abs Seat Leon 5D 2012 Betriebsanleitung (in German)
[x] Cancel search | Manufacturer: SEAT, Model Year: 2012, Model line: Leon 5D, Model: Seat Leon 5D 2012Pages: 301, PDF-Größe: 3.88 MB
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176Fahrerassistenzsysteme
Kontrollleuchten
blinkt oder
leuchtetMögliche UrsacheAbhilfe
(gelb)Spurhalteassistent ak-
tiv, aber nicht verfüg-
bar.Das System kann die Fahrspur nicht
eindeutig erkennen. Siehe
Seite 176, Spurhalteassistent ist
nicht verfügbar (die Kontrollleuchte
leuchtet gelb).
(grün)Spurhalteassistent ak-
tiv und verfügbar._
Beim Einschalten der Zündung leuchten einige Warn- und Kontrollleuchten
zur Funktionsprüfung kurz auf. Sie verlöschen nach wenigen Sekunden.
ACHTUNG
Das Missachten aufleuchtender Warnleuchten und Textmeldungen kann
zum Liegenbleiben im Straßenverkehr, zu Unfällen und schweren Verlet-
zungen führen.
● Missachten Sie niemals aufleuchtende Warnleuchten und Textmel-
dungen.
● Fahrzeug anhalten, sobald es möglich und sicher ist.
Hinweis
Das Missachten aufleuchtender Kontrollleuchten und Textmeldungen kann
zu Fahrzeugbeschädigungen führen. Betriebsart
Abb. 99 An der Front-
scheibe: Kamerasicht-
fenster des Spurhalteas-
sistenten.
Mit einer Kamera an der Frontscheibe erkennt der Spurhalteassistent mögli-
che Begrenzungslinien der Fahrspur. Wenn sich das Fahrzeug unbeabsich-
tigt einer erkannten Begrenzungslinie nähert, warnt das System den Fahrer
durch einen korrigierenden Lenkeingriff. Der korrigierende Lenkeingriff kann
jederzeit übersteuert werden.
Bei eingeschaltetem Blinker erfolgt keine Warnung, da der Spurhalteassis-
tent einen beabsichtigten Spurwechsel annimmt.
Lenkradvibration
Folgende Situationen führen zu einer Vibration des Lenkrads und erfordern
eine aktive Übernahme der Lenkung durch den Fahrer:
● Wenn die systembedingten Grenzen erreicht sind.
● Wenn das maximale Lenkmoment beim korrigierenden Lenkeingriff nicht
ausreicht, um das Fahrzeug in der Fahrspur zu halten.
● Wenn während des korrigierenden Lenkeingriffs vom System keine Fahr-
spur mehr erkannt wird.
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Fahrerassistenzsysteme
Spurhalteassistent ein- oder ausschalten
● Durch Drücken der Taste Assistenten im Blinkerhebel oder durch Aufru-
fen des Assistenten-Menüs im Kombi-Instrument mithilfe des Multifunkti-
onslenkrads ⇒ Seite 77.
● ODER: Das Ein-/Ausschalten der Funktion mit der Taste OK
im Lenkrad
bestätigen ⇒ Seite 77.
● Die Funktion Zentrale Spurführung wird im System Easy Connect über die
Taste CAR
und die Funktionstaste Setup ein-/ausgeschaltet
⇒ Seite 79.
Selbstabschaltung: Der Spurhalteassistent kann sich selbstständig ab-
schalten, falls eine Systemstörung vorliegt. Die Kontrollleuchte verlischt.
Funktion „Hands-Off“
● Wenn der Fahrer ca. 10 bis 12 Sekunden in keiner Weise das Lenkrad
betätigt, schaltet sich die Funktion aus.
● Das Kombi-Instrument gibt ein akustisches und ein optisches Signal
aus.
● 2 Sekunden nach dem Hinweis schaltet sich die Funktion aus.
Spurhalteassistent ist aktiv, aber nicht verfügbar (die Kontrollleuchte
leuchtet gelb):
● Wenn die Fahrgeschwindigkeit weniger als etwa 65 km/h (38 mph) be-
trägt.
● Wenn der Spurhalteassistent die Fahrspurbegrenzungslinien der Fahr-
bahn nicht erkennt. Beispielsweise bei Baustellenmarkierungen oder bei
Schnee, Schmutz, Nässe oder Gegenlicht.
● Wenn der Kurvenradius zu eng ist.
● Wenn keine Fahrbahnmarkierung vorhanden ist.
● Wenn der Abstand zur nächsten Fahrbahnmarkierung zu groß ist.
● Wenn das System längere Zeit keine deutliche aktive Lenkbewegung des
Fahrers erkennt.
● Vorübergehend bei sehr dynamischer Fahrweise.
● Wenn der Blinker eingeschaltet ist.
● Wenn die Stabilisierungskontrolle ESC auf Sport-Modus gestellt ist.
Hinweis
● Vor Fahrtantritt prüfen, dass das Kamerasichtfenster nicht abgedeckt ist
⇒ Abb. 99.
● Das Kamerasichtfenster stets sauber halten.
Spurhalteassistent in folgenden Situationen ausschalten:
In folgenden Situationen Spurhalteassistent aufgrund der Grenzen des Sys-
tems ausschalten:
● Wenn eine höhere Aufmerksamkeit des Fahrers gefordert ist.
● Bei sportlicher Fahrweise.
● Bei ungünstigen Wetterbedingungen.
● Bei schlechten Straßen.
● In Baustellenbereichen.
Hinweis
Der Spurhalteassistent schaltet sich bei einer Geschwindigkeit unter 60 km/
h ab.
SEAT Fahrmodi (SEAT Drive Mode)* Einleitung
Im SEAT Drive Mode können Sie zwischen vier Profilen oder Modi wählen:normal, sport, eco und individual. Je nach gewähltem Modus werden einige Funktionen unterschiedlich ausgeführt, was Auswirkungen auf das Fahrer-
lebnis hat.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
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Fahrerassistenzsysteme
FahrprofilMerkmale
EcoSorgt für einen besonders geringen Kraftstoffverbrauch und
fördert auf diese Weise eine sparsame und umweltschonen-
de Fahrweise.
Individual
Ermöglicht die Änderungen einiger Konfigurationseinstellun-
gen durch Drücken der Taste Profileinstellungen. Welche
Funktionen Sie einstellen können, ist abhängig von Ihrer
Fahrzeugausstattung.
ACHTUNG
Achten Sie auf das Verkehrsgeschehen, wenn Sie den SEAT Drive Mode,
bedienen – Unfallgefahr!
Hinweis
● Beim Anlassen befindet sich das Fahrzeug in demselben Fahrmodus wie
beim Abstellen.
● Ein Moduswechsel kann zu veränderten Fahreigenschaften führen. Die
Funktion SEAT Drive Mode lässt keinerlei Einstellungen zu, die Auswirkun-
gen auf die Sicherheit des Fahrzeugs haben.
● Geschwindigkeit und Fahrweise sind stets an die Sicht, die Wetterver-
hältnisse und das Verkehrsaufkommen anzupassen.
● Im Modus eco kann kein Anhänger mitgeführt werden.
Müdigkeitserkennung (Pausenempfehlung)* Einleitung
Die Müdigkeitserkennung informiert den Fahrer, wenn dessen Fahrverhalten
auf Müdigkeit schließen lässt. Ergänzende Informationen und Warnhinweise:
●
System Easy Connect ⇒ Seite 79
● Zubehör, Teileersatz, Reparaturen und Änderungen (Gespeicherte Infor-
mationen in den Steuergeräten) ⇒ Seite 239
ACHTUNG
Das erhöhte Komfortangebot durch die Müdigkeitserkennung darf nicht
dazu verleiten, ein Risiko einzugehen. Bei längeren Fahrten regelmäßige
und ausreichend lange Pausen einlegen.
● Die Verantwortung für die eigene Fahrtüchtigkeit liegt immer beim
Fahrer.
● Niemals im ermüdeten Zustand ein Fahrzeug führen.
● Das System erkennt eine Müdigkeit des Fahrers nicht unter allen Um-
ständen. Weitere Informationen erhalten Sie unter ⇒ Seite 180, Funkti-
onseinschränkungen.
● Das System kann in einigen Situationen ein gewolltes Fahrmanöver
fälschlicherweise als Müdigkeit des Fahrers interpretieren.
● Es erfolgt keine Akutwarnung bei so genanntem „Sekundenschlaf“!
● Auf Anzeigen im Display des Kombi-Instruments achten und entspre-
chend der Aufforderungen handeln.
Hinweis
● Die Müdigkeitserkennung ist nur für das Fahren auf Autobahnen und gut
ausgebauten Straßen entwickelt worden.
● Bei einer Störung des Systems Fachbetrieb aufsuchen und System prü-
fen lassen.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
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Fahrerassistenzsysteme
Hinweis
● Wenn bei eingeschalteter Zündung ein zu geringer Reifenfülldruck er-
kannt wird, ertönt eine akustische Warnung. Bei einer Systemstörung ertönt
kein akustisches Warnsignal.
● Das Fahren auf unbefestigten Straßen für einen längeren Zeitraum oder
eine sportliche Fahrweise kann das TPMS vorübergehend deaktivieren. Die
Kontrollleuchte zeigt eine Funktionsstörung an, verlischt jedoch, wenn sich
die Straßenverhältnisse oder die Fahrweise ändern.
Reifenkontrollanzeige
Abb. 102 Handschuh-
fach: Schalter Reifenkon-
trollanzeige
Die Reifenkontrollanzeige vergleicht mithilfe der ABS-Sensoren unter ande-
rem die Drehzahl und somit den Abrollumfang der einzelnen Räder. Eine
Veränderung des Abrollumfangs an einem oder mehrerer Räder wird durch
die Reifenkontrollanzeige im Kombi-Instrument angezeigt.
Veränderungen des Abrollumfangs
Der Abrollumfang des Reifens kann sich verändern: ●
Wenn der Reifenfülldruck manuell verändert wurde.
● Wenn der Reifenfülldruck zu gering ist.
● Wenn der Reifen Strukturschäden hat.
● Wenn das Fahrzeug einseitig belastet ist.
● Wenn die Räder einer Achse stärker belastet sind, z. B. bei hoher Zula-
dung.
● Wenn Schneeketten montiert sind.
● Wenn ein Notrad montiert ist.
● Wenn ein Rad pro Achse gewechselt wurde.
Die Reifenkontrollanzeige kann unter bestimmten Bedingungen verzö-
gert oder gar nichts anzeigen, z. B. bei sportlicher Fahrweise, auf winterli-
chen oder unbefestigten Straßen oder beim Fahren mit Schneeketten.
Reifenkontrollanzeige kalibrieren
Nach Änderung der Reifenfülldrücke oder nach Wechsel eines oder mehrerer
Räder muss die Reifenkontrollanzeige neu kalibriert werden. Das gilt auch
nach dem Tausch der Räder, z. B. von vorn nach hinten.
● Schalten Sie die Zündung ein.
● Speichern Sie den neuen Reifenfülldruck im System Easy Connect mit
der Taste
und der Funktionstaste Setup ⇒
Seite 80 oder mit dem Schal-
ter im Handschuhfach* ⇒ Abb. 102.
Das System kalibriert sich im normalen Fahrbetrieb selbstständig auf die
vom Fahrer eingefüllten Reifendrücke und die montierten Reifen. Nach einer
längeren Fahrt mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten werden die ange-
lernten Werte übernommen und überwacht.
Bei hoher Belastung der Reifen, z. B. auf Grund von schwerem Ladegut,
muss der Reifenfülldruck vor der Kalibrierung auf den empfohlenen Gesamt-
fülldruck erhöht werden ⇒ Seite 276.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
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184Fahrerassistenzsysteme
Hinweis
● Die Reifenkontrollanzeige funktioniert nicht, wenn das ESC bzw. ABS ei-
ne Störung hat ⇒ Seite 189.
● Bei Schneekettenbetrieb kann es zu einer Fehlanzeige kommen, weil die
Schneeketten den Radumfang vergrößern.
Einparkhilfe Benutzerhinweise
Je nach Fahrzeugausstattung werden Sie durch verschiedene Einparkhilfen
beim Einparken und Rangieren unterstützt.
Die Einparkhilfe hinten ist eine akustische Einparkhilfe, die Sie vor Hinder-
nissen hinter dem Fahrzeug warnt ⇒ Seite 185.
Die Einparkhilfe plus unterstützt Sie beim Einparken, indem sie erkannte
Hindernisse vor und hinter dem Fahrzeug akustisch und optisch anzeigt
⇒ Seite 185.
ACHTUNG
● Achten Sie stets - auch durch direkten Blick - auf das Verkehrsgesche-
hen und das Fahrzeugumfeld. Die Systeme können die Aufmerksamkeit
des Fahrers nicht ersetzen. Die Verantwortung beim Einparken, Auspar-
ken oder ähnlichen Fahrmanövern liegt stets beim Fahrer.
● Beachten Sie, dass bestimmte Oberflächen wie z. B. Bekleidungsstof-
fe vom System nicht erkannt oder dargestellt werden: Unfallgefahr!
ACHTUNG (Fortsetzung)
● Sensoren und Kameras haben tote Bereiche, in denen Personen oder
Objekte nicht erfasst werden. Achten Sie insbesondere auf Kinder und
Tiere – Unfallgefahr!
● Halten Sie jederzeit die Umgebung des Fahrzeugs im Blick: benutzen
Sie auch die Spiegel.
VORSICHT
● Bestimmte Objekte werden unter Umständen vom System nicht erkannt
oder dargestellt:
–Objekte wie z. B. Absperrketten, Anhängerdeichseln, Stangen oder
Zäune
– Objekte oberhalb der Sensoren wie z. B. Wandvorsprünge
– Objekte mit bestimmten Oberflächen oder Strukturen, wie z. B. Ma-
schendrahtzäune oder Pulverschnee
● Wenn sich Ihr Fahrzeug niedrigen Hindernissen nähert, können diese
aus dem Messbereich verschwinden. Beachten Sie, dass vor diesen Hinder-
nissen nicht mehr gewarnt wird.
● Stöße oder Beschädigungen am Kühlergrill, Stoßfänger, Radlauf und Un-
terboden können die Sensoren verstellen. Dadurch können die Einparkhil-
fen beeinträchtigt werden. Funktion bei einem Fachbetrieb prüfen lassen.
Hinweis
● In bestimmten Situationen kann das System warnen, obwohl sich kein
Hindernis im Erfassungsbereich befindet, wie z. B.:
–bei bestimmten Fahrbahnoberflächen oder bei langen Gräsern.
– bei externen Ultraschallquellen wie z. B. bei Reinigungsfahrzeugen.
– bei starkem Regen, Schnee oder bei starken Fahrzeugabgasen.
● Um sich mit dem System vertraut zu machen, empfehlen wir Ihnen, das
Parken an einem verkehrsberuhigten Ort oder Parkplatz zu üben. Es sollten
dabei gute Licht- und Witterungsverhältnisse herrschen.
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Fahrerassistenzsysteme
● Sie können die Lautstärke und die Tonhöhe der Signale sowie die Anzei-
ge ändern ⇒ Seite 187.
● Bei Fahrzeugen ohne Fahrerinformationssystem können Sie diese Para-
meter von einem SEAT Betrieb bzw. Fachbetrieb ändern lassen.
● Beachten Sie die Hinweise zum Fahren mit Anhänger ⇒ Seite 188.
● Die Anzeige im Display von Easy Connect erscheint etwas zeitverzögert.
● Damit die Einparkhilfe funktionieren kann, müssen die Sensoren sau-
ber, schnee- und eisfrei gehalten werden.
Einparkhilfe hinten*
Die Einparkhilfe hinten ist eine akustische Einparkhilfe.
Beschreibung
Im hinteren Stoßfänger befinden sich Sensoren. Wenn diese ein Hindernis
erkennen, werden Sie durch akustische Signale darauf hingewiesen.
Achten Sie darauf, dass die Sensoren nicht durch Aufkleber, Ablagerungen
oder ähnliches verdeckt werden, da diese die Funktion des Systems beein-
trächtigen können. Hinweise zur Reinigung ⇒ Seite 206.
Der Darstellungsbereich beginnt etwa bei:
hintenseitlich0,90 mMitte1,60 m
Je näher Sie dem Hindernis kommen, desto kürzer wird der zeitliche Ab-
stand zwischen den akustischen Signalen. Bei einem Abstand von ca. 0,30
m ist das Signal dauerhaft: Fahren Sie nicht weiter vor bzw. zurück ⇒
in
Benutzerhinweise auf Seite 184, ⇒ in Benutzerhinweise auf Seite 184 !
Bleibt der Abstand zu einem Hindernis konstant, wird die Lautstärke der Ab-
standswarnung nach etwa vier Sekunden allmählich abgesenkt (betrifft
nicht den Dauertonbereich). Einschalten
Die Einparkhilfe wird beim Einlegen des Rückwärtsgangs automatisch ein-
geschaltet. Ein kurzer Quittierton ertönt.
Einparkhilfe plus*
Die Einparkhilfe plus unterstützt Sie akustisch und optisch
beim Einparken.
Abb. 103 Darstellungs-
bereiche
Im vorderen und hinteren Stoßfänger befinden sich Sensoren. Wenn diese
ein Hindernis erkennen, werden Sie durch akustische und optische Signale
darauf hingewiesen.
Achten Sie darauf, dass die Sensoren nicht durch Aufkleber, Ablagerungen
oder ähnliches verdeckt werden, da diese die Funktion des Systems beein-
trächtigen können. Hinweise zur Reinigung ⇒ Seite 206.
Der Darstellungsbereich beginnt etwa bei:
A1,20 mB0,90 m
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
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186Fahrerassistenzsysteme
C1,60 mD0,90 m
Je näher Sie dem Hindernis kommen, desto kürzer wird der zeitliche Ab-
stand zwischen den akustischen Signalen.
Bleibt der Abstand zu einem Hindernis konstant, wird die Lautstärke der Ab-
standswarnung nach etwa vier Sekunden allmählich abgesenkt (betrifft
nicht den Dauertonbereich).
Ein-/ausschalten
Abb. 104 Mittelkonsole:
Taste für Einparkhilfe
Einschalten
– Legen Sie den Rückwärtsgang ein oder –
Drücken Sie die Taste in der Mittelkonsole ⇒ Abb. 104. Ein
kurzer Quittierton ertönt und das Symbol in der Taste leuchtet
gelb.
Ausschalten
– Fahren Sie schneller als 10 km/h vorwärts oder
– Drücken Sie die Taste oder
– Schalten Sie die Zündung aus.
Segmente in der optischen Anzeige
Mit Hilfe der Segmente um das Fahrzeug können Sie die Entfernung zu ei-
nem Hindernis abschätzen. Bei bestimmten Ausstattungen (Radio Stan-
dard) markieren die gelben Linien* je nach Lenkeinschlag den zu erwarten-
den Fahrweg. Ein weißes Segment zeigt ein erkanntes Hindernis an, das
sich außerhalb des Fahrwegs befindet. Rote Segmente stellen erkannte Hin-
dernisse in ihrem Fahrweg dar. Je näher Ihr Fahrzeug einem Hindernis
kommt, um so näher rücken die Segmente an das Fahrzeug. Spätestens,
wenn das vorletzte Segment angezeigt wird, ist der Kollisionsbereich er-
reicht. Im Kollisionsbereich werden Hindernisse - auch außerhalb des Fahr-
wegs - rot dargestellt. Fahren Sie nicht weiter vor bzw. zurück ⇒
in Benut-
zerhinweise auf Seite 184, ⇒ in Benutzerhinweise auf Seite 184 !
Automatische Einschaltung 1)
Beim automatischen Einschalten der Einparkhilfe (ParkPilot) erscheint ein
Miniatursymbol im linken Display-Bereich.
Das automatische Einschalten bei langsamer Annäherung an ein Hindernis
vor dem Fahrzeug funktioniert immer nur dann, wenn die Geschwindigkeit
erstmalig unter 10 km/h (6 mph) sinkt. Wenn Sie die Einparkhilfe über die
Taste ausschalten, müssen Sie zur automatischen Wiedereinschaltung
eine der folgenden Aktionen durchführen:
1)
Nur bei bestimmter Ausstattung verfügbar.
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188Fahrerassistenzsysteme
Einparkhilfe plus*
Bei einem defekten Sensor wird im Display von Easy Connect das Symbol
vor/hinter dem Fahrzeug angezeigt. Wenn ein Sensor hinten defekt ist,
werden nur noch Hindernisse im Bereich A
und B ⇒ Abb. 103 angezeigt.
Wenn ein Sensor vorn defekt ist, werden nur noch Hindernisse im Bereich C
und D angezeigt.
Lassen Sie die Störung möglichst bald in einer Fachwerkstatt beheben.
Anhängevorrichtung
Bei belegter Anhängersteckdose sind die hinteren Sensoren der Einparkhil-
fe beim Einlegen des Rückwärtsgangs oder beim Drücken der Taste nicht
aktiviert. Bei nicht werkseitiger Anhängevorrichtung ist diese Funktion mög-
licherweise nicht gewährleistet. Dadurch treten folgende Einschränkungen
auf:
Einparkhilfe plus*
Es erfolgt hinten keine Abstandswarnung. Die Überwachung des vorderen
Umfelds bleibt aktiv. Die optische Anzeige schaltet auf Anhängerbetrieb
um.
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Intelligente Technik
Rat und Tat
Intelligente Technik
Elektronische Stabilisierungskontrolle (ESC)
Beschreibung
Die ESC trägt zur Fahrsicherheit bei. Sie reduziert die Schleudergefahr und
verbessert die Fahrstabilität. Fahrdynamische Grenzsituationen wie z. B.
Übersteuern und Untersteuern des Fahrzeugs oder Durchdrehen der An-
triebsräder werden von der ESC erkannt. Durch gezielte Bremseingriffe oder
eine Reduzierung des Motordrehmoments wird das Fahrzeug stabilisiert.
Sobald die ESC regelnd eingreift, blinkt die Kontrollleuchte im Kombi-In-
strument.
In die ESC sind das Antiblockiersystem (ABS), der Bremsassistent, die An-
triebsschlupfregelung (ASR), die Elektronische Differenzialsperre (EDS), die
automatische elektronische Sperre*, die Radselektive Momentensteue-
rung* und die Gespannstabilisierung* integriert. Die ESC unterstützt die
Stabilisierung des Fahrzeugs zusätzlich über eine Änderung des Lenkmo-
ments.
Antiblockiersystem (ABS)
Das ABS verhindert ein Blockieren der Räder beim Bremsen bis kurz vor
Fahrzeugstillstand. Dadurch bleibt das Fahrzeug auch bei einer Vollbrem-
sung lenkbar. Treten Sie das Bremspedal ohne Unterbrechung – nicht pum-
pen! Das ABS macht sich durch ein Pulsieren des Bremspedals bemerkbar.
Bremsassistent
Der Bremsassistent kann den Bremsweg reduzieren. Die Bremskraft wird
verstärkt, wenn der Fahrer in Notbremssituationen schnell auf das Bremspe- dal tritt. Dabei muss das Bremspedal so lange betätigt werden, bis die Ge-
fahrensituation vorüber ist.
Antriebsschlupfregelung (ASR)
Die ASR verringert die Antriebskraft des Motors bei durchdrehenden Rädern
und passt die Antriebskraft den Fahrbahnverhältnissen an. Dadurch wird
das Anfahren, Beschleunigen und Bergauffahren erleichtert.
Elektronische Differenzialsperre (EDS)
EDS bremst ein durchdrehendes Rad ab und überträgt die Antriebskraft auf
das andere Antriebsrad. Diese Funktion steht bis zu einer Geschwindigkeit
von etwa 100 km/h zur Verfügung.
Damit die Scheibenbremse des abgebremsten Rads nicht überhitzt, schaltet
sich die EDS bei ungewöhnlich starker Beanspruchung automatisch aus.
Das Fahrzeug bleibt weiterhin betriebsfähig. Sobald die Bremse abgekühlt
ist, schaltet sich die EDS automatisch wieder ein.
Gespannstabilisierung*
Wenn Sie ein Fahrzeug mit Anhänger fahren, gilt Folgendes: Das Gespann
aus Zugfahrzeug und Anhänger tendiert generell zu Pendelbewegungen.
Werden Pendelbewegungen vom Anhänger auf das Zugfahrzeug übertragen
und vom ESC erkannt, so wird das Zugfahrzeug innerhalb der Systemgren-
zen automatisch von ESC verzögert und das Gespann stabilisiert sich. Die
Gespannstabilisierung ist nicht für alle Länderausführungen verfügbar.
Automatische elektronische Sperre*/Radselektive Momentensteuerung*
Bei Kurvenfahrten greift eine automatische elektronische Sperre ein. Das
kurveninnere Vorderrad bzw. die kurveninneren Räder werden nach Bedarf
gezielt abgebremst. Dadurch wird im Antriebsfall das Schieben über die
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten
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190Intelligente Technik
Vorderräder minimiert und Kurven können präziser und neutraler durchfah-
ren werden. Bei Nässe und Schnee greift das jeweilige System unter Um-
ständen nicht ein.
Multikollisionsbremse
Die Multikollisionsbremse kann den Fahrer beim Unfall unterstützen, die
Schleudergefahr und die Gefahr weiterer Kollisionen während des Unfalls
durch eine automatisch eingeleitete Bremsung zu reduzieren.
Die Multikollisionsbremse funktioniert bei Kollisionen vorn, seitlich und hin-
ten, wenn die Steuerung des Airbag-Systems die Aktivierung feststellt und
der Unfall bei einer Geschwindigkeit von mehr als 10 km/h passiert. Die
ESC bremst das Fahrzeug automatisch ab, sofern durch den Unfall nicht die
ESC selbst, die Bremshydraulik oder das Bordnetz beschädigt wurden.
Folgende Aktivitäten übersteuern beim Unfall die automatische Bremsung:
● Wenn der Fahrer das Gaspedal tritt. Es erfolgt kein automatisches Ab-
bremsen.
● Wenn der Bremsdruck durch das getretene Bremspedal stärker ist, als
der vom System eingeleitete Bremsdruck. Das Fahrzeug wird manuell ge-
bremst.
● Wenn das ESC gestört ist, steht die Multikollisionsbremsung nicht zur
Verfügung.
ACHTUNG
● Auch ESC, ABS, ASR EDS, automatische elektronische Sperre bzw.
radselektive Momentensteuerung können die physikalisch vorgegebenen
Grenzen nicht überwinden. Dies ist insbesondere bei glatter oder nasser
Fahrbahn zu bedenken. Wenn die Systeme in den Regelbereich kommen,
sollten Sie die Geschwindigkeit sofort den Fahrbahn- und Verkehrsver-
hältnissen anpassen. Die erhöhte Anzahl an Sicherheitssystemen darf
Sie nicht dazu verleiten, Risiken einzugehen. Sonst besteht Unfallgefahr!
● Bitte beachten Sie, dass sich das Unfallrisiko durch schnelles Fahren,
besonders in den Kurven und bei glatter oder nasser Fahrbahn, sowie
durch zu dichtes Auffahren erhöht. Unfälle können auch durch ESC, ABS,
Bremsassistenten, EDS, automatische elektronische Sperre bzw. radse-
lektive Momentensteuerung und ASR nicht verhindert werden: Unfallge-
fahr!
● Beim Beschleunigen auf gleichmäßig glatter Fahrbahn, z. B. bei Eis
und Schnee, geben Sie bitte vorsichtig Gas. Die Antriebsräder können
trotz der eingebauten Regelsysteme durchdrehen und dadurch die Fahr-
stabilität beeinflussen: Unfallgefahr!
Hinweis
● Nur wenn alle vier Räder gleich bereift sind, können ABS und ASR stö-
rungsfrei arbeiten. Unterschiedliche Abrollumfänge der Reifen können zu ei-
ner unerwünschten Reduzierung der Motorleistung führen.
● Bei Regelvorgängen der beschriebenen Systeme können Betriebsgeräu-
sche auftreten.
● Wenn die Kontrollleuchte oder erscheint, kann auch eine Störung
vorliegen ⇒ Seite 69.