reifen Hyundai Tucson 2019 Betriebsanleitung (in German)
Page 442 of 770
5-70
Fahrhinweise
Informationen
• Die Berganfahrhilfe wird nichtaktiviert, wenn sich der Wählhebel
in der Stellung „P“ (Parken) oder
„N“ (Leerlauf) befindet.
• Die Berganfahrhilfe wird auch dann aktiviert, wenn das ESC
(elektronische Stabilitätskontrolle)
ausgeschaltet ist. Sie wird jedoch
nicht aktiviert, wenn das ESC nicht
ordnungsgemäß funktioniert.
Bergabfahr-Bremshilfe (DBC)
(Downhill Brake Control)
(ausstattungsabhängig)
Die Bergabfahr-Bremshilfe (DBC)
unterstützt das Bergabfahren ohne
Betätigung des Bremspedals. Sie drosselt die Fahrgeschwindigkeit
auf weniger als 8 km/h, sodass sich
der Fahrer ganz auf das Lenken
konzentrieren kann.
• Beim Einschalten der Zündung
ist DBC grundsätzlich aus-
geschaltet.
• Wenn DBC eingreift, entstehen möglicherweise Bremsgeräu-
sche und -vibrationen.
• Wenn DBC eingreift, leuchtet das Bremslicht auf.
ANMERKUNG
i
Schalten Sie DBC auf normalen
Straßen immer aus. Beim
Passieren von Geschwindig-
keitsbarrieren oder bei
abrupten Lenkmanövern kann
das DBC unabsichtlich aus dem
Bereitschaftsmodus „geweckt“
werden und eingreifen.
VORSICHT
OTL055022
â– Ausführung A
â– Ausführung BOTL055119
TLe GER 5a(-120).qxp 09.05.2018 13:26 Page 70
Page 444 of 770
5-72
Fahrhinweise
• Möglicherweise wird DBC an steilen Gefällen nicht
deaktiviert, obwohl das Brems-
oder Gaspedal getreten wird.
• Schalten Sie DBC nicht ein, wenn Sie im 3. Gang (oder in
einem höheren Gang) fahren
(Fahrzeuge mit Schaltgetriebe).
Wenn DBC eingreift, geht
möglicherweise der Motor aus.
• Unter den folgenden Bedin- gungen ist DBC ohne Funktion:
- Der Wählhebel befindet sich inder Stellung „P“ (Parken).
- Das ESC ist aktiviert.
Low Vacuum Assist (LVA)
(ausstattungsabhängig)
Low Vacuum Assist (LVA) verstärkt
die hydraulische Bremskraft, um den
Fahrer zu unterstützen, wenn der
vom Motor produzierte Unterdruck
zu niedrig ist. Dabei ist
möglicherweise das Laufgeräusch
eines Motors zu hören und ein
leichtes Pulsieren des Bremspedals
zu spüren (ähnlich wie beim
Eingreifen des ABS). Dies zeigt
an, dass das SBA-System
(Supplemental Brake Assist) in
Betrieb ist, um die Bremskraft
aufrecht zu halten.
Emergency Stop Signal (ESS)
(Notbremssignal)
(ausstattungsabhängig)
Das Notbremssignal (ESS,
Emergency Stop Signal) warnt den
Hintermann bei Vollbremsungen
(blinkende Bremsleuchten).
Das System wird unter den
folgenden Umständen aktiviert:
• Fahrzeug hält plötzlich an (Die Verzögerung beträgt mehr als 7
m/s
2bei einer Fahrgeschwindigkeit
von mehr als 55 km/h.)
• Das ABS greift ein.
Nach dem Blinken der Brems -
leuchten werden automatisch die
Warnblinker eingeschaltet, wenn die
Fahrgeschwindigkeit auf weniger als
40 km/h gefallen ist, das ABS
eingreift oder die Vollbremsung
vorbei ist.
ANMERKUNG
Das LVA-System (Low Vacuum
Assist) kann keine Unfälle
verhindern, die aus
unangemessener Fahrweise
oder riskanten Fahrmanövern
resultieren.
VORSICHT
TLe GER 5a(-120).qxp 09.05.2018 13:26 Page 72
Page 446 of 770
5-74
Fahrhinweise
Wenn ein Reifen während der Fahrt
Luft verliert, bremsen Sie das
Fahrzeug leicht ab und halten Sie
das Fahrzeug beim Ausrollen in
Geradeausrichtung. Wenn die
Fahrgeschwindigkeit ausreichend
gedrosselt wurde und es gefahrlos
möglich ist, fahren Sie an den
Straßenrand und halten Sie an einer
sicheren Stelle an.
Lassen Sie den Fuß bei stehendem
Fahrzeug fest auf dem Bremspedal
ruhen, damit das Fahrzeug nicht
nach vorn rollen kann.
TLe GER 5a(-120).qxp 09.05.2018 13:26 Page 74
Page 448 of 770
5-76
Fahrhinweise
• Durchfahren Sie keine Wasserläufe, bei denen das
Wasser bis über den
Fahrzeugboden reichen würde.
• Prüfen Sie den Zustand der Bremsen, nachdem Sie in
Wasser oder Schlamm gefahren
sind. Treten Sie bei niedriger
Geschwindigkeit mehrmals das
Bremspedal, bis Sie feststellen,
dass die normale Bremskraft
wieder vorhanden ist.
• Verkürzen Sie die geplanten Durchsichtsintervalle, wenn Sie
im Gelände in Sand, Schlamm
oder Wasser gefahren sind
(siehe „Wartung bei ersch -
werten Betriebsbedingungen“ in
Kapitel 7).
• Waschen Sie das Fahrzeug stets gründlich, nachdem Sie es
genutzt haben. Reinigen Sie
insbesondere den Fahrzeug-
boden.
(Fortsetzung)(Fortsetzung)
• Achten Sie darauf, dass vier
Reifen derselben Größe und
desselben Typs am Fahrzeug
montiert sind.
• Beachten Sie, dass Fahrzeuge mit permanentem Allradantrieb
auf einem Pritschenwagen-
transportiert werden müssen
(kein Abschleppen).
ANMERKUNG
TLe GER 5a(-120).qxp 09.05.2018 13:27 Page 76
Page 451 of 770
5-79
Fahrhinweise
5
Sichere Nutzung desAllradantriebs
Vor der fahrt
• Achten Sie darauf, dass alle
Fahrgäste Sicherheitsgurte tragen.
• Sitzen Sie aufrecht und näher am Lenkrad als gewöhnlich. Stellen
Sie das Lenkrad so ein, dass es
bequem für Sie ist.
Fahren auf Eis und Schnee
• Fahren Sie langsam an, indem Siebehutsam Gas geben.
• Benutzen Sie Winterreifen oder Schneeketten.
• Halten Sie genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.
• Nutzen Sie beim Verzögern die Motorbremse.
• Vermeiden Sie zu hohes Tempo, abruptes Beschleunigen, plötzliche
Bremsmanöver und heftige
Lenkbewegungen, damit das
Fahrzeug nicht ins Rutschen gerät.
Fahren auf Sand und Schlamm
• Fahren Sie langsam undgleichmäßig.
• Benutzen Sie beim Fahren im Schlamm ggf. Schneeketten.
• Halten Sie genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.
• Drosseln Sie das Tempo und achten Sie stets auf den
Straßenzustand.
• Vermeiden Sie zu hohes Tempo, abruptes Beschleunigen, plötzliche
Bremsmanöver und heftige
Lenkbewegungen, damit Sie sich
nicht festfahren. Wenn das Fahrzeug in Schnee,
Sand oder Schlamm feststeckt,
legen Sie etwas Rutschhem
-
mendes unter die Antriebs-
räder, um für Traktion zu
sorgen, oder lassen Sie die
Räder abwechselnd vor- und
rückwärts drehen, um das
Fahrzeug ggf. freizuschaukeln.
Lassen Sie den Motor jedoch
nicht zu lange mit hoher
Drehzahl laufen, damit der
Allradantrieb nicht beschädigt
wird.ACHTUNG
TLe GER 5a(-120).qxp 09.05.2018 13:27 Page 79
Page 453 of 770
5-81
Fahrhinweise
5
Fahrt durch Wasser
• Fahren Sie nach Möglichkeit nichtdurch tiefes Wasser. Dabei kann
der Motor absterben und Wasser in
die Auspuffanlage gelangen.
• Wenn Sie durch Wasser fahren müssen, halten Sie das Fahrzeug
an, aktivieren Sie die Betriebsart
4WD LOCK und fahren Sie
langsamer als 8 km/h.
• Wechseln Sie nicht den Gang, während Sie durch Wasser fahren.
Zusätzliche Fahrumstände
• Machen Sie sich vor Fahrtantrittmit den Geländebedingungen
vertraut.
• Lassen Sie beim Fahren im Gelände größte Vorsicht walten
und meiden Sie gefährliche
Bereiche.
• Fahren Sie langsam, wenn starker Wind weht.
• Drosseln Sie in Kurven das Tempo. Da der Schwerpunkt allrad-
getriebener Fahrzeuge höher liegt
als bei herkömmlichen Fahrzeugen
mit Vorderradantrieb, kann sich
das Fahrzeug leichter über-
schlagen, wenn die Kurven -
geschwindigkeit zu hoch ist. • Halten Sie das Lenkrad immer gut
fest, wenn Sie im Gelände fahren.
OTLE055003
Greifen Sie nicht in das
Lenkrad, wenn Sie im Gelände
fahren. Ihr Arm kann durch eine
plötzliche Bewegung oder einen
Rückschlag des Lenkrades
aufgrund von Bodenhinder -
nissen verletzt werden.
Andernfalls verlieren Sie
möglicherweise die Kontrolle
über die Lenkung und
verursachen einen Unfall mit
Verletzungs- oder Todesfolge.
VORSICHT Fahren Sie stets langsam durch
Wasser. Wenn Sie zu schnell
fahren, dringt möglicherweise
Wasser in den Motorraum ein,
sodass die Zündung nass wird
und der Motor abstirbt.
ACHTUNG
TLe GER 5a(-120).qxp 09.05.2018 13:27 Page 81
Page 454 of 770
5-82
Vorkehrungen im Notfall
Reifen
Verwenden Sie keine Reifen und
Felgen, die sich in Größe oder Typ
von den ursprünglich am Fahrzeug
montierten unterscheiden. Sie
könnten Sicherheit, Funktion und
Lenkverhalten Ihres Fahrzeugs
beeinträchtigen und einen Über-
schlag mit schweren Verletzungen
verursachen.
Achten Sie beim Ersetzen der Reifen
darauf, dass an allen vier Rädern
Reifen und Felgen gleicher Größe
und gleicher Bauart montiert
werden. Dies gilt auch für Profil,
Fabrikat und Tragfähigkeit. Falls Sie
Ihr Fahrzeug mit einer Rad-
/Reifenkombination ausrüsten, die
nicht von HYUNDAI für das Fahren
im Gelände empfohlen wird, sollten
Sie diese Reifen nicht für
Autobahnfahrten verwenden.
Abschleppen
Fahrzeuge mit Allradantrieb müssen
so mit einem Nachläufer oder
Plateauwagen abgeschleppt
werden, dass keines der Räder den
Boden berührt. Weitere Infor-
mationen finden Sie unter
„Abschleppen“ in Kapitel 6.
Prüfung auf Rollenprüfstand
Fahrzeuge mit permanentem
Allradantrieb müssen auf einem
speziellen 4-Rad-Rollenprüfstand
geprüft werden.
Fahrhinweise
Lassen Sie niemals den Motor
an/laufen, wenn ein Fahrzeug
mit permanentem Allradantrieb
aufgebockt ist. Das Fahrzeug
könnte vom Wagenheber
rutschen/rollen und Personen
schwer oder sogar lebens-
gefährlich verletzen.
VORSICHT
TLe GER 5a(-120).qxp 09.05.2018 13:27 Page 82
Page 455 of 770
5-83
Fahrhinweise
Ein Fahrzeug mit permanentem
Allradantrieb kann nicht auf einem
Rollenprüfstand für 2WD-Fahrzeuge
geprüft werden. Wenn ein 2WD-
Rollenprüfstand benutzt werden
muss, gehen Sie wie folgt vor:
1. Prüfen Sie die für Ihr Fahrzeugempfohlenen Reifendrücke.
2. Platzieren Sie die Vorderräder für einen Geschwindigkeitstest wie in
der Abbildung auf dem Rollen-
prüfstand.
3. Lösen Sie die Feststellbremse.
4. Stellen Sie die Hinterräder auf provisorische Freilaufrollen wie in
der Abbildung.
Gefahr eines Überschlags
reduzieren
Dieses Kombinationsfahrzeug für die
Personenbeförderung ist als SUV
(Sports Utility Vehicle) definiert.
SUV-Fahrzeuge haben eine größere
Bodenfreiheit und eine schmalere
Spurweite, damit sie in einem weiten
Einsatzbereich für Off Road-Fahrten
geeignet sind. Aus den besonderen
Konstruktionsmerkmalen resultiert,
dass der Schwerpunkt höher liegt als
bei gewöhnlichen Straßenfahr-
zeugen. Ein Vorteil der größeren
Bodenfreiheit ist der bessere Blick
auf die Straße, der es Ihnen erlaubt,
Probleme frühzeitiger zu erkennen.
SUV-Fahrzeuge sind nicht dafür
ausgelegt, Kurven mit derselben
Geschwindigkeit zu durchfahren, wie
konventionelle PKW, genauso wie
tiefer liegende Sportwagen nicht für
zufrieden stellende Fahrten in
unbefestigtem Gelände konzipiert
sind.
5
OTLE058117
Rollenprüfstand
(Geschwind.-Messung)Frei drehende
Zusatzrollen
•Ziehen Sie während des
Testlaufs niemals die Fest -
stellbremse.
•Drehen Sie die Räder nicht
einzeln, wenn das Fahrzeug
aufgebockt ist. Vielmehr
müssen alle vier Räder
angetrieben werden.
ACHTUNG
Vermeiden Sie den Aufenthalt
vor dem Fahrzeug, wenn das
Fahrzeug auf dem Rollen-
prüfstand getestet wird. Das
Fahrzeug könnte einen Satz
nach vorn machen und Sie
schwer verletzen oder töten.
VORSICHT
TLe GER 5a(-120).qxp 09.05.2018 13:27 Page 83
Page 457 of 770
5-85
Fahrhinweise
5
Die Bereifung Ihres Fahrzeugs
wurde im Hinblick auf
Fahrsicherheit und gute
Fahreigenschaften konzipiert.
Verwenden Sie keine Reifen-
/Felgengrößen und Bauarten,
die von den ursprünglich
am Fahrzeug montierten ab-
weichen. Sie können Sicherheit,
Funktion und Fahrverhalten
Ihres Fahrzeugs beeinträch-
tigen, was zu einem Überschlag
und zu schweren Verletzungen
führen könnte. Achten Sie beim
Ersetzen der Reifen darauf,
dass an allen vier Rädern
Reifen und Felgen gleicher
Größe und gleicher Bauart
montiert werden. Dies gilt auch
für Profil, Fabrikat und
Tragfähigkeit. Wenn Sie Ihr
Fahrzeug dennoch mit Rad-
und Reifenkombinationen
verwenden, die von HYUNDAI
nicht für Geländeeinsatz
empfohlen wurden, sollten Sie
diese Reifen nicht bei
Autobahnfahrten verwenden.
VORSICHT
Aufgebocktes Fahrzeug
Schalten Sie niemals den Motor
ein und lassen Sie nie die
Reifen drehen, wenn ein
Fahrzeug mit permanenten
Allradantrieb aufgebockt ist.
Es besteht die Gefahr, dass
durch die Bodenberührung
der Reifen das aufgebockte
Fahrzeug herunterrutscht und
nach vorn springt.
VORSICHT
TLe GER 5a(-120).qxp 09.05.2018 13:27 Page 85
Page 478 of 770
5-106
• Das Blickfeld nach vorne ist durchgrelles Sonnenlicht oder das
Scheinwerferlicht eines entgegen-
kommenden Fahrzeugs eingesch-
ränkt.
• Die Frontscheibe ist beschlagen; die Straße ist nicht klar zu
erkennen.
• Das vorausfahrende Fahrzeug führt unberechenbare Fahr-
manöver aus.
• Das Fahrzeug fährt auf unbefestigtem oder unebenem
Untergrund bzw. auf Straßen mit
plötzlichen Steigungsänderungen.
• Das Fahrzeug wird in der Nähe von Bereichen mit hohem Metallauf-
kommen wie z.B. einer Baustelle
oder entlang von Schienen
gefahren.
• Das Fahrzeug fährt in einem Gebäude (Tiefgarage etc.).
• Die Kamera erkennt nicht das gesamte vorausfahrende Fahr-
zeug.
• Die Kamera ist beschädigt. • Die Umgebung ist zu dunkel, zum
Beispiel wenn die Scheinwerfer
nachts oder beim Durchfahren
eines Tunnels nicht eingeschaltet
sind.
• Ein Mittelstreifen, Bäume usw. werden einen Schatten auf die
Fahrbahn.
• Das Fahrzeug fährt durch eine Mautstelle.
• Die Windschutzscheibe ist beschlagen; die freie Sicht auf die
Straße ist eingeschränkt.
• Der hintere Teil des voraus- fahrenden Fahrzeugs ist nicht
richtig erkennbar (das Fahrzeug
fährt nicht geradeaus oder ist
umgestürzt).
• Der schlechte Straßenzustand verursacht starke Fahrzeugvibra-
tionen beim Fahren.
• Das Überfahren von Boden- schwellen wirkt sich kurzzeitig auf
die Sensorerkennung aus.
• Das voraus befindliche Fahrzeug bewegt sich quer zur
Fahrtrichtung. • Das voraus befindliche Fahrzeug
steht quer zur Fahrtrichtung.
• Das voraus befindliche Fahrzeug fährt auf Ihr Fahrzeug zu oder setzt
zurück.
• Sie und das vorausfahrende Fahrzeug durchfahren einen
Kreisverkehr.
Fahrhinweise
TLe GER 5a(-120).qxp 09.05.2018 13:28 Page 106