ABS JEEP COMPASS 2020 Betriebsanleitung (in German)
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Wenn das Problem nicht behoben ist, wird
eine diesbezügliche Meldung auf dem
Kombiinstrument angezeigt, sobald eine
bestimmte Schwelle erreicht wird, bis es
nicht mehr möglich ist, den Motor zu starten.
Wenn etwa 125 Meilen (200 km) bleiben,bevor der AdBlue® (Harnstoff)-Tank leer ist,
wird eine ständige spezielle Meldung auf der
Instrumententafel angezeigt, und ein Warn-
summer ertönt (je nach Ausstattung).
Kontrollleuchte für Abstandstempomat
warten – je nach Ausstattung
Diese Kontrollleuchte leuchtet auf,
wenn der Abstandstempomat (ACC)
nicht funktioniert und gewartet
werden muss. Weitere Informa-
tionen finden Sie unter „Abstandstempomat
(ACC)“ in „Start und Betrieb“.
Kontrollleuchte Wartung permanenter
Allradantrieb (AWD) – je nach Ausstattung
Diese Kontrolllampe leuchtet auf,
um einen Fehler des 4WD Systems
anzuzeigen. Sollte die Leuchte
nicht erlöschen oder während der
Fahrt aufleuchten, zeigt dies eine Störung
des zuschaltbaren Allradantriebs an, die eine
Instandsetzung erfordert. Wir empfehlen, das Fahrzeug zur nächsten Vertragswerkstatt
zu bringen und es dort sofort reparieren zu
lassen.
Kontrollleuchte Kollisionswarnsystem (FCW)
leuchtet – je nach Ausstattung
Diese Warnleuchte leuchtet auf,
wenn eine Fehlfunktion des Kolli-
sionswarnsystems vorliegt. Kontak-
tieren Sie einen Vertragshändler für
die Wartung.
Weitere Informationen finden Sie unter
„Kollisionswarnsystem (FCW)“ in „Sicher-
heit“.
Warnleuchte „Stopp/Start-System warten“ –
je nach Ausstattung
Diese Warnlampe leuchtet auf,
wenn das Stopp/Start-System nicht
ordnungsgemäß funktioniert und
eine Wartung erforderlich ist.
Kontaktieren Sie einen Vertragshändler für
die Wartung.
Warnleuchte Reifendrucküberwachungs -
system (TPMS)
Die Warnleuchte schaltet sich ein
und eine Meldung wird angezeigt,
um anzuzeigen, dass der Reifen-
druck geringer ist als der empfoh-
lene Wert und/oder dass langsamer
Druckverlust auftritt. In diesen Fällen kann
eine optimale Reifenlebensdauer und ein
optimaler Kraftstoffverbrauch nicht garan-
tiert werden.
Sollten ein oder mehrere Reifen sich in dem
oben genannten Zustand befinden, werden
im Display die Anzeigen für jeden Reifen
angezeigt.
VORSICHT!
Fahren Sie mit einem oder mehreren
defekten Reifen nicht weiter, da das
Verhalten nicht korrekt sein könnte. Halten
Sie das Fahrzeug an, vermeiden Sie
scharfes Bremsen und lenken. Führen Sie
bei einem Loch im Reifen sofort eine
Reparatur mithilfe des speziellen
Reifenreparatursatzes durch, und wenden
Sie sich so bald wie möglich an einen
Vertragshändler.
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KENNENLERNEN DER INSTRUMENTENTAFEL
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Jeder Reifen (auch das Ersatzrad, falls
vorhanden) sollte einmal im Monat im kalten
Zustand auf den vom Hersteller empfohlenen
Reifendruck überprüft werden. Die Druck-
werte sind auf der Fahrzeugplakette oder
einer Reifendruckplakette angegeben. Ist Ihr
Fahrzeug mit Reifen einer anderen Größe
ausgestattet als der, die auf den Fahrzeug-
aufklebern oder der Reifendruckplakette
angegeben ist, dann müssen Sie den
korrekten Reifendruck für diese Reifen
bestimmen.
Als weitere Sicherheitsfunktion wurde Ihr
Fahrzeug mit einem Reifendrucküberwa-
chungssystem (TPMS) ausgestattet; eine
Warnleuchte meldet zu niedrigen Druck an
einem oder mehreren Reifen. Wenn die
Reifendruck-Warnleuchte aufleuchtet,
sollten Sie so schnell wie möglich anhalten
und Ihre Reifen prüfen und sie auf den
korrekten Druck aufpumpen. Das Fahren mit
deutlich reduziertem Reifendruck führt zur
Überhitzung des Reifens und kann zu einem
Reifenausfall führen. Zu niedriger Reifen-
druck führt außerdem zu erhöhtem Kraft-
stoffverbrauch sowie erhöhtem
Reifenverschleiß und kann Fahrverhalten
sowie Bremsweg des Fahrzeugs beeinträch-
tigen.Beachten Sie bitte, dass das TPMS kein
Ersatz für regelmäßige Reifenwartung ist und
dass der Fahrzeugführer auch dann für den
korrekten Reifendruck verantwortlich ist,
wenn der Druckabfall zu gering ist, um das
Reifendruckwarnsymbol des TPMS
aufleuchten zu lassen.
Ihr Fahrzeug besitzt auch eine
TPMS-Störungsanzeige; sie meldet, wenn
das System nicht korrekt funktioniert. Die
TPMS-Störungsanzeige ist mit der Warn-
leuchte für niedrigen Reifendruck dieses
Systems kombiniert. Erfasst das System eine
Störung, blinkt die Warnleuchte für etwa
eine Minute und leuchtet danach kontinuier-
lich auf. Dies wiederholt sich auch bei nach-
folgenden Fahrzeugstarts, solange die
Störung besteht. Wenn die Störungsanzeige
leuchtet, kann das System unter Umständen
die Signale für zu niedrigen Reifendruck
nicht wie beabsichtigt erfassen und
anzeigen. TPMS-Störungen können aus
vielen Gründen entstehen, einschließlich
des Aufziehens von Ersatzrädern oder dem
Umsetzen der Reifen oder Räder am Fahr-
zeug. Prüfen Sie stets die TPMS-Störungsan-
zeige nach dem Ersetzen von einem oder
mehreren Reifen oder Rädern an Ihrem Fahr-
zeug, um sicherzustellen, dass das
TPMS-System mit den Ersatzreifen oder denumgesetzten Reifen und mit neuen Rädern
korrekt funktioniert.
VORSICHT!
Das
Reifendrucküberwachungssystem (TPMS)
ist für die Originalreifen und Räder
optimiert. Die TPMS-Reifendrücke und
Warnsignale wurden für die
Original-Reifengröße Ihres Fahrzeugs
festgelegt. Bei Verwendung von Reifen,
deren Größe und/oder Bauart nicht den
Originalreifen entspricht, können eine
unerwünschte Funktion des Systems oder
Sensorschäden auftreten. Räder aus dem
Zubehörhandel können die Sensoren
beschädigen. Auf dem Zubehörmarkt
gekaufte Reifendichtmittel können dazu
führen, dass der Sensor des
Reifendrucküberwachungssystems (TPMS)
funktionsuntüchtig wird. Nach der
Verwendung eines auf dem Zubehörmarkt
gekauften Reifendichtmittels wird
empfohlen, die Sensorfunktion von einem
Vertragshändler prüfen zu lassen.
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Warnleuchte „Störung Abschlepphaken“ – je
nach Ausstattung
Diese Leuchte leuchtet auf, wenn
eine Störung mit den Abschlepp-
haken auftritt. Kontaktieren Sie
einen Vertragshändler für die
Wartung.
Gelbe Kontrollleuchten
Kontrollleuchte 4WD Low (zuschaltbarer
Allradantrieb, untere Ganggruppe) – je nach
Ausstattung
Diese Leuchte warnt den Fahrer,
dass das Fahrzeug im Allradantrieb
in die untere Ganggruppe
geschaltet ist. Die vordere und
hintere Antriebswelle sind mechanisch
miteinander verriegelt, sodass sich die
Vorder- und Hinterräder zwangsweise mit
derselben Drehzahl drehen. Die untere Gang-
gruppe bietet ein größeres Untersetzungsver-
hältnis und somit ein höheres Drehmoment
an den Rädern.
Weitere Informationen über den Allradan-
trieb und die ordnungsgemäße Verwendung
finden Sie unter „Allradantrieb – je nach
Ausstattung“ in „Start und Betrieb“.
Kontrollleuchte 4WD Lock (zuschaltbarer
Allradantrieb, Sperre)
Diese Leuchte warnt den Fahrer,
dass das Fahrzeug sich im 4WD
LOCK-Modus (zuschaltbarer Allrad-
antrieb, Sperre) befindet. Die
vordere und hintere Antriebswelle sind
mechanisch miteinander verriegelt, sodass
sich die Vorder- und Hinterräder zwangs-
weise mit derselben Drehzahl drehen.
Weitere Informationen über den Allradan-
trieb und die ordnungsgemäße Verwendung
finden Sie unter „Allradantrieb“ in „Start
und Betrieb“.
Kontrollleuchte des aktiven
Geschwindigkeitsbegrenzers – je nach
Ausstattung
Diese Warnlampe leuchtet auf,
wenn eine Störung mit dem aktiven
Geschwindigkeitsbegrenzer festge-
stellt wurde.
Kontrollleuchte „Reinigung wird durchge -
führt“ für Dieselpartikelfilter (DPF) – Nur
Dieselversionen mit DPF (je nach Ausstat -
tung)
Diese Kontrollleuchte leuchtet auf
oder es wird eine Meldung ange-
zeigt, wenn das DPF-System die
angesammelten Schadstoffe
(Partikel) durch den Regenerierungsvorgang
entfernen muss. Die Leuchte/Meldung wird
nicht bei jeder DPF-Regenerierung einge-
schaltet, sondern nur dann, wenn die Fahr-
bedingungen es erfordern, dass der Fahrer
benachrichtigt wird. Um das Symbol auszu-
schalten, das Fahrzeug solange in Bewegung
halten, bis der Regenerierungsvorgang abge-
schlossen ist. Der Vorgang dauert durch-
schnittlich 15 Minuten.
Die idealen Bedingungen für das Durch-
führen des Vorgangs werden bei einer
Geschwindigkeit von 60 km/h und einer
Motordrehzahl von über 2.000 U/min
erreicht.
Wenn diese Leuchte/Meldung eingeschaltet
werden, weist dies auf keine Störung im
Fahrzeug hin und es sollte deshalb auch
nicht in eine Werkstatt gebracht werden.
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HINWEIS:
Bei einigen Versionen wird bei Aufleuchten
des Symbols auch eine entsprechende
Meldung im Display angezeigt.
Kontrollleuchte für Kollisionswarnsystem –
je nach Ausstattung
Diese Kontrollleuchte leuchtet auf,
um Sie vor einem möglichen Fron-
talunfall zu warnen.
Kontrollleuchte für Kollisionswarnsystem
Aus – je nach Ausstattung
Diese Kontrollleuchte leuchtet auf,
um anzuzeigen, dass das Kolli-
sionswarnsystem ausgeschaltet ist.
Kontrollleuchte für Wegfahrsperren-Funk-
tionsstörung/elektrischer VPS-Alarm
Diese Warnleuchte leuchtet, wenn
die Diebstahlwarnanlage einen
Einbruchversuch in das Fahrzeug
erkannt hat.
HINWEIS:
Wenn der Zündschalter in Stellung ON/RUN
(Ein/Start) gebracht wurde, leuchtet die
Kontrollleuchte der Diebstahlwarnanlage
möglicherweise auf, wenn ein Problem mit
dem System erkannt wurde. Diese Störung
führt dazu, dass der Motor nach zwei
Sekunden abgeschaltet wird.
Kontrollleuchte für niedrigen Diesel Emis -
sions Additive AdBlue® (Harnstoff) – je nach
Ausstattung
Die Kontrollleuchte für den Diesel-
abgas-Zusatz AdBlue® (Harnstoff)
leuchtet auf, wenn der AdBlue®
(Harnstoff)-Stand niedrig ist.
Befüllen Sie den AdBlue® (Harnstoff)-Tank
so bald wie möglich mit mindestens
1,3 Gallonen (5 Litern) AdBlue® (Harn-
stoff).
Wenn die Betankung des Fahrzeugs bei einer
verbleibenden AdBlue® (Harnstoff)-Reich-
weite von Null erfolgt, müssen Sie vor dem
Starten des Fahrzeugs 2 Minuten warten.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in
„Betanken des Fahrzeugs“ in „Start und
Betrieb“.
Nebelschlussleuchtenanzeiger – je nach
Ausstattung
Bei eingeschalteter Nebelschluss-
leuchte leuchtet diese Leuchte auf.
Weitere Informationen finden Sie unter
„Außenbeleuchtung“ in „Erläuterung der
Funktionen Ihres Fahrzeugs“.
VORSICHT!
Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs muss
immer an den Verkehr und die
Witterungsverhältnisse angepasst sein.
Auch müssen die Verkehrsregeln immer
eingehalten werden.
Der Motor kann ausgeschaltet werden,
wenn die DPF-Warnleuchte leuchtet.
Wiederholte Unterbrechungen des
Regenerierungsvorgangs können jedoch zu
einer vorzeitigen Alterung des Motoröls
führen. Aus diesem Grund sollte gewartet
werden, bis das Symbol erlischt, bevor der
Motor ausgeschaltet wird. Den
DPF-Regenerierungsvorgang nicht bei
angehaltenem Fahrzeug abschließen.
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Kontrollleuchte „Wasser im Kraftstoff“ – je
nach Ausstattung
Die Kontrollleuchte „Wasser im
Kraftstoff“ leuchtet auf, wenn
Wasser im Kraftstofffilter festge-
stellt wird. Wenn diese Leuchte
eingeschaltet bleibt, starten Sie das Fahr-
zeug ERST DANN, wenn Sie das Wasser aus
dem Kraftstofffilter abgelassen haben, um
einen Motorschaden zu verhindern, und
suchen Sie einen Vertragshändler auf.
Leuchte Vorglühen – je nach Ausstattung
Diese Kontrollleuchte leuchtet etwa
zwei Sekunden lang auf, wenn die
Zündung in die Stellung RUN
(Start) gestellt wurde. Die Kontroll-
leuchte kann beim Betriebszustand bei
kaltem Wetter länger aufleuchten. Das Fahr-
zeug kann erst gestartet werden, wenn keine
Kontrollleuchte mehr leuchtet.
Weitere Informationen hierzu finden Sie
unter „Anlassen des Motors“ in „Start und
Betrieb“.
HINWEIS:
Die Vorglühkontrollleuchte leuchtet unter
Umständen nicht, wenn die Temperatur des
Ansaugkrümmers ausreichend hoch ist.
Grüne Kontrollleuchten
Kontrollleuchte für aktiven Geschwindig -
keitsbegrenzer EINGESTELLT – je nach
Ausstattung mit einem Premium-Kombiinst -
rument
Diese Kontrollleuchte leuchtet auf,
wenn der aktive Geschwindigkeits-
begrenzer eingeschaltet ist und auf
eine bestimmte Geschwindigkeit
eingestellt ist. Weitere Informationen hierzu finden Sie
unter „Aktiver Geschwindigkeitsbegrenzer –
je nach Ausstattung“ in „Start und Betrieb“.
Kontrollleuchte für gesetzten Abstandstem
-
pomaten (ACC) ohne erkanntes Ziel – je nach
Ausstattung
Diese Leuchte zeigt an, wenn der
Abstandstempomat eingeschaltet
ist und kein Zielfahrzeug erkannt
wurde. Weitere Informationen
hierzu finden Sie unter „Abstandstempomat
(ACC) – je nach Ausstattung“ in „Start und
Betrieb“.
Kontrollleuchte für gesetzten Abstandstem -
pomat (ACC) mit erkanntem Ziel – je nach
Ausstattung
Diese Leuchte zeigt an, wenn der
Abstandstempomat eingestellt ist
und ein vorausfahrendes Fahrzeug
erkannt wurde. Weitere Informa-
tionen hierzu finden Sie unter „Abstands-
tempomat (ACC) – je nach Ausstattung“ in
„Start und Betrieb“.
VORSICHT!
Befindet sich Wasser im Kreislauf des
Kraftstoffsystems kann dies eine schwere
Beschädigung in der Einspritzanlage und
einen unregelmäßigen Motorbetrieb
verursachen. Wenn die Kontrollleuchte
leuchtet, wenden Sie sich so schnell wie
möglich an einen Vertragshändler, der das
System auslesen kann. Wenn die oben
genannten Situationen sofort nach dem
Tankvorgang eintreffen, wurde eventuell
Wasser in den Tank gegeben: schalten Sie
den Motor sofort aus und wenden Sie sich
an einen Vertragshändler.
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(Fortsetzung)
(Fortsetzung)
SICHERHEIT
SICHERHEITSFUNKTIONEN
Antiblockiersystem (ABS)
Das Antiblockiersystem (ABS) verleiht Ihrem
Fahrzeug bei den meisten Bremssituationen
erhöhte Stabilität und Bremsleistung. Das
System verhindert automatisch ein
Blockieren der Räder und verbessert die
Kontrolle über das Fahrzeug während des
Bremsens.
Das ABS führt jedes Mal beim Starten des
Fahrzeugs und Fahren einen Selbsttest
durch, um die einwandfreie Funktion des
ABS-Systems sicherzustellen. Während
dieses Selbsttests hören Sie möglicherweise
ein leichtes Klicken sowie ein Laufgeräusch
des Motors.
Während des Bremsens ist ABS aktiviert,
wenn das System eine beginnende Blockie-
rung eines oder mehrerer Räder erkennt.
Straßenbedingungen, wie zum Beispiel Eis,
Schnee, Schotter, Schwellen, Gleise, loser
Schmutz, oder Notbremsungen kann die
Wahrscheinlichkeit einer ABS-Aktivierung
erhöhen. Wenn sich ABS aktiviert, können Sie auch
Folgendes erleben:
ABS-Motorgeräusch (kann noch kurze Zeit
nach dem Bremsvorgang weiterlaufen)
Klickende Geräusche der Magnetventile
Pulsieren des Bremspedals
Leichter Abfall des Bremspedals am Ende
eines Bremsvorgangs
Alle diese Erscheinungen gehören zur
normalen Funktion des ABS.
WARNUNG!
Das Antiblockiersystem (ABS) arbeitet
mit elektronischen Komponenten, die
empfindlich auf Störstrahlungen durch
falsch installierte oder leistungsstarke
Sendegeräte reagieren können. Solche
Störstrahlungen können den Ausfall der
ABS-Funktion verursachen. Die Installa-
tion eines solchen Systems muss von
qualifiziertem Fachpersonal durchge-
führt werden.
Wenn Sie bei einem Antiblockiersystem
das Bremspedal „pumpen“, wird die
Bremsleistung verringert, was zu einem
Unfall führen kann. Durch Pumpen wird
der Bremsweg länger. Betätigen Sie das
Bremspedal kräftig, um das Fahrzeug
möglichst schnell zum Stillstand zu
bringen.
Das ABS kann weder verhindern, dass
die Gesetze der Physik auf das Fahrzeug
wirken, noch kann es die Leistungsfähig-
keit der Bremsen oder der Lenkung über
das durch den Zustand der Bremsen und
Reifen des Fahrzeugs oder die vorhan-
dene Traktion vorgegebene Maß hinaus
erhöhen.
Das ABS kann Zusammenstöße nicht
verhindern, vor allem nicht solche, die
durch überhöhte Geschwindigkeit in
Kurven, zu dichtes Auffahren auf voraus-
fahrende Fahrzeuge oder Aquaplaning
ausgelöst werden.
WARNUNG! (Fortsetzung)
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ABS funktioniert mit OEM-Reifen (Original
Equipment Manufacturing). Änderungen
können zu verminderter ABS-Leistung
führen.
ABS-Warnleuchte
Die gelbe ABS-Warnleuchte schaltet sich
ein, wenn sich die Zündung im Modus ON/
RUN (Ein/Start) befindet, und kann bis zu
vier Sekunden lang leuchten.
Wenn die ABS-Warnleuchte eingeschaltet
bleibt oder während der Fahrt aufleuchtet,
weist dies darauf hin, dass der ABS-Teil der
Bremsanlage nicht funktioniert und dass
eine Wartung erforderlich ist. Allerdings
arbeitet die konventionelle Bremsanlage
weiterhin normal, wenn sich die „ABS-Warn-
leuchte“ einschaltet.Leuchtet die ABS-Warnleuchte, muss das
Bremssystem so schnell wie möglich
gewartet werden, um die wichtige Funktion
des Antiblockiersystems wieder herzustellen.
Leuchtet die ABS-Warnleuchte nicht auf,
wenn die Zündung in den Modus ON/RUN
(Ein/Start) gebracht wird, muss die Leuchte
so schnell wie möglich ersetzt werden.
Elektronische Bremsregelung (EBC)
Ihr Fahrzeug ist mit einer modernen elektro-
nischen Bremsregelung (EBC) ausgestattet.
Zu diesem System gehören: elektronische
Bremskraftverteilung (EBD), Antiblockier-
system (ABS), Bremsassistent (BAS), Berg-
anfahrhilfe (HSA), Antriebsschlupfregelung
(ASR), Elektronisches Stabilitätsprogramm
(ESP) und elektronischer Wank- und Über-
rollschutz (ERM). Diese Systeme arbeiten
zusammen, um die Fahrzeugstabilität und
Beherrschbarkeit des Fahrzeugs unter den
verschiedensten Fahrbedingungen zu
verbessern.
Ihr Fahrzeug ist möglicherweise auch mit
Notbremsbereitschaft (RAB), Trocken-
bremsen bei Regen (RBS), Anhänger-Schlin-
gerstabilisierung (TSC), Bergabfahrhilfe
(HDC) und dynamischem Lenkungsdrehmo-
ment (DST) ausgestattet.
Bremsassistent (BAS)
Der Bremsassistent (BAS) soll das Bremsver-
halten des Fahrzeugs bei einer Notbremsung
optimieren. Das System erkennt die Situa-
tion einer Notbremsung an der Geschwindig-
keit und der Kraft, mit der das Bremspedal
betätigt wird, und optimiert dann den Druck
zu den Bremsen. Der Bremsweg lässt sich
auf diese Weise einfach reduzieren. Der BAS
ergänzt das Antiblockiersystem (ABS). Die
maximale Unterstützung durch den Brems-
assistenten wird durch schnelles Betätigen
der Bremsen ausgelöst. Um die Wirkung des
Bremsassistenten voll zu nutzen, muss das
Bremspedal während des gesamten Brems-
vorgangs vollständig durchgetreten bleiben
(Bremspedal nicht „pumpen“). Verringern
Sie den Druck auf das Bremspedal erst dann,
wenn nicht mehr gebremst werden muss.
Sobald das Bremspedal losgelassen wird,
wird der Bremsassistent deaktiviert.Die Möglichkeiten eines mit ABS ausge-
statteten Fahrzeugs dürfen niemals auf
leichtsinnige oder gefährliche Weise so
ausgenutzt werden, dass die Sicherheit
des Fahrers oder anderer Personen
gefährdet wird.
WARNUNG! (Fortsetzung)
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SICHERHEIT
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Bremsanlage Warnleuchte
Die rote Bremsanlagen-Warnleuchte schaltet
sich ein, wenn sich die Zündung im Modus
ON/RUN (Ein/Start) befindet und kann bis
zu vier Sekunden lang leuchten.
Wenn die Bremsanlagen-Warnleuchte einge-
schaltet bleibt oder während der Fahrt
aufleuchtet, weist dies darauf hin, dass die
Bremsanlage nicht ordnungsgemäß funktio-
niert und dass eine sofortige Wartung erfor-
derlich ist. Leuchtet dieBremsanlagen-Warnleuchte nicht auf, wenn
die Zündung in den Modus ON/RUN (Ein/
Start) gebracht wird, muss die Leuchte so
schnell wie möglich ersetzt werden.
Dynamisches Lenkungsdrehmoment (DST)
Das dynamische Lenkungsdrehmoment ist
eine Funktion des elektronischen Stabilitäts-
programms und der elektronischen Servolen-
kung, bei der ein Drehmoment am Lenkrad
bei bestimmten Fahrbedingungen bereitge-
stellt wird, in denen das ESP-Steuergerät
eine Fahrzeuginstabilität erkennt. Das am
Lenkrad eingesetzte Drehmoment hat nur die
Aufgabe, dem Fahrer zu helfen, das optimale
Lenkungsverhalten zu erkennen, um die
Fahrzeugstabilität zu erreichen bzw. beizu-
behalten. Der einzige Hinweis, durch den der
Fahrer erkennt, dass die Funktion aktiv ist,
ist das auf das Lenkrad übertragene Drehmo-
ment.
HINWEIS:
Die DST-Funktion ist nur dazu gedacht, dem
Fahrer durch kleine auf das Lenkrad übertra-
gende Drehmomente zu helfen, die korrekte
Lenkmaßnahme durchzuführen. Dies
bedeutet, dass die Wirksamkeit der
DST-Funktion von der Empfindlichkeit des
Fahrers und der Gesamtreaktion auf das
angewandte Drehmoment abhängig ist. Es
ist sehr wichtig zu verstehen, dass mit dieser
Funktion nicht das Fahrzeug gelenkt wird,
was bedeutet, dass der Fahrer weiterhin für
das Steuern des Fahrzeugs verantwortlich
ist.Elektronische Bremskraftverteilung (EBD)
Die elektronische Bremskraftverteilung
(EBD) steuert die Verteilung des Bremsmo-
ments zwischen den vorderen und hinteren
Achsen durch Begrenzen des Bremsdrucks
für die Hinterachse. Dies geschieht, um ein
Schlupf der Hinterräder zu verhindern, damit
eine Instabilität des Fahrzeugs vermieden
und verhindert wird, dass die Hinterachse
ABS vor der Vorderachse aktiviert.
Elektronischer Wank- und Überrollschutz
(ERM)
Durch Überwachung der Lenkradbewe-
gungen und der Fahrgeschwindigkeit erkennt
dieses System im Voraus, ob die Gefahr
besteht, dass Räder vom Boden abheben
und das Fahrzeug sich überschlägt. Erkennt
das ERM-System (Elektronischer Wank- und
Überrollschutz), dass die Rate der Lenkwin-
keländerungen und die Fahrgeschwindigkeit
für ein wahrscheinliches Abheben der Räder
WARNUNG!
Der Bremsassistent (BAS) kann die auf
das Fahrzeug wirkenden physikalischen
Gesetze nicht außer Kraft setzen oder die
durch die vorherrschenden
Straßenverhältnisse gegebene Traktion
verbessern. Der BAS kann
Zusammenstöße nicht verhindern, die
unter anderem durch zu schnelles Fahren
in Kurven, auf rutschigem Untergrund
oder bei Aquaplaning ausgelöst werden.
Die Möglichkeiten eines Fahrzeugs mit
BAS dürfen niemals auf leichtsinnige oder
gefährliche Weise so ausgenutzt werden,
dass die Sicherheit des Fahrers oder
anderer Personen gefährdet wird.
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SICHERHEIT
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(Fortsetzung)ESP-Betriebsarten
HINWEIS:
In Abhängigkeit vom Fahrzeugmodell und
der Betriebsart kann das ESP-Systemüber
mehrere Betriebsarten verfügen.Taste „ESC OFF“ (ESP AUS)
ESP Ein
Dies ist die normale Betriebsart für das ESP.
Bei jedem Anlassen des Motors ist das
ESP-System in dieser Betriebsart. Diese
Betriebsart sollte für die meisten Fahrbedin-
gungen verwendet werden. Alternative
ESP-Betriebsarten sollte nur aus besonderen
Gründen abgeschaltet werden, wie unten
beschrieben.
Teilabschaltung
Die Teilabschaltung des ESP ist für Situa-
tionen vorgesehen, in denen ein eher sportli-
cher Fahrstil gewünscht wird. Dieser Modus
kann ASR- und ESP-Schwellenwerte für die
Aktivierung ändern, sodass mehr Radschlupf
als normalerweise zulässig ist. Dieser Modus
kann hilfreich sein, wenn das Fahrzeug
stecken bleibt.
WARNUNG!
Das elektronische Stabilitätsprogramm
(ESP) kann die auf das Fahrzeug
wirkenden Naturgesetze der Physik nicht
außer Kraft setzen oder die durch die
vorherrschenden Straßenverhältnisse
gegebene Traktion verbessern. ESP kann
Unfälle nicht verhindern, auch die nicht,
die aus zu schnellem Fahren in Kurven,
auf rutschigem Untergrund oder bei
Aquaplaning resultieren. Das ESP kann
Unfälle nicht verhindern, die aus einem
Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug
aufgrund ungeeigneter Eingriffe des
Fahrers in der jeweiligen Situation resul-
tieren. Nur ein sicherer, aufmerksamer
und erfahrener Autofahrer kann Unfälle
verhindern. Die Möglichkeiten eines mit
ESP ausgestatteten Fahrzeugs dürfen
niemals auf leichtsinnige oder gefähr-
liche Weise so ausgenutzt werden, dass
die Sicherheit des Fahrers oder anderer
Personen gefährdet wird.Veränderungen am Fahrzeug oder die
Vernachlässigung der Fahrzeugwartung
können die Fahreigenschaften Ihres
Fahrzeugs verändern und die Leistung
des ESP-Systems negativ beeinflussen.
Änderungen an Lenkung, Radaufhän-
gung, Bremsanlage, Reifentyp und
-größe oder Radgröße können die
ESP-Leistung ungünstig beeinflussen.
Falscher Reifendruck und ungleichmä-
ßiger Reifenverschleiß können die
ESP-Leistung ebenfalls beeinträchtigen.
Jede Fahrzeugveränderung oder mangel-
hafte Fahrzeugwartung, welche die Wirk-
samkeit des ESP-Systems
beeinträchtigt, kann zu einem erhöhten
Risiko des Kontrollverlusts über das
Fahrzeug, eines Überschlags sowie
schweren oder tödlichen Verletzungen
führen.
WARNUNG! (Fortsetzung)
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Durch kurzes Drücken der Taste „ESC OFF“
(ESP Aus) erfolgt die Teilabschaltung des
ESP und die Kontrollleuchte „ESC OFF“
(ESP aus) leuchtet auf. Zum Wiederein-
schalten des ESP den Schalter „ESC OFF“
(ESP Aus) erneut kurz drücken, die Kontroll-
leuchte „ESC OFF“ (ESP Aus) erlischt dann.
HINWEIS:
Beim Fahren mit Schneeketten oder beim
Anfahren in tiefem Schnee, Sand oder Geröll
kann ein stärkerer Radschlupf erforderlich
sein. Dies kann durch kurzes Drücken der
Taste „ESC OFF“ (ESP Aus) erreicht werden,
um in den Modus „Teilabschaltung“ zu
wechseln. Sobald die Fahrsituation, die die
Teilabschaltung des ESP erforderlich
machte, überwunden ist, ist das ESP durch
kurze Betätigung der Taste „ESC OFF“ (ESP
Aus) wieder einzuschalten. Dies kann bei
fahrendem Fahrzeug erfolgen.Vollständiges Abschalten (nur bei Modellen mit
Allradantrieb)
Dieser Modus ist nur für Geländefahrten
vorgesehen, bei denen das ESP die Manöv-
rierbarkeit des Fahrzeugs aufgrund der
Geländebedingungen behindert. Dieser
Modus wird durch fünf Sekunden langes
Drücken des Schalters „ESC OFF“ (ESP Aus)
bei stehendem Fahrzeug und laufendemMotor eingegeben. Nach fünf Sekunden
leuchtet die „Kontrollleuchte ESC OFF“
(ESP Aus) auf und in der Kombiinstrument-
anzeige erscheint die Meldung „ESC OFF“
(ESP Aus).
In diesem Modus sind ESP und ASR mit
Ausnahme der im Abschnitt ASR beschrie-
benen Sperrdifferenzialfunktion ausge-
schaltet, bis das Fahrzeug eine
Geschwindigkeit von 40 mph (64 km/h)
erreicht. Bei 64 km/h (40 mph) schaltet das
System automatisch in die oben beschrie-
bene Teilabschaltung zurück. Die Antriebs-
schlupfregelung (ASR) bleibt ausgeschaltet.
Verringert sich die Fahrgeschwindigkeit auf
unter 48 km/h (30 mph), schaltet sich das
ESP-System ab. ESP wird bei niedrigen
Fahrzeuggeschwindigkeiten deaktiviert,
damit es nicht zu Störungen bei Fahrten im
Gelände kommt. Die ESP-Funktion wird
jedoch bei Geschwindigkeiten über 64 km/h
(40 mph) wieder aktiviert, um die Stabili-
tätsfunktion bereitzustellen. Die „Kontroll-
leuchte ESC Off“ (ESC Aus) leuchtet bei
abgeschaltetem ESP ständig.
Zum Wiedereinschalten den Schalter „ESC
Off“ (ESP Aus) kurz betätigen. Dadurch wird
die normale ESP-Betriebsart „ESC On“ (ESP
ein) wiederhergestellt. WARNUNG!
In der teilabgeschalteten Betriebsart ist
die Antriebsschlupfregelung des ESP
mit Ausnahme der im Abschnitt
„Antriebsschlupfregelung“ beschrie-
benen Sperrdifferentialfunktion deakti-
viert, und die „Kontrollleuchte ESP Aus“
leuchtet auf. In der teilabgeschalteten
Betriebsart wird die Funktion zur Verrin-
gerung der Motorleistung von der
Antriebsschlupfregelung deaktiviert und
die erhöhte Fahrzeugstabilität durch das
ESP-System nicht mehr im vollen
Umfang gewährleistet.
Die Anhänger-Schlingerstabilisierung
(TSC) wird deaktiviert, wenn sich das
ESP-System im Modus „Teilabschal-
tung“ befindet.
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