ABS Lancia Ypsilon 2003 Betriebsanleitung (in German)
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Es empfiehlt sich in der Einfahr-
zeit dem Fahrzeug nicht seine
Höchstleistungen abzuverlangen
(z.B. brüske Beschleunigungen, ex-
trem lange Fahrstrecken bei höch-
ster Drehzahl, extrem starke
Bremsungen usw.).ABSTELLEN DES MOTORS
Den Zündschlüssel bei mit Leer-
laufdrehzahl drehendem Motor in die
StellungSTOPdrehen.
Berücksichtigen Sie, dass
bei stehendem Motor die
Brems- und Lenkhilfe
nicht funktionieren; deshalb ist
am Bremspedal und am Lenkrad
bedeutend mehr Kraft aufzuwen-
den.
Das Anlassen durch An-
schieben, Anschleppen
oder durch Ausnutzen von
Gefällen ist absolut zu vermeiden.
Bei solchen Methoden kann Kraft-
stoff in den Katalysator gelangen
und ihn irreparabel beschädigen.
WIE SOLL DER SOEBEN
ANGELASSENE MOTOR
ERWÄRMT WERDEN
ANLASSEN DURCH
ANSCHLEPPEN,
ANSCHIEBEN, USW.
Das Anlassen durch Anschieben,
Anschleppen oder durch Ausnut-
zen von Gefällen ist absolut zu ver-
meiden. Bei solchen Methoden
kann Kraftstoff in den Katalysator
gelangen und ihn irreparabel be-
schädigen.
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HANDBREMSE
Der Handbremshebel befindet sich
zwischen den Vordersitzen.
Beim Betätigen der Handbremse, den
Hebel vollständig nach oben ziehen,
bis das Fahrzeug vollständig blockiert
ist. Auf ebenem Boden genügen meist
drei oder vier Rasten des Hebels; auf
abschüssigem Boden und beladenem
Fahrzeug können auch sieben oder
acht Rasten erforderlich sein.
ZUR BEACHTUNG Anderenfalls
sich für die Einstellung an das LAN-
CIA-Kundendienstnetzwenden.
Bei gezogener Handbremse und
Zündschlüssel auf MARbrennt an
der Instrumententafel die Kontroll-
leuchtex.Zum Lösen der Handbremse:
1)Hebel etwas hochziehen und
KnopfA (Abb. 1)drücken.
2)Hebel bei gedrücktem Knopf
nach unten schieben. Die Kontroll-
leuchtexerlischt.
3)Um unvorhergesehene Bewegun-
gen des Fahrzeugs zu verhindern, ist
die Bedienung bei gedrücktem Brems-
pedal vorzunehmen.Berücksichtigen Sie, dass bei ste-
hendem Motor die Brems- und
Lenkhilfe nicht funktionieren;
deshalb ist am Bremspedal und
am Lenkrad bedeutend mehr
Kraft aufzuwenden.
ABSTELLEN DES
MOTORS
Den Zündschlüssel bei mit
Leerlaufdrehzahl drehendem Motor in
die Stellung STOPdrehen.
Abb. 1
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AN DER
TANKSTELLE
KRAFTSTOFF
Die Mindest-Oktanzahl ROZ des
verwendeten Benzins darf nicht ge-
ringer als 95 sein.
Fassungsvermögen des Kraftstoff-
behälters: 45 Liter, einschließlich Re-
serve von 5÷8 Litern.Nie, auch nicht in Notfäl-
len und in geringen Men-
gen, verbleites Benzin in
den Tank einfüllen. Sie würden
dadurch den Katalysator irrepa-
rabel beschädigen.
MOTORÖL
Kontrolle des Niveaus: Siehe Kapi-
tel “Wartung des Fahrzeugs”.
Der Abstand zwischen MINund
MAXam Meßstab entspricht zirka
1 Liter Öl.
Bei Temperaturen bis –25 °C das Öl
SAE 10W-40 verwenden.
Bei Temperaturen unter –20°C wird
das Produkt SELENIA PERFOR-
MERSAE 5W-30 empfohlen.Für die anderen Daten beziehe man
sich auf das Kapitel “Technische
Merkmale”.
ZÜNDKERZEN
Versionen 1.2:
– Champion ................... RC10YCC
– NGK ............................. BKR5EZ
Versionen 1.2
16V:
– NGK ......................... DCPR8E-N
MOTORKÜHLMITTEL
Mit einer Mischung bestehend aus je
50% Wasser und PARAFLU
11nach-
füllen. Für weitere Daten im Kapitel
“Technische Merkmale” nachschla-
gen.
Der unwirksame Kataly-
sator bewirkt den Ausstoß
von Schadstoffen und be-
lastet folglich die Umwelt.
Abb. 3
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SICHERES FAHREN
Bei der Konstruktion des Lancia Y
hat Lancia mit äußerster Sorgfalt ge-
arbeitet, um ein Fahrzeug zu ver-
wirklichen, das den Insassen ein Ma-
ximum an Sicherheit gewährleistet.
Trotzdem spielt das Verhalten des
Fahrers, was die Fahrsicherheit an-
belangt, immer eine entscheidende
Rolle.
Anschließend finden Sie einige ein-
fache Regeln für das Fahren unter
verschiedenen Bedingungen. Viele
von ihnen werden Ihnen bereits be-
kannt sein; jedoch alles mit Aufmerk-
samkeit lesen, wird auf jeden Fall
nützlich sein.BEVOR SIE MIT DEM
FAHRZEUG STARTEN
– Lichter und Scheinwerfer auf ein-
wandfreie Funktion überprüfen.
– Den Sitz, das Lenkrad und die
Rückspiegel so einstellen, dass die be-
ste Fahrposition erzielt wird.
– Bei langen Fahrten wird für ein er-
müdungsfreieres Fahren empfohlen,
die Lendenabstützung und/oder die
Neigung der Rückenlehne leicht zu än-
dern, um das auf die Wirbelsäule wir-
kende Körpergewicht zu verändern.
– Die Kopfstützen mit Sorgfalt so
einstellen, dass nicht der Hals sondern
der Kopf gestützt wird.
– Mit Sorgfalt die Höhe der Sicher-
heitsgurte einstellen und sie an die ei-
gene Körpergröße anpassen (siehe die
Hinweise im Kapitel “Lernen Sie Ihr
Fahrzeug kennen - Sicherheitsgurte”).
– Sich vergewissern, dass keine Hin-
dernisse (zusätzliche Fußmatten,
usw.) die Pedalwege verkürzen.
– Sich vergewissern, dass evtl. Kin-
derrückhaltesysteme (Kinder-, Klein-
kindersitze, usw.) vorschriftsgemäßauf dem Rücksitz befestigt sind. Hal-
ten Sie sich in jedem Falle an die im
Abschnitt “Kinder in Sicherheit trans-
portieren” gemachten Angaben im
Kapitel “Lernen Sie Ihr Fahrzeug
kennen”.
– Evtl. Gepäckstücke im Gepäckraum
sorgfältig so anordnen, dass sie bei ei-
ner Notbremsung nicht nach vorn ge-
schleudert werden.
– Keine hellen Gegenstände oder Pa-
pierblätter auf das Armaturenbrett le-
gen, die sich in der Windschutz-
scheibe widerspiegeln.
– Vor dem Fahren schwerverdauli-
che Speisen vermeiden. Eine leichte
Kost trägt dazu bei, die Reflexe wach-
zuhalten. Vor allem alkoholhaltige
Getränke vermeiden. Gewisse Medi-
kamente können die Fahrtauglichkeit
reduzieren: Daher vor dem Einneh-
men, sehr aufmerksam die entspre-
chenden Gebrauchshinweise lesen.
Sich erinnern, regelmäßig das zu
überprüfen, was im Abschnitt “Re-
gelmäßig Kontrollen und solche, die
vor Antritt langer Fahrten durchzu-
führen sind”, in diesen Kapitel be-
handelt wird.
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– Die Fernlichter nur außerhalb der
Stadt gebrauchen und wenn man si-
cher ist, die anderen Fahrer nicht zu
stören.
– Bei entgegenkommenden Fahr-
zeugen rechtzeitig abblenden, wenn
mit Fernlicht gefahren wird.
– Leuchten und Scheinwerfer stets
sauber halten.
– Außerhalb der Stadt, Vorsicht auf
den Wildwechsel.
FAHRWEISE BEI REGEN
Der Regen und die nassen Straßen
bedeuten Gefahr.
Auf einer nassen Straße werden alle
Lenkmanöver schwieriger, da die Rei-
bung der Räder auf dem Asphalt er-
heblich geringer ist. Die Bremswege
werden folglich viel länger und die
Straßenhaftung geringer. FAHRWEISE BEI NACHT
Hier die wichtigsten bei Nachtfahr-
ten zu beachtenden Hinweise.
– Sehr vorsichtig fahren: Das Fah-
ren bei Nacht erfordert mehr Auf-
merksamkeit.
– Die Geschwindigkeit verringern,
vor allem auf unbeleuchteten Straßen.
– Bei den ersten Anzeichen an
Schläfrigkeit anhalten: Weiterfahren
wäre ein Risiko für sich und die an-
deren. Die Fahrt erst nach einer aus-
reichenden Erholungspause wieder
fortsetzen.
– Einen größeren Sicherheitsabstand
als bei Tag zu den vorausfahrenden
Fahrzeugen halten: Die Geschwindig-
keit der anderen Fahrzeuge lässt sich
schwer schätzen, wenn nur die Lich-
ter zu sehen sind.
– Überprüfen, dass die Scheinwerfer
vorschriftsgemäß eingestellt sind:
Eine zu tiefe Einstellung verkürzt die
Sichtweite und ermüdet die Augen.
Zu hohe Einstellung stört die anderen
Verkehrsteilnehmer. – Nicht viele Stunden hintereinan-
der fahren, sondern periodisch Pau-
sen einlegen, die dazu benutzt werden
sollen, um sich zu bewegen und somit
den Körper fit zu halten.
– Für einen laufenden Luftwechsel
im Fahrgastraum sorgen.
– Den Motor auf Gefällen nicht aus-
schalten: Unter diesen Bedingungen
fehlt die Bremswirkung des Motors
und die Unterstützung der Servolen-
kung sowie der Bremshilfe, weshalb
erheblich mehr Kraft am Bremspedal
und am Lenkrad aufgewandt werden
muss.
– Gefällestrecken nie mit Getriebe
im Leerlauf befahren: es fehlt die
Bremswirkung des Motors.
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Hier einige bei Regen zu beachtende
Ratschläge:
– Die Geschwindigkeit verringern
und einen größeren Abstand zu den
vorausfahrenden Fahrzeugen halten.
– Bei starkem Regen verringert sich
auch die Sicht. In diesen Fällen auch
bei Tag die Abblendscheinwerfer ein-
schalten, um besser gesehen zu wer-
den.
– Die Pfützen nicht mit hoher Ge-
schwindigkeit durchqueren und das
Lenkrad kräftig anfassen: Eine mit
hoher Geschwindigkeit durchquerte
Pfütze kann den Verlust der Herr-
schaft über das Fahrzeug bewirken
(“Aquaplaning”).
– Die Bedienungselemente der Lüf-
tung für das Beschlagentfernen ein-
stellen (siehe Kapitel “Lernen Sie Ihr
Fahrzeug kennen”), damit keine
Sichtprobleme entstehen.
– Regelmäßig den Zustand der
Scheibenwischblätter überprüfen.FAHRWEISE BEI NEBEL
– Bei dichtem Nebel möglichst das
Fahrzeug nicht verwenden.
Bei Dunst, gleichmäßigem Nebel
oder eventuellen Nebelbänken:
– Mit mäßiger Geschwindigkeit fah-
ren.
– Auch bei Tag die Abblendschein-
werfer, die Nebelschlussleuchten und
die Nebelscheinwerfer einschalten.
Die Fernlichter nicht gebrauchen.
– Berücksichtigen, dass bei Nebel
der Asphalt feucht ist und folglich je-
des Lenkmanöver schwieriger wird
und die Bremswege länger werden.
– Einen großen Sicherheitsabstand
zum vorausfahrenden Fahrzeug hal-
ten.
– Nach Möglichkeit plötzliche Ge-
schwindigkeitsänderungen vermeiden.
– Wenn möglich keine Fahrzeuge
überholen.– Bei Zwangshalt (Defekte, zu wenig
Sicht, usw.) vor allem versuchen,
außerhalb der Fahrbahnen zu halten.
Sofort die Warnblinkanlage und,
wenn möglich, auch die Abblendlich-
ter einschalten. Bei Herannahen eines
Fahrzeugs, die Hupe in rhythmischer
Folge betätigen.
ZUR BEACHTUNGAuf den
Strecken mit guten Sichtverhältnissen
die Nebelschlussleuchten ausschalten;
die von den Lichtern ausgestrahlte
hohe Lichtstärke stört die Insassen
der nachfolgenden Fahrzeuge.
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FAHRWEISE
AUF BERGSTRASSEN
– Auf Gefällen, durch Einlegen nied-
rigerer Gänge, den Motor als Bremse
verwenden, um die Bremsen nicht zu
überhitzen.
– Beim Befahren von Gefällen abso-
lut nicht den Motor abstellen oder in
den Leerlauf schalten, und schon gar
nicht den Zündschlüssel abziehen.
– Mit mäßiger Geschwindigkeit fah-
ren und vermeiden die Kurven zu
“schneiden”.
– Nicht vergessen, dass das Überho-
len auf Steigungen langsamer erfolgt
und folglich eine längere freie Strecke
erfordert. Auf Steigungen das Über-
holmanöver anderer Verkehrsteilneh-
mer erleichtern.FAHRWEISE AUF
SCHNEEBEDECKTEN
UND VEREISTEN STRASSEN
Hier einige Ratschläge für das Fah-
ren unter diesen Umständen.
– Vor dem Losfahren, sich verge-
wissern, dass die Wischerblätter nicht
an der Windschutzscheibe festgefro-
ren sind.
– Den Schnee vor dem Lufteinlass
der Klimaanlage wegräumen.
– Mit äußerst mäßiger Geschwin-
digkeit fahren.
– Bei schneebedeckter Straße die
Schneeketten oder die Winterreifen
verwenden: siehe die entsprechenden
Abschnitte in diesem Kapitel.
– Halten Sie bei hohem Schnee nicht
für längere Zeit mit eingeschaltetem
Motor an: Der Schnee könnte die Aus-
puffgase ins Wageninnere leiten.– Vorwiegend den Motor als Bremse
benutzen und plötzliches Bremsen
vermeiden.
– Beim Bremsen mit einem Fahrzeug
ohne ABS, durch Regeln der Brems-
pedal-Betätigungskraft die Räder
nicht blockieren.
– Schnelles Beschleunigen und plötz-
liche Richtungsänderungen vermei-
den.
– Während der Winterzeit können
auch die anscheinend trockenen
Straßen vereiste Stellen aufweisen.
Vorsicht folglich beim Befahren von
den wenig von der Sonne beschiene-
nen und von Bäumen und Felsen ge-
säumten Straßenstellen, auf denen
noch Eis vorhanden sein könnte.
– Einen größeren Sicherheitsabstand
zu den vorausfahrenden Fahrzeugen
halten.
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FAHRWEISE MIT DEM ABS
Das Fahrzeug kann mit dem An-
tiblockiersystem (ABS) und dem elek-
tronischen Bremskraftregler (EBD)
ausgerüstet sein.
Das ABS ist eine Ausrüstung der
Bremsanlage, die hauptsächlich 2
Vorteile bringt:
1)Es verhindert das Blockieren der
Räder bei Notbremsungen und vor al-
len Dingen bei niedriger Haftreibung.
2)Es gestattet das Bremsen und das
gleichzeitige Lenken um evtl. plötz-
lich auftretenden Hindernissen aus-
zuweichen oder um das Fahrzeug in
die gewünschte Richtung zu lenken;
dies natürlich in Abhängigkeit der
physischen Grenzen des gesamten
Haftreibungswertes des Reifens.Zur besten Ausnutzung des ABS:
– Bei Notbremsungen oder bei
Bremsungen mit wenig Haftreibung
vernimmt man geringe Pulsationen
am Bremspedal: Das bedeutet, dass
das ABS angesprochen hat. Das
Bremspedal nicht loslassen, sondern
es weiterhin betätigen, um die Brems-
aktion fortzusetzen.
– Das ABS verhindert das Blockie-
ren der Räder, ohne die Haftreibwerte
zwischen Reifen und Straßenbelag zu
erhöhen. Deshalb auch bei mit ABS
ausgerüstetem Fahrzeug die Sicher-
heitsabstände zu den vorausfahren-
den Fahrzeugen einhalten und die Ge-
schwindigkeit vor dem Befahren der
Kurven mäßigen.
– Das ABS dient dazu, um die Be-
herrschbarkeit des Fahrzeugs zu ver-
bessern, nicht aber um schneller zu
fahren.Das Aufleuchten der Kon-
trollleuchte>bei laufen-
dem Motor weist normaler-
weise nur auf einem Fehler im ABS
hin. In diesem Falle behält die
Bremsanlage ihre volle Wirksamkeit
bei, allerdings ohne Ansprechen des
Antiblockiersystems. Unter diesen
Umständen könnte auch das Funk-
tionieren des EBD-Systems in Frage
gestellt sein. Auch in diesem Falle ist
es ratsam sofort zum nächstliegen-
den Service des LANCIA-Kunden-
dienstnetzes zu fahren, um die An-
lage überprüfen zu lassen, wobei
brüskes Bremsen zu vermeiden ist.
Das Fahrzeug ist mit ei-
nem elektronischen Brems-
kraftregler (EBD) ausgerü-
stet. Das gleichzeitige Aufleuchten
der Kontrollleuchten >undxbei
laufendem Motor weist auf eine
Störung des EDB-Systems hin; in
diesem Falle kann es bei starkem
Bremsen zu einem vorzeitigen
Blockieren der Hinterräder und da-
mit zu einem Ausbrechen kommen.
Extrem vorsichtig bis zum nächst-
liegenden Service des LANCIA-
Kundendienstnetzes fahren, um die
Anlage überprüfen zu lassen.
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EINSCHRÄNKUNG
DER UNTERHALTS-
KOSTEN UND
DER UMWELTVER-
SCHMUTZUNG
Hier anschließend werden einige
nützliche Ratschläge aufgeführt, die
es ermöglichen die Unterhaltskosten
des Fahrzeugs zu reduzieren und die
schädlichen Emissionen zu begrenzen.
ALLGEMEINE
BETRACHTUNGEN
Wartung des Fahrzeugs
Der Zustand des Fahrzeugs ist ein
wichtiger Faktor, der den Kraftstoff-
verbrauch, die Betriebszuverlässigkeit
und die Lebensdauer des Fahrzeugs
beeinflusst. Aus diesem Grunde ist die
Wartung wichtig und lohnt sich die
Durchführung der Kontrollen und
Einstellungen nach dem Plan der Pro-
grammierten Wartung (siehe Posten...
Zündkerzen, Leerlaufdrehzahl, Luft-
filter, Steuerzeiten).Reifen
Den Druck der Reifen regelmäßig in
nicht längeren Abständen als 4 Wo-
chen kontrollieren: bei zu niedrigem
Druck steigt der Verbrauch aufgrund
des erhöhten Rollwiderstandes. Her-
vorzuheben ist, dass unter diesen Um-
ständen auch der Reifenverschleiß zu-
nimmt und sich das Fahrverhalten
des Fahrzeugs verschlechtert und
folglich seine Sicherheit abnimmt.
Unnütze Lasten
Nicht mit überladenem Gepäckraum
fahren. Das Fahrzeuggewicht (beson-
ders im Standverkehr) und seine Lage
beeinflussen sehr stark den Verbrauch
und die Stabilität.
Gepäckträger/Skiträger
Den nicht benutzten Gepäck- bzw.
Skiträger vom Dach abmontieren.
Diese Zubehörelemente verschlech-
tern die Windschlüpfigkeit des Fahr-
zeugs und beeinflussen den Ver-
brauch negativ. Beim Transport von
besonders voluminösen Gegenständen
vorzugsweise einen Anhänger ver-
wenden.Elektrische Verbraucher
Die elektrischen Verbraucher nur so
lange wie erforderlich gebrauchen.
Die heizbare Heckscheibe, die Zu-
satzscheinwerfer, die Scheibenwi-
scher, das Gebläse der Heizung sind
starke Energieverbraucher; bei An-
stieg des Bedarfs an Strom, steigt also
auch der Kraftstoffverbrauch an (bis
zu 25% im Stadtverkehr).
Die Klimaanlage
Die Klimaanlage stellt eine zusätzli-
che auf den Motor gravierende Last
dar und lässt ihn mehr verbrauchen
(durchschnittlich bis zu 20%). Wenn
es die Außentemperatur ermöglicht,
die Frischluftdüsen verwenden.
Aerodynamische Anbauelemente
Die Verwendung von nicht zweck-
entsprechenden aerodynamischen An-
bauelementen kann die Aerodynamik
und den Verbrauch ungünstig beein-
flussen.
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Wahl der Gänge
Sobald der Verkehr und die Straßen-
strecke es zulassen, einen höheren
Gang benutzen. Der Gebrauch eines
niedrigeren Ganges für brillante Be-
schleunigungen bedeutet mehr Ver-
brauch. Auch der unzweckmäßige Ge-
brauch eines hohen Ganges bewirkt
den Anstieg des Verbrauchs, der
Emissionen, des Motorverschleißes.
Hohe Geschwindigkeiten
Der Kraftstoffverbrauch steigt er-
heblich mit zunehmender Geschwin-
digkeit: Es ist folglich angebracht her-
vorzuheben, daß beim Übergang von
90 auf 120 km/h der Verbrauch um
zirka 30% zunimmt. Außerdem mög-
lichst immer mit gleichbleibender Ge-
schwindigkeit fahren, überflüssiges
Bremsen und Beschleunigen vermei-
den, was nur mehr Kraftstoff kostet
und gleichzeitig die Emissionen stei-
gert. Es wird daher eine “sanfte”
Fahrweise empfohlen, indem versucht
wird, die Manöver vorzeitig auszu-
führen, um drohenden Gefahren aus-
zuweichen und die Sicherheitsab-
stände einzuhalten, um Notbremsun-
gen zu vermeiden.Beschleunigungen
Das plötzliche Beschleunigen durch
Hochdrehen des Motors wirkt sich
sehr nachteilig auf den Verbrauch
und die Emissionen aus; angebracht
ist ein gleichmäßiges Beschleunigen,
ohne die Drehzahl des max. Drehmo-
ments zu überschreiten.
EINSATZBEDINGUNGEN
Kaltstart
Bei wiederholten Kaltstarts erreicht
der Motor nicht die optimale Betriebs-
temperatur. Es ergibt sich dadurch
ein wesentlicher Anstieg des Ver-
brauchs (von 15 bis 30% beim Stadt-
fahrzyklus) sowie der Abgabe an
schädlichen Substanzen. FAHRWEISE
Anlassen
Den Motor weder mit Leerlaufdreh-
zahl noch mit angehobener Drehzahl
bei stehendem Fahrzeug erwärmen:
Der Motor erwärmt sich in diesem
Zustand erheblich langsamer bei stär-
kerem Verbrauch und mehr Emissio-
nen. Empfohlen wird, sofort und
langsam mit nicht hohen Drehzahlen
zu starten; auf diese Weise wird sich
der Motor schneller erwärmen.
Unnütze Manöver
Das Gasgeben bei Haltepausen an
den Ampeln oder vor dem Abstellen
des Motors vermeiden. Dieser letzte
Vorgang sowie das Zwischengasgeben
sind bei modernen Fahrzeugen abso-
lut überflüssig. Sie bewirken den An-
stieg des Verbrauchs und der Um-
weltbelastung.
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