ESP Seat Leon 5D 2012 Betriebsanleitung (in German)
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196Intelligente Technik
Unfalldatenspeicher (Event Data Recorder)
Das Fahrzeug ist nicht mit einem Unfalldatenspeicher ausgestattet.
In einem Unfalldatenspeicher werden Informationen des Fahrzeugs vorüber-
gehend gespeichert. So erhält man im Falle eines Unfalls detaillierte Er-
kenntnisse über den Unfallhergang. Bei Fahrzeugen mit einem Airbag-Sys-
tem können unfallrelevante Daten wie z. B. Aufprallgeschwindigkeit, Gurt-
schlosszustände, Sitzpositionen und Auslösezeiten gespeichert werden.
Die Datenumfänge sind abhängig vom jeweiligen Hersteller.
Der Einbau eines solchen Unfalldatenspeichers darf nur mit Zustimmung
des Besitzers erfolgen und ist in einigen Ländern gesetzlich geregelt.
Umprogrammieren von Steuergeräten
Grundsätzlich sind alle Daten für die Steuerung von Komponenten in den
Steuergeräten gespeichert. Einige Komfortfunktionen wie z. B. Komfortblin-
ken, Einzeltüröffnung und Displayanzeigen können über spezielle Werk-
stattgeräte umprogrammiert werden. Wenn die Komfortfunktionen umpro-
grammiert werden, stimmen die entsprechenden Angaben und Beschrei-
bungen in dieser Bedienungsanleitung nicht mehr mit den veränderten
Funktionen überein. Wir empfehlen, die Umprogrammierung im Serviceplan
unter „Eintragungen der Werkstatt“ bestätigen zu lassen.
Informationen über eine mögliche Umprogrammierung kennt Ihr SEAT Be-
trieb.
Ereignisspeicher
Im Fußraum auf der Fahrerseite befindet sich eine Diagnose-Anschlussbuch-
se zum Auslesen des Ereignisspeichers. Im Ereignisspeicher werden Daten
über Funktion und Zustand der elektronischen Steuergeräte gespeichert.
Lassen Sie den Ereignisspeicher nur von einem SEAT Betrieb bzw. Fachbe-
trieb auslesen und löschen.
ACHTUNG
Die Diagnose-Anschlussbuchse darf nicht für private Zwecke genutzt wer-
den. Unsachgemäßer Gebrauch kann zu Funktionsstörungen führen –
Umfallgefahr!
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198Fahren und Umwelt
Fahren Sie den Tank nie ganz leer, durch die unregelmäßige Kraftstoffver-
sorgung könnte es zu Fehlzündungen kommen. Dadurch gelangt unver-
branntes Benzin in die Abgasanlage, das zur Überhitzung und Beschädi-
gung des Katalysators führen kann.
Rußpartikelfilter für Dieselmotor
Gilt für Fahrzeuge mit Dieselmotor: Der Dieselpartikelfilter filtert die Ruß-
partikel nahezu vollständig aus dem Abgas. Im normalen Fahrbetrieb reinigt
sich der Filter selbstständig. Der Dieselpartikelfilter regeneriert sich auto-
matisch, ohne dass dies durch die Kontrollleuchte angezeigt wird. Das
kann sich durch eine erhöhte Leerlaufdrehzahl und einer gewissen Geruchs-
bildung bemerkbar machen.
Sollte die selbstständige bzw. automatische Reinigung des Filters (z. B. bei
dauerhaftem Kurzstreckenverkehr) nicht möglich sein, setzt sich der Filter
mit Ruß zu und die Kontrollleuchte für den Dieselpartikelfilter leuchtet.
Unterstützen Sie die selbstständige Reinigung des Filters durch folgende
Fahrweise: Fahren Sie etwa 15 Minuten mit mindestens 60 km/h im 4. oder
5. Gang (Automatikgetriebe: Fahrstufe S). Halten Sie die Motordrehzahl im
Bereich von 2000 U/min. Der erzeugte Temperaturanstieg sorgt dafür, dass
der Ruß im Filter verbrennt. Nach erfolgter Reinigung erlischt die Kontroll-
leuchte. Wenn die Kontrollleuchte nicht erlischt, fahren Sie unverzüglich zu
einem Fachbetrieb und lassen Sie die Störung beheben.
ACHTUNG
● Wegen der hohen Temperaturen am Abgasreinigungssystem (Kataly-
sator oder Dieselpartikelfilter) sollten Sie Ihr Fahrzeug nicht über leicht
entflammbarem Untergrund abstellen (z. B. Wiese oder Waldrand).
Brandgefahr!
● Im Bereich der Abgasanlage dürfen keine Unterbodenschutzmittel
aufgetragen werden: Brandgefahr!
Wirtschaftlich und umweltbewusst fahren
Kraftstoffverbrauch, Umweltbelastung und Verschleiß von Motor, Bremsen
und Reifen hängen im Wesentlichen von Ihrem Fahrstil ab. Durch voraus-
schauende und ökonomische Fahrweise lässt sich der Kraftstoffverbrauch
um 10-15 % reduzieren. Nachfolgend finden Sie Tipps, die Umwelt und
gleichzeitig Ihren Geldbeutel zu entlasten.
Vorausschauend fahren
Beim Beschleunigen verbraucht ein Fahrzeug den meisten Kraftstoff. Wenn
Sie vorausschauend fahren, müssen Sie weniger bremsen und demzufolge
auch weniger beschleunigen. Lassen Sie den Wagen, wenn dies möglich ist,
mit
eingelegtem Gang ausrollen - beispielsweise wenn erkennbar ist, dass
die nächste Ampel auf rot steht. Die damit erzielte Bremswirkung des Mo-
tors schont Bremsen und Reifen, Abgase und Kraftstoffverbrauch gehen da-
bei auf Null zurück (Schubabschaltung).
Energiesparend schalten
Eine wirksame Art Kraftstoff zu sparen, ist das frühe Hochschalten. Wer die
Gänge ausfährt, verbraucht unnötig Kraftstoff.
Schaltgetriebe: Schalten Sie möglichst bald vom ersten in den zweiten
Gang. Wir empfehlen soweit möglich jeweils bei ca. 2.000 Umdrehungen in
den nächst höheren Gang zu wechseln. Ein günstiger Kraftstoffverbrauch ist
auch eine Funktion des gewählten Ganges. Wählen Sie den Gang der Fahrsi-
tuation angepasst möglichst hoch und achten Sie darauf, dass der Motor
dabei noch rund läuft.
Automatikgetriebe: Treten Sie das Gaspedal langsam und vermeiden Sie
den „Kick-down“.
Vollgas vermeiden
Die Höchstgeschwindigkeit Ihres Fahrzeuges sollten Sie möglichst nie ganz
ausnutzen. Kraftstoffverbrauch, Abgasemission und Fahrgeräusche nehmen
bei hohen Geschwindigkeiten überproportional zu. Langsamer fahren spart
Kraftstoff.
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Anhänger
Anhänger
Fahren mit einem Anhänger Was ist bei Anhängerbetrieb zu beachten?
Das Fahrzeug kann bei entsprechender technischer Ausrüstung zum Ziehen
eines Anhängers benutzt werden.
Zum Nachrüsten einer Anhängevorrichtung ⇒ Seite 203.
Steckverbindung
Zur elektrischen Verbindung zwischen Fahrzeug und Anhänger besitzt Ihr
Fahrzeug eine 12-polige Steckvorrichtung.
Wenn der Anhänger einen 7-poligen Stecker aufweist, ist eine Adapterlei-
tung erforderlich. Diese ist beim Fachbetrieb erhältlich.
Anhängelast / Stützlast
Die zulässige Anhängelast darf nicht überschritten werden. Wenn Sie die
zulässige Anhängerlast nicht voll ausnutzen, können Sie entsprechend grö-
ßere Steigungen befahren.
Die angegeben Anhängelasten gelten nur für Höhen bis 1.000 m über dem
Meeresspiegel. Da mit zunehmender Höhe durch die abnehmende Luftdich-
te die Motorleistung sinkt und damit auch die Steigfähigkeit abnimmt, sinkt
auch die zulässige Anhängelast entsprechend. Pro angefangene 1.000 m
weiterer Höhe muss das zulässige Gespanngewicht um 10 % verringert wer-
den. Das Gespanngewicht setzt sich aus dem tatsächlichen Gewicht des be-
ladenen Fahrzeugs und dem tatsächlichen Gewicht des (beladenen) Anhän-
gers zusammen. Die zulässige Stützlast auf dem Kugelkopf der Anhänge-
vorrichtung sollten Sie möglichst ausnutzen, nicht aber überschreiten.
Die Anhängelast- und die Stützlastangaben auf dem Typenschild der An-
hängevorrichtung sind lediglich Prüfwerte der Vorrichtung. Die fahrzeugbe- zogenen Werte, die oft
unter diesen Werten liegen, finden Sie in Ihren Fahr-
zeugpapieren bzw. im Abschnitt ⇒ Kapitel Technische Daten.
Verteilung der Zuladung
Verteilen Sie die Zuladung im Anhänger so, dass sich schwere Gegenstände
möglichst nahe der Achse befinden. Sichern Sie die Gegenstände gegen
Verrutschen.
Reifenfülldruck
Wählen Sie den maximal zulässigen Reifenfülldruck, der auf dem Aufkleber
an der Innenseite der Tankklappe angegeben ist. Der Reifenfülldruck am An-
hänger richtet sich nach der Empfehlung des Anhänger-Herstellers.
Außenspiegel
Wenn Sie den Verkehrsbereich hinter dem Anhänger nicht mit den serien-
mäßigen Rückspiegeln überblicken können, müssen Sie zusätzliche Außen-
spiegel anbringen. Beide Außenspiegel sollten an klappbaren Auslegern
befestigt sein. Stellen Sie die Außenspiegel so ein, dass sie ein ausreichen-
des Blickfeld nach hinten bieten.
ACHTUNG
Befördern Sie niemals Personen in einem Anhänger – Lebensgefahr!
Hinweis
● Wegen der höheren Fahrzeugbelastung bei häufigem Anhängerbetrieb
empfehlen wir, das Fahrzeug auch zwischen den Inspektions-Intervallen
warten zu lassen.
● Erkundigen Sie sich, ob in Ihrem Land besondere Vorschriften für das
Fahren mit einem Anhänger gelten.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
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202Anhänger
Kugelkopf der Anhängevorrichtung*
Eine Anleitung zum richtigen An- und Abbauen des Kugelkopfes der Anhän-
gevorrichtung liegt dem Kugelkopf bei.
ACHTUNG
Der Kugelkopf der Anhängevorrichtung muss sicher befestigt sein, damit
er sich bei abrupten Fahrmanövern nicht lösen und Verletzungen verursa-
chen kann.
Hinweis
● Aus gesetzlichen Gründen muss bei Fahrten ohne Anhänger der Kugel-
kopf abgenommen werden, wenn er die Sicht auf das Nummernschild be-
einträchtigt.
Fahrhinweise
Das Fahren mit Anhänger erfordert besondere Vorsicht. Gewichtsverteilung
Bei leerem Fahrzeug und beladenem Anhänger ist die Gewichtsverteilung
sehr ungünstig. Falls Sie dennoch in dieser Kombination fahren müssen,
fahren Sie besonders langsam.
Geschwindigkeit
Mit zunehmender Geschwindigkeit verringert sich die Fahrstabilität des Ge-
spannes. Daher sollten Sie bei ungünstigen Straßen- oder Witterungsbedin-
gungen (Gefahr bei starkem Wind!) die gesetzlich erlaubte Höchstgeschwin-
digkeit nicht ausnutzen. Dies gilt besonders für Gefällestrecken. Auf jeden Fall müssen Sie die Geschwindigkeit sofort herabsetzen, sobald
Sie auch nur die geringste Pendelbewegung des Anhängers erkennen. Ver-
suchen Sie keinesfalls, das Gespann durch Beschleunigen zu „strecken“.
Bremsen Sie rechtzeitig! Bei einem Anhänger mit
Auflaufbremse bremsen
Sie zuerst sanft , dann zügig. So vermeiden Sie Bremsstöße durch blockie-
rende Anhängerräder. Wählen Sie vor Gefällestrecken rechtzeitig einen klei-
neren Gang bzw. eine kleinere Fahrstufe, damit der Motor als Bremse wirken
kann.
Überhitzung
Wenn Sie bei sehr hohen Außentemperaturen eine längere Steigung in ei-
nem niedrigen Gang mit hoher Motordrehzahl fahren müssen, achten Sie
bitte auf die Kühlmitteltemperaturanzeige ⇒ Seite 69.
Elektronische Stabilisierungskontrolle*
Die ESC* erleichtert es, einen ausbrechenden oder pendelnden Anhänger
zu stabilisieren.
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210Pflegen und reinigen
oberflächlich anhaftende Schmutzteilchen, die beim Gebrauch in die Textili-
en eingerieben werden könnten, entfernt. Dampfreiniger sollten nicht ver-
wendet werden, da durch den Dampf die Verschmutzung tiefer in die Textili-
en eindringt und fixiert wird.
Normales Reinigen
Generell empfehlen wir für die Reinigung einen weichen Schwamm oder ein
handelsübliches, fusselfreies Mikrofasertuch zu verwenden. Mit Bürsten
dürfen nur Bodenteppiche und Fußmatten gereinigt werden, da andere tex-
tile Oberflächen durch Bürsten beschädigt werden können.
Bei oberflächlichen Allgemeinverschmutzungen kann die Reinigung mit ei-
nem handelsüblichen Schaumreiniger durchgeführt werden. Der Schaum
wird mit einem weichen Schwamm auf der Textiloberfläche verteilt und
leicht eingearbeitet. Eine Durchnässung der Textilien soll aber vermieden
werden. Anschließend wird der Schaum mit saugfähigen, trockenen Tüchern
(z. B. Mikrofasertücher) abgetupft und nach dem vollständigen Trocknen ab-
gesaugt.
Reinigen von Flecken
Flecken durch Getränke (z. B. Kaffee, Fruchtsaft usw.) können mit einer Fein-
waschmittellösung behandelt werden. Die Waschmittellösung wird mit ei-
nem Schwamm aufgebracht. Bei hartnäckigen Flecken kann eine Waschpas-
te direkt auf die Fleckstelle aufgetragen und eingearbeitet werden. An-
schließend ist eine Nachbehandlung mit klarem Wasser erforderlich, um die
Waschmittelreste zu entfernen. Dazu wird das Wasser mit einem feuchten
Tuch oder Schwamm aufgebracht und mit saugfähigen, trockenen Tüchern
abgetupft.
Flecken durch Schokolade oder Make-up werden mit einer Waschpaste (z. B.
Gallseife) eingerieben. Anschließend wird die Seife mit Wasser (feuchter
Schwamm) entfernt.
Für die Behandlung von Fett, Öl, Lippenstift oder Kugelschreiber kann Spiri-
tus eingesetzt werden. Gelöste Fett- oder Farbstoffanteile müssen mit saug-
fähigem Material abgetupft werden. Gegebenenfalls ist eine Nachbehand-
lung mit einer Waschpaste und Wasser erforderlich. Bei starken Allgemeinverschmutzungen der Bezugsstoffe und Stoffverklei-
dungen empfiehlt es sich, einen Spezialreinigungsbetrieb zu beauftragen,
der die Bezüge und textilen Bespannungen durch Shampoonieren und
Sprühextraktion reinigen kann.
Hinweis
Geöffnete Klettverschlüsse an Ihrer Kleidung können den Sitzbezug beschä-
digen. Bitte beachten Sie, dass die Klettverschlüsse geschlossen sind.
Naturleder
SEAT ist bestrebt, die besonderen Eigenschaften des Natur-
produktes Leder unverfälscht zu erhalten. Benutzerhinweise
Die Palette unserer Lederarten ist groß. Dabei handelt es sich in erster Linie
um verschiedene Ausführungen von Nappa, also Leder mit glatter Oberflä-
che in unterschiedlicher Farbgebung.
Die Intensität des Farbeinsatzes bestimmt die Optik und die Beschaffenheit.
Erkennt man auf der Lederoberfläche die typische Handschrift der Natur,
handelt es sich um ein naturbelassenes Nappaleder, das ein ausgespro-
chen gutes Sitzklima bietet. Feine Adern, geschlossene Narben, Insektensti-
che, Mastfalten sowie eine nuancierte farbliche Wolkigkeit bleiben sichtbar
und stellen Echtheitsmerkmale des Naturmaterials dar.
Naturbelassenes Nappaleder hat keine verdeckende Farbschicht. Es ist des-
halb empfindlicher. Daran sollten Sie denken, wenn durch Kinder, Tiere
oder andere Einflüsse das Leder besonders strapaziert wird.
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Pflegen und reinigen
Lederarten mit einer mehr oder weniger deckenden Farbschicht sind hinge-
gen robuster. Dies wirkt sich auf die Strapazierfähigkeit des Leders im tägli-
chen Gebrauch positiv aus. Allerdings sind dann die typischen Naturmerk-
male kaum oder nicht mehr erkennbar, was jedoch keinen Einfluss auf die
Lederqualität selbst hat.
Pflege und Behandlung
Bedingt durch die Exklusivität der verwendeten Ledersorten und Eigenarten
(wie Empfindlichkeit gegenüber Ölen, Fetten, Verschmutzung usw.) sind ei-
ne gewisse Umsicht beim Gebrauch und eine bestimmte Pflege erforderlich.
So können z. B. dunkle Bekleidungsstoffe (besonders wenn diese feucht
und mit fehlerhafter Einfärbung sind) die Ledersitze anfärben. Staub und
Schmutzpartikel in Poren, Falten und Nähten können scheuern und die
Oberfläche beschädigen. Das Leder sollte deshalb regelmäßig bzw. der Be-
anspruchung entsprechend gepflegt werden. Nach längerer Gebrauchszeit
werden Ihre Ledersitze eine typische und unverwechselbare Patina bekom-
men. Das ist charakteristisch für das Naturprodukt Leder und ein Zeichen
echter Qualität.
Zur Werterhaltung des Naturmaterials über die gesamte Nutzungsdauer
sollten Sie folgende Hinweise beachten:
VORSICHT
● Vermeiden Sie längere Standzeiten in der prallen Sonne, um ein Aus-
bleichen des Leders zu vermeiden. Bei längeren Standzeiten im Freien soll-
ten Sie das Leder durch Abdecken vor direkter Sonneneinstrahlung schüt-
zen.
● Scharfkantige Gegenstände an Kleidungsstücken wie Reißverschlüsse,
Nieten, scharfkantige Gürtel können bleibende Kratzer oder Schabespuren
in der Oberfläche hinterlassen.
Hinweis
● Regelmäßig und nach jeder Reinigung eine Pflegecreme mit Lichtschutz
und Imprägniereffekt verwenden. Die Creme nährt das Leder, macht es at-
mungsaktiv und geschmeidig und gibt Feuchtigkeit zurück. Gleichzeitig
baut sie einen Oberflächenschutz auf.
● Reinigen Sie das Leder alle 2 bis 3 Monate, entfernen Sie frische Ver-
schmutzungen je nach Anfall.
● Frische Flecken durch Kugelschreiber, Tinte, Lippenstift, Schuhcreme
usw. möglichst umgehend entfernen.
● Pflegen Sie auch die Lederfarbe. Abweichende Stellen nach Bedarf mit
einer speziellen farbigen Ledercreme auffrischen.
Lederbezüge reinigen und pflegen
Naturleder bedarf ganz besonderer Aufmerksamkeit und
Pflege. Normales Reinigen
– Säubern Sie verschmutzte Lederflächen mit einem leicht ange-
feuchteten Baumwoll- oder Wolllappen.
Stärkere Verschmutzungen
– Reinigen Sie stärker verschmutzte Stellen mit einem Lappen,
getränkt mit einer milden Seifenlösung (2 Esslöffel Neutralseife
auf 1 Liter Wasser).
– Beachten Sie dabei, dass das Leder an keiner Stelle durch-
feuchtet wird, und dass kein Wasser in die Nahtstiche sickert.
– Wischen Sie mit einem weichen, trockenen Lappen nach.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
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Prüfen und Nachfüllen
FunktionWieder anlernenHoch-/Tieflaufautomatik der elekt-
rischen Fensterheber⇒ Seite 104, Hoch- und Tieflaufauto-
matik*
FunkschlüsselFalls das Fahrzeug auf den Schlüssel
nicht reagiert, muss er synchronisiert
werden ⇒ Seite 91
Digitaluhr⇒ Seite 64
ESC-KontrollleuchteNach einigen Metern Fahrt erlischt die
Kontrollleuchte wieder.
Längere Standzeiten des Fahrzeugs
Das Fahrzeug verfügt über ein System, das bei längerem Motorstillstand
den Stromverbrauch überwacht ⇒ Seite 194. Um ein Entladen der Batterie
zu vermeiden, werden einige Funktionen, wie z. B. die Innenleuchten oder
das Öffnen der Türen aus der Ferne, möglicherweise vorübergehend deakti-
viert. Sobald Sie die Zündung einschalten und den Motor starten, sind die-
se Funktionen wieder verfügbar.
Winterbetrieb
Im Winter kann die Startleistung nachlassen; ggf. die Batterie nachladen
⇒
in Warnhinweise für den Umgang mit Batterien auf Seite 227.
Warnhinweise für den Umgang mit Batterien
Alle Arbeiten an der Batterie erfordern fachmännisches Wissen. Lassen Sie
Arbeiten an der Batterie bitte von einem SEAT Betrieb oder einer Fachwerk-
statt durchführen: Gefahr von Verbrennungen und einer Explosion der Batte-
rie!
Die Batterie darf nicht geöffnet werden! Versuchen Sie nicht, den Flüssig-
keitsstand der Batterie zu ändern. Andernfalls entweicht Knallgas aus der
Batterie - Explosionsgefahr!
Augenschutz tragen.
Batteriesäure ist stark ätzend. Schutzhandschuhe und Augen-
schutz tragen. Säurespritzer mit viel Wasser abwaschen.
Feuer, Funken, offenes Licht und Rauchen verboten.
Die Batterie nur in gut belüfteten Räumen aufladen – Explosions-
gefahr!
Kinder von Säure und Batterie fernhalten.
ACHTUNG
● Bei Arbeiten oder Reparaturen an der elektrischen Anlage wie folgt
vorgehen:
● 1. Den Zündschlüssel abziehen. Das Minuskabel an der Batterie ab-
klemmen.
● 2. Nach Abschluss der Arbeiten das Minuskabel wieder an die Batte-
rie anklemmen.
● Vor dem Wiederanklemmen der Batterie alle elektrischen Verbraucher
ausschalten. Zuerst das Pluskabel, dann das Minuskabel anklemmen.
Die Anschlusskabel dürfen auf keinen Fall vertauscht werden – Kabel-
brandgefahr!
● Achten Sie darauf, dass der Entgasungsschlauch immer an der Batte-
rie befestigt ist.
● Verwenden Sie keine beschädigten Batterien – Explosionsgefahr! Er-
neuern Sie eine beschädigte Batterie umgehend.
VORSICHT
● Klemmen Sie die Fahrzeugbatterie niemals bei eingeschalteter Zündung
oder bei laufendem Motor ab, da sonst die elektrische Anlage bzw. elektro-
nische Bauteile beschädigt werden.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
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256Pannenhilfe
Hinweis
Wenn ein Abschlepphaken verwendet wird, muss unbedingt der Kugelkopf
aufgesetzt werden.
Anschleppen
Das Anschleppen wird im Allgemeinen nicht empfohlen.
– Legen Sie bei stehendem Fahrzeug den 2. oder 3. Gang ein.
– Treten und halten Sie das Kupplungspedal.
– Schalten Sie die Zündung ein.
– Wenn beide Fahrzeuge in Bewegung sind, lassen Sie das Kupp-
lungspedal los.
– Sobald der Motor angesprungen ist: Treten Sie das Kupplungs-
pedal und nehmen Sie den Gang heraus.
Wenn der Motor nicht anspringt, sollten Sie zunächst versuchen, den Motor
mit der Batterie eines anderen Fahrzeugs zu starten ⇒ Seite 250. Erst, wenn
dies nicht funktioniert hat, sollten Sie es mit dem Anschleppen probieren.
Beim Anschleppen wird versucht, den Motor durch die Bewegung der Räder
zu starten.
Fahrzeuge mit Benzinmotor dürfen nur über eine kurze Strecke ange-
schleppt werden, da ansonsten unverbrannter Kraftstoff in den Katalysator
gelangen kann.
ACHTUNG
Beim Anschleppen entsteht ein hohes Unfallrisiko, z. B. durch Auffahren
auf das schleppende Fahrzeug.
VORSICHT
Die Anschleppstrecke darf maximal 50 m betragen – Gefahr einer Beschädi-
gung des Katalysators.
Abschleppen von Fahrzeugen mit Schaltgetriebe
Das Abschleppen ist relativ problemlos. Beachten Sie bitte die Hinweise ⇒ Seite 253.
Das Fahrzeug kann normal mit einer Abschleppstange bzw. einem Ab-
schleppseil oder mit angehobener Vorder- bzw. Hinterachse abgeschleppt
werden. Dabei beträgt die maximale Schleppgeschwindigkeit 50 km/h.
Abschleppen von Fahrzeugen mit Automatikgetriebe
Das Abschleppen ist nicht problemlos.
Beachten Sie bitte die Hinweise ⇒ Seite 253.
Das Fahrzeug kann normal mit einer Abschleppstange oder einem Ab-
schleppseil abgeschleppt werden. Beachten Sie hierbei:
● Legen Sie die Wählhebelstellung N ein.
● Die maximale Schleppgeschwindigkeit beträgt 50 km/h.
● Die maximale Schleppentfernung beträgt 50 km. Grund: Bei stehendem
Motor arbeitet die Getriebeölpumpe nicht, das Getriebe wird bei höheren
Geschwindigkeiten und größeren Entfernungen daher nicht ausreichend ge-
schmiert.
Wenn das Fahrzeug mit einem Abschleppwagen abgeschleppt wird, darf
das Fahrzeug nur mit angehobenen Vorder rädern abgeschleppt werden.
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276Technische Daten
Anhängerbetrieb
Anhängelasten
Anhängelasten
Die von uns freigegebenen Anhänge- und Stützlasten wurden im Rahmen
intensiver Versuche nach genau festgelegten Kriterien ermittelt. Die zulässi-
gen Anhängelasten gelten für Fahrzeuge in der EU und generell für eine Ge-
schwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h (im Ausnahmefall auf 100 km/h).
Bei Fahrzeugen für andere Länder können diese Werte abweichen. Die An-
gaben in den amtlichen Fahrzeugpapieren haben stets Vorrang ⇒
.
Stützlasten
Die maximal zulässige Stützlast der Anhängerdeichsel auf dem Kugelkopf
der Anhängevorrichtung darf 80 kg nicht überschreiten.
Im Interesse der Fahrsicherheit empfehlen wir, die maximal zulässige Stütz-
last immer auszunutzen. Eine zu geringe Stützlast beeinträchtigt das Fahr-
verhalten des Gespannes.
Kann die maximal zulässige Stützlast nicht eingehalten werden (z. B. bei
kleinen, leeren und leichten Einachs-Anhängern bzw. Tandem-Achs-Anhän-
ger mit einem Achsabstand unter 1,0 m), ist eine Mindeststützlast von 4 %
des Anhängergewichts vorgeschrieben.
ACHTUNG
● Aus Sicherheitsgründen sollten Sie mit einem Anhänger nicht schnel-
ler als 80 km/h fahren. Das gilt auch für Länder, in denen höhere Ge-
schwindigkeiten zulässig sind.
● Überschreiten Sie niemals die zulässigen Anhängelasten und die zu-
lässige Stützlast. Bei einer Überschreitung des zulässigen Gewichts kön-
nen sich die Fahreigenschaften des Fahrzeuges ändern. Dies kann zu Un-
fällen, Verletzungen und Fahrzeugbeschädigungen führen.
Räder
Reifenfülldruck, Schneeketten, Radschrauben
Reifenfülldruck
Der Aufkleber mit den Reifenfülldruckwerten befindet sich auf der Innensei-
te der Tankklappe. Die dort angegebenen Reifenfülldruckwerte gelten für
kalte Reifen. Reduzieren Sie nicht den bei warmen Reifen erhöhten Reifen-
fülldruck. ⇒
Schneeketten
Schneeketten dürfen nur an den Vorderrädern und ausschließlich auf den
nachfolgend aufgeführten Reifen montiert werden:
175/70R14
185/60R15Die Schneeketten dürfen einschließlich Kettenschloss nicht
mehr als 15 mm auftragen.
215/45R16Die Schneeketten dürfen einschließlich Kettenschloss nicht
mehr als 9 mm auftragen.
215/40R17Die Schneeketten dürfen einschließlich Kettenschloss nicht
mehr als 7 mm auftragen.
Radschrauben
Nach dem Radwechsel sollten Sie das Anzugsdrehmoment der Radschrau-
ben so schnell wie möglich mit einem Drehmomentschlüssel prüfen lassen
⇒
. Das Anzugsdrehmoment beträgt bei Stahl- und Leichtmetallfelgen
120 Nm.