Tür Hyundai Tucson 2019 Betriebsanleitung (in German)
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7
Wartung
Fahrzeug wachsen
Wachsen Sie Ihr Fahrzeug, wenn
das Wasser nicht mehr vom Lack
abperlt.
Waschen und trocknen Sie Ihr
Fahrzeug immer, bevor Sie Wachs
auftragen. Verwenden Sie
hochwertigen Flüssigwachs oder
Wachspaste und beachten Sie die
Herstellerhinweise. Wachsen Sie
auch alle metallischen Anbauteile,
um sie zu konservieren und ihren
Glanz zu erhalten. Beim Beseitigen
von Öl, Teer und anderen
Rückständen mit speziellen
Reinigern wird in der Regel auch die
aufgetragene Wachsschicht entfernt.
Wachsen Sie solche Stellen auch
dann nach, wenn das übrige
Fahrzeug keine Wachsbehandlung
benötigt.• Das Abwischen von Staub und
Schmutz mit einem trockenen
Tuch verursacht Kratzer im
Fahrzeuglack.
• Verwenden Sie für die Reinigung verchromter oder eloxierter
Aluminiumteile keine Stahlwolle,
Scheuermittel oder ätzende
bzw. alkalische Reiniger. Diese
Mittel können die Schutzschicht
angreifen und den Lack
verfärben oder ausbleichen.
Lackschäden ausbessern
Tiefe Kratzer und Steinschläge im
Lack müssen umgehend behoben
werden. Ungeschütztes Metall setzt
schnell Rost an. Kostspielige In -
standsetzungen können die Folge
sein. Wenn Karosserie- oder Blechar
-
beiten an Ihrem Fahrzeug
notwendig werden, achten Sie
darauf, dass instand gesetzte oder
ersetzte Bauteile mit Rostschutz -
mitteln behandelt werden.
Blankmetallteile pflegen
• Entfernen Sie Teer und Insekten mit geeigneten Spezialreinigern, aber
nicht mit Schabern oder anderen
scharfkantigen Werkzeugen.
• Schützen Sie die Oberflächen blanker Metallteile durch Polieren
mit Wachs oder Chrompolitur und
bringen Sie die Teile auf
Hochglanz.
• Tragen Sie bei Winterwetter und in Küstennähe eine stärkere Schutz-
schicht auf die glänzenden
Metallteile auf. Bei Bedarf können
Sie auch Vaseline oder ein
anderes Schutzmittel auftragen.
ANMERKUNGANMERKUNG
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Wartung
Unterbodenpflege
Streusalz und andere korrosions-
fördernde Stoffe können am
Unterboden anhaften. Wenn sie
diese Stoffe nicht entfernt werden,
besteht für Kraftstoffleitungen,
Rahmenteile, Bodenbleche und
Abgasanlage erhöhte Rostgefahr,
auch wenn diese Bauteile mit
Korrosionsschutzmittel behandelt
wurden.
Spritzen Sie den Unterboden und die
Radhäuser einmal monatlich, nach
Geländefahrten und gegen Ende des
Winters gründlich mit lauwarmem
oder kaltem Wasser ab. Schenken
Sie diesen Bereichen besondere
Aufmerksamkeit, da Verunreinigun -
gen dort oft nur schwer zu erkennen
sind. Um die Entstehung von Rost zu
verhindern, müssen die Verunreini -
gungen nicht nur angefeuchtet,
sondern gründlich abgespült
werden. Reinigen Sie auch die
Wasserablaufbohrungen in den
Türen und Rahmenteilen, damit sie
nicht verstopfen. Wenn das Wasser
aus diesen Bereichen nicht ablaufen
kann, besteht erhöhte Rostgefahr.
Pflege von Leichtmetallfelgen
Leichtmetallfelgen sind mit einem
schützenden Klarlack versiegelt.
• Behandeln Sie Leichtmetall- felgen nicht mit aggressiven
Reinigungsmitteln, Polituren,
Lösungsmitteln oder Draht-
bürsten.
• Reinigen Sie die Felgen ausschließlich im abgekühltem
Zustand.
• Verwenden Sie ausschließlich milde Reinigungsmittel und
spülen Sie gründlich mit klarem
Wasser nach. Achten Sie auch
darauf, dass Sie die Felgen nach
Fahrten nach Streusalzeinfluss
reinigen, damit sie nicht
korrodieren.
• Reinigen Sie die Felgen nicht mit Hochgeschwindigkeits -
bürsten in Waschanlagen.
• Verwenden Sie keine lauge oder säurehaltigen Reinigungsmittel.
ANMERKUNG
Prüfen Sie nach einer Fahrzeug -
wäsche bei langsamer Fahrt, ob
die Bremsen nass geworden
sind. Wenn die Bremswirkung
beeinträchtigt ist, trocknen Sie
die Bremsen, indem Sie sie bei
langsamer Vorwärtsfahrt leicht
betätigen.
VORSICHT
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7
Wartung
Korrosionsschutz
So schützen Sie Ihr Fahrzeug vor
Korrosion
Umfassende Korrosionsschutzmaß-
nahmen sind Bestandteil unserer
Bemühungen um höchste Fahrzeug-
qualität. Allerdings sind sie allein
nicht ausreichend. Damit Ihr
Fahrzeug möglichst lang gegen
Korrosion geschützt bleibt, müssen
auch Sie als Halter mitwirken.
Häufige Ursachen für Korrosion
Dies sind die häufigsten Ursachen
für Fahrzeugkorrosion:
• Ansammlungen von Streusalz, Schmutz und Feuchtigkeit unter
dem Fahrzeug.
• Durchdringung von Lack- oder Schutzschichten durch Stein -
schlag, Abschürfungen oder
kleinere Kratzer und Beulen, durch
die das ungeschützte Metall
Korrosion ausgesetzt ist.
Umgebungen, die hohe Korrosion
verursachen
Wenn Sie in einer Umgebung leben,
in der Ihr Fahrzeug andauernd
korrosiven Einflüssen ausgesetzt ist,
spielt der Korrosionsschutz eine
besonders wichtige Rolle. Besonders
korrosionsfördernd sind Streusalz,
Bindemittel, Seeluft und industrielle
Verschmutzungen.
Korrosion entsteht meistens
aufgrund von Feuchtigkeit
Korrosion entsteht meistens auf -
grund von Feuchtigkeit. Hohe
Luftfeuchtigkeit ist, besonders bei
Temperaturen knapp über dem
Gefrierpunkt, besonders korrosions -
fördernd. Solche Bedingungen
begünstigen Korrosion, da die
Feuchtigkeit nur sehr langsam
verdunsten kann.
Schlamm ist besonders korrosiv, da
er nur langsam trocknet und auf
diese Weise die Feuchtigkeit am
Fahrzeug hält. Auch trocken
aussehender Schlamm kann
korrosionsfördernde Restfeuchtigkeit
enthalten. Hohe Temperaturen können die
Korrosion von solchen Bauteilen
begünstigen, die nicht ausreichend
belüftet sind, weil die Feuchtigkeit
nicht verdunsten kann. Halten Sie Ihr
Fahrzeug aus allen genannten
Gründen sauber und frei von
jeglichen Anhaftungen wie Schlamm
usw. Dies gilt nicht nur für die
sichtbaren Flächen sondern vor
allem auch für den Unterboden des
Fahrzeugs.Ihr Beitrag zum Korrosionsschutz
Sie können von Anfang an einen
Beitrag zum Korrosionsschutz
leisten, indem Sie folgende Punkte
beachten:
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Wartung
Halten Sie Ihr Fahrzeug sauber
Am besten schützen Sie Ihr
Fahrzeug vor Korrosion, indem Sie
es sauber und frei von korrosions-
fördernden Stoffen halten. Dabei
sollten Sie dem Unterboden des
Fahrzeugs besondere Beachtung
schenken.
• Wenn Sie in einer Gegend mit hoher Korrosionsbelastung woh -
nen (intensiver Streusalzgebrauch,
Meeresklima, Industrieschadstoffe,
Saurer Regen etc.), sollten Sie
besonderen Wert auf den
Korrosionsschutz legen. Spritzen
Sie den Unterboden Ihres Fahr -
zeugs im Winter mindestens
einmal monatlich ab und reinigen
Sie ihn gründlich, wenn der Winter
vorbei ist. • Achten Sie beim Reinigen des
Fahrzeugunterbodens besonders
auf die Radhäuser und andere
schwer zugängliche Bereiche.
Gehen Sie gründlich vor. Wenn Sie
den angesammelten Schlamm nur
anfeuchten anstatt ihn abzuspülen,
wird die Korrosion eher gefördert
als unterbunden. Hochdruckreini -
ger eignen sich besonders gut zum
Beseitigen von Schlamm und
anderen korrosionsfördernden
Stoffen.
• Achten Sie beim Reinigen der Türen, Schweller und Rahmenteile
darauf, dass die Ablaufbohrungen
frei bleiben, damit die Feuchtigkeit
ablaufen kann und nicht in dem
Hohlraum verbleibt. Halten Sie Ihre Garage trocken
Parken Sie Ihr Fahrzeug nicht in
einer feuchten Garage ohne
ausreichende Belüftung, denn dort
herrschen ideale Voraussetzungen
für Korrosion. Dies gilt insbesondere,
wenn Sie Ihr Fahrzeug in der Garage
waschen oder mit dem noch nassen
oder mit Schnee, Eis oder Schlamm
bedeckten Fahrzeug in die Garage
fahren. Sogar eine beheizte Garage
kann Korrosion fördern, wenn sie
nicht ausreichend belüftet ist und die
Luftfeuchtigkeit nicht verdunsten
kann.
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7
Wartung
Leder (ausstattungsabhängig)
• Beschaffenheit von Sitzleder- Leder wird aus Tierhäutengemacht und durchläuft ein
spezielles Herstellungsverfahren.
Da es sich um ein Naturprodukt
handelt, ist kein Leder wie das
andere. Unterschiedliche Stärken
und Festigkeiten sind normal.
Je nach Temperatur und
Feuchtigkeit können
Schrumpfoder Dehnungsfalten
entstehen.
- Der Sitz besteht aus einem dehnbaren Stoff, was den
Komfort verbessert.
- Die geschwungenen Kontakt -
flächen und der hohe Seitenhalt
sorgen für guten Fahrund
Sitzkomfort.
- Durch die Benutzung können mit der Zeit Falten entstehen. Dabei
handelt es sich um ein normales
Phänomen. • Pflege der Ledersitze
- Saugen Sie den Sitz regelmäßigmit dem Staubsauger ab, um
Staub und Sand zu entfernen.
Damit werden Scheuerstellen
oder Schäden auf dem Leder
vermieden und es behält seine
Qualität.
- Wischen Sie Sitzbezüge aus Naturleder mit einem trockenen
und weichen Tuch ab.
- Mit einem Lederpflegemittel lässt sich Abrieb möglicherweise
verhindern. Außerdem frischt es
die Farbe auf. Beachten Sie bei
der Verwendung von Leder-
pflegemitteln die Hersteller -
anleitung und wenden Sie sich an
einen Fachmann.
- Helles Leder (beige, creme- farben) verschmutzt leicht, und
Flecken fallen sofort ins Auge.
Reinigen Sie die Sitze
regelmäßig.
- Wischen Sie sie nicht mit einem feuchten Tuch ab. Dadurch
können sich auf der Oberfläche
Risse bilden.
•Falten und Abnutzungs-
stellen, die aus der normalen
Benutzung resultieren, fallen
nicht unter die Garantie.
•Gürtel mit Accessoires aus
Metall sowie Reißverschlüsse
oder Schlüssel in der
Gesäßtasche beschädigen
möglicherweise den Sitzstoff.
•Achten Sie darauf, dass der
Sitz nicht nass wird.
Andernfalls verfärbt sich
möglicherweise das Leder.
•Jeans und andere bleichende
Kleidungsstücke verunreini-
gen möglicherweise die
Oberfläche des Sitzbezugs.
ACHTUNG
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7-105
7
Wartung
ABGASREGELUNG
Das Abgasregelsystem Ihres Fahr-
zeugs unterliegt einer schriftlichen
begrenzten Garantie. Informationen
zu dieser Garantie entnehmen Sie
bitte dem Garantieheft, welches zu-
sammen mit dem Fahrzeug geliefert
wurde.
Ihr Fahrzeug ist mit einem
Abgasregelsystem zur Erfüllung
sämtlicher Emissionsbestimmungen
ausgestattet.
Die Abgasregelung gliedert sich in
die folgenden drei Untersysteme:
(1) Regelung der Kurbelgehäuseent -
lüftung
(2) Regelung der Kraftstoffdampf -
rückführung
(3) System der Abgasreinigung Um die ordnungsgemäße Funktion
der Abgasregelung zu gewährleis-
ten, sollten Sie Ihr Fahrzeug in den
vorgeschriebenen Intervallen in
einer HYUNDAI Vertragswerkstatt
oder in einer anderen Reparatur
-
werkstatt mit entsprechend aus -
gebildetem Personal inspizieren und
instand halten lassen (siehe
Wartungsplan in der vorliegenden
Anleitung).1. Regelung der Kurbelgehäuseentlüftung
Das Kurbelgehäuseentlüftungs -
system hält schädliche Gase zurück,
die sonst aus dem Kurbelgehäuse in
die Umwelt gelangen würden. Das
System versorgt das Kurbelgehäuse
über einen Ansaugschlauch mit
gefilterter Frischluft. Im Kurbel-
gehäuse vermischt sich die Frischluft
mit den Kurbelgehäusedämpfen.
Danach wird das Gemisch über ein
Ventil dem Ansaugtrakt zugeführt.
2. Kraftstoffdampfrückführung
Das Kraftstoffdampfrückführungs-
system verhindert, dass Kraftstoff -
dämpfe in die Umgebungsluft
entweichen.
Für Inspektionen und Wartungs
-
arbeiten an Fahrzeugen mit
ESC (Elektronisches Stabilitäts -
kontrolle):
•Zur Vermeidung von
Fehlzündungen bei Tests auf
einem Rollenprüfstand, schal -
ten Sie das ESC-System ab,
indem Sie den Schalter ESC
drücken.
•Schalten Sie das ESC-System
nach einem Test auf einem
Rollenprüfstand wieder ein,
indem Sie wieder den ESC-
Schalter drücken.
ACHTUNG
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7-106
Wartung
Aktivkohlebehälter
Kraftstoffdämpfe aus dem Kraftstoff-
tank werden absorbiert und im
Aktivkohlebehälter gespeichert. Bei
laufendem Motor werden die
Kraftstoffdämpfe aus dem Aktiv-
kohlebehälter über ein Spülmagnet-
ventil in den Ansaugtrakt gesaugt.
Spülmagnetventil (PCSV)
Das Spülmagnetventil wird vom
Motorsteuergerät gesteuert. Bei
Leerlaufdrehzahl und niedriger
Kühlmitteltemperatur schließt das
Spülmagnetventil, so dass kein
Kraftstoffdampf in den Motor
gelangt. Wenn der Motor Betriebs -
temperatur erreicht hat, öffnet das
Spülmagnetventil, und die
Kraftstoffdämpfe werden dem Motor
zugeführt.
3. System der Abgasreinigung
Bei der Abgasreinigung kommt ein
äußerst wirkungsvolles System zum
Einsatz, das den Schadstoffausstoß
begrenzt, ohne die Fahrzeugleistung
zu beeinträchtigen.
Fahrzeugmodifikationen
Das Fahrzeug darf in seiner Bauart
nicht verändert werden.
Fahrzeugmodifikationen können die
Leistung, Sicherheit und Lebenser-
wartung Ihres Fahrzeugs beeinträch -
tigen und unter Umständen sogar
gegen geltende Sicherheits- und
Umweltbestimmungen verstoßen.
Darüber hinaus werden Schäden
und Leistungseinbußen, die aus
bauartlichen Veränderungen
resultieren, nicht von der Garantie
abgedeckt.
• Bei Verwendung nicht zugelas- sener Elektronikgeräte besteht die
Gefahr von Funktionsstörungen,
Kabelschäden, Batterieentladun -
gen und Bränden. Verwenden Sie
zu Ihrer eigenen Sicherheit keine
Elektronikgeräte, die nicht
zugelassen sind.
Sicherheitshinweise für den Umgang mit Abgasen(Kohlenmonoxyd)
• Kohlenmonoxyd ist eines der im
Abgas enthaltenen Gase. Wenn
Sie im Innenraum Ihres Fahrzeugs
Abgasgeruch feststellen, lassen
Sie das Fahrzeug umgehend
prüfen und instand setzen. Wenn
Sie jemals den Eindruck haben,
dass Abgase in den Innenraum
Ihres Fahrzeugs eindringen, fahren
Sie nur mit vollständig geöffneten
Fenstern. Lassen Sie Ihr Fahrzeug
umgehend prüfen und instand
setzen.
Die Abgase des Motors
enthalten Kohlenmonoxid (CO),
das nicht eingeatmet werden
darf. Es ist gefährlich und
könnte tödlich sein, wenn es
eingeatmet wird. Beachten Sie
die folgenden Hinweise zur
Vermeidung von Kohlen-
monoxidvergiftungen.
VORSICHT
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7
Wartung
Dieselpartikelfilter (DPF)(ausstattungsabhängig)
Der Dieselpartikelfilter (DPF)
entfernt den Ruß aus den Abgasen.
Im Gegensatz zu einfachen Filtern
verbrennt (oxidiert) und entfernt das
DPF-System den angesammelten
Ruß automatisch entsprechend den
Fahrbedingungen. Mit anderen
Worten: Der gesammelte Ruß wird
durch die hohe Abgastemperatur
bei normaler/schneller Fahrweise
verbrannt und beseitigt.
Wenn das Fahrzeug jedoch
regelmäßig auf Kurzstrecken oder
längere Zeit mit niedriger
Geschwindigkeit bewegt wird, wird
der gesammelte Ruß aufgrund
der geringen Abgastemperatur
möglicherweise nicht automatisch
beseitigt. Wenn die Rußansammlung
einen bestimmten Grenzwert
überschreitet, leuchtet die
Störungsleuchte ( ) auf. Wenn die Störungsleuchte
aufleuchtet, erlischt sie möglicher-
weise, wenn das Fahrzeug eine
gewisse Zeit lang (ca. 25 Minuten)
mit mehr als 60 km/h oder in einem
höheren als dem 2. Gang bewegt
wird und die Motordrehzahl 1.500 bis
2.500 U/min beträgt.
Wenn die Störungsleuchte ( )
trotzdem weiterblinkt oder die
Warnmeldung „Abgasanlage prüfen“
trotzdem erscheint, lassen Sie die
DPF-Funktion in einer Fachwerkstatt
überprüfen. HYUNDAI empfiehlt,
sich an eine HYUNDAI Vertrags-
werkstatt zu wenden.
Wenn Sie weiterfahren, obwohl die
Störungsleuchte längere Zeit blinkt,
wird das DPF-System möglicher
-
weise beschädigt und es steigt
möglicherweise der Kraftstoff-
verbrauch. Zudem wird möglicher -
weise die Haltbarkeit des Motors
beeinträchtigt, weil das Öl
verunreinigt ist.Dieselkraftstoff (ausstattungs -
abhängig mit DPF)
Wenn Ihr Fahrzeug mit
einer DPF-Anlage ausgestattet
ist, sollten Sie nur der
Norm entsprechenden Diesel-
kraftstoff tanken.
Wenn Sie andere Diesel-
kraftstoffe mit hohem
Schwefelgehalt (mehr als 50
ppm) oder nicht angegebenen
Zusätzen tanken, wird
möglicherweise das DPF-
System beschädigt und es
kommt zu Weißrauchbildung.
ACHTUNG
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Benzinpartikelfilter (GPF)(ausstattungsabhängig)
Das Benzinpartikelfiltersystem
(GPF) filtert den Ruß aus den
Abgasen.
Im Gegensatz zu einem Einweg-
Luftfilter verbrennt (oxidiert) das
DPF-System den gesammelten Ruß
automatisch je nach Fahrsituation.
Mit anderen Worten: Der
gesammelte Ruß wird automatisch
von der Motorsteuerung und durch
die hohe Abgastemperatur bei
normaler/hoher Fahrgeschwindigkeit
beseitigt.
Wenn das Fahrzeug jedoch
regelmäßig auf Kurzstrecken oder
längere Zeit mit niedriger
Geschwindigkeit bewegt wird, wird
der gesammelte Ruß aufgrund
der geringen Abgastemperatur
möglicherweise nicht automatisch
beseitigt. Sollte die angesammelte
Rußmenge aufgrund des
ausbleibenden Oxidierungsvorgangs
den Toleranzwert überschreiten,
leuchtet die Kontrollleuchte ( )
für den Benzinpartikelfilter
(GPF) auf. Die GPF-Störungsleuchte (Gasoline
Particulate Filter) erlischt, wenn die
Fahrgeschwindigkeit mehr als
80 km/h beträgt und die
Motordrehzahl etwa 30 Minuten lang
zwischen 1.500 und 4.000 U/min
liegt und mindestens der 3. Gang
eingelegt ist.
Für den Fall, dass die GPF-Leuchte
unter den oben genannten
Bedingungen permanent blinkt oder
die Warnleuchte "Abgasanlage
prüfen" aufleuchtet, empfehlen wir,
das GPF-System in einer HYUNDAI
Vertragswerkstatt überprüfen zu
lassen.
Wenn das Fahrzeug längere Zeit mit
blinkender GPF-Leuchte gefahren
wird, wird möglicherweise das GPF-
System beschädigt. Außerdem
erhöht sich möglicherweise der
Kraftstoffverbrauch.
7-110
Wartung
Benzinkraftstoff (ausstattungs-
abhängig mit GPF)
Wenn Ihr Fahrzeug mit einem
GPF-System ausgestattet ist,
empfehlen wir Ihnen, aus -
schließlich Benzinkraftstoffe zu
tanken, die den gängigen
Standards entsprechen.
Bei der Verwendung anderer
Benzinkraftstoffe, die
unspezifizierte Zusatzstoffe
enthalten, kann dies zu einer
Beschädigung des GPF-
Systems sowie zu Problemen
hinsichtlich des Abgasaus-
stoßes führen.
ACHTUNG
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7-117
7
Wartung
(Fortsetzung)Vergewissern Sie sich
vor der Durchführung von
Wartungsarbeiten, dass die
Harnstoffanlage vollständig
deaktiviert ist.
•Harnstoff von schlechter
Qualität sowie nicht
freigegebene Flüssigkeiten
können Schäden an Bauteilen
des Fahrzeugs verursachen,
darunter auch am DPF-
System. Nicht freigegebene
Harnstoffzusätze können den
SCR-Katalysator verstopfen
und weitere Störungen
verursachen, die den
Austausch des kostspieligen
DPF-Systems erforderlich
machen.
•Bei Haut- und Augenkontakt
mit Harnstofflösung sind
die betroffenen Bereiche
gründlich mit Wasser zu
spülen. (Fortsetzung)
(Fortsetzung)
•Beim Verschlucken von
Harnstofflösung ist der Mund
gründlich zu spülen. Ferner
ist viel Wasser zu trinken.
Anschließend muss sofort ein
Arzt aufgesucht werden.
•Wenn Harnstoff auf die
Kleidung gelangt, ist die
Kleidung sofort zu wechseln.
•Bei allergischen Reaktionen
auf Harnstofflösung muss
sofort ein Arzt aufgesucht
werden.
•Lassen Sie nicht zu, dass
Kinder mit der Harnstoff-
lösung in Berührung
kommen.
•Nehmen Sie verschüttete
Harnstofflösung sofort mit
einem Tuch auf oder spülen
Sie mit Wasser fort. Wenn die
Harnstofflösung kristallisiert
ist, nehmen Sie sie mit einem
Schwamm oder Tuch auf,
den/das Sie mit kaltem
Wasser angefeuchtet haben.(Fortsetzung)
(Fortsetzung)Bei längerem Kontakt mit Luft
kristallisiert die Harnstoff-
lösung und bildet einen
weißen Belag, der schädlich
für die die Fahrzeug-
oberfläche ist.
•Die Harnstofflösung ist kein
Kraftstoffzusatz. Folglich darf
sie nicht in den Kraftstofftank
eingefüllt werden. Andernfalls
drohen Motorschäden.
•Der Harnstoff ist eine
wässrige Lösung, die
entflammbar, ungiftig sowie
farb- und geruchlos ist.
•Bewahren Sie Harnstoff-
behälter nur an gut belüfteten
Orten auf. Wenn die
Harnstofflösung längere Zeit
hohen Temperaturen von etwa
50°C ausgesetzt wird (z. B. bei
direkter Sonneneinstrahlung),
kommt es möglicherweise zu
einer chemischen Zersetzung,
bei der Ammoniakdämpfe
freigesetzt werden.
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