ABS JEEP COMPASS 2019 Betriebsanleitung (in German)
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einer Reifendruckplakette angegeben. (Ist
Ihr Fahrzeug mit Reifen einer anderen Größe
ausgestattet als der, die auf den Fahrzeug-
aufklebern oder der Reifendruckplakette an-
gegeben ist, dann müssen Sie den korrekten
Reifendruck für diese Reifen bestimmen.)
Als weitere Sicherheitsfunktion wurde Ihr
Fahrzeug mit einem Reifendrucküberwa-
chungssystem (TPMS) ausgestattet; eine
Warnleuchte meldet zu niedrigen Druck an
einem oder mehreren Reifen. Wenn die
Reifendruck-Warnleuchte aufleuchtet, soll-
ten Sie so schnell wie möglich anhalten und
Ihre Reifen prüfen und sie auf den korrekten
Druck aufpumpen. Das Fahren mit deutlich
reduziertem Reifendruck führt zur Überhit-
zung des Reifens und kann zu einem Reifen-
ausfall führen. Zu niedriger Reifendruck
führt außerdem zu erhöhtem Kraftstoffver-
brauch sowie erhöhtem Reifenverschleiß
und kann Fahrverhalten sowie Bremsweg des
Fahrzeugs beeinträchtigen.
Beachten Sie bitte, dass das TPMS kein
Ersatz für regelmäßige Reifenwartung ist und
dass der Fahrzeugführer auch dann für denkorrekten Reifendruck verantwortlich ist,
wenn der Druckabfall zu gering ist, um das
Reifendruckwarnsymbol des TPMS aufleuch-
ten zu lassen.
Ihr Fahrzeug besitzt auch eine TPMS-
Störungsanzeige; sie meldet, wenn das Sys-
tem nicht korrekt funktioniert. Die TPMS-
Störungsanzeige ist mit der Warnleuchte für
niedrigen Reifendruck dieses Systems kom-
biniert. Erfasst das System eine Störung,
blinkt die Warnleuchte für etwa eine Minute
und leuchtet danach kontinuierlich auf. Dies
wiederholt sich auch bei nachfolgenden
Fahrzeugstarts, solange die Störung besteht.
Wenn die Störungsanzeige leuchtet, kann
das System unter Umständen die Signale für
zu niedrigen Reifendruck nicht wie beabsich-
tigt erfassen und anzeigen. TPMS-Störungen
können aus vielen Gründen entstehen, ein-
schließlich des Aufziehens von Ersatzrädern
oder dem Umsetzen der Reifen oder Räder
am Fahrzeug. Prüfen Sie stets die TPMS-
Störungsanzeige nach dem Ersetzen von ei-
nem oder mehreren Reifen oder Rädern an
Ihrem Fahrzeug, um sicherzustellen, dassdas TPMS-System mit den Ersatzreifen oder
den umgesetzten Reifen und mit neuen Rä-
dern korrekt funktioniert.
ACHTUNG!
Das Reifendrucküberwachungssys-
tem (TPMS) ist für die Originalreifen und
Räder optimiert. Die TPMS-Reifendrücke
und Warnsignale wurden für die Original-
Reifengröße Ihres Fahrzeugs festgelegt.
Bei Verwendung von Reifen, deren Größe
und/oder Bauart nicht den Originalreifen
entspricht, können eine unerwünschte
Funktion des Systems oder Sensorschä-
den auftreten. Räder aus dem Zubehör-
handel können die Sensoren beschädigen.
Auf dem Zubehörmarkt gekaufte Reifen-
dichtmittel können dazu führen, dass der
Sensor des Reifendrucküberwachungssys-
tems (TPMS) funktionsuntüchtig wird. Es
wird empfohlen, nach der Verwendung ei-
nes auf dem Zubehörmarkt gekauften Rei-
fendichtmittels die Sensorfunktion von Ih-
rem Vertragshändler prüfen zu lassen.
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– Warnleuchte „Störung Abschleppha-
ken“ – je nach Ausstattung
Diese Leuchte leuchtet auf, wenn eine Stö-
rung mit den Abschlepphaken auftritt. Kon-
taktieren Sie einen Vertragshändler für die
Wartung.
Gelbe Kontrollleuchten
– Kontrollleuchte 4WD Low (zuschalt-
barer Allradantrieb, untere Ganggruppe) –
je nach Ausstattung
Diese Leuchte warnt den Fahrer, dass das Fahr-
zeug im Allradantrieb in die untere Gang-
gruppe geschaltet ist. Die vordere und hintere
Antriebswelle sind mechanisch miteinander
verriegelt, sodass sich die Vorder- und Hinter-
räder zwangsweise mit derselben Drehzahl dre-
hen. Die untere Ganggruppe bietet ein größe-
res Untersetzungsverhältnis und somit ein
höheres Drehmoment an den Rädern.
Weitere Informationen über den Allradantrieb
und die ordnungsgemäße Verwendung finden
Sie unter „Allradantrieb – je nach Ausstat-
tung“ in „Start und Betrieb“.
– Kontrollleuchte 4WD Lock (zuschalt-
barer Allradantrieb, Sperre)
Diese Leuchte warnt den Fahrer, dass das
Fahrzeug sich im 4WD LOCK-Modus (zu-
schaltbarer Allradantrieb, Sperre) befindet.
Die vordere und hintere Antriebswelle sind
mechanisch miteinander verriegelt, sodass
sich die Vorder- und Hinterräder zwangsweise
mit derselben Drehzahl drehen.
Weitere Informationen über den Allradantrieb
und die ordnungsgemäße Verwendung finden
Sie unter „Allradantrieb“ in „Start und Be-
trieb“.
– Kontrollleuchte des aktiven
Geschwindigkeitsbegrenzers – je nach
Ausstattung
Diese Warnlampe leuchtet auf, wenn eine
Störung mit dem aktiven Geschwindigkeits-
begrenzer festgestellt wurde.
– Kontrollleuchte „Reinigung wird
durchgeführt“ für Dieselpartikelfilter (DPF)
– Nur Dieselversionen mit DPF (je nach
Ausstattung)
Diese Kontrollleuchte leuchtet auf oder es
wird eine Meldung angezeigt, wenn das DPF-
System die angesammelten Schadstoffe
(Partikel) durch den Regenerierungsvorgang
entfernen muss. Die Leuchte/Meldung wird
nicht bei jeder DPF-Regenerierung einge-
schaltet, sondern nur dann, wenn die Fahr-
bedingungen es erfordern, dass der Fahrer
benachrichtigt wird. Um das Symbol auszu-
schalten, das Fahrzeug solange in Bewegung
halten, bis der Regenerierungsvorgang abge-
schlossen ist. Der Vorgang dauert durch-
schnittlich 15 Minuten.
Die idealen Bedingungen für das Durchführen
des Vorgangs werden bei einer Geschwindig-
keit von 37 mph (60 km/h) und einer Motor-
drehzahl von über 2.000 U/min erreicht.
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Wenn diese Leuchte/Meldung eingeschaltet
werden, weist dies auf keine Störung im
Fahrzeug hin und es sollte deshalb auch
nicht in eine Werkstatt gebracht werden.
HINWEIS:
Bei einigen Versionen wird bei Aufleuchten
des Symbols auch eine entsprechende Mel-
dung im Display angezeigt.
ACHTUNG!
Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs muss
immer an den Verkehr und die Witterungs-
verhältnisse angepasst sein. Auch müssen
die Verkehrsregeln immer eingehalten wer-
den.
Der Motor kann ausgeschaltet werden,
wenn die DPF-Warnleuchte leuchtet. Wie-
derholte Unterbrechungen des Regenerie-
rungsvorgangs können jedoch zu einer
vorzeitigen Alterung des Motoröls führen.
Aus diesem Grund sollte gewartet wer-
den, bis das Symbol erlischt, bevor der
Motor ausgeschaltet wird. Den DPF-
Regenerierungsvorgang nicht bei angehal-
tenem Fahrzeug abschließen.
– Kontrollleuchte für Kollisionswarn-
system – je nach Ausstattung
Diese Kontrollleuchte leuchtet auf, um Sie
vor einem möglichen Frontalunfall zu war-
nen.
— Kontrollleuchte für Kollisionswarn-
system Aus – je nach Ausstattung
Diese Kontrollleuchte leuchtet auf, um anzu-
zeigen, dass das Kollisionswarnsystem aus-
geschaltet ist.
– Kontrollleuchte für Wegfahrsperren-
Funktionsstörung/elektrischer VPS-Alarm
Diese Warnleuchte leuchtet, wenn die Dieb-
stahlwarnanlage einen Einbruchversuch in
das Fahrzeug erkannt hat.
HINWEIS:
Wenn der Zündschalter in Stellung ON/RUN
(Ein/Start) gebracht wurde, leuchtet die Kon-
trollleuchte der Diebstahlwarnanlage mögli-
cherweise auf, wenn ein Problem mit dem
System erkannt wurde. Diese Störung führt
dazu, dass der Motor nach zwei Sekunden
abgeschaltet wird.
– Kontrollleuchte für niedrigen
Diesel Exhaust Emissions Additive AdBlue
(Harnstoff) – je nach Ausstattung
Die Kontrollleuchte für den Dieselabgas-
Zusatz AdBlue (Harnstoff) leuchtet auf, wenn
der AdBlue (Harnstoff)-Stand niedrig ist.
Befüllen Sie den AdBlue (Harnstoff)-Tank so
bald wie möglich mit mindestens 1,3 Gallo-
nen (5 Litern) AdBlue (Harnstoff).
Wenn die Betankung des Fahrzeugs bei einer
verbleibenden AdBlue (Harnstoff)-Reichweite
von Null erfolgt, müssen Sie vor dem Starten
des Fahrzeugs 2 Minuten warten.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in
„Start und Betrieb“.
– Nebelschlussleuchtenanzeiger –
je nach Ausstattung
Bei eingeschalteter Nebelschlussleuchte
leuchtet diese Leuchte auf.
KENNENLERNEN DER INSTRUMENTENTAFEL
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– Kontrollleuchte „Wasser im Kraft-
stoff“ – je nach Ausstattung
Die Kontrollleuchte „Wasser im Kraftstoff“
leuchtet auf, wenn Wasser im Kraftstofffilter
festgestellt wird. Wenn diese Leuchte einge-
schaltet bleibt, starten Sie das Fahrzeug
ERST DANN, wenn Sie das Wasser aus dem
Kraftstofffilter abgelassen haben, um einen
Motorschaden zu verhindern, und suchen Sie
einen Vertragshändler auf.
ACHTUNG!
Befindet sich Wasser im Kreislauf des
Kraftstoffsystems kann dies eine schwere
Beschädigung in der Einspritzanlage und
einen unregelmäßigen Motorbetrieb verur-
sachen. Wenn die Kontrollleuchte leuch-
tet, wenden Sie sich so schnell wie mög-
lich an einen Vertragshändler, der das
System auslesen kann. Wenn die oben
genannten Situationen sofort nach dem
Tankvorgang eintreffen, wurde eventuell
Wasser in den Tank gegeben: schalten Sie
den Motor sofort aus und wenden Sie sich
an einen Vertragshändler.
– Leuchte Vorglühen – je nach
Ausstattung
Diese Kontrollleuchte leuchtet etwa zwei
Sekunden lang auf, wenn die Zündung in die
Stellung RUN (Start) gestellt wurde. Die Kon-
trollleuchte kann beim Betriebszustand bei
kaltem Wetter länger aufleuchten. Das Fahr-
zeug kann erst gestartet werden, wenn keine
Kontrollleuchte mehr leuchtet.
Weitere Informationen hierzu finden Sie unter
„Anlassen des Motors“ in „Start und Betrieb“.
HINWEIS:
Die Vorglühkontrollleuchte leuchtet unter
Umständen nicht, wenn die Temperatur des
Ansaugkrümmers ausreichend hoch ist.
Grüne Kontrollleuchten
– Kontrollleuchte für aktiven
Geschwindigkeitsbegrenzer EINGESTELLT –
je nach Ausstattung mit einem Premium-
Kombiinstrument
Diese Kontrollleuchte leuchtet auf, wenn der
aktive Geschwindigkeitsbegrenzer einge-
schaltet ist und auf eine bestimmte Ge-
schwindigkeit eingestellt ist.Weitere Informationen hierzu finden Sie un-
ter „Aktiver Geschwindigkeitsbegrenzer – je
nach Ausstattung“ in „Start und Betrieb“.
– Kontrollleuchte für gesetzten Ab-
standstempomaten (ACC) ohne erkanntes
Ziel – je nach Ausstattung
Diese Leuchte zeigt an, wenn der Ab-
standstempomat eingeschaltet ist und kein
Zielfahrzeug erkannt wurde. Weitere Informa-
tionen hierzu finden Sie unter „Ab-
standstempomat (ACC) – je nach Ausstat-
tung“ in „Start und Betrieb“.
– Kontrollleuchte für gesetzten
Abstandstempomat (ACC) mit erkanntem
Ziel – je nach Ausstattung
Diese Leuchte zeigt an, wenn der Ab-
standstempomat eingestellt ist und ein vor-
ausfahrendes Fahrzeug erkannt wurde. Wei-
tere Informationen hierzu finden Sie unter
„Abstandstempomat (ACC) – je nach Aus-
stattung“ in „Start und Betrieb“.
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SICHERHEITSFUNKTIONEN
Antiblockiersystem (ABS)
Das Antiblockiersystem (ABS) verleiht Ihrem
Fahrzeug bei den meisten Bremssituationen
erhöhte Stabilität und Bremsleistung. Das Sys-
tem verhindert automatisch ein Blockieren der
Räder und verbessert die Kontrolle über das
Fahrzeug während des Bremsens.
Das ABS führt jedes Mal beim Starten des
Fahrzeugs und Fahren einen Selbsttest
durch, um die einwandfreie Funktion des
ABS-Systems sicherzustellen. Während die-
ses Selbsttests hören Sie möglicherweise ein
leichtes Klicken sowie ein Laufgeräusch des
Motors.
Während des Bremsens ist ABS aktiviert,
wenn das System eine beginnende Blockie-
rung eines oder mehrerer Räder erkennt.
Straßenbedingungen, wie zum Beispiel Eis,
Schnee, Schotter, Schwellen, Gleise, loser
Schmutz, oder Notbremsungen kann die
Wahrscheinlichkeit einer ABS-Aktivierung
erhöhen.Wenn sich ABS aktiviert, können Sie auch
Folgendes erleben:
• ABS-Motorgeräusch (er kann noch kurze
Zeit nach dem Bremsvorgang weiterlaufen)
• Klickende Geräusche der Magnetventile
• Pulsieren des Bremspedals
• Leichter Abfall des Bremspedals am Ende
eines Bremsvorgangs
Alle diese Erscheinungen gehören zur norma-
len Funktion des ABS.
WARNUNG!
• Das Antiblockiersystem (ABS) arbeitet
mit elektronischen Komponenten, die
empfindlich auf Störstrahlungen durch
falsch installierte oder leistungsstarke
Sendegeräte reagieren können. Solche
Störstrahlungen können den Ausfall der
ABS-Funktion verursachen. Die Installa-
tion eines solchen Systems muss von
qualifiziertem Fachpersonal durchge-
führt werden.
WARNUNG!
• Wenn Sie bei einem Antiblockiersystem
das Bremspedal „pumpen“, wird die
Bremsleistung verringert, was zu einem
Unfall führen kann. Durch Pumpen wird
der Bremsweg länger. Betätigen Sie das
Bremspedal kräftig, um das Fahrzeug
möglichst schnell zum Stillstand zu
bringen.
• Das ABS kann weder verhindern, dass
die Gesetze der Physik auf das Fahrzeug
wirken, noch kann es die Leistungsfä-
higkeit der Bremsen oder der Lenkung
über das durch den Zustand der Brem-
sen und Reifen des Fahrzeugs oder die
vorhandene Traktion vorgegebene Maß
hinaus erhöhen.
• Das ABS kann Zusammenstöße nicht
verhindern, vor allem nicht solche, die
durch überhöhte Geschwindigkeit in
Kurven, zu dichtes Auffahren auf vor-
ausfahrende Fahrzeuge oder Aquapla-
ning ausgelöst werden.
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WARNUNG!
• Die Möglichkeiten eines mit ABS ausge-
statteten Fahrzeugs dürfen niemals auf
leichtsinnige oder gefährliche Weise so
ausgenutzt werden, dass die Sicherheit
des Fahrers oder anderer Personen ge-
fährdet wird.
ABS funktioniert mit den OEM Reifen. Ände-
rungen können zu verminderter ABS-Leistung
führen.
ABS-Warnleuchte
Die gelbe ABS-Warnleuchte schaltet sich ein,
wenn sich die Zündung im Modus ON/RUN
(Ein/Start) befindet und kann bis zu vier
Sekunden lang leuchten.
Wenn die ABS-Warnleuchte eingeschaltet
bleibt oder während der Fahrt aufleuchtet,
weist dies darauf hin, dass der ABS-Teil der
Bremsanlage nicht funktioniert und dass eine
Wartung erforderlich ist. Allerdings arbeitet die
konventionelle Bremsanlage weiterhin normal,
wenn sich die „ABS-Warnleuchte“ einschaltet.
Leuchtet die ABS-Warnleuchte, muss das
Bremssystem so schnell wie möglich gewar-
tet werden, um die wichtige Funktion des
Antiblockiersystems wieder herzustellen.
Leuchtet die ABS-Warnleuchte nicht auf,
wenn die Zündung in den Modus ON/RUN
(Ein/Start) gebracht wird, muss die Leuchte
so schnell wie möglich ersetzt werden.
Elektronische Bremsregelung
Ihr Fahrzeug ist mit einer modernen elektro-
nischen Bremsregelung (EBC) ausgestattet.
Zu diesem System gehören: elektronische
Bremskraftverteilung (EBD), Antiblockiersys-
tem (ABS), Bremsassistent (BAS), Bergan-
fahrhilfe (HSA), Antriebsschlupfregelung
(ASR), Elektronisches Stabilitätsprogramm
(ESP) und elektronischer Wank- und Über-
rollschutz (ERM). Diese Systeme arbeiten
zusammen, um die Fahrzeugstabilität und
Beherrschbarkeit des Fahrzeugs unter den
verschiedensten Fahrbedingungen zu verbes-
sern.
Ihr Fahrzeug ist möglicherweise auch mit
Notbremsbereitschaft (RAB), Trockenbremsen
bei Regen (RBS), Anhänger-Schlingersta-
bilisierung (TSC), Bergabfahrhilfe (HDC) und
dynamischem Lenkungsdrehmoment (DST)
ausgestattet.
Antriebsschlupfregelung (ASR)
Die Antriebsschlupfregelung überwacht die
Stärke des Radschlupfs der angetriebenen
Räder. Wird Radschlupf bei einem Rad re-
gistriert, kann die Antriebsschlupfregelung
Bremsdruck auf das durchdrehende Rad an-
wenden und/oder die Fahrzeugleistung ver-
ringern, um für verbesserte Beschleunigung
und Stabilität zu sorgen. Eine Funktion der
Antriebsschlupfregelung (ASR), die Differen-
zialbremse (BLD), arbeitet ähnlich wie ein
Sperrdifferenzial und regelt den Radschlupf
auf einer angetriebenen Achse. Wenn sich
ein Rad einer angetriebenen Achse schneller
dreht als das andere, bremst das System das
durchdrehende Rad ab. Dadurch wird ein
höheres Fahrzeugdrehmoment an das nicht
durchdrehende Rad übertragen. BLD kann
auch dann aktiviert bleiben, wenn ASR und
ESP in einem reduzierten Modus sind.
SICHERHEIT
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Bremsassistent (BAS)
Der Bremsassistent soll das Bremsverhalten
des Fahrzeugs bei einer Notbremsung opti-
mieren. Das System erkennt die Situation
einer Notbremsung an der Geschwindigkeit
und der Kraft, mit der das Bremspedal betä-
tigt wird, und optimiert dann den Druck zu
den Bremsen. Der Bremsweg lässt sich auf
diese Weise einfach reduzieren. Der BAS er-
gänzt das Antiblockiersystem (ABS). Die ma-
ximale Unterstützung durch den Bremsassis-
tenten wird durch schnelles Betätigen der
Bremsen ausgelöst. Um die Wirkung des
Bremsassistenten voll zu nutzen, muss das
Bremspedal während des gesamten Brems-
vorgangs vollständig durchgetreten bleiben
(Bremspedal nicht „pumpen“). Verringern
Sie den Druck auf das Bremspedal erst dann,
wenn nicht mehr gebremst werden muss.
Sobald das Bremspedal losgelassen wird,
wird der Bremsassistent deaktiviert.
WARNUNG!
Der Bremsassistent (BAS) kann die auf
das Fahrzeug wirkenden physikalischen
WARNUNG!
Gesetze nicht außer Kraft setzen oder die
durch die vorherrschenden Straßenver-
hältnisse gegebene Traktion verbessern.
Der BAS kann Zusammenstöße nicht ver-
hindern, die unter anderem durch zu
schnelles Fahren in Kurven, auf rutschi-
gem Untergrund oder bei Aquaplaning
ausgelöst werden. Die Möglichkeiten eines
Fahrzeugs mit BAS dürfen niemals auf
leichtsinnige oder gefährliche Weise so
ausgenutzt werden, dass die Sicherheit
des Fahrers oder anderer Personen gefähr-
det wird.
Bremsanlage Warnleuchte
Die rote Bremsanlagen-Warnleuchte schaltet
sich ein, wenn sich die Zündung im Modus
ON/RUN (Ein/Start) befindet und kann bis zu
vier Sekunden lang leuchten.
Wenn die Bremsanlagen-Warnleuchte einge-
schaltet bleibt oder während der Fahrt auf-
leuchtet, weist dies darauf hin, dass die
Bremsanlage nicht ordnungsgemäß funktio-
niert und dass eine sofortige Wartung erfor-derlich ist. Leuchtet die Bremsanlagen-
Warnleuchte nicht auf, wenn die Zündung in
den Modus ON/RUN (Ein/Start) gebracht
wird, muss die Leuchte so schnell wie mög-
lich ersetzt werden.
Dynamisches Lenkungsdrehmoment (DST)
Das dynamische Lenkungsdrehmoment ist
eine Funktion des ESP-Steuergeräts und der
elektronischen Servolenkung (EPS), bei der
ein Drehmoment am Lenkrad bei bestimmten
Fahrbedingungen bereitgestellt wird, in de-
nen das ESP-Steuergerät eine Fahrzeuginsta-
bilität erkennt. Das am Lenkrad eingesetzte
Drehmoment hat nur die Aufgabe, dem Fah-
rer zu helfen, das optimale Lenkungsverhal-
ten zu erkennen, um die Fahrzeugstabilität
zu erreichen bzw. beizubehalten. Der einzige
Hinweis, durch den der Fahrer erkennt, dass
die Funktion aktiv ist, ist das auf das Lenkrad
übertragene Drehmoment.
HINWEIS:
Die DST-Funktion ist nur dazu gedacht, dem
Fahrer durch kleine auf das Lenkrad übertra-
gende Drehmomente zu helfen, die korrekte
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Lenkmaßnahme durchzuführen. Dies bedeu-
tet, dass die Wirksamkeit der DST-Funktion
von der Empfindlichkeit des Fahrers und der
Gesamtreaktion auf das angewandte Dreh-
moment abhängig ist. Es ist sehr wichtig zu
verstehen, dass mit dieser Funktion nicht das
Fahrzeug gelenkt wird, was bedeutet, dass
der Fahrer weiterhin für das Steuern des
Fahrzeugs verantwortlich ist.
Elektronische Bremskraftverteilung (EBD)
Diese Funktion steuert die Verteilung des
Bremsmoments zwischen den vorderen und
hinteren Achsen durch Begrenzen des Brems-
drucks für die Hinterachse. Dies geschieht, um
ein Schlupf der Hinterräder zu verhindern,
damit eine Instabilität des Fahrzeugs vermie-
den und verhindert wird, dass die Hinterachse
ABS vor der Vorderachse aktiviert.
Elektronischer Wank- und Überrollschutz
(ERM)
Durch Überwachung der Lenkradbewegun-
gen und der Fahrgeschwindigkeit erkennt
dieses System im Voraus, ob die Gefahr be-
steht, dass Räder vom Boden abheben unddas Fahrzeug sich überschlägt. Erkennt das
ERM-System, dass die Rate der Lenkwinkel-
änderungen und die Fahrgeschwindigkeit für
ein wahrscheinliches Abheben der Räder
ausreichen, bremst es das betreffende Rad
ab und verringert gegebenenfalls die Motor-
leistung, um diese Wahrscheinlichkeit zu ver-
ringern. Das ERM kann die Gefahr eines
Abhebens der Räder nur bei sehr heftigen
Fahr- und Ausweichmanövern verringern.
Kein Eingriff erfolgt, wenn die Räder auf-
grund anderer Faktoren abheben, z. B. bei
Fahrbahnunebenheiten, Überfahren des
Fahrbahnrands oder Aufprall auf Objekte
oder andere Fahrzeuge.
WARNUNG!
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Rad den
Bodenkontakt verliert oder ein Fahrzeug
sich überschlägt, hängt von vielen Fakto-
ren ab, etwa der Fahrzeugbeladung, dem
Fahrbahnzustand und den Fahrbedingun-
gen. Das ERM-System kann das Abheben
von Rädern oder das Überschlagen des
Fahrzeugs nicht in allen Fällen verhin-
WARNUNG!
dern, insbesondere nicht bei Verlassen der
Straße oder bei einem Unfall auf Gegen-
stände oder andere Fahrzeuge. Die Mög-
lichkeiten eines Fahrzeugs mit ERM
dürfen niemals auf leichtsinnige oder ge-
fährliche Weise so ausgenutzt werden,
dass die Sicherheit des Fahrers oder ande-
rer Personen gefährdet wird.
Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP)
Das ESP verbessert die Richtungsstabilität
des Fahrzeugs in unterschiedlichen Fahrzu-
ständen. Das ESP greift beim Über- oder
Untersteuern des Fahrzeugs durch Abbrem-
sen des entsprechenden Rades ein, um dem
Über- oder Untersteuern entgegenzuwirken.
Auch die Motorleistung wird begrenzt, um die
Richtungsstabilität des Fahrzeugs aufrecht
zu halten.
Das ESP ermittelt anhand der Werte der Sen-
soren im Fahrzeug den durch den Fahrer
vorgesehenen Fahrweg und vergleicht ihn mit
SICHERHEIT
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ESP-Betriebsarten
HINWEIS:
In Abhängigkeit vom Fahrzeugmodell und der
Betriebsart kann das ESP-Systemüber meh-
rere Betriebsarten verfügen.ESP Ein
Dies ist die normale Betriebsart für das ESP.
Bei jedem Anlassen des Motors ist das
ESP-System in dieser Betriebsart. Diese
Betriebsart sollte für die meisten Fahrbedin-
gungen verwendet werden. Alternative ESP-
Betriebsarten sollte nur aus besonderen
Gründen abgeschaltet werden, wie unten be-
schrieben.
Teilabschaltung
Die Teilabschaltung des ESP ist für Situatio-
nen vorgesehen, in denen ein eher sportlicher
Fahrstil gewünscht wird. Dieser Modus kann
ASR- und ESP-Schwellenwerte für die Akti-
vierung ändern, sodass mehr Radschlupf als
normalerweise zulässig ist. Dieser Modus
kann hilfreich sein, wenn das Fahrzeug ste-
cken bleibt.
Durch kurzes Drücken der Taste „ESC OFF“
(ESP Aus) erfolgt die Teilabschaltung des
ESP und die Kontrollleuchte „ESC OFF“
(ESP aus) leuchtet auf. Zum Wiedereinschal-
ten des ESP den Schalter „ESC OFF“ (ESP
Aus) erneut kurz drücken, die Kontroll-
leuchte „ESC OFF“ (ESP Aus) erlischt dann.HINWEIS:
Beim Fahren mit Schneeketten oder beim
Anfahren in tiefem Schnee, Sand oder Geröll
kann ein stärkerer Radschlupf erforderlich
sein. Dies kann durch kurzes Drücken der
Taste „ESC Off“ (ESP Aus) erreicht werden,
um in den Modus „Teilabschaltung“ zu wech-
seln. Sobald die Fahrsituation, die die Teil-
abschaltung des ESP erforderlich machte,
überwunden ist, ist das ESP durch kurze
Betätigung der Taste „ESC Off“ (ESP Aus)
wieder einzuschalten. Dies kann bei fahren-
dem Fahrzeug erfolgen.
WARNUNG!
• In der teilabgeschalteten Betriebsart ist
die Antriebsschlupfregelung des ESP
mit Ausnahme der im Abschnitt
„Antriebsschlupfregelung“ beschriebe-
nen Sperrdifferentialfunktion deakti-
viert, und die „Kontrollleuchte ESP
Aus“ leuchtet auf. In der teilabgeschal-
teten Betriebsart wird die Funktion zur
Verringerung der Motorleistung von der
Taste „ESC OFF“ (ESP AUS)
SICHERHEIT
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WARNUNG!
Antriebsschlupfregelung deaktiviert und
die erhöhte Fahrzeugstabilität durch das
ESP-System nicht mehr im vollen Um-
fang gewährleistet.
• Die Anhänger-Schlingerstabilisierung
(TSC) wird deaktiviert, wenn sich das
ESP-System im Modus „Teilabschal-
tung“ befindet.
Vollständiges Abschalten (nur bei Modellen mit
Allradantrieb)
Dieser Modus ist nur für Geländefahrten vor-
gesehen, bei denen das ESP die Manövrier-
barkeit des Fahrzeugs aufgrund der Gelände-
bedingungen behindert. Dieser Modus wird
durch fünf Sekunden langes Drücken des
Schalters „ESC Off“ (ESP Aus) bei stehen-
dem Fahrzeug und laufendem Motor eingege-
ben. Nach fünf Sekunden leuchtet die „Kon-
trollleuchte ESC OFF“ (ESP Aus) auf und in
der Kombiinstrumentanzeige erscheint die
Meldung „ESC Off“ (ESP Aus).In diesem Modus sind ESP und ASR mit
Ausnahme der im Abschnitt ASR beschriebe-
nen Sperrdifferenzialfunktion ausgeschaltet,
bis das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von
40 mph (64 km/h) erreicht. Bei 64 km/h
(40 mph) schaltet das System automatisch in
die oben beschriebene Teilabschaltung zu-
rück. Die Antriebsschlupfregelung (ASR)
bleibt ausgeschaltet. Verringert sich die
Fahrgeschwindigkeit auf unter 48 km/h
(30 mph), schaltet sich das ESP-System ab.
Das ESP ist bei niedrigen Fahrgeschwindig-
keiten deaktiviert, sodass es das Fahren im
Gelände nicht stört. Die Stabilisierungsfunk-
tion des ESP wird jedoch bei Geschwindig-
keiten über 40 mph (64 km/h) wieder voll-
ständig aktiviert. Die „Kontrollleuchte ESC
Off“ (ESC Aus) leuchtet bei abgeschaltetem
ESP ständig.
Zum Wiedereinschalten den Schalter „ESC
Off“ (ESP Aus) kurz betätigen. Dadurch wird
die normale ESP-Betriebsart „ESC On“ (ESP
ein) wiederhergestellt.HINWEIS:
Wenn der Gangwahlhebel aus einer beliebi-
gen Stellung in die Stellung PARK (Parken)
gebracht und dann aus der Stellung PARK
(Parken) verschoben wird, wird die Meldung
„ESC OFF“ (ESP aus) angezeigt, und ein
Warnsignal ertönt. Dies ist auch dann der
Fall, wenn die Meldung zuvor ausgeblendet
war.
WARNUNG!
Im Modus „Volle Abschaltung“ werden die
Motor-Drehmomentreduzierung und die
Stabilitätsfunktionen deaktiviert. Bei ei-
nem Notausweichmanöver wird das ESP-
System nicht aktiviert, um zur Beibehal-
tung der Stabilität beizutragen. Der
abgeschaltete ESP-Modus ist nur für den
Einsatz abseits öffentlicher Straßen oder
im Geländebetrieb gedacht.
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