ESP Seat Leon 5D 2012 Betriebsanleitung (in German)
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166Fahren
–Treten Sie mit dem rechten Fuß das Gaspedal bis Vollgas oder
Kickdown. Es stellt sich dabei eine Motordrehzahl von etwa
3.200 U/min (Benzinmotor) bzw. etwa 2.000 U/min (Dieselmo-
tor) ein.
– Nehmen Sie den linken Fuß vom Bremspedal.
ACHTUNG
● Passen Sie Ihre Fahrweise stets dem fließenden Straßenverkehr an.
● Benutzen Sie die Launch-Control nur, wenn die Straßen- und Ver-
kehrsverhältnisse dies zulassen und andere Verkehrsteilnehmer durch
Ihre Fahrweise und das Beschleunigungsvermögen des Fahrzeugs nicht
belästigt oder gefährdet werden.
● Achten Sie darauf, dass ESC eingeschaltet bleibt. Bitte beachten Sie,
dass bei abgeschaltetem ASR und ESC die Räder durchdrehen können
und das Fahrzeug ausbrechen kann. Unfallgefahr!
● Wenn der Anfahrvorgang beendet ist, sollten Sie den ESC Sportmo-
dus durch kurzes Drücken der Taste
OFF
wieder deaktivieren.
Hinweis
● Nach dem Benutzen des Launch-Control-Programms kann die Getriebe-
temperatur stark angestiegen sein. Das Programm steht dann eventuell für
einige Minuten nicht zur Verfügung. Nach einer Abkühlphase ist das Pro-
gramm wieder verfügbar.
● Beim Beschleunigen mit dem Launch-Control-Programm werden alle
Fahrzeugteile stark beansprucht. Dies kann zu höherem Verschleiß führen.
Freilaufmodus
Mit dem Freilaufmodus können Sie die Bewegungsenergie des
Fahrzeugs nutzen und gewisse Streckenabschnitte zurücklegen, ohne Gas zu geben. Dadurch kann Kraftstoff eingespart werden.
Nutzen Sie den Freilaufmodus z. B., um das Fahrzeug vor einer Ort-
schaft frühzeitig ausrollen zu lassen.
Freilaufmodus einschalten
Voraussetzung: Wählhebel in Stellung D, Gefälle kleiner als 12 %.
–
Wählen Sie einmalig im SEAT Drive Mode* den Modus eco
⇒ Seite 177.
– Fuß vom Gas nehmen.
Der Fahrerhinweis Freilauf erscheint. Das Getriebe kuppelt ab Fahr-
geschwindigkeiten > 20 km/h automatisch aus und das Fahrzeug
kann ohne Motorbremse frei rollen. Während das Fahrzeug rollt,
läuft der Motor in Leerlaufdrehzahl.
Freilaufmodus unterbrechen
– Betätigen Sie das Brems- oder Gaspedal.
Um die Bremskraft und die Schubabschaltung des Motors wieder
zu nutzen, reicht ein kurzes Antippen des Bremspedals.
Die kombinierte Anwendung von Freilaufmodus (= längeres Rollen mit ge-
ringem Energieaufwand) und Schubabschaltung (= kürzeres Rollen ohne
Kraftstoffbedarf) kann helfen, den Kraftstoffverbrauch und die Emissionsbi-
lanz zu verbessern.
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170Fahrerassistenzsysteme
Fahrerassistenzsysteme
Geschwindigkeitsregelanlage (GRA)*
Einleitung
Die Geschwindigkeitsregelanlage (GRA) hält eine programmierte Geschwin-
digkeit ab etwa 20 km/h (15 mph) konstant.
Die Geschwindigkeit wird durch Regelung der Motorleistung oder Betäti-
gung der aktiven Bremse konstant gehalten ⇒
.
Ergänzende Informationen und Warnhinweise:
● Schalten ⇒ Seite 159.
● Zubehör und technische Änderungen ⇒ Seite 239.
ACHTUNG
Wenn es nicht möglich ist, sicher mit ausreichendem Abstand und kon-
stanter Geschwindigkeit zu fahren, kann das Verwenden der Geschwin-
digkeitsregelanlage Unfälle und schwere Verletzungen verursachen.
● Niemals die GRA bei dichtem Verkehr, bei zu geringem Abstand, auf
steilen, kurvenreichen, rutschigen Strecken, wie z. B. Schnee, Eis, Nässe
oder Rollsplitt, und auf überfluteten Straßen verwenden.
● Niemals die GRA im Gelände oder auf nicht befestigten Straßen be-
nutzen.
● Geschwindigkeit und Sicherheitsabstand zu vorausfahrenden Fahr-
zeugen immer den Sicht-, Wetter-, Fahrbahn- und Verkehrsverhältnissen
anpassen.
● Um eine unbeabsichtigte Geschwindigkeitsregelung zu vermeiden,
die GRA immer nach der Benutzung ausschalten.
ACHTUNG (Fortsetzung)
● Es ist gefährlich, die gespeicherte Geschwindigkeit wieder aufzuneh-
men, wenn die Geschwindigkeit für die gerade bestehenden Straßen-,
Verkehrs- oder Witterungsverhältnisse zu hoch ist.
● Bei Fahrten im Gefälle kann die GRA die Fahrzeuggeschwindigkeit
nicht konstant halten. Durch das Eigengewicht des Fahrzeugs kann sich
die Geschwindigkeit erhöhen. Herunterschalten oder Fahrzeug mit der
Fußbremse abbremsen.
Warn- und Kontrollleuchte
Abb. 94 Im Display des Kombi-Instruments: Zustandsanzeigen der GRA.
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Fahrerassistenzsysteme
Kontrollleuchte
leuchtetMögliche Ursache
Geschwindigkeitsregelanlage aktiv
Beim Einschalten der Zündung leuchten einige Warn- und Kontrollleuchten
zur Funktionsprüfung kurz auf. Sie verlöschen nach wenigen Sekunden.
Anzeige im GRA-Display
Zustand Abb. 94: GRA vorübergehend abgeschaltet. Gespeicherte Geschwindigkeit in
kleinen Zahlen.
Systemfehler. Fachbetrieb aufsuchen.
GRA eingeschaltet. Speicher der Geschwindigkeit ist leer.
GRA ist aktiv. Gespeicherte Geschwindigkeit in großen Zahlen.
ACHTUNG
Das Missachten aufleuchtender Warnleuchten und Textmeldungen kann
zum Liegenbleiben im Straßenverkehr, zu Unfällen und schweren Verlet-
zungen führen.
● Missachten Sie niemals aufleuchtende Warnleuchten und Textmel-
dungen.
VORSICHT
Das Missachten aufleuchtender Kontrollleuchten und Textmeldungen kann
zu Fahrzeugbeschädigungen führen.
A
BCD
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
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172Fahrerassistenzsysteme
Geschwindigkeitsregelanlage bedienen*
Abb. 95 Links an der
Lenksäule: Schalter und
Bedienelemente der GRA.Abb. 96 Links an der
Lenksäule: Dritter 6-Stel-
lungs-Hebel zur Bedie-
nung der GRA.
FunktionPosition des Schalters, Betätigung des Schalters im Blinkerhebel ⇒ Abb. 95 oder
über den dritten Hebel ⇒ Abb. 96Handlung
GRA einschalten.Schalter 1 im Blinkerhebel in die Stellung
ON schieben oder den dritten Hebel in
die Stellung ON bringen.System wird eingeschaltet. Da noch keine
Geschwindigkeit gespeichert ist, erfolgt
noch keine Regelung.
GRA aktivieren.Die Taste SET im Blinkerhebel oder die Taste SET im dritten Hebel drücken.Die aktuelle Geschwindigkeit wird gespei-
chert und geregelt.
GRA-Regelung vorüberge-
hend abschaltenSchalter 1 im Blinkerhebel in die Stellung
CANCEL schieben. Den dritten Hebel in
die Stellung CANCEL bringen und loslassen.
ODER: Das Bremspedal betätigen.Regelung wird vorübergehend abgeschaltet.
Die Geschwindigkeit bleibt gespeichert.
GRA-Regelung wieder auf-
nehmenDie Taste 3 im Blinkerhebel drücken, bis die Stellung
RES/+ erreicht ist, oder
den dritten Hebel in die Stellung RESUME bringen und loslassen.Die gespeicherte Geschwindigkeit wird er-
neut eingestellt.
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Fahrerassistenzsysteme
FunktionPosition des Schalters, Betätigung des Schalters im Blinkerhebel ⇒ Abb. 95 oder
über den dritten Hebel ⇒ Abb. 96Handlung
Gespeicherte Geschwindig-
keit erhöhen (während
GRA-Regelung).
Je nach Ausstattung:
- Kurz die Taste 3 im Blinkerhebel im Bereich
RES drücken
– oder den dritten Hebel kurz in die Stellung RESUME bringen, um die Geschwin-
digkeit um 1 km/h (1 mph) zu erhöhen
– oder den dritten Hebel nach oben drücken ( SPEED+), um die Geschwindigkeit
um 10 km/h (10 mph) zu erhöhen und zu speichern
– oder kontinuierlich die Taste 3
im Blinkerhebel im Bereich
RES drücken
– oder den dritten Hebel kontinuierlich nach oben drücken ( SPEED+)
– oder den dritten Hebel in die Stellung RESUME bringen und halten, um die Ge-
schwindigkeit kontinuierlich zu erhöhen und zu speichern.
Fahrzeug beschleunigt aktiv bis zum Errei-
chen der neu gespeicherten Geschwindig-
keit.
Gespeicherte Geschwindig-
keit erhöhenWenn sich die GRA in Stellung ON befindet, aber AUSGESCHALTET ist, kann die
Sollgeschwindigkeit mit SPEED+ um 10 km/h erhöht werden.Fahrzeug beschleunigt aktiv bis zum Errei-
chen der neu gespeicherten Geschwindig-
keit.
Gespeicherte Geschwindig-
keit reduzieren (während
GRA-Regelung).
Je nach Ausstattung:
– Kurz die Taste 3 im Blinkerhebel im Bereich
SET drücken, um die Geschwindig-
keit um 1 km/h (1 mph) zu erhöhen
– oder den dritten Hebel kurz in die Stellung SET bringen, um die Geschwindigkeit
um 1 km/h (1 mph) zu verringern
– oder den dritten Hebel nach unten drücken ( SPEED–), um die Geschwindigkeit
um 10 km/h (10 mph) zu verringern und zu speichern
– oder kontinuierlich die Taste 3
im Blinkerhebel im Bereich
SET drücken
– oder die Taste SET im dritten Hebel drücken und halten, um die Geschwindigkeit
kontinuierlich zu verringern
– oder den dritten Hebel kontinuierlich nach unten drücken ( SPEED–) und die Ge-
schwindigkeit speichern.
Geschwindigkeit wird ohne Bremseingriff
durch Gaswegnahme bis zum Erreichen der
neu gespeicherten Geschwindigkeit redu-
ziert.
Gespeicherte Geschwindig-
keit verringernWenn sich die GRA in Stellung ON befindet, aber AUSGESCHALTET ist, kann die
Sollgeschwindigkeit mit SPEED– um 10 km/h verringert werden.System wird ausgeschaltet. Die gespeicher-
te Geschwindigkeit wird gelöscht.
GRA abschaltenDen Schalter 1 auf
OFF stellen.
ODER: Den dritten Hebel in die Position OFF bringen.Geschwindigkeit wird ohne Bremseingriff
durch Gaswegnahme bis zum Erreichen der
neu gespeicherten Geschwindigkeit redu-
ziert.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
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Fahrerassistenzsysteme
FahrprofilMerkmale
EcoSorgt für einen besonders geringen Kraftstoffverbrauch und
fördert auf diese Weise eine sparsame und umweltschonen-
de Fahrweise.
Individual
Ermöglicht die Änderungen einiger Konfigurationseinstellun-
gen durch Drücken der Taste Profileinstellungen. Welche
Funktionen Sie einstellen können, ist abhängig von Ihrer
Fahrzeugausstattung.
ACHTUNG
Achten Sie auf das Verkehrsgeschehen, wenn Sie den SEAT Drive Mode,
bedienen – Unfallgefahr!
Hinweis
● Beim Anlassen befindet sich das Fahrzeug in demselben Fahrmodus wie
beim Abstellen.
● Ein Moduswechsel kann zu veränderten Fahreigenschaften führen. Die
Funktion SEAT Drive Mode lässt keinerlei Einstellungen zu, die Auswirkun-
gen auf die Sicherheit des Fahrzeugs haben.
● Geschwindigkeit und Fahrweise sind stets an die Sicht, die Wetterver-
hältnisse und das Verkehrsaufkommen anzupassen.
● Im Modus eco kann kein Anhänger mitgeführt werden.
Müdigkeitserkennung (Pausenempfehlung)* Einleitung
Die Müdigkeitserkennung informiert den Fahrer, wenn dessen Fahrverhalten
auf Müdigkeit schließen lässt. Ergänzende Informationen und Warnhinweise:
●
System Easy Connect ⇒ Seite 79
● Zubehör, Teileersatz, Reparaturen und Änderungen (Gespeicherte Infor-
mationen in den Steuergeräten) ⇒ Seite 239
ACHTUNG
Das erhöhte Komfortangebot durch die Müdigkeitserkennung darf nicht
dazu verleiten, ein Risiko einzugehen. Bei längeren Fahrten regelmäßige
und ausreichend lange Pausen einlegen.
● Die Verantwortung für die eigene Fahrtüchtigkeit liegt immer beim
Fahrer.
● Niemals im ermüdeten Zustand ein Fahrzeug führen.
● Das System erkennt eine Müdigkeit des Fahrers nicht unter allen Um-
ständen. Weitere Informationen erhalten Sie unter ⇒ Seite 180, Funkti-
onseinschränkungen.
● Das System kann in einigen Situationen ein gewolltes Fahrmanöver
fälschlicherweise als Müdigkeit des Fahrers interpretieren.
● Es erfolgt keine Akutwarnung bei so genanntem „Sekundenschlaf“!
● Auf Anzeigen im Display des Kombi-Instruments achten und entspre-
chend der Aufforderungen handeln.
Hinweis
● Die Müdigkeitserkennung ist nur für das Fahren auf Autobahnen und gut
ausgebauten Straßen entwickelt worden.
● Bei einer Störung des Systems Fachbetrieb aufsuchen und System prü-
fen lassen.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
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180Fahrerassistenzsysteme
Funktionsweise und Bedienung
Abb. 101 Im Display des
Kombi-Instruments: Sym-
bol der Müdigkeitserken-
nung.
Die Müdigkeitserkennung ermittelt zu Beginn einer Fahrt das Fahrverhalten
des Fahrers und berechnet daraus eine Müdigkeitseinschätzung. Diese wird
ständig mit dem aktuellen Fahrverhalten verglichen. Erkennt das System ei-
ne Müdigkeit des Fahrers, warnt es akustisch mit einem Warnton und op-
tisch im Display des Kombi-Instruments durch ein Symbol ⇒ Abb. 101 in
Verbindung mit einer ergänzenden Textmeldung. Die Meldung im Display
des Kombi-Instruments wird für etwa 5 Sekunden angezeigt und ggf. einmal
wiederholt. Die zuletzt erfolgte Meldung wird vom System gespeichert.
Die Meldung im Display des Kombi-Instruments kann durch Drücken der
Taste
im Scheibenwischerhebel bzw. der Taste im Multifunktions-
lenkrad ausgeschaltet werden ⇒ Seite 73.
Über die Multifunktionsanzeige ⇒ Seite 73 kann die Meldung im Display
des Kombi-Instruments erneut aufgerufen werden.
Betriebsbedingungen
Das Fahrverhalten wird nur bei Geschwindigkeiten über etwa 65 km/h (40
mph) bis etwa 200 km/h (125 mph) ausgewertet. Ein- und Ausschalten
Die Müdigkeitserkennung kann im System Easy Connect über die Taste
und die Funktionstaste
aktiviert oder deaktiviert werden ⇒ Seite 79. Ein
„Häkchen“ kennzeichnet eine aktivierte Einstellung.
Funktionseinschränkungen
Die Müdigkeitserkennung hat systembedingte Grenzen. Folgende Bedin-
gungen können dazu führen, dass die Müdigkeitserkennung nur einge-
schränkt oder gar nicht funktioniert:
● Bei Geschwindigkeiten von unter 65 km/h (40 mph).
● Bei Geschwindigkeiten von über 200 km/h (125 mph).
● Bei kurvigen Strecken.
● Bei schlechten Straßen.
● Bei ungünstigen Wetterbedingungen.
● Bei sportlicher Fahrweise.
● Bei starker Ablenkung des Fahrers.
Die Müdigkeitserkennung wird zurückgesetzt, wenn sich das Fahrzeug län-
ger als 15 Minuten im Stillstand befindet, die Zündung ausgeschaltet wird
oder der Fahrer den Sicherheitsgurt gelöst und die Tür geöffnet hat.
Bei einer längeren langsamen Fahrt (unter 65 km/h (40 mph)) wird die Ein-
schätzung der Müdigkeit vom System automatisch zurückgesetzt. Bei an-
schließendem schnellerem Fahren wird das Fahrverhalten erneut berechnet.
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Intelligente Technik
Rat und Tat
Intelligente Technik
Elektronische Stabilisierungskontrolle (ESC)
Beschreibung
Die ESC trägt zur Fahrsicherheit bei. Sie reduziert die Schleudergefahr und
verbessert die Fahrstabilität. Fahrdynamische Grenzsituationen wie z. B.
Übersteuern und Untersteuern des Fahrzeugs oder Durchdrehen der An-
triebsräder werden von der ESC erkannt. Durch gezielte Bremseingriffe oder
eine Reduzierung des Motordrehmoments wird das Fahrzeug stabilisiert.
Sobald die ESC regelnd eingreift, blinkt die Kontrollleuchte im Kombi-In-
strument.
In die ESC sind das Antiblockiersystem (ABS), der Bremsassistent, die An-
triebsschlupfregelung (ASR), die Elektronische Differenzialsperre (EDS), die
automatische elektronische Sperre*, die Radselektive Momentensteue-
rung* und die Gespannstabilisierung* integriert. Die ESC unterstützt die
Stabilisierung des Fahrzeugs zusätzlich über eine Änderung des Lenkmo-
ments.
Antiblockiersystem (ABS)
Das ABS verhindert ein Blockieren der Räder beim Bremsen bis kurz vor
Fahrzeugstillstand. Dadurch bleibt das Fahrzeug auch bei einer Vollbrem-
sung lenkbar. Treten Sie das Bremspedal ohne Unterbrechung – nicht pum-
pen! Das ABS macht sich durch ein Pulsieren des Bremspedals bemerkbar.
Bremsassistent
Der Bremsassistent kann den Bremsweg reduzieren. Die Bremskraft wird
verstärkt, wenn der Fahrer in Notbremssituationen schnell auf das Bremspe- dal tritt. Dabei muss das Bremspedal so lange betätigt werden, bis die Ge-
fahrensituation vorüber ist.
Antriebsschlupfregelung (ASR)
Die ASR verringert die Antriebskraft des Motors bei durchdrehenden Rädern
und passt die Antriebskraft den Fahrbahnverhältnissen an. Dadurch wird
das Anfahren, Beschleunigen und Bergauffahren erleichtert.
Elektronische Differenzialsperre (EDS)
EDS bremst ein durchdrehendes Rad ab und überträgt die Antriebskraft auf
das andere Antriebsrad. Diese Funktion steht bis zu einer Geschwindigkeit
von etwa 100 km/h zur Verfügung.
Damit die Scheibenbremse des abgebremsten Rads nicht überhitzt, schaltet
sich die EDS bei ungewöhnlich starker Beanspruchung automatisch aus.
Das Fahrzeug bleibt weiterhin betriebsfähig. Sobald die Bremse abgekühlt
ist, schaltet sich die EDS automatisch wieder ein.
Gespannstabilisierung*
Wenn Sie ein Fahrzeug mit Anhänger fahren, gilt Folgendes: Das Gespann
aus Zugfahrzeug und Anhänger tendiert generell zu Pendelbewegungen.
Werden Pendelbewegungen vom Anhänger auf das Zugfahrzeug übertragen
und vom ESC erkannt, so wird das Zugfahrzeug innerhalb der Systemgren-
zen automatisch von ESC verzögert und das Gespann stabilisiert sich. Die
Gespannstabilisierung ist nicht für alle Länderausführungen verfügbar.
Automatische elektronische Sperre*/Radselektive Momentensteuerung*
Bei Kurvenfahrten greift eine automatische elektronische Sperre ein. Das
kurveninnere Vorderrad bzw. die kurveninneren Räder werden nach Bedarf
gezielt abgebremst. Dadurch wird im Antriebsfall das Schieben über die
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
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194Intelligente Technik
Energiemanagement
Die Startfähigkeit wird optimiert
Das Energiemanagement steuert die elektrische Energiever-
teilung und optimiert so die Verfügbarkeit von elektrischer
Energie für den Motorstart.
Wenn ein Fahrzeug mit einem herkömmlichen Energiesystem über einen
längeren Zeitraum nicht gefahren wird, wird die Batterie durch Ruhestrom-
verbraucher (z. B. Wegfahrsperre) entladen. Das führt unter Umständen da-
zu, dass nicht mehr ausreichend elektrische Energie zum Starten des Mo-
tors zur Verfügung steht.
In Ihrem Fahrzeug sorgt ein intelligentes Energiemanagement für die Vertei-
lung der elektrischen Energie. Dadurch wird die Startfähigkeit deutlich ver-
bessert und die Lebensdauer der Batterie erhöht.
Im Wesentlichen besteht das Energiemanagement aus einer Batteriediag-
nose, einem Ruhestrommanagement und einem dynamischen Energiema-
nagement.
Batteriediagnose
Die Batteriediagnose ermittelt permanent den Zustand der Batterie. Senso-
ren erfassen die Batteriespannung, den Batteriestrom und die Batterietem-
peratur. Dadurch werden aktueller Ladezustand und Leistungsfähigkeit der
Batterie ermittelt.
Ruhestrommanagement
Das Ruhestrommanagement reduziert den Energieverbrauch während der
Standzeit. Bei ausgeschalteter Zündung steuert es die Energieversorgung
der verschiedenen elektrischen Verbraucher. Dabei werden die Daten der
Batteriediagnose berücksichtigt. In Abhängigkeit vom Ladezustand der Batterie, werden einzelne Verbrau-
cher nach und nach abgeschaltet, um ein zu starkes Entladen der Batterie
zu vermeiden und somit die Startfähigkeit zu erhalten.
Dynamisches Energiemanagement
Während der Fahrt verteilt das dynamische Energiemanagement die erzeug-
te Energie bedarfsgerecht auf die verschiedenen Verbraucher. Es regelt,
dass nicht mehr elektrische Energie verbraucht als erzeugt wird und sorgt
dadurch für einen optimalen Ladezustand der Batterie.
Hinweis
● Auch das Energiemanagement kann die physikalisch vorgegebenen
Grenzen nicht außer Kraft setzen. Berücksichtigen Sie bitte, dass Leistungs-
fähigkeit und Lebensdauer einer Batterie begrenzt sind.
● Wenn das Risiko besteht, dass das Fahrzeug nicht anspringt, leuchtet
die Kontrollleuchte für Störung der Generatorelektrik oder für schwachen
Batterieladezustand ⇒ Seite 69.
Was Sie wissen sollten
Das Aufrechterhalten der Startfähigkeit hat höchste Priori-
tät. Auf Kurzstrecken, im Stadtverkehr und in der kalten Jahreszeit wird die Bat-
terie stark beansprucht. Es wird reichlich elektrische Energie benötigt, aber
nur wenig erzeugt. Kritisch ist auch, wenn der Motor nicht läuft und elektri-
sche Verbraucher eingeschaltet sind. In diesem Fall wird Energie verbraucht,
aber keine erzeugt.
Gerade in diesen Situationen wird Ihnen auffallen, dass das Energiema-
nagement die Energieverteilung aktiv regelt.
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Intelligente Technik
Bei längerer Standzeit
Wenn Sie Ihr Fahrzeug über eine Zeitspanne von einigen Tagen oder Wo-
chen nicht fahren, werden nach und nach elektrische Verbraucher zurückge-
regelt oder abgeschaltet. Dadurch wird der Energieverbrauch reduziert und
die Startfähigkeit über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten. Einige
Komfortfunktionen wie z. B. das Öffnen per Funk stehen unter Umständen
nicht zur Verfügung. Die Komfortfunktionen stehen wieder zur Verfügung,
wenn Sie die Zündung einschalten und den Motor starten.
Bei ausgeschaltetem Motor
Wenn Sie bei ausgeschaltetem Motor beispielsweise Radio hören, wird die
Batterie entladen.
Ist aufgrund des Energieverbrauchs die Startfähigkeit gefährdet, erscheint
bei Fahrzeugen mit Fahrerinformationssystem* ein Meldetext.
Dieser Fahrerhinweis zeigt an, dass Sie den Motor starten müssen, um die
Batterie wieder zu laden.
Bei laufendem Motor
Obwohl im Fahrbetrieb elektrische Energie erzeugt wird, kann sich die Bat-
terie entladen. Dies geschieht vor allem dann, wenn wenig Energie erzeugt
und viel verbraucht wird und der Ladezustand der Batterie nicht optimal ist.
Um den Energiehaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, werden Ver-
braucher, die besonders viel Energie benötigen, vorübergehend zurückgere-
gelt oder abgeschaltet. Insbesondere Heizsysteme verbrauchen sehr viel
Energie. Wenn Sie feststellen, dass beispielsweise die Sitzheizung* oder
die beheizbare Heckscheibe nicht heizt, wurde diese vorübergehend zu-
rückgeregelt oder abgeschaltet. Die Systeme stehen wieder zur Verfügung,
sobald der Energiehaushalt ausgeglichen ist.
Darüber hinaus werden Sie gegebenenfalls feststellen, dass die Leerlaufd-
rehzahl leicht erhöht wird. Das ist normal und kein Grund zur Beunruhigung.
Durch die Erhöhung der Leerlaufdrehzahl wird der Mehrbedarf an Energie
erzeugt und die Batterie aufgeladen. Gespeicherte Informationen in den
Steuergeräten
Werkseitig ist das Fahrzeug mit elektronischen Steuergeräten ausgestattet,
die unter anderem die Motor- und Getriebesteuerung übernehmen. Außer-
dem überwachen die Steuergeräte die Funktion der Abgasanlage und der
Airbags.
Die elektronischen Steuergeräte werten dazu während des Fahrbetriebs ste-
tig fahrzeugrelevante Daten aus. Bei auftretenden Störungen oder Abwei-
chungen von den Sollwerten werden ausschließlich diese Daten gespei-
chert. Störungen werden in der Regel von den Kontrollleuchten im Kombi-
Instrument angezeigt.
Gespeicherte Daten in den Steuergeräten können nur mit speziellen Gerä-
ten gelesen und ausgewertet werden.
Nur durch die Speicherung der entsprechenden Daten ist ein Fachbetrieb in
der Lage, aufgetretene Störungen zu erkennen und zu beseitigen. Bei den
gespeicherten Daten kann es sich unter anderem um folgende Daten han-
deln:
●
Motor- und getrieberelevante Daten
● Geschwindigkeit
● Fahrtrichtung
● Bremsstärke
● Gurtabfrage
Auf keinen Fall werden durch die eingebauten Steuergeräte Gespräche im
Fahrzeug aufgezeichnet.
Bei Unfällen, in denen Steuergeräte eine Airbag-Auslösung registrieren,
kann automatisch vom System ein Sendesignal gesendet werden. Dieses ist
abhängig vom Netzbetreiber. Grundsätzlich funktioniert eine Übertragung
nur in Gebieten mit ausreichender Mobilfunknetzversorgung.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten