sensor FIAT FREEMONT 2011 Betriebsanleitung (in German)
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Das Fahrzeug ist dem Hindernis nah, wenn die Warn-
anzeige einen blinkenden Bogen darstellt und ein Dau-
erton ertönt. Die folgende Tabelle erläutert die Funk-
tion der Warnmeldung, wenn ein Hindernis erkannt
wird:
WARNMELDUNGEN
Abstand hinten (cm) Über
200 cm 200-100 cm 100-65 cm 65-30 cm) Unter
30 cm
Akustisches Warnsignal Keine Einzelner Ton,
1/2 Sekunde Langsame
Tonfolge Schnelle Tonfolge Dauerton
Displayanzeige Park Assist On (Parkhilfe ein) Warnung –
Hindernis erfasst Warnung –
Hindernis erfasst Warnung –
Hindernis erfasst Warnung –
Hindernis erfasst
Bögen Keine 3 ausgefüllt (Ununterbrochen)3, langsam
blinkend 2, langsam
blinkend 1, langsam
blinkend
Ein- und Ausschalten von ParkSense®
ParkSense
®kann mit dem Uconnect Touch™System
aktiviert und deaktiviert werden. Die verfügbaren Op-
tionen sind: Aus, nur Ton oder Ton und Anzeige. Siehe
"Einstellungen von Uconnect Touch™" für weitere
Informationen.
Wenn der Softkey ParkSense
®gedrückt wird, um das
System zu deaktivieren, zeigt das Infodisplay für ca. fünf
Sekunden die Meldung "PARK ASSIST OFF" (Parkassis-
tent aus) an. Siehe "Infodisplay (EVIC)" für weitere
Informationen. Wird der Wählhebel in die Stellung
REVERSE (Rückwärtsgang) geschaltet, während das
System ausgeschaltet ist, zeigt das Infodisplay die Mel-
dung "PARK ASSIST OFF" (Parkassistent deaktiviert)
an, solange die Fahrstufe REVERSE eingelegt ist. Das ParkSense
®-System verfügt über vier Sensoren in
der hinteren Stoßfängerverkleidung, die Hindernisse
im Abstand von bis zu 200 cm (79 in) von der Stoßfän
gerverkleidung erfassen. ParkSense
®meldet mit opti-
schen und akustischen Signalen den Abstand eines
Hindernisses.
Wartung des ParkSense
®-Parkassistenten
Wenn das ParkSense
®-Parkassistentsystem defekt ist,
lässt das Infodisplay (EVIC) bei jedem Einschalten der
Zündung einen einfachen Warnton ertönen und zeigt
die Meldung "CLEAN PARK ASSIST SENSORS" (Sen-
soren des Parkassistenten reinigen) oder die Meldung
"SERVICE PARK ASSIST SYSTEM" (Parkassistent in-
stand setzen) an. Siehe "Infodisplay (EVIC)" für weitere
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KENNTNIS DES
FAHRZEUGESSICHERHEIT ANLASSEN
UND FAHRTWARNLEUCHTENUNDMELDUNGENIM NOTFALL
WARTUNG DES
FAHRZEUGS TECHNISCHE
DATENSTICHWORTVER-ZEICHNIS
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Informationen. Wenn der Wählhebel in Stellung RE-
VERSE (Rückwärtsgang) geschaltet wird und das Sys-
tem eine Störung erkannt hat, zeigt das Infodisplay die
Meldung "CLEAN PARK ASSIST SENSORS" (Sensoren
des Parkassistenten reinigen) oder die Meldung "SER-
VICE PARK ASSIST SYSTEM" (Parkassistent instand
setzen) an, solange die Fahrstufe REVERSE eingelegt
ist. Unter diesen Umständen funktioniert ParkSense
®
nicht.
Wenn die Meldung "CLEAN PARK ASSIST SENSORS"
(Sensoren des Parkassistenten reinigen) im Infodisplay
(EVIC) erscheint und der hintere Stoßfänger frei von
Schnee, Eis, Schlamm, Schmutz oder anderen Hinder-
nissen ist, wenden Sie sich an Ihren Vertragshändler.
Wenn "SERVICE PARK ASSIST SYSTEM" (Parkhilfe
warten lassen) auf dem Infodisplay (EVIC) angezeigt
wird, setzen Sie sich mit Ihrem Vertragshändler in
Verbindung.
Reinigung das ParkSense
®-Systems
Reinigen Sie die ParkSense®-Sensoren mit Wasser,
Autoshampoo und einem weichen Lappen. Verwenden
Sie keine groben oder harten Lappen. Nicht an den
Sensoren kratzen oder stochern. Andernfalls können
die Sensoren beschädigt werden.
Vorsichtsmaßnahmen bei der Verwendung von
ParkSense
®
HINWEIS:
Sicherstellen, dass der hintere Stoßfänger frei von
Schnee, Eis, Schlamm, Schmutz und anderen Rückstän den ist, damit das ParkSense
®-System einwandfrei
funktioniert.
Presslufthämmer, große Lkw und anderweitig verur-
sachte Vibrationen können die Funktion desParkSense
®-Systems beeinträchtigen.
Wird ParkSense
®abgeschaltet, zeigt das Infodisplay
die Meldung "PARK ASSIST OFF" (Parkassistent deak-
tiviert) an. Außerdem bleibt ParkSense
®abgeschaltet,
bis Sie es wieder einschalten – auch wenn Sie die
Zündung ein- und wieder ausschalten.
Wird der Wählhebel in Stellung REVERSE (Rück
wärtsgang) geschaltet und ParkSense
®ausgeschaltet,
zeigt das Infodisplay die Meldung "PARK ASSIST OFF"
(Parkassistent aus) an, solange die Fahrstufe REVERSE
eingelegt ist.
Reinigen Sie die ParkSense
®-Sensoren regelmäßig.
Achten Sie darauf, sie nicht zu verkratzen oder zu
beschädigen. Die Sensoren dürfen nicht von Eis,
Schnee, Matsch, Schlamm oder Schmutz bedeckt sein.
Andernfalls funktioniert das System möglicherweise
nicht richtig. In diesem Fall erkennt das ParkSense
®-
System ein Hindernis in der Nähe des Stoßfängers nicht
oder es gibt fälschlicherweise an, dass ein Hindernis
vorhanden ist.
Objekte wie zum Beispiel Fahrradträger, Anhänge
vorrichtungen usw. dürfen sich während der Fahrt
nicht in einem Abstand von weniger als 30 cm zum
hinteren Stoßfänger befinden. Andernfalls interpretiert
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KENNTNIS DES
FAHRZEUGESSICHERHEIT
ANLASSEN
UND FAHRTWARNLEUCHTEN UND
MELDUNGENIM NOTFALL
WARTUNG DES
FAHRZEUGS
TECHNISCHE DATENSTICHWORTVER- ZEICHNIS
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das System ein nahe gelegenes Objekt fälschlicher-
weise als Sensorproblem und zeigt die Meldung "SER-
VICE PARK ASSIST SYSTEM" (Parkassistent instand
setzen) im Infodisplay an.
ParkSense
®
unterstützt den Fahrer
nur beim Einparken und kann nicht jedes
Hindernis feststellen, insbesondere
kleine Hindernisse. Bordsteine werden eventuell
nur zeitweise oder gar nicht erkannt . Hindernisse
oberhalb oder unterhalb der Sensoren werden
nicht registriert , wenn sie zu nahe sind.
Um Fahrzeugschäden zu vermeiden, muss das
Fahrzeug bei Verwendung des ParkSense
®-
Systems langsam zurückgesetzt werden, damit es
rechtzeitig angehalten werden kann. Es wird emp-
fohlen, dass der Fahrer bei Verwendung des
ParkSense
®-Systems den Schulterblick
anwendet .
WARNHINWEISE!
Auch wenn das ParkSense
®-System
aktiviert ist , muss der Fahrer beim Zu-
rücksetzen die nötige Vorsicht walten lassen. Prü
fen Sie vor dem Zurücksetzen den Bereich hinter
Ihrem Fahrzeug immer mit größter Sorgfalt ,
schauen Sie nach hinten und achten Sie auf Fuß-
gänger,Tiere, andere Fahrzeuge, Hindernisse und
tote Winkel! Sie sind für die Sicherheit verant-
wortlich und müssen daher ständig Ihre Umge-
bung im Auge behalten. Andernfalls kann es bei
einem Unfall zu schweren oder lebensgefährli-
chen Verletzungen kommen.
Vor der Verwendung des ParkSense®-Systems
wird dringend empfohlen, eine etwa vorhandene
Anhängerkupplung abzubauen, sofern kein
Anhängerbetrieb geplant ist . Andernfalls kann es
zu Verletzungen oder Beschädigungen kommen,
da sich die Anhängerkupplung viel näher am Hin-
dernis befindet als der Heckstoßfänger, wenn auf
der Warnanzeige ein blinkender Bogen angezeigt
wird und der Dauerton ertönt .Außerdem können
die Sensoren die Anhängerkupplung je nach
Größe und Form fälschlicherweise als Hindernis
erkennen und eine entsprechende Anzeige
bewirken.
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KENNTNIS DES
FAHRZEUGESSICHERHEIT ANLASSEN
UND FAHRTWARNLEUCHTENUNDMELDUNGENIM NOTFALL
WARTUNG DES
FAHRZEUGS TECHNISCHE
DATENSTICHWORTVER-ZEICHNIS
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Die Seiten-Airbags befinden sich über den Seitenfens-
tern und ihre Abdeckungen sind wie folgt beschriftet:
SRS AIRBAG.
Dieses Fahrzeug ist mit zusätzlichen in den Sitzen
eingebauten Seiten-Airbags (SAB) ausgestattet. Die zu-
sätzlichen in den Sitz eingebauten Seiten-Airbags sind
mit einer auf der Außenseite des jeweiligen Sitzes
eingenähten Kennung versehen. HINWEIS:
Die Airbag-Abdeckungen fallen in den Innenverklei-
dungen möglicherweise nicht auf, doch sie öffnen sich
beim Auslösen des Airbags.
Nach einem Unfall müssen Sie das Fahrzeug sofort in
eine Vertragswerkstatt bringen.
Bauteile des Airbag-Systems
Ihr Fahrzeug kann mit den folgenden Bauteilen des
Airbag-Systems ausgestattet sein:
Rückhaltesysteme-Steuergerät (ORC)
Airbag-Warnleuchte
Lenkrad und Lenksäule
Instrumententafel
Knieschutzpolster
Erweiterter Fahrer-Front-Airbag
Erweiterter Beifahrer-Front-Airbag
Zusätzliche in den Sitzen eingebaute Seiten-Airbags(SAB)
Zusätzliche Seiten-Airbags (SABIC)
Frontal- und Seitenaufprallsensoren Gurtstraffer vorn, Gurtschlossschalter
Zusätzliche aktive Kopfstützen für Fahrer und
Beifahrer
FUNKTIONEN DES ERWEITERTEN
FRONT-AIRBAGS
Das moderne Front-Airbag-System besteht aus mehr-
stufigen Fahrer- und Beifahrer-Front-Airbags. Die Aus-
gangsleistung dieses Systems richtet sich nach der
Härte und Art des Aufpralls, die vom
Rückhaltesysteme-Steuergerät (ORC) anhand der In-
formationen der Frontaufprallsensoren ermittelt wer-den.
Die erste Stufe des Gasgenerators wird sofort wäh
rend eines Aufpralls gezündet, bei dem der Airbag
ausgelöst werden muss. Diese niedrige Ausgangsleis-
tung wird bei einem weniger schweren Aufprall ver-
wendet. Bei einem schwereren Aufprall wird eine hö
here Ausgangsleistung eingesetzt.
WARNHINWEISE!
Es dürfen keine Gegenstände über den
Airbag in der Instrumententafel oder in
dessen Nähe gelegt werden. Solche Gegenstände
können Schäden verursachen, wenn bei einem
ausreichend starken Aufprall der Airbag aufge-
blasen wird.
(Fortsetzung)
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KENNTNIS DES
FAHRZEUGESSICHERHEITANLASSEN
UND FAHRTWARNLEUCHTENUNDMELDUNGENIM NOTFALL
WARTUNG DES
FAHRZEUGS TECHNISCHE
DATENSTICHWORTVER-ZEICHNIS
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Die Airbag-Abdeckungen fallen in den Innenverklei-
dungen möglicherweise nicht auf, doch sie öffnen sich
beim Auslösen des Airbags.
Wenn Ihr Abstand zu den SAB- und SABIC-Airbags
während der Auslösung zu klein ist, könnten Sie sich
ernsthaft verletzen oder getötet werden.
Das System beinhaltet Seitenaufprallsensoren, die so
kalibriert sind, dass die Seiten-Airbags bei einem Auf-
prall zünden, die den Schutz der Insassen durch den
Airbag erfordern.
WARNHINWEISE!
Wenn Ihr Fahrzeug mit zusätzlichen
Seiten-Airbags ausgerüstet ist , dürfen
Gepäck oder Ladung nicht so hoch gestapelt
werden, dass sie die Entfaltung der Seiten-
Airbags behindern. Der Bereich der Seiten-
Airbags muss frei von allen Hindernissen bleiben.
Verwenden Sie keine zusätzlichen Sitzbezüge
und legen Sie keine Gegenstände zwischen sich
und die Seiten-Airbags. Die Entfaltung des Air-
bags kann dadurch behindert werden und/oder
die Gegenstände können gegen Sie gedrückt wer-
den und schwere Verletzungen verursachen.
Knieschutzpolster
Die Knieschutzpolster schützen die Knie von Fahrer
und Beifahrer und sorgen dafür, dass sie sich in einer
Position befinden, in der die erweiterten Front-Airbags
die beste Schutzwirkung haben.
Zusammen mit den Sicherheitsgurten, den Gurtstraf-
fern und der Knieschutzpolsterung unterhalb der In-
strumententafel bilden die erweiterten Front-Airbags
den bestmöglichen Schutz vor Verletzungen für Fahrer
und Beifahrer. Die Seiten-Airbags tragen gemeinsam
mit den Sicherheitsgurten zu einem verbesserten
Schutz der Fahrzeuginsassen bei.
Mithilfe einiger einfacher Maßnahmen können Sie die
Verletzungsgefahr durch einen ausgelösten Airbag auf
ein Minimum reduzieren:
(abb. 131) Zusätzliche Seiten-Airbags 175
KENNTNIS DES
FAHRZEUGESSICHERHEITANLASSEN
UND FAHRTWARNLEUCHTENUNDMELDUNGENIM NOTFALL
WARTUNG DES
FAHRZEUGS TECHNISCHE
DATENSTICHWORTVER-ZEICHNIS
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(Fortsetzung)
Wenn Sie sich bei der Auslösung des erweiter-
ten Front-Airbags zu nah am Lenkrad bzw. an der
Instrumententafel befinden, können Sie schwer
oder sogar lebensgefährlich verletzt werden. Die
Airbags brauchen Platz, um sich zu entfalten.
Lehnen Sie sich in aufrechter Haltung bequem
zurück, sodass Sie Lenkrad und Instrumententa-
fel noch gut erreichen können.
Seitliche Airbags brauchen auch Platz, um sich
entfalten zu können. Nicht gegen die Tür oder das
Fenster lehnen. Sitzen Sie aufrecht in der Mitte
des Sitzes.
AIRBAG-SENSOREN UND STEUERGERÄTE
Rückhaltesysteme-Steuergerät (ORC) Das Rückhaltesystem-Steuergerät (ORC) ist Teil
des für dieses Fahrzeug gesetzlich vorgeschriebenen
Insassenschutzsystems.
Das ORC bestimmt, ob ein Auslösen der Front- und/
oder Seiten-Airbags bei einem Frontal- oder Seitenauf-
prall erforderlich ist. Auf der Basis der Signalen der
Aufprallsensoren zündet ein zentrales elektronisches
Rückhaltesysteme-Steuergerät (ORC) die erweiterten
Front-Airbags, SABIC-Airbags, zusätzlichen in den Sit-
zen eingebauten Seiten-Airbags und Gurtstraffer vorn
nach Bedarf, abhängig von der Härte und der Art desAufpralls. Erweiterte Front-Airbags sind so ausgelegt, dass sie
zusätzlichen Schutz durch Ergänzen der Sicherheits-
gurte bei bestimmten Frontalaufprallsituationen bie-
ten, abhängig von der Härte und der Art des Aufpralls.
Die erweiterten Front-Airbags können bei einem
Heck- oder Seitenaufprall bzw. bei einem Überschlag
das Verletzungsrisiko nicht senken.
Die erweiterten Front-Airbags zünden nicht bei allen
Frontalaufprallsituationen, einschließlich solcher, bei
denen es zu größeren Fahrzeugschäden kommt – zum
Beispiel einige Kollisionen mit Pfählen, bei Unterfahr-
unfällen mit LKWs sowie schräge Kollisionen. Anderer-
seits können die erweiterten Front-Airbags bei Kollisi-
onen, die zwar wenig Schaden hervorrufen, jedoch zu
hohen Anfangsbeschleunigungen führen, ausgelöst
werden. Dies hängt von der Art und Lage der Kollision
ab.
Die Seiten-Airbags werden nicht bei jedem Seitenauf-
prall ausgelöst. Das Auslösen der Seiten-Airbags hängt
von der Härte und Art des Aufpralls ab.
Da die Airbag-Sensoren die Verzögerung des Fahrzeugs
in Bezug auf die Zeit messen, sind die Fahrgeschwindig-
keit und der Schaden an sich keine guten Indikatoren
dafür, ob ein Airbag ausgelöst werden sollte oder nicht.
Außerdem bieten bei jedem Unfall auch die Sicher-
heitsgurte wichtigen Schutz und halten Sie in Position,
also in ausreichendem Abstand von einem ausgelöstenAirbag.
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KENNTNIS DES
FAHRZEUGESSICHERHEITANLASSEN
UND FAHRTWARNLEUCHTENUNDMELDUNGENIM NOTFALL
WARTUNG DES
FAHRZEUGS TECHNISCHE
DATENSTICHWORTVER-ZEICHNIS
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die Airbags schnell in sich zusammen und unterstützen
dadurch den Rückhalteeffekt für Fahrer und Beifahrer.
Aus dem erweiterten Front-Airbag entweicht das Gas
durch Entlüftungslöcher seitlich im Airbag. So beein-
trächtigen die Airbags Ihre Kontrolle über das Fahrzeugnicht.
Gasgeneratoreinheiten der zusätzlichen in
den Sitzen eingebauten Seiten-Airbags (SAB)
Die zusätzlichen in den Sitzen eingebauten Seiten-
Airbags (SAB) sind so konstruiert, dass sie nur bei
bestimmten seitlichen Kollisionen ausgelöst werden.
Das Rückhaltesysteme-Steuergerät ermittelt anhand
der Härte und Art des Aufpralls, ob ein seitlicher
Aufprall das Auslösen der Seiten-Airbags erfordert.
Je nach der Härte und Art des Aufpralls kann die
Aufblaseinheit des Seiten-Airbags auf der Aufprallseite
des Fahrzeugs ausgelöst werden, worauf sie eine be-
stimmte Menge nicht giftigen Gases freigibt. Beim Auf-
blasen drückt sich der Seiten-Airbag (SAB) durch die
Naht im Sitzbezug und entfaltet sich im Bereich zwi-
schen Passagier und Tür. Der Seiten-Airbag bläst sich
innerhalb von 10 Millisekunden auf. Der ausgelöste
Seiten-Airbag wird sehr schnell und mit so hoher Kraft
aufgeblasen, dass Sie verletzt werden können, wenn Sie
nicht die richtige Sitzhaltung eingenommen haben oder
wenn sich Gegenstände in dem Bereich befinden, in
dem sich der Seiten-Airbag entfaltet. Dies gilt beson-
ders für Kinder.Aufblaseinheiten der zusätzlichen
Seiten-Airbags (SABIC)
Bei Kollisionen, die auf einen bestimmten Bereich des
Fahrzeugs begrenzt sind, kann das Rückhaltesysteme-
Steuergerät (ORC) je nach Härte und Art des Aufpralls
die SABIC-Airbags auslösen. Dabei löst es nur die
Seiten-Airbags auf der Seite aus, die vom Aufprall
betroffen ist.
Daraufhin wird eine große Menge an ungiftigem Gas
erzeugt und der seitliche Kopf-Airbag wird aufgeblasen.
Der seitliche Kopf-Airbag drückt beim Aufblasen die
Außenkante des Dachhimmels beiseite und deckt das
Fenster ab. Der Airbag wird in ca. 30 Millisekunden
(etwa einem viertel Lidschlag) mit so hoher Kraft
aufgeblasen, dass Sie verletzt werden können, wenn Sie
nicht korrekt angeschnallt sind und korrekt sitzen oder
wenn sich Gegenstände in dem Bereich befinden, in
dem sich der seitliche Kopf-Airbag entfaltet. Dies gilt
besonders für Kinder. Der Seitenvorhangairbag ist nur
ungefähr 9 cm dick, wenn er aufgeblasen ist.
Da die Airbag-Sensoren die Verzögerung des Fahrzeugs
in Bezug auf die Zeit bemessen, sind die Fahrgeschwin-
digkeit und der Schaden keine guten Indikatoren dafür,
ob ein Airbag ausgelöst werden sollte oder nicht. HINWEIS:
Bei einem Überschlag des Fahrzeugs
werden möglicherweise die Gurtstraffer und/oder
Seiten-Airbags auf beiden Seiten des Fahrzeugsausgelöst.
179
KENNTNIS DES
FAHRZEUGESSICHERHEITANLASSEN
UND FAHRTWARNLEUCHTENUNDMELDUNGENIM NOTFALL
WARTUNG DES
FAHRZEUGS TECHNISCHE
DATENSTICHWORTVER-ZEICHNIS
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Frontal- und Seitenaufprallsensoren
Bei Frontal- und Seitenaufprallsituationen können die
Aufprallsensoren dem ORC dabei helfen, die richtige
Reaktion auf den Aufprall zu bestimmen.
Erweitertes Unfallschutzsystem
Bei einem Aufprall, der zu einem Auslösen des Airbags
führt und bei dem das Kommunikationsnetzwerk so-
wie die Stromversorgung intakt bleiben, bestimmt das
Rückhaltesysteme-Steuergerät (ORC) je nach Art des
Ereignisses, ob das erweiterte Unfallschutzsystem die
folgenden Funktionen auslösen soll:
Kraftstoffversorgung des Motors abschneiden.
Die Warnblinker blinken, solange die Batterie gela-den ist oder bis die Zündung ausgeschaltet wird.
Die Innenraumleuchten einschalten, die so lange ein- geschaltet bleiben, wie die Batterie über ausreichend
Spannung verfügt oder bis der Zündschlüssel abge-
zogen wird.
Die Türen automatisch entriegeln.
Auslösung des Airbag-Systems
Die erweiterten Front-Airbags sind so konstruiert,
dass sie sich unmittelbar nach dem Auslösen aufblasen. HINWEIS: Die Front- bzw. Seiten-Airbags werden
nicht bei jedem Aufprall ausgelöst. Dies stellt keine
Fehlfunktion des Systems dar.
Im Fall eines Frontalaufpralls mit Auslösung des Airbag-
Systems kann Folgendes geschehen:
Wenn der Airbag ausgelöst wird und sich entfaltet, kann das Nylonmaterial des Airbags unter Umstän den Abschürfungen und/oder eine Rötung der Haut
bei Fahrer und Beifahrer hervorrufen. Die Scheuer-
stellen ähneln leichten Abschürfungen, wie sie z. B.
beim Ausrutschen auf einem Teppich oder auf dem
Bodenbelag einer Sporthalle auftreten können. Die
Hautreizungen werden nicht durch Kontakt mit Che-
mikalien hervorgerufen. Es handelt sich nicht um
bleibende Verletzungen und normalerweise ver-
schwinden sie nach kurzer Zeit wieder. Falls die Haut
wider Erwarten nach einigen Tagen noch nicht abge-
heilt ist oder sich Brandblasen bilden, sollten Sie
Ihren Arzt aufsuchen.
Nach Auslösung der Airbags kann es zu einer Art Rauchentwicklung kommen. Dies ist das Ergebnis
der chemischen Reaktion, durch die das ungiftige Gas
zum Aufblasen der Airbags erzeugt wird. Diese
Rauchpartikel können zu einer Reizung der Haut,
Augen oder der Nasen- und Rachenschleimhäute
führen. Bei Reizung der Haut oder Augen mit kaltem
Wasser spülen. Bei Reizung der Nase oder des Ra-
chens hilft das Einatmen frischer Luft. Bei anhalten-
der Reizung einen Arzt aufsuchen. Sollte Ihre Beklei-
dung durch Ablagerung von Rauchpartikeln
verschmutzt werden, die betroffenen Kleidungsstü
cke nach den Anweisungen des Bekleidungsherstel-
lers reinigen.
Nachdem die Airbags ausgelöst wurden, darf das Fahr-
zeug nicht mehr gefahren werden. Sollten Sie in eine
weitere Kollision verwickelt werden, können die Air-
bags Sie nicht mehr schützen.
180
KENNTNIS DES
FAHRZEUGESSICHERHEITANLASSEN
UND FAHRTWARNLEUCHTEN UND
MELDUNGENIM NOTFALL
WARTUNG DES
FAHRZEUGS
TECHNISCHE DATENSTICHWORTVER- ZEICHNIS
Page 218 of 297

Das Reifendrucküberwachungssys-
tem (TPMS) ist für die werksseitig ange-
bauten Räder und Reifen optimiert . Die
TPMS-Reifendrücke und Warnsignale wurden für
die Original-Reifengröße Ihres Fahrzeugs festge-
legt . Bei Verwendung von Reifen, deren Größe
und/oder Bauart nicht den Originalreifen ent-
spricht , können unerwünschte Systemfunktionen
oder Sensorschäden auftreten. Nachträglich auf-
gezogene Räder können die Sensoren beschädi
gen.Verwenden Sie keine auf dem Zubehörmarkt
gekauften Reifendicht- und Auswuchtmittel, wenn
Ihr Fahrzeug mitTPMS ausgestattet ist , da dies die
Sensoren beschädigen kann. (Siehe "Reifendruck"
unter "Reifen – Allgemeine Informationen" und
"Reifendrucküberwachungssystem (TPMS)" in
"Technische Daten" für weitere Informationen).
10. Gurtwarnleuchte Diese Leuchte schaltet sich beim ersten Ein-
schalten der Zündung (ON/RUN) für fünf bis
acht Sekunden zur Glühlampenprüfung ein.
Während der Prüfung der Glühlampen ertönt ein akus-
tisches Warnsignal, wenn der Fahrer nicht angeschnallt
ist. Wenn der Fahrer nach der Prüfung der Glühlampen
oder beim Fahren weiterhin nicht angeschnallt ist,
blinkt die Gurtwarnleuchte oder leuchtet dauerhaft.
Siehe "Rückhaltesysteme" in "Sicherheit" für weitere
Informationen. 11. Bremswarnleuchte
Diese Leuchte überwacht verschiedene
Bremsfunktionen einschließlich Bremsflüssig
keitsstand und Feststellbremsenbetätigung.
Leuchtet die Bremsleuchte auf, kann dies an-
zeigen, dass die Feststellbremse betätigt wurde, dass
der Bremsflüssigkeitsstand niedrig ist oder dass eine
Störung am Ausgleichsbehälter des Antiblockiersys-
tems (ABS) vorliegt.
Wenn die Leuchte weiterhin leuchtet, obwohl die Fest-
stellbremse gelöst wurde und der Flüssigkeitsstand im
Vorratsbehälter für den Hauptbremszylinder in Ord-
nung ist, weist dies darauf hin, dass das ABS-System/
elektronische Stabilitätssystem (ESP) eine mögliche
Störung der Bremshydraulik oder ein Problem mit dem
Bremskraftverstärker erkannt hat. In diesem Fall bleibt
die Leuchte so lange eingeschaltet, bis die Störung
behoben ist. Wenn sich das Problem auf den Brems-
kraftverstärker bezieht, arbeitet die ABS-Pumpe beim
Drücken des Bremspedals, sodass bei jedem Halt ein
Pulsieren des Bremspedals zu spüren ist.
Das duale Bremssystem bietet eine Reservebremsleis-
tung für den Fall, dass ein Teil des Hydrauliksystems
ausfällt. Der Ausgleichsbehälter des Hauptbremszylin-
ders besitzt einen Füllstandsensor, der bei zu geringem
Bremsflüssigkeitsstand die Bremswarnleuchte einschal-
tet.
Diese Leuchte bleibt so lange eingeschaltet, bis die
Störung behoben ist.
211KENNTNIS DES
FAHRZEUGESSICHERHEIT ANLASSEN
UND FAHRTWARNLEUCHTEN UNDMELDUNGENIM NOTFALL
WARTUNG DES
FAHRZEUGS TECHNISCHE
DATENSTICHWORTVER-ZEICHNIS
Page 242 of 297

Steck-platz Patro-
nensi-
cherung Minisi-
cherung Bezeichnung
F175 30 A
Grün Reserve
F176 10 A Rot Computer/
Motorsteuerungen(PCM)
F177 20 A Gelb AWD-Steuergerät –
Je nach Ausstattung
F178 25 A Na-
turfarben Schiebedach – Je
nach Ausstattung
F179 10 A Rot Batteriesensor F181 100 A
Blau Elektrohydraulische
Lenkung (EHPS) – Je
nach Ausstattung
F182 50 A Rot Innenraumheizung
Nr. 3/Unterdruck-
pumpe – Je nach
Ausstattung
F184 30 A Rosa Wischermotor vorn FREISCHAUKELN EINES
FESTGEFAHRENEN FAHRZEUGS
Wenn Ihr Fahrzeug in Schnee, Sand oder Schlamm
stecken bleibt, lässt es sich oftmals durch das so ge-
nannte Freischaukeln befreien. Zuerst das Lenkrad
nach rechts und links drehen, um die Vorderräder
freizubekommen. Schalten Sie dann in einem bestimm-
ten Rhythmus zwischen den Fahrstufen D und R hin-
und her. Die erfolgversprechendste Methode ist, ge-
rade so viel Gas zu geben, dass die Schaukelbewegung
aufrechterhalten wird, ohne dass jedoch die Räder
durchdrehen.
Wird zu viel Gas gegeben, sodass die Rä
der durchdrehen, kann es zu Überhitzung
und Ausfall des Getriebes kommen. Nach
jeweils fünf Schaukelzyklen den Motor bei Wähl
hebelstellung N (Leerlauf ) mindestens eine Mi-
nute lang mit Leerlaufdrehzahl laufen lassen. Dies
verringert die Überhitzung und das Risiko eines
Getriebedefekts während länger dauernderVersu-
che, ein stecken gebliebenes Fahrzeug freizu-
schaukeln.
HINWEIS: Wenn Ihr Fahrzeug mit
Antriebsschlupfregelung ausgestattet ist, das
System ausschalten, bevor versucht wird, das
Fahrzeug freizuschaukeln. Siehe "Elektroni-
sche Stabilitätsprogramm (ESP)" in "Kenntnis des Fahr-
zeugs" für weitere Informationen.
235KENNTNIS DES
FAHRZEUGESSICHERHEIT ANLASSEN
UND FAHRTWARNLEUCHTENUNDMELDUNGENIM NOTFALLWARTUNG DES
FAHRZEUGS TECHNISCHE
DATENSTICHWORTVER-ZEICHNIS