Eis und Streusalz in der Bremsanlage beeinträchtigen die
Bremswirkung – Unfallgefahr!
VORSICHT
● Entfernen Sie auf keinen Fall Schmutz, Schlamm oder Staub, solange
die Fahrzeugoberfläche trocken ist. Verwenden Sie auch keinen trockenen
Lappen oder Schwamm, da Sie sonst die Lackierung oder die Scheiben Ih-
res Fahrzeuges zerkratzen können.
● Fahrzeugwäsche bei kaltem Klima: wenn Sie das Fahrzeug mit einem
Schlauch abspritzen, sollten Sie den Wasserstrahl nicht direkt auf die
Schlösser oder die Tür- bzw. Dachdichtungen richten. Sie könnten sonst ein-
frieren.
Umwelthinweis
Waschen Sie das Fahrzeug nur auf speziell dafür vorgesehenen Waschplät-
zen, damit das eventuell durch Öl verunreinigte Schmutzwasser nicht in das
Abwasser gelangt. In einigen Gebieten ist die Fahrzeugwäsche außerhalb
solcher Waschplätze verboten.
Hinweis
Waschen Sie das Fahrzeug nicht in der prallen Sonne. Waschen mit Hochdruckreiniger
Beim Waschen des Fahrzeuges mit einem Hochdruckreiniger
ist besondere Vorsicht geboten!
– Beachten Sie die Bedienungshinweise für den Hochdruckreini-
ger, vor allem für den Druck und den Spritzabstand.
– Halten Sie einen ausreichend großen Abstand zu weichen Mate-
rialien und zu lackierten Stoßfängern.
– Vermeiden Sie das Reinigen vereister oder schneebedeckter
Scheiben mit dem Hochdruckreiniger ⇒ Seite 212.
– Verwenden Sie keine Rundstrahldüsen („Dreckfräser“) ⇒
.
– Vermeiden Sie gleich nach der Fahrzeugwäsche abrupte und
plötzliche Bremsmanöver. Die Bremsen müssen erst „trocken-
gebremst“ werden ⇒ Seite 198.
ACHTUNG
● Reifen dürfen niemals mit Rundstrahldüsen („Dreckfräser“) gereinigt
werden. Selbst bei relativ großem Spritzabstand und einer sehr kleinen
Einwirkzeit können sichtbare oder nicht sichtbare Schäden am Reifen
entstehen. Es besteht Unfallgefahr!
● Nässe, Eis und Streusalz in der Bremsanlage beeinträchtigen die
Bremswirkung – Unfallgefahr!
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211
Pflegen und Reinigen
VORSICHT
● Das Wasser darf nicht heißer als 60°C sein, da sonst das Fahrzeug be-
schädigt werden kann.
● Um Schäden am Fahrzeug zu vermeiden, muss ein ausreichender Ab-
stand zu den empfindlichen Materialien, wie z.B. Schläuche, Kunststoffteile,
Dämmmaterial etc., eingehalten werden. Dies gilt auch für die Reinigung
der Stoßfänger in Fahrzeugfarbe. Je geringer der Abstand der Spritzdüse zur
Oberfläche ist, desto stärker wird das Material beansprucht.
Fahrzeuglack konservieren
Regelmäßige Konservierung schützt den Fahrzeuglack.
Konservieren Sie den Fahrzeuglack spätestens dann, wenn auf dem saube-
ren Lack das Wasser nicht mehr deutlich abperlt.
Beim Fachbetrieb erhalten Sie ein gutes Konservierungsmittel aus Hart-
wachs.
Eine regelmäßige Konservierung schützt den Fahrzeuglack weitgehend vor
schädlichen Umwelteinflüssen. ⇒ Seite 208. Sie schützt sogar vor leichten
mechanischen Einwirkungen.
Auch wenn Sie in der automatischen Waschanlage regelmäßig einen
Waschkonservierer anwenden, empfehlen wir Ihnen, den Fahrzeuglack min-
destens zweimal im Jahr mit Hartwachs zu schützen. Fahrzeuglack polieren
Durch Polieren erhält der Fahrzeuglack neuen Glanz.
Nur wenn der Lack Ihres Fahrzeugs unansehnlich geworden ist und wenn
Sie mit Konservierungsmitteln keinen Glanz mehr erzielen können, ist ein
Polieren erforderlich. Entsprechende Politur erhalten Sie im Fachbetrieb.
Wenn die verwendete Politur keine konservierenden Bestandteile enthält,
müssen Sie den Lack anschließend noch konservieren ⇒ Seite 211, Fahr-
zeuglack konservieren.
VORSICHT
Damit der Fahrzeuglack nicht beschädigt wird:
● Behandeln Sie matt lackierte Teile oder Kunststoffteile nicht mit Polier-
mitteln oder Hartwachsen.
● Polieren Sie den Fahrzeuglack nicht in sandiger oder staubiger Umge-
bung.
Kunststoffteile pflegen
Kunststoffteile dürfen nicht mit Lösungsmitteln in Berüh-
rung kommen.
Ist eine normale Fahrzeugwäsche nicht ausreichend, können Sie auch zuge-
lassene, lösungsmittelfreie Spezialprodukte für die Reinigung und Pflege
von Kunststoffen verwenden.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten
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Pflegen und Reinigen
Gummidichtungen pflegen
Gut gepflegte Gummidichtungen frieren nicht so leicht an.
1. Entfernen Sie mit einem weichen Tuch Staub und Schmutz von den Gummidichtungen.
2. Behandeln Sie die Gummidichtungen mit einem Gummipflege- mittel.
Die Gummidichtungen von Türen, Fenstern etc. bleiben geschmeidiger und
halten länger, wenn Sie sie ab und zu mit einem Gummipflegemittel (z.B.
Silikonspray) behandeln.
Durch die Gummipflege vermeiden Sie einen vorzeitigen Verschleiß der
Dichtungen. Die Türen lassen sich leichter öffnen. Gut gepflegte Gummi-
dichtungen frieren im Winter nicht so leicht an.
Türschließzylinder
Türschließzylinder können im Winter vereisen. Zur Enteisung von Türschließzylindern empfehlen wir Ihnen die Verwendung
eines Sprays mit rückfettender und antikorrosiver Wirkung.
Chromteile reinigen
1. Reinigen Sie die Chromteile mit einem feuchten Tuch.
2. Polieren Sie die Chromteile mit einem weichen, trockenen Tuch. Sollte das nicht ausreichen, so verwenden Sie ein gutes
Chrompflegemittel.
Mit diesem Chrompflegemittel entfernen Sie auch Flecken oder Beläge auf
der Oberfläche.
VORSICHT
Damit die Chromflächen nicht verkratzen:
● Verwenden Sie bei der Chrompflege auf keinen Fall ein Pflegemittel mit
Schleifwirkung.
● Reinigen oder polieren Sie die Oberflächen der Chromteile nicht in san-
diger oder staubiger Umgebung.
Stahlfelgen
– Reinigen Sie die Stahlfelgen regelmäßig mit einem separaten
Schwamm.
Anhaftender Bremsabrieb kann mit einem Industriereiniger beseitigt wer-
den. Lackschäden an Stahlfelgen sind zu beseitigen, bevor sich Rost bilden
kann.
ACHTUNG
● Reifen dürfen niemals mit Rundstrahldüsen gereinigt werden. Selbst
bei relativ großem Spritzabstand und einer sehr kleinen Einwirkzeit kön-
nen sichtbare oder nicht sichtbare Schäden am Reifen entstehen. Es be-
steht Unfallgefahr!
● Nässe, Eis und Streusalz in der Bremsanlage beeinträchtigen die
Bremswirkung – Unfallgefahr! Vermeiden Sie gleich nach der Fahrzeug-
wäsche abrupte und plötzliche Bremsmanöver. Die Bremsen müssen erst
„trockengebremst“ werden ⇒ Seite 198, Bremswirkung und Bremsweg.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten
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214Pflegen und Reinigen
Leichtmetallfelgen
Alle zwei Wochen
–Waschen Sie Streusalz und Bremsabrieb von den Leichtmetall-
felgen ab.
– Behandeln Sie die Felgen mit einem säurefreien Reinigungsmit-
tel.
Alle drei Monate
– Reiben Sie die Felgen gründlich mit Hartwachs ein.
Damit das dekorative Aussehen der Leichtmetallfelgen über lange Zeit er-
halten bleibt, ist eine regelmäßige Pflege erforderlich. Wenn das Streusalz
und der Bremsabrieb nicht regelmäßig abgewaschen werden, wird das Alu-
minium angegriffen.
Als Reinigungsmittel verwenden Sie bitte ein säurefreies Reinigungsmittel
für Leichtmetallfelgen.
Lackpolitur oder andere schleifende Mittel dürfen bei der Pflege der Felgen
nicht verwendet werden. Falls die Schutzlackschicht, z.B. durch Steinschlä-
ge, beschädigt ist, muss der Schaden umgehend behoben werden.
ACHTUNG
● Reifen dürfen niemals mit Rundstrahldüsen gereinigt werden. Selbst
bei relativ großem Spritzabstand und einer sehr kleinen Einwirkzeit kön-
nen sichtbare oder nicht sichtbare Schäden am Reifen entstehen. Es be-
steht Unfallgefahr!
● Nässe, Eis und Streusalz in der Bremsanlage beeinträchtigen die
Bremswirkung – Unfallgefahr! Vermeiden Sie gleich nach der Fahrzeug-
wäsche abrupte und plötzliche Bremsmanöver. Die Bremsen müssen erst
„trockengebremst“ werden ⇒ Seite 198, Bremswirkung und Bremsweg.
Unterbodenschutz
Die Fahrzeugunterseite ist gegen chemische und mechani-
sche Einflüsse geschützt.
Während der Fahrt sind Verletzungen der Schutzschicht möglich. Deshalb
empfehlen wir Ihnen, die Schutzschicht der Fahrzeugunterseite und des
Fahrwerks vor Beginn und am Ende der kalten Jahreszeit zu prüfen und ggf.
ausbessern zu lassen.
Wir empfehlen Ihnen, Ausbesserungsarbeiten und zusätzliche Korrosions-
schutzmaßnahmen von einem Fachbetrieb durchführen zu lassen.
ACHTUNG
Verwenden Sie niemals Unterbodenschutz oder korrosionsschützende
Mittel für Auspuffrohre, Katalysatoren oder Hitzeschilde. Durch eine hei-
ße Abgasanlage oder durch heiße Motorteile entzünden sich diese Sub-
stanzen. Brandgefahr!
Motorraum reinigen
Gehen Sie bei der Reinigung des Motorraums besonders
vorsichtig vor. Korrosionsschutz
Der Motorraum und die Oberfläche des Antriebsaggregates sind im Werk
korrosionsschützend behandelt worden.
Besonders im Winter, wenn Sie häufig auf salzgestreuten Straßen fahren,
ist ein guter Korrosionsschutz sehr wichtig. Damit das Salz nicht zerstörend
wirken kann, sollte der Motorraum vor und nach der Streuperiode gründlich
gereinigt werden.
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Pflegen und Reinigen
Fachbetriebe verfügen über die richtigen Reinigungs- und Konservierungs-
mittel und sie sind mit den erforderlichen Einrichtungen ausgestattet. Des-
halb empfehlen wir, diese Arbeiten dort durchführen zu lassen.
Wird der Motorraum einmal mit fettlösenden Mitteln gereinigt oder lässt
man eine Motorwäsche durchführen, wird der Korrosionsschutz fast immer
entfernt. Eine anschließende dauerhafte Konservierung aller Flächen, Falze,
Fugen und Aggregate im Motorraum sollte unbedingt in Auftrag gegeben
werden.
ACHTUNG
● Beachten Sie vor allen Arbeiten im Motorraum die entsprechenden
Warnhinweise ⇒ Seite 227.
● Schalten Sie den Motor aus, ziehen Sie die Handbremse fest an und
ziehen Sie in jedem Fall den Zündschlüssel ab, bevor Sie die Motorraum-
klappe öffnen.
● Lassen Sie den Motor abkühlen, bevor Sie den Motorraum reinigen.
● Schützen Sie Ihre Hände und Arme vor scharfkantigen Metallteilen,
wenn Sie beispielsweise den Unterboden, die Innenseite der Radkästen
oder die Radabdeckungen reinigen – Gefahr einer Schnittverletzung. An-
dernfalls besteht Verletzungsgefahr!
● Nässe, Eis und Streusalz an der Bremsanlage beeinträchtigen die
Bremswirkung – Unfallgefahr! Vermeiden Sie gleich nach der Fahrzeug-
wäsche abrupte und plötzliche Bremsmanöver.
● Greifen Sie niemals in den Kühlerlüfter. Er ist temperaturgesteuert
und kann sich selbstständig einschalten – auch bei abgezogenem Zünd-
schlüssel!
Umwelthinweis
Da bei einer Motorwäsche Kraftstoff-, Fett- und Ölreste abgeschwemmt wer-
den können, muss das verschmutzte Wasser durch einen Ölabscheider ge-
reinigt werden. Deshalb darf die Motorwäsche nur in einem Fachbetrieb
oder einer geeigneten Tankstelle durchgeführt werden. Fahrzeugpflege innen
Kunststoffteile und Instrumententafel reinigen
– Feuchten Sie ein sauberes, fusselfreies Tuch mit Wasser an und
reinigen Sie die Kunststoffteile und die Instrumententafel.
– Sollte das nicht ausreichen, verwenden Sie ein spezielles, lö-
sungsmittelfreies Kunststoffreinigungs- und Kunststoffpflege-
mittel.
ACHTUNG
Reinigen Sie niemals die Instrumententafel und die Oberfläche der Air-
bagmodule mit lösemittelhaltigen Reinigern. Durch lösemittelhaltige Rei-
niger wird die Oberfläche porös. Bei einer Airbagauslösung kann es zu
erheblichen Verletzungen durch sich lösende Kunststoffteile kommen.
VORSICHT
Lösungsmittelhaltige Reiniger greifen das Material an.
Holzdekore reinigen*
– Feuchten Sie ein sauberes Tuch mit Wasser an und reinigen Sie
die Holzdekore.
– Sollte das nicht ausreichen, verwenden Sie eine milde Seifen-
lauge.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten
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216Pflegen und Reinigen
VORSICHT
Lösungsmittelhaltige Reiniger greifen das Material an.
Reinigung des Radios und der Klimaanlage
Zur Reinigung des Radios bzw. der Klimaanlage verwenden Sie einen nicht
scheuernden, mit Wasser angefeuchteten Lappen. Sollte dies nicht ausrei-
chend sein, verwenden Sie eine neutrale Seifenlösung.
Polsterstoffe und Stoffverkleidungen reinigen
Polsterstoffe und Stoffverkleidungen an Türen, Dachhimmel usw. behan-
deln Sie mit speziellen Reinigungsmitteln bzw. mit Trockenschaum und ei-
ner weichen Bürste.
Leder reinigen*
Normales Reinigen
– Säubern Sie verschmutzte Lederflächen mit einem leicht ange-
feuchteten Baumwoll- oder Wolllappen.
Flecken entfernen
– Reinigen Sie stärker verschmutzte Stellen mit einem Lappen
und einer milden Seifenlösung (zwei Esslöffel Neutralseife auf
einen Liter Wasser).
– Beachten Sie dabei, dass das Leder an keiner Stelle durch-
feuchtet wird und dass kein Wasser in die Nahtstiche eindringt. –
Wischen Sie mit einem weichen, trockenen Lappen nach.
Lederpflege
– Behandeln Sie das Leder in halbjährlichen Abständen mit dem
in Fachbetrieben erhältlichen Lederpflegemittel.
– Tragen Sie das Pflegemittel äußerst sparsam auf.
– Wischen Sie mit einem weichen Lappen nach.
SEAT ist bestrebt, die besonderen Eigenschaften des Naturproduktes Leder
unverfälscht zu erhalten. Bedingt durch die Exklusivität der verwendeten Le-
dersorten und Eigenarten (wie Empfindlichkeit gegenüber Ölen, Fetten, Ver-
schmutzung usw.) sind eine gewisse Umsicht beim Gebrauch und eine be-
stimmte Pflege erforderlich.
Staub und Schmutzpartikel in Poren, Falten und Nähten können scheuern
und die Oberfläche beschädigen. Bei längeren Standzeiten in der Sonne
sollten Sie das Leder vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, um ein
Ausbleichen zu vermeiden. Leichte Farbveränderungen bedingt durch den
Gebrauch des hochwertigen Naturleders sind normal.
VORSICHT
● Das Leder darf nicht mit Lösungsmitteln, Bohnerwachs, Schuhcreme,
Fleckenentferner und Ähnlichem behandelt werden.
● Lassen Sie hartnäckige Flecken durch einen Fachbetrieb entfernen, um
Beschädigungen zu vermeiden.
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220Prüfen und Nachfüllen
Prüfen und Nachfüllen
Tanken
Die Tankklappe wird automatisch über die Zentralverriege-
lung geöffnet. Der Tank fasst etwa 55 Liter.
Abb. 138 Geöffnete
Tankklappe
Tankdeckel öffnen
– Klappen Sie den Deckel auf.
– Schrauben Sie den Tankdeckel gegen den Uhrzeigersinn ab.
Tankdeckel schließen
– Schrauben Sie den Tankdeckel nach rechts ein, bis Sie ein „kli-
ckendes“ Geräusch hören.
– Schließen Sie die Klappe, bis sie sicher einrastet. Der Tankde-
ckel ist mit einem Band gegen Verlust gesichert. Die Tankklappe befindet sich hinten rechts am Fahrzeug.
Sobald die vorschriftsmäßig bediente automatische Zapfpistole erstmalig
abschaltet, ist der Kraftstoffbehälter „voll“. Füllen Sie keinen weiteren Kraft-
stoff ein, denn dieser würde den Ausdehnungsraum füllen. Bei einer Erhit-
zung könnte Kraftstoff auslaufen.
Die richtige Kraftstoffsorte für das Fahrzeug finden Sie auf einem Aufkleber
auf der Innenseite der Tankklappe. Darauf finden Sie weitere Hinweise zum
Kraftstoff.
Notentriegelung der Tankklappe
Bei einem Ausfall der Zentralverriegelung kann die Tankklappe manuell ge-
öffnet werden. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
●
Öffnen Sie die Heckklappe.
● Nehmen Sie die Klappe in der rechten Seitenverkleidung des Gepäck-
raums ab.
● Greifen Sie mit der Hand die Verriegelungsvorrichtung und ziehen Sie
sie nach hinten.
● Öffnen Sie die Klappe und nehmen Sie den Tankdeckel ab.